Was dort eigentlich drinsteckt, warum das für Kreative interessant ist und wo man trotzdem genau hinschauen sollte.
Von Peter Brownz Braunschmid / BROWNZ • 31. August 2026
Wenn man sich mit offenen Bildmodellen und großen Datensätzen beschäftigt, stolpert man irgendwann über LAION. Der Name klingt ein wenig wie ein besonders schlecht gelaunter Löwe aus einem Computerspiel. Dahinter steckt aber etwas viel Nützlicheres: Infrastruktur.
Ich arbeite seit den 1980er-Jahren mit Computern und Computeranimation. Mich interessiert deshalb nicht nur, ob ein Tool am Ende ein hübsches Ergebnis ausspuckt, sondern auch, was dahintersteckt. Schauen wir uns LAION einmal ohne Nebelmaschine an.
Was ist LAION eigentlich?
LAION steht für Large-scale Artificial Intelligence Open Network. Dahinter steht eine gemeinnützige Organisation, die Datensätze, Modelle, Werkzeuge und Code öffentlich zugänglich machen will. Die Grundidee ist ziemlich vernünftig: Forschung an großen Modellen für maschinelles Lernen soll nicht ausschließlich in den privaten Kellern der großen Konzerne stattfinden. LAION beschreibt seine Ziele hier selbst.
LAION ist also keine App, in die man einen Prompt tippt und zehn Sekunden später steht ein fertiges Werbeplakat am Bildschirm. LAION ist eher die offene Werkstatt dahinter. Nicht der Toaster, sondern die Küche, in der man herausfinden kann, warum der Toaster überhaupt funktioniert.
Warum ist LAION für Bild-KI wichtig?
Das bekannteste Beispiel ist LAION-5B: ein Datensatz mit rund 5,85 Milliarden Bild-Text-Paaren. Ein Verfahren namens CLIP prüft dabei, ob Bild und Beschreibung inhaltlich zusammenpassen. Die wissenschaftliche Veröffentlichung erklärt Aufbau und Zweck genauer: LAION-5B auf arXiv.
Solche Datensätze sind eine wichtige Grundlage für moderne Bildmodelle. Stability AI schreibt in der Ankündigung von Stable Diffusion, dass der Kern-Datensatz auf LAION-Aesthetics trainiert wurde. Diese Teilmenge wurde mit einem CLIP-basierten Modell danach gefiltert, wie ästhetisch ein Bild eingeschätzt wurde. Das bedeutet nicht, dass LAION selbst Stable Diffusion ist. Es bedeutet: Andere Projekte konnten auf diesen Daten und Werkzeugen aufbauen. Mehr dazu steht in der offiziellen Ankündigung von Stability AI.
Nein. Und genau diese Unterscheidung ist wichtig. Laut LAION bestehen die Datensätze im Kern aus URLs, Bildbeschreibungen und Metadaten. Die Originalbilder werden nicht als dauerhaftes Bildarchiv verteilt. Wer mit einem Datensatz arbeiten möchte, lädt die gewünschten Inhalte über die verlinkten Quellen selbst herunter. Das beschreibt LAION in seiner FAQ.
Das macht die Sache aber nicht automatisch rechtlich unkompliziert. Offen bedeutet nicht gemeinfrei. Lizenzen, Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte und der konkrete Einsatzzweck müssen weiterhin geprüft werden. Nur weil irgendwo ein Link herumliegt, gehört einem noch lange nicht das Bild. Das Internet ist kein Selbstbedienungsbuffet mit Gratis-Nachspeise.
Was bringt mir LAION persönlich?
Wenn du einfach nur schnell ein Motiv generieren möchtest, bringt dir LAION im ersten Moment gar keinen direkten Klick-Generator. Dafür ist LAION nicht gebaut. Spannend wird es, wenn du verstehen möchtest, wo offene KI herkommt und wie du dich bei deinen Werkzeugen ein Stück weit unabhängiger machen kannst.
Für mich als Künstler liegen die Vorteile vor allem in drei Dingen: Ich kann besser nachvollziehen, wie Bildmodelle lernen. Ich kann offene Modelle und Werkzeuge untersuchen, statt nur eine geschlossene Oberfläche zu bedienen. Und ich kann große Bildarchive nach Inhalt, Stimmung oder Ähnlichkeit durchsuchen, statt mich durch Dateien mit Namen wie IMG_2387_final_final2.jpg zu quälen.
OpenCLIP ist dafür ein gutes Beispiel: eine offene Implementierung von CLIP, mit der Bild und Sprache miteinander verglichen werden können. OpenCLIP auf GitHub. Die LAION-Projektübersicht zeigt weitere Datensätze und Werkzeuge.
Man muss dafür nicht sofort Python lernen und drei Grafikkarten im Keller stapeln. Wer Datensätze direkt bearbeiten oder Modelle selbst trainieren möchte, braucht aber technische Grundlagen. Die KI nimmt einem das Denken nicht ab. Sie verlangt nur manchmal zusätzlich noch eine Kommandozeile. Eine eher unromantische, aber ehrliche Beziehung.
LAION ist längst nicht mehr nur Bild-KI
Die aktuelle Projektübersicht reicht inzwischen von Bild und Text über Audio bis zu Video. Das Projekt LAION-BVD wird dort als offener Videodatensatz mit 1,3 Milliarden Video-URLs, 80 Millionen heruntergeladenen Videos, rund zehn Millionen Stunden Material, 55 Millionen beschrifteten Videoclips und 300 Millionen beschrifteten Videoframes beschrieben.
Das zeigt die Richtung: KI soll nicht mehr nur Bilder erkennen oder erzeugen, sondern mit Text, Bild, Ton und Video gleichzeitig umgehen können. Also mit genau dem digitalen Kuddelmuddel, das wir Menschen seit Jahrzehnten produzieren.
Die Schattenseite gehört ebenfalls dazu
Wenn Material aus dem offenen Web gesammelt wird, können problematische, private, beleidigende oder illegale Inhalte in den Ausgangsdaten landen. Das ist kein kleiner Schönheitsfehler, sondern eine echte Verantwortung.
Nach einer Sicherheitsüberprüfung veröffentlichte LAION 2024 die überarbeiteten Varianten Re-LAION-5B-research und Re-LAION-5B-research-safe. Dabei wurden bekannte Links zu mutmaßlichem Missbrauchsmaterial sowie bestimmte Hinweise auf private Informationen von Kindern entfernt. Das ist eine wichtige Korrektur, aber kein magischer Stempel mit der Aufschrift: rechtlich und moralisch für alle Fälle erledigt.
Für mich ist LAION keine spektakuläre Endkunden-App, sondern eine offene Forschungswerkstatt. Genau darin liegt der persönliche Nutzen: Man versteht besser, woher viele KI-Systeme kommen, kann Werkzeuge freier ausprobieren und muss die Technik nicht mehr als undurchsichtigen Zaubertrick behandeln.
LAION ersetzt kein Auge für Gestaltung, keine rechtliche Prüfung und keinen menschlichen Geschmack. Aber es macht die KI-Welt ein Stück weniger mystisch. Und wie bei einer Kamera gilt auch hier: Die Technik kann viel. Ob am Ende ein gutes Bild herauskommt, hängt immer noch davon ab, wer sie bedient.
Fakten- und Linkcheck
Alle folgenden Primärquellen wurden am 31.08.2026 geöffnet. Die Links waren erreichbar und wurden auf inhaltliche Relevanz für die jeweiligen Aussagen geprüft.
EU-KI-Act-Transparenzhinweis (Artikel 50): Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von ChatGPT bei Recherche, Strukturierung und sprachlicher Ausarbeitung erstellt. Faktenauswahl, Einordnung, Linkprüfung und finale redaktionelle Verantwortung liegen bei Peter Brownz Braunschmid / BROWNZ. Keine Rechtsberatung.
Mein erster kompletter Plakatversuch am Handy – mit brauchbarem Ergebnis, ein paar Fehltritten und angenehm viel Badewasser.
MEIN KURZFAZIT KI liefert keine automatische Gestaltung. Sie liefert Material. Mit Erfahrung, Geschmack und ein paar freundlichen Korrekturschleifen kann daraus trotzdem etwas Ordentliches werden – sogar am Handy.
Fast jeden Tag spült mir Instagram irgendwelche AI-Hate-Videos herein. Da werden misslungene ChatGPT-Plakate hergezeigt, Grafiker schütteln dramatisch den Kopf und am Ende lautet die Botschaft: KI kann nichts, alles schaut furchtbar aus – als hätte eine schlecht gesetzte Überschrift gerade das Abendland beendet.
Ganz ehrlich: Diese Rechnung ist mir zu billig. Eine KI ist ein Werkzeug. Wenn ich zum ersten Mal eine Kamera in die Hand nehme, im Automatikmodus einmal auf den Auslöser drücke und das Foto ist schlecht, kann ich auch nicht ernsthaft behaupten, die Kamera sei schuld. Vielleicht waren mein Bild, mein Licht oder meine Idee noch nicht besonders gut. Der Automatikmodus ist schließlich keine Geschmackstaste.
Also habe ich es selbst ausprobiert
Ich arbeite seit über 30 Jahren im Agentur- und Medienbereich. Gestaltung, Fotografie, Photoshop, Composing, Druck und Bildaufbereitung sind für mich keine exotischen Fremdwörter. Deshalb wollte ich wissen, was passiert, wenn man so ein sogenanntes ChatGPT-Plakat nicht als Ein-Klick-Wunder behandelt, sondern wie einen normalen Gestaltungsauftrag.
Das Briefing war bewusst einfach und komplett fiktiv: COFFEE BROWNZ, ein Kaffeeladen in Linz, bewirbt seine Summer-Special-Matcha-Wochen. Modern, minimalistisch, viel Freiraum, keine Fantasieadresse, keine Schrift, die irgendwo am Glas klebt, und keine typografische Geisterbahn. Die visuelle Richtung: ruhig, klar und eher Apple als Jahrmarkt.
Und ja: Das war mein allererster Versuch, einen kompletten Plakat-Workflow auf diese Art durchzuspielen. Nicht im Studio. Nicht am großen Rechner. Sondern am iPhone, während ich in der Badewanne lag. Die Arbeitsbedingungen waren also zumindest hervorragend klimatisiert.
Ich prompte nicht. Ich diskutiere.
Ich tippe keine kilometerlangen Zaubersprüche in ein Prompt-Feld und hoffe danach auf göttliche Erleuchtung. Ich rede mit ChatGPT so, wie ich mit einem Assistenten reden würde. Ich erkläre die Idee, schaue mir das Ergebnis an, sage, was nicht funktioniert, verwerfe Varianten und lasse nacharbeiten.
Genau so lief auch dieses Experiment. Die erste Vorlage war zu beliebig. Dann tauchte eine nicht bestätigte Adresse auf – weg damit. An anderer Stelle stand die Typografie zu knapp am Matcha-Glas. Also Abstand korrigieren. Die Wortmarke musste ruhiger werden. Das Layout musste sauberer werden. Und selbst in der späteren Workshop-PDF gab es noch eine Seite, auf der eine Überschrift in die nächste Spalte ragte. Auch das wurde korrigiert.
Das ist für mich keine Niederlage der KI, sondern ein völlig normaler Gestaltungsprozess: ansehen, Nein sagen, ändern, noch einmal ansehen. Das ist kein Weltuntergang, sondern Dienstag in jeder halbwegs normalen Gestaltung.
Was technisch dahintersteckte
Der gesamte Ablauf lief in ChatGPT im Work Mode. Dabei kamen auch verbundene Adobe-Werkzeuge und Bildgenerierung zum Einsatz. ChatGPT war die Zentrale für Briefing, Varianten, Auswahl, Korrekturen, Dokumentation und Ausgabe. Das ist wichtig, weil solche Integrationen nicht einfach magisch auf alles zugreifen: Sie funktionieren nur mit den jeweils verfügbaren Fähigkeiten, Berechtigungen und verbundenen Konten.
Der eigentliche Punkt ist aber nicht, welche App an welcher Stelle im Hintergrund gearbeitet hat. Entscheidend war, dass ich den Prozess geführt habe. Die KI hat Vorschläge und Dateien geliefert. Ich habe Richtung, Auswahl, Abstände, Text, Hierarchie und Qualität beurteilt.
4K ist kein magisches Drucksiegel
Beim Thema Druck wird besonders gerne durcheinandergeredet. 4K beschreibt zunächst nur eine bestimmte Pixelmenge beziehungsweise eine gebräuchliche Auflösungsklasse. Ob eine Datei drucktauglich ist, hängt vom Endformat, der tatsächlichen Pixelzahl, der effektiven Pixeldichte, dem Betrachtungsabstand, dem Druckverfahren, dem Farbprofil und der Druckerei ab.
Für kleinere hochwertige Drucke sind rund 300 ppi ein üblicher Richtwert. ppi bedeutet Pixel pro Zoll und beschreibt vereinfacht gesagt, wie dicht die vorhandenen Bildpunkte im Druck sitzen. Bei sehr großen Formaten, die aus mehreren Metern Entfernung betrachtet werden, kann deutlich weniger ausreichen. Genau deshalb kann ein sauber aufbereitetes Motiv auch auf sechs mal vier Metern funktionieren, ohne dass dafür üblicherweise 300 ppi über die gesamte Fläche nötig sind. Vor Produktion gilt trotzdem: Endformat festlegen, Druckerei fragen, Datei prüfen und einen Proof machen.
Auch ein Upscaler ist kein Zauberstab, der verlorene Originaldetails aus dem Nichts zurückholt. Ein gutes Werkzeug kann Kanten, Strukturen und wahrgenommene Schärfe überzeugend rekonstruieren. Ob das Ergebnis wirklich sauber ist, muss aber wieder ein Mensch beurteilen. 4K sagt zunächst etwas über die Pixelmaße aus – noch nicht darüber, wie groß, wie nah und mit welchem Verfahren später gedruckt wird. Nach meiner eigenen Praxiserfahrung bereite ich seit Jahren eigene Arbeiten sowie Daten für Kunden und Agenturen auf, auch bei sehr alten oder zu kleinen Bildern. Bei meinen regulären Kunstwerken starte ich mindestens mit einem nativen 4K-Ausgang. AI-modifizierte Elemente habe ich bereits in Fine-Art-Prints auf Büttenpapier eingesetzt. Der Grund, warum das funktioniert, ist nicht Magie, sondern ein kontrollierter Workflow.
