
Ein persönlicher Kommentar von BROWNZ über Clickbait, Ragebait, Influencer-Marketing und die eigene Linie.
Stand: 31. Mai 2026 · mit Quellen- und Vierfach-Faktencheck
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Es gibt diese Themen, die kommen nicht, weil man sie sucht. Sie liegen plötzlich wieder am Tisch. Irgendwer fragt nach, irgendwer schickt einem etwas, irgendwo taucht wieder ein Beitrag auf, der aussieht, als hätte ihn ein Algorithmus mit Koffeinmangel ausgespuckt, und dann merkt man: Ja gut, vielleicht sollte man es doch wieder einmal sauber hinschreiben.
Bei mir geht es da um Clickbait, Ragebait und dieses klassische Influencer-Ding, bei dem Meinung, Werbung und Begeisterung so lange miteinander verrührt werden, bis am Ende keiner mehr genau weiß, was jetzt eigene Erfahrung ist und was bezahltes Grinsen.
Ich beobachte das schon lange. Nicht mit Schaum vor dem Mund. Nicht als beleidigter Kulturpensionist, der das Internet anbrüllt. Ich rege mich darüber auch nicht jeden Tag auf. Dazu ist mir meine Zeit ehrlich gesagt zu schade. Ich nehme es zur Kenntnis. So funktioniert ein großer Teil dieser digitalen Welt inzwischen. Aufmerksamkeit wird nicht mehr nur gewonnen, sie wird konstruiert. Man baut Überschriften, die absichtlich etwas offenlassen. Man baut Beiträge, die absichtlich reizen. Man baut Empörung, weil Empörung Reaktion bringt. Und Reaktion ist die Währung, auf die sehr viele Plattformen schauen.
Das kann man machen. Viele machen das. Manche sehr erfolgreich. Nur ist das eben nicht meine Art. Und darum geht es mir. Nicht um ein großes Anklagen. Nicht um ein „die da draußen sind alle schlecht“. Das wäre mