Peter »Brownz« Braunschmid: Fotodesign, Photoshop-Kunst, Pop Art und KI aus Österreich. Homebase: BrownzArt.com, Workshops, Video-Trainings und Coaching.
Die 42 Adobe-Tipps PDF zu meinem gestrigen Einsteiger-Beitrag war nach der Veröffentlichung mehrere Stunden lang nicht sichtbar. Warum auch immer. Das hätte so nicht passieren dürfen – und dafür möchte ich mich bei euch entschuldigen.
Inzwischen ist die komplette Erklärungs-PDF dort, wo sie hingehört: direkt im Beitrag, zum Lesen und Herunterladen.
Die 42 Schritte führen in einer sinnvollen Reihenfolge durch Adobe Bridge, Lightroom Classic und Photoshop. Jede Seite enthält eine konkrete Aufgabe, einen Praxistipp, die Erklärung zur Reihenfolge und einen weiterführenden deutschsprachigen Link. Jetzt ist die vollständige PDF wirklich sichtbar.
Und noch etwas Neues: BROWNZ.art auf Behance
Seit November 2014 bin ich zwar auf Adobe Behance registriert – veröffentlicht hatte ich dort bisher allerdings keinen einzigen Beitrag. Das Profil war im Grunde zwölf Jahre lang ein ziemlich leerer Raum.
Jetzt habe ich mein Behance-Profil endlich aktiviert. Mit KARNIKA — Dark Art Muse & Synthography ist dort nun auch mein erstes Projekt online: der Start einer fortlaufenden virtuellen Zusammenarbeit zwischen Porträt, Dark Art und Synthography.
Wenn ihr die PDF heute schon gesucht habt: Danke für eure Geduld – und nochmals sorry für die unnötige Sucherei.
Wer bei Photoshop, Synthography oder KI-Bildbearbeitung persönlich tiefer einsteigen möchte, findet außerdem meine Photoshop- und KI-Coachings in Linz.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag basiert auf meiner eigenen Mitteilung. Die redaktionelle Ausarbeitung und SEO-Aufbereitung erfolgten mit KI-Unterstützung; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.art.
Kostenloses Archiv-Update: zwei BROWNZ REMASTERED-Produktionen als Bonus zum XXL NO AI Archiv
Kurzer Hinweis an alle, die das BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv bestellt haben oder jetzt bestellen: Auf der 500-GB-USB-3-Festplatte ist nach dem großen Archiv noch Platz. Und den nutze ich jetzt sinnvoll.
Wichtig für alle bereits abgeschickten Bestellungen: Auch auf den Festplatten, die schon unterwegs sind, sind beide Produktionen bereits enthalten. Ich habe das kurzfristig und spontan entschieden – und sie gleich mit draufgepackt.
Truth-Mode: Das große Archiv bleibt natürlich das BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv mit seinem überwiegend klassischen Photoshop-Wissen aus den Jahren 2006 bis 2022. In den beiden neueren REMASTERED-Produktionen ist allerdings ganz bewusst auch AI dabei – gemeinsam mit Photoshop, Retusche, Composing, Synthografie und AI-Modifizierung. Wer AI überhaupt nicht mag, ignoriert den kostenlosen Bonus einfach. 😉
Was das Archiv-Update für deinen Lernweg bedeutet
Du kannst beim klassischen Photoshop-Handwerk anfangen und die neueren Produktionen später dazunehmen. Das ist besonders praktisch, wenn du zuerst Retusche und Composing vertiefen möchtest. Die zusätzlichen Trainings zeigen dir anschließend eine weitere Seite meiner Bildarbeit. Wähle zum Lernen ein Thema und probiere die Schritte an einem eigenen Bild aus. So wird aus dem Zuschauen eine Übung, bei der du deinen eigenen Workflow entwickelst.
Weitere Angebote findest du auf meiner Homebase im Bereich Video-Trainings. Die verlinkten Artikel zu den beiden Volumes erläutern die jeweiligen Inhalte genauer.
Dazuschreiben: Vollständiger Name, Lieferadresse, EU-Land und gewünschte Zahlungsart
Preis: 149 Euro inklusive Versand innerhalb der EU. Bezahlung per Überweisung oder PayPal nach meiner Antwort-Mail.
EU-Transparenzhinweis: Dieser Artikel entstand aus meiner gesprochenen Aufnahme. KI unterstützte die Transkription und die schriftliche Ausarbeitung. Inhalt, Haltung und finale Freigabe liegen bei BROWNZ.
Weiterlernen mit BROWNZ: Du willst die gezeigte Technik Schritt für Schritt vertiefen? Unter Photoshop lernen mit BROWNZ findest du Videotrainings, das XXL NO AI Archiv und persönliches Photoshop-Coaching in Linz.
BROWNZ REMASTERED 2 ist da. Und nein: Es ist keine Lern-DVD mehr. Du bekommst das komplette Training entweder als Download oder auf einem USB-Stick. Kein Abo, kein Hub-Zwang und keine zusätzliche Anmeldung. Kaufen, herunterladen oder anstecken und loslegen. Außerdem wieder großteils in FULL HD – braucht zwar mehr Speicher aber ich finde das besser und habe deshalb umgestellt.
Was ist diesmal anders? Eigentlich fast alles. BROWNZ REMASTERED VOLUME 2 ist keine Wiederholung des ersten Trainings, sondern mein aktueller Arbeitsalltag: klassisches Photoshop, Retusche, Composing, Synthografie und AI-Modifizierung – so, wie ich heute tatsächlich arbeite.
Photoshop und KI in BROWNZ REMASTERED 2
Wir starten mit Metallic-Haut, modernen Farbtechniken und schnellen Photoshop-Composings. Dazu kommt ein kompletter Bildbearbeitungsfahrplan mit 33 BROWNZ Basic-Coachings: Camera Raw, Haut, Licht, Schärfe, Freistellen, Body-Manipulation, Bokeh, Schwarzweiß, Retusche, neue KI-Tools und vieles mehr.
Später geht es in FineArt, Beauty, High Fashion und Editorial weiter. Ich zeige meine aktuellen Photoshop-Scripts, neue Looks, echte Praxis-Composings und die Stellen, an denen KI noch immer schlampig arbeitet und wir selbst nachbessern müssen.
Ein großer Teil dreht sich diesmal um die direkte Verbindung von Photoshop und KI: GPT, Adobe Connector, Codex, Photoshop Bridge, Make It Real, Upscaling und komplette AI-Modifizierungs-Workflows. Nicht als Theorie, sondern an konkreten Bildern wie Mysteria, Dark Guard, Dolphin Dream, Neuromancer, The Corridor, Crazy Joker, Freyja oder Wal über New York.
Insgesamt sind es 39 Hauptkapitel. Im Basic-Coaching-Kapitel stecken zusätzlich 33 einzelne Lektionen. Dazu bekommst du Workshop-PDFs, Scripts, Aktionen, Links, Templates und meine Grundwissen-Archive für Mai, Juni und Juli 2026.
Für wen ist BROWNZ REMASTERED 2 gedacht?
Das Training richtet sich an alle, die Photoshop nicht wegwerfen wollen, nur weil es jetzt KI gibt – und für alle, die KI nicht einfach machen lassen, sondern am Ende selbst über Bild, Look und Qualität entscheiden möchten.
Download-Version: 39 Euro USB-Stick per Post: 49 Euro
Bestellung wie immer nur per formloser E-Mail mit dem Betreff „BROWNZ REMASTERED VOLUME 2“ an brownz@brownz.art, Brownz@wirtschaftsimpulse.net oder Brownz@5inchmedia.tv. Bitte danach auf meine Antwort warten. Ich sehe die Mails normalerweise morgens und abends durch. Bezahlen kannst du per Überweisung oder PayPal; alle weiteren Infos bekommst du in meiner Antwort-Mail.
BROWNZ REMASTERED 2: Inhaltsverzeichnis
Video-Gesamtlaufzeit: 11 Stunden, 58 Minuten und 1 Sekunde Enthaltene Videodateien: 61 MP4-Dateien Zusätzlich bekommst du 62 Dokumentdateien: 25 PDF-Dateien und 37 Word-/DOCX-Dateien. Darunter befinden sich auch die 33 ausführlichen BROWNZ Basic-Coaching-Workshop-Dokumente.
Die Videolaufzeit wurde aus allen tatsächlich im Paket enthaltenen MP4-Dateien ermittelt. Darin sind auch enthaltene Original-, Retro- und Bonusvideos berücksichtigt.
