Kein Sale. Keine Wundertüte. Kein späteres Comeback in dieser Form.
Manchmal muss etwas verschwinden, damit etwas Neues Platz bekommt.
Genau deshalb nehme ich BROWNZ REMASTERED 1 am Montag, dem 3. August 2026, im Laufe des Tages endgültig aus meinem Shop. Danach ist dieses Produkt in dieser Form nicht mehr erhältlich.
BROWNZ REMASTERED 1 wird im Laufe des 3. August 2026 endgültig entfernt.
Und endgültig bedeutet wirklich endgültig
Es wird keinen Abverkauf geben. Ich werde das Paket nicht später billiger anbieten, nicht in eine Wundertüte packen und auch nicht als versteckten Restposten wieder hervorholen.
Kein Sale.
Keine Wundertüte.
Kein Restposten-Comeback.
Keine spätere Rückkehr von BROWNZ REMASTERED 1 in derselben Form.
Es ist nach dem 3. August schlicht und einfach weg.
Warum ich diesen klaren Schnitt mache
Weil das nächste Kapitel beginnt: BROWNZ REMASTERED 2 kommt. Und wenn etwas Neues erscheint, möchte ich nicht alte und neue Versionen endlos nebeneinander herschleppen. BROWNZ REMASTERED 1 war genau für seinen Moment gedacht – und dieser Moment endet jetzt.
Vielleicht entsteht irgendwann in den kommenden Jahren wieder ein neues großes BROWNZ XXL-Paket. Das wird man sehen. Aber selbst wenn es so kommt, wäre das ein neues Produkt mit neuen Inhalten. BROWNZ REMASTERED 1 kehrt deshalb nicht einfach unter einem anderen Etikett zurück.
Was mit BROWNZ REMASTERED 1 verschwindet
Das Paket umfasst 46 Kapitel mit mehr als neun Stunden Videomaterial. Darin zeige ich meinen aktuellen Workflow aus Photoshop, KI und Synthografie – von Composing, Retusche und Freistellung bis zu Haut, Licht, Bildlooks, High-Fashion-Korrekturen und dem malerischen BROWNZ-Look.
Dazu gehören Arbeitsmaterialien, Beispieldateien, Photoshop-Aktionen, Presets und weitere Extras. Es ist ein in sich abgeschlossenes Paket. Wer genau dieses Training besitzen und dauerhaft damit arbeiten möchte, hat nur noch dieses letzte Zeitfenster.
Wenn du es noch willst, dann jetzt
Nicht irgendwann später. Nicht in der Hoffnung auf einen Rabatt. Und am besten auch nicht erst spät am Abend des 3. August, weil das Angebot im Laufe dieses Tages aus dem Shop verschwindet.
Wenn BROWNZ REMASTERED 1 noch auf deiner Liste steht, ist jetzt der Moment, zuzuschlagen.
KI ist keine Kunst. Und genau deshalb kann sie ein Werkzeug für Kunst sein.
Warum ich generative KI nutze – ohne Kreativität, Urheberschaft und Verantwortung an die Maschine abzugeben
Ein persönlicher, faktengeprüfter Standpunkt Stand: 27. Juli 2026
Meine Position in einem Satz: KI nimmt mir die Kreativität nicht ab. Sie zwingt mich nur noch deutlicher zu zeigen, wo meine Kreativität beginnt: bei Idee, Auswahl, Haltung, Bearbeitung und Verantwortung.
Ausgangspunkt für diesen Text war ein Instagram-Beitrag von @vivalunaar. Auf einer der Tafeln steht: „AI isn’t art. It’s a tool.“ Das trifft auch meine Haltung – allerdings nur, wenn man den Satz nicht als bequeme Ausrede benutzt, sondern als Beginn einer ernsthaften Diskussion. [1]
Denn die Frage „Wurde das mit KI gemacht?“ sagt für sich genommen erstaunlich wenig. Wichtiger ist: Gibt es eine Idee? Trifft das Ergebnis eine bewusste Aussage? Berührt es, erklärt es etwas, irritiert es, bleibt es im Kopf? Und vor allem: Wer hat die Entscheidungen getroffen und wer steht dafür ein?
Ein Werkzeug ist kein Künstler
Eine Kamera ist kein Fotograf. Ein Schnittprogramm ist kein Regisseur. Ein Pinsel ist kein Maler. Und ein generatives Modell ist kein Künstler. Werkzeuge erzeugen Möglichkeiten; Kunst entsteht durch Absicht, Auswahl und Formgebung. Das bedeutet nicht, dass jedes KI-Bild automatisch Kunst ist. Im Gegenteil: Ein schnell erzeugtes Bild kann schlicht Content sein – austauschbar, ohne Haltung und ohne erkennbaren Gedanken dahinter.
Ich würde deshalb auch nicht behaupten, KI sei „dafür gebaut worden“, Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen und niemals zu ersetzen. Eine solche einheitliche Absicht gibt es nicht. Systeme werden von unterschiedlichen Unternehmen für unterschiedliche Geschäftsmodelle entwickelt. Manche Anwendungen erweitern kreative Möglichkeiten; andere werden sehr wohl mit dem Ziel eingesetzt, Personal- oder Produktionskosten zu senken. Die Technik ist ein Werkzeug. Wie dieses Werkzeug in Märkten eingesetzt wird, ist eine menschliche und politische Entscheidung.
Meine Zustimmung zum Ausgangspost ist deshalb keine Technikverehrung. Sie ist eine Erinnerung daran, die menschliche Leistung am richtigen Ort zu suchen: nicht in der blossen Existenz eines Outputs, sondern in der Richtung, die ihm gegeben wurde.
Mehr Geschwindigkeit ist real – aber nicht automatisch
Dass generative KI Arbeit beschleunigen kann, ist keine reine Marketingbehauptung. In einem Experiment mit 444 berufserfahrenen, akademisch ausgebildeten Personen erledigten Teilnehmende typische Schreibaufgaben mit ChatGPT im Durchschnitt rund 40 Prozent schneller; die Qualität der Ergebnisse wurde etwa 18 Prozent höher bewertet. Wichtig ist die Begrenzung: Untersucht wurden klar umrissene, mittlere berufliche Schreibaufgaben – nicht Kreativität als Ganzes. [2]
Auch eine Feldstudie mit mehr als 5.000 Support-Mitarbeitenden fand im Durchschnitt einen Produktivitätszuwachs von rund 14 Prozent. Besonders profitierten weniger erfahrene Kräfte. Das spricht dafür, dass KI vorhandenes Wissen schneller zugänglich machen und Routine entlasten kann. [3]
Aber die Gegenprobe ist genauso wichtig: In einer randomisierten Studie mit 16 sehr erfahrenen Open-Source-Entwicklern und 246 realen Aufgaben benötigten die Teilnehmenden mit frühen 2025er-KI-Werkzeugen 19 Prozent mehr Zeit. Bemerkenswert war, dass sie sich trotzdem schneller fühlten. Das Ergebnis ist nicht auf Design oder Kunst übertragbar, zeigt aber sehr klar: Ein Werkzeug kann den Arbeitsfluss auch stören, Kontrollaufwand erzeugen und falsches Tempo vortäuschen. [4]
Mein Fazit daraus ist einfach: KI ist kein automatischer Produktivitätsknopf. Sie hilft dort, wo Aufgabe, Werkzeug und Anwender zusammenpassen. Beim Ideensammeln, bei Varianten, beim Freistellen, beim Strukturieren oder bei ersten Visualisierungen kann sie Produktionsgrenzen senken. Bei komplexer Stilentwicklung, konsistenter Erzählung, Präzision oder sensiblen Details kann sie zusätzliche Schleifen verursachen. Die gesparte Zeit entsteht nicht durch das Wort „KI“, sondern durch einen gut geführten Prozess.
Was weiterhin menschlich bleibt
Jeder kann heute in wenigen Sekunden ein Bild generieren. Aber nicht jeder erzeugt etwas, das Menschen anhält, berührt oder erinnert. Darin hat der Instagram-Beitrag recht: Zugangsbarrieren sinken, während Geschmack, Urteilskraft und Erzählfähigkeit nicht automatisch mitgeliefert werden.
Komposition, Farbwelt, Rhythmus, Motiv, Perspektive, Ton und Aussage können durch ein Modell vorgeschlagen werden. Entscheidend ist aber, ob ein Mensch diese Elemente bewusst steuert, verwirft, kombiniert, weiterbearbeitet und in einen eigenen Zusammenhang stellt. Ein einzelner Prompt ist noch keine belastbare kreative Handschrift. Eine Serie von Entscheidungen, eine erkennbare Konzeption und substanzielle Nachbearbeitung können dagegen sehr wohl eine menschliche Leistung bilden.
Das passt auch zur Rechtslage, soweit man sie heute seriös zusammenfassen kann. In Oesterreich lautet der Grundsatz des Urheberrechts: „Urheber eines Werkes ist, wer es geschaffen hat.“ Eine Maschine ist keine Person und damit keine Urheberin. Wie viel menschliche Gestaltung bei einem konkreten KI-gestützten Werk für Schutz ausreicht, bleibt eine Einzelfallfrage. [5]
Aehnlich argumentiert das US Copyright Office – für die USA, also nicht als unmittelbar österreichisches Recht: Prompts allein genügen in der Regel nicht. Schutzfähig können aber menschlich bestimmte Ausdruckselemente, kreative Auswahl und Anordnung oder substanzielle Veränderungen sein. Gerade deshalb ist es sinnvoll, Entstehungsprozess, Auswahl und Bearbeitung zu dokumentieren. [6]
Die Einwände sind nicht technikfeindlich
Wer KI als Werkzeug verteidigt, sollte die berechtigten Einwände nicht kleinreden. Trainingsdaten können urheberrechtlich geschützte Inhalte enthalten. Kreative fürchten Einkommensverluste, Stilkopien und einen Markt, der immer mehr Bilder, Texte und Musik zu immer geringeren Preisen verlangt. Dazu kommen unklare Kennzeichnung, synthetische Desinformation und die Frage, wer profitiert, wenn die Arbeit vieler in ein kommerzielles Modell einfliesst.
Auch beim Arbeitsmarkt ist „KI ersetzt niemanden“ zu absolut. Die Internationale Arbeitsorganisation schätzt, dass weltweit etwa jede vierte Beschäftigung in einem Beruf liegt, der in irgendeinem Ausmass generativer KI ausgesetzt ist; in einkommensstarken Ländern ist der Anteil höher. Die ILO betont zugleich, dass Transformation wahrscheinlicher ist als die vollständige Ersetzung ganzer Berufe. Das ist weder Entwarnung noch Apokalypse: Aufgaben verschieben sich, manche Rollen gewinnen, andere geraten unter Druck, und die Verteilung der Produktivitätsgewinne ist eine Gestaltungsfrage. [7]
In der EU gelten seit August 2025 Pflichten für Anbieter allgemeiner KI-Modelle: Sie müssen unter anderem eine Strategie zur Einhaltung des EU-Urheberrechts vorsehen und eine ausreichend detaillierte Zusammenfassung der Trainingsinhalte veröffentlichen. Das löst nicht jeden Konflikt, schafft aber mehr Transparenz und macht deutlich, dass „Werkzeug“ nicht „regelfreier Raum“ bedeutet. [8]
Und auch die Infrastruktur ist nicht immateriell. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden steigt und sich damit gegenüber 2022 mehr als verdoppelt. Nicht jede Kilowattstunde ist „KI-Strom“, doch KI ist ein wesentlicher Wachstumstreiber. Wer KI verantwortungsvoll nutzt, sollte deshalb nicht jeden möglichen Entwurf erzeugen, nur weil es technisch billig erscheint. [9]
Meine Regeln für einen verantwortlichen Einsatz
Ich nutze KI gern – aber nicht gedankenlos. Für mich ergeben sich daraus einige klare Regeln:
Ich nenne KI-Unterstützung dort, wo sie für das Verständnis oder die Bewertung eines Werks relevant ist.
Ich übernehme keine ungeprüften Fakten, Bilder oder Formulierungen. Die Verantwortung bleibt bei mir.
Ich vermeide die gezielte Imitation lebender Künstlerinnen und Künstler, wenn keine Zustimmung vorliegt.
Ich dokumentiere bei wichtigen Arbeiten Idee, Auswahl, Bearbeitung und verwendete Werkzeuge.
Ich behandle Effizienz nicht automatisch als Einladung, Menschen aus dem Prozess zu streichen.
Ich frage nicht nur, ob etwas schneller geht, sondern ob das Ergebnis besser, ehrlicher und sinnvoller wird.
Nicht das Werkzeug verdient das letzte Wort
Ich glaube nicht, dass KI Kunst abschafft. Ich glaube aber auch nicht, dass die Technik von selbst eine faire kreative Zukunft hervorbringt. Beides wäre zu bequem. Werkzeuge verändern, was möglich ist, wer Zugang hat, wie schnell produziert wird und welchen Preis Märkte akzeptieren. Deshalb müssen wir ihre Regeln, Datenquellen und Geschäftsmodelle mitdiskutieren.
Trotzdem bleibt mein Ausgangspunkt positiv: KI kann Menschen helfen, Ideen sichtbar zu machen, die sonst an Zeit, Geld, Technik oder fehlenden Produktionsmitteln scheitern würden. Sie kann Routine verkleinern und den Raum für Konzeption vergrößern. Sie kann ein Skizzenbuch, ein Sparringspartner, ein Rohmaterial oder ein Teil einer größeren Produktion sein.
Aber Bedeutung entsteht nicht, weil ein Modell etwas ausgibt. Bedeutung entsteht, weil ein Mensch etwas damit meint. Genau dort beginnt für mich Kreativität – und genau dort endet die Ausrede, die Maschine sei für das Ergebnis verantwortlich.
Faktencheck zum Ausgangspost
„KI ist ein Werkzeug, keine Kunst.“
Das ist eine begriffliche und normative Position, keine naturwissenschaftlich prüfbare Tatsache. Sie ist gut begründbar, solange zwischen System, Output und menschlich gestalteter Werkform unterschieden wird.
„KI wurde nicht geschaffen, um Kunstschaffende zu ersetzen.“
So pauschal nicht belegbar. Es gibt keinen einheitlichen Zweck aller KI-Systeme. In der Praxis werden sie sowohl zur Unterstützung als auch zur Automatisierung und Kostensenkung eingesetzt.
„KI macht Produktion schneller und billiger.“
Für klar abgegrenzte Aufgaben gut belegt, aber nicht universell. Studien zeigen deutliche Zugewinne bei bestimmten Schreib- und Supportaufgaben; andere reale Aufgaben wurden mit KI langsamer.
„KI nimmt repetitive Arbeit ab und schafft mehr Raum für Kreativität.“
Plausibel und in vielen Workflows beobachtbar, aber abhängig von Aufgabe, Werkzeugkompetenz, Kontrollaufwand und Organisationspraxis. Gesparte Zeit wird nicht automatisch zu kreativer Zeit.
„Der Mensch entscheidet Komposition, Farbe, Stimmung und Botschaft.“
Das trifft auf bewusst geführte, kuratierte und bearbeitete Prozesse zu. Bei einer nahezu unveränderten Einmal-Generierung kann der menschliche Anteil deutlich kleiner sein.
„KI ersetzt Kreativität nicht, sondern verstärkt sie.“
Als Leitbild überzeugend, als allgemeine Tatsachenbehauptung zu stark. KI kann kreative Fähigkeit erweitern, aber auch Standardisierung, Nachahmung und wirtschaftlichen Verdrängungsdruck verstärken.
Quellen und Linkprüfung
Alle nachstehenden Links wurden am 27. Juli 2026 auf Ziel, Titel und Erreichbarkeit geprüft. Fachverlage und einzelne Institutionen können automatisierte Vorschauen blockieren; die verlinkten DOI- und Originalseiten selbst sind gültige, auflösbare Quellen. Der Instagram-Beitrag war ohne Anmeldung einsehbar.
Der Beitrag ist als persönlicher Meinungsartikel formuliert. Zahlen und Rechtsaussagen wurden auf den angegebenen Stand geprüft. Die urheberrechtliche Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung; Schutzfähigkeit und Haftung hängen vom konkreten Werk, Prozess, Vertrag und anwendbaren Recht ab.
Topliste, Neuerscheinungen, Geheimtipps, Preise und Faktencheck für den aktuellen deutschen Photoshop
Recherche- und Preisstand: 27. Juli 2026
Photoshop kann sehr viel. Aber Photoshop kann nicht alles gleich gut, gleich schnell und gleich bequem. Genau hier kommen Plugins, Panels und eigenständige Zusatzprogramme ins Spiel: Sie entrauschen RAW-Dateien besser, retten leichte Fehlfokussierung, automatisieren Retusche, erzeugen Filmlooks, bauen komplexe Masken, liefern tausende Texturen direkt in Photoshop oder ersetzen im Extremfall sogar einen großen Teil des gesamten Adobe-Workflows.
Diese Liste ist kein wahlloses Sammelsurium aus Affiliate-Hits und uralten Klassikern. Aufgenommen wurden Werkzeuge, die 2026 tatsächlich noch weiterentwickelt werden, eine nachvollziehbare Herstellerseite besitzen und in einem modernen Foto-, Retusche- oder Composing-Workflow einen echten Zweck erfüllen. Dazu kommen einige Geheimtipps, die nicht jeder am Schirm hat, aber verdammt clever sind.
Wichtig: Mit „aktueller deutscher Photoshop-Version“ ist Photoshop 2026, Version 27.0, gemeint. Bei Plugins ist die Sprache meist nicht das Hauptproblem. Entscheidend sind Plugin-Architektur, Betriebssystem, Prozessor, Grafikkarte und die vom Hersteller unterstützte Photoshop-Version.
Der Faktencheck: Was muss 2026 wirklich kompatibel sein?
Adobe unterscheidet heute grob zwischen modernen UXP-Plugins und älteren klassischen Plugins beziehungsweise Erweiterungen. UXP-Plugins werden über Photoshop unter „Plugins“ oder über den Creative-Cloud-Marktplatz verwaltet. Klassische Filter und externe Programme werden häufig weiterhin über eigene Installer eingebunden.
Photoshop 2026 v27.0 ist die aktuelle Desktop-Version. Ältere Systeme werden von Adobe schrittweise nicht mehr unterstützt.
Auf Apple-Silicon-Macs laufen moderne UXP-Plugins nativ. Manche alten Erweiterungen benötigen weiterhin Rosetta oder funktionieren gar nicht mehr.
Die deutsche Photoshop-Oberfläche verhindert ein technisch sauber gebautes Filter-Plugin normalerweise nicht. Das Plugin selbst kann trotzdem nur Englisch anbieten.
„Funktioniert mit Photoshop“ bedeutet nicht automatisch, dass Smartobjekte, 16-Bit-Dateien, CMYK, Stapelverarbeitung oder Aktionen unterstützt werden.
Cloud-KI und lokale KI sind nicht dasselbe. Bei vertraulichen Kundenbildern muss geprüft werden, ob die Datei den Rechner verlässt.
Meine Ampel: GRÜN = aktuelle Herstellerangabe und klarer Photoshop-Workflow. GELB = grundsätzlich nutzbar, aber mit Einschränkungen oder älterer Produktbasis. ROT = 2026 nicht mehr sinnvoll als Neukauf.
Die Topliste im schnellen Überblick
Werkzeug
Hauptnutzen
Modell
Preis beim Check
Kompatibilität
Urteil
Nik Collection 9
Farbe, Schwarzweiß, lokale Looks
Kauflizenz
179,99 US-$; Upgrade ab 99,99 US-$
GRÜN
Beste klassische Suite
ON1 Photo RAW 2026.4
RAW, Ebenen, Masken, Effekte
Kauflizenz
regulär 99,99 US-$; Aktion 49,99 US-$
GRÜN
Stärkste Adobe-Alternative
Retouch4me / Apex
KI-Retusche mit Ebenenkontrolle
Kauflizenz oder Cloud
Einzelplugin regulär ca. 145 US-$; Aktionen variieren
GRÜN
Top für Retusche
Topaz Photo
Entrauschen, Schärfen, Fokus, Upscaling
Abo
39 US-$/Monat
GRÜN
Technische Rettungsmaschine
Luminar Neo
KI-Looks, Relight, Himmel, schnelle Effekte
Kauflizenz
119-179 US-$ je Paket
GRÜN/GELB
Schnell und kreativ
Boris FX Optics 2026
Cinematic, Licht, Partikel, Film-VFX
Abo oder Kauf
9 US-$/Monat, 99 US-$/Jahr, 149 US-$ dauerhaft
GRÜN
Der Effekt-Geheimtipp
Infinite Tools
Color Grading, Retusche, Texturen
Kauflizenz
meist 189 € je großes Panel
GRÜN
High-End für Spezialisten
Imagenomic Suite
Haut, Rauschen, Filmkorn
Abo oder Kauf
129,95 US-$/Jahr oder 299,95 US-$ einmalig
GRÜN/GELB
Bewährter Klassiker
DxO PureRAW 6
RAW-Entrauschung und Objektivkorrektur
Kauflizenz
129,99 €
GRÜN
Beste RAW-Vorstufe
Exposure X7
Filmlooks, RAW, Organisation
Kauflizenz
129 US-$; Bundle 149 US-$
GELB
Starker Analog-Geheimtipp
ON1 Effects 2026
Filter, LUTs, Texturen, Maskierung
Kauflizenz
preisabhängig von Aktion/Bundle
GRÜN
Gute reine Effektlösung
Adobe Plugin Marketplace
UXP-Panels und Workflow-Erweiterungen
gemischt
kostenlos bis Premium
GRÜN
Erste sichere Suchstelle
1. Nik Collection 9
Der unverwüstliche Klassiker ist 2026 wieder richtig aktuell
Nik Collection ist seit Jahren eine der bekanntesten Plugin-Suiten überhaupt. Version 9 ist keine alte Legende mit neuem Etikett, sondern eine aktuelle Suite für Windows und macOS. Sie integriert sich in Photoshop, Affinity und DxO PhotoLab und kann teilweise auch eigenständig verwendet werden.
Das kann es besonders gut
Nik Silver Efex für sehr kontrollierte Schwarzweiß-Umsetzungen
Nik Color Efex für Farblooks, Kontrast und kreative Filter
Nik Viveza für lokale Farb- und Tonwertkorrekturen
Nik Analog Efex für Film-, Kamera- und Papierästhetik
Nik HDR Efex für HDR und strukturierte Einzelbildlooks
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Neu in Version 9 sind unter anderem KI-Masken und Tiefenmasken. Gerade diese Kombination mit der klassischen U-Point-Technik macht die Suite wieder relevanter, weil lokale Effekte schneller gesetzt werden können, ohne in Photoshop jede Maske von Hand zu pinseln.
Preis: 179,99 US-Dollar für eine neue Lizenz; Upgrade für berechtigte Besitzer ab 99,99 US-Dollar. 30 Tage Testversion ohne Zahlungsdaten.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Der Hersteller nennt Photoshop-Integration, Windows/macOS und eine deutsche Programmoberfläche. Für die neuen KI-Masken gelten deutlich höhere Hardwareanforderungen.
Mein Urteil: Für Schwarzweiß, Fine Art, Portrait, Landschaft und kreative Looks ist Nik weiterhin eine der sinnvollsten Komplettlösungen. Wer nur einen einzigen Filter braucht, kauft allerdings viel Ballast mit.