Dasselbe gilt für PDFs: Eine PDF ist nicht automatisch druckfertig und auch nicht automatisch vollständig editierbar. Vektortext, eingebettete Schriften, Bilder, Beschnitt, Farbprofil und Exportstandard müssen geprüft werden. Die hier angebotene Workshop-PDF dokumentiert den Ablauf. Vor einer echten Produktion würde ich die konkrete Plakatdatei immer noch einmal händisch in der vorgesehenen Druckgröße kontrollieren.
Die KI hat keinen Geschmack. Den müssen wir mitbringen.
Ich kann das permanente Ablästern über KI deshalb nur bedingt nachvollziehen. Natürlich produziert KI jede Menge Schrott. Menschen produzieren aber ebenfalls jede Menge Schrott – mit Photoshop, Kameras, Layoutprogrammen, Pinseln und vermutlich auch mit Kartoffeldruck. Das Werkzeug garantiert keine Ästhetik. Es beschleunigt nur ziemlich zuverlässig das, was man damit macht – im Guten wie im etwas schief geratenen Matcha-Grün.
Wer gestalten will, braucht weiterhin Grundwissen: Hierarchie, Typografie, Bildaufbau, Abstand, Farbe, Material, Ausgabe und vor allem ein Auge dafür, wann etwas noch nicht fertig ist. KI nimmt einem diese Entscheidungen nicht ab. Sie kann den Weg aber deutlich schneller machen.
Mein Vorschlag an Agenturmenschen und Grafiker ist daher ziemlich simpel: Anschauen und einmal ernsthaft ausprobieren – idealerweise länger als bis zum ersten schiefen Entwurf. Vielleicht ist nicht alles brauchbar. Vielleicht ist aber genug dabei, um schneller zu arbeiten oder sogar einen neuen Service daraus zu machen. Nach meiner eigenen Erfahrung verdiene ich unter anderem mit sauberer Bildaufbereitung und Upscaling Geld, weil ich neue Werkzeuge sinnvoll in meinen vorhandenen Workflow einbaue.
Die komplette Workshop-PDF
Damit das Experiment nachvollziehbar bleibt, habe ich den kompletten Ablauf als einsteigerfreundliche Workshop-PDF zusammengefasst: vom gesprochenen Briefing über Varianten, Fehler und Korrekturen bis zur finalen Gestaltung und zum technischen Druckcheck. Auch diese Dokumentation entstand im Dialog mit ChatGPT – und ebenfalls am Handy.
Mein Ergebnis ist nicht: KI kann jetzt alles. Mein Ergebnis ist: Wer weiß, was er will, sauber schaut und konsequent korrigiert, kann mit diesen Werkzeugen bereits sehr brauchbare Arbeit herstellen. Sogar am Telefon. Sogar in der Badewanne. Der Mensch bleibt dabei nicht überflüssig. Er darf weiterhin hinschauen, auswählen und gelegentlich auch sehr entschieden Nein sagen.
Und weil es gerade so schön konsequent ist: Auch dieser Blogbeitrag entstand in der Badewanne. Ich habe ihn frei ins Handy gesprochen. ChatGPT hat aus der Aufnahme einen lesbaren Text gemacht, die Fakten und Links geprüft und das Ganze als Word-Dokument aufgebaut. Ich tippe solche Beiträge nicht. Ich bespreche sie.
Dieser Beitrag entstand auf Grundlage meiner frei gesprochenen Angaben. ChatGPT unterstützte bei Transkription, sprachlicher Struktur, Faktencheck und Erstellung des Word-Dokuments. Das Plakat-Experiment und die begleitende PDF entstanden ebenfalls im Dialog mit ChatGPT unter Einsatz verbundener Adobe-Werkzeuge und Bildgenerierung. Inhalt, Haltung, Auswahl, Korrekturen und finale Freigabe stammen von mir.
Ich habe das Photoshop-Orakel befragt. Es saß wie immer hinter einem Dialogfenster, das seit Jahren niemand vollständig gelesen hat. Trotzdem hat es gesprochen:
Speichere früh. Speichere oft. Photoshop spürt ziemlich genau, wann dein Bild gerade besonders gut wird.
Eine Ebene namens „Ebene 47 Kopie 3 final final“ ist kein Workflow. Sie ist ein Hilferuf.
Arbeite mit Masken. Der Radiergummi ist mutig, aber er hat kein Gedächtnis.
Zoome regelmäßig raus. Wenn das Bild nur bei 800 Prozent gut aussieht, hast du ein sehr kleines Meisterwerk.
Mehr Schärfe rettet kein wirklich unscharfes Foto. Sie macht die Unschärfe nur selbstbewusster.
Der beste Filter ist oft jener, den du danach auf 30 Prozent Deckkraft zurücknimmst.
Freistellen beginnt an der Kante und nicht beim Kauf des nächsten Plugins.
KI kann Zeit sparen. Geschmack, Bildidee und Entscheidung musst du trotzdem selbst mitbringen.
Wer nie Pausen macht, retuschiert irgendwann Probleme ins Bild, die vorher gar nicht da waren.
Fertig ist ein Bild nicht, wenn nichts mehr möglich ist, sondern wenn jede weitere Ebene es schlechter macht.
Das Orakel hat gesprochen. Jetzt speichern. Wirklich.
Werbung in eigener Sache
Falls du gerade gemerkt hast, dass zwischen „Ebene 47 Kopie 3“ und echter Kontrolle noch etwas Luft ist: Mein BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv enthält 500 Stunden und 27 Minuten Videomaterial aus den Jahren 2006 bis 2022. Nach Abzug technischer Doppelversionen bleiben rund 459 Stunden eigenständiges Material auf einer 500-GB-USB-3-Festplatte. BROWNZ REMASTERED Volume 1 und Volume 2 sind als kostenloser Bonus dabei. In den beiden neueren Produktionen ist auch AI enthalten.
EU-Transparenzhinweis: Dieser Beitrag entstand aus meiner Idee und wurde mit KI-Unterstützung schriftlich ausgearbeitet. Inhalt und Haltung stammen von BROWNZ.
Wir kaufen Kameras, die jedes Staubkorn gestochen scharf abbilden. Und dann suchen wir ein Tool, das unsere Fotos aussehen lässt, als wären sie 2003 beim Schulausflug entstanden. Bildbearbeitung ist schon ein herrlich bescheuertes Hobby.
Image95.exe ist ein Fotoeditor im Browser mit grauen Knöpfen, Retro-Fenstern und einer verdächtig vertrauten Windows-Wiese. Hinter dem Ganzen steckt Daniele Ventura. Laut About-Seite ist es ein persönliches Spaßprojekt, das noch weiterentwickelt wird.
Was kann die Zeitmaschine?
Im Editor findest du Farbfilter, LUTs – also vorgefertigte Farbumwandlungen –, Rahmen und Bildüberlagerungen. Dazu kommen Rauschen, Pixelbildung, VHS-, Glitch- und Rastereffekte. Genug Spielzeug, um ein sauberes Foto in Richtung frühe 2000er zu schubsen.
Mein Tipp: Mit einem Look anfangen. Nicht sofort alles übereinanderkippen. Sonst wird aus nostalgischem Charme ganz schnell ein kaputter Fernseher.
Der Anbieter empfiehlt einen Computerbrowser. Eine Android-App gibt es ebenfalls; laut Google Play enthält sie Werbung und In-App-Käufe. Ein nettes Werkzeug für Retro-Looks – meine Photoshop-Werkbank würde ich dafür trotzdem nicht einmotten.
Werbung in eigener Sache: Mehr auf der Platte
Wenn du beim Retro-Gefühl gleich noch etwas lernen willst: Bei meinem BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv sind BROWNZ REMASTERED Volume 1 und Volume 2 kostenlos als Bonus dabei. Das Archiv enthält historisches Photoshop-Wissen aus 2006 bis 2022; die beiden REMASTERED-Produktionen enthalten auch AI.
149 Euro inklusive Versand innerhalb der EU. Die Extras kosten nichts – das Archiv natürlich schon.
Photoshop 27.9.1, Lightroom Classic 15.5 und Lightroom 9.5 im ehrlichen Praxischeck
Recherche- und Redaktionsstand 26. August 2026
TRUE MODE: Keine erfundene 2027-Version, keine Wunderknöpfe und kein KI-Zirkus. Ich trenne hier sauber zwischen stabil veröffentlichten Funktionen, Beta-Werkzeug und meiner persönlichen Praxiseinschätzung.
BROWNZ Kunst, Fotografie und digitale Bildbearbeitung ohne Fachchinesisch
Das Wichtigste in 60 Sekunden
Photoshop ist aktuell bei Version 27.9.1. Die nützlichsten Neuerungen sind das bessere Entfernen von Störungen, Harmonisieren für glaubwürdigere Montagen, frei wählbare KI-Modelle, Referenzbilder und neue Einstellungsebenen.
Lightroom Classic 15.5 bleibt die logischere Wahl für große lokale Archive, Druck, Tethering und sehr kontrollierte Dateiverwaltung. Neu sind unter anderem feinere KI-Masken, eine bessere Ausschnittkontrolle und der Befehl Zu DNG rendern.
Das moderne Lightroom 9.5 ist nicht mehr einfach nur ‚das Cloud-Lightroom‘. Im Bereich Lokal kann es direkt mit Ordnern auf Festplatten arbeiten. Seine Stärke bleibt das Arbeiten über mehrere Geräte – plus Generatives Erweitern, KI-Schärfen, semantische Suche und neue Video-Funktionen.
Photoshop Beta enthält einen frühen KI-Assistenten. Spannend? Ja. Etwas, worauf ich einen bezahlten Auftrag aufbauen würde? Noch nicht.
Die besten Tricks sind oft keine neuen KI-Funktionen, sondern Alt-/Option-, Shift- und Strg-/Cmd-Kombinationen. Genau die sparen in der täglichen Arbeit Zeit, Nerven und unnötige Klickerei.
2027 steht im Titel, weil diese Versionen und Arbeitsweisen sehr wahrscheinlich in den Jahreswechsel hinein relevant bleiben. Eine offizielle 2027-Generation ist zum Redaktionsstand aber noch nicht veröffentlicht. Alles andere wäre Hellseherei mit Adobe-Logo.
Zuerst die Versionsfrage: Was ist überhaupt aktuell?
Adobe hat es geschafft, aus drei ziemlich klaren Programmen ein kleines Namensrätsel zu machen. Photoshop heißt weiterhin Photoshop. Lightroom gibt es dagegen als Lightroom Classic und als modernes Lightroom für Desktop, Web und Mobilgeräte. Dazu kommen Beta-Versionen, die oft schon Funktionen zeigen, die im stabilen Programm noch gar nicht vorhanden sind.
Darum hier einmal sauber und ohne Nebelmaschine:
Programm
Aktueller Stand
Was das praktisch bedeutet
Photoshop Desktop
27.9.1 · Juli 2026
Stabile Produktionsversion. Im August 2026 gab es zusätzlich Wartungsupdates für die LTS-Linie.
Photoshop Beta
27.9 · Juni 2026
Testversion mit frühem KI-Assistenten und weiteren Funktionen. Nicht mit der stabilen Version verwechseln.
Lightroom Classic
15.5 · August 2026
Lokaler Katalog, große Archive, Druck, Plugins, Tethering und detailreiche Dateiverwaltung.
Lightroom Desktop
9.5 · August 2026
Modernes Lightroom mit Gerätesynchronisation, lokalem Bereich und den neuesten generativen Funktionen.
Lightroom Web/Mobil
August 2026
Ergänzt das moderne Lightroom um Browser-, Tablet- und Smartphone-Arbeit.
Wichtig: Wenn dir irgendwo bereits ‚Photoshop 2027‘ oder ‚Lightroom 2027‘ als fertige Version verkauft wird, schau sehr genau hin. Zum 26. August 2026 gibt es dafür keine offizielle Veröffentlichung von Adobe. Beta ist Beta, ein Gerücht ist ein Gerücht – und eine Jahreszahl in einer Überschrift ist noch lange kein Produkt.
Classic oder modernes Lightroom? Die kurze, ehrliche Antwort
Für viele Einsteiger ist genau das die erste Stolperfalle. Beide Programme heißen Lightroom, beide entwickeln RAW-Dateien und beide können inzwischen ziemlich viel KI. Trotzdem arbeiten sie grundverschieden.
Wenn du das brauchst …
Dann passt eher …
Warum
Großes lokales Archiv auf Festplatten
Lightroom Classic
Kataloge, Ordner, Metadaten, Umbenennen beim Import und mehrere Kataloge sind hier deutlich stärker.
Druck, Softproof, Tethering, Plugins
Lightroom Classic
Diese klassischen Profi-Workflows sind seine Heimat.
Nahtlos auf Rechner, Tablet, Handy und Web
Lightroom
Originale oder Smart-Vorschauen lassen sich über das Ökosystem synchron nutzen.
Neue KI-Funktionen möglichst früh
Lightroom
Generatives Erweitern, Generatives Hochskalieren, KI-Schärfen und semantische Suche landen hier oft zuerst.
Lokale Ordner ohne kompletten Cloud-Import
Lightroom · Bereich Lokal
Das moderne Lightroom kann direkt auf lokale Dateien zugreifen. ‚Nur Cloud‘ stimmt also nicht mehr.
Einfacher Einstieg ohne Katalogdenken
Lightroom
Die Oberfläche ist reduzierter und über Geräte hinweg ähnlicher.
Meine Faustregel: Wenn du dein Bildarchiv wie eine Werkstatt organisierst, nimm Classic. Wenn du deine Fotos wie eine überall erreichbare Bibliothek nutzen willst, nimm das moderne Lightroom. Und ja: Man kann beide kombinieren. Man sollte nur vorher wissen, welches Programm der Chef über die Originaldateien sein soll.
Mini-Wörterbuch: Damit du nicht schon an den Begriffen aussteigst
Ein paar Wörter tauchen ständig auf. Hier sind sie einmal in normalem Deutsch:
RAW: Die weitgehend unverarbeiteten Bilddaten aus der Kamera. Sie bieten mehr Spielraum als ein fertiges JPEG.
Katalog: Die Datenbank von Lightroom Classic. Sie merkt sich Speicherorte, Bewertungen und Bearbeitungen. Deine Originalfotos liegen trotzdem als eigene Dateien auf dem Laufwerk.
Maske: Sie begrenzt eine Bearbeitung auf einen bestimmten Bildbereich. Bei Photoshop-Ebenenmasken zeigt Weiß die Ebene, Schwarz verbirgt sie und Grau wirkt teilweise.
Einstellungsebene: Eine Photoshop-Korrektur, die über dem Bild liegt und später geändert oder maskiert werden kann. Die Originalpixel bleiben unangetastet.
DNG: Ein von Adobe entwickeltes Dateiformat. Beim neuen Befehl Zu DNG rendern entsteht allerdings keine neue RAW-Datei, sondern eine fertig berechnete Arbeitsdatei im DNG-Behälter.
Tethering: Die Kamera ist mit dem Rechner verbunden. Neue Aufnahmen landen direkt in Lightroom Classic.
Softproof: Eine Bildschirmvorschau dafür, wie Farben mit einem bestimmten Drucker- oder Papierprofil ungefähr aussehen werden.
PSB: Photoshops Großformat für Dateien, die für PSD zu groß werden.
Generative Credits: Das monatliche Rechenguthaben für bestimmte KI-Funktionen. Verbrauch und Freimengen hängen von Abo, Modell und Ausgabegröße ab.
Photoshop 2026: Die Neuerungen, die im Alltag wirklich etwas bringen
1. Entfernen ist endlich mehr als digitales Darübermalen
Das Entfernen-Werkzeug gehört für mich zu den stärksten praktischen Verbesserungen. In der Kontextbezogenen Taskleiste findest du jetzt die konkreten Schalter: Störende Elemente finden, Hinzufügen zu, Von Auswahl subtrahieren, Nach jedem Strich entfernen und Neue Ebene erstellen. Falls die Leiste fehlt, blendest du sie über Fenster > Kontextbezogene Taskleiste ein.
In der Optionsleiste steuerst du unter Modus, wie gerechnet wird: Automatisch (Kann generative KI verwenden), Generative KI ist aktiviert oder Generative KI ist deaktiviert. Bei aktivierter generativer KI kannst du zwischen Cloud und Gerät wählen. Gerät läuft nach dem Modell-Download lokal, wenn deine Hardware unterstützt wird.
Praxis: Ein Straßenschild oder Kabel entfernen
Wähle im Werkzeugbedienfeld das Entfernen-Werkzeug. Dadurch öffnet sich die Kontextbezogene Taskleiste.
Aktiviere Neue Ebene erstellen. Photoshop legt das Ergebnis dadurch getrennt vom Original an.
Stelle den Pinsel etwas größer als das Objekt ein und zeichne einen geschlossenen Kringel darum. Du musst nicht jedes Pixel ausmalen.
Für Personen oder Kabel öffnest du Störende Elemente finden. Mit Hinzufügen zu und Von Auswahl subtrahieren korrigierst du die erkannte Auswahl.
Wenn du erst mehrere Striche sammeln möchtest, deaktivierst du Nach jedem Strich entfernen. Sonst rechnet Photoshop nach jedem einzelnen Strich sofort.
Prüfe das Ergebnis bei 100 Prozent. Wiederholte Strukturen, Kanten und Schatten sind die Stellen, an denen KI gerne kreativ wird, obwohl niemand sie darum gebeten hat.
Top-Secret-Trick: Der Kreis um ein Objekt ist oft sauberer als wildes Übermalen. Und: Eine eigene Ergebnis-Ebene ist Gold wert. Dann kannst du mit einer Maske nur die wirklich guten Teile einblenden und musst nicht die gesamte Berechnung akzeptieren.
Harmonisieren – in englischen Videos Harmonize – passt Farbe, Licht, Schatten und Tonwert eines freigestellten Motivs an den neuen Hintergrund an. Das ersetzt weder gutes Freistellen noch glaubwürdige Physik. Als erster Anpassungsschritt spart es bei Montagen aber überraschend viel Zeit.
Wichtig: Harmonisieren arbeitet nur auf einer Pixelebene, nicht direkt auf einem Smartobjekt, einer Textebene oder einer Einstellungsebene. Platziere das Motiv, entferne seinen alten Hintergrund und passe zuerst Größe und Perspektive an. Danach wählst du die Pixelebene und klickst in der Kontextbezogenen Taskleiste auf Harmonisieren.
Praxis: Eine Person in einen anderen Hintergrund setzen
Motiv auswählen und auf eine eigene Ebene maskieren.
Größe und Perspektive anpassen. Das sollte vor Harmonisieren passieren.
Harmonisieren in der Kontextbezogenen Taskleiste ausführen und die glaubwürdigste Variante wählen.
Mit einer Ebenenmaske störende Bereiche des Ergebnisses zurücknehmen.
Kontakt- und Fallschatten separat bauen. Harmonisieren hilft, aber es kennt deine Bildidee nicht.
Zum Schluss eine gemeinsame Körnung oder eine leichte Gesamtfarbkorrektur über die Komposition legen.
Kostenfalle: Harmonisieren verbraucht laut Adobes aktueller Credit-Tabelle fünf Credits pro Berechnung. Also nicht 40-mal blind klicken. Erst Perspektive und Freistellung sauber machen, dann rechnen.
3. Generatives Füllen: Modellwahl und Referenzbilder machen den Unterschied
Generatives Füllen ist nicht neu. Neu und wichtiger geworden ist die Kontrolle darüber. In aktuellen Photoshop-Versionen kannst du je nach Funktion zwischen Adobe-Firefly-Modellen und Partnermodellen wählen. Außerdem können Referenzbilder festlegen, welches Objekt oder welche Bildwirkung du ungefähr erreichen willst.
Bei Adobe Firefly kannst du eine Referenz als Objekt oder als ganzes Bild interpretieren lassen. Danach entscheidest du, ob vorhandener Inhalt ersetzt oder etwas platziert werden soll. Bei einzelnen Partnermodellen sind mehrere Referenzbilder möglich. Das kann stark sein, kostet aber je nach Modell deutlich mehr Credits und muss nicht automatisch bessere Ergebnisse liefern.
Der unterschätzte Trick: Das Prompt-Feld leer lassen
Wenn du nur einen störenden Bereich ersetzen oder einen Hintergrund logisch fortsetzen willst, gib nicht immer einen halben Roman ein. Eine aktive Auswahl plus leeres Prompt-Feld sagt Photoshop sinngemäß: Fülle das auf Grundlage der Umgebung. Das ist für Reparaturen oft natürlicher als eine unnötig genaue Textbeschreibung.
Top-Secret-Trick: Arbeite bei komplizierten Erweiterungen in kleinen Etappen. Erst links erweitern, dann rechts, dann oben. Eine riesige Auswahl auf einmal gibt der KI auch riesigen Spielraum für Unsinn.
4. Klarheit und Dunstentfernung sowie Körnung als Einstellungsebenen
Im Ebenenbedienfeld findest du unter Neue Füll- oder Einstellungsebene erstellen die Einträge Klarheit und Dunstentfernung sowie Körnung. Das klingt weniger spektakulär als ein KI-Assistent, ist für einen sauberen Bildaufbau aber wahrscheinlich nützlicher.
Du kannst Stärke, Mischmodus, Deckkraft und Maske später jederzeit verändern. So nimmst du Körnung aus der Haut, setzt Klarheit nur auf Strukturen oder begrenzt Dunstentfernung auf den Himmel. Die Originalpixel bleiben unangetastet.
5. Ebenen aufräumen, Actions finden und direkt weiterarbeiten
Photoshop hat 2026 auch an den eher unscheinbaren Dingen gearbeitet. Ebenen lassen sich besser bereinigen, das Aktionen-Bedienfeld wurde modernisiert und die kontextbezogene Taskleiste bietet bei mehreren Werkzeugen passendere nächste Schritte. Dazu kommen Cloud-Dateisuche in natürlicher Sprache, Font-Favoriten, Firefly-Boards-Anbindung und modernisierte Dateiformate.
Das sind keine Funktionen, für die man ein Feuerwerk zündet. In langen Projekten sind aber genau solche Verbesserungen angenehm. Eine Montage mit 80 Ebenen scheitert selten an fehlender KI. Sie scheitert eher daran, dass niemand mehr weiß, welche Ebene ‚Ebene 47 Kopie 3 final wirklich final‘ eigentlich war.
6. Reflexionen, Upscaling und Farbmanagement
Die Reflexionsentfernung hilft bei Aufnahmen durch Glasscheiben. Generatives Hochskalieren kann kleine Dateien vergrößern und neue Details berechnen. Beides kann brauchbar sein. Bei Gesichtern, Schriften, Architektur und feinen Mustern musst du das Ergebnis aber kritisch prüfen.
Nur falls du mit HDR, Film oder aufwendigen Produktionsketten arbeitest, werden OpenColorIO 2.5 und ACES 2.0 wichtig. Für Einsteiger reicht zunächst diese Regel: Sieht ein Bild in Photoshop anders aus als im Browser oder auf einem zweiten Bildschirm, prüfe Farbprofil, Monitorprofil und HDR-Einstellungen gemeinsam.
Photoshop: Acht versteckte Handgriffe, die wirklich Zeit sparen
Jetzt kommen die Dinge, die im Alltag mehr bringen als 20 Minuten Funktionswerbung. Alt unter Windows entspricht Option auf dem Mac; Strg entspricht Cmd.
Handgriff
Was passiert
Wann das nützlich ist
Alt/Option + Klick auf Maskensymbol
Erstellt sofort eine schwarze Maske, also ‚alles verborgen‘.
Wenn du eine Korrektur nur klein und gezielt hineinmalen willst.
Alt/Option + Klick auf Maskenminiatur
Zeigt die Maske allein in Schwarzweiß; ein weiterer Klick kehrt zum Bild zurück.
Maskenfehler finden, die in der roten Überlagerung untergehen.
Alt/Option + Maske auf andere Ebene ziehen
Kopiert die Maske. Normales Ziehen verschiebt sie.
Gleiche Freistellung für mehrere Korrektur- oder Bildebenen.
Shift + Klick auf Maskenminiatur
Schaltet die Maske vorübergehend aus und wieder ein.
Schneller Vorher-Nachher-Test ohne Löschen.
Strg/Cmd + Klick auf Ebenen- oder Maskenminiatur
Lädt Transparenz oder Maskeninhalt als Auswahl.
Exakte Auswahl aus einer vorhandenen Form übernehmen.
Alt/Option + Klick zwischen zwei Ebenen
Erstellt oder löst eine Schnittmaske.
Farbe oder Struktur nur auf die direkt darunterliegende Ebene anwenden.
Alt/Option + Regler bei Mischen, wenn
Teilt den kleinen Regler in zwei Hälften und macht den Übergang weich.
Licht, Schatten oder Texturen ohne harte Kanten einblenden.
Alt+Shift+Strg+K / Option+Shift+Cmd+K
Öffnet die Tastaturbefehle.
Eigene Kürzel für ständig verwendete Befehle festlegen.
Mischen, wenn: Der Profi-Trick ohne mystisches Getue
Die deutsche Oberfläche nennt Blend If Mischen, wenn. Du findest es über Ebene > Ebenenstil > Fülloptionen im Bereich Erweiterter Mischmodus. Damit blendest du eine Ebene abhängig von Helligkeitsbereichen ein oder aus. Beispiel: Eine Textur soll nur in den Schatten sichtbar sein. Dann arbeitest du mit den Reglern Diese Ebene und Darunter liegende Ebene.
Der entscheidende Punkt ist Alt beziehungsweise Option. Damit teilst du das Reglerdreieck und erzeugst einen weichen Übergang. Ohne Teilen sieht das Ergebnis fast immer zu hart aus. Danach kannst du zusätzlich eine normale Maske verwenden. Mischen, wenn und Maske ergänzen einander.
Photoshop AI Assistant: spannend, aber noch frühe Beta
Adobe testet in Photoshop Beta einen KI-Assistenten. Er soll natürliche Sprache verstehen und zum Beispiel Ebenen sortieren, Bildgrößen verändern, Inhalte austauschen oder das richtige Werkzeug erklären. Für Einsteiger kann das später tatsächlich hilfreich werden, weil Photoshop nicht gerade für seine selbsterklärende Oberfläche berühmt ist.
Aber: Adobe bezeichnet diese Funktion selbst als frühe Beta. In meinem True Mode heißt das: ausprobieren, wenn du neugierig bist – aber keine Produktion darauf aufbauen. Beta-Funktionen können sich ändern, verschwinden, anders rechnen oder schlicht nicht verfügbar sein. Arbeite mit Kopien und halte die stabile Photoshop-Version daneben installiert.
Mein Urteil: Ein Assistent, der dir den richtigen Menüpunkt zeigt, ist sinnvoll. Ein Assistent, der ohne klare Kontrolle dein Ebenendokument umbaut, muss sich erst Vertrauen verdienen. Ich möchte Hilfe, keinen Praktikanten mit Generalschlüssel.
Lightroom Classic 15.5: Was neu ist und wer es braucht
1. Feinere KI-Masken mit Weiche Kante und Kante
Bei KI-Masken gibt es die neuen Regler Weiche Kante und Kante. Das klingt klein, löst aber ein typisches Problem: Die automatische Motiv- oder Hintergrundauswahl ist grundsätzlich richtig, wirkt an Haaren, Kleidung oder Baumkronen aber manchmal zu hart ausgeschnitten.
Kante verschiebt die Begrenzung der Maske nach innen oder außen. Weiche Kante macht den Übergang sanfter. Die Praxiserfahrung aus aktuellen Trainings und Foren ist eindeutig: kleine Werte bringen oft mehr als ein grober Ausschlag. Besonders an Horizonten und Augen entstehen sonst schnell helle Säume oder matschige Übergänge.
2. Ausschnitt: Die Fläche außerhalb besser beurteilen
Im Freistellungswerkzeug lässt sich die Deckkraft des Bereichs außerhalb des Zuschnitts verändern. Dadurch kannst du entweder streng auf die endgültige Komposition schauen oder bewusst noch sehen, was du wegschneidest. Bei Architektur, Reproduktionen und knappen Bildrändern ist das eine erstaunlich praktische Kleinigkeit.
3. Zu DNG rendern: Bearbeitung in eine neue Datei rechnen
Klicke mit der rechten Maustaste auf ein Foto und wähle Zu DNG rendern. Lightroom erzeugt eine neue Datei neben dem Original. Sie enthält den aktuellen Bearbeitungsstand dauerhaft eingerechnet – einschließlich Masken, Objektivprofil und weiterer Entwicklungseinstellungen. Trotz der Endung DNG ist das Ergebnis keine neue RAW-Datei, sondern vereinfacht gesagt ein TIFF im DNG-Behälter.
Meine Regel: Das Original bleibt unangetastet. Zu DNG rendern erzeugt eine zusätzliche Arbeitsdatei. Es ersetzt weder das Original noch ein Backup.
4. Doppelte Bilder, Auswahlhilfe und Gesichter
Lightroom Classic 15.4 hat die Auswahlfunktionen deutlich erweitert. Exakte Duplikate können über Ordner hinweg erkannt und gestapelt werden. Die Assistierte Bildauswahl – in englischen Trainings Assisted Culling – zeigt im Bereich Gesichter unter anderem Augen geöffnet und Augenschärfe. Das ist bei Serien, Veranstaltungen und Portraits nützlich, solange du es als Vorauswahl verstehst.
Eine technisch scharfe Aufnahme ist nicht automatisch die beste Aufnahme. Ausdruck, Gestik und Bildaussage kann keine Schärfeanalyse für dich entscheiden. Lass dir Kandidaten zeigen, entscheide aber selbst.
5. KI-Metadaten und Warnungen vor dem Export
Neue Filter zeigen, welche Fotos KI-Bearbeitungen enthalten, welche generative KI verwenden und welche KI-Aktualisierung benötigen. Beim Export kann Lightroom warnen, wenn eine KI-Maske oder eine generative Bearbeitung noch nicht aktuell berechnet ist. Das verhindert, dass versehentlich eine veraltete Vorschau in der finalen Datei landet.
6. Geschwindigkeit, Entrauschen und Photoshop-Übergabe
Adobe hat das Maskenpinseln und mehrere Hintergrundprozesse beschleunigt. Auf unterstützten Apple-Rechnern nutzt Entrauschen, in englischen Trainings DeNoise, die Neural Engine. Die Übergabe von HDR-Dateien an Photoshop wurde verbessert. Classic unterstützt inzwischen auch große PSB-Dateien in wichtigen Bearbeitungsschritten. Für große Kunstdateien und Panoramen ist das wesentlich relevanter als eine weitere automatische Look-Vorgabe.
Lightroom Classic: Die besten versteckten Tricks
Trick
Wirkung
Praxisnutzen
P / X / U
Auswählen, ablehnen, Markierung entfernen.
Schnelle Bildauswahl in Bibliothek und Entwicklung.
Shift + P / X / U
Markiert und springt sofort zum nächsten Foto.
Serien deutlich schneller aussortieren.
Alt/Option beim Ziehen von Weiß oder Schwarz
Zeigt Überstrahlungen beziehungsweise zugelaufene Bereiche.
Schwarz- und Weißpunkt kontrolliert setzen.
Alt/Option beim Regler Maskieren im Detail-Bedienfeld
Zeigt weiß, was geschärft wird, und schwarz, was geschützt bleibt.
Haut und ruhige Flächen nicht unnötig mitschärfen.
Verhindert unnötiges Neuberechnen auf langsamen Systemen.
Alt/Option beim Maskenpinseln
Pinsel wird vorübergehend zum Radierer.
Maskenkanten schnell korrigieren.
Shift-Klick beim Farbbereich
Fügt bis zu fünf Farbmuster hinzu.
Mehrfarbige Objekte sauber in eine Maske bekommen.
Tab / Shift + Tab
Blendet Seitenbedienfelder / alle Bedienfelder aus und ein.
Mehr Platz für die Bildkontrolle auf kleinen Monitoren.
L
Dimmt die Oberfläche stufenweise ab.
Ablenkungsfreie Bildbeurteilung ohne Vollbildmodus.
S im Entwicklungsmodul
Schaltet den Softproof ein und aus.
Druckfarben mit dem gewählten Profil simulieren.
Strg/Cmd + E
Öffnet die Auswahl in Photoshop.
Schneller Übergang für Retusche und Montage.
Ein Auswahl-Workflow, der nicht nach Arbeit aussieht
In der Bibliothek Rasteransicht öffnen und mit P, X und U grob vorsortieren.
Mit Shift + P oder Shift + X markieren und automatisch weitergehen.
Nur die nicht abgelehnten Bilder filtern.
Bei Portraitserien die Assistierte Bildauswahl als zweite Meinung verwenden, nicht als Richter.
Ähnliche Kandidaten in der Vergleichs- oder Übersichtsansicht gegeneinander prüfen.
Erst danach entwickeln. 200 mittelmäßige Bilder perfekt zu bearbeiten ist kein Workflow, sondern eine Strafe.
Belichtung über mehrere Bilder abgleichen
Bei einer Serie mit wechselnder Helligkeit ist Gesamtbelichtungen abgleichen oft besser als stumpfes Synchronisieren. Im Entwicklungsmodul findest du den Befehl unter Einstellungen > Gesamtbelichtungen abgleichen. In der Bibliothek liegt er unter Foto > Entwicklungseinstellungen > Gesamtbelichtungen abgleichen. Bearbeite zuerst das aktive Referenzbild und wähle danach die übrigen Bilder mit aus.
Masken schneller und sauberer kontrollieren
Mit O blendest du die Maskenüberlagerung ein. Shift + O wechselt ihre Farbe. Das ist wichtig, wenn die rote Standardfarbe auf einem roten Kleid oder Herbstlaub fast unsichtbar wird. Die eckigen Klammern ändern die Pinselgröße; Shift plus Klammern verändert die weiche Kante. Für eine gerade Linie setzt du einen Startpunkt und klickst den Endpunkt mit gedrückter Shift-Taste an.
Das moderne Lightroom 9.5: Die neuen Funktionen im Klartext
1. Generatives Erweitern: Ausschnitt erweitern und Lücken füllen
Generatives Erweitern heißt in englischen Trainings Generative Expand. Du findest es im Bedienfeld Zuschneiden, Drehen und Geometrie über Erweitern aktivieren. Firefly Fill & Expand erzeugt drei generative Varianten. Inhaltsbasierte Füllung erzeugt eine Variante aus vorhandenem Bildinhalt und benötigt keine generativen Credits.
Das ist nützlich für zu eng fotografierte Motive, Hochformat-zu-Querformat-Anpassungen, Panoramen und leere Dreiecke nach einer Perspektivkorrektur. Es ist nicht dazu da, ein komplett neues Bild rund um ein kleines Original zu erfinden und so zu tun, als wäre das Fotografie.
Praxis: Ein knapp beschnittenes Foto retten
Führe zuerst eine KI-Verbesserung wie KI-Scharfzeichnen oder Generatives Hochskalieren aus, falls du sie wirklich brauchst.
Öffne Zuschneiden, Drehen und Geometrie, lege das Zielverhältnis fest – etwa 4:5 oder 16:9 – und aktiviere Erweitern früh im Workflow.
Erweitere nur eine Kante pro Durchlauf. Adobe empfiehlt diese schrittweise Vorgehensweise ausdrücklich für bessere Qualität.
Bei ruhigen Hintergründen testest du zuerst Inhaltsbasierte Füllung. Sie kostet keine Credits und bleibt bei Himmel oder glatter Wand oft näher am Original.
Bei komplexeren Szenen verwendest du Firefly Fill & Expand. Vergleiche die drei Varianten und halte das Augensymbol gedrückt, um das Foto kurz ohne Erweiterung zu sehen.
Prüfe Übergang, Farbe, Körnung und wiederholte Muster bei 100 Prozent. In Community-Berichten tauchen gerade an gleichmäßigen Flächen gelegentlich sichtbare Farb- oder Helligkeitssprünge auf.
Top-Secret-Trick: Generatives Erweitern gehört früh in den Workflow – vor Generativem Entfernen, Objektivunschärfe und Maskieren. Wenn eine bereits ausgeführte Perspektivkorrektur leere Ecken erzeugt hat, darfst du diese natürlich anschließend erweitern. Der alte Merksatz ‚immer erst Geometrie‘ wäre deshalb zu pauschal.
2. KI-Scharfzeichner und Generatives Hochskalieren
Das moderne Lightroom kann mit Topaz-Modellen schärfen und hochskalieren. Du erreichst beide Funktionen per Rechtsklick über Mit KI verbessern oder über Foto > Mit KI verbessern. KI-Scharfzeichner bietet Standard und Stark; auf Wunsch kannst du zusätzlich Topaz Denoise anwenden. Generatives Hochskalieren bietet eine zwei- oder vierfache Skalierung.
KI-Scharfzeichner versucht Bewegungs- oder Fokusunschärfe zu reduzieren. Generatives Hochskalieren baut eine größere Datei mit neu berechneten Details. Das kann bei kleinen Vorlagen, älteren Bildern oder einem starken Zuschnitt helfen.
Aber bitte mit realistischen Erwartungen: Neu erfundene Details sind keine wiedergefundenen Originaldetails. Bei Augen, Fingern, Text, Pinselsignaturen und feinen Linien muss man sehr genau schauen. Für dokumentarische Reproduktionen würde ich solche Werkzeuge nur transparent und sehr zurückhaltend verwenden.
Mein praktischer Tipp: Schneide zuerst auf den tatsächlich benötigten Ausschnitt zu und teste dann KI-Scharfzeichner oder Generatives Hochskalieren. So bezahlst und prüfst du nicht Millionen Pixel, die später ohnehin abgeschnitten werden. Das ist meine Workflow-Empfehlung – keine offizielle Adobe-Regel.
3. Interaktives Histogramm
Im Histogramm kannst du Tonwertbereiche direkt ziehen. Je nachdem, wo du anfasst, veränderst du Belichtung, Lichter, Tiefen, Weiß oder Schwarz. Für Einsteiger ist das angenehm, weil man sofort versteht, welcher Bildbereich gemeint ist. Profis sparen sich ein paar Mauswege.
Ich würde trotzdem lernen, was die fünf Regler tun. Das Histogramm ist eine bessere Fernbedienung, aber nicht der Ersatz für das Verständnis. Beobachte dabei die Clipping-Warnungen und übertreibe nicht. Ein Histogramm muss nicht wie eine perfekt verteilte Bergkette aussehen.
4. Semantische Suche: Bilder nach Inhalt finden
Die Suche versteht beschreibende Begriffe und kombiniert sie mit Metadaten. Du kannst also nach Dingen wie ‚rotes Kleid bei Nacht‘, ‚Berge mit Schnee‘ oder nach Kamera-, Orts- und Datumsangaben suchen. Beim ersten Einsatz müssen Bilder indexiert werden, was je nach Bibliothek dauern kann.
Das ist besonders stark, wenn alte Fotos schlecht verschlagwortet sind. Es ersetzt ein sauberes Archiv nicht vollständig, kann aber genau dann helfen, wenn du dich nur noch an den Inhalt erinnerst und nicht mehr an Ordner, Datum oder Dateinamen.
5. Video generieren: Fotos in Bewegung bringen
Mit Video generieren kann Lightroom aus einem Bild eine kurze Videosequenz erzeugen. Je nach Oberfläche stehen Firefly Video und Partnermodelle wie Google Veo zur Wahl. Seitenverhältnis, Auflösung und Dauer lassen sich festlegen. Für Social Media, Teaser oder Ausstellungsprojektionen kann das interessant sein.
Das ist aber eine Funktion, bei der Credits schnell weg sind. Je nach Modell und Dauer entstehen deutlich höhere Kosten als bei einem einzelnen generativen Bild. Plane deshalb erst den Ausschnitt und die Bewegung, teste kurz und rechne die finale Version erst danach. Abgebrochene Berechnungen können laut Adobe trotzdem Credits verbrauchen.
6. Web und Mobil: Mehr als nur ein kleiner Viewer
Lightroom Web und Mobil bekommen inzwischen ernsthafte Funktionen. Dazu gehören Maskenverbesserungen, Generatives Erweitern, Suche in natürlicher Sprache, Fleckenentfernung, Entrauschen auf unterstützten iPads und die Übergabe generativer Bearbeitungen zwischen Geräten.
Für mich ist der größte Nutzen nicht, ein 400-Ebenen-Kunstwerk am Handy zu bauen. Es ist die Möglichkeit, Auswahl, Grundentwicklung, Bewertung und Kundenansicht unterwegs zu erledigen und am Rechner sauber weiterzumachen.
Acht versteckte Kniffe im modernen Lightroom
Nutze den Bereich Lokal, wenn Dateien auf deiner Festplatte bleiben sollen. Du musst nicht jedes Projekt erst vollständig in die Cloud importieren.
Nutze Generatives Erweitern an einer Kante nach der anderen. Das reduziert die Fläche, die Lightroom auf einmal erfinden muss.
Teste bei ruhigen Flächen Inhaltsbasierte Füllung vor Firefly. Sie braucht keine generativen Credits und passt bei einfachen Hintergründen oft besser.