Kapitel 1 bis 10: Photoshop-Grundlagen und Looks
001 – Einleitung – 05:31
002 – Der Metallic-Haut-Effekt – 15:36
003 – Metallic-Haut-Effekt – Teil 2 – 13:31
004 – Der Metallic-Haut-Effekt 3 – 14:15
005 – Grundwissen-Archiv Mai 2026 (alle Beiträge & Linksammlungen)
Transparenzhinweis: Dieser Blogbeitrag wurde von mir erstellt und mit Hilfe von KI sprachlich ausgearbeitet. Auch das Training selbst behandelt neben klassischem Photoshop aktuelle KI- und AI-Modifizierungs-Workflows.
Weiterlernen mit BROWNZ: Du willst die gezeigte Technik Schritt für Schritt vertiefen? Unter Photoshop lernen mit BROWNZ findest du Videotrainings, das XXL NO AI Archiv und persönliches Photoshop-Coaching in Linz.
Manchmal muss etwas verschwinden, damit etwas Neues Platz bekommt.
Genau deshalb nehme ich BROWNZ REMASTERED 1 am Montag, dem 3. August 2026, im Laufe des Tages endgültig aus meinem Shop. Danach ist dieses Produkt in dieser Form nicht mehr erhältlich.
BROWNZ REMASTERED 1 wird im Laufe des 3. August 2026 endgültig entfernt.
BROWNZ REMASTERED 1: Warum das Angebot endet
Es wird keinen Abverkauf geben. Ich werde das Paket nicht später billiger anbieten, nicht in eine Wundertüte packen und auch nicht als versteckten Restposten wieder hervorholen.
Kein Sale.
Keine Wundertüte.
Kein Restposten-Comeback.
Keine spätere Rückkehr des Trainings in derselben Form.
Es ist nach dem 3. August schlicht und einfach weg.
Warum ich diesen klaren Schnitt mache
Weil das nächste Kapitel beginnt: BROWNZ REMASTERED 2 kommt. Und wenn etwas Neues erscheint, möchte ich nicht alte und neue Versionen endlos nebeneinander herschleppen. Das erste Training war genau für seinen Moment gedacht – und dieser Moment endet jetzt.
Vielleicht entsteht irgendwann in den kommenden Jahren wieder ein neues großes BROWNZ XXL-Paket. Das wird man sehen. Aber selbst wenn es so kommt, wäre das ein neues Produkt mit neuen Inhalten. Dieses Paket kehrt deshalb nicht einfach unter einem anderen Etikett zurück.
Was mit BROWNZ REMASTERED 1 verschwindet
Das Paket umfasst 46 Kapitel mit mehr als neun Stunden Videomaterial. Darin zeige ich meinen aktuellen Workflow aus Photoshop, KI und Synthografie – von Composing, Retusche und Freistellung bis zu Haut, Licht, Bildlooks, High-Fashion-Korrekturen und dem malerischen BROWNZ-Look.
Dazu gehören Arbeitsmaterialien, Beispieldateien, Photoshop-Aktionen, Presets und weitere Extras. Es ist ein in sich abgeschlossenes Paket. Wer genau dieses Training besitzen und dauerhaft damit arbeiten möchte, hat nur noch dieses letzte Zeitfenster.
Wenn du es noch willst, dann jetzt
Nicht irgendwann später. Nicht in der Hoffnung auf einen Rabatt. Und am besten auch nicht erst spät am Abend des 3. August, weil das Angebot im Laufe dieses Tages aus dem Shop verschwindet.
Wenn dieses Training noch auf deiner Liste steht, ist jetzt der Moment, zuzuschlagen.
So baust du den kühlen, analogen High-Fashion-Look in Lightroom und Photoshop nach
Analysiert anhand eines öffentlichen Tutorials von The Curated Lab. Der Clip arbeitet sichtbar in Capture One; hier wird die Methode praxisnah in Adobe Lightroom und Photoshop übersetzt.
Painterly Grunge: So entsteht der kühle Fashion-Look
Dieser Look lebt nicht von einem einzelnen Preset. Er entsteht durch eine kontrollierte Spannung: tiefe, fast tintenschwarze Flächen treffen auf cyan-grüne Schatten, während Haut und wichtige Mitteltöne bewusst wärmer bleiben. Das Ergebnis wirkt zugleich modern, analog, leicht schmutzig und trotzdem hochwertig.
Im analysierten Clip passiert genau das: Die Schwarztöne werden sehr stark abgesenkt, die Schatten deutlich in Richtung Teal geschoben, die Mitteltöne mit einer warmen Gegenfarbe stabilisiert und am Ende mit grobem, unregelmäßigem Korn verdichtet. Der sichtbare Black-Regler liegt im Beispiel bei ungefähr –88. Das ist ein guter Hinweis auf die Richtung, aber kein Wert, den man blind auf jedes Foto kopieren sollte.
Was den Look ausmacht
Dichte, kontrolliert zulaufende Schwarztöne – ohne dass Haare und schwarze Kleidung komplett absaufen.
Kühle Teal- und Cyan-Töne vor allem in Schatten, Hintergrund und neutralen Flächen.
Wärmere, ruhigere Mitteltöne als Gegengewicht; Haut bleibt lebendig und wird nicht türkis.
Leicht raue Mikrokontraste, die Stoff, Haare, Make-up und Kanten stärker zeichnen.
Grobes, unregelmäßiges Korn statt eines feinen, sterilen Digitalrauschens.
WICHTIG Die Werte in diesem Tutorial sind Startpunkte. Belichtung, Hautton, Lichtfarbe und Hintergrund entscheiden, wie stark du jeden Regler einsetzen kannst.
Die Ausgangsdatei
Am einfachsten funktioniert der Look mit einer RAW-Datei, klar gesetztem Licht, neutralem oder grauem Hintergrund und dunkler Kleidung. Gerade harte schwarze Stoffe, glänzende Accessoires und strukturierte Haare profitieren von der Kombination aus kühlen Schatten und rauem Korn.
RAW statt JPEG, wenn möglich.
Keine bereits extrem kontrastreiche Kameravorgabe.
Haut leicht unter der Clipping-Grenze belichten; Highlights nicht ausfressen lassen.
Der Look wirkt besonders gut bei Fashion, Beauty und charakterstarken Porträts.
Teil 1: Editorial Color Grading in Lightroom
Lightroom erledigt ungefähr 80 Prozent des Looks: Tonwerte, Farbrichtung, lokale Trennung und Korn. Arbeite zuerst global und schütze die Haut erst danach mit Masken.
Schnellstart-Werte
Regler
Startwert
Wirkung
Profil
Adobe Neutral / Camera Neutral
Ruhige Basis mit Reserven
Weißabgleich
5.100–5.400 K, Tonung 0 bis +4
Neutral bis minimal warm
Kontrast
+10 bis +20
Mehr Dichte, noch kontrollierbar
Lichter
–20 bis –35
Haut und Glanzstellen sichern
Tiefen
+5 bis +15
Detail vor dem Schwarzpunkt retten
Weiß
–5 bis –15
Cremigere Highlights
Schwarz
–65 bis –85
Der zentrale Grunge-Impuls
Textur / Klarheit
+15 / +8
Raue, grafische Struktur
Dunst entfernen
+3 bis +7
Mehr Farbdichte
Korn
42 / 34 / 75
Menge / Größe / Unregelmäßigkeit
01 – Eine neutrale Basis bauen
Wähle Adobe Neutral oder ein vergleichbar flaches Kameraprofil. Stelle Belichtung und Weißabgleich so ein, dass die Haut glaubwürdig aussieht. Das Bild darf an dieser Stelle ruhig etwas unspektakulär wirken – die Tiefe kommt später.
Ziehe Schwarz deutlich nach links. Beginne bei –65 und arbeite dich langsam bis etwa –85 vor. Im Referenzclip ist ungefähr –88 zu sehen. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern der Punkt, an dem schwarze Kleidung satt wirkt, aber noch Nähte, Falten und Haarstruktur besitzt.
KONTROLLBLICK Aktiviere die Tiefenwarnung. Kleine wirklich schwarze Bereiche sind erwünscht; großflächiges Clipping auf Haut, Haaren oder Kleidung ist es nicht.
03 – Die Gradationskurve formen
Setze eine zurückhaltende S-Kurve: Ziehe das untere Viertel leicht nach unten und hebe die oberen Mitteltöne minimal an. Lass den absoluten Schwarzpunkt verankert. So bleibt der Look druckvoll statt milchig. Für cremigere Lichter kannst du den obersten Punkt um zwei bis vier Prozent absenken.
04 – Teal in die Schatten geben
Öffne Color Grading. Die Farbrichtung entspricht der sichtbaren Methode im Clip: viel Teal in den Schatten, danach eine warme Gegenbewegung in den Mitteltönen.