2. ON1 Photo RAW 2026.4
Das Zusatzprogramm, das Photoshop und Lightroom teilweise ersetzen kann
ON1 Photo RAW ist vermutlich genau das Programm, das mit „ON1 Photo“ gemeint ist. Es ist kein kleines Plugin, sondern ein kompletter RAW-Editor mit Bildverwaltung, Ebenen, Masken, Retusche, Effekten und KI-Werkzeugen. ON1 positioniert es ausdrücklich als Kaufsoftware ohne Pflichtabo.
Das kann es besonders gut
RAW-Entwicklung und Bildverwaltung
Ebenen und Masken ohne Wechsel zu Photoshop
Restore AI, Sky Swap und Portrait-Werkzeuge
integriertes Resize AI
hundert Presets, LUTs, Texturen und kreative Filter
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die 2026-Version bringt smartere Motiv- und Hintergrundmasken, neue Maskenebenen sowie kreative Filter wie Motion, Depth Lighting, Split Field und Double Exposure. ON1 Effects 2026 ist zusätzlich als reine Effektlösung erhältlich.
Preis: Regulär 99,99 US-Dollar; beim Check als Sommeraktion für 49,99 US-Dollar. Eine Lizenz ist für zwei Computer vorgesehen.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN als eigenständiges Programm. ON1 bietet zusätzlich Plugin-Workflows für Adobe-Programme. Die deutsche Oberfläche und exakte Sprachabdeckung sollte vor dem Kauf über die Testversion geprüft werden.
Mein Urteil: Die stärkste Empfehlung für Menschen, die Adobe reduzieren oder ganz verlassen möchten. Nicht ganz so tief wie Photoshop beim Composing, aber für Fotografie erschreckend komplett.
Retouch4me automatisiert nicht einfach „Beauty“, sondern zerlegt professionelle Retusche in einzelne Aufgaben: Heal, Dodge & Burn, Mattifier, Skin Tone, Portrait Volumes, Stray Hairs, Fabric, Dust, Clean Backdrop und weitere Module. Die Plugins können Photoshop-Ebenen erzeugen und lassen sich dadurch wesentlich kontrollierter einsetzen als eine komplett geschlossene Ein-Klick-App.
Das kann es besonders gut
Hautunreinheiten entfernen, ohne die Hautstruktur völlig zu zerstören
Dodge & Burn auf einer editierbaren Ebene
Glanzstellen reduzieren
Hauttöne angleichen
Haare, Kleidung, Hintergrund und Staub bearbeiten
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Apex ist die neuere All-in-One-Variante: ein Plugin mit mehreren Werkzeugen, Echtzeitvorschau und Cloud-Verarbeitung. Neue Nutzer erhalten laut Hersteller 20 kostenlose Credits. Zusätzlich gibt es weiterhin dauerhafte Einzelplugin-Lizenzen.
Preis: Einzelplugins werden regulär häufig um 145 US-Dollar angeboten; beim Check lief eine 30-Prozent-Aktion. Cloud- und Bundlepreise ändern sich abhängig vom Umfang.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Windows und macOS werden unterstützt; viele Module laufen als Photoshop-Plugin und Standalone. Bei Cloud-Verarbeitung müssen Datenschutz und Einwilligung des Models beziehungsweise Kunden geklärt sein.
Mein Urteil: Für große Portraitserien ist Retouch4me ein massiver Zeitgewinn. Für ein einzelnes Fine-Art-Bild bleibt manuelles Dodge & Burn oft schöner. Automatik darf Arbeit abnehmen, aber nicht das Gesicht neu erfinden.
Topaz hat seine Produktwelt umgebaut. Das frühere Topaz Photo AI ist laut eigener Dokumentation eingestellt und bleibt als Legacy-App bestehen. Das aktuell weiterentwickelte Produkt heißt Topaz Photo. Das ist wichtig, weil im Internet weiterhin massenhaft alte Photo-AI-Empfehlungen herumliegen.
Das kann es besonders gut
Rauschen reduzieren
leichte Bewegungs- und Fokusunschärfe verbessern
Super Focus und Dust & Scratch
Upscaling und Gesichtsrekonstruktion
Licht und Farbe automatisch balancieren
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Topaz Photo läuft eigenständig und über zwei Photoshop-Workflows: Filter oder „Datei > Automatisieren“. Der Automate-Weg ist für Skalierung und bestimmte Funktionen sinnvoller. Photoshop-Aktionen rund um Topaz werden vom Hersteller ausdrücklich nicht als stabiler Workflow unterstützt.
Preis: 39 US-Dollar pro Monat für Topaz Photo. Das gesamte Topaz-Studio-Paket kostet 34 US-Dollar monatlich bei jährlicher Abrechnung beziehungsweise 399 US-Dollar pro Jahr.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN für Photoshop CC. Photoshop CS-Versionen werden nicht unterstützt. Leistungsfähige Hardware ist praktisch Pflicht.
Mein Urteil: Wenn ein Bild technisch weich, verrauscht oder leicht daneben fokussiert ist, gehört Topaz zu den stärksten Werkzeugen. Bei gesunder Ausgangsqualität kann es aber auch Details erfinden und Gesichter plastifizieren. Regler runter, Augen auf.
Luminar Neo ist Standalone-App und Plugin für Photoshop sowie Lightroom Classic. Es richtet sich an Menschen, die schnell zu starken Ergebnissen kommen möchten: Relighting, Himmeltausch, Objektentfernung, Portraittools, Fokus-Stacking, HDR, Panorama, Rauschreduzierung und kreative Looks stecken in einer sehr zugänglichen Oberfläche.
Das kann es besonders gut
schnelle Stimmungs- und Lichtkorrekturen
Sky AI und Relight
Portrait- und Hautwerkzeuge
Presets, LUTs, Overlays und kreative Assets
Restaurierung und AI-Assistent
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die 2026-Version enthält Funktionen aus dem Herbst-Upgrade 2025 und den Frühjahrsupdates 2026. Als Photoshop-Plugin sind GenErase, GenExpand und GenSwap jedoch nicht verfügbar; außerdem muss das Bild wegen Photoshop-Beschränkungen mit gleicher Pixelzahl zurückgegeben werden.
Preis: Unbefristete Desktop-Lizenz beim Check 119 US-Dollar, geräteübergreifend 159 US-Dollar, Max 179 US-Dollar. Generative Funktionen und automatische Upgrades können nach einem Jahr Zusatzkosten verursachen.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN bis GELB. Photoshop- und Lightroom-Plugins werden ausdrücklich angeboten. Einzelne Funktionen sind im Plugin-Modus eingeschränkt.
Mein Urteil: Luminar ist kein Ersatz für kontrollierte High-End-Retusche. Für schnelle Looks, Lichtstimmungen und kreative Variationen ist es aber brutal praktisch.
6. Boris FX Optics 2026
Hollywood-Effekte für Standbilder – und ein echter Geheimtipp
Boris FX kommt aus der Film- und VFX-Welt. Optics überträgt diese Denkweise auf Fotografie: Licht, Glows, Lens Flares, Partikel, Filmemulation, Diffusion, Masken und Effekte, die deutlich weniger nach klassischem Fotofilter aussehen als bei vielen Preset-Paketen.
Das kann es besonders gut
mehr als 187 Filter und tausende Presets
Sapphire-inspirierte Film- und Lichteffekte
Partikel, Rauch, Funken und atmosphärische Elemente
KI-Masken und Tiefenmasken
Standalone plus Plugins für mehrere Hostprogramme
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Optics 2026 bringt neue One-Click-KI-Werkzeuge, Gesichtsmasken, Tiefenkarten und neue Cinematic Looks. Im Juni 2026 wurde die Plugin-Unterstützung zusätzlich auf Apple Photos, Capture One und Affinity Photo erweitert.
Preis: 9 US-Dollar pro Monat, 99 US-Dollar pro Jahr oder 149 US-Dollar als dauerhafte Lizenz; Upgrade- und Supportplan 49 US-Dollar pro Jahr.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Photoshop, Lightroom, Capture One, Affinity Photo und Standalone werden aktuell genannt.
Mein Urteil: Für Composings, Fashion, Pop Art und cineastische Bildwelten ist Optics einer der spannendsten Geheimtipps dieser Liste. Wer nur natürliche Hochzeitsfarben will, braucht es wahrscheinlich nicht.
7. Infinite Tools
High-End-Panels für Menschen, die Photoshop wirklich benutzen
Infinite Tools richtet sich nicht an Einsteiger, die einen Fertigfilter suchen. Die Panels organisieren, beschleunigen oder erweitern professionelle Retusche und Farbgestaltung. Hinter dem Projekt stehen erfahrene Retuscheure; viele Werkzeuge sind moderne UXP-Plugins und vollständig Apple-Silicon-kompatibel.
Das kann es besonders gut
Infinite Color für zufällige und kontrollierte Color Grades
Infinite Retouch für eigene Retusche-Workflows
Infinite Skin für getrennte Ton- und Detailbearbeitung
Infinite Unify für ungleichmäßige Farben und Hauttöne
Infinite Texture mit über 70.000 kommerziell lizenzierten Dateien
Infinite Black & White, Curves, Radiance und Goethe
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Besonders spannend sind die neueren Werkzeuge Infinite Curves und Infinite Goethe. Goethe harmonisiert Bilder auf Basis von Farbwahrnehmung und Farbpsychologie statt nur technischer Pixelwerte. Das ist ungewöhnlich und genau deshalb ein echter Geheimtipp.
Preis: Die großen Panels kosten beim Check meist 189 Euro, Infinite Guide 39 Euro. Aktionen und Rabattwochen kommen regelmäßig vor.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Die aktuellen großen Panels werden als UXP, Windows, Mac und Apple Silicon ausgewiesen.
Mein Urteil: Nicht billig. Dafür sind es Werkzeuge, die einen bestehenden Profi-Workflow verbessern, statt ihn mit Plastikautomatik zu ersetzen.
8. Imagenomic Portraiture, Noiseware und Realgrain
Imagenomic ist seit Jahren in Beauty-, Portrait- und Studio-Workflows vertreten. Portraiture glättet und maskiert Haut, Noiseware entrauscht, Realgrain simuliert Filmkorn und analoge Charakteristik. Die Werkzeuge sind weniger modern inszeniert als manche KI-Neuheit, aber klar auf Produktion ausgerichtet.
Das kann es besonders gut
Portraiture für schnelle Hautretusche
Noiseware für Rauschreduktion
Realgrain für Filmkorn und analoge Anmutung
Photoshop-, Lightroom- und teilweise Affinity-Workflows
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die aktuelle Portraiture-Generation wird als KI-gestützt beworben und kombiniert Glättung, Maskierung, Lichtverbesserung und Hautunreinheiten. Gleichzeitig zeigt die Downloadseite teilweise ältere Photoshop-Versionsangaben. Genau deshalb: Testversion zuerst, dann kaufen.
Preis: Photo Suite 129,95 US-Dollar pro Jahr oder 299,95 US-Dollar einmalig. Portraiture für Photoshop 199,95 US-Dollar, Noiseware und Realgrain je 99,95 US-Dollar.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN bis GELB. Der Shop nennt Photoshop, Lightroom Classic und Affinity; einzelne Downloadseiten führen teilweise begrenzte Hostversionen. Aktuelle Testversion im eigenen Photoshop 2026 prüfen.
Mein Urteil: Für schnelle Beauty-Produktion immer noch stark. Für natürliche High-End-Haut muss man sehr vorsichtig dosieren.
DxO PureRAW ist kein Kreativfilter, sondern eine technische RAW-Vorstufe. Es kombiniert Demosaicing, Entrauschung, Objektivkorrekturen und Schärfung auf Basis einer riesigen Kamera-Objektiv-Datenbank. Version 6.2 ist aktuell und kann in Lightroom sowie als Smart-Filter im Photoshop-Workflow eingesetzt werden.
Das kann es besonders gut
DeepPRIME-Entrauschung
optische Korrekturen aus Kamera-Objektiv-Modulen
Schärfung ohne klassische Überschärfungsoptik
DNG/TIFF-Ausgabe für den weiteren Adobe-Workflow
Photoshop-Smartfilter-Integration
Neu beziehungsweise 2026 relevant: PureRAW 6 beschleunigt den Export durch parallele Verarbeitung und unterstützt laut Hersteller mehr als 111.000 Kamera-Objektiv-Module. Die deutsche Sprache wird ausdrücklich angeboten.
Preis: 129,99 Euro für eine neue Lizenz; Upgrades für PureRAW 4 oder 5 ab 79,99 Euro.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Deutsch, Windows, macOS, Lightroom-Plugin und Photoshop-Smartfilter-Workflow sind dokumentiert.
Mein Urteil: Für hohe ISO, schwierige Objektive und maximale RAW-Qualität ist PureRAW oft sinnvoller als noch ein Effektplugin. Es verbessert die Basis, bevor die Kunst beginnt.
Exposure X7 ist RAW-Editor, Bildverwaltung und Plugin in einem. Seine große Stärke sind Filmlooks, Körnung, kreative Presets und ein sehr direkter Workflow. Im Bundle stecken zusätzlich Snap Art und Blow Up.
Das kann es besonders gut
große Film- und Analogbibliothek
nichtdestruktive RAW-Bearbeitung
Photoshop- und Lightroom-Plugin
Snap Art für malerische Medien
Blow Up für hochwertige Vergrößerung
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Exposure X7 ist funktional weiterhin erhältlich, wirkt aber 2026 im Vergleich zu den aggressiv weiterentwickelten KI-Konkurrenten älter. Genau deshalb bekommt es keine grüne, sondern eine gelbe Ampel: Es ist gut, aber kein offensichtlicher Zukunftssieger.
Preis: Exposure X7 129 US-Dollar, Bundle mit Snap Art und Blow Up 149 US-Dollar. Kein Abonnement erforderlich.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GELB. Photoshop- und Lightroom-Plugins werden angeboten; Produktgeneration X7 ist jedoch nicht neu. Vor dem Kauf aktuelle Host-Unterstützung testen.
Mein Urteil: Ein Geheimtipp für Fotografen, die analoge Looks mögen und kein Abo wollen. Für neue KI-Maskierung und moderne Retusche gibt es stärkere Kandidaten.
11. ON1 Effects 2026
Wenn man ON1-Looks will, aber nicht den ganzen RAW-Editor
ON1 Effects ist der kreative Effektteil aus Photo RAW als eigenständige Lösung. Enthalten sind hunderte Presets, Filter, LUTs, Texturen und Rahmen, die kombiniert, maskiert und gestapelt werden können.
Das kann es besonders gut
Vintage und Cinematic
Pop Art und grafische Looks
LUTs, Texturen und Rahmen
mehrere Filter in einem Stack
KI-Maskierung für Motiv und Hintergrund
Neu beziehungsweise 2026 relevant: 2026 kamen neue kreative Filter und intelligentere Maskierungsfunktionen hinzu. Damit ist Effects eine gute Lösung für Menschen, die Lightroom oder Photoshop behalten, aber ON1s Effektwelt dazunehmen möchten.
Preis: Der Preis wird häufig über Aktionen und Bundles variiert. Deshalb vor dem Kauf direkt auf der offiziellen Kaufseite prüfen; eine Testversion ist verfügbar.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Aktuelle 2026-Version und eigener Installer. Als Plugin und Standalone einsetzbar.
Mein Urteil: Guter Mittelweg zwischen Nik und Luminar. Weniger elegant als Nik, weniger KI-showig als Luminar, aber flexibel und kontrollierbar.
12. Adobe Plugin Marketplace
Nicht spektakulär, aber die sicherste erste Suchstelle
Der Creative-Cloud-Marktplatz ist die offizielle Verwaltungsstelle für moderne UXP-Plugins und viele Erweiterungen. Dort lassen sich kompatible Plugins installieren, aktualisieren und entfernen, ohne fremde Installer aus dubiosen ZIP-Dateien zu fischen.
Das kann es besonders gut
UXP-Panels für Workflow und Zusammenarbeit
kostenlose und kostenpflichtige Erweiterungen
einfachere Verwaltung über Creative Cloud
geringeres Risiko veralteter Installationspfade
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Adobe aktualisierte die Plugin-Dokumentation im März und Juni 2026. Trotzdem gilt: Auch ein Marketplace-Plugin muss nicht automatisch perfekt gepflegt sein. Bewertungen, Update-Datum und unterstützte Photoshop-Version prüfen.
Preis: Je nach Plugin kostenlos, Einmalkauf oder Abo.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN als Installationsweg für aktuelle UXP-Plugins.
Mein Urteil: Bevor man irgendeine fremde Downloadseite besucht, lohnt sich zuerst die Suche im offiziellen Marketplace. Langweilig, aber vernünftig.
Was davon ist wirklich essenziell?
Nein, man braucht nicht zwölf Zusatzprogramme. Wer alles installiert, hat am Ende ein Photoshop-Menü wie eine überfüllte Ramschlade. Entscheidend ist, welche Lücke im eigenen Workflow tatsächlich existiert.
Für technische Bildqualität: DxO PureRAW 6 oder Topaz Photo. PureRAW ist stärker als sauberer RAW-Start, Topaz stärker bei problematischen fertigen Bildern, Fokus und Upscaling.
Für Portrait- und Beauty-Retusche: Retouch4me oder Infinite Tools. Retouch4me spart massiv Zeit, Infinite Tools bleibt näher am klassischen kontrollierten Photoshop-Workflow.
Für Schwarzweiß und Fine Art: Nik Collection 9, vor allem Silver Efex.
Für kreative Farbwelten: Infinite Color, Nik Color Efex, ON1 Effects oder Exposure X7.
Für Composing, Pop Art und cineastische Effekte: Boris FX Optics 2026. Das ist der auffälligste Geheimtipp dieser Liste.
Als Adobe-Alternative: ON1 Photo RAW 2026.4. Luminar Neo ist einfacher und spektakulärer, ON1 ist als Gesamtsystem vollständiger.
Meine drei sinnvollen Pakete
Paket 1: Fotografisch sauber
DxO PureRAW 6
Photoshop und Camera Raw
Nik Collection 9
Damit sind RAW-Qualität, präzise Handarbeit, Farbe und Schwarzweiß abgedeckt. Kein Zirkus, aber ein sehr starkes System.
Paket 2: Portrait und Studio
Photoshop
Retouch4me Heal und Dodge & Burn oder Apex
Infinite Unify beziehungsweise Infinite Retouch
Topaz Photo nur für technische Problemfälle
Das ist die Produktionsmaschine für Portrait, Beauty, Fashion und größere Serien.
Paket 3: Brownz-Modus – kreativ und volle Kanne
Photoshop
Boris FX Optics 2026
Infinite Texture und Infinite Color
Nik Collection 9
Topaz Photo für finale technische Qualität
Damit lassen sich Composings, Pop Art, Fashion, Lichtwelten, Texturen und cineastische Bildlooks bauen, ohne dass alles nach demselben KI-Filter aussieht.
Der 90-Sekunden-Check vor jedem Plugin-Kauf
Ist ausdrücklich Photoshop 2026 beziehungsweise eine aktuelle CC-Version genannt?
Läuft es nativ auf Apple Silicon oder braucht es Rosetta?
Unterstützt es 16 Bit, Smartobjekte und den verwendeten Farbraum?
Ist es ein echtes Plugin, ein externer Editor oder nur ein Export-Workflow?
Werden Bilder lokal verarbeitet oder in eine Cloud hochgeladen?
Darf die Software kommerziell verwendet werden und gelten Umsatzgrenzen?
Ist der angezeigte Preis dauerhaft, ein Abo, ein Upgradeplan oder nur das erste Jahr?
Gibt es eine funktionierende Testversion ohne Kreditkarte?
Bleiben Ebenen und Masken editierbar oder kommt nur ein plattgerechnetes Ergebnis zurück?
Wird das Produkt tatsächlich noch weiterentwickelt?
Installation im aktuellen Photoshop
Photoshop schließen, bevor ein klassischer Plugin-Installer gestartet wird.
Nach der Installation Photoshop öffnen und unter Plugins, Filter oder Datei > Automatisieren suchen.
Auf einem kopierten Bild und möglichst auf einem Smartobjekt testen.
Nach größeren Photoshop-Updates zuerst Hersteller-Updates installieren und erst dann produktiv arbeiten.
Alte und neue Versionen desselben Plugins nicht parallel behalten, wenn der Hersteller davor warnt.
Was ich 2026 nicht mehr neu kaufen würde
Plugins, deren letzte offizielle Photoshop-Unterstützung bei 2022, 2023 oder 2024 endet und die keine aktuelle Testversion bieten.
Anonyme „10.000 Filter“-Bundles ohne Hersteller, Lizenz und Updatehistorie.
Alte CEP-Panels, die auf Apple Silicon nur mit Rosetta laufen, sofern es eine aktuelle UXP-Alternative gibt.
Topaz Photo AI als vermeintlich aktuelles Produkt: Es ist laut Topaz Legacy und wird nicht mehr weiterentwickelt. Das neue Produkt heißt Topaz Photo.
Beauty-Plugins, die nur eine glatte Ebene zurückgeben und keinerlei Masken- oder Ebenenkontrolle erlauben.
Das ehrliche Fazit
Die besten Plugins sind nicht jene, die Photoshop mit möglichst viel Glitzer zukleistern. Es sind jene, die einen echten Engpass lösen: bessere RAW-Dateien, schnellere Retusche, kontrolliertere Farben, stärkere Masken oder Effekte, die man in Photoshop nur mit sehr viel Handarbeit bauen müsste.
2026 gehören Nik Collection 9, ON1 Photo RAW, Retouch4me, Topaz Photo, Luminar Neo und DxO PureRAW zu den sichtbarsten Lösungen. Die spannendsten Geheimtipps sind Boris FX Optics und die spezialisierten Infinite-Tools-Panels. Gerade dort entstehen Bildwelten, die nicht sofort nach Standardpreset und Ein-Klick-KI schreien.
Mein Rat ist simpel: Nicht kaufen, weil ein Vorher-nachher-Bild spektakulär aussieht. Testversion laden, drei eigene schwierige Bilder bearbeiten und prüfen, ob das Werkzeug nach dem ersten Wow-Effekt noch immer Zeit spart. Erst dann Geld ausgeben.
Preise, Rabatte, Upgradebedingungen und Abomodelle können sich jederzeit ändern und werden teilweise standortabhängig angezeigt. Der Preisstand dieses Beitrags ist der 27. Juli 2026. Vor einem Kauf sind die offizielle Produktseite, Systemvoraussetzungen, Datenschutzbedingungen und Lizenzregeln erneut zu prüfen.
Für Recherche, Strukturierung und sprachliche Ausarbeitung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt. Die Auswahl der Quellen, der Faktencheck und die abschließende redaktionelle Bearbeitung erfolgten durch mich.
Der vollständige Workflow für Haut, Körper, Licht, Farbe, Texturen und hochwertige Studio-Retusche
Recherche-, Preis- und Linkstand: 27. Juli 2026
Aktfotografie gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der Bildbearbeitung. Hier funktioniert weder die grobe Beauty-Automatik noch das gedankenlose Glattbügeln der Haut. Jede kleine Veränderung an Licht, Struktur und Körperform ist sichtbar. Gute Retusche muss deshalb präzise sein, die Persönlichkeit des Models respektieren und am Ende wie Fotografie aussehen – nicht wie eine künstlich erzeugte Plastikfigur.
Dieser Beitrag zeigt die aktuell wichtigsten Programme, Photoshop-Plugins, Zusatzwerkzeuge und Texturquellen für professionelle Aktfotografie. Der Schwerpunkt liegt auf Studioaufnahmen, Fine-Art-Akt, Body-Landscapes, Beauty-Akt und künstlerischen Composings. Enthalten sind kostenlose und kostenpflichtige Lösungen, aktuelle Preise, Kompatibilitätsangaben und ein ehrlicher Faktencheck.
Warum Aktfotografie andere Retusche braucht
Bei einem klassischen Porträt konzentriert sich die Retusche vor allem auf Gesicht, Haare und Kleidung. Bei Aktfotografie wird dagegen fast die gesamte sichtbare Körperoberfläche zur Bildfläche. Druckstellen, Rasurspuren, kleine Rötungen, trockene Haut, ungleichmäßige Übergänge, Falten durch Posing, Studiohintergrund und harte Lichtkanten fallen deutlich stärker auf.
Körperhaut ist großflächiger und strukturell anders als Gesichtshaut.
Dodge & Burn muss Licht und Anatomie unterstützen, nicht den Körper neu erfinden.
Hauttöne müssen über Gesicht, Hals, Hände, Beine und Rumpf zusammenpassen.
Übergänge an Hüfte, Bauch, Brustkorb, Rücken, Knien und Ellenbogen dürfen nicht künstlich wirken.
Narben, Muttermale, Sommersprossen und individuelle Merkmale sollten nicht automatisch entfernt werden.
Der Hintergrund und die Körperkontur müssen ebenso sorgfältig bearbeitet werden wie die Haut.
Was KI kann – und wo sie bei Aktfotografie problematisch wird
KI kann heute Routineaufgaben beschleunigen: Hautunreinheiten erkennen, Dodge-&-Burn-Vorarbeit erzeugen, Farbtöne angleichen, Haare oder Kleidung maskieren, Rauschen reduzieren und die technische Bildqualität verbessern. Sie ersetzt aber keine verantwortungsvolle Retusche.
Gerade bei Aktaufnahmen sind drei Punkte entscheidend:
Einwilligung und Vertraulichkeit: Das Model muss wissen, wie und wo die Bilder verarbeitet werden. Bei Cloud-Diensten sollte vorab geklärt werden, ob sensible Dateien hochgeladen werden dürfen.
Keine automatische Körpernormierung: Bauch, Hüfte, Brust, Gesäß, Hautstruktur und Proportionen dürfen nicht unbemerkt an einen vermeintlichen Schönheitsstandard angepasst werden.
Lokale Kontrolle: Für vertrauliche Aufnahmen sind lokal arbeitende Werkzeuge und manuelle Photoshop-Techniken oft die sicherere Wahl als unbekannte Online-Editoren.
Die beste Kombination lautet daher: KI als kontrollierbarer Assistent für technische Vorarbeit – Photoshop und der Mensch für die endgültige Entscheidung.
Die besten Werkzeuge im Überblick
Werkzeug
Hauptaufgabe
Preis
Photoshop/Lightroom
Lokale Verarbeitung
Urteil
Adobe Foto-Abo
RAW, Lightroom, Photoshop, Retusche
23,99 €/Monat
Ja
Überwiegend lokal; Cloud-Funktionen optional
Pflichtbasis
Capture One Pro
Tethering, RAW, Hautfarben
ab 18 US-$/Monat bei Jahresplan
PSD/TIFF-Übergabe
Ja, Kernworkflow lokal
Beste Studio-RAW-Lösung
Retouch4me
Haut, D&B, Mattierung, Körper
Einzelplugins meist ca. 125–179 US-$; Demo
Photoshop, Lightroom, teils Affinity
Je nach Produkt lokal oder Cloud
Stark, aber kontrollieren
Infinite Tools
D&B, Haut, Farbe, Texturen
meist 79–129 US-$ je Panel
Photoshop CC 2021+
Ja
Sehr retusche-orientiert
Imagenomic Portraiture
Hautglättung und Maskierung
Portraiture/Bundle je nach Edition bis ca. 399,95 US-$
Photoshop, Lightroom, Affinity
Ja
Bewährt, nicht übertreiben
PortraitPro / Body
Gesicht und Ganzkörper
ab 54,95 €; Body-Angebote variieren
Standalone, Studio-Plugin
Ja
Einfach, aber formgefährlich
Nik Collection 9
Farbe, SW, Kontrast, Details
169,99 €
Photoshop, Affinity, DxO; Standalone
Ja
Top für Fine Art und SW
Topaz Photo
Rauschen, Schärfe, Upscale
39 US-$/Monat
Plugin/Standalone
Lokales Rendering enthalten
Technischer Problemlöser
Affinity
Photoshop-Alternative
kostenlos
Eigenständige Suite
Ja
Starke Gratisalternative
Texturelabs / Poly Haven
Texturen und Overlays
kostenlos
Dateibasiert
Ja
Beste freie Quellen
1. Adobe Photoshop, Camera Raw und Lightroom Classic
Photoshop bleibt die zentrale Anwendung für hochwertige Aktretusche. Keine andere Lösung kombiniert Ebenen, Masken, Reparaturwerkzeuge, Frequenztrennung, Dodge & Burn, Verflüssigen, Farbanpassung und zerstörungsfreie Smartobjekte in derselben Tiefe.
Lightroom Classic und Adobe Camera Raw übernehmen die RAW-Entwicklung, Objektivkorrektur, Grundfarbe, lokale Masken und Serienabgleich. Das österreichische Foto-Abo mit 1 TB enthält Lightroom und Photoshop und wurde beim Check mit 23,99 Euro pro Monat inklusive Mehrwertsteuer angeboten.
Camera Raw für Belichtung, Weißabgleich, Objektivkorrektur und erste Hautfarbangleichung.
Photoshop für Reparatur, Frequenztrennung, Dodge & Burn, Körperkontur, Hintergrund und finale Farbe.
Lightroom Classic für Auswahl, Metadaten, Serienabgleich, Tethering und Export.
Lightroom Classic unterstützt Tethering nur für ausdrücklich gelistete Kameras. Adobe aktualisierte die offizielle Kameraliste im Juni 2026; darunter befinden sich zahlreiche aktuelle Sony-, Canon-, Nikon- und Leica-Modelle.
Capture One ist im Studio besonders stark: schnelles Tethering, Sessions, Live View, präzise Farbwiedergabe und ein eigener Skin-Tone-Bereich im Color Editor. Damit lassen sich Farbton, Sättigung und Helligkeit ausgewählter Hautbereiche vereinheitlichen, ohne die gesamte Aufnahme flach zu machen.
Der offizielle Preisbereich zeigte den Pro-Jahresplan ab 18 US-Dollar pro Monat. Capture One kündigte für Juni 2026 eine Preiserhöhung von sechs Prozent über die Produktpalette an; der endgültige Preis hängt deshalb von Region, Abrechnungsart und gewähltem Plan ab.
Ideal für tethered Studio-Shootings und direkte Bildkontrolle am großen Monitor.
Sehr gute Hautfarbkorrektur vor Photoshop.
Sessions sind praktisch, wenn jedes Shooting als abgeschlossenes Projekt verwaltet werden soll.
Die finale Pixelretusche bleibt trotzdem eine Aufgabe für Photoshop oder Affinity.
Retouch4me bietet spezialisierte KI-Plugins für einzelne Retuschieraufgaben. Für Aktfotografie sind vor allem Heal, Dodge & Burn, Skin Tone, Mattifier, Portrait Volumes und Clean Backdrop interessant. Der Hersteller beschreibt Heal ausdrücklich als Werkzeug für Hautunreinheiten am ganzen Körper und Dodge & Burn für problematische Schatten, Augenringe sowie sichtbare Adern an Händen und Füßen.
Beim Check war Dodge & Burn von 179 auf 125,30 US-Dollar reduziert. Eine Demo steht zur Verfügung. Je nach Produkt gibt es lokale Plugins, Cloud-Verarbeitung oder das neuere Apex-System. Apex arbeitet als eigenständige Anwendung sowie als Plugin für Photoshop, Lightroom und Affinity Photo; bei Photoshop können Ergebnisse mit Ebenen zurückgegeben werden.
Gut als Vorarbeit, besonders bei großen Serien.
Ergebnis immer auf einer eigenen Ebene erzeugen und die Deckkraft kontrollieren.
Muttermale, Narben und individuelle Hautmerkmale vor dem Entfernen bewusst beurteilen.
Cloud-Verarbeitung nur einsetzen, wenn Einwilligung, Vertrag und Vertraulichkeit geklärt sind.
Urteil: Eines der stärksten Automatisierungssysteme – aber nur als Assistent, nicht als Autopilot.
Infinite Tools richtet sich direkt an professionelle Photoshop-Anwender. Infinite Retouch organisiert einen kompletten Retusche-Workflow, Infinite Skin beschleunigt die grundlegende Hautbearbeitung, Infinite Luma und Radiance helfen bei Licht und Plastizität, Infinite Looks und Curves bei Farbe, Infinite Texture bei Overlays und Oberflächen.
Die offiziellen Produktseiten zeigten Preise von meist 79 US-Dollar für einzelne Panels und 129 US-Dollar für Infinite Looks. Laut Support benötigen die aktuellen Plugins grundsätzlich Photoshop CC 2021 oder neuer, sofern beim Produkt nichts anderes angegeben ist. Die Lizenz deckt bis zu drei persönliche Computer ab.
Sehr gute Photoshop-Integration.
Hilft beim Aufbau sauberer Ebenen und kontrollierbarer Retusche.
Infinite Luma und Dodge-&-Burn-Werkzeuge sind besonders wertvoll für Body-Landscapes.
Infinite Texture ist nützlich für Fine-Art-Akt und Composings.
Urteil: Für erfahrene Photoshop-Retuscheure eine der sinnvollsten Erweiterungsfamilien.
5. Imagenomic Portraiture, Noiseware und Realgrain
Portraiture ist ein Klassiker für automatische Hautmaskierung und Hautglättung. Noiseware übernimmt Rauschminderung, Realgrain erzeugt Filmkorn, Tonung und analoge Farbcharakteristik. Die aktuelle Produktfamilie unterstützt Photoshop, Lightroom und Affinity; der Hersteller bietet Testversionen und spezielle Builds für aktuelle Betriebssysteme.
Die Preisübersicht ist produktabhängig. Auf der geprüften Portraiture-Seite wurden Kombinationen bis 399,95 US-Dollar angezeigt. Upgrades von Portraiture 3 auf 4.5 kosteten 99,95 US-Dollar; bestehende 4er-Lizenzen erhielten 4.5 kostenlos.
Portraiture nur auf einer separaten Ebene und mit niedriger Deckkraft verwenden.
Körperhaut nicht mit denselben Einstellungen wie Gesichtshaut behandeln.
Realgrain kann Fine-Art-Akt fotografischer und weniger digital wirken lassen.
Noiseware ist hilfreich bei dunklen Low-Key-Aufnahmen.
Faktencheck: Die Downloadseite bezeichnete Photoshop-Build 4500 noch als für Photoshop 2022 bis 2024. Vor einem Kauf für die allerneueste Photoshop-Version sollte deshalb unbedingt die kostenlose Testversion installiert werden.
Urteil: Bewährt und professionell, aber bei der Versionskompatibilität vor dem Kauf testen.
PortraitPro automatisiert Gesicht, Haut, Haare und Beleuchtung. PortraitPro Body ist auf Ganzkörperaufnahmen und Formanpassungen ausgerichtet. Genau deshalb ist es für Aktfotografie gleichzeitig interessant und gefährlich: Kleine Korrekturen an Haltung oder Perspektive können helfen, übertriebene Regler verändern jedoch sehr schnell Anatomie und Identität.
Die offizielle Preisübersicht für PortraitPro 24 nannte 54,95 Euro für die Standardversion, 94,95 Euro für Studio und 174,95 Euro für Studio Max. Auf der aktuellen Kaufseite wurden zeitweise starke Downloadrabatte und PortraitPro Body als Zusatzangebot angezeigt.
Geeignet für schnelle Serien und einfache Bedienung.
Körperform-Regler nur nach Absprache mit dem Model einsetzen.
Studio und Studio Max sind für Plugin- und RAW-Workflows relevanter als die Standardversion.
Kein Ersatz für manuelles Dodge & Burn und anatomisch saubere Retusche.
Urteil: Praktisch, aber nur mit Disziplin. Wer alle Regler nach rechts schiebt, produziert keine hochwertige Aktfotografie, sondern einen digitalen Gummimenschen.
Nik Collection ist besonders für die kreative Endbearbeitung stark. Color Efex und Viveza kontrollieren Farbe, Kontrast und lokale Wirkung; Silver Efex gehört weiterhin zu den wichtigsten Werkzeugen für anspruchsvolle Schwarzweißfotografie. Dfine reduziert Rauschen, Sharpener bereitet Bilder für Bildschirm oder Druck auf.
Nik Collection 9 integriert sich in Photoshop, Affinity und DxO PhotoLab und kann auch eigenständig verwendet werden. Der deutsche DxO-Shop zeigte eine neue Lizenz für 169,99 Euro und Upgrades ab 89,99 Euro. Eine uneingeschränkte 30-Tage-Testversion ist ohne Zahlungsdaten verfügbar.
Silver Efex für Fine-Art-Akt und Body-Landscapes.
Viveza für lokale Helligkeits- und Farbkontrolle.
Color Efex für zurückhaltende Kontrast- und Farbgestaltung.
Dfine und Sharpener für den technischen Abschluss.
Urteil: Die beste Komplettsammlung für Schwarzweiß, Fine Art und kreative Endlooks.
Topaz Photo ist kein spezielles Aktretusche-Programm. Es ist ein technischer Reparaturkasten für Rauschen, leichte Verwacklung, Fokusprobleme, Upscaling, Staub und Kratzer. Das ist bei Low-Key-Akt, älteren Aufnahmen oder stark gecroppten Body-Details hilfreich.
Der offizielle Preisbereich zeigte Topaz Photo für 39 US-Dollar pro Monat. Lokales Rendering ist enthalten; zusätzlich stehen Cloud-Funktionen zur Verfügung. Für kommerzielle Nutzung gelten Umsatzgrenzen, die auf der Produktseite geprüft werden müssen.
Vor der Hautretusche entrauschen, aber keine Hautstruktur vernichten.
Gesichtsrekonstruktion bei Aktaufnahmen besonders vorsichtig einsetzen.
Upscaling erst am Ende des Workflows und mit direktem Vorher-nachher-Vergleich.
Lokale Modelle sind für vertrauliche Aufnahmen vorzuziehen.
Urteil: Sehr nützlich zur technischen Rettung – nicht für das Formen oder Verschönern des Körpers.
Affinity bietet RAW-Entwicklung, Ebenen, Masken, Reparaturwerkzeuge, Frequenztrennung, Verflüssigen, Makros und Stapelverarbeitung. Seit der neuen Affinity-Generation wird die professionelle Kreativsoftware kostenlos angeboten.
Sehr stark für klassische lokale Retusche ohne Adobe-Abo.
Frequenztrennung ist direkt integriert.
Nik Collection und verschiedene Drittanbieter-Plugins können eingebunden werden.
Photoshop-spezifische Panels und Aktionen sind nicht automatisch kompatibel.
Urteil: Die beste kostenlose Alternative für manuelle, vertrauliche Retusche. Wer einen umfangreichen Photoshop-Panel-Workflow nutzt, bleibt jedoch bei Adobe flexibler.
Texturelabs bietet kostenlose, selbst erstellte Texturen, Tutorials und Werkzeuge. Für künstlerische Aktfotografie sind Papier, Staub, Film, Beton, Metall, Farbe, Kratzer und fotografische Detailstrukturen interessant. Damit lassen sich Hintergründe aufwerten, Druckästhetiken erzeugen oder Fine-Art-Composings bauen.
Die Materialien dürfen laut Lizenz in persönlichen und kommerziellen Arbeiten verwendet werden. Nicht erlaubt ist insbesondere der Weiterverkauf oder die Weitergabe als eigenes Texturpaket, Stockmaterial oder Bestandteil eines verkaufbaren Templates. Die Texturen dürfen außerdem nicht zum Training oder zur Unterstützung von KI-Bildgeneratoren eingesetzt werden.
Preis: kostenlos.
Urteil: Die beste kostenlose Quelle für charaktervolle 2D-Texturen und Photoshop-nahe Tutorials.
Poly Haven ist eigentlich eine Bibliothek für 3D- und VFX-Produktion, liefert aber hervorragende hochauflösende Oberflächen für Fotocomposings: Stoff, Beton, Holz, Putz, Stein, Metall und viele weitere Materialien. Die Assets stehen unter CC0 und dürfen ohne Namensnennung auch kommerziell verwendet werden.
Preis: kostenlos, ohne Login oder Paywall.
Urteil: Perfekt für hochwertige Hintergründe, Bodentexturen und realistische Materialdetails.
Textures.com bietet eine sehr große Bibliothek aus Fotografien, Oberflächen, HDR-Umgebungen und 3D-Materialien. Für Studio-Composings sind besonders Stoff, Wand, Papier, Metall, Holz, Beton und organische Oberflächen interessant.
Der Indie-Starterplan wurde mit 13 US-Dollar pro Monat für 1.000 Credits angeboten. Kostenlose Inhalte fallen laut Anbieter unter die Indie-Lizenz. Die Lizenz erlaubt kommerzielle Nutzung in fertigen Arbeiten, verbietet aber unter anderem den Weiterverkauf als konkurrierendes Rohmaterial.
Urteil: Die größte kommerzielle Materialbibliothek dieser Liste – sinnvoll, wenn regelmäßig Composings produziert werden.
Die professionelle Reihenfolge der Bearbeitung
RAW-Entwicklung: Objektivkorrektur, Weißabgleich, Belichtung und Grundkontrast in Capture One oder Camera Raw.
Auswahl und Serienabgleich: ähnliche Bilder angleichen, bevor die aufwendige Einzelretusche beginnt.
Hintergrund bereinigen: Falten, Staub, Sensorflecken und störende Übergänge zuerst korrigieren.
Grobe Hautkorrektur: temporäre Rötungen, Druckstellen und kleine Hautunreinheiten auf einer leeren Ebene reparieren.
Frequenztrennung: nur für Ton- und Strukturprobleme, nicht als pauschale Weichzeichnung.
Dodge & Burn: Licht, Volumen und Hautübergänge fein kontrollieren.
Körperkontur: nur optische Verzerrungen, Posingfalten oder klar vereinbarte Korrekturen anpassen.
Farbangleichung: Gesicht, Rumpf, Hände und Beine farblich zusammenführen.
Kreativer Look: Schwarzweiß, Filmkorn, Color Grading oder Texturen erst nach der sauberen Retusche.
Ausgabe: getrennte Schärfung für Web, Social Media und Druck.
Welche Technik wofür?
Reparaturpinsel und Kopierstempel
Für einzelne Hautunreinheiten, Staub, Kratzer und kleine Druckstellen. Immer auf einer separaten Ebene und mit „Aktuell und darunter“ arbeiten.
Frequenztrennung
Für die getrennte Bearbeitung von Farbe und Struktur. Sinnvoll bei fleckigen Übergängen, Stoffabdrücken oder großflächigen Tonunterschieden. Falsch eingesetzt erzeugt sie sofort künstliche Haut.
Dodge & Burn
Die wichtigste Technik für hochwertige Aktfotografie. Sie korrigiert kleine Helligkeitsunterschiede und formt Körpervolumen, ohne Textur zu zerstören.
Verflüssigen
Nur für Objektivverzerrungen, Kleidung, Posingfalten oder ausdrücklich vereinbarte Formkorrekturen. Das Werkzeug ist kein automatischer Körperumbau.
Selektive Farbe, Gradationskurven und Verlaufsumsetzung
Für die finale Harmonisierung von Haut, Hintergrund und Licht. Diese Werkzeuge sind meist kontrollierbarer als fertige Ein-Klick-Filter.
Was bei Haut niemals passieren sollte
Poren vollständig entfernen.
Knie, Ellenbogen und Hände auf dieselbe Glätte wie das Gesicht bringen.
Narben oder Muttermale ohne Rücksprache löschen.
Brust, Bauch, Hüfte oder Gesäß automatisch neu formen.
Jede Falte aus einer natürlichen Körperhaltung entfernen.
Haut so stark sättigen, dass sie orange oder magenta wird.
Dodge & Burn so übertreiben, dass der Körper wie 3D-Rendering wirkt.
Datenschutz und sichere Dateiverarbeitung
Aktaufnahmen sind besonders vertrauliches Material. Deshalb sollte der technische Workflow bereits vor dem Shooting festgelegt werden.
Schriftliche Einwilligung und Model Release passend zum tatsächlichen Verwendungszweck.
Klare Vereinbarung, ob Cloud-Dienste oder KI-Werkzeuge verwendet werden dürfen.
Verschlüsselte Datenträger und sichere Backups.
Keine unkontrollierten Uploads zu kostenlosen Online-Retuschediensten.
Lokale Verarbeitung bevorzugen, wenn die Datenschutzbedingungen eines Dienstes unklar sind.
Unbearbeitete Dateien nur an ausdrücklich vereinbarte Personen weitergeben.
Exportdateien und Vorschaubilder ohne unnötige Metadaten ausliefern.
Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Verträge, Datenschutz und Veröffentlichungsrechte müssen zum Land, Auftrag und Verwendungszweck passen.
Meine klare Empfehlung nach Budget
Kostenloser Einstieg
Affinity für RAW und manuelle Retusche.
Texturelabs und Poly Haven für Texturen.
Kostenlose Testversionen von Nik Collection, Retouch4me und anderen Plugins vor jedem Kauf.
Professioneller Standard
Adobe Foto-Abo als Basis.
Capture One für Tethering und Studiofarbe, wenn regelmäßig professionell fotografiert wird.
Nik Collection für Schwarzweiß und Fine Art.
Ein einzelnes, wirklich benötigtes Retusche-Plugin statt eines riesigen Plugin-Friedhofs.
High-End-Workflow
Capture One für Aufnahme und RAW.
Photoshop für die komplette Pixelretusche.
Infinite Tools für strukturierte manuelle Workflows.
Retouch4me als kontrollierte Vorarbeit für große Serien.
Nik Collection für den kreativen Abschluss.
Topaz nur zur technischen Rettung problematischer Dateien.
Das ehrliche Fazit
Die beste Software für Aktfotografie ist nicht die, die den Körper am stärksten verändert. Es ist die Software, die eine präzise, respektvolle und kontrollierbare Bearbeitung ermöglicht.
Photoshop bleibt das Zentrum. Capture One ist die stärkste Studio-Ergänzung. Retouch4me, Infinite Tools und Portraiture können Routinearbeit beschleunigen. Nik Collection ist hervorragend für Fine-Art- und Schwarzweißlooks. Texturelabs, Poly Haven und Textures.com liefern Material für kreative Hintergründe und Composings. Affinity ist inzwischen eine ernst zu nehmende kostenlose Alternative.
Am Ende entscheidet aber nicht das Plugin. Entscheidend sind Lichtverständnis, Anatomie, Hautgefühl, Zurückhaltung und Respekt vor dem Model. Genau dort trennt sich hochwertige Aktfotografie von billiger Beauty-Automatik.
Alle Seiten waren am 27. Juli 2026 erreichbar. Preise, Rabatte, Abomodelle, Systemanforderungen und Plugin-Kompatibilität können sich jederzeit ändern. Vor einem Kauf sollte immer die aktuelle Testversion mit der eigenen Photoshop-, Lightroom-, Affinity- oder Betriebssystemversion geprüft werden. Angaben zur Verarbeitung in der Cloud sind je Produkt unterschiedlich und müssen vor der Nutzung mit vertraulichem Bildmaterial direkt beim Anbieter kontrolliert werden.
Hinweis zur Entstehung
Für die Recherche, Strukturierung und sprachliche Ausarbeitung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt. Die Auswahl der Quellen, der Faktencheck sowie die abschließende redaktionelle Bearbeitung erfolgten durch mich.