Halte nach einer Erweiterung das Augensymbol gedrückt. So siehst du sofort, ob die neue Fläche die Komposition wirklich verbessert oder nur größer macht.
Nimm Reparieren oder Klonen für kleine Hautstellen und Sensorflecken. Generatives Entfernen lohnt sich eher bei großen, unregelmäßigen Störungen. Das spart Rechenzeit und produziert weniger KI-Überraschungen.
Ziehe direkt im Histogramm, wenn du noch nicht sicher bist, welcher Tonwertregler zuständig ist. Danach schau dir im Bedienfeld an, welcher Regler sich bewegt hat – so lernst du nebenbei.
Formuliere Suchanfragen konkret: Motiv + Farbe + Umgebung ist besser als nur ein einzelnes allgemeines Wort.
Bearbeite ein Foto vollständig, bevor du daraus ein Video erzeugst. Kontrast, Zuschnitt und störende Details nachträglich in jedem Videoframe zu reparieren, ist ungefähr so lustig, wie es klingt.
Generative Credits: Was kostet wie viel?
Generative Funktionen sind nicht automatisch in unbegrenzter Menge verfügbar. Credits hängen von Abo, Modell, Auflösung und Funktion ab. Sie werden in der Regel monatlich erneuert und nicht in den nächsten Monat übertragen. Adobe kann diese Werte ändern. Die folgende Tabelle entspricht dem offiziellen Stand der verlinkten Hilfeseiten am 26. August 2026.
Funktion
Aktueller Richtwert
Wichtig zu wissen
Photoshop Entfernen
Derzeit 0 Credits
Cloud- oder Gerätemodell kann trotzdem unterschiedliche Ergebnisse liefern.
Photoshop Generatives Füllen mit Firefly
Meist 1 Credit
Partnermodelle gelten oft als Premium und können deutlich mehr kosten.
Photoshop Harmonisieren
5 Credits je Generation
Vorher Perspektive, Größe und Freistellung sauber festlegen.
Lightroom Inhaltsbasierte Füllung
0 Credits
Eine Variante, aus vorhandenem Bildinhalt berechnet.
Ausgabegröße und Modell beachten; Änderungen sind möglich.
Bild-zu-Video
Variabel, meist deutlich höher
Modell, Dauer, Auflösung und Plattform beeinflussen den Verbrauch.
Vor jedem größeren Lauf: Öffne im Adobe-Konto beziehungsweise in der App die aktuelle Credit-Anzeige. Rechne einen Test, prüfe das Ergebnis und starte erst dann die Serie. Ein schlechter Prompt wird durch 30 Wiederholungen nicht automatisch klüger.
Was ich davon wirklich verwenden würde – und was nicht
Sofort sinnvoll
Entfernen auf eigener Ebene, inklusive Geräte-Modell, wenn Datenschutz oder Verbindung eine Rolle spielen.
Klarheit und Dunstentfernung sowie Körnung als Einstellungsebenen, weil der Aufbau sauber und jederzeit veränderbar bleibt.
Harmonisieren als Startpunkt für Montagen – mit eigener Nacharbeit bei Schatten, Kanten und Körnung.
KI-Masken mit Weiche Kante und Kante in beiden Lightroom-Varianten.
Duplikaterkennung und Markieren-und-weiter in Lightroom Classic für große Serien.
Generatives Erweitern für knappe Ausschnitte und Perspektivlücken, nicht zum Erfinden eines halben Fotos.
Semantische Suche, wenn ein Archiv gewachsen und die Verschlagwortung nicht perfekt ist.
Nur gezielt sinnvoll
Generatives Hochskalieren bei kleinen oder stark beschnittenen Dateien. Für große, bereits gute Originale ist der Nutzen geringer.
KI-Scharfzeichner bei leichter Unschärfe. Ein verwackeltes oder falsch fokussiertes Foto wird dadurch nicht zuverlässig zum Meisterwerk.
Generiertes Video für Teaser und Experimente. Für dokumentarische Aussage und authentische Bewegung ist besondere Transparenz nötig.
Partnermodelle nur dann, wenn Firefly eine konkrete Aufgabe sichtbar schlechter löst. Sonst bezahlst du oft mehr für eine andere Art von Zufall.
Noch nicht für Produktion
Photoshop AI Assistant in früher Beta. Erst an Kopien testen.
Jede neue Beta-Funktion, deren Ergebnisse sich zwischen zwei Updates stark verändern.
Generative Eingriffe in Reproduktionen, Beweisbilder oder dokumentarische Arbeiten, wenn nicht klar gekennzeichnet wird, was verändert wurde.
Content Credentials: Ein sinnvoller Schritt für Transparenz
Lightroom unterstützt Content Credentials auf Basis des C2PA-Standards. Damit können beim Export Informationen über Urheber, Bearbeitungsübersicht und – wenn gewünscht – verifizierte Profile mitgegeben oder veröffentlicht werden. Das schützt kein Bild magisch vor Diebstahl. Es kann aber nachvollziehbarer machen, woher ein Werk kommt und welche Bearbeitung daran stattgefunden hat.
Für Künstler, Fotografen und Kundenproduktionen ist das interessant, gerade wenn generative Werkzeuge im Spiel sind. Entscheidend ist, die Angaben bewusst zu wählen. Nicht jede interne Bearbeitung oder jedes Profil muss automatisch öffentlich werden.
Sicher aktualisieren: Meine Checkliste vor dem Klick
Neue Funktionen sind nett. Ein zerstörter Katalog am Montagmorgen ist weniger nett. Deshalb aktualisiere ich produktive Systeme nicht zwischen Tür und Angel.
Lightroom-Classic-Katalog sichern und dabei ‚Integrität testen‘ sowie ‚Katalog nach der Sicherung optimieren‘ aktivieren.
Wichtig: Eine Katalogsicherung sichert nicht automatisch deine Originalfotos. Die Bilddateien brauchen ein eigenes Backup.
Auch den zum Katalog gehörenden Ordner mit KI-Bearbeitungsdaten sichern. Fehlt er, können KI-Ergebnisse später neu berechnet werden müssen oder verloren wirken.
Bei Photoshop und Creative Cloud die alte Hauptversion zunächst behalten. Adobe erlaubt beim Update, ‚vorherige Versionen entfernen‘ auszuschalten.
Plugins, Presets, Aktionen, Zusatzmodule, Tethering und Druckertreiber prüfen. Gerade dort sitzen die typischen Versionsprobleme.
Ein reales, aber nicht kritisches Projekt testweise öffnen. Masken, Smartobjekte, Farben, Export und Druck kontrollieren.
Beta getrennt von der stabilen Version verwenden und niemals die einzige Projektkopie darin speichern.
Nicht vergessen: Lightroom-Classic-Kataloge sind nach einem großen Upgrade nicht rückwärtskompatibel. Das Upgrade erstellt zwar eine neue Katalogversion, aber du solltest wissen, wo die alte Sicherung liegt, bevor du dich darauf verlässt.
Mein sinnvoller Workflow für 2026/2027
So würde ich die neuen Werkzeuge in einen normalen Foto- oder Kunstworkflow einbauen, ohne dass die KI plötzlich Regie führt:
Originale an zwei Orten sichern. Erst dann importieren oder im lokalen Bereich öffnen.
Auswahl und Duplikate klären. In Classic mit P/X und Markieren-und-weiter, bei Portraitserien optional mit Assistierter Bildauswahl.
RAW-Grundentwicklung beginnen: Objektivkorrektur, Weißabgleich, Belichtung und Tonwerte. Zielausschnitt und Perspektive dabei mitdenken.
Falls wirklich Bildfläche fehlt, Generatives Erweitern jetzt einsetzen – möglichst schrittweise und vor Generativem Entfernen, Objektivunschärfe und Maskieren. Leere Ecken aus einer Perspektivkorrektur dürfen anschließend gefüllt werden.
Danach lokale Korrekturen mit KI-Masken beginnen. Kanten bei 100 Prozent kontrollieren und mit Weiche Kante, Kante oder Pinsel verbessern.
Für komplexe Retusche, Ebenen, Texturen und Montagen nach Photoshop wechseln.
Harmonisieren als Anpassungshilfe verwenden, danach Schatten, Körnung, Schärfe und gemeinsame Farbstimmung selbst fertigstellen.
Klarheit und Dunstentfernung sowie Körnung als Einstellungsebenen nutzen, damit nichts endgültig eingebrannt ist.
Am Ende bei 100 Prozent prüfen: Augen, Hände, Kanten, Schrift, wiederholte Muster, Schatten und Übergänge.
Für Druck Softproof, Endformat und Schärfung kontrollieren. Für Web die passende Größe, Farbprofil und gegebenenfalls Content Credentials festlegen.
Drei komplette Praxisbeispiele
Beispiel 1: Ein Stadtfoto mit störenden Kabeln
In Lightroom zuerst Perspektive, Belichtung und Objektivkorrektur erledigen. Danach nach Photoshop öffnen. Dort das Entfernen-Werkzeug auf einer neuen Ebene verwenden und die Kabelerkennung testen. Große Kreuzungen und komplizierte Fassadenbereiche einzeln bearbeiten. Zum Schluss die Entfernungsebene ein- und ausblenden und bei 100 Prozent nach wiederholten Fensterteilen oder gebrochenen Kanten suchen.
Warum nicht direkt alles generativ erweitern? Weil der vorhandene Bildinhalt schon richtig ist. Hier geht es um Reparatur, nicht um Neuerfindung.
Beispiel 2: Eine Kunstmontage mit neuem Hintergrund
Motiv in Photoshop sauber maskieren und als Pixelebene platzieren. Perspektive und Größe festlegen. Harmonisieren als erste Farbanpassung rechnen. Danach mit Mischen, wenn helle oder dunkle Strukturanteile des Hintergrunds kontrolliert über das Motiv legen. Mit einer Schnittmaske eine eigene Farbkorrektur nur auf das Motiv anwenden. Gemeinsame Körnung ganz oben als Einstellungsebene einsetzen.
Das Geheimnis ist nicht der eine KI-Klick. Es ist die Kombination aus guter Maske, glaubwürdiger Perspektive, Lichtlogik und kleinen gemeinsamen Bildmerkmalen.
Beispiel 3: Ein zu knapp fotografiertes Hochformat für Social Media
Im modernen Lightroom das Zielformat wählen und Erweitern aktivieren. Nur die fehlende Seite vergrößern. Bei einer ruhigen Wand Inhaltsbasierte Füllung testen, bei Landschaft oder komplexer Umgebung Firefly Fill & Expand. Wenn eine Perspektivkorrektur leere Ecken erzeugt hat, dürfen diese danach gefüllt werden. Anschließend Kanten, Farbe und Körnung kontrollieren und erst dann exportieren oder Video generieren.
Klartext-Fazit
Photoshop und Lightroom sind 2026 nicht plötzlich komplett neue Programme geworden. Das ist gut so. Die stärksten Neuerungen nehmen echte Arbeit ab. Sie entfernen störende Dinge sauberer, gleichen Montagen schneller an, verfeinern Masken kontrollierter, retten knappe Ausschnitte, durchsuchen Archive besser und beschleunigen die Auswahl großer Serien.
Die KI-Funktionen sind Werkzeuge. Manche sind hervorragend, manche teuer, manche noch Beta und manche produzieren sehr selbstbewusst völligen Blödsinn. Wer sauber arbeitet, behält Originale, nutzt Ebenen und Masken, kontrolliert bei 100 Prozent und weiß, wann ein klassischer Pinsel schneller ist.
Für Einsteiger würde ich das moderne Lightroom empfehlen, wenn geräteübergreifendes Arbeiten und einfache Organisation wichtig sind. Lightroom Classic bleibt für große lokale Archive, Druck, Tethering und detaillierte Dateikontrolle mein klarer Favorit. Photoshop kommt dazu, sobald Ebenen, Montagen, präzise Retusche oder große Kunstdateien ins Spiel kommen.
Und für 2027? Ich verspreche dir keine Funktionen, die Adobe noch nicht veröffentlicht hat. Der vernünftige Blick nach vorne ist einfacher: Lerne die stabilen Werkzeuge von heute wirklich gut. Dann bist du auch für das nächste Versionsschild besser vorbereitet als jemand, der nur jedem neuen KI-Knopf hinterherläuft.
Geprüfte Quellen: Adobe, Praxisvideos und Community
Die deutschen Menünamen und Funktionsgrenzen habe ich gegen die aktuellen Adobe-Hilfeseiten geprüft. Zusätzliche Praxisdetails stammen aus Videos, Fachblogs und Community-Diskussionen. Ich habe nur Tipps übernommen, die zur dokumentierten Funktion passen oder sich durch mehrere aktuelle Praxisquellen bestätigen lassen. Einzelne Fehlerberichte sind als mögliche Stolperfallen gekennzeichnet, nicht als allgemeingültige Tatsache. Abruf: 26. August 2026.
Unabhängige Praxischecks, Videos und Community-Hinweise
Diese Links sind bewusst zusätzlich zu Adobe aufgeführt. Videos und Foren liefern oft den entscheidenden Praxis-Hinweis. Für exakte Menünamen und zugesicherte Funktionen bleibt trotzdem die aktuelle Adobe-Dokumentation maßgeblich.
Dieser Fachartikel ist aus meiner eigenen Sprachaufnahme entstanden. KI wurde unterstützend für Transkription, Struktur, Rechercheabgleich, Linkkontrolle und sprachliche Ausarbeitung eingesetzt. Auswahl, Bewertung, Haltung, Endredaktion und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ. Der Hinweis dient der transparenten Einordnung im Sinne der europäischen KI-Regeln; der Text wurde nicht ungeprüft automatisch veröffentlicht.
Kurzer Hinweis an alle Besteller des BROWNZ XXL „NO AI“ Archivs
Kurzer Hinweis an alle, die das BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv bestellt haben oder jetzt bestellen: Auf der 500-GB-USB-3-Festplatte ist nach dem großen Archiv noch Platz. Und den nutze ich jetzt sinnvoll.