Bereich
Einstellung
Ziel
Schatten
Farbton 185 · Sättigung 35 · Luminanz –8
Kühles Petrol/Teal
Mitteltöne
Farbton 35 · Sättigung 12 · Luminanz +3
Warme Haut und Stofftöne
Lichter
Farbton 45 · Sättigung 7 · Luminanz +2
Schmutzig-cremige Highlights
Mischen
40–50
Weicher Übergang
Balance
–20
Mehr Gewicht auf kühlen Schatten
Wenn der Hintergrund zu türkis wird, reduziere zuerst die Schatten-Sättigung. Wenn die Haut grünlich kippt, erhöhe nicht einfach global die Temperatur – schütze die Person mit einer Maske.
05 – Farben im Farbmischer beruhigen
Der Look braucht klare Farbfamilien. Gelb und Grün dürfen sich dem Teal annähern; Orange bleibt zurückhaltend warm. Nutze diese Werte als Ausgangspunkt:
Farbe
Farbton
Sättigung
Luminanz
Rot
+5
–10
+5
Orange
–5
–12
+8
Gelb
–35
–40
–5
Grün
+25
–20
–10
Aqua
–20
+15
–10
Blau
–15
–20
–15
06 – Haut, Hintergrund und Kleidung getrennt behandeln
Erstelle drei Masken. Je nach Lightroom-Version stehen dir Person, Motiv, Hintergrund und Objektmasken zur Verfügung. Die Bezeichnungen können leicht abweichen.
Person/Haut: Temperatur +4, Tonung +2, Sättigung –4, Textur –8. Auf Augen, Lippen und Haare nicht pauschal weichzeichnen.
Hintergrund: Temperatur –8, Tonung –4, Dunst entfernen +4, Schwarz –8. So konzentriert sich das Teal außerhalb der Haut.
Kleidung/Haare: Textur +15, Klarheit +10, Schwarz –10. Nur verwenden, wenn dort noch Zeichnung vorhanden ist.
07 – Das Korn als Gestaltungsmittel einsetzen
Der Clip wählt sichtbar ein grobes „Harsh Grain“. In Lightroom lässt sich das mit einer relativ hohen Unregelmäßigkeit übersetzen: Menge 42, Größe 34, Unregelmäßigkeit 75. Bei hochauflösenden Dateien darf die Größe bis etwa 40 steigen; bei kleinen JPEGs eher bei 25 bis 30 bleiben.
PROFI-TIPP Beurteile Korn immer bei 100 Prozent. In der verkleinerten Vorschau sieht es fast immer schwächer aus als im Export.
08 – Schärfen, ohne die Haut zu zerstören
Nutze Betrag 45, Radius 0,8, Detail 30 und Maskieren 70 als Startpunkt. Halte beim Maskieren-Regler Alt/Option gedrückt: Geschärft werden sollen vor allem Kanten, Haare, Augen, Stoff und Accessoires – nicht jede Pore.
Lightroom-only: Wann du hier schon aufhören kannst
Für Social Media, Reportage oder große Serien reicht die Lightroom-Version oft vollständig. Photoshop lohnt sich, wenn du Haut und Hintergrund präziser trennen, einzelne Farbbereiche kontrollieren oder die grafische Mikroschärfe gezielt aufbauen möchtest.
Teil 2: Editorial Color Grading in Photoshop
Öffne das Foto aus Lightroom als Smartobjekt in Photoshop. So bleibt der RAW-Look editierbar und du kannst später zu den Basiseinstellungen zurückkehren.
01 – Retusche bewusst knapp halten
Entferne nur temporäre Hautunreinheiten, Staub und Ablenkungen. Der Look funktioniert, weil die Oberfläche real bleibt. Zu viel Frequenztrennung oder Weichzeichnung nimmt dem Bild genau die Spannung, die das Korn später verstärken soll.
02 – Farbtrennung mit Farbbalance verfeinern
Lege eine Farbbalance-Einstellungsebene an und aktiviere „Luminanz erhalten“. Nutze folgende Werte als Startpunkt:
Tonwert
Regler 1
Regler 2
Regler 3
Tiefen
Cyan/Rot –15
Magenta/Grün +5
Gelb/Blau +8
Mitteltöne
Cyan/Rot +8
Magenta/Grün 0
Gelb/Blau –5
Lichter
Cyan/Rot +3
Magenta/Grün 0
Gelb/Blau –4
Wenn die Haut zu kühl wird, male mit einem weichen schwarzen Pinsel bei 20–30 Prozent Deckkraft in die Ebenenmaske. Der Hintergrund darf deutlich stärker reagieren als das Gesicht.
03 – Painterly Microcontrast aufbauen
Erzeuge eine zusammengefasste Kopie auf einer neuen Ebene und konvertiere sie in ein Smartobjekt. Wende den Hochpassfilter mit 2,0 bis 3,0 Pixeln an und stelle die Ebene auf „Weiches Licht“ bei 25 bis 35 Prozent Deckkraft. Maskiere die Wirkung auf Haaren, Kleidung, Make-up-Kanten und Accessoires ein; auf glatter Haut bleibt sie sehr schwach.
WARUM DAS FUNKTIONIERT Der Hochpass erzeugt keine gemalte Fläche. Er trennt nur ausgewählte Kanten stärker vom ruhigen Hintergrund – genau diese kontrollierte Kantenzeichnung lässt das Bild grafischer und „painterly“ wirken.
04 – Optionaler Teal-Glaze mit Verlaufumsetzung
Lege eine Verlaufumsetzung an: Schatten #092F31, Mitteltöne #7A6E62, Lichter #F0DDD0. Stelle die Ebene auf „Farbe“ oder „Weiches Licht“ und reduziere die Deckkraft auf 10 bis 20 Prozent. Schütze die Haut über die Ebenenmaske. Dieser Schritt ist optional – er hilft vor allem, wenn Hintergrund und Schwarzflächen noch farblich auseinanderfallen.
05 – Dodge & Burn für die Editorial-Dichte
Nutze zwei Kurven-Einstellungsebenen: eine leicht heller, eine leicht dunkler. Male mit weichem Pinsel bei fünf bis zehn Prozent Fluss. Helle Wangenknochen, Augen, Schmuck und Stoffkanten subtil auf; vertiefe Konturen, Falten und den äußeren Bildrand. Das Ziel ist Form, nicht Beauty-Retusche.
06 – Grobes Korn in Photoshop ergänzen
Wenn das Lightroom-Korn nicht ausreicht, lege eine neue Ebene mit 50 Prozent Grau an und stelle sie auf „Ineinanderkopieren“. Wende „Rauschen hinzufügen“ mit 8 bis 12 Prozent, Gaußsche Normalverteilung und „Monochromatisch“ an. Danach Gaußscher Weichzeichner mit 0,3 bis 0,5 Pixeln. Reduziere die Ebenendeckkraft auf 35 bis 55 Prozent.
Vermeide doppeltes Korn: Wenn Lightroom bereits stark arbeitet, nutze die Photoshop-Ebene nur sehr zurückhaltend oder lasse sie weg.
07 – Finale Kontrolle und Export
Haut bei 100 Prozent prüfen: keine cyanfarbenen Schatten an Nase, Augen oder Kiefer.
Schwarze Kleidung prüfen: mindestens an wichtigen Kanten muss noch Zeichnung sichtbar sein.
Korn in Originalgröße und in der geplanten Webgröße kontrollieren.
Für WordPress als sRGB-JPEG exportieren; lange Kante meist 2.000–2.500 Pixel, Qualität 80–88.
Für ein Retina-Hero lieber 3.000 Pixel lange Kante, sofern Dateigröße und Theme es erlauben.
Die Ebenenstruktur in Photoshop
Ebene
Name
Funktion
06
Korn
Overlay, 35–55 %
05
Dodge & Burn
Zwei Kurven mit Masken
04
Teal-Glaze
Verlaufumsetzung, 10–20 %
03
Painterly Microcontrast
Hochpass, Weiches Licht
02
Farbbalance
Kühle Tiefen, warme Mitteltöne
01
Retusche
Separat und reversibel
00
Lightroom-Smartobjekt
RAW-Basis
Typische Fehler – und wie du sie vermeidest
Problem
Ursache
Lösung
Haut wird türkis
Color Grading global zu stark
Personenmaske wärmen; Teal aus Haut ausmaskieren
Schwarz ist nur noch ein Loch
Black-Regler ohne Kontrolle abgesenkt
Tiefen leicht öffnen; lokale Kleidungmaske
Bild wirkt digital überschärft
Klarheit und Hochpass überall
Mikrokontrast nur auf Kanten und Textilien
Korn sieht nach Handyfilter aus
Zu fein oder zu gleichmäßig
Größe und Unregelmäßigkeit erhöhen; Menge reduzieren
Teal dominiert alles
Keine warme Gegenfarbe
Mitteltöne dezent orange/cremig balancieren
Look passt nur auf ein Foto
Belichtung/WB im Preset gespeichert
Diese Werte vom Preset ausschließen
Als Lightroom-Preset speichern
Speichere ein Benutzer-Preset, aber hake nur die stilbildenden Einstellungen an: Gradationskurve, Color Grading, Farbmischer, Effekte, Detail und gegebenenfalls Kalibrierung. Belichtung, Weißabgleich, Zuschnitt, Objektivkorrektur und motivabhängige Masken sollten normalerweise nicht fest im Preset landen.