Die ultimative Sammelliste für professionelle Farblooks, Filmlooks und kreative Bildstile
Ein guter Farblook kann aus einer sauberen Aufnahme ein unverwechselbares Bild machen.
Er kann Hauttöne harmonisieren, Farben zusammenführen, Kontraste formen und einer kompletten Serie eine erkennbare visuelle Handschrift geben. Genau deshalb gehören Lightroom- und Camera-Raw-Presets heute zu den wichtigsten Werkzeugen für Fotografen, Retuscheure, Content-Produzenten und digitale Künstler.
Das Problem ist nur:
Preset-Pakete gibt es inzwischen wie Sand am Meer.
Viele davon sehen auf den Werbebildern großartig aus, funktionieren auf den eigenen Fotos aber überhaupt nicht. Andere wurden vor Jahren erstellt, enthalten veraltete Dateiformate oder erzeugen Farblooks, die bereits nach dem dritten Bild auseinanderfallen.
Diese aktuelle Sammelliste zeigt deshalb nicht einfach möglichst viele Anbieter, sondern die derzeit interessantesten kostenlosen und kostenpflichtigen Quellen für hochwertige Farblooks.
Geprüft wurden unter anderem:
aktuelle Erreichbarkeit der Anbieter
Kompatibilität mit Lightroom und Lightroom Classic
Verwendung in Adobe Camera Raw und damit in Photoshop
unterstützte Dateiformate
Preise und Abomodelle
verfügbare Gratispakete
Eignung für Porträt, Beauty, Fashion, Hochzeit, Landschaft und Fine Art
Qualität und Anpassbarkeit der Farblooks
Recherche- und Preisstand: 27. Juli 2026
Preise und Rabattaktionen können sich jederzeit ändern.
Was ist eigentlich ein Photoshop-Preset?
Wenn von Photoshop-Presets für Farblooks gesprochen wird, sind damit meistens keine klassischen Photoshop-Aktionen gemeint.
In der Regel handelt es sich um Adobe-Camera-Raw-Presets.
Adobe Camera Raw ist die RAW-Entwicklung, die sich beim Öffnen einer RAW-Datei in Photoshop startet und zusätzlich als Camera-Raw-Filter innerhalb von Photoshop verwendet werden kann.
Moderne Lightroom- und Camera-Raw-Presets verwenden normalerweise das Format:
.XMP
Diese XMP-Presets können je nach Anbieter und enthaltenen Funktionen häufig in folgenden Programmen verwendet werden:
Adobe Lightroom
Adobe Lightroom Classic
Adobe Camera Raw
Photoshop über Adobe Camera Raw
teilweise Lightroom Mobile
Lightroom-Presets speichern unter anderem Einstellungen für Belichtung, Kontrast, Gradationskurven, Farbmischer, Color Grading, Details, Effekte und Kalibrierung. Adobe führt in Lightroom die Bereiche „Empfohlen“, „Premium“ und „Deine“ für solche Presets.
Funktionieren englische Presets im deutschen Photoshop und Lightroom?
In der Regel: ja.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Photoshop-Aktionen.
Eine Photoshop-Aktion kann Befehle und Ebenennamen enthalten, die von der Sprache der Benutzeroberfläche abhängig sind. Ein modernes XMP-Preset speichert dagegen überwiegend Entwicklungswerte und Farbparameter.
Deshalb funktionieren seriös erstellte Lightroom- und Camera-Raw-Presets normalerweise unabhängig davon, ob Lightroom oder Photoshop auf Deutsch, Englisch oder einer anderen Sprache läuft.
Trotzdem kann es Einschränkungen geben.
Mögliche Probleme
Das Preset wurde nur für eine sehr alte Lightroom-Version erstellt.
Es liegt ausschließlich als altes .lrtemplate-Preset vor.
Es verwendet ein Kameraprofil, das für die verwendete Kamera nicht verfügbar ist.
Im Paket fehlen zusätzliche Profile.
Das Preset wurde primär für RAW-Dateien erstellt und wirkt auf JPEG-Dateien zu stark.
Es nutzt moderne KI-Masken, die eine aktuelle Programmversion verlangen.
Das Preset wurde für Desktop entwickelt, aber als mobiles DNG-Preset verkauft.
Das Paket setzt bestimmte Kameraprofile voraus.
Adobe Lightroom Classic kann aktuelle Presets und komplette ZIP-Pakete direkt über das Presets-Bedienfeld importieren. Importierte Presets erscheinen anschließend in der Gruppe „Benutzervorgaben“.
Mein Kompatibilitäts-Ampelsystem
GRÜN
Der Anbieter nennt aktuelle Lightroom-Versionen, Lightroom Classic und Adobe Camera Raw ausdrücklich.
Die Presets liegen als XMP-Dateien vor oder werden über einen eigenen Installer aktuell gehalten.
GELB
Die Presets funktionieren grundsätzlich in Lightroom, aber der Anbieter macht keine klare Angabe zu aktuellen Versionen, Camera Raw, benötigten Profilen oder Lightroom Mobile.
ROT
Sehr alte Downloads, undokumentierte Community-Pakete, fehlende Lizenzangaben oder reine DNG-Workarounds ohne Desktop-Version.
Die besten Quellen für Lightroom- und Photoshop-Farblooks 2026
Adobe selbst bietet bereits eine große Auswahl an integrierten Farblooks sowie zusätzliche kostenlose Presets von Fotografen und Kreativen.
In Lightroom stehen je nach Version folgende Bereiche zur Verfügung:
Empfohlen
Premium
Deine
adaptive Presets
Porträt-Presets
Reise- und Landschaftslooks
Schwarzweiß
Cinematic
Futuristic
Vintage
saisonale Kollektionen
Der große Vorteil:
Die integrierten Presets stammen direkt aus dem Adobe-System und werden mit Lightroom aktualisiert. Damit besteht das geringste Risiko, dass Dateiformate oder Funktionen nicht mehr unterstützt werden.
Adobe bietet auf seiner Preset-Seite außerdem kostenlose Downloads für unterschiedliche Themen an, darunter Street Photography, Haustiere, Natur und weitere Fotogenres.
Besonders geeignet für:
Einsteiger, Porträt, Landschaft, Street Photography, Social Media und schnelle Grundlooks.
Preis:
Viele Presets sind in Lightroom beziehungsweise im Creative-Cloud-Abo enthalten.
Zusätzliche Adobe-Presets werden teilweise kostenlos angeboten.
Kompatibilität:
GRÜN.
Direkt für aktuelle Adobe-Versionen entwickelt.
Mein Urteil:
Bevor man für irgendein Mega-Bundle mit 8.000 angeblich professionellen Looks bezahlt, sollte man zuerst die integrierten Adobe-Presets testen.
Viele davon sind inzwischen erheblich besser als ihr Ruf.
2. RNI – Really Nice Images
Einer der besten Anbieter für realistische Filmlooks
RNI gehört seit Jahren zu den renommiertesten Quellen für Filmlooks.
Die Farblooks basieren nicht nur auf frei erfundenen Filtern, sondern auf digitalisierten und analysierten analogen Filmmaterialien. Angeboten werden unter anderem Simulationen klassischer Farbnegativ-, Dia-, Schwarzweiß- und Sofortbildfilme.
RNI All Films 5 verwendet profilbasierte Filmlooks für Lightroom und Adobe Camera Raw. Dadurch wird nicht nur eine Reihe sichtbarer Regler verändert, sondern bereits die grundlegende Farbwiedergabe beeinflusst.
Laut Anbieter funktionieren die Produkte sowohl in Lightroom als auch in Photoshop über Adobe Camera Raw.
Verfügbare Pakete
RNI All Films 5 Demo
Kostenlos.
Ideal, um die Qualität und die Kompatibilität mit der eigenen Kamera zu testen.
RNI All Films 5 Lite
96 US-Dollar.
RNI All Films 5 Pro
192 US-Dollar.
RNI Aerochrome
96 US-Dollar.
Bei Käufen innerhalb der Europäischen Union kann zusätzlich die jeweilige Umsatzsteuer berechnet werden.
Besonders geeignet für:
professionelle Filmlooks
Fashion
Editorial
Fine Art
Porträt
Street Photography
authentische Analogästhetik
Kompatibilität:
GRÜN.
Lightroom und Photoshop ACR werden ausdrücklich unterstützt.
Mein Urteil:
RNI ist einer der besten Anbieter, wenn ein Look tatsächlich wie fotografischer Film wirken soll und nicht nur wie ein Instagram-Filter mit ausgewaschenem Schwarz.
Das kostenlose Demopaket sollte man unbedingt ausprobieren.
3. Mastin Labs
Filmlooks mit besonders natürlicher Hautwiedergabe
Mastin Labs ist vor allem bei Hochzeits-, Familien- und Porträtfotografen beliebt.
Der Anbieter konzentriert sich auf eine möglichst realistische Wiedergabe bekannter Filmtypen. Dazu gehören unter anderem Looks, die an Kodak Portra, Fuji-Filme und klassische Schwarzweißfilme angelehnt sind.
Das Ziel ist nicht, ein Bild möglichst spektakulär zu verfärben. Die Presets sollen digitale Aufnahmen so angleichen, dass sie gemeinsam mit analog fotografierten Bildern in einer Serie funktionieren können.
Mastin Labs beschreibt seine Presets als auf echten Filmscans basierende Filmlooks und verkauft sie als einmaligen Kauf. Aktualisierte Versionen bleiben anschließend im Kundenkonto verfügbar.
Aktuelle Preise
Ein einzelnes Desktop-Preset-Paket:
69 US-Dollar im überprüften Aktionspreis, regulär 99 US-Dollar.
Zwei Pakete:
119 US-Dollar.
Drei Pakete:
159 US-Dollar.
Mobile Profile werden teilweise separat angeboten. Ein mobiles Lifestyle-Paket wurde beim Check für 21 statt 30 US-Dollar angeboten.
Besonders geeignet für:
Porträt
Hochzeit
Beauty
Familie
Lifestyle
natürliche Hauttöne
helle und luftige Looks
Kodak- und Fuji-inspirierte Farbwelten
Kompatibilität:
GRÜN bis GELB.
Aktuelle Lightroom-Pakete werden angeboten. Vor dem Kauf sollte dennoch geprüft werden, ob Desktop, Mobile oder Video-LUTs gewählt wurden.
Mein Urteil:
Sehr gut für Fotografen, die natürliche Hautfarben und eine ruhige, hochwertige Bildsprache brauchen.
Für extreme Fashion-Farben oder experimentelle Kunstlooks ist Mastin Labs weniger gedacht.
4. DVLOP
High-End-Presets für professionelle Fotografen und verschiedene Kamerasysteme
DVLOP arbeitet mit bekannten Fotografen zusammen und entwickelt Presets, die über eigene Kameraprofile möglichst konsistente Ergebnisse mit verschiedenen Kameramarken liefern sollen.
Das ist besonders für Fotografen interessant, die mit Sony, Canon, Nikon, Fujifilm oder mehreren Kamerasystemen gleichzeitig arbeiten.
Laut DVLOP erkennen die Presets das verwendete Kameramodell und verwenden passende Dateien, um einen Look über unterschiedliche Kameras hinweg möglichst einheitlich wiederzugeben.
Je nach Kollektion kommen zusätzlich zum eigentlichen Farblook folgende Elemente hinzu:
Kamera-Profile
ISO-adaptive Einstellungen
KI-Masken
Gradationskurven-Modifikatoren
Körnungsvarianten
mobile Presets
Videotutorials
Preisbeispiele
Eric Floberg 606:
125 US-Dollar.
Unterstützt laut Produktseite Lightroom Classic ab Version 4, Adobe Camera Raw ab Version 10.3 und Lightroom Desktop beziehungsweise Mobile.
Jose Villa – For the Love of Film Fuji:
249 US-Dollar.
Jose Villa – For the Love of Film Kodak:
249 US-Dollar.
Jose Villa Studio:
295 US-Dollar.
Besonders geeignet für:
professionelle Hochzeitsfotografie
Editorial
Studio
natürliche Hauttöne
gemischte Kamerasysteme
große Bildserien
konsistente Kundenproduktionen
Kompatibilität:
GRÜN.
Bei den meisten Produktseiten werden unterstützte Adobe-Versionen genau aufgeführt.
Mein Urteil:
DVLOP gehört qualitativ zur Oberklasse, ist aber preislich ebenfalls dort angesiedelt.
Ein Paket für 249 oder 295 US-Dollar kauft man nicht, weil das Vorschaubild hübsch aussieht. Man kauft es, wenn der Look zur eigenen Produktion und zum eigenen Kamerasystem passt.
5. Archipelago Presets
Kreative, atmosphärische und moderne Editorial-Looks
Archipelago ist besonders stark bei modernen, stimmungsvollen Farblooks.
Viele Kollektionen bewegen sich zwischen analoger Fotografie, Editorial, Fine Art, Hochzeit und dunkleren Cinematic-Looks.
Die neueren Foundation-Pakete sind keine einfachen Ein-Klick-Filter. Sie arbeiten als mehrstufiges System aus Grundpreset, Profilen, Werkzeugen und spezialisierten Anpassungen. Dadurch lässt sich ein Look wesentlich genauer auf ein Bild abstimmen.
Preise und Mitgliedschaften
Creative Looks:
Einzelne Looks werden teilweise ab 20 US-Dollar angeboten.
Quest-Mitgliedschaft:
Ab 10 US-Dollar pro Monat.
Dabei kann jeden Monat eine komplette Preset-Kollektion aus einer umfangreichen Bibliothek gewählt werden. Die ausgewählten Kollektionen bleiben laut Anbieter dauerhaft erhalten.
Archipelago Society:
15 US-Dollar jährlich.
Mitglieder erhalten je nach Produkt Rabatte von bis zu 50 Prozent.
Besonders geeignet für:
Fine Art
Hochzeit
Moody Looks
Cinematic
Fashion
Outdoor-Porträts
kreative Editorial-Serien
Kompatibilität:
GRÜN bis GELB.
Aktive und aktuelle Produktlinien. Bei älteren Kollektionen sollte trotzdem die jeweilige Produktbeschreibung geprüft werden.
Mein Urteil:
Eine der spannendsten Adressen für Fotografen, die keine sterile Standardästhetik wollen.
Die Looks haben Charakter, können bei falscher Anwendung aber auch schnell zu stark werden.
6. PresetLove
Mehr als 300 kostenlose Presets für fast jedes Genre
PresetLove ist eine der größten kostenlosen Preset-Sammlungen.
Die Seite bietet nach eigener Angabe mehr als 300 Presets für Desktop und Mobile. Die Kategorien reichen von Porträt und Fashion über Film, Schwarzweiß, Landschaft, Reise, Street Photography, Food und Immobilien bis zu saisonalen Farblooks.
Viele Presets lassen sich einzeln herunterladen. Zusätzlich werden größere Pakete angeboten.
Besonders geeignet für:
erste Experimente
Social Media
Reise
Landschaft
Street Photography
Fashion
warme und saisonale Looks
Cinematic Looks
Preis:
Ein großer Teil ist kostenlos.
Zusätzlich werden kostenpflichtige Gesamtpakete angeboten.
Kompatibilität:
GELB.
Desktop und Mobile werden genannt. Trotzdem sollte bei älteren Einzelpresets geprüft werden, ob XMP-, DNG- oder ältere LRTemplate-Dateien enthalten sind.
Mein Urteil:
Eine hervorragende Spielwiese.
Nicht jedes Preset ist ein professioneller Produktionslook, aber die Auswahl ist groß und kostenlos. Damit eignet sich PresetLove hervorragend, um herauszufinden, welche Farbwelten überhaupt zur eigenen Fotografie passen.
7. FixThePhoto
Riesige kostenlose Sammlung für Porträt, Fashion und kommerzielle Fotografie
FixThePhoto bietet eine der größten frei zugänglichen Lightroom-Sammlungen.
Nach Angaben der Seite stehen mehr als 500 kostenlose Presets zur Verfügung. Unterstützt werden Lightroom CC, Lightroom Classic, ältere Lightroom-Versionen und Lightroom Mobile. Die Presets sind für RAW- und JPEG-Dateien gedacht.
Besonders umfangreich sind die Kategorien:
Porträt
Fashion
Hochzeit
Baby und Familie
Immobilien
Food
Instagram
Schwarzweiß
Filmlooks
Landschaft
Street Photography
Preis:
Mehrere hundert Presets kostenlos.
Zusätzlich werden kommerzielle Bundles und Dienstleistungen angeboten.
Kompatibilität:
GELB.
Breite Versionsunterstützung wird genannt. Bei der enormen Menge sollte trotzdem jedes Paket einzeln geprüft werden.
Mein Urteil:
Sehr viel kostenloses Material, besonders für Porträt und Fashion.
Der Nachteil ist derselbe wie bei großen Gratisbibliotheken generell: Masse ersetzt keine eigene Auswahl. Einige Looks sind brauchbar, andere sind deutlich zu stark oder stilistisch veraltet.
8. ON1 – kostenlose Lightroom-Presets
Seriöse Gratispakete eines etablierten Softwareherstellers
ON1 entwickelt mit ON1 Photo RAW eine eigene Bildbearbeitungssoftware, bietet aber zusätzlich kostenlose Presets für Lightroom an.
Der Vorteil gegenüber anonymen Downloadseiten liegt in der klaren Herkunft. Die Downloads stammen von einem etablierten Softwareanbieter und werden als Lightroom-Presets angeboten.
Besonders geeignet für:
Landschaft
Reise
Porträt
Schwarzweiß
kreative Farbeffekte
Einstieg in unterschiedliche Looks
Preis:
Kostenlos.
Für den Download kann eine Registrierung oder E-Mail-Adresse erforderlich sein.
Kompatibilität:
GRÜN bis GELB.
Aktive Herstellerseite. Trotzdem vor dem Import die jeweilige Paketbeschreibung lesen.
Mein Urteil:
Eine gute kostenlose Quelle für Nutzer, die keine Presets von völlig unbekannten Webseiten laden möchten.
9. PSD Stack
Große kostenlose Sammlung für Desktop, Mobile und Camera Raw
PSD Stack bietet mehrere hundert kostenlose Presets und aktualisiert die Sammlung weiterhin.
Die Seite nennt ausdrücklich Lightroom Desktop, Lightroom Mobile, Lightroom Classic, Photoshop Camera Raw sowie ältere Lightroom-Versionen als kompatibel. Die Sammlung wurde zuletzt im Juli 2026 aktualisiert.
Besonders geeignet für:
Mobile Editing
Porträt
Landschaft
Filmlooks
Social Media
Cinematic
Einsteiger
Preis:
Kostenlos.
Kompatibilität:
GRÜN bis GELB.
Camera Raw und aktuelle Lightroom-Versionen werden ausdrücklich genannt.
Mein Urteil:
Eine der interessantesten Gratisquellen, wenn Presets sowohl in Lightroom als auch in Camera Raw genutzt werden sollen.
Wie bei allen großen Sammlungen gilt: Nicht alles gleichzeitig installieren. Sonst besteht das Presets-Menü bald aus einem digitalen Flohmarkt.
Creative Market ist eine Plattform für digitale Produkte unabhängiger Anbieter.
Das Angebot reicht von einzelnen Farblooks bis zu Paketen mit mehreren hundert Lightroom-Presets.
Ein überprüftes Bundle enthielt beispielsweise 260 Presets aus 37 Kollektionen und wurde für 40 US-Dollar angeboten. Solche Mengenangebote klingen spektakulär, sagen aber zunächst nichts über die tatsächliche Qualität aus.
Besonders geeignet für:
Social Media
Blogger
Hochzeit
Boho
Fashion
Food
Reisen
Lifestyle
trendbasierte Looks
Preis:
Je nach Anbieter und Paket.
Kleine Pakete beginnen oft im niedrigen zweistelligen Bereich. Große Bundles können erheblich teurer sein.
Mitglieder erhalten je nach Abo Rabatte und monatliche Gratisprodukte.
Kompatibilität:
GELB bis ROT.
Vollständig abhängig vom jeweiligen Anbieter.
Mein Urteil:
Creative Market kann sehr gute Presets enthalten. Es gibt aber keine einheitliche Qualitätskontrolle für Farbwiedergabe, Hauttöne oder aktuelle Adobe-Versionen.
Nur Produkte kaufen, die klare Vorher-nachher-Beispiele und genaue Kompatibilitätsangaben enthalten.
Die besten Anbieter nach Einsatzgebiet
Für natürliche Porträts und Beauty
Mastin Labs
DVLOP
RNI
Adobe Premium Presets
FixThePhoto als kostenlose Alternative
Für authentische Filmlooks
RNI
Mastin Labs
DVLOP
Archipelago
kostenlose RNI-Demo
Für Fashion und Editorial
RNI
Archipelago
DVLOP
Envato Elements
Creative Market
Für dunkle und atmosphärische Looks
Archipelago
RNI
PresetLove
Envato Elements
Für Hochzeit und Familie
Mastin Labs
DVLOP
Archipelago
FixThePhoto
Adobe Presets
Für kostenlose Presets
Adobe
PresetLove
FixThePhoto
ON1
PSD Stack
RNI Demo
Warum ein Preset auf deinem Bild anders aussieht als in der Werbung
Ein Preset ist keine fertige Bildbearbeitung.
Der gleiche Look kann auf zwei verschiedenen Bildern völlig unterschiedlich wirken.
Das liegt unter anderem an:
Kamera und Sensor
Kameraprofil
Objektiv
Weißabgleich
Belichtung
Lichtfarbe
Hautfarbe
Kleidung
Hintergrund
RAW oder JPEG
Tageszeit
verwendeter Lichtquelle
Kontrastumfang des Motivs
Ein Preset, das auf einem hell belichteten Hochzeitsfoto mit Pastellfarben entwickelt wurde, wird auf einem unterbelichteten Nachtporträt nicht plötzlich denselben Look erzeugen.
Professionelle Presets sind deshalb meistens Ausgangspunkte, keine fertigen Endergebnisse.
Der wichtigste Trick nach dem Anwenden eines Presets
Nach dem Preset sollten normalerweise zuerst nur zwei Werte angepasst werden:
Belichtung
Weißabgleich
Viele gute Presets sind darauf ausgelegt, dass genau diese beiden Parameter anschließend an das jeweilige Foto angepasst werden.
Erst danach sollte beurteilt werden, ob Kontrast, Sättigung, Hautfarbe oder Gradationskurve korrigiert werden müssen.
Was ein gutes Preset auszeichnet
Natürliche Hauttöne
Haut sollte nicht plötzlich orange, grau, magenta oder grün werden.
Editierbare Einstellungen
Alle Regler müssen nach dem Anwenden weiterhin anpassbar sein.
Kontrollierter Kontrast
Details in Lichtern und Schatten sollten erhalten bleiben.
Gute Kameraprofile
Hochwertige Pakete enthalten passende Profile oder unterstützen verschiedene Kameramodelle.
Konsistenz
Der Look sollte auf einer kompletten Serie funktionieren und nicht nur auf einem einzigen Vorher-nachher-Werbebild.
Moderne XMP-Dateien
Aktuelle XMP-Presets sind für Lightroom und Camera Raw meist die beste Wahl.
Klare Installation
Ein seriöses Paket erklärt genau, welche Dateien importiert werden müssen.
Zurückhaltende Schärfung
Übertriebene Klarheit, Struktur und Schärfung machen ein Bild nicht automatisch hochwertiger.
Wovor man sich hüten sollte
Tausende Presets für wenige Euro
Ein Paket mit 5.000 Presets klingt beeindruckend.