Wichtig für alle bereits abgeschickten Bestellungen: Auch auf den Festplatten, die schon unterwegs sind, sind beide Produktionen bereits enthalten. Ich habe das kurzfristig und spontan entschieden – und sie gleich mit draufgepackt.
Truth-Mode: Das große Archiv bleibt natürlich das BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv mit seinem überwiegend klassischen Photoshop-Wissen aus den Jahren 2006 bis 2022. In den beiden neueren REMASTERED-Produktionen ist allerdings ganz bewusst auch AI dabei – gemeinsam mit Photoshop, Retusche, Composing, Synthografie und AI-Modifizierung. Wer AI überhaupt nicht mag, ignoriert den kostenlosen Bonus einfach. 😉
Dazuschreiben: Vollständiger Name, Lieferadresse, EU-Land und gewünschte Zahlungsart
Preis: 149 Euro inklusive Versand innerhalb der EU. Bezahlung per Überweisung oder PayPal nach meiner Antwort-Mail.
EU-Transparenzhinweis: Dieser Artikel entstand aus meiner gesprochenen Aufnahme. KI unterstützte die Transkription und die schriftliche Ausarbeitung. Inhalt, Haltung und finale Freigabe liegen bei BROWNZ.
Die ehrliche Kurzfassung: Eine LUT ist kein Preset. Und eine .cube-Datei wird in Camera Raw nicht direkt importiert, sondern zuerst in ein kreatives .xmp-Profil eingebaut.
Von Peter „BROWNZ“ Braunschmid | Stand: 25. August 2026
Worum es hier wirklich geht
Bei LUTs passiert immer dasselbe: Das Internet wirft LUT, Preset und Profil in einen Topf. Danach wundert man sich, warum eine .cube-Datei in Camera Raw nicht dort auftaucht, wo man sie erwartet.
In diesem Workshop gehen wir den Weg sauber von vorne bis hinten durch. Du lernst, wie du einen eigenen Look in Photoshop als LUT exportierst, wie du einen brauchbaren Look aus einer PSD-Datei herausdestillierst, was Retouch4me Color Match dabei kann und wie aus der fertigen .cube-Datei ein echtes Camera-Raw-Profil wird. Ohne Zaubersprüche. Ohne Halbwissen.
TRUTH MODE Eine LUT merkt sich keine Retusche, keine Maske und kein Motiv. Sie speichert nur eine globale Zuordnung von Eingangsfarben zu Ausgangsfarben. Alles andere ist Wunschdenken.
Kurzfassung für Menschen mit wenig Zeit
Du baust deinen Look in Photoshop mit globalen Farb- und Tonwertkorrekturen auf.
Du exportierst ihn über Datei > Exportieren > Color Lookup Tables als .cube-Datei.
In Camera Raw öffnest du mit Alt (Windows) beziehungsweise Option (Mac) plus „Preset erstellen“ den versteckten Dialog „Profil erstellen“.
Dort lädst du die .cube-Datei als Color Lookup Table, wählst den passenden Farbraum und speicherst das Ganze als kreatives Profil.
Danach findest du den Look in Camera Raw unter Profil > Durchsuchen – nicht im normalen Preset-Ordner.
LUT, Profil und Preset: drei verschiedene Dinge
Bevor wir klicken, räumen wir die Begriffe auf. Das spart später mehr Zeit als jeder versteckte Shortcut.
Begriff
Datei
Was wird gespeichert?
Wo taucht es auf?
LUT
.cube
Eine feste, globale Farb- und Tonwertabbildung. Keine Regler, keine Masken, keine Motivkenntnis.
In Photoshop als Color-Lookup-Ebene; in Camera Raw erst nach Einbau in ein Profil.
Profil
.xmp / .dcp
Die Basis der Farbwiedergabe. Ein kreatives XMP-Profil kann eine LUT enthalten.
Camera Raw: Profil > Durchsuchen. Profile verändern die übrigen Reglerwerte nicht.
Preset
.xmp
Gespeicherte Camera-Raw-Regler wie Belichtung, Kontrast, Gradationskurve oder Color Grading.
Camera Raw: Vorgaben/Presets. Eine nackte .cube-Datei ist kein Preset.
Was eine LUT kann – und was nicht
Wir reden hier normalerweise von einer 3D-LUT. Vereinfacht gesagt bekommt sie einen RGB-Farbwert hinein und gibt einen anderen RGB-Farbwert aus. Das passiert für jeden Bildpunkt gleich. Sie erkennt weder Haut noch Himmel noch Hintergrund.
Gut geeignet sind: Gradationskurven, Tonwertkorrektur, Farbbalance, Selektive Farbkorrektur, Farbton/Sättigung, globale Schwarzweiß- oder Gradient-Map-Looks und andere Korrekturen, die nur vom vorhandenen Farbwert abhängen.
Nicht sauber speicherbar sind: Retusche, Dodge & Burn mit Masken, Schärfung, Weichzeichnung, Körnung, Texturen, Vignetten, lokale Auswahlen, Motivmasken, Ebeneninhalte, Composings und alles, was von der Position oder vom Motiv abhängt.
MERKSATZ Wenn ein Effekt wissen muss, wo im Bild etwas liegt, gehört er nicht in eine LUT.
Teil 1: Eine eigene LUT in Photoshop bauen
1. Mit einer Kopie arbeiten
Nimm ein gut belichtetes Testfoto und dupliziere die Datei. Das Original bleibt unangetastet. Für den ersten Versuch ist sRGB der unkomplizierteste Weg, weil du diesen Farbraum später im Camera-Raw-Profil eindeutig wieder auswählen kannst. Wenn du bewusst in Adobe RGB oder ProPhoto RGB arbeitest, bleib konsequent in diesem Farbraum und notiere ihn im Dateinamen.
Kontrolliere unter Bild > Modus, dass das Dokument in RGB vorliegt.
Falls du für diesen Workshop auf sRGB standardisieren willst: Bearbeiten > In Profil umwandeln > sRGB IEC61966-2.1. Arbeite nur in der Kopie.
Sorge dafür, dass ganz unten eine echte Hintergrundebene liegt. Adobe verlangt für den LUT-Export eine Hintergrundebene plus zusätzliche farbverändernde Ebenen.
2. Den Look nur mit globalen Korrekturen bauen
Lege die Korrekturen als Einstellungsebenen über das Bild. Arbeite zunächst ohne Masken. Ein einfacher, guter Start ist eine Gradationskurve für Kontrast, eine Farbbalance für die Grundstimmung und eine Selektive Farbkorrektur für die Feinheiten. Weniger ist hier oft mehr.
Weißabgleich und Belichtung zuerst neutralisieren – der LUT-Look kommt danach.
Keine Hautmaske, keine Verlaufsmaske, keine Vignette und keine Retusche in den LUT-Stapel mischen.
Den Look auf mindestens drei sehr verschiedenen Fotos testen: Haut, neutrales Produktmotiv und ein kontrastreiches Bild mit tiefen Schatten.
3. Als .cube exportieren
Wähle Datei > Exportieren > Color Lookup Tables. Je nach Sprache und Photoshop-Version kann der Menütext leicht anders heißen.
Trage eine klare Beschreibung ein. Copyright ist optional.
Für diesen Camera-Raw-Profilweg stellst du beim Photoshop-Export die Rasterpunkte auf 32. Das offizielle Adobe Profiles SDK begrenzt die Color LUT eines Enhanced Profiles auf 32 x 32 x 32; größere .cube-Dateien werden beim Einbau automatisch auf 32 x 32 x 32 heruntergerechnet. Mehr ist hier also nur mehr Datei, nicht mehr Profilqualität.
Aktiviere CUBE. Dieses Format brauchen wir für den späteren Camera-Raw-Profilweg.
Speichere mit einem nachvollziehbaren Namen, zum Beispiel Cinematic_Green_v01_sRGB.cube.
4. Die LUT sofort gegenprüfen
Öffne eines deiner Testbilder ohne den ursprünglichen Ebenenstapel und füge eine Einstellungsebene Color Lookup hinzu. Lade dort deine neue .cube-Datei. Das Ergebnis sollte dem sichtbaren globalen Look aus der Ausgangsdatei sehr nahekommen. Fehlen lokale Effekte, ist das kein Fehler – genau diese Dinge kann eine LUT nicht speichern.
Teil 2: Einen Look aus einer PSD-Datei als LUT gewinnen
Eine PSD ist keine LUT. Sie kann aber einen LUT-tauglichen Farblook enthalten.
Gerade bei älteren DeviantArt-PSD-Looks liegen Farbebenen, Texturen, Vignetten, Schärfung und lokale Masken wild übereinander. Wenn du alles blind exportierst, bekommst du entweder keinen Export oder eine LUT, die nur ungefähr das macht, was du erwartest.
PSD duplizieren. Nie im Original herumräumen.
Alle Ebenen ausschalten, die Bildinhalt hinzufügen: Texturen, Lichtflecken, Rahmen, Schrift, Schärfung, Grain und Retusche.
Maskierte Korrekturen prüfen. Für eine universelle LUT sollte die Maske vollständig weiß sein oder die Korrektur ohne Maske funktionieren.
Unten ein neutrales Testfoto als echte Hintergrundebene einsetzen.
Nur den globalen Farbstapel darüber aktiv lassen.
Den bereinigten Look wie in Teil 1 als CUBE exportieren und anschließend auf mehreren Bildern testen.
RECHTE SIND KEIN NEBENSATZ Nur weil eine PSD herunterladbar ist, darfst du den daraus gewonnenen Look nicht automatisch weiterverkaufen oder weitergeben. Prüfe die Lizenz des Urhebers. Für den privaten Einsatz gelten oft andere Regeln als für die Weitergabe.
Teil 3: Retouch4me Color Match als LUT-Quelle
Retouch4me Color Match kann die Farbwirkung eines Referenzbildes analysieren, auf dein Foto übertragen und das Ergebnis als LUT exportieren. Laut offizieller Produktseite ist der LUT-Export für Foto und Video vorgesehen.
Weg A: Direkt aus Color Match exportieren
Wähle ein möglichst neutral entwickeltes Ausgangsbild.
Nimm ein Referenzbild mit ähnlicher Lichtsituation. Ein Abendlook auf einem flachen Studiobild wird sonst schnell brutal.
Lass Color Match den Look berechnen und reduziere die Stärke, falls Hauttöne oder Schatten kippen.
Nutze den LUT-Export der Vollversion und speichere als CUBE. Die genaue Bezeichnung des Schalters kann je nach Version oder Sprache variieren.
Notiere im Dateinamen den Farbraum und teste die Datei wieder auf mehreren Bildern.
Weg B: Über die Photoshop-Einstellungsebene
Seit Color Match 1.206 kann das Photoshop-Plug-in das Ergebnis laut Retouch4me als editierbare LUT-Einstellungsebene zurückgeben. Das ist praktisch: Du kannst die Deckkraft reduzieren, den Mischmodus ändern und den Look zerstörungsfrei mit anderen globalen Korrekturen kombinieren. Anschließend exportierst du den sichtbaren globalen Farblook wieder über Photoshops Funktion Color Lookup Tables.
Wichtig: Die kostenlose Color-Match-Version verarbeitet laut Hersteller nur fertige LUTs. Um ein Referenz-Matching zu speichern, brauchst du die Vollversion.
Teil 4: Die .cube-Datei als Profil in Camera Raw bringen
Hier liegt der versteckte Teil: Camera Raw braucht kein Preset aus der LUT, sondern ein kreatives Profil.
Adobe dokumentiert das Anwenden und Importieren fertiger Profile sauber. Der eigentliche Erstellungsdialog ist allerdings bis heute schlecht sichtbar. Der aktuelle, in der Adobe Community bestätigte Weg funktioniert über eine Sondertaste beim Befehl „Preset erstellen“.
Schritt für Schritt
Öffne ein Testfoto in Adobe Camera Raw. Das kann ein RAW sein. Für einen universellen kreativen Look kannst du auch ein normales RGB-Bild über Filter > Camera Raw-Filter öffnen.
Wechsle rechts in den Bereich Vorgaben/Presets.
Halte Alt unter Windows beziehungsweise Option am Mac gedrückt und klicke währenddessen auf das Pluszeichen oder den Befehl „Preset erstellen“.
Kontrolliere den Fenstertitel. Dort muss „Profil erstellen“, „Neues Profil“ oder „Create Profile“ stehen. Bei „Preset erstellen“ war die Sondertaste nicht aktiv.
Vergib einen klaren Namen und eine eigene Gruppe, zum Beispiel „CUSTOM LUTS“.
Aktiviere im Dialog den Bereich Color Lookup Table und wähle deine .cube-Datei.
Wähle den Farbraum, für den die LUT gebaut wurde. Für unseren sRGB-Einsteigerweg ist das sRGB. Eine bewusst in ProPhoto RGB erzeugte LUT bekommt entsprechend ProPhoto RGB. Wichtig: sRGB ist hier eine praktische Empfehlung für einen übersichtlichen Einsteigerworkflow, keine allgemeine Adobe-Pflicht.
Für ein universelles kreatives Profil deaktivierst du alle normalen Bildkorrekturen und ausdrücklich auch Camera Profile/Kameraprofil. Aktiviert bleibt nur Color Lookup Table. So bindest du den Look nicht unnötig an ein bestimmtes RAW-Basisprofil und er kann auch für JPEG und TIFF verfügbar sein.
Falls der Dialog eine Profilstärke anbietet, lass zunächst die Standardwerte. Später dosierst du über Amount/Stärke, sofern das Profil diesen Regler unterstützt.
Speichere das Profil. Camera Raw legt daraus eine XMP-Profildefinition an.
So findest und benutzt du das neue Profil
Öffne in Camera Raw den Bereich Bearbeiten beziehungsweise Grundeinstellungen.
Klicke beim Eintrag Profil auf Durchsuchen/Browse.
Öffne deine Profilgruppe, zum Beispiel „CUSTOM LUTS“.