PRESET-NAME BROWNZ · Painterly Grunge Fashion · Base
Die 60-Sekunden-Rezeptur
Neutrales Profil und saubere Hautbelichtung einstellen.
Schwarz auf etwa –70 bis –85 ziehen, Tiefen leicht öffnen.
Teal in die Schatten, warmes Orange in die Mitteltöne.
Haut mit Personenmaske schützen, Hintergrund kühler ziehen.
Textur +15, Klarheit +8, Dunst entfernen +5.
Korn etwa 42 / 34 / 75.
In Photoshop Farbbalance, gezielten Hochpass und lokale Formkorrektur ergänzen.
FAQ
Funktioniert der Look auch mit JPEG?
Ja, aber vorsichtiger. Reduziere die Stärke von Schwarz, Color Grading und Klarheit um ungefähr ein Drittel. JPEG-Dateien reagieren schneller mit Tonwertabrissen und unruhigen Hautfarben.
Brauche ich einen grauen Hintergrund?
Nein. Ein neutraler Hintergrund macht die Farbrichtung nur leichter kontrollierbar. Bei bunten Locations solltest du Gelb, Grün und Blau im Farbmischer zurückhaltender behandeln und den Hintergrund stärker maskieren.
Kann Lightroom den kompletten Look allein erzeugen?
Ja, für viele Anwendungen. Photoshop wird erst dann wichtig, wenn du die Farbbalance präzise aus Haut und Hintergrund trennen, die Kantenwirkung lokal steuern oder ein besonders sauberes High-Fashion-Finish aufbauen willst.
Warum sieht derselbe Wert auf jedem Bild anders aus?
Weil RAW-Profil, Kamera, Weißabgleich, Licht, Hautton und Hintergrund die Ausgangsfarben verändern. Der Look ist deshalb ein System aus Beziehungen – kühle Schatten gegen warme Mitteltöne – und kein starres Zahlenpaket.
Fazit
Der Painterly-Grunge-Look funktioniert dann am besten, wenn er nicht nach Effekt aussieht. Die Schwarztöne dürfen tief sein, das Teal darf deutlich spürbar sein und das Korn darf rau wirken – aber Haut, Augen und wichtige Stoffdetails brauchen weiterhin Kontrolle. Genau diese Balance macht aus einem schnellen Social-Media-Look ein glaubwürdiges Fashion-Finish.
KURZ GESAGT Dichte Schwarztöne. Kühles Teal in den Schatten. Warme Mitteltöne. Hautschutz. Grobes Korn. Präzise Kanten statt flächiger Überschärfung.
Hinweis zur Übertragung: Der Referenzclip zeigt eine Bearbeitung in Capture One. Die im Artikel genannten Lightroom- und Photoshop-Werte sind eine fachliche Übersetzung der sichtbaren Methode und bewusst als anpassbare Startwerte formuliert.
Transparenzhinweis zum EU AI Act
Inhalt, fachliche Vorgaben und redaktionelle Verantwortung stammen vom Brownz-Art-Team. Die Ausformulierung dieses Artikels wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft.
Du möchtest KI-Bilder gestalten, bessere Prompts schreiben oder KI und Photoshop in deinem kreativen Workflow verbinden? Als KI-Trainer in Österreich unterstütze ich dich dabei mit einem individuellen Training. Im Mittelpunkt stehen deine Bildideen, Synthografie und die praktische Bearbeitung deiner Ergebnisse. Du kannst in Linz mit mir arbeiten oder mit persönlichen Videoanleitungen zu Hause lernen.
Bei einem Einzelcoaching kann man in sechs Stunden verdammt viel lernen. Man kann sich aber unmöglich alles merken, mitschreiben und gleichzeitig konzentriert mitarbeiten. Genau deshalb besteht mein Personal Coaching nicht nur aus dem gemeinsamen Tag bei mir in Linz. Du bekommst auch eine individuelle Vor- und Nachbereitung, damit das Wissen nachher nicht einfach im kreativen Nebel verschwindet.
Wenn du ein Einzelcoaching bei mir buchst, kannst – und sollst – du mir bereits vor dem Termin einen Fragenkatalog schicken. Je konkreter deine Fragen sind, desto genauer kann ich den Tag auf dich zuschneiden. Es ist völlig egal, ob es um Photoshop, Bildbearbeitung, Composing, Retusche, Synthografie, KI-Workflows, Programme, Plugins oder ein konkretes Bildproblem geht.
Du musst dabei keine perfekten Fachfragen formulieren. Ein ehrliches „Warum funktioniert das bei mir nie?“ reicht vollkommen. Ich schaue mir an, worum es tatsächlich geht, recherchiere die Antworten und bereite die Themen so vor, dass wir beim Coaching nicht erst eine Stunde lang herausfinden müssen, wo der Hund begraben liegt.
Wichtig: Der Fragenkatalog ist kein Test und keine Hausaufgabe. Er ist deine Möglichkeit, aus einem allgemeinen Coaching wirklich deinen persönlichen Workshop zu machen.
Aus deinen Fragen entstehen deine eigenen Workshop-Unterlagen
Aus den eingesandten Fragen erstelle ich ein eigenes Word-Dokument mit den passenden Antworten. Nicht als hingeworfene Stichwortsammlung, sondern komplett recherchiert und so aufgebaut, dass du später damit weiterarbeiten kannst.
Je nach Thema enthält dieses Dokument:
verständliche Antworten auf deine konkreten Fragen,
einsteigerfreundliche Step-by-Step-Anleitungen,
konkrete Arbeitsschritte und sinnvolle Einstellungen,
anklickbare weiterführende Links,
Hinweise auf verwandte Themen und zusätzliche Möglichkeiten,
Erklärungen dazu, warum ein bestimmter Weg funktioniert – und wo die typischen Fehler liegen.
Damit hast du nach dem Coaching nicht irgendein allgemeines Skript, das schon zwanzig andere Leute bekommen haben. Du hast deine eigenen Workshop-Unterlagen, aufgebaut rund um deine Fragen, deine Bilder und deinen Workflow. Das ist ein ziemlich großer Unterschied.
Ich schreibe mit – damit du es nicht dauernd tun musst
Während eines Einzelcoachings sollte man arbeiten, ausprobieren, nachfragen und auch einmal einen Fehler machen dürfen. Was man nicht tun sollte: sechs Stunden lang hektisch jeden Satz mitschreiben. Dann hat man am Ende zwar einen Roman, aber vom eigentlichen Coaching nur die Hälfte mitbekommen.
Deshalb notiere ich mir die wichtigsten Punkte, offenen Fragen und jene Stellen, bei denen eine zusätzliche Erklärung später sinnvoll ist. So kann ich nach dem Coaching noch einmal gezielt aufarbeiten, was während des Tages besonders wichtig war.
Persönliche Full-HD-Videos nach dem Coaching
Wo es sinnvoll ist, produziere ich nach dem Termin zusätzliche Videos, in denen ich genau diese Fragen oder Arbeitsschritte noch einmal durchgehe. In Ruhe, Schritt für Schritt und direkt am Bildschirm. Du siehst also nicht nur, was zu tun ist, sondern auch, wo du klicken musst, welche Einstellungen entscheidend sind und was du besser bleiben lässt.
Diese Videos werden in Full HD aufgezeichnet und über einen Transferlink bereitgestellt. Du kannst sie herunterladen, archivieren und später so oft ansehen, wie du möchtest. Gerade bei komplexen Photoshop-Schritten, KI-Workflows oder längeren Composings ist das wesentlich sinnvoller als drei Seiten handschriftliche Notizen, die zwei Wochen später aussehen wie eine verschollene Geheimschrift.
Diese individuelle Vor- und Nachbereitung ist beim gebuchten Personal Coaching im Preis enthalten. Es geht nicht darum, nach dem Termin noch jede Kleinigkeit extra zu verrechnen. Es geht darum, dass du mit den Antworten tatsächlich weiterarbeiten kannst.
Der Punkt ist: Ein Coaching ist für mich erst dann sinnvoll, wenn du danach selbstständig weiterkommst. Nicht, wenn du drei Tage später wieder genau an derselben Stelle festhängst.
KI und Photoshop lernen von zu Hause – auch in Deutschland und der Schweiz
Ob du in Österreich, Deutschland oder der Schweiz wohnst: Nicht jeder kann für einen Tag nach Linz fahren. Vielleicht wohnst du zu weit weg, hast keine Zeit für die Anreise oder möchtest lieber in deinem eigenen Tempo arbeiten. Auch dafür gibt es eine Lösung: Das Einzelcoaching kann vollständig als persönliches Videotraining umgesetzt werden.