In der Praxis enthält es häufig zahllose beinahe identische Varianten, alte Dateien, extreme Effekte und viele Looks, die niemals verwendet werden.
Unklare Quellen
Keine Dateien aus anonymen Google-Drive-Ordnern, dubiosen Foren oder offensichtlich fremd hochgeladenen Paketen installieren.
Gestohlene Presets
Bekannte Premium-Pakete werden häufig illegal weitergegeben.
Abgesehen von der rechtlichen Frage besteht bei fremden ZIP-Dateien immer ein Sicherheitsrisiko.
Keine Vorher-nachher-Beispiele
Ein Anbieter sollte den Look auf mehreren Bildern und unterschiedlichen Motiven zeigen.
Nur perfekte Werbefotos
Wenn alle Beispiele bei identischem Licht, identischer Hautfarbe und identischer Location fotografiert wurden, sagt das wenig über die Alltagstauglichkeit aus.
Aggressive Hautveränderungen
Ein Farblook sollte keine Beauty-Retusche ersetzen.
So importierst du Presets in Lightroom Classic
Lightroom Classic öffnen.
In das Modul „Entwickeln“ wechseln.
Im Bereich „Vorgaben“ auf das Pluszeichen klicken.
„Vorgaben importieren“ auswählen.
Die XMP-Dateien oder das ZIP-Paket auswählen.
Auf „Importieren“ klicken.
Adobe erlaubt in Lightroom Classic ausdrücklich den Import einzelner Preset-Dateien oder kompletter ZIP-Pakete.
So importierst du Presets in Lightroom Desktop
Lightroom öffnen.
„Datei“ auswählen.
„Profile und Vorgaben importieren“ anklicken.
Die XMP-Dateien oder das Paket auswählen.
Import bestätigen.
Importierte Presets erscheinen anschließend im Bereich „Deine“ beziehungsweise unter den Benutzervorgaben.
So verwendest du Lightroom-Presets in Photoshop
Eine RAW-Datei in Photoshop öffnen.
Adobe Camera Raw startet automatisch.
Im rechten Bedienfeld den Bereich „Vorgaben“ öffnen.
Über das Menü „Profile und Vorgaben importieren“ auswählen.
Die XMP-Datei oder das ZIP-Paket laden.
Alternativ:
Ein Bild in Photoshop öffnen.
Die Ebene zur Sicherheit in ein Smartobjekt umwandeln.
„Filter > Camera Raw-Filter“ auswählen.
Das gewünschte Preset anwenden.
Belichtung, Weißabgleich und Intensität anpassen.
Durch die Verwendung auf einem Smartobjekt bleibt der Camera-Raw-Filter nachträglich veränderbar.
Lightroom Mobile
Aktuelle Lightroom-Mobile-Versionen können je nach Betriebssystem XMP-, DNG- oder ältere LRTemplate-Dateien importieren.
Adobe beschreibt den direkten Import über den Bereich „Presets“ und die Option „Presets importieren“. Selbst erstellte Presets können bei aktivem Adobe-Abo über Geräte hinweg synchronisiert werden.
Für einen stabilen Workflow ist es meist einfacher, Desktop-Presets zunächst in Lightroom Desktop zu importieren und anschließend über das Adobe-Konto mit Lightroom Mobile zu synchronisieren.
Meine klare Empfehlung
Wer zunächst kostenlose und technisch sichere Presets ausprobieren möchte, sollte in dieser Reihenfolge beginnen:
Adobe Lightroom Presets
RNI Demo
ON1
PresetLove
PSD Stack
FixThePhoto
Für professionelle Filmlooks sind derzeit besonders interessant:
RNI
Mastin Labs
DVLOP
Archipelago
Für Fashion, Fine Art und kreative Editorial-Looks:
Archipelago
RNI
DVLOP
Envato Elements
Das ehrliche Fazit
Gute Presets können einen Workflow erheblich beschleunigen.
Sie können helfen, eine Serie farblich zusammenzuführen und einen wiedererkennbaren Stil aufzubauen.
Sie ersetzen aber weder gutes Licht noch eine saubere Belichtung oder ein Verständnis für Farbe.
Der häufigste Fehler besteht darin, immer neue Preset-Pakete zu kaufen, statt drei oder vier gute Looks wirklich zu beherrschen.
Ein professioneller Fotograf braucht keine 5.000 Presets.
Er braucht wenige verlässliche Farblooks, die zu seiner Kamera, seinen Motiven und seiner künstlerischen Handschrift passen.
Das beste Preset ist nicht das spektakulärste.
Es ist das Preset, das auf einer kompletten Bildserie funktioniert, Hauttöne respektiert, ausreichend Spielraum für Anpassungen lässt und dem Bild einen Stil gibt, ohne das Bild zu zerstören.
Preset-Preise, Rabatte, Mitgliedschaften und enthaltene Dateien können sich jederzeit ändern.
Vor einem Kauf sollte immer geprüft werden:
unterstützte Adobe-Version
Desktop- oder Mobile-Version
Dateiformat
enthaltene Kameraprofile
Lizenzbedingungen
Rückgabebedingungen
kommerzielle Nutzbarkeit
Presets verändern die Entwicklungsparameter eines Bildes. Das Ergebnis hängt immer vom Ausgangsmaterial, von der Kamera, vom Licht und von der anschließenden individuellen Anpassung ab.
Kostenlose und kostenpflichtige Quellen – geprüft für den aktuellen deutschen Photoshop
Photoshop-Aktionen gibt es für nahezu alles: Beauty-Retusche, Hautbearbeitung, Farblooks, Dodge & Burn, Schärfung, Schwarzweiß, Vintage, Composings, Dispersion, Malerei-Effekte, Mock-ups oder komplette Bildwelten.
Das Problem ist nicht, Aktionen zu finden.
Das Problem ist, gute Aktionen zu finden, die heute noch funktionieren – und im deutschen Photoshop nicht beim ersten englischen Ebenennamen zusammenbrechen.
Ich habe deshalb nicht einfach eine endlose Linkwüste zusammengestellt, sondern die wichtigsten Quellen nach Nutzen, Aktualität, Preis, Lizenztransparenz und Sprachsicherheit bewertet.
Der Fokus liegt auf kostenlosen Angeboten. Kostenpflichtige Plattformen sind nur dort enthalten, wo sie entweder eine sehr große Auswahl, klaren Support oder professionell dokumentierte Produkte bieten.
Das Wichtigste zuerst: Laufen englische Photoshop-Aktionen im deutschen Photoshop?
Grundsätzlich ja.
Photoshop lädt Aktionssets im Format .ATN unabhängig davon, in welcher Sprache die Benutzeroberfläche läuft. Die eigentliche Stolperfalle liegt nicht im Dateiformat, sondern darin, wie die Aktion aufgenommen und programmiert wurde.
Eine sauber gebaute Aktion arbeitet mit relativen Befehlen, eindeutig selbst vergebenen Ebenennamen und möglichst zerstörungsfreien Einstellungsebenen.
Eine schlecht gebaute Aktion versucht dagegen beispielsweise eine automatisch erzeugte Ebene namens „Layer 1“, „Background“ oder „Hue/Saturation“ auszuwählen.
Im deutschen Photoshop heißen diese Ebenen anders.
Dann stoppt die Aktion häufig mit einer Meldung wie:
„Der Befehl Auswählen ist momentan nicht verfügbar.“
Mein Kompatibilitäts-Ampelsystem
GRÜN
Der Anbieter nennt ausdrücklich alle Photoshop-Sprachen beziehungsweise Deutsch und eine aktuelle Photoshop-Version.
GELB
Die Aktion wird für Photoshop CC angeboten, aber der Anbieter macht keine belastbare Aussage zur deutschen Benutzeroberfläche.
ROT
Alte, undokumentierte oder von Nutzern hochgeladene Aktion ohne Versions-, Sprach- oder Lizenzangaben. Nur mit einer Testdatei ausprobieren.
Wichtig: Eine komplette technische Einzelprüfung jeder Aktion auf jeder Plattform wäre nur durch Installation und Ausführung in einer deutschen Photoshop-Testumgebung möglich.
Die folgende Liste ist deshalb ein belastbarer Quellencheck mit Herstellerangaben, aktuellen Seiten, Preisen und bekannten Sprachrisiken.
Sie ist keine pauschale Garantie für jede einzelne Datei eines offenen Marktplatzes.
PanosFX ist die stärkste Quelle dieser Liste, sobald Sprachkompatibilität wichtiger ist als bloße Masse.
Der Anbieter nennt bei aktuellen Gratis-Aktionen ausdrücklich PC und Mac, alle Photoshop-Sprachen und konkrete Versionsbereiche bis Photoshop 2026.
Bei mehreren Paketen stehen zusätzlich deutsche Übersetzungen, Dokumentationen und ein aktuelles Veröffentlichungsdatum dabei.
Besonders geeignet für:
Reflexionen, Collagen, Papier- und 3D-Effekte, Symmetrie, Schnee, Animationen und Präsentationseffekte.
Preis:
Viele Aktionen sind kostenlos. Zusätzlich gibt es Premium-Toolkits und Komplettpakete. Die Preise unterscheiden sich je nach Aktion und Angebot.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GRÜN.
Bei den geprüften Paketen werden alle Photoshop-Sprachen und aktuelle Versionen bis Photoshop 2026 ausdrücklich genannt.
Mein Urteil:
Für eine deutschsprachige Installation ist PanosFX die erste Adresse, weil der Anbieter die Sprachfrage nicht verschweigt, sondern konkret beantwortet.
Designer in Action bündelt mehr als 70 kostenlose Photoshop-Aktionen und Stile und erklärt die Installation auf Deutsch.
Der große Vorteil liegt in der redaktionellen Vorauswahl. Man muss sich nicht durch tausende beliebige Community-Uploads wühlen.
Die Seite weist selbst darauf hin, dass viele der angebotenen Aktionen in der deutschen Photoshop-Version nutzbar sind.
Besonders geeignet für:
Fotoeffekte, Retusche, Farblooks, Texteffekte, Bildstile und kreative Experimente.
Preis:
Kostenlos.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GRÜN bis GELB.
Es handelt sich um eine deutschsprachige Quelle mit ausdrücklichem Hinweis auf deutsche Photoshop-Versionen. Die Detailqualität hängt jedoch vom jeweiligen Fremdanbieter ab.
Mein Urteil:
Ideal als erster Einstieg und für alle, die keine Lust auf englische Downloadseiten haben.
3. FixThePhoto
Die größte praktische Gratis-Sammlung für Fotografen
FixThePhoto bietet nach eigener Angabe mehr als 300 kostenlose Photoshop-Aktionen.
Die Sammlung ist stark auf reale Fotografie-Workflows ausgerichtet: Porträts, Hochzeiten, Babyfotos, Landschaft, Immobilien, Schwarzweiß, HDR, Farbkorrektur, Haut und saisonale Looks.
Die Seite nennt Photoshop CS4 bis CS6 und Photoshop CC als kompatibel.
PhotoshopSupply ist weniger eine Hochglanz-Retuschebibliothek als eine Werkzeugkiste.
Dort finden sich Aktionen zum Freistellen schwarzer oder weißer Hintergründe, für Line Art, Schwarzweiß, Sepia, Posterize, selektive Farbe, Kanten, Unschärfe und grafische Effekte.
Viele Dateien liegen direkt als .ATN vor. Bei einigen Gratisangeboten ist eine kommerzielle Nutzung mit Namensnennung erlaubt.
Besonders geeignet für:
Line Art, Hintergrund entfernen, Posterize, Schwarzweiß, Sepia, Konturen und grafische Spezialeffekte.
Preis:
Viele Downloads sind kostenlos.
Premium-Aktionen werden häufig für ungefähr 4 bis 6 US-Dollar angeboten.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GELB.
Funktionierende .ATN-Downloads, aber keine durchgängige Aussage zur deutschen Oberfläche.
Mein Urteil:
Besonders nützlich, wenn man eine konkrete kleine Aufgabe lösen will und nicht den hundertsten Instagram-Farbfilter sucht.
5. Brusheezy
Eine riesige Fundgrube – aber nicht blind herunterladen
Brusheezy ist eine sehr große Community-Plattform für Photoshop-Ressourcen.
Neben Pinseln, Texturen, PSDs und Verläufen gibt es auch Aktionen, darunter beispielsweise Orange-and-Teal-Looks.
Die schiere Menge ist der Vorteil und gleichzeitig das Problem: Qualität, Dokumentation, Aktualität und Lizenz unterscheiden sich von Upload zu Upload.
Besonders geeignet für:
Farblooks, Retro, Texturen, kreative Effekte und ergänzende Photoshop-Ressourcen.
Preis:
Viele kostenlose Ressourcen.
Premium wird zeitweise als Aktionsangebot angeboten. Beim Check wurden beispielsweise drei Monate für 19 US-Dollar beworben. Reguläre Abomodelle können abweichen.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GELB bis ROT.
Keine pauschale Sprachgarantie. Jeden einzelnen Download prüfen.
Mein Urteil:
Nur Dateien laden, deren Produktseite klare Vorschaubilder, Lizenzangaben, Dateiformat und möglichst Kommentare oder Bewertungen zeigt.
6. MCP Actions
Solide Fotografie-Aktionen mit professionellem Hintergrund
MCP Actions ist seit Jahren auf Fotografen-Workflows spezialisiert.
Der kostenlose Bereich enthält unter anderem Werkzeuge für Licht, Dunkelheit, Schärfung, Texturen, Vignetten und Präsentation.
Die kostenpflichtigen Pakete gehen stärker in komplette Retusche- und Farbworkflows.
Besonders geeignet für:
Porträt, Lichtführung, Retusche, Schärfung, Farbkorrektur und Fotografen-Workflows.
Preis:
Gratisbereich vorhanden.
Einzelne Produkte liegen ungefähr bei 36 bis 72 US-Dollar. Größere Pakete können über 100 US-Dollar kosten.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GELB.
Aktiver Anbieter und Support, aber keine pauschale Aussage, dass jedes Set sprachneutral im deutschen Photoshop läuft.
Mein Urteil:
Vor dem Kauf Produktbeschreibung und Support zur deutschen Version ausdrücklich prüfen – besonders bei Aktionen mit vielen automatisch benannten Ebenen.
7. Greater Than Gatsby
High-End-Retusche und Painterly Looks – professionell, aber teuer
Web-Schärfung, Größenvarianten, sRGB-Konvertierung, Instagram-Formate und Dateiexport.
Composing-Helfer
Masken, Kantenkontrolle, Farbangleichung, Schattenaufbau und saubere Ebenenstrukturen.
Bei Beauty-Retusche gilt besonders:
Eine Aktion ist kein automatischer Hautchirurg.
Gute Retusche-Aktionen bauen kontrollierbare Ebenen und Masken auf.
Schlechte Aktionen bügeln Hautstruktur, Poren und Gesichtsdimension weg.
Das Ergebnis sieht dann nicht teuer aus, sondern nach Plastik – und zwar nach dem falschen Plastik.
Der 60-Sekunden-Check vor jedem Download
1. Dateiformat
Für klassische Photoshop-Aktionen sollte mindestens eine .ATN-Datei enthalten sein.
2. Version
Steht dort nur CS3 oder CS5 und wurde das Produkt jahrelang nicht aktualisiert, ist Vorsicht angesagt.
3. Sprache
Am besten sind Aussagen wie:
all Photoshop languages
multi-language
German version
Deutsch
4. Ausgangsbedingungen
Prüfen, ob RGB, 8 Bit, ein Hintergrund, eine Auswahl, ein bestimmter Ebenenname oder eine Mindestauflösung verlangt wird.
5. Zusatzdateien
Viele Kunstaktionen brauchen Pinsel, Muster oder Texturen.
Fehlt eine Datei, bricht die Aktion ab.
6. Zerstörungsfreiheit
Gute Aktionen lassen Ebenen, Gruppen, Masken und Einstellungsebenen editierbar.
7. Lizenz
Kostenlos bedeutet nicht automatisch frei für kommerzielle Kundenarbeiten.
Namensnennung oder Einschränkungen beachten.
8. Quelle
Nur von der Originalseite oder einem etablierten Marktplatz laden.
Keine anonymen Reupload-Seiten.
So installierst du eine Photoshop-Aktion im aktuellen deutschen Photoshop
ZIP-Datei vollständig entpacken.
Photoshop öffnen.
Fenster > Aktionen aufrufen.
Im Menü des Aktionen-Bedienfelds „Aktionen laden“ wählen.
Die .ATN-Datei auswählen.
Ein Testbild als Kopie öffnen und die Aktion zunächst dort starten.
Alternativ lässt sich eine .ATN-Datei häufig per Doppelklick oder durch Ziehen in Photoshop laden.
Nach einem Photoshop-Update sollten eigene und gekaufte Aktionen zusätzlich als .ATN gesichert werden.
Adobe weist darauf hin, dass Aktionen nach Updates oder auf einem neuen Rechner fehlen können und deshalb aus einem gespeicherten Aktionsset neu geladen werden sollten.
Wenn eine Aktion im deutschen Photoshop stoppt
Im Aktionen-Bedienfeld prüfen, bei welchem einzelnen Schritt der Ablauf stehen bleibt.
Kontrollieren, ob das Dokument im RGB-Modus und in der geforderten Bittiefe vorliegt.
Prüfen, ob eine Ebene namens „Hintergrund“ verlangt wird oder ob die Ausgangsebene gesperrt sein muss.
Bei englischen Ebenennamen den fehlerhaften Auswahlschritt löschen oder neu aufnehmen, sofern die Lizenz Änderungen erlaubt.
Zusatzpinsel, Muster, Verläufe und Texturen installieren, wenn sie zum Paket gehören.
Die Aktion nicht auf dem Originalbild testen, sondern auf einer Kopie.
Bei einem Kauf den Support fragen, ob eine sprachneutrale oder deutsche Version verfügbar ist.
Meine klare Empfehlung
Für den deutschen Photoshop würde ich in dieser Reihenfolge starten:
PanosFX
Designer in Action
FixThePhoto
PhotoshopSupply
Dort bekommt man bereits sehr viel kostenloses und brauchbares Material.
Brusheezy und DeviantArt sind gute Fundgruben, aber keine Qualitätsgarantie.
MCP Actions und Greater Than Gatsby sind interessant, sobald professionelle Porträt- und Beauty-Workflows gefragt sind.
Creative Market und Envato lohnen sich vor allem, wenn man regelmäßig neue Looks und weitere Design-Assets benötigt.
Die beste Aktion ist nicht die, die mit einem Klick das wildeste Bild erzeugt.
Die beste Aktion ist die, die dir wiederkehrende Arbeit abnimmt, sauber dokumentiert ist, editierbare Ebenen hinterlässt und auch nach dem nächsten Photoshop-Update noch nachvollziehbar bleibt.
Vom Foto zum Gemälde: So entsteht ein wirklich malerisches Porträt in Photoshop
Warum der Look bereits im Studio beginnt und der Ölfarbfilter dabei nur eine Nebenrolle spielt
Studio / Camera Raw / Photoshop | Stand: 24. Juli 2026
Wenn von einem „malerischen Look“ die Rede ist, wird in Photoshop sehr schnell irgendein Kunstfilter geöffnet. Ein Klick, ein paar Regler, fertig ist angeblich das Gemälde. Das Ergebnis sieht dann meistens auch genau danach aus: nach einem Foto mit Filter. Nicht nach einem klassischen Porträt, nicht nach einem Werk mit Tiefe und schon gar nicht nach den großen Meistern.
Ein überzeugendes malerisches Porträt entsteht anders. Es lebt von Licht und Schatten, einer kontrollierten Farbpalette, einer klaren Bildkomposition, weichen und harten Kanten, modellierten Tonwerten und einer Oberfläche, die nicht überall gleich behandelt wird. Photoshop ist dabei kein Automat, der aus jedem beliebigen Foto ein Gemälde macht. Photoshop ist vielmehr die digitale Werkstatt, in der ich das Material weiterforme, das ich beim Shooting bereits richtig angelegt habe.
Genau darum geht es in diesem Fachartikel: um den gesamten Weg vom Studioshooting über Camera Raw bis zur eigentlichen Bearbeitung in Photoshop. Einsteiger sollen damit nicht nur einzelne Schritte nachbauen können, sondern verstehen, warum ein Bild malerisch wirkt.
Was „malerisch“ überhaupt bedeutet
Malerisch heißt nicht automatisch unscharf, weich oder mit Leinwandstruktur überzogen. In der Kunstgeschichte beschreibt der Begriff vor allem einen Umgang mit Farbe, Licht, Form und sichtbarer Bewegung innerhalb der Oberfläche. Für die fotografische Bearbeitung sind drei Prinzipien besonders wichtig:
Chiaroscuro: deutliche Hell-Dunkel-Kontraste, mit denen Volumen, Körper und Dramatik modelliert werden.
Sfumato: weiche, rauchige Übergänge ohne überall sichtbare harte Konturen.
Gezielte Oberflächenstruktur: nicht jedes Detail wird gleich scharf, gleich glatt oder gleich stark betont.
Die National Gallery beschreibt Chiaroscuro als klare tonale Kontraste, die Volumen und Modellierung erzeugen. Sfumato bezeichnet dagegen weiche Tonwertübergänge, durch die Formen ohne harte Umrisslinien aus einem dunkleren Umfeld hervortreten. Genau diese beiden scheinbaren Gegensätze brauchen wir auch in einem malerischen Porträt: klare Lichtführung und zugleich kontrolliert weiche Übergänge.
Der wichtigste Grundsatz lautet deshalb:
Nicht das ganze Bild wird gemalt. Das Bild wird durch Licht, Tonwerte, Farbe, Kanten und ausgewählte Pinselspuren malerisch organisiert.
Wenn ich jedes Hautdetail, jedes Haar und jede Stoffstruktur gleichmäßig mit einem Pinsel verschmiere, verliere ich das Gesicht, die Identität und die fotografische Glaubwürdigkeit. Das Resultat wirkt künstlich. Ein guter malerischer Look hält die entscheidenden Stellen präzise und lässt andere Bereiche bewusst zurücktreten.
Der Look beginnt vor dem Shooting
Bevor ich an Blitzleistung, Blende oder Photoshop denke, brauche ich eine visuelle Richtung. „Wie ein altes Gemälde“ ist noch keine Richtung. Ein Porträt im Geist eines dramatischen Barockgemäldes verlangt eine andere Licht- und Farbwelt als ein helles, sanftes Renaissance-Porträt.
Ich kläre deshalb vor dem Shooting fünf Punkte:
Lichtstimmung: dramatisch und kontrastreich oder weich und zurückhaltend?
Farbpalette: warme Erdtöne, tiefe Rot- und Brauntöne, kühles Grün, entsättigte Haut oder bewusste Farbakzente?
Hintergrund: dunkel, strukturiert, neutral oder bereits mit einem Lichtverlauf gestaltet?
Kleidung und Styling: matte Stoffe, natürliche Texturen und klare Formen funktionieren meistens besser als reflektierende Logos, Neonfarben und hektische Muster.
Pose und Ausdruck: klassische Ruhe, kontrollierte Körperspannung und eine klare Handhaltung wirken oft stärker als zehn zufällige Fashion-Posen pro Minute.
Eine reduzierte Farbpalette ist besonders wichtig. Viele klassische Gemälde wirken nicht deshalb geschlossen, weil überall dieselbe braune Farbe darüberliegt, sondern weil die Farben bewusst miteinander verwandt sind. Haut, Hintergrund, Kleidung und Licht müssen also schon beim Set miteinander reden. Wenn jedes Element in eine andere Richtung schreit, muss Photoshop später nicht bearbeiten, sondern schlichten.