Wähle den Look. Ein Profil verändert laut Adobe die Werte der übrigen Bearbeitungsregler nicht.
Korrigiere zuerst Weißabgleich und Belichtung, dann dosiere den kreativen Look.
DER HÄUFIGSTE IRRTUM Der Befehl „Profile und Vorgaben importieren“ nimmt ZIP-Dateien mit XMP- oder DCP-Profilen entgegen. Er ist nicht der direkte Importweg für eine nackte .cube-Datei.
Profil auf einen zweiten Rechner übertragen
Wenn du das fertige XMP-Profil bereits als Datei hast, packst du es in eine ZIP-Datei. In Camera Raw gehst du zu Profil > Durchsuchen, klickst im Bereich der Profilgruppen mit der rechten Maustaste beziehungsweise am Mac mit Command-Klick und wählst „Profile und Vorgaben importieren“. Adobe weist ausdrücklich darauf hin, dass dieser Dialog ZIP-Dateien erwartet.
Ein einzelnes XMP-Profil kannst du laut Adobe auch manuell installieren: unter Windows in C:\ProgramData\Adobe\CameraRaw\Settings, unter macOS in /Library/Application Support/Adobe/CameraRaw/Settings. Danach Adobe-Anwendungen neu starten.
Die Farbraum-Falle
Eine LUT ist nicht farbraumblind. Sie erwartet bestimmte Eingangswerte.
Adobe erklärt in der aktuellen Premiere-Dokumentation die allgemeine LUT-Regel: Jede LUT ist für einen bestimmten Eingangsfarbraum gebaut und kann in einem anderen Farbraum deutlich anders aussehen. Genau deshalb fragt der Camera-Raw-Profil-Dialog beim Einbau der LUT nach dem passenden Farbraum. Das ist Farblogik, keine Geschmackssache.
Einsteigerempfehlung – keine Pflicht: LUT in einer sRGB-Kopie bauen, als CUBE exportieren und beim Profil ebenfalls sRGB wählen.
Fortgeschrittenenweg: In Adobe RGB oder ProPhoto RGB bleiben – aber den gleichen Farbraum beim Profil angeben.
Video-LUTs mit Log- oder Rec.709-Erwartung sind nicht automatisch korrekte Foto-LUTs. Sie können als Look interessant sein, technisch aber völlig anders reagieren.
Den Farbraum im Dateinamen notieren. Das wirkt langweilig, verhindert aber später echtes Chaos.
Fehlerdiagnose: Wenn es nicht funktioniert
Problem
Wahrscheinliche Ursache und Lösung
„Color Lookup Tables exportieren“ ist ausgegraut.
Es fehlt eine echte Hintergrundebene oder es gibt keine zusätzlichen farbverändernden Ebenen. Dokumentmodus und Ebenenaufbau prüfen.
Camera Raw öffnet „Preset erstellen“ statt „Profil erstellen“.
Alt/Option war beim Klick nicht gedrückt. Taste zuerst halten und dann auf Plus beziehungsweise „Preset erstellen“ klicken.
Die .cube-Datei lässt sich nicht über „Profile und Vorgaben importieren“ laden.
Normal. Der Importdialog erwartet ein ZIP mit XMP/DCP. Die CUBE-Datei muss zuerst über „Profil erstellen“ eingebettet werden.
Der Look sieht in Camera Raw anders aus als in Photoshop.
Meist stimmt der Farbraum nicht, es wurde ein anderes Basisprofil mitgespeichert oder zusätzliche Regler waren beim Profilbau aktiv.
Die LUT ist auf manchen Fotos viel zu stark.
Belichtung oder Weißabgleich unterscheiden sich vom Testbild. Erst neutral korrigieren, dann Profilstärke reduzieren.
Vignette, Hautmaske oder Textur fehlen.
Das ist die technische Grenze der LUT. Lokale und bildabhängige Effekte separat bearbeiten.
Das Profil ist nur bei manchen RAW-Dateien sichtbar.
Wahrscheinlich wurde Camera Profile/Kameraprofil mitgespeichert und das Profil dadurch an ein RAW-Basisprofil gebunden. Profil neu bauen, alle normalen Bildkorrekturen abwählen und nur Color Lookup Table aktiviert lassen.
Das neue Profil taucht gar nicht auf.
Profil-Browser auf „Alle“ stellen, richtige Gruppe prüfen und Photoshop/Bridge neu starten. Danach XMP-Installation kontrollieren.
Mein einfacher Qualitätscheck
Bevor du die LUT in deine Sammlung legst, mach diesen kurzen Test. Er dauert keine zehn Minuten und trennt einen brauchbaren Look von einem Ein-Bild-Wunder.
Portrait mit Haut: Bleiben Hauttöne glaubwürdig und differenziert?
Neutrales Motiv: Bleiben Weiß, Grau und Schwarz kontrollierbar?
Kontrastmotiv: Kippen Schatten oder Lichter in harte Farbflecken?
Photoshop-Vergleich: Sieht die CUBE-LUT auf demselben Bild nahezu wie der bereinigte Ebenenlook aus?
Camera-Raw-Vergleich: Wirkt das Profil bei identischem Farbraum plausibel und ohne unerklärliche Zusatzkorrekturen?
Namenscheck: Enthält der Dateiname Look, Version und Farbraum?
Truth Mode: Das bleibt als Fazit
LUTs sind großartig, wenn du einen klaren globalen Farblook wiederverwenden willst. Sie sind aber keine magische Komplettbearbeitung. Je sauberer du den Look von Retusche, Masken und Effekten trennst, desto besser funktioniert er auf fremden Bildern.
Für Camera Raw lautet der richtige Weg: Look bauen, als CUBE exportieren, CUBE in ein kreatives XMP-Profil einbetten und dieses Profil im Profil-Browser anwenden. Wer daraus ein normales Preset machen will, startet schon mit der falschen Schublade.
Vierfacher Faktencheck
Der Artikel wurde auf vier getrennten Ebenen gegengeprüft. Das ist keine Marketingformel, sondern die konkrete Prüfkette:
Prüfebene
Was wurde bestätigt?
Basis
1. Photoshop
Voraussetzungen, Menüweg, Rasterpunkte und CUBE-Export.
Offizielle Adobe-Hilfe
2. Camera Raw
Profil-Browser, Profilwirkung, XMP/DCP-Import und ZIP-Grenze.
Offizielle Adobe-Hilfe
3. Profiltechnik
Enhanced Profiles existieren seit Camera Raw 10.3 und können als XMP-Profilbasis dienen.
Offizielles Adobe Profiles SDK
4. Aktueller Praxisweg
CUBE wird als Bestandteil eines Camera-Raw-Profils genutzt; Erstellung erfolgt in ACR per Alt/Option-Weg.
Adobe Community, inklusive Beitrag vom Juli 2026
Zusätzlicher Produktcheck: Funktionen und Versionsangaben zu Retouch4me Color Match wurden ausschließlich mit den offiziellen Produkt- und Update-Seiten des Herstellers abgeglichen.
Geprüfte Quellen und Direktlinks
Alle folgenden Links wurden am 25. August 2026 auf Erreichbarkeit geprüft:
EU-Transparenzhinweis: Dieser Beitrag entstand aus meinem gesprochenen Input. KI unterstützte Transkription, Recherche, Struktur und sprachliche Ausarbeitung; Inhalt, Haltung, Prüfung und finale Freigabe liegen bei Peter „BROWNZ“ Braunschmid.
Vom 500-Stunden-Archiv bis zum Tag in meiner Nerdbude
Stand und Linkcheck: 24. August 2026
Vier Angebote, vier verschiedene Einstiege. Hier ist die kurze Version ohne Verkaufstrompete.
1. BROWNZ „NO AI“ ARCHIV – die XXL-Fassung
Auf einer 500-GB-USB-3-Festplatte liegen rund 354 GB Daten: 2.791 ausgewertete Lernvideos, PSDs, Rohdaten, Presets, Aktionen, Pinsel und LUTs. Dazu kommen ein 650-seitiges Inhaltsverzeichnis und vier neue Einsteiger-Workshops.
Preis: 149 Euro inklusive Versand innerhalb der EU. Kein Abo, keine Cloud.
Bestellung: Per E-Mail an brownz@brownz.art, Betreff: BROWNZ NO AI HDD.
Truth Mode: Das Archiv stammt aus den Jahren 2006 bis 2022. Ältere Oberflächen, Formate und Auflösungen gehören dazu. Von rund 500 gemessenen Rohstunden bleiben nach dem Gruppieren technisch doppelter Fassungen rund 459 eigenständige Stunden. Wer nur eine Ein-Klick-App sucht, wird von diesem Monster eher gefressen als glücklich gemacht.
Die aktuelle kompakte Variante: Photoshop, Retusche, Composing, Synthografie, AI-Modifizierung und Upscaling aus meinem Arbeitsalltag 2026. Enthalten sind 39 Hauptkapitel, 33 Basic-Coaching-Lektionen, 61 MP4-Dateien mit knapp zwölf Stunden Video sowie PDFs, Scripts, Aktionen und Templates.
Preis: 39 Euro als Download oder 49 Euro auf USB-Stick per Post.
Bestellung: Per E-Mail an brownz@brownz.art, Betreff: BROWNZ REMASTERED VOLUME 2.
Truth Mode: Das ist kein Ersatz für das 500-Stunden-Archiv, sondern ein eigenes aktuelles Training. Weniger Vergangenheit, mehr heutiger Workflow. Kein Hub-Zwang und kein Abo.
Ein Tag von 10:00 bis 16:00 Uhr bei mir in 4020 Linz; Termine sind nach Vereinbarung auch unter der Woche möglich. Du bringst deine Bilder und Fragen mit, und wir arbeiten genau daran: Photoshop, Composing, Retusche, Licht, Farbe, Synthografie oder KI-Workflows.
Preis: 444 Euro inklusive Daten- und Videopaket. 255 Euro, wenn du mein großes BROWNZ Archiv bereits besitzt, es nicht brauchst oder als Wiederholungstäter zurückkommst.
Truth Mode: Ein Einzelcoaching lohnt sich dann, wenn du konkrete Fragen und eigenes Material mitbringst. Wer nur sechs Stunden zuschauen möchte, ist mit einem Videotraining günstiger dran.
Der BROWNZ HUB bündelt Videotrainings, PDFs, Arbeitsdaten, Presets, Aktionen, Looks und Extras in einem wachsenden Dropbox-Ordner. Späte Einsteiger bekommen laut Angebotsseite auch Zugriff auf das Material seit dem Start. Rein digital, keine Postsendung.
Preis: 199 Euro. Für die Nutzung brauchst du eine eigene Dropbox mit ausreichend Speicher; die Gratis-Version reicht laut Angebotsseite nicht.
Bestellung: Per E-Mail an brownz@brownz.art, Betreff: BroHUB2526.
Truth Mode: Die veröffentlichte Runde startete im Oktober 2025 und ist als zwölfmonatiger HUB 2025/26 beschrieben. Ob bei einem späten Einstieg zwölf neue Monate beginnen oder nur die laufende Runde gilt, ist auf der Seite nicht eindeutig. Deshalb vor der Zahlung kurz nach der Zugangsdauer fragen. Alles andere wäre Verkauf mit Nebelmaschine.
Gemeint sind Ron’s Brushes von Ron Deviney – nicht BROWNZ Brushes. Die Photoshop-Pinsel und Effektpakete sind beliebte Klassiker für Composing und Postproduction. Einzelne Sets verwende ich selbst bis heute.
Du willst Photoshop nicht nur bedienen, sondern wirklich verstehen, wie starke Bilder entstehen? Dann ist dieses Archiv für dich gemacht.
Auf einer 500 GB USB-3-Festplatte steckt mein gesammeltes BROWNZ Wissen aus 16 Jahren: Photoshop, Composing, Dark Art, Beauty-Retusche, Licht, Farbe, Bildlooks, Projekte, PSDs, Rohdaten und Presets.
Kein Abo. Keine Cloud. Kein Häppchen-Kurs. Du bekommst das komplette Archiv und lernst in deinem eigenen Tempo.
Die wichtigsten Zahlen – ohne Zahlensalat
Rund 353,7 GB Archivmaterial auf einer 500 GB USB-3-Festplatte.
52.015 erfasste Dateien – dabei wurden auch die Inhalte der 36 ZIP-Archive mitgezählt.
2.791 vollständig ausgewertete Videos mit einer gemessenen Roh-Gesamtlaufzeit von 500 Stunden, 27 Minuten und 25 Sekunden. Nach Gruppierung technisch doppelter Fassungen bleiben rund 459 Stunden eigenständiges Material.
Sechs PDF-Dokumente mit insgesamt 1.067 Seiten – darunter das komplette Inhaltsverzeichnis und vier neue Einsteiger-Workshops.
24.140 Preset-, Aktions-, Pinsel- und Look-Dateien – darunter 18.857 Lightroom- und Camera-Raw-Presets, 2.343 Photoshop-Aktionen, 1.217 Pinsel und 1.484 LUTs. Dazu kommen 2.210 PSD-Dateien.
Der Unterschied zwischen Datenfriedhof und Wissensarchiv
Das wichtigste Extra ist das neue, vollständige A4-Inhaltsverzeichnis mit 650 Seiten. Die Trainings sind darin sinnvoll nach Themen geordnet. Zu jedem Video steht die verständliche Fundstelle im Archiv – auch bei Inhalten innerhalb von ZIP-Dateien.
Du suchst Beauty-Retusche? Composing? Dark Art? Camera Raw? Ebenen und Masken? Du schlägst nach, findest das passende Training und kannst sofort loslegen.
Du startest bei null? Perfekt.
Vier der neuen PDFs führen dich Schritt für Schritt in die wichtigsten Bereiche hinein. Damit kannst du bei null starten und das große Archiv anschließend wirklich nutzen. Zusammen sind das 403 Seiten, 310 leicht nachvollziehbare Lektionen und 29 vollständige Praxisprojekte.