Du schickst mir deine Fragen, Themen, Bilder oder konkreten Probleme. Ich arbeite daraus ein individuelles Trainingskonzept aus und produziere eigens für dich entsprechende Videoaufzeichnungen in Full HD. Darin erkläre ich die gewünschten Themen Schritt für Schritt – nicht allgemein für irgendeine Zielgruppe, sondern gezielt für einen einzigen Teilnehmer: dich.
Die Videos haben in Summe eine Gesamtlaufzeit, die dem Umfang eines kompletten Workshop-Tages entspricht. Du bekommst sie anschließend über Transferlinks und kannst sie herunterladen. Damit erhältst du kein zusammengeschnittenes Standardpaket aus dem Archiv, sondern ein persönliches Einzelcoaching in Videoform.
Was die reine Videovariante besonders macht
Du musst nicht nach Linz anreisen.
Die Inhalte werden ausschließlich anhand deiner Fragen zusammengestellt.
Jeder Schritt kann beliebig oft angesehen, gestoppt und wiederholt werden.
Die Erklärungen liegen in Full HD vor und bleiben dir als persönliche Unterlagen erhalten.
Du kannst direkt an deinen eigenen Bildern und Themen weiterarbeiten.
Zusätzliche Links und schriftliche Hinweise ergänzen die Videoaufzeichnungen, wo es sinnvoll ist.
Der Ablauf ist einfach: Du meldest dich bei mir, beschreibst deine Themen und schickst mir deinen Fragenkatalog. Wenn nötig, kommen Beispielbilder oder Informationen zu deinem bisherigen Workflow dazu. Wir klären Schwerpunkt und Umfang. Danach recherchiere ich, produziere deine persönlichen Full-HD-Videoanleitungen und stelle dir alles über Transferlinks zum Download bereit.
Auch hier gilt: Es wird kein starres Standardprogramm abgespult. Wenn du wissen willst, wie du ein bestimmtes Composing aufbaust, einen Retusche-Workflow verbesserst, KI sinnvoll in Photoshop integrierst oder endlich einen hartnäckigen Fehler loswirst, dann genau darum geht es.
Warum ich das so mache
Es gibt im Internet mehr Tutorials, als ein Mensch in drei Leben ansehen könnte. Trotzdem bleibt oft genau jene Frage unbeantwortet, an der man gerade hängt. Das liegt nicht unbedingt daran, dass die Tutorials schlecht sind. Sie wurden nur nicht für dich gemacht.
Mein Personal Coaching funktioniert anders. Wir beginnen nicht bei einem fixen Lehrplan, sondern bei deinen Fragen. Daraus entstehen der gemeinsame Tag, deine schriftlichen Unterlagen und – wenn nötig – zusätzliche Videos. Oder eben das komplette persönliche Videotraining, wenn eine Anreise nicht möglich ist.
Keine Massenabfertigung. Kein Geheimniskrämer-Theater. Kein „das kommt dann im nächsten kostenpflichtigen Modul“. Sondern konkrete Antworten, nachvollziehbare Arbeitsschritte und Unterlagen, die nach dem Coaching noch einen Wert haben.
Wenn du ein persönliches Coaching in Linz oder die individuelle Videovariante möchtest, schick mir einfach deine Anfrage – gerne bereits mit ein paar Stichpunkten zu deinen Themen.
Fragen schicken. Probleme zeigen. Neugier mitbringen. Den Rest bauen wir so auf, dass es für dich tatsächlich Sinn ergibt.
Peter „BROWNZ“ Braunschmid — Linz
Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde von Brownz inhaltlich erarbeitet. Die Ausformulierung und redaktionelle Gestaltung erfolgten mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Dieser Hinweis dient der transparenten Kennzeichnung im Sinne des EU AI Acts.
TRUE LOVE – ICONS KISS BETTER gehört zu meiner Serie THE LUXURY ICONS CLUB. Das Pop-Art-Einzelstück verbindet Comic-Nostalgie mit Farbe und Acryl-Veredelung. Weitere Arbeiten findest du in meiner Galerie auf BrownzArt.com.
TRUE LOVE – ICONS KISS BETTER
72-STUNDEN-SPECIAL | THE LUXURY ICONS CLUB
Deutsch
TRUE LOVE – ICONS KISS BETTER
Series: THE LUXURY ICONS CLUB
72-STUNDEN-SPECIAL
Snoopy is gone. Das vorherige 72-Stunden-Special ist beendet – und genau so soll diese kleine Sale-Serie funktionieren: kurz sichtbar, klar limitiert, dann weg.
Heute startet das neue One-of-One: TRUE LOVE – ICONS KISS BETTER.
Das Bild gehört zur Serie THE LUXURY ICONS CLUB. Es verbindet Comic-Nostalgie, Pop-Art, Street-Feeling, Drips und Acryl-Veredelung zu einem lauten, farbigen Statement über Liebe, Ikonen und moderne Sammlerenergie.
Zwei Pop-Icons, ein Kuss und sehr viel Farbe. Kein stilles Liebesbild. Eher ein urbaner Liebesknall. True Love wins.
72-Stunden-Special
Verfügbar: 28.06.2026, 11:15 bis 01.07.2026, 11:15
Format: 36 × 54 cm
Preis: 550 €
Edition: Einzelstück / One of One
Technik: Zeichnung · Fotografie · Syntografie · Acryl-Veredelung
Material: Fine Art Print auf William Turner Büttenpapier · signiert
Proof of Artist: inkludiert
Rahmung: optional auf Anfrage erhältlich
Anfragen & Reservierung: brownz@brownz.art
Nur 72 Stunden. Danach ist auch dieses Bild weg. Gone.
BROWNZ Is Art
English
TRUE LOVE – ICONS KISS BETTER
Series: THE LUXURY ICONS CLUB
72-HOUR SPECIAL
Snoopy is gone. The previous 72-hour special has ended – and this is exactly how this small sale series is meant to work: visible for a short moment, clearly limited, then gone.
Today, the next one-of-one piece enters the sale: TRUE LOVE – ICONS KISS BETTER.
The work is part of THE LUXURY ICONS CLUB. It brings together comic nostalgia, pop art, street energy, drips and acrylic refinement into a bold visual statement about love, icons and modern collecting culture.
Two pop icons, one kiss and a lot of color. Not a quiet love story. More like an urban love explosion. True Love wins.
72-Hour Special
Available: 28.06.2026, 11:15 until 01.07.2026, 11:15
Material: Fine art print on William Turner mould-made paper · signed
Proof of Artist: included
Framing: available on request
Inquiries & reservation: brownz@brownz.art
Only 72 hours. After that, this piece is gone too. Gone.
BROWNZ Is Art
Archivhinweis: Das hier beschriebene 72-Stunden-Special endete am 1. Juli 2026. Aktuell verfügbare Kunst findest du in der Galerie. Im Blog zeige ich außerdem, wie meine Mixed-Media-Pop-Art an die Wand kommt.
Photoshop gibt es seit über 30 Jahren. Und genauso lange halten sich hartnäckige Mythen darüber, wie man „richtig“ damit arbeitet. Manche stammen aus längst überholten Zeiten, andere sind schlicht falsch verstanden worden.
Dieser Artikel räumt auf. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern aus der Praxis heraus. Denn am Ende zählt nur eins: Was funktioniert wirklich?
Mythos 1: „RAW ist immer besser als JPEG“
Die Behauptung: Wer ernsthaft arbeitet, nutzt RAW. Punkt. JPEGs sind für Anfänger.
Die Realität: RAW bietet objektiv mehr Spielraum – keine Diskussion. Der Unterschied liegt in den nackten Zahlen: RAW-Dateien enthalten typisch 12–14 Bit Farbinformationen pro Kanal, JPEG nur 8 Bit. Das bedeutet deutlich mehr Dynamikumfang und Farbtiefe.
Wenn du im RAW-Format arbeitest, kannst du Belichtung um +2 Stops hochziehen oder Schatten massiv aufhellen, ohne dass das Bild auseinanderbricht. Bei JPEG siehst du schnell Banding, Tonwertabrisse und Farbverschiebungen.
Aber: Wenn deine Belichtung bereits beim Fotografieren oder bei der KI-Generierung stimmt und du keine extremen Korrekturen planst, funktionieren JPEGs völlig ausreichend. Viele professionelle Fotografen liefern JPEGs aus – einfach weil der Workflow schneller ist und die Qualität für den Zweck passt.
Fazit: RAW ist kein Muss, aber objektiv überlegen, sobald du ernsthaft nachbearbeiten willst. JPEG funktioniert für schnelle, unkomplizierte Jobs.
Die Behauptung: Echte Profis arbeiten ausschließlich non-destruktiv. Wer direkt auf der Ebene malt oder schneidet, macht es falsch.