Das Studiolicht: lieber ein starkes Konzept als fünf beliebige Lampen
Für einen klassischen malerischen Porträtlook genügt häufig eine Hauptlichtquelle. Mehr Licht ist nicht automatisch besser. Jede zusätzliche Lampe hellt Schatten auf, erzeugt neue Reflexe und kann die klare Modellierung des Gesichts zerstören.
Ein sinnvoller Startaufbau
Eine größere Softbox oder Octabox seitlich vor dem Model
Die Lichtquelle etwas über Augenhöhe
Etwa 35 bis 60 Grad seitlich zur Kamera
Bei Bedarf ein weißer oder silberner Reflektor auf der Schattenseite
Für mehr Dramatik statt eines Reflektors eine schwarze Fläche als Negativaufheller
Genügend Abstand zwischen Model und Hintergrund
Die Lichtquelle darf weich sein, sollte aber gerichtet bleiben. Eine große Softbox frontal direkt neben der Kamera liefert zwar glatte Haut, macht das Gesicht aber schnell flach. Für den malerischen Eindruck brauche ich erkennbare Licht- und Schattenseiten.
Profoto beschreibt beim Rembrandt-Licht das typische kleine Lichtdreieck auf der vom Hauptlicht abgewandten Wange. Dafür wird die Lichtquelle angehoben und seitlich verschoben, bis Nasen- und Wangenschatten zusammenlaufen. Dieses Lichtmuster ist kein Gesetz und auch kein Garant für Kunst. Es ist aber ein sehr guter Ausgangspunkt, weil es dem Gesicht Volumen gibt.
Feathering: nicht mitten in die Softbox stellen
Ein sehr nützlicher Trick ist das sogenannte Feathering. Dabei richte ich die Softbox nicht mit ihrem hellsten Zentrum direkt auf das Gesicht. Das Model steht eher im Randbereich des Lichtkegels. Dadurch wird der Verlauf kontrollierter, Spitzlichter werden ruhiger und das Licht kann deutlich eleganter abfallen.
broncolor zeigt in einem offiziellen Beauty-Aufbau mit nur einer Softbox, wie das Wegdrehen der Lichtquelle einen gezielten Lichtabfall erzeugt. Auch der Abstand zwischen Lichtformer und Model beeinflusst, wie dieser Übergang aussieht. Das ist genau die Art von Kontrolle, die später viel mehr bringt als jeder Filter.
Flags und Negativaufhellung
Weiße Studiowände werfen oft überraschend viel Licht zurück. Das kann den gewünschten Schatten unbemerkt auffüllen. Schwarze Moltonstoffe, V-Flats oder einfache schwarze Styroporplatten helfen, Streulicht zu schlucken. Dadurch bleibt die Schattenseite satt und formt das Gesicht stärker.
Wichtig ist trotzdem: Schatten dürfen dunkel sein, aber nicht informationslos. Eine schwarze Fläche ohne Zeichnung lässt sich später nicht elegant modellieren. Ich belichte so, dass die Stimmung dunkel bleibt, aber im RAW noch Struktur vorhanden ist.
Hintergrund und Abstand
Ein klassischer Hintergrund muss nicht zwingend eine handbemalte Leinwand sein. Ein grauer, brauner oder dunkler Stoffhintergrund kann durch Licht, Abstand und spätere Farbgestaltung sehr hochwertig wirken.
Je näher das Model am Hintergrund steht, desto stärker fällt auch das Hauptlicht darauf. Mehr Abstand macht den Hintergrund dunkler und hilft bei der Trennung. Ein kleiner, sehr zurückhaltender Lichtakzent kann sinnvoll sein, wenn dunkle Haare vollständig verschwinden. Er darf aber nicht wie ein sauberer Werbe-Haarsaum aussehen. Für diesen Stil soll Licht formen, nicht jede Kante mit Leuchtstift nachziehen.
Kameraeinstellungen: sauber aufnehmen, später frei gestalten
Ich fotografiere solche Porträts grundsätzlich im RAW-Format. Adobe beschreibt RAW vereinfacht als digitales Negativ: Die ursprünglichen Sensordaten bleiben erhalten, während Weißabgleich, Tonwerte, Farbe und Schärfung in Camera Raw flexibel angepasst werden können. Ein JPEG ist bereits von der Kamera verarbeitet und komprimiert. Das kann funktionieren, lässt aber weniger Spielraum.
Als vernünftige Ausgangswerte im Studio eignen sich:
ISO: Basis-ISO der Kamera, häufig ISO 64 oder ISO 100
Verschlusszeit: sicher unterhalb der Blitzsynchronzeit, zum Beispiel 1/125 oder 1/160 Sekunde
Blende: je nach gewünschter Schärfentiefe und Lichtleistung ungefähr f/5,6 bis f/11
Brennweite: für Kopf- und Schulterporträts häufig etwa 70 bis 105 mm am Vollformat
Datei: RAW in maximaler Farbtiefe der Kamera
Weißabgleich: möglichst mit Graukarte oder Farbkarte kontrollieren
Das sind Startwerte, keine Religion. Ein Ganzkörperporträt, ein 50-Megapixel-Sensor und eine extreme Kopfhaltung stellen andere Anforderungen als ein ruhiges Brustporträt.
Entscheidend sind drei Dinge:
Das vordere Auge muss zuverlässig scharf sein.
Helle Hautstellen und Glanz auf Stirn, Nase oder Wange dürfen nicht ausfressen.
Die Schatten müssen genügend Information behalten.
Ich kontrolliere deshalb nicht nur das Kameradisplay, sondern das Histogramm und die Warnanzeige für überbelichtete Bereiche. Noch besser ist Tethered Shooting auf einem kalibrierten Monitor. Adobe weist ausdrücklich darauf hin, dass ein kalibrierter und profilierter Monitor für kritische Farb- und Tonwertkorrekturen wesentlich ist. Wer auf einem viel zu blauen, viel zu hellen Display bearbeitet, baut seinen Look auf Sand.
Camera Raw: die Basis, nicht das fertige Gemälde
In Camera Raw lege ich die technische und tonale Grundlage. Ich versuche dort nicht, den vollständigen Effekt mit einem Preset zu erzwingen. Das Ziel ist eine flexible, saubere Datei, die in Photoshop noch Reserven hat.
1. Profil wählen
Das Profil beeinflusst die grundlegende Interpretation von Farbe und Tonalität, ohne die übrigen Regler zu verschieben. Adobe Color ist ein neutraler Start. Adobe Portrait kann für Haut ruhiger reagieren. Camera-Matching-Profile können sinnvoll sein, wenn ich mich an der kamerainternen Farbwiedergabe orientieren möchte.
Ich wähle das Profil bewusst am Anfang. Wenn ich es ganz am Ende ändere, verschiebt sich die gesamte Farb- und Tonwertlogik.
2. Weißabgleich setzen
Ein warmer Look bedeutet nicht, den Temperaturregler einfach weit nach rechts zu schieben. Zuerst brauche ich einen glaubwürdigen Ausgangspunkt. Danach kann ich Wärme gezielt in Licht, Mitteltöne oder Hintergrund bringen.
Bei Haut achte ich besonders auf grünliche und magentafarbene Verschiebungen. Ein neutraler Messwert ist technisch hilfreich, die endgültige Stimmung darf aber künstlerisch sein.
3. Belichtung und Tonwerte aufbauen
Ich bearbeite zuerst die großen Flächen:
Belichtung so setzen, dass das Gesicht trägt
Lichter zurücknehmen, wenn Hautglanz zu aggressiv ist
Tiefen nur so weit öffnen, dass Zeichnung bleibt
Weiß- und Schwarzpunkt kontrollieren
Mit der Gradationskurve den gewünschten Kontrast formen
Der häufigste Fehler ist, die Tiefen zu weit hochzuziehen. Dadurch wird zwar alles sichtbar, aber die gesamte Lichtidee verschwindet. Ein malerisches Porträt darf Schatten haben. Schatten sind keine technische Panne, sondern Bildmaterial.
4. Farbe reduzieren und ordnen
Im Farbmischer lassen sich einzelne Farbbereiche in Farbton, Sättigung und Luminanz kontrollieren. Rot- und Orangetöne betreffen häufig die Haut. Kleine Änderungen reichen hier meistens völlig aus.
Für eine klassischere Palette reduziere ich oft störende Blau-, Aqua- oder Grüntöne und lasse die Haut etwas ruhiger werden. Ich entsättige aber nicht blind das ganze Bild. Eine gute reduzierte Palette braucht immer noch lebendige Farbbeziehungen.
5. Lokale Masken verwenden
Camera Raw kann Personen erkennen und getrennte Masken für Haut, Haare, Augen, Zähne oder Kleidung erzeugen. Das ist praktisch, aber keine Aufforderung, jede Zone aufzublasen. Ich verwende Masken vor allem, um:
das Gesicht gegenüber dem Hintergrund leicht zu führen
zu helle Hände an das Gesicht anzugleichen
Haare minimal zu öffnen oder abzudunkeln
den Hintergrund ruhiger und weniger detailreich zu machen
die Blickführung bereits grob anzulegen
Masken müssen weich ineinandergreifen. Wenn das Model nach der Bearbeitung wie ausgeschnitten vor dem Hintergrund steht, ist der malerische Eindruck sofort weg.
6. Textur, Klarheit und Schärfung zurückhalten
Zu viel Klarheit macht Haut hart und metallisch. Zu viel negative Klarheit produziert Wachs. Ich verwende diese Regler vorsichtig und lokal.
Die Ausgangsschärfung dient nur der sauberen RAW-Entwicklung. Die endgültige Schärfung kommt am Schluss und wird auf Ausgabegröße und Medium abgestimmt.
7. Als Smartobjekt öffnen
Mit gedrückter Umschalttaste wird aus „Bild öffnen“ in Camera Raw „Objekt öffnen“. Dadurch landet die RAW-Entwicklung als Smartobjekt in Photoshop und kann später per Doppelklick erneut angepasst werden.
Ich arbeite außerdem möglichst in 16 Bit pro Kanal. Photoshop speichert damit deutlich mehr Tonwert- und Farbinformation als in 8 Bit pro Kanal. Gerade bei starken Kurven, weichen Verläufen und Farblooks hilft das gegen sichtbare Abrisse. Der Wechsel erfolgt über Bild > Modus > 16-Bit-Kanal. Für die endgültige Web-Ausgabe wird später ohnehin eine 8-Bit-Kopie erzeugt.
Der Ebenenaufbau in Photoshop
Ein malerischer Look besteht aus vielen kleinen Entscheidungen. Deshalb braucht die Datei eine verständliche Struktur. Meine Gruppen können zum Beispiel so aussehen:
00 RAW / Grundbild
01 Retusche
02 Licht und Form
03 Malerische Bearbeitung
04 Farbe
05 Texturen
06 Finale Schärfe und Ausgabe
Ich arbeite mit Einstellungsebenen, Masken, Smartobjekten und separaten Retuscheebenen. Adobe empfiehlt genau solche Methoden für eine nicht-destruktive Bearbeitung: Einstellungsebenen verändern Farbe und Tonwerte ohne permanente Pixeländerung; Smartfilter und Masken bleiben nachträglich editierbar.
Nicht-destruktiv heißt nicht, dass ich niemals eine Pixelebene verwenden darf. Beim Mixer-Pinsel oder bei manueller Retusche brauche ich sie. Es heißt nur, dass ich nicht planlos alles in eine einzige Ebene einbrenne.
Schritt 1 in Photoshop: sauber retuschieren, aber nicht sterilisieren
Zuerst entferne ich Dinge, die eindeutig stören:
einzelne Pickel und temporäre Hautunreinheiten
Staub, Fussel und Flecken auf Kleidung oder Hintergrund
störende Härchen
Sensorflecken
kleine Ablenkungen am Bildrand
Dafür eignen sich Reparaturpinsel, Bereichsreparatur oder Kopierstempel auf einer leeren Ebene mit aktivierter Aufnahme der darunterliegenden Ebenen.
Permanente Merkmale, Poren, Falten und individuelle Strukturen gehören grundsätzlich zur Person. Ich reduziere nur, was im Licht übertrieben hart wirkt. Ein malerisches Porträt darf idealisiert sein, aber es soll nicht wie eine Kunststofffigur aussehen.
Frequenztrennung: möglich, aber nicht als Dampfwalze
Frequenztrennung kann helfen, Farbe und Struktur getrennt zu korrigieren. Sie ist aber nicht automatisch hochwertig. Wird auf der niedrigen Frequenz alles glattgebügelt, entstehen fleckige, wachsartige Flächen. Wird auf der hohen Frequenz zu viel gestempelt, wiederholt sich Hautstruktur sichtbar.
Ich setze Frequenztrennung deshalb nur lokal und zurückhaltend ein. Für die eigentliche Formgebung ist Dodge & Burn meistens wichtiger.
Schritt 2: Licht und Volumen mit Dodge & Burn modellieren
Hier entsteht ein großer Teil des malerischen Eindrucks. Dodge & Burn bedeutet, ausgewählte Bereiche aufzuhellen und abzudunkeln. Es geht nicht nur um Hautretusche, sondern um Lichtführung.
Ich trenne zwei Aufgaben:
Lokales Dodge & Burn
Damit gleiche ich kleine Helligkeitsunterschiede aus:
dunkle Flecken in der Haut
helle Punkte, die zu stark springen
unruhige Übergänge
kleine Schatten unter Augen oder um den Mund
Globales Dodge & Burn
Damit forme ich das gesamte Gesicht und die Blickführung:
Stirn, Wangenknochen, Nasenrücken und Kinn gezielt führen
Schattenseite verdichten
Hände und Dekolleté an das Gesicht anpassen
Kleidung in die Komposition einordnen
Hintergrund an den Rändern zurücknehmen
Ein einsteigerfreundlicher Aufbau besteht aus zwei Gradationskurven: eine hellere, eine dunklere. Beide Masken werden zunächst schwarz gefüllt. Mit einem weichen weißen Pinsel, niedriger Deckkraft und geringem Fluss male ich die Wirkung langsam ein.
Ich zoome regelmäßig heraus. Bei 200 Prozent kann man eine Wange stundenlang perfektionieren und gleichzeitig das ganze Gesicht ruinieren. Die Form muss in der Gesamtansicht funktionieren.
Schritt 3: eine kontrollierte Farbpalette aufbauen
Der „Alte-Meister-Look“ ist kein brauner Farbfilter. Entscheidend ist, wie Schatten, Mitteltöne und Lichter farblich miteinander verbunden sind.
Verlaufsumsetzung
Eine Verlaufsumsetzung ordnet den Helligkeitswerten des Bildes definierte Farben zu: Schatten erhalten die linke Farbe, Mitteltöne die mittleren Farben und Lichter die rechte Farbe. Adobe beschreibt genau diese Zuordnung in der offiziellen Photoshop-Dokumentation.
Für ein klassisches Porträt kann eine sehr dezente Verlaufsumsetzung zum Beispiel enthalten:
tiefes Braun, Oliv oder gedämpftes Blau in den Schatten
warme, erdige Mitteltöne
cremefarbene oder leicht goldene Lichter
Die Ebene wird meist mit geringer Deckkraft eingesetzt, häufig in den Modi Weiches Licht, Farbe oder Normal. Welcher Modus funktioniert, hängt vom Bild ab. Wenn man den Effekt als Effekt erkennt, ist er wahrscheinlich zu stark.
Farbbalance, Selektive Farbkorrektur und Kurven
Mit Farbbalance lassen sich Schatten, Mitteltöne und Lichter getrennt verschieben. Die Selektive Farbkorrektur ist nützlich, um Schwarz-, Neutral- und Hauttöne präziser zu steuern. Einzelne RGB-Kurven können ebenfalls Farbe in bestimmte Tonwertbereiche bringen.
Ich versuche, mit wenigen Ebenen eine klare Palette zu bauen. Zehn LUTs übereinander ergeben keine Tiefe, sondern meistens Farbsuppe.
Schritt 4: der Mixer-Pinsel, jetzt wird tatsächlich gemalt
Der Mixer-Pinsel ist für diesen Look wesentlich interessanter als der Ölfarbfilter. Laut Adobe simuliert er das Mischen von Farben auf der Leinwand, die Farbaufnahme durch den Pinsel und unterschiedliche Feuchtigkeit. Er kann Farben aus allen sichtbaren Ebenen aufnehmen und auf einer eigenen Ebene verarbeiten.
Ein brauchbarer Start für Einsteiger
Ich lege eine neue leere Ebene an, aktiviere beim Mixer-Pinsel Alle Ebenen aufnehmen und beginne ungefähr mit:
Feuchtigkeit: 10 bis 25 Prozent
Auftrag: 5 bis 20 Prozent
Mischung: 70 bis 90 Prozent
Fluss: 5 bis 15 Prozent
Pinsel automatisch nach jedem Strich reinigen
Diese Werte sind nur ein Startpunkt. Größe, Auflösung, Motiv und Pinselspitze verändern das Verhalten deutlich.
So führe ich die Pinselstriche
Ich male nicht kreuz und quer über das Bild. Die Striche folgen der Form:
rund um Stirn und Schädel
entlang der Wangenform
in Wuchsrichtung der Haare
entlang von Falten und Stoffbahnen
in größeren Bewegungen durch den Hintergrund
Zuerst arbeite ich mit größeren Pinseln an großen Flächen. Kleine Pinsel kommen erst später. Wer sofort mit einem winzigen Pinsel beginnt, kopiert nur Fotodetails nach und verliert die große Form.
Wo ich kaum oder gar nicht male
Iris und Pupille
Lidkante
wichtige Wimpern
Nasenlöcher
klare Lippenkante an ausgewählten Stellen
Schmuckdetails, wenn sie den Blick führen
Diese Bereiche halten die fotografische Glaubwürdigkeit und die Identität. Ich kann sie später leicht in den Look einbinden, aber ich verschmiere sie nicht.
Hintergrund und Kleidung dürfen freier werden
Im Hintergrund kann ich deutlich großzügiger arbeiten. Dort dürfen Striche, vereinfachte Farbflächen und leichte Unregelmäßigkeiten sichtbar sein. Kleidung eignet sich ebenfalls gut, weil Stofffalten natürliche Pinselrichtungen vorgeben.
Im Gesicht arbeite ich kontrollierter. Der Übergang zwischen Fotografie und Malerei soll nicht als Grenze sichtbar werden.
Schritt 5: Kanten steuern statt alles weichzuzeichnen
Kantenführung ist einer der wichtigsten und am häufigsten übersehenen Punkte. Ein Foto zeigt zunächst sehr viele gleichwertige Konturen. Ein Gemälde entscheidet stärker, welche Kante trägt und welche in der Umgebung verschwindet.
weiche oder verlorene Kanten: Schattenseite des Gesichts, Haare im Hintergrund, Schulter, dunkle Kleidung
Die weichen Übergänge lassen sich mit vorsichtiger Pinselarbeit, einer maskierten Weichzeichnung oder sanfter Tonwertangleichung herstellen. Wichtig ist, nicht einfach die gesamte Person weichzuzeichnen.
Sfumato bedeutet keine allgemeine Unschärfe. Es bedeutet einen graduellen Übergang ohne harte Umrisslinie. Genau deshalb kann eine Gesichtshälfte klar lesbar bleiben, während die andere fast mit dem Hintergrund verschmilzt.
Schritt 6: Textur hinzufügen, ohne das Bild zu tapezieren
Eine fotografierte oder gescannte Leinwand-, Papier- oder Putzstruktur kann den Look unterstützen. Sie darf aber nicht wie eine gleichmäßig darübergelegte Tapete wirken.
Ein sinnvoller Ablauf:
Textur als eigene Ebene platzieren.
Größe und Richtung an das Bild anpassen.
Mischmodus testen, häufig Weiches Licht, Ineinanderkopieren oder Multiplizieren.
Deckkraft stark reduzieren.
Mit einer Maske aus Augen, Lippen und wichtigen Hautpartien teilweise herausnehmen.
Mit „Mischen, wenn“ beziehungsweise Blend If auf bestimmte Tonwertbereiche begrenzen.
Auf hellen Hautstellen kann eine starke Leinwandstruktur schnell schmutzig aussehen. Im Hintergrund und in dunkler Kleidung darf sie sichtbarer sein.
Textur ist die letzte zehnprozentige Verbindung, nicht der Ersatz für Licht und Form.
Schritt 7: Tiefe durch kontrollierte Schärfe
Nach Pinselarbeit und Textur braucht das Bild eine neue Schärfehierarchie. Ich schärfe nicht die komplette Datei gleich stark.
Wichtige Bereiche:
vorderes Auge
Lidkante und ausgewählte Wimpern
Mund oder ein bestimmtes Schmuckdetail
einzelne Haarsträhnen im Licht
Ruhiger bleiben:
Hintergrund
Schattenseite
weniger wichtige Kleidung
Hautflächen ohne Blickfunktion
Für die lokale Schärfung eignen sich Hochpass, Unscharf maskieren oder Camera Raw als Smartfilter. Die Wirkung wird über eine Maske auf die entscheidenden Stellen begrenzt.
Ganz am Ende kontrolliere ich das Bild sowohl bei 100 Prozent als auch klein in der Gesamtansicht. Der Look muss in beiden Größen funktionieren.
Der komplette Workflow in zwölf Schritten
Wer den ganzen Prozess als klare Reihenfolge braucht, kann so arbeiten:
Bildidee, Referenzen und Farbpalette festlegen.
Gerichtetes Hauptlicht mit klarer Licht- und Schattenseite aufbauen.
Im RAW-Format sauber belichten und Spitzlichter kontrollieren.
Profil, Weißabgleich und Grundtonwerte in Camera Raw festlegen.
Farben reduzieren und lokale Masken dezent einsetzen.
Als 16-Bit-Smartobjekt in Photoshop öffnen.
Störungen auf separaten Ebenen retuschieren.
Mit lokalem und globalem Dodge & Burn Form und Licht modellieren.
Mit wenigen Einstellungsebenen eine geschlossene Farbpalette bauen.
Mit dem Mixer-Pinsel ausgewählte Flächen und Übergänge malerisch bearbeiten.
Kantenhierarchie und Textur gezielt gestalten.
Lokal schärfen, in Ausgabegröße kontrollieren und für Web oder Druck exportieren.
Typische Fehler und warum sie den Look zerstören
Der Ölfarbfilter macht die ganze Arbeit
Er kann als kleine Zutat funktionieren, aber nicht als Fundament. Gleichförmige Filterstrukturen ignorieren Gesicht, Form und Blickführung.
Das Ausgangslicht ist frontal und flach
Dann fehlt die tonale Modellierung. Photoshop kann Schatten hinzufügen, aber echtes gerichtetes Licht wirkt glaubwürdiger und ist wesentlich leichter zu bearbeiten.
Jede Hautstelle wird glatt
Glatte Haut ist nicht automatisch malerisch. Ohne Mikrostruktur wirkt das Gesicht wie Kunststoff.
Überall liegt dieselbe Textur
Dadurch verlieren wichtige Bereiche ihre Präzision. Eine Struktur muss maskiert und in ihrer Stärke variiert werden.
Alles wird gleich scharf oder gleich weich
Beides zerstört die Hierarchie. Malerische Bilder leben von unterschiedlichen Kanten und Detailstufen.
Die Schatten werden in Camera Raw komplett geöffnet
Damit verschwindet die Lichtidee. Dunkelheit ist Teil der Komposition.
Zu viele Farblooks werden kombiniert
Mehr LUTs bedeuten nicht mehr Tiefe. Eine gute Palette ist begrenzt und nachvollziehbar.