Photoshop & Bridge für Einsteiger – 103 Seiten: Oberfläche, Bridge, Camera Raw, Ebenen, Masken, Retusche, Plugins und fünf Projekte.
Composing für Einsteiger – 100 Seiten: Freistellen, Perspektive, Maßstab, Licht, Schatten, Farbe, Tiefe und acht Projekte.
Dark Art für Einsteiger – 100 Seiten: Gothic, Biomechanik, Melancholie, Low Key, Texturen, Atmosphäre und acht BROWNZ-Projekte.
Beauty-Retusche für Einsteiger – 100 Seiten: natürliche Haut, Dodge & Burn, Frequenztrennung, Gesicht, Akt und plastische Körper.
Zusätzlich dabei: eine einfache 14-seitige Anleitung, mit der du selbst ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis für große Ordner erstellen kannst.
Welche Themen findest du im Videoarchiv?
Photoshop, Bridge, Camera Raw und Lightroom – Arbeitsoberfläche, Dateiverwaltung, RAW-Entwicklung, Farbe und Bildlooks.
Auswahl, Freistellen, Ebenen, Masken und Werkzeuge – das technische Fundament für saubere Bildbearbeitung.
Composing, Montage und Szenenbau – Perspektive, Maßstab, Licht, Schatten, Tiefe und glaubwürdige Bildwelten.
Dark Art, Gothic, Horror, Fantasy und Biomechanik – inklusive Texturen, Low Key, Atmosphäre und melancholischer Bildsprache.
Beauty-, Portrait-, Haut- und Körperretusche – mit natürlicher Haut, plastischen Formen und vollständigen Arbeitsabläufen.
Fotografie, Licht, Fine Art und kreative Effekte – von der Aufnahme bis zum fertigen Look.
Die großen BROWNZ-Reihen im Paket
Wundertüten 01 bis 03, Früharchiv und Wundertüten 2016 bis 2018 – ein breiter Querschnitt durch viele Jahre BROWNZ.
BROWNZ Projekte Vol. 01 bis 06 und Der BROWNZ macht Photoshop 01 bis 04 – komplette Projekte und nachvollziehbare Arbeitswege.
Darkside BROWNZ 01 und 02, FOTOkunst 01 und 02, Galileo Press/BrownzArt Trainings und das Archiv 2022 – große Serien, Spezialthemen und spätere Produktionen.
Dazu kommen die vorhandenen PSDs, Rohdaten, Texturen, Presets, Aktionen, Pinsel, LUTs und Projektdateien. Du kannst also nicht nur zuschauen, sondern viele Arbeitsschritte direkt nachvollziehen.
So kannst du das Archiv wirklich nutzen
Du bist kompletter Einsteiger? Beginne mit den vier neuen Workshops und arbeite dich danach über das Inhaltsverzeichnis weiter vor.
Du suchst eine konkrete Technik? Öffne das 650-seitige Inhaltsverzeichnis, wähle dein Thema und springe direkt zur angegebenen Fundstelle.
Du willst ein komplettes Bild nachbauen? Wähle eine Projektserie und arbeite mit den vorhandenen PSDs, Rohdaten und Zwischenschritten mit.
Du willst deinen Workflow beschleunigen? Nutze Presets, Aktionen, Pinsel und LUTs als große Werkzeugkiste für deine eigenen Bilder.
Du musst das Archiv nicht von vorne bis hinten durcharbeiten. Du kannst gezielt lernen, komplette Projekte verfolgen oder einfach genau dann nachschlagen, wenn du bei einem eigenen Bild nicht weiterkommst.
Ein Archiv aus der Zeit vor dem großen KI-Boom
Der Kern des Archivs stammt aus den Jahren 2006 bis 2022: aus einer Zeit, in der Bilder mit Ebenen, Masken, Licht, Farbe und echter Handarbeit gebaut wurden. In einigen Videos aus 2022 sieht man bereits die ersten Schritte der damaligen AI-Werkzeuge. Der überwiegende Teil zeigt jedoch den klassischen BROWNZ Workflow.
Wichtig zu wissen: Das ist ein historisches Arbeitsarchiv. Ältere Photoshop-Oberflächen, Dateiformate und Trainingsauflösungen gehören dazu. Einzelne alte Plugins oder Installer können eine passende Programmversion oder eine eigene Lizenz benötigen. Die 500 Stunden sind die gemessene Roh-Gesamtlaufzeit; alternative oder technisch doppelte Fassungen können enthalten sein.
149 € – einmal bezahlen, dauerhaft behalten
Du kaufst nicht einfach eine Festplatte. Du bekommst 16 Jahre Erfahrung, ein umfangreiches Trainingsarchiv, alle Projektdaten, die neue PDF-Bibliothek und vor allem einen 650-seitigen Wegweiser durch den gesamten Bestand.
Preis: 149 € inklusive Versand innerhalb der Europäischen Union. Die 500 GB USB-3-Festplatte, das Archiv und die vollständige Dokumentation sind im Preis enthalten. Kein Abo und keine zusätzlichen Versandkosten innerhalb der EU.
So bestellst du
Schicke eine E-Mail an brownz@brownz.art.
Verwende als Betreff genau: BROWNZ NO AI HDD
Schreibe deinen vollständigen Namen, deine Lieferadresse, dein EU-Land und die gewünschte Zahlungsart dazu.
Wichtig: Warte auf die Antwort-Mail. Darin bekommst du die Zahlungsinformationen und den weiteren Ablauf.
Nach Zahlungseingang wird die Festplatte gepackt und verschickt. Zahlung ist per Überweisung oder PayPal möglich.
Das Archiv wird nicht mit einer Werbeliste abgespeist. Das beigefügte A4-Inhaltsverzeichnis umfasst 650 Seiten. Darin sind die Trainings sinnvoll nach Themen geordnet. Zu jedem Video steht die tatsächliche Fundstelle im Archiv. Auch die Ordnerstruktur und die internen Pfade der ZIP-Archive wurden erfasst. Preset-, Pinsel- und Aktionssammlungen werden übersichtlich mit Anzahl angegeben, ohne tausende Einzeldateien sinnlos auszuschreiben.
1. Die großen Trainingssammlungen
Wundertüten 01-03 und Früharchiv: 832 Videos
Wundertüten 2016-2018: 419 Videos
Galileo Press / BrownzArt Trainings: 216 Videos
Brownz Projekte – Volumes 01 bis 06: 552 Videos
Der Brownz macht Photoshop – Ausgaben 01 bis 04: 210 Videos
Darkside Brownz – Ausgaben 01 und 02: 207 Videos
FOTOkunst – Ausgaben 01 und 02: 132 Videos
Der Brownz Archiv 2022: 221 Videos
Wichtiges Zeug – Presets, Helfer und Kernressourcen: zusätzliche Trainings und Arbeitsdaten
Komplette Projekte, Serien und sonstige Trainings: 774 Videos
Dark Art, Horror, Science-Fiction und Fantasy: 452 Videos
Composing, Montage und Szenenbau: 442 Videos
Camera Raw, Lightroom, Farbe und Bildlooks: 270 Videos
Beauty, Portrait und Hautretusche: 235 Videos
Fine Art, Texturen, Malerei und kreative Effekte: 233 Videos
Photoshop-Technik: Auswahl, Masken, Ebenen und Werkzeuge: 180 Videos
Grundlagen, Einstellungen und Workflow: 129 Videos
Fotografie, Licht und Bildgestaltung: 75 Videos
Business, Präsentation und kreative Praxis: ergänzende Inhalte
3. Presets, Werkzeuge und Arbeitsmaterial
18.857 Lightroom- und Camera-Raw-Presets: XMP- und ältere Lightroom-Formate
2.343 Photoshop-Aktionsdateien: für wiederkehrende Bearbeitungsschritte und Looks
1.217 Photoshop-Pinseldateien: für Malerei, Haare, Effekte, Texturen und Gestaltung
1.484 LUTs und Farblooks: 3DL- und CUBE-Dateien
144 Gradationskurven: plus Muster, Stile, Bibliotheken und Vorlagen
2.210 PSD-Dateien: mit Arbeitsständen, Looks, Projekten und editierbaren Ebenen
über 13.600 JPG- und 4.400 PNG-Dateien: Assets, Texturen, Beispiele und Projektmaterial
65 gesondert erfasste Tipp-Dateien: Hinweise, Anleitungen und wichtige Begleitinformationen
Die PDF-Bibliothek im Paket
Die PDFs sind nicht bloß Beigaben. Sie machen aus dem alten Datenbestand ein benutzbares Lernsystem. Zusammen ergeben sie 1.067 gut lesbare Seiten.
PDF
Seiten
Inhalt
Komplettes A4-Inhaltsverzeichnis
650
Alle Trainings, Ordner und Fundstellen; Presetbereiche zusammengefasst
Ordner-Inhaltsverzeichnis selbst erstellen
14
Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für eigene Archive
Photoshop & Bridge für Einsteiger
103
79 Lektionen, fünf Projekte, RAW, Ebenen, Masken, Retusche und Plugins
Composing für Einsteiger
100
77 Lektionen, acht Projekte, Freistellen, Perspektive, Licht, Farbe und Atmosphäre
Dark Art für Einsteiger
100
77 Lektionen, acht Projekte, Gothic, Biomechanik und Melancholie
Beauty-Retusche für Einsteiger
100
77 Lektionen, acht Projekte, natürliche Haut und plastische Körper
Gesamt
1.067
403 Workshop-Seiten, 310 Lektionen und 29 vollständige Praxisprojekte
Stand der PDF-Seitenzahlen und Archivkennzahlen: 22. August 2026.
Was die vier Einsteiger-Workshops abdecken
Photoshop & Bridge: Dateiverwaltung, Camera Raw, Ebenen, Masken, Retusche, Plugins und fünf vollständige Projekte.
Composing: Freistellen, Perspektive, Maßstab, Licht, Schatten, Farbe, Tiefe, Spezialelemente und acht Projekte.
Dark Art: Gothic, Biomechanik, Melancholie, Low Key, Texturen, Atmosphäre und acht typische Brownz-Projekte.
Beauty-Retusche: natürliche Haut, Dodge & Burn, Frequenztrennung, Gesicht, plastische Körper, Fine-Art-Akt und acht Projekte.
Truth Mode: Was du vor dem Kauf wissen solltest
Das ist ein historisches Arbeitsarchiv. Alte Photoshop-Oberflächen, Dateiformate und Trainingsauflösungen gehören zur jeweiligen Entstehungszeit.
Nicht jeder alte Installer läuft auf jedem aktuellen Rechner. Manche Plugins oder Zusatzprogramme benötigen eine passende ältere Softwareversion oder eine eigene Lizenz.
Die 500 Stunden sind die gemessene Roh-Gesamtlaufzeit. Nach Gruppierung technisch doppelter Dateien bleiben immer noch rund 459 Stunden eigenständiges Material.
52.015 Dateien bedeutet nicht 52.015 Videos. Die Zahl umfasst Videos, Bilder, Presets, PSDs, Tipps und die Inhalte der ZIP-Archive.
NO AI beschreibt den Kern und den Zeitraum. Das Paket bewahrt den klassischen, handwerklichen BROWNZ Workflow bis 2022 – nicht eine nachträglich erzeugte KI-Kurssammlung.
Das Archiv ist kein laufendes Coaching. Du erhältst den vorhandenen Bestand, die neue Dokumentation und direkten Zugriff – aber kein Abo und kein Versprechen auf unbegrenzte Updates.
Nutzungsrechte bleiben dateibezogen. Bei Drittanbieter-Assets, Presets oder Programmen gelten die jeweils vorhandenen Lizenz- und Begleithinweise.
Für Einsteiger, die nicht nur Knöpfe nachklicken wollen. Für Photoshop-Anwender, die Composing, Dark Art, Beauty-Retusche, Bildlooks und klassische Bildbearbeitung wirklich verstehen möchten. Für langjährige BROWNZ-Leser, die das verstreute Wissen endlich gesammelt und offline besitzen wollen. Und für alle, die bewusst sehen möchten, wie starke Bilder vor dem generativen KI-Boom gebaut wurden.
Wenn du nur eine moderne Ein-Klick-App suchst, ist dieses Archiv wahrscheinlich zu groß. Wenn du aber das gesammelte BROWNZ Wissen auf einer Festplatte wirklich haben willst, dann ist genau das der Punkt.
Ein gutes Mockup soll eine Gestaltung zeigen und nicht selbst die Hauptrolle spielen. Genau deshalb gefällt mir dieses Embossed Paper Close-Up Mockup von Pixelbuddha: Es ist reduziert, nah dran und lässt Logos oder Schriftzüge wie eine echte Prägung im Papier wirken.
Die Datei kommt als PSD und arbeitet mit Smart Objects. Das eigene Motiv wird also eingesetzt, gespeichert und übernimmt automatisch Licht, Schatten, Papierstruktur und den geprägten Relief-Effekt. Zur Auswahl stehen zwei Varianten: tiefes Anthrazit und helles Weiß. Gerade bei klaren Logos, Monogrammen oder feinen Signets funktioniert das sehr gut.
Verwenden lässt sich das Mockup unter anderem für Branding, Verpackungssiegel, Geschäftsausstattung, Zertifikate oder als Vorschau für eine spätere Folienprägung. Es ist kein wildes Bühnenbild rund um das Design. Papier, Prägung, Licht – fertig. Mehr braucht es oft nicht.
Die PSD ist 70,8 MB groß und für Adobe Photoshop ausgelegt. Pixelbuddha empfiehlt eine aktuelle Creative-Cloud-Version. Die persönliche Lizenz wird auf der Produktseite kostenlos angeboten; für eine erweiterte Nutzung gibt es eine Pro-Lizenz. Vor kommerziellen Kundenprojekten würde ich die jeweils aktuelle Lizenz trotzdem kurz prüfen – das erspart später unnötiges Theater.
Mein Fazit: ein kleines, sauberes Mockup für alle, die ihre Gestaltung hochwertig präsentieren wollen, ohne sie unter Dekoration zu begraben.