Die Realität: Non-destruktive Workflows sind der Standard in professionellen Pipelines – besonders in Agenturen, wo Kunden nach Wochen noch Änderungen verlangen. Einstellungsebenen, Smartobjekte und Masken geben dir maximale Flexibilität.
Beispiel: Du machst ein schnelles Social-Media-Bild. Du weißt genau, was du willst. Du wirst es nicht nochmal ändern. Warum solltest du dann zehn Einstellungsebenen stapeln?
Destruktiv wird erst dann zum Problem, wenn du später noch Änderungen vornehmen musst. Aber nicht jedes Projekt braucht maximale Flexibilität.
Fazit: Non-destruktiv ist smart für professionelle Projekte. Destruktiv ist manchmal effizienter. Kontext entscheidet.
Mythos 3: „Man braucht die neueste Photoshop-Version“
Die Behauptung: Ohne die aktuellste Version bist du abgehängt. Neue Features sind unverzichtbar.
Die Realität: Die meisten Photoshop-Funktionen, die du täglich nutzt, gibt es seit CS6 oder früher. Ebenen, Masken, Kurven, Mischmodi – alles da, alles stabil.
Aber: Die AI-Features der letzten Jahre sind keine Spielerei mehr. Tools wie Generative Fill, automatische Freistellung (Remove Background) und Neural Filters sind massive Zeitsparer. Was früher Stunden gekostet hat, dauert heute Sekunden.
Wenn du effizienter arbeiten willst – besonders bei Compositing, Produktretusche oder KI-Bildbearbeitung – bringen die modernen Versionen spürbare Vorteile.
Fazit: Neue Versionen sind nicht nötig, um gute Arbeit zu liefern. Aber wer professionell und schnell arbeiten will, profitiert massiv von den AI-Tools.
Mythos 4: „Profis nutzen keine Presets oder Actions“
Die Behauptung: Presets und Actions sind für Anfänger. Echte Profis machen alles manuell.
Die Realität: Profis nutzen massiv Presets, Actions und eigene Automatisierungen. In der Industrie – ob Hochzeitsfotografie, Fashion oder Produktshootings – ist Automatisierung Standard.
Wenn du hundert Bilder für einen Kunden bearbeiten musst, machst du nicht bei jedem einzeln die gleichen zehn Schritte von Hand. Du baust dir einen Workflow, automatisierst, was geht, und konzentrierst dich auf das, was individuell angepasst werden muss.
Der Unterschied:
Amateur: klickt blind Presets durch
Profi: versteht, was passiert, und baut eigene Tools
Fazit: Automatisierung ist professionell. Blindes Anwenden ist es nicht.
Mythos 5: „Mehr Ebenen = bessere Qualität“
Die Behauptung: Je mehr Ebenen, desto professioneller die Datei.
Die Realität: Mehr Ebenen bedeuten oft nur: unübersichtlicher Workflow. Das ist Anfänger-Denken.
Eine saubere PSD mit zehn gut organisierten, benannten Ebenen schlägt eine chaotische Datei mit 80 namenlosen Ebenen wie „Ebene 1 Kopie 4″.
Pro-Tipp: Viele High-End-Artists flatten bewusst Zwischenschritte, um den Überblick zu behalten. Layer-Organisation schlägt Layer-Quantität.
Qualität entsteht nicht durch Quantität, sondern durch Kontrolle. Wenn du weißt, was jede Ebene macht, warum sie da ist und wie sie mit den anderen interagiert – dann arbeitest du professionell.
Fazit: Organisation schlägt Ebenenanzahl. Immer.
Mythos 6: „Man sollte immer in 16-bit arbeiten“
Die Behauptung: 8-bit ist veraltet. Wer ernsthaft arbeitet, nutzt 16-bit oder sogar 32-bit.
Die Realität: Hier wird’s technisch:
8 Bit = 256 Tonwerte pro Kanal
16 Bit = 65.536 Tonwerte pro Kanal
Das ist kein kleiner Unterschied. 16-bit gibt dir massiv mehr Farbinformationen und verhindert Banding bei starken Korrekturen – besonders bei Gradationskurven oder drastischen Farbverschiebungen.
Aber: Für die finale Ausgabe im Web läuft ohnehin alles über 8-bit (sRGB). Du siehst den Unterschied dort oft nicht.
Wann 16-bit wirklich zählt:
Starke Gradationskurven
Extreme Farbkorrekturen
Printprojekte mit hohen Qualitätsanforderungen
Himmel-Verläufe und große Farbflächen (Banding-Gefahr!)
Fazit: 8-bit reicht für viele Projekte. Aber 16-bit ist der sichere Standard beim Arbeiten – du hast einfach mehr Reserve. Runterrechnen kannst du immer noch.
Die Behauptung: Mit genug Photoshop-Skills kannst du jedes Bild retten.
Die Realität: Das ist einer der gefährlichsten Mythen überhaupt.
Photoshop kann viel. Aber es kann keine physikalischen Grenzen überwinden:
Unscharf bleibt unscharf – echte Schärfe kannst du nicht nachträglich erzeugen
Motion Blur = meistens nicht mehr zu retten
Falsches Licht = extrem aufwendig zu korrigieren
Der Satz „Fix it in post“ ist eine Ausrede, keine Strategie.
Gute Bildbearbeitung setzt auf einem guten Ausgangsbild auf. Photoshop verstärkt, verfeinert, korrigiert – aber es ersetzt keine solide Grundlage.
Fazit: Photoshop verstärkt – es erschafft selten Wunder.
Mythos 8: „Filter sind unprofessionell“
Die Behauptung: Echte Profis nutzen keine Filter. Filter sind billige Effekte.
Die Realität: Filter gehören zu den mächtigsten Werkzeugen in Photoshop – wenn man sie richtig einsetzt.
Standard-Filter in der professionellen Praxis:
Hochpass-Filter → Standard für lokales Schärfen
Gaußscher Weichzeichner → Basis für Hautretusche
Camera Raw Filter → non-destruktive RAW-Bearbeitung in Photoshop
Verflüssigen-Filter → Formkorrekturen
Niemand würde behaupten, dass diese Tools unprofessionell sind.
Das Problem sind nicht die Filter selbst, sondern wie sie genutzt werden. Ein übertriebener Lens Flare wirkt billig. Ein gezielter Hochpass-Schärfungsfilter ist Handwerk.
Fazit: Filter sind Werkzeuge. Der User entscheidet über Qualität, nicht das Tool.
Mythos 9: „RGB und CMYK kann man einfach konvertieren“
Die Behauptung: Für Print einfach auf CMYK umstellen – fertig.
Die Realität: Die Konvertierung von RGB nach CMYK ist verlustbehaftet. Und zwar massiv.
Der Grund: RGB hat einen größeren Farbraum als CMYK. Farben, die in RGB brillant leuchten (besonders Neonfarben, kräftiges Blau, sattes Grün), können in CMYK nicht dargestellt werden. Sie werden automatisch in die nächstmögliche druckbare Farbe umgewandelt – und das bedeutet meist: matter, stumpfer, flacher.
Wenn du für Print arbeitest:
Wechsle frühzeitig ins CMYK-Profil
Arbeite mit Softproof (Ansicht > Proof einrichten)
Passe gezielt Farben an, die nicht druckbar sind
Kläre mit der Druckerei das Farbprofil
Blind konvertieren und hoffen funktioniert nicht. Du wirst böse Überraschungen erleben, wenn das gedruckte Ergebnis kommt.
Fazit: RGB ≠ CMYK. Farbraumwechsel brauchen Kontrolle und Vorbereitung.
Mythos 10: „Man braucht teure Plugins für professionelle Ergebnisse“
Die Behauptung: Ohne Nik Collection, Topaz, Boris FX oder andere Premium-Plugins kommst du nicht weit.
Die Realität: Photoshop liefert out-of-the-box alles, was du für professionelle Ergebnisse brauchst. Ebenen, Masken, Kurven, Kanalmixer, Camera Raw – damit lässt sich fast alles umsetzen.
Was Photoshop nativ kann:
Dodge & Burn
Frequency Separation
Color Grading
Compositing
Retusche
90% aller Plugins sind im Kern nur clevere Kombinationen von Photoshop-Standardfunktionen – verpackt in einem hübscheren Interface mit Marketing drumherum.
Aber: Tools wie Topaz Denoise, Gigapixel AI oder bestimmte Farbgrade-Plugins können tatsächlich Zeit sparen oder spezialisierte Aufgaben besser lösen. Sie sind nützlich, aber kein Muss.
Fazit: Plugins sind Luxus, kein Grundbedarf. Erst die Basics beherrschen, dann optimieren.
Bonus-Mythos: „Photoshop ist nur für Fotoretusche“
Photoshop wird oft auf Hautretusche und Beauty-Arbeiten reduziert. Dabei ist es ein vollwertiges Werkzeug für:
Compositing (Bildmontagen, Matte Painting)
Digital Painting (Konzeptkunst, Illustration)
UI/UX-Design (Webdesign, App-Mockups)
3D-Texturierung (eingeschränkt, aber möglich)
Animation (Timeline, Video-Editing)
Wer Photoshop nur als „das Programm zum Pickel entfernen“ sieht, fährt Ferrari im ersten Gang.
Fazit: Photoshop ist eines der vielseitigsten kreativen Werkzeuge überhaupt.
Zusammenfassung: Mythen entstehen, weil Regeln überbewertet werden
Die meisten Photoshop-Mythen haben einen wahren Kern – aber sie wurden zu starren Regeln gemacht. Und genau da liegt das Problem.
Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ in der Bildbearbeitung. Es gibt nur: funktioniert für dein Projekt oder nicht.
RAW ist technisch überlegen – aber JPEG geht auch
Non-destruktiv ist smart – aber nicht immer nötig
16-bit ist sauberer – aber 8-bit reicht oft
AI-Features sparen Zeit – sind aber kein Muss
Plugins sind praktisch – aber nicht zwingend
Am Ende zählt das Ergebnis. Nicht der Weg dorthin.
Wer das versteht, arbeitet freier, schneller und besser.
Eine kunstkritische Betrachtung über Werkzeuge, Kreativität und warum manche Menschen einfach gerne meckern
Von einem müden Kunstkritiker, der das alles schon mal gehört hat
Letzte Woche stand ich in einer Galerie. Vor mir: eine beeindruckende Arbeit. Digitale Komposition, KI-generierte Elemente, von Hand nachbearbeitet, in Acryl veredelt. Technisch versiert. Konzeptionell stark. Emotional wirksam.
Neben mir: Zwei Besucherinnen, vielleicht Anfang 50.
„Das ist doch keine richtige Kunst“, sagte die eine. „Das macht ja der Computer.“
Ich seufzte. Innerlich. Laut. Mit meiner ganzen Seele.
Nicht, weil ich anderer Meinung war. Sondern weil ich diesen exakt gleichen Satz schon so oft gehört habe. Nur mit anderen Worten.
„Das ist doch keine richtige Fotografie. Das macht ja die Kamera.“
„Das ist doch keine echte Zeichnung. Das ist ja digital.“
„Das ist doch keine Kunst. Das ist ja Photoshop.“
Und jetzt: „Das ist ja nur KI.“
Wir sind wieder da. Am exakt gleichen Punkt. Nur mit neuer Technologie.
Und ehrlich? Ich hab’s satt.
Die Fotografie: Als Kunst zum ersten Mal „zu einfach“ wurde
Spulen wir zurück. 1839. Louis Daguerre präsentiert die Daguerreotypie. Die Öffentlichkeit ist fasziniert. Die Kunstwelt? Empört.
Der französische Maler Paul Delaroche soll angeblich ausgerufen haben: „Von heute an ist die Malerei tot!“
Die Kritik damals klang bemerkenswert vertraut:
„Das ist kein Können, das ist eine Maschine.“
„Jeder kann auf einen Knopf drücken.“
„Wo ist da die künstlerische Hand?“
„Das ist Reproduktion, keine Kreation.“
Charles Baudelaire, einer der einflussreichsten Kunstkritiker seiner Zeit, schrieb 1859: „Wenn man der Fotografie erlaubt, die Kunst in einigen ihrer Funktionen zu ergänzen, wird sie diese bald vollständig verdrängt oder verdorben haben.“
Das war vor 165 Jahren.
Heute hängen Fotografien von Ansel Adams, Diane Arbus, Andreas Gursky in den wichtigsten Museen der Welt. Fotografien werden für Millionen verkauft. Niemand fragt mehr, ob Fotografie „echte Kunst“ ist.
Die Debatte ist tot. Die Kunst hat gewonnen.
Aber das Muster? Das wiederholt sich. Immer wieder.
Digitale Fotografie: Die zweite Runde
Fast forward. 1990er Jahre. Digitalkameras werden erschwinglich. Plötzlich braucht man kein Filmmaterial mehr, keine Dunkelkammer, keine chemischen Prozesse.
Und prompt: Die nächste Empörungswelle.
„Das ist doch keine richtige Fotografie.“ „Analog erfordert Können. Digital ist nur klicken und hoffen.“ „Echte Fotografen arbeiten mit Film.“ „Digital hat keine Seele.“
Ich erinnere mich an Gespräche in Fotografie-Foren Anfang der 2000er. Die Verbissenheit, mit der manche Leute verteidigten, dass nur analoge Fotografie wahre Kunst sei. Digital? Spielerei.
Heute? Die Debatte ist vorbei. Niemand fragt mehr nach. Einige der teuersten zeitgenössischen Fotografien wurden digital aufgenommen.
Aber das Muster bleibt.
Photoshop: Als Bearbeitung plötzlich „Betrug“ war
Nächste Runde. Photoshop wird zum Standard. Anfang 2000er.
Und wieder: Empörung.
„Das ist ja bearbeitet!“ „Das ist keine echte Fotografie mehr, das ist Manipulation.“ „Früher musste man das Bild richtig aufnehmen. Heute macht man einfach alles in Photoshop.“ „Echte Fotografen brauchen kein Photoshop.“
Ich habe Ausstellungen gesehen, in denen explizit darauf hingewiesen wurde: „Keine digitale Nachbearbeitung“ – als wäre das ein Qualitätsmerkmal. Als wäre Ansel Adams nicht stundenlang in der Dunkelkammer gewesen, um seine Prints zu optimieren. Als hätte nicht jeder große Fotograf der Geschichte massiv in die Entwicklung eingegriffen.
Aber damals galt: Photoshop = Schummelei.
Heute? Photoshop ist Industriestandard. Jede professionelle Fotografie durchläuft Nachbearbeitung. Niemand regt sich mehr auf.
Außer natürlich über das nächste Werkzeug.
KI: Willkommen zur vierten Iteration derselben Debatte
Und jetzt sind wir hier. 2024, 2025. KI-generierte Kunst.
Und die Argumente? Exakt dieselben. Nur das Werkzeug hat sich geändert.
„Das ist doch keine echte Kunst.“ „Das macht ja die KI.“ „Jeder kann einen Prompt eingeben.“ „Wo ist da das Können?“ „Das ist Diebstahl an echten Künstlern.“
Jedes. Einzelne. Argument. gab es schon. Drei Mal. Mindestens.
Und wisst ihr was? In zehn Jahren wird niemand mehr danach fragen. Genau wie bei Fotografie, Digitalfotografie und Photoshop.
KI wird ein Werkzeug sein. Unter vielen. Manche Künstler nutzen es. Manche nicht. Beide machen Kunst.
Aber bis dahin müssen wir uns anscheinend wieder durch dieselbe ermüdende Diskussion quälen.
Warum das Argument „Das ist kein Können“ Unsinn ist
Lasst mich etwas klarstellen.
Ein Werkzeug zu bedienen ist nicht automatisch Kunst. Aber es verhindert auch nicht Kunst.
Ein schlechter Fotograf mit der besten Kamera der Welt macht schlechte Fotos. Ein guter Fotograf mit einer Handy-Kamera macht gute Fotos.
Ein schlechter Maler mit den teuersten Ölfarben malt Schrott. Ein guter Maler mit Kinderfarben kann Magie erschaffen.
Ein schlechter Künstler mit KI-Tools produziert generischen Müll. Ein guter Künstler mit KI-Tools erschafft etwas, das dich zum Nachdenken bringt.
Das Werkzeug ist nicht der Punkt.
Der Punkt ist:
Was willst du sagen?
Wie setzt du es um?
Bewegt es etwas in anderen Menschen?
Kunst ist nicht die Technik. Kunst ist die Absicht, die Vision, die Ausführung, die Wirkung.
Ob du das mit einem Pinsel, einer Kamera, Photoshop oder einer KI erreichst, ist vollkommen egal.
Das eigentliche Problem: Gatekeeping als Identität
Hier ist die unbequeme Wahrheit über viele dieser Kritiker:
Es geht ihnen nicht um Kunst. Es geht um Status.
Sie haben Jahre investiert, eine bestimmte Technik zu lernen. Analog fotografieren. In der Dunkelkammer arbeiten. Mit Ölfarben malen. Und dieser Aufwand gibt ihnen ein Gefühl von Exklusivität.
„Ich kann etwas, was nicht jeder kann.“
Und dann kommt ein neues Werkzeug. Eines, das die Einstiegshürde senkt. Und plötzlich können mehr Menschen visuell kreativ sein.
Und das fühlt sich für manche an wie eine Bedrohung.