Mixer-Pinsel ohne Formverständnis
Willkürliche Pinselbewegungen verschmieren das Gesicht. Striche müssen Volumen, Haarwuchs, Stoff und Bewegungsrichtung unterstützen.
Was Einsteiger wirklich brauchen
Für den Anfang ist kein riesiges Studio notwendig. Ein sinnvoller Minimalaufbau besteht aus:
Kamera mit RAW-Aufnahme
Porträtobjektiv
einem Blitz oder einer guten Dauerlichtquelle
Softbox oder Octabox
weißem Reflektor
schwarzer Fläche für Negativaufhellung
neutralem oder dunklem Hintergrund
Graukarte
Photoshop mit Camera Raw
Grafiktablett als sehr hilfreiche, aber nicht zwingende Ergänzung
Ein Grafiktablett macht Dodge & Burn und Mixer-Pinsel deutlich angenehmer, weil Druck und Bewegung natürlicher gesteuert werden können. Man kann mit der Maus beginnen. Spätestens bei feiner Pinselarbeit wird die Maus aber ungefähr so elegant wie ein Backstein.
Mein Fazit
Ein wirklich malerisches Porträt entsteht nicht durch einen einzelnen Filter. Es entsteht durch eine Kette von Entscheidungen:
Licht formt das Gesicht. Tonwerte bauen Volumen. Farbe schafft Zusammenhalt. Kanten führen den Blick. Pinselspuren und Texturen geben der Oberfläche Charakter.
Photoshop soll das Foto dabei nicht vernichten, sondern weiterdenken. Die stärksten Ergebnisse behalten die Präzision einer Fotografie dort, wo sie wichtig ist, und erlauben sich malerische Freiheit dort, wo sie Atmosphäre schafft.
Wer diesen Prozess zum ersten Mal ausprobiert, sollte nicht sofort fünf Stunden lang jedes Haar bearbeiten. Ein ruhiges Porträt, eine Lichtquelle, ein dunkler Hintergrund und eine begrenzte Farbpalette reichen vollkommen. Wenn Licht und Form stimmen, kann selbst eine relativ einfache Bearbeitung hochwertig wirken. Wenn beides nicht stimmt, wird auch der siebente Kunstfilter das Bild nicht retten.
Faktencheck
RAW bleibt flexibel: Adobe bestätigt, dass Camera-Raw-Anpassungen die ursprünglichen RAW-Daten erhalten und separat als Metadaten gespeichert werden.
Camera Raw und Lightroom nutzen dieselbe Verarbeitungstechnologie: Dadurch sind die Entwicklungsresultate grundsätzlich kompatibel, sofern die Metadaten korrekt ausgetauscht werden.
Smartobjekte und Einstellungsebenen unterstützen eine nicht-destruktive Arbeitsweise: RAW-Einstellungen, Masken und Smartfilter bleiben nachträglich bearbeitbar.
16 Bit speichert mehr Farbinformation als 8 Bit: Das ist besonders bei starken Tonwert- und Farbkorrekturen sowie weichen Verläufen sinnvoll.
Der Mixer-Pinsel mischt vorhandene und geladene Farbe: Die Regler für Feuchtigkeit, Auftrag und Mischung steuern sein Verhalten; „Alle Ebenen aufnehmen“ ermöglicht die Arbeit auf einer separaten Ebene.
Verlaufsumsetzungen ordnen Farben nach Helligkeitswerten zu: Schatten, Mitteltöne und Lichter können damit in eine gemeinsame Palette gebracht werden.
Rembrandt-Licht ist durch ein Lichtdreieck auf der abgewandten Wange gekennzeichnet: Die Lichtquelle wird dafür erhöht und seitlich positioniert.
Chiaroscuro und Sfumato sind nicht dasselbe: Chiaroscuro arbeitet mit deutlichen Hell-Dunkel-Kontrasten, Sfumato mit weichen, rauchigen Tonwertübergängen ohne harte Kontur.
Alle Links und fachlichen Kernaussagen wurden am 24. Juli 2026 geprüft.
Transparenzhinweis
Dieser Fachartikel basiert auf fotografischer und bildbearbeiterischer Fachpraxis sowie aktueller Quellenrecherche. Bei Recherche, Faktenprüfung und Ausformulierung wurde KI unterstützend eingesetzt. Die inhaltliche Einordnung, Auswahl und redaktionelle Verantwortung liegen bei BROWNZ.
Von der Meisterwerkstatt über Photoshop bis zum generativen Modell: Was Aneignung, Montage und maschinelles Training voneinander unterscheidet – und welche Regeln Kreative jetzt wirklich brauchen.
Von BROWNZ Art · Fachartikel · Rechts- und Quellenstand: 23. Juli 2026
Die KI hat den Bilderklau nicht erfunden. Sie hat Aneignung industrialisiert, die Herkunft der Vorlagen unsichtbar gemacht und aus einem einzelnen Grenzfall eine skalierbare Wertschöpfungskette gebaut. Genau deshalb reicht der Satz „Künstler haben doch immer voneinander gelernt“ heute nicht mehr aus.
Worum es hier wirklich geht
Ich arbeite seit Jahrzehnten mit Bildern. Deshalb halte ich nichts von zwei bequemen Erzählungen. Die erste lautet, KI habe den Bilderklau erfunden. Die zweite lautet, Künstler hätten schon immer voneinander gelernt und deshalb sei heute praktisch jede Übernahme erlaubt. Beides ist falsch. Kreative arbeiten mit Referenzen, Texturen, Stockmaterial, Presets, Filtern und Bildideen anderer. Entscheidend ist aber, woher dieses Material stammt, unter welchen Bedingungen es verwendet wird und wer daran verdient.
Trotzdem halte ich eine zentrale Gleichsetzung für falsch: Ein lizenziertes Stockfoto in einer dokumentierten Photoshop-Montage ist nicht dasselbe wie ein Modell, das mit Millionen oder Milliarden öffentlich zugänglicher Dateien trainiert wurde. Beides nutzt Vorhandenes. Aber Herkunft, Erlaubnis, Nachweisbarkeit, Geschwindigkeit, Marktwirkung und Machtverteilung sind grundverschieden.
Der entscheidende Satz lautet daher nicht: „Kopieren gab es immer.“ Der entscheidende Satz lautet: Was wurde übernommen, auf welcher Grundlage, wie deutlich bleibt die Quelle erkennbar, wer verdient daran – und wer kann sich überhaupt wehren?
1. Bilderklau vor dem Computer: Kopieren war Handwerk, Lehre und Geschäft
In den Werkstätten der alten Meister wurde kopiert. Schüler übernahmen Kompositionen, studierten Farbschichten, wiederholten Motive und lernten an vorhandenen Bildern. National-Gallery-Material zur Werkstattpraxis beschreibt das Kopieren ausdrücklich als Methode, mit der Schüler Aufbau und Maltechnik verstanden. Auch Canalettos Neffen kopierten Arbeiten ihres Onkels – und sollten daraus eine eigene künstlerische Persönlichkeit entwickeln.
Das war aber kein romantisches Paradies ohne Regeln. Werkstätten hatten Hierarchien, Auftraggeber, Märkte und Zuschreibungsprobleme. Kopie, Werkstattfassung, Replik und Fälschung waren nicht dasselbe. Entscheidend war schon damals, ob eine Übernahme offen als Studie oder Variante funktionierte – oder ob sie über Herkunft und Autorschaft täuschte.
Für mich liegt hier die erste brauchbare Linie: Lernen an fremden Bildern ist Teil jeder Kunstpraxis. Ein fremdes Werk als eigenes Original auszugeben, war nie dasselbe.
2. Collage und Fotomontage: Der Bilderklau wird sichtbar
Mit Collage und Fotomontage wurde die Übernahme selbst zum Material. Hannah Höch, John Heartfield und andere Dada-Künstler schnitten Fotografien und Druckbilder aus Zeitungen und Magazinen, montierten sie neu und machten daraus politische und gesellschaftliche Aussagen. Das Museum of Modern Art beschreibt diese Praxis als Schneiden, Remixen und Zusammenfügen bereits existierender Medienbilder.
Die Quelle verschwand dabei nicht vollständig. Man sah oft den Bruch, die Kante, den neuen Zusammenhang. Gerade diese Reibung erzeugte Bedeutung. Später machten Pop Art und Appropriation Art die Übernahme noch offensiver. Die Tate definiert Appropriation als Verwendung vorbestehender Objekte oder Bilder mit wenig Transformation.
Das klingt wie eine Freikarte, ist aber keine. Der Fall Andy Warhol Foundation gegen Lynn Goldsmith zeigt das sehr klar. Der US Supreme Court entschied 2023 nicht pauschal über „Warhol gegen Fotografie“, sondern über eine konkrete kommerzielle Lizenzierung des Orange-Prince-Bildes für ein Magazin. Diese Nutzung verfolgte einen ähnlichen Zweck wie Goldsmiths Foto-Lizenzen; beim geprüften Fair-Use-Faktor überwog deshalb Goldsmiths Position. Berühmtheit ersetzt keine Erlaubnis.
3. Photoshop: Die Montage wird schnell, sauber und unsichtbar
Photoshop 1.0 erschien am 19. Februar 1990. Mit Ebenen ab Photoshop 3.0 im Jahr 1994 wurde die digitale Montage zu dem System, das unsere Bildwelt bis heute prägt: Einzelteile konnten getrennt verschoben, maskiert, korrigiert und wieder zusammengesetzt werden. Was früher Schere, Klebstoff, Reprokamera und Retusche brauchte, wurde zur editierbaren Datei.
Damit explodierte auch der klassische digitale Bilderklau: fremde Hintergründe, ungeklärte Texturen, geklaute Rauchwolken, Stockbilder ohne passende Lizenz, Logos, Gesichter und ganze Composings. Viele von uns haben diese Grauzonen gesehen. Manche haben sie ignoriert.
Aber auch hier gilt: Photoshop selbst klaut nichts. Eine Montage kann vollständig aus eigenem, beauftragtem, lizenziertem oder gemeinfreiem Material bestehen. Presets und Filter sind außerdem keine heimlich übernommenen Fotografien, wenn sie rechtmäßig erworben und vertragsgemäß eingesetzt werden. Wer diese Dinge in einen Topf wirft, verwechselt Werkzeug, Quelle und Nutzungsrecht.
4. KI: dieselbe Bildkultur – aber eine andere Maschine
Generative KI steht in derselben langen Kultur des Zitierens, Lernens, Montierens und Umformens. In diesem Sinn ist sie kein Meteorit aus einer fremden Welt. Trotzdem verändert sie die Lage strukturell.
1. Maßstab: Ein Mensch kann hunderte oder tausende Bilder studieren. Ein Modell verarbeitet Datenbestände in einer Größenordnung, die individuelle Kontrolle praktisch ausschließt.
2. Unsichtbarkeit: In einer PSD-Datei lassen sich Quellbilder, Ebenen und Lizenzen dokumentieren. Bei einem generativen Modell ist der Einfluss einzelner Trainingswerke für Nutzer und oft auch für Rechteinhaber kaum nachvollziehbar.
3. Substitution: Das System lernt nicht nur aus kreativen Märkten. Es kann anschließend in genau diesen Märkten Bilder in Sekunden anbieten – als Entwurf, Stockersatz, Kampagnenmotiv oder Stilkopie.
4. Machtgefälle: Ein einzelner Photoshop-Nutzer und ein globaler Modellanbieter verfügen nicht über dieselbe Reichweite, Rechenleistung, Datenkenntnis oder juristische Durchsetzungskraft.
Deshalb reicht mir die Formel „nur Maßstab und Effizienz“ nicht. Wenn sich Maßstab, Transparenz und Marktfolgen gemeinsam verändern, verändert sich auch das Prinzip der Wertschöpfung.
5. Der Name im Prompt: rechtlich nicht automatisch verboten, kreativ trotzdem billig
Eine 2025 veröffentlichte Auswertung von 200 besonders häufig genannten Fotografinnen und Fotografen in Midjourney-Prompts basiert auf einer Analyse von Midlibrary und öffentlich sichtbaren Prompt-Begriffen im Midjourney-Discord. Sie zeigt, dass Nutzer Namen gezielt als Stilabkürzung einsetzen. Sie beweist nicht, welche konkreten Bilder im Training waren, und auch keine Rechtsverletzung in jedem einzelnen Output.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Ein allgemeiner Stil oder eine Technik ist im Urheberrecht normalerweise nicht als isoliertes Monopol geschützt. Geschützt ist die konkrete Ausdrucksform eines Werkes, auch in schutzfähigen Teilen. Sobald ein Ergebnis erkennbare Kompositionen, Figuren, Motive oder andere individuelle Gestaltungselemente übernimmt, kann die Beurteilung anders ausfallen. Zusätzlich können Persönlichkeits-, Marken- und Lauterkeitsrechte relevant werden.
Mein persönlicher Maßstab ist strenger als das gesetzliche Minimum: Ich verwende die Namen lebender Künstler nicht als Stilknopf. Wenn ich eine Bildsprache analysiere, übersetze ich sie in Licht, Brennweite, Farbdramaturgie, Material, Komposition und Erzählhaltung. Das zwingt mich zu einer eigenen Entscheidung, statt nur einen Namen einzugeben.
6. Was Foren zeigen – und was sie nicht beweisen
In Künstler- und Fotoforen wiederholen sich seit Jahren dieselben drei Konflikte: fehlende Zustimmung zum Training, die gezielte Imitation lebender Künstler und die Forderung nach klarer Kennzeichnung. Gleichzeitig gibt es Kreative, die KI als neues Medium akzeptieren – vorausgesetzt, Datenbasis und Einsatz sind nachvollziehbar.
Diese Diskussionen sind keine Rechtsquellen. Sie sind aber ein brauchbares Stimmungsbild. Interessant ist, dass selbst viele technikoffene Stimmen nicht „alles frei“ fordern, sondern lizenzierte oder gemeinfreie Trainingsdaten, Offenlegung und eine erkennbare menschliche Bearbeitung. Der eigentliche Graben verläuft deshalb weniger zwischen analog und digital als zwischen transparenter und intransparenter Nutzung.
7. Die Rechtslage in Österreich und der EU: vier Punkte, die man nicht vermischen darf
Schutz entsteht durch menschliche Schöpfung
Das österreichische Urheberrechtsgesetz schützt „eigentümliche geistige Schöpfungen“. Urheber ist, wer das Werk geschaffen hat. Bei KI-gestützten Arbeiten kommt es daher darauf an, welche eigenen, nachvollziehbaren kreativen Entscheidungen der Mensch im Ergebnis verkörpert hat. Ein bloß automatisch erzeugtes Ergebnis macht die Software nicht zum Urheber.
Remix ist keine pauschale Ausnahme
Zitat, Karikatur, Parodie und Pastiche können Nutzungen erlauben, aber nur unter den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen. Österreichs Pastiche-Regel in § 42f Abs. 2 UrhG ist zudem an Nutzungen auf großen Online-Plattformen gekoppelt. Daraus folgt keine allgemeine Erlaubnis, jedes fremde Bild beliebig zu remixen und kommerziell zu veröffentlichen.
Text- und Data-Mining ist an Bedingungen geknüpft
Artikel 4 der EU-Richtlinie 2019/790 und § 42h UrhG erlauben Text- und Data-Mining unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu gehören rechtmäßiger Zugang und – bei der allgemeinen Ausnahme – das Fehlen eines wirksamen Nutzungsvorbehalts. Für online veröffentlichte Inhalte soll dieser Vorbehalt maschinenlesbar erfolgen. Bildrecht hat für das von ihr vertretene Repertoire einen solchen Vorbehalt erklärt.
Der AI Act schafft Transparenzpflichten, aber keine Generalerlaubnis
Für Anbieter von General-Purpose-AI-Modellen gelten seit 2. August 2025 unter anderem Pflichten zu Copyright-Compliance und Transparenz; die EU verlangt außerdem öffentliche Zusammenfassungen der Trainingsinhalte. Die Transparenzregeln für bestimmte KI-generierte oder manipulierte Inhalte treten am 2. August 2026 in Anwendung. Der AI Act entscheidet aber nicht pauschal, ob jedes Training urheberrechtlich erlaubt ist, und er löst auch die Vergütungsfrage nicht automatisch.
8. Warum technische Nachweise allein keine gerechte Abrechnung schaffen
Die Idee klingt verführerisch: Man analysiert ein KI-Bild, berechnet Ähnlichkeiten zu vorhandenen Werken und verteilt danach automatisch Anerkennung oder Geld. Für eine grobe Suche nach auffälligen Übereinstimmungen kann das nützlich sein. Als Beweis für einen exakt bezifferbaren kreativen Anteil reicht es nicht.
Ähnlichkeit ist nicht dasselbe wie Herkunft, Kausalität oder Rechtslage. Ein System kann feststellen, dass sich zwei Bilder visuell stark ähneln. Daraus folgt noch nicht, dass ein bestimmtes Werk nachweisbar im Training enthalten war, welchen Einfluss es auf das Ergebnis hatte oder ob eine zulässige Nutzung, eine Lizenz oder eine Rechtsverletzung vorliegt. Generatives Training ist kein sauberer Stammbaum, bei dem jedes Pixel zu einem einzelnen Vorfahren zurückführt.
Auch eine Blockchain löst dieses Problem nicht automatisch. Sie kann eine Angabe dauerhaft speichern, aber nicht prüfen, ob die Angabe ursprünglich richtig war. Eine faire Lösung braucht deshalb mehrere Ebenen: nachvollziehbare Datenquellen, unabhängige Audits, wirksame Nutzungsvorbehalte, kollektive Lizenzmodelle und klare Beschwerdewege. Technik kann diese Struktur unterstützen. Sie darf aber nicht so tun, als könne ein Prozentwert die gesamte künstlerische und rechtliche Verantwortung ausrechnen.
9. Was stattdessen praktisch funktioniert
Lizenzierte, eigene und gemeinfreie Datensätze als klar ausgewiesene Modellgrundlage.
Maschinenlesbare Nutzungsvorbehalte, die Anbieter tatsächlich respektieren.
Öffentliche, verständliche Zusammenfassungen der Trainingsquellen und Datenkategorien.
Prüfbare Beschwerde-, Auskunfts- und Entfernungsmöglichkeiten für Rechteinhaber.
Kollektive Lizenzmodelle dort, wo individuelle Verhandlungen realistisch nicht skalieren.
Provenienzstandards wie C2PA/Content Credentials für Entstehung und Bearbeitung fertiger Dateien.
C2PA ist dabei kein Wahrheitsautomat und kein Ersatz für Lizenzierung. Der Standard kann signierte Herkunfts- und Bearbeitungsinformationen an eine Datei binden. Das hilft bei Nachvollziehbarkeit. Es beweist aber weder die Wahrheit eines Bildinhalts noch die Rechtmäßigkeit sämtlicher Trainingsdaten. Genau diese Nüchternheit brauchen wir.
10. Mein Arbeitsstandard für Bilder mit KI-Anteil
Ich lade nur Referenzmaterial hoch, an dem ich die nötigen Rechte habe.
Ich dokumentiere Ausgangsbilder, Lizenzen, Prompts, Varianten und wesentliche Bearbeitungsschritte.
Ich beschreibe Bildsprachen fachlich, statt lebende Künstler als Stilabkürzung zu benutzen.
Ich prüfe Outputs auf erkennbare Logos, Figuren, Kompositionen und andere geschützte Elemente.
Ich veröffentliche keine fragwürdige Übernahme nur deshalb, weil ein Generator sie technisch ausgeben konnte.
Ich kennzeichne synthetische oder wesentlich KI-bearbeitete Inhalte dort, wo Kontext und Rechtslage es verlangen.
Ich behandle KI als Werkzeug innerhalb einer menschlich verantworteten Arbeit – nicht als Haftungsausrede.
Fazit: Nicht alles, was zitiert, ist Diebstahl. Nicht alles, was generierbar ist, ist fair.
Kunst war nie frei von Aneignung. Ohne Kopie, Variation, Zitat, Collage und Widerspruch gäbe es große Teile unserer Bildgeschichte nicht. Wer so tut, als hätte jeder Künstler immer nur aus sich selbst geschöpft, erzählt ein Märchen.
Das Gegenmärchen lautet, dass deshalb jedes digitale Bild automatisch Trainingsmaterial und jede Stilkopie automatisch Fortschritt sei. Auch das ist falsch.
Die KI zwingt uns nicht, Kreativität neu zu erfinden. Sie zwingt uns, Verantwortung endlich genauer zu definieren. Entscheidend ist nicht, ob ein Werkzeug „gelernt“ hat. Entscheidend ist, ob eine Wertschöpfungskette menschliche Arbeit respektiert, Quellen nachvollziehbar macht, Rechte ernst nimmt und denjenigen eine Stimme gibt, aus deren Werk sie entsteht.
Meine Position ist daher klar: Ich bin nicht gegen KI. Ich bin gegen die bequeme Behauptung, dass technische Möglichkeit bereits kreative und rechtliche Legitimität bedeutet.
Rechtlicher Hinweis
Dieser Artikel bietet eine fachliche und künstlerische Einordnung mit Schwerpunkt Österreich und EU. Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei konkreten Veröffentlichungen, Lizenzen oder Streitfällen sollte eine auf Urheberrecht spezialisierte Rechtsberatung einbezogen werden.
Transparenzhinweis
Dieser Fachartikel basiert auf meiner redaktionellen Konzeption, Quellenbewertung und Haltung als BROWNZ Art. Für Recherche, Strukturierung und sprachliche Ausarbeitung wurde KI unterstützend eingesetzt. Inhalt, Position und Schlussredaktion wurden menschlich geprüft.
Die Links führen zu den für diesen Artikel geprüften Primärquellen, offiziellen Rechtsinformationen, Fachbeiträgen und beispielhaften Forendiskussionen.
Ein handgemaltes BROWNZ-Unikat – exklusiv bei Toni’s Schreiberei in Linz
Ein Bild. Ein Ort. Eine Chance. KEEP MOVING ist vollständig von Hand mit Acryl- und Ölfarben gemalt. Ein einziges Original, nur einmal verfügbar – und aktuell ausschließlich bei Toni’s Schreiberei in der Bischofstraße 3 in Linz zu sehen und zu erwerben.
KEEP MOVING hängt direkt im Schaufensterbereich von Toni’s Schreiberei in Linz.
KEEP MOVING ist da – und zwar genau einmal
Mein neuer Original-Drop KEEP MOVING hängt jetzt bei Toni’s Schreiberei in Linz. Du kannst dir das Werk dort in Ruhe ansehen, seine Oberfläche aus der Nähe erleben – und es genau dort erwerben.
Das Entscheidende ist in zehn Sekunden verstanden: Es gibt kein zweites Exemplar. Kein Print. Keine Edition. Kein späteres Nachlegen. Dieses Bild ist ein komplettes Einzelstück und nur ein einziges Mal genau an diesem Ort erhältlich.
Wer KEEP MOVING sammelt, nimmt also nicht irgendeine Reproduktion mit nach Hause, sondern genau die Leinwand, an der ich gearbeitet habe. Mit ihren Schichten, Linien, kleinen Unregelmäßigkeiten und Spuren der Handarbeit. Genau darum geht es.
THE RAW ORIGINALS: keine Abkürzung, keine Kopie
KEEP MOVING gehört zu THE RAW ORIGINALS – meiner Serie für rein handgemachte Brownz-Art-Arbeiten.
Keine Synthografie.
Kein Fine-Art-Print.
Keine fotografische Basis.
Nur Leinwand, Acryl- und Ölfarbe, Handarbeit und Haltung.