„Wenn jeder Kunst machen kann, bin ich dann noch etwas Besonderes?“
Die Antwort ist: Ja. Wenn deine Kunst gut ist.
Aber wenn dein einziger Wert darin lag, dass du ein schwieriges Werkzeug beherrschst, dann hast du ein Problem. Denn Werkzeuge werden immer einfacher. Das ist Fortschritt.
Echte Künstler fürchten neue Werkzeuge nicht. Sie nutzen sie.
Warum „KI stiehlt von Künstlern“ zu kurz greift
Okay, hier wird’s differenziert.
Ja, KI-Modelle werden mit Bildern trainiert. Viele davon ohne explizite Erlaubnis der Urheber. Das ist ein rechtliches und ethisches Problem, das gelöst werden muss.
Keine Frage. Das ist eine legitime Debatte über Urheberrecht, faire Vergütung und Transparenz.
Aber: Das ist eine andere Diskussion als „KI-Kunst ist keine echte Kunst“.
Du kannst gleichzeitig für bessere Künstlerrechte kämpfen UND anerkennen, dass KI ein legitimes kreatives Werkzeug ist.
Und hier ist der Punkt: Inspiration funktioniert immer durch Aufnahme und Rekombination.
Jeder Künstler lernt, indem er andere Künstler studiert. Maler kopieren Alte Meister. Fotografen lassen sich von anderen Fotografen inspirieren. Designer schauen, was andere machen.
Das ist nicht „Diebstahl“. Das ist, wie Kreativität funktioniert.
Die Frage ist nicht, ob man von anderen lernt. Die Frage ist: Schaffst du daraus etwas Neues?
Und genau das gilt auch für KI-Kunst. Ein guter Künstler nutzt KI nicht als „Knopf für fertiges Bild“, sondern als Werkzeug im kreativen Prozess.
Genauso wie Photoshop. Oder eine Kamera.
Die Museen wissen es längst
Hier ist ein Fakt, der die Debatte eigentlich beenden sollte:
KI-generierte Kunst hängt bereits in renommierten Museen.
Das MoMA in New York hat KI-Kunst in Ausstellungen gezeigt.
Die Serpentine Gallery in London hat KI-basierte Installationen präsentiert.
Die Ars Electronica widmet seit Jahren ganze Bereiche digitaler und KI-basierter Kunst.
Christie’s und Sotheby’s haben KI-Kunstwerke versteigert – für sechsstellige Summen.
Die Kunstwelt – die institutionelle, akademische, kuratorische Kunstwelt – hat längst entschieden: KI-Kunst ist Kunst.
Natürlich gibt es auch dort kritische Diskurse. Über Urheberschaft, über Originalität, über Ethik. Aber die Grundfrage „Ist das Kunst?“ ist beantwortet.
Die einzigen, die noch darüber streiten, sind:
Leute, die Kunst nicht als Beruf haben
Leute, die sich bedroht fühlen
Und Trolle im Internet, die einfach gerne streiten
Transparenz: Der einzige Standard, der zählt
Hier ist, wo ich Linie ziehe.
Wenn du mit KI arbeitest, steh dazu.
So wie du dazu stehst, dass du Photoshop benutzt. So wie du dazu stehst, dass du digital fotografierst. So wie ein Bildhauer dazu steht, dass er elektrische Werkzeuge nutzt.
Das Werkzeug zu verschweigen, ist das Problem. Nicht das Werkzeug selbst.
Wenn jemand ein KI-generiertes Bild als „handgemaltes Ölgemälde“ verkauft, ist das Betrug. Klar.
Aber wenn jemand sagt: „Ich arbeite mit KI-Tools, bearbeite die Ergebnisse von Hand, veredle sie mit Acryl und erschaffe daraus meine Vision“ – dann ist das völlig legitim.
Transparenz ist der Standard.
Und alles andere ist Kunst. Oder eben nicht. Aber das entscheidet sich nicht am Werkzeug.
Warum du nicht mit diesen Leuten diskutieren musst
Und jetzt der befreiendste Teil dieses Artikels:
Du musst mit diesen Leuten nicht diskutieren.
Wenn jemand in deine Kommentare kommt mit „Das ist ja keine echte Kunst, das ist ja nur KI“, dann musst du nicht:
Einen Essay schreiben
Drei historische Beispiele bringen
Erklären, wie dein kreativer Prozess aussieht
Du kannst einfach blocken.
Warum?
Weil Menschen, die so argumentieren, nicht an einem echten Gespräch interessiert sind. Sie wollen Recht haben. Sie wollen sich überlegen fühlen. Sie wollen provozieren.
Das sind keine Kunstkritiker. Das sind Trolle mit Kunstvokabular.
Echte Kunstkritik ist differenziert, neugierig, offen.
„Interessant, wie nutzt du KI in deinem Prozess?“ „Was sind für dich die Grenzen des Werkzeugs?“ „Wie siehst du die ethischen Fragen?“
Das sind Fragen, mit denen man arbeiten kann.
„Das ist ja keine echte Kunst“ ist keine Frage. Das ist eine Provokation.
Und mit Provokationen muss man nicht diskutieren.
Block. Weiter. Kunst machen.
Was wirklich zählt
Am Ende des Tages zählt nur eines:
Bewegst du etwas in Menschen?
Egal ob du mit Ölfarbe, Bleistift, einer Kamera, Photoshop oder KI arbeitest – wenn deine Arbeit jemanden zum Nachdenken bringt, eine Emotion auslöst, eine neue Perspektive eröffnet, dann hast du Kunst gemacht.
Wenn deine Arbeit in Galerien hängt, in Sammlungen aufgenommen wird, von Menschen geschätzt wird – dann hast du Kunst gemacht.
Wenn du eine Vision hast, sie technisch umsetzt und in die Welt bringst – dann hast du Kunst gemacht.
Das Werkzeug ist irrelevant.
Die Geschichte hat das drei Mal bewiesen. Vier Mal, wenn man KI mitzählt.
Und in zehn Jahren werden wir über das nächste Werkzeug streiten. Vielleicht Brain-Computer-Interfaces. Vielleicht neuronale Kunst. Vielleicht etwas, das wir uns heute noch nicht vorstellen können.
Und wieder werden Leute sagen: „Das ist ja keine echte Kunst.“
Und wieder wird die Kunstwelt weitermachen. Museen werden ausstellen. Sammler werden kaufen. Künstler werden erschaffen.
Weil Kunst nicht das Werkzeug ist.
Kunst ist, was du damit machst.
Mein Rat an jeden Künstler, der mit KI arbeitet
1. Steh dazu. Sei transparent. Erkläre deinen Prozess. Zeige, wie du arbeitest. Das ist nicht Schwäche – das ist Selbstbewusstsein.
2. Ignoriere die Trolle. Du musst dich nicht rechtfertigen. Deine Arbeit spricht für sich. Wer das nicht sieht, ist nicht dein Publikum.
3. Fokussiere dich auf deine Vision. Das Werkzeug ist nur Mittel zum Zweck. Die Frage ist: Was willst du sagen? Sag es. Mit welchem Werkzeug auch immer.
4. Lerne weiter. KI ist ein Werkzeug. Wie jedes Werkzeug kannst du es besser oder schlechter nutzen. Lerne es zu beherrschen. Genau wie Fotografen Licht studieren und Maler Farbtheorie.
5. Sei Teil der ethischen Debatte. Künstlerrechte, faire Vergütung, Transparenz – das sind wichtige Themen. Sei Teil der Lösung.
Fazit: Geschichte wiederholt sich, aber Kunst bleibt
In hundert Jahren wird niemand mehr fragen, ob KI-Kunst „echte“ Kunst ist.
Genauso wenig wie heute jemand fragt, ob Fotografie oder Photoshop „echte“ Kunst sind.
Die Debatte wird vorbei sein. Die Kunst wird bleiben.
Und die Leute, die heute meckern, werden vergessen sein.
Aber die Kunst? Die Kunst, die heute mit KI gemacht wird – die gute, die starke, die bewegende Kunst – die wird in Museen hängen, in Büchern stehen, in Sammlungen bewahrt werden.
Nicht weil sie mit KI gemacht wurde.
Sondern weil sie gut ist.
Und das ist das einzige Kriterium, das jemals gezählt hat.
Von einem Kunstkritiker, der diesen Zirkus schon zu oft gesehen hat – und sich weigert, noch mal die gleiche Platte zu hören.
Macht Kunst. Mit welchem Werkzeug auch immer.
Der Rest ist Lärm.
Wie dieser Text entstanden ist: Meine Blogartikel entstehen als Sprachmemos. Die werden transkribiert und mit KI-Unterstützung in Form gebracht. Die Erfahrung und die Empfehlungen sind komplett meine. Die Struktur und der Feinschliff entstehen mit KI. Sag ich offen, weil ich’s so halte.