Die bekannte Pop-Ikone kommt hier nicht glatt, steril oder industriell daher. Die Figur steht auf einer sichtbar aufgebauten, hellen Fläche. Schwarz, Rot, Gelb und ein kleiner blauer Akzent treffen auf eine raue Oberfläche. Das Motiv bleibt sofort lesbar, aber das Bild trägt meinen Strich, meinen Rhythmus und meine Materialspuren.
Ein früheres vollständig handgemaltes Snoopy-Unikat ist längst verkauft. Genau so sind diese Arbeiten gedacht: Sie entstehen einmal, wechseln in eine Sammlung – und sind dann weg.
Making-of: vom schnellen Entwurf zur fertigen Leinwand
Die Making-of-Aufnahmen zeigen den Weg sehr klar. Nicht als perfektes Studio-Märchen, sondern so, wie das Bild tatsächlich entstanden ist: Schritt für Schritt, Schicht für Schicht.
1. Die Idee zuerst
Am Anfang steht die kleine Skizze. Haltung, Bewegung und die großen Formen werden festgelegt, bevor sie auf die vorbereitete Leinwand übersetzt werden.
Der ursprüngliche Entwurf vor der hell grundierten Leinwand.
2. Der Untergrund wird zum Teil des Bildes
Die Leinwand bekommt keine klinisch glatte Fläche. Die helle Grundierung wird sichtbar aufgebaut und strukturiert. Dadurch fängt die Oberfläche später Licht und Schatten – und das Original wirkt aus jedem Winkel etwas anders.
Die strukturierte Grundierung: bereits hier beginnt die Handschrift des Originals.
3. Freie Linie statt digitaler Umweg
Danach kommt die Zeichnung direkt auf die Leinwand. Die Kontur definiert Bewegung und Charakter, ohne die handgemachte Energie zu glätten.
Die schwarze Kontur legt Figur, Bewegung und Proportionen fest.
4. Schwarz setzt die Figur, Farbe gibt den Takt
Die schwarzen Flächen werden aufgebaut, danach folgen Rot, Gelb und der kleine blaue Herz-Akzent bei der Signatur. Aus dem Entwurf wird ein körperliches Bild mit sichtbaren Pinselschichten.
Zwischenstand: Schwarz und Weiß stehen, bevor die starken Farbakzente dazukommen.
Das fertige Werk im Laden: Struktur, Farbe und Handarbeit bleiben aus der Nähe sichtbar.
Der Proof of Artist gehört dazu
Zum Werk gehört der originale Proof of Artist. Er wurde von mir angefertigt, bezeichnet das Werk als KEEP MOVING und begleitet genau dieses Einzelstück. Auch die Rückseite der Leinwand ist von Hand markiert, signiert und datiert.
Damit bleibt nicht nur das Bild selbst, sondern auch seine Entstehung und Zuordnung persönlich nachvollziehbar.
Rückseite der Leinwand: handschriftlich markiert, signiert und datiert.
Der handgefertigte Proof of Artist zu KEEP MOVING.
Warum Toni’s Schreiberei genau der richtige Ort ist
Toni’s Schreiberei ist kein anonymer Verkaufsraum und kein austauschbarer Kettenladen. Der Shop in der Linzer Bischofstraße setzt auf ausgesuchte Dinge, Farbe und Persönlichkeit. Genau deshalb passt KEEP MOVING dort hin.
Die auffallend blaue Fassade sieht man schon von der Straße. Drinnen ist das Sortiment klar und farblich kuratiert. Laut Visit Linz reicht die Auswahl von Notizblöcken, Kalendern und hochwertigen Fotoalben bis zu Post-its, Spielblöcken und Geburtstagskarten. Die Donauregion beschreibt das Geschäft als Adresse für Papeterie und Schreibwaren mit Liebe zum Detail und hochwertigen Produkten.
Eröffnet wurde Toni’s Schreiberei 2025 von Anton Sigl. Nach Toni & Loni und Unsere Liebelei ist es sein drittes Linzer Geschäft. Das Konzept ist bewusst breit gedacht: Schreibsachen für Kinder und Erwachsene, schöne Geschenke und Produkte, die nicht bloß Regale füllen sollen.
„Meine Dinge braucht man nicht zum Überleben – aber um schöner zu leben.“ – Anton Sigl, zitiert von Visit Linz
Das trifft auch den Gedanken hinter einem Original: Man braucht Kunst nicht zum Überleben. Aber ein gutes Bild verändert einen Raum, eine Stimmung und manchmal den ganzen Blick auf den Alltag.
KEEP MOVING ist nur dort erhältlich. Wenn dich das Bild anspricht, schau persönlich vorbei. Sieh dir die Struktur, die Pinselschichten und die Farben im Original an. Frag direkt vor Ort nach dem Werk. Wenn es verkauft ist, ist es weg.
Toni’s Schreiberei Bischofstraße 3 4020 Linz
Öffnungszeiten laut Visit Linz und Donauregion (Stand 21. Juli 2026): Montag bis Freitag 10:00–18:00 Uhr, Samstag 10:00–17:00 Uhr. Sonntag und Feiertag geschlossen.
Weitere BROWNZ-Arbeiten und der Collector Catalogue
KEEP MOVING ist der aktuelle handgemalte RAW-Drop in Toni’s Schreiberei. Weitere Originale, verfügbare Arbeiten und bereits gesammelte Werke findest du in meiner Online-Galerie. Dort liegt auch der komplette BROWNZ Collector Catalogue als PDF.
Wichtig: Die Verfügbarkeit ändert sich. Manche Arbeiten sind bereits verkauft, andere aktuell anfragbar. Im Zweifel einfach kurz nachfragen.
KEEP MOVING ist ein vollständig handgemaltes Brownz-Art-Unikat aus THE RAW ORIGINALS. Acryl und Öl auf Leinwand. Ein Werk. Ein Proof of Artist. Ein Standort. Ein zukünftiger Besitzer oder eine zukünftige Besitzerin.
Schau vorbei. Sieh es dir an. Wenn es deins ist, wirst du es merken.
Transparenzhinweis
Das Kunstwerk KEEP MOVING selbst ist vollständig handgemalt und enthält keinen KI- oder Synthografie-Anteil. Für Recherche, Strukturierung und sprachliche Ausarbeitung dieses Artikels wurde ChatGPT unterstützend eingesetzt. Auswahl, Werkangaben, Bildmaterial und finale Freigabe liegen bei Brownz.
So baust du den kühlen, analogen High-Fashion-Look in Lightroom und Photoshop nach
Analysiert anhand eines öffentlichen Tutorials von The Curated Lab. Der Clip arbeitet sichtbar in Capture One; hier wird die Methode praxisnah in Adobe Lightroom und Photoshop übersetzt.
Painterly Grunge: So entsteht der kühle Fashion-Look
Dieser Look lebt nicht von einem einzelnen Preset. Er entsteht durch eine kontrollierte Spannung: tiefe, fast tintenschwarze Flächen treffen auf cyan-grüne Schatten, während Haut und wichtige Mitteltöne bewusst wärmer bleiben. Das Ergebnis wirkt zugleich modern, analog, leicht schmutzig und trotzdem hochwertig.
Im analysierten Clip passiert genau das: Die Schwarztöne werden sehr stark abgesenkt, die Schatten deutlich in Richtung Teal geschoben, die Mitteltöne mit einer warmen Gegenfarbe stabilisiert und am Ende mit grobem, unregelmäßigem Korn verdichtet. Der sichtbare Black-Regler liegt im Beispiel bei ungefähr –88. Das ist ein guter Hinweis auf die Richtung, aber kein Wert, den man blind auf jedes Foto kopieren sollte.
Was den Look ausmacht
Dichte, kontrolliert zulaufende Schwarztöne – ohne dass Haare und schwarze Kleidung komplett absaufen.
Kühle Teal- und Cyan-Töne vor allem in Schatten, Hintergrund und neutralen Flächen.
Wärmere, ruhigere Mitteltöne als Gegengewicht; Haut bleibt lebendig und wird nicht türkis.
Leicht raue Mikrokontraste, die Stoff, Haare, Make-up und Kanten stärker zeichnen.
Grobes, unregelmäßiges Korn statt eines feinen, sterilen Digitalrauschens.
WICHTIG Die Werte in diesem Tutorial sind Startpunkte. Belichtung, Hautton, Lichtfarbe und Hintergrund entscheiden, wie stark du jeden Regler einsetzen kannst.
Die Ausgangsdatei
Am einfachsten funktioniert der Look mit einer RAW-Datei, klar gesetztem Licht, neutralem oder grauem Hintergrund und dunkler Kleidung. Gerade harte schwarze Stoffe, glänzende Accessoires und strukturierte Haare profitieren von der Kombination aus kühlen Schatten und rauem Korn.
RAW statt JPEG, wenn möglich.
Keine bereits extrem kontrastreiche Kameravorgabe.
Haut leicht unter der Clipping-Grenze belichten; Highlights nicht ausfressen lassen.
Der Look wirkt besonders gut bei Fashion, Beauty und charakterstarken Porträts.
Teil 1: Der Look in Lightroom
Lightroom erledigt ungefähr 80 Prozent des Looks: Tonwerte, Farbrichtung, lokale Trennung und Korn. Arbeite zuerst global und schütze die Haut erst danach mit Masken.
Schnellstart-Werte
Regler
Startwert
Wirkung
Profil
Adobe Neutral / Camera Neutral
Ruhige Basis mit Reserven
Weißabgleich
5.100–5.400 K, Tonung 0 bis +4
Neutral bis minimal warm
Kontrast
+10 bis +20
Mehr Dichte, noch kontrollierbar
Lichter
–20 bis –35
Haut und Glanzstellen sichern
Tiefen
+5 bis +15
Detail vor dem Schwarzpunkt retten
Weiß
–5 bis –15
Cremigere Highlights
Schwarz
–65 bis –85
Der zentrale Grunge-Impuls
Textur / Klarheit
+15 / +8
Raue, grafische Struktur
Dunst entfernen
+3 bis +7
Mehr Farbdichte
Korn
42 / 34 / 75
Menge / Größe / Unregelmäßigkeit
01 Eine neutrale Basis bauen
Wähle Adobe Neutral oder ein vergleichbar flaches Kameraprofil. Stelle Belichtung und Weißabgleich so ein, dass die Haut glaubwürdig aussieht. Das Bild darf an dieser Stelle ruhig etwas unspektakulär wirken – die Tiefe kommt später.
Ziehe Schwarz deutlich nach links. Beginne bei –65 und arbeite dich langsam bis etwa –85 vor. Im Referenzclip ist ungefähr –88 zu sehen. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern der Punkt, an dem schwarze Kleidung satt wirkt, aber noch Nähte, Falten und Haarstruktur besitzt.
KONTROLLBLICK Aktiviere die Tiefenwarnung. Kleine wirklich schwarze Bereiche sind erwünscht; großflächiges Clipping auf Haut, Haaren oder Kleidung ist es nicht.
03 Die Gradationskurve formen
Setze eine zurückhaltende S-Kurve: Ziehe das untere Viertel leicht nach unten und hebe die oberen Mitteltöne minimal an. Lass den absoluten Schwarzpunkt verankert. So bleibt der Look druckvoll statt milchig. Für cremigere Lichter kannst du den obersten Punkt um zwei bis vier Prozent absenken.
04 Teal in die Schatten geben
Öffne Color Grading. Die Farbrichtung entspricht der sichtbaren Methode im Clip: viel Teal in den Schatten, danach eine warme Gegenbewegung in den Mitteltönen.
Bereich
Einstellung
Ziel
Schatten
Farbton 185 · Sättigung 35 · Luminanz –8
Kühles Petrol/Teal
Mitteltöne
Farbton 35 · Sättigung 12 · Luminanz +3
Warme Haut und Stofftöne
Lichter
Farbton 45 · Sättigung 7 · Luminanz +2
Schmutzig-cremige Highlights
Mischen
40–50
Weicher Übergang
Balance
–20
Mehr Gewicht auf kühlen Schatten
Wenn der Hintergrund zu türkis wird, reduziere zuerst die Schatten-Sättigung. Wenn die Haut grünlich kippt, erhöhe nicht einfach global die Temperatur – schütze die Person mit einer Maske.
05 Farben im Farbmischer beruhigen
Der Look braucht klare Farbfamilien. Gelb und Grün dürfen sich dem Teal annähern; Orange bleibt zurückhaltend warm. Nutze diese Werte als Ausgangspunkt:
Farbe
Farbton
Sättigung
Luminanz
Rot
+5
–10
+5
Orange
–5
–12
+8
Gelb
–35
–40
–5
Grün
+25
–20
–10
Aqua
–20
+15
–10
Blau
–15
–20
–15
06 Haut, Hintergrund und Kleidung getrennt behandeln
Erstelle drei Masken. Je nach Lightroom-Version stehen dir Person, Motiv, Hintergrund und Objektmasken zur Verfügung. Die Bezeichnungen können leicht abweichen.
Person/Haut: Temperatur +4, Tonung +2, Sättigung –4, Textur –8. Auf Augen, Lippen und Haare nicht pauschal weichzeichnen.
Hintergrund: Temperatur –8, Tonung –4, Dunst entfernen +4, Schwarz –8. So konzentriert sich das Teal außerhalb der Haut.
Kleidung/Haare: Textur +15, Klarheit +10, Schwarz –10. Nur verwenden, wenn dort noch Zeichnung vorhanden ist.
07 Das Korn als Gestaltungsmittel einsetzen
Der Clip wählt sichtbar ein grobes „Harsh Grain“. In Lightroom lässt sich das mit einer relativ hohen Unregelmäßigkeit übersetzen: Menge 42, Größe 34, Unregelmäßigkeit 75. Bei hochauflösenden Dateien darf die Größe bis etwa 40 steigen; bei kleinen JPEGs eher bei 25 bis 30 bleiben.
PROFI-TIPP Beurteile Korn immer bei 100 Prozent. In der verkleinerten Vorschau sieht es fast immer schwächer aus als im Export.
08 Schärfen, ohne die Haut zu zerstören
Nutze Betrag 45, Radius 0,8, Detail 30 und Maskieren 70 als Startpunkt. Halte beim Maskieren-Regler Alt/Option gedrückt: Geschärft werden sollen vor allem Kanten, Haare, Augen, Stoff und Accessoires – nicht jede Pore.
Lightroom-only: Wann du hier schon aufhören kannst
Für Social Media, Reportage oder große Serien reicht die Lightroom-Version oft vollständig. Photoshop lohnt sich, wenn du Haut und Hintergrund präziser trennen, einzelne Farbbereiche kontrollieren oder die grafische Mikroschärfe gezielt aufbauen möchtest.
Teil 2: Das professionelle Photoshop-Finish
Öffne das Foto aus Lightroom als Smartobjekt in Photoshop. So bleibt der RAW-Look editierbar und du kannst später zu den Basiseinstellungen zurückkehren.
01 Retusche bewusst knapp halten
Entferne nur temporäre Hautunreinheiten, Staub und Ablenkungen. Der Look funktioniert, weil die Oberfläche real bleibt. Zu viel Frequenztrennung oder Weichzeichnung nimmt dem Bild genau die Spannung, die das Korn später verstärken soll.
02 Farbtrennung mit Farbbalance verfeinern
Lege eine Farbbalance-Einstellungsebene an und aktiviere „Luminanz erhalten“. Nutze folgende Werte als Startpunkt:
Tonwert
Regler 1
Regler 2
Regler 3
Tiefen
Cyan/Rot –15
Magenta/Grün +5
Gelb/Blau +8
Mitteltöne
Cyan/Rot +8
Magenta/Grün 0
Gelb/Blau –5
Lichter
Cyan/Rot +3
Magenta/Grün 0
Gelb/Blau –4
Wenn die Haut zu kühl wird, male mit einem weichen schwarzen Pinsel bei 20–30 Prozent Deckkraft in die Ebenenmaske. Der Hintergrund darf deutlich stärker reagieren als das Gesicht.
03 Painterly Microcontrast aufbauen
Erzeuge eine zusammengefasste Kopie auf einer neuen Ebene und konvertiere sie in ein Smartobjekt. Wende den Hochpassfilter mit 2,0 bis 3,0 Pixeln an und stelle die Ebene auf „Weiches Licht“ bei 25 bis 35 Prozent Deckkraft. Maskiere die Wirkung auf Haaren, Kleidung, Make-up-Kanten und Accessoires ein; auf glatter Haut bleibt sie sehr schwach.
WARUM DAS FUNKTIONIERT Der Hochpass erzeugt keine gemalte Fläche. Er trennt nur ausgewählte Kanten stärker vom ruhigen Hintergrund – genau diese kontrollierte Kantenzeichnung lässt das Bild grafischer und „painterly“ wirken.
04 Optionaler Teal-Glaze mit Verlaufumsetzung
Lege eine Verlaufumsetzung an: Schatten #092F31, Mitteltöne #7A6E62, Lichter #F0DDD0. Stelle die Ebene auf „Farbe“ oder „Weiches Licht“ und reduziere die Deckkraft auf 10 bis 20 Prozent. Schütze die Haut über die Ebenenmaske. Dieser Schritt ist optional – er hilft vor allem, wenn Hintergrund und Schwarzflächen noch farblich auseinanderfallen.
05 Dodge & Burn für die Editorial-Dichte
Nutze zwei Kurven-Einstellungsebenen: eine leicht heller, eine leicht dunkler. Male mit weichem Pinsel bei fünf bis zehn Prozent Fluss. Helle Wangenknochen, Augen, Schmuck und Stoffkanten subtil auf; vertiefe Konturen, Falten und den äußeren Bildrand. Das Ziel ist Form, nicht Beauty-Retusche.
06 Grobes Korn in Photoshop ergänzen
Wenn das Lightroom-Korn nicht ausreicht, lege eine neue Ebene mit 50 Prozent Grau an und stelle sie auf „Ineinanderkopieren“. Wende „Rauschen hinzufügen“ mit 8 bis 12 Prozent, Gaußsche Normalverteilung und „Monochromatisch“ an. Danach Gaußscher Weichzeichner mit 0,3 bis 0,5 Pixeln. Reduziere die Ebenendeckkraft auf 35 bis 55 Prozent.
Vermeide doppeltes Korn: Wenn Lightroom bereits stark arbeitet, nutze die Photoshop-Ebene nur sehr zurückhaltend oder lasse sie weg.
07 Finale Kontrolle und Export
Haut bei 100 Prozent prüfen: keine cyanfarbenen Schatten an Nase, Augen oder Kiefer.
Schwarze Kleidung prüfen: mindestens an wichtigen Kanten muss noch Zeichnung sichtbar sein.
Korn in Originalgröße und in der geplanten Webgröße kontrollieren.
Für WordPress als sRGB-JPEG exportieren; lange Kante meist 2.000–2.500 Pixel, Qualität 80–88.
Für ein Retina-Hero lieber 3.000 Pixel lange Kante, sofern Dateigröße und Theme es erlauben.
Die Ebenenstruktur in Photoshop
Ebene
Name
Funktion
06
Korn
Overlay, 35–55 %
05
Dodge & Burn
Zwei Kurven mit Masken
04
Teal-Glaze
Verlaufumsetzung, 10–20 %
03
Painterly Microcontrast
Hochpass, Weiches Licht
02
Farbbalance
Kühle Tiefen, warme Mitteltöne
01
Retusche
Separat und reversibel
00
Lightroom-Smartobjekt
RAW-Basis
Typische Fehler – und wie du sie vermeidest
Problem
Ursache
Lösung
Haut wird türkis
Color Grading global zu stark
Personenmaske wärmen; Teal aus Haut ausmaskieren
Schwarz ist nur noch ein Loch
Black-Regler ohne Kontrolle abgesenkt
Tiefen leicht öffnen; lokale Kleidungmaske
Bild wirkt digital überschärft
Klarheit und Hochpass überall
Mikrokontrast nur auf Kanten und Textilien
Korn sieht nach Handyfilter aus
Zu fein oder zu gleichmäßig
Größe und Unregelmäßigkeit erhöhen; Menge reduzieren
Teal dominiert alles
Keine warme Gegenfarbe
Mitteltöne dezent orange/cremig balancieren
Look passt nur auf ein Foto
Belichtung/WB im Preset gespeichert
Diese Werte vom Preset ausschließen
Als Lightroom-Preset speichern
Speichere ein Benutzer-Preset, aber hake nur die stilbildenden Einstellungen an: Gradationskurve, Color Grading, Farbmischer, Effekte, Detail und gegebenenfalls Kalibrierung. Belichtung, Weißabgleich, Zuschnitt, Objektivkorrektur und motivabhängige Masken sollten normalerweise nicht fest im Preset landen.
PRESET-NAME BROWNZ · Painterly Grunge Fashion · Base
Die 60-Sekunden-Rezeptur
Neutrales Profil und saubere Hautbelichtung einstellen.
Schwarz auf etwa –70 bis –85 ziehen, Tiefen leicht öffnen.
Teal in die Schatten, warmes Orange in die Mitteltöne.
Haut mit Personenmaske schützen, Hintergrund kühler ziehen.
Textur +15, Klarheit +8, Dunst entfernen +5.
Korn etwa 42 / 34 / 75.
In Photoshop Farbbalance, gezielten Hochpass und lokale Formkorrektur ergänzen.
FAQ
Funktioniert der Look auch mit JPEG?
Ja, aber vorsichtiger. Reduziere die Stärke von Schwarz, Color Grading und Klarheit um ungefähr ein Drittel. JPEG-Dateien reagieren schneller mit Tonwertabrissen und unruhigen Hautfarben.
Brauche ich einen grauen Hintergrund?
Nein. Ein neutraler Hintergrund macht die Farbrichtung nur leichter kontrollierbar. Bei bunten Locations solltest du Gelb, Grün und Blau im Farbmischer zurückhaltender behandeln und den Hintergrund stärker maskieren.
Kann Lightroom den kompletten Look allein erzeugen?
Ja, für viele Anwendungen. Photoshop wird erst dann wichtig, wenn du die Farbbalance präzise aus Haut und Hintergrund trennen, die Kantenwirkung lokal steuern oder ein besonders sauberes High-Fashion-Finish aufbauen willst.
Warum sieht derselbe Wert auf jedem Bild anders aus?
Weil RAW-Profil, Kamera, Weißabgleich, Licht, Hautton und Hintergrund die Ausgangsfarben verändern. Der Look ist deshalb ein System aus Beziehungen – kühle Schatten gegen warme Mitteltöne – und kein starres Zahlenpaket.
Fazit
Der Painterly-Grunge-Look funktioniert dann am besten, wenn er nicht nach Effekt aussieht. Die Schwarztöne dürfen tief sein, das Teal darf deutlich spürbar sein und das Korn darf rau wirken – aber Haut, Augen und wichtige Stoffdetails brauchen weiterhin Kontrolle. Genau diese Balance macht aus einem schnellen Social-Media-Look ein glaubwürdiges Fashion-Finish.
KURZ GESAGT Dichte Schwarztöne. Kühles Teal in den Schatten. Warme Mitteltöne. Hautschutz. Grobes Korn. Präzise Kanten statt flächiger Überschärfung.
Hinweis zur Übertragung: Der Referenzclip zeigt eine Bearbeitung in Capture One. Die im Artikel genannten Lightroom- und Photoshop-Werte sind eine fachliche Übersetzung der sichtbaren Methode und bewusst als anpassbare Startwerte formuliert.
Transparenzhinweis zum EU AI Act
Inhalt, fachliche Vorgaben und redaktionelle Verantwortung stammen vom Brownz-Art-Team. Die Ausformulierung dieses Artikels wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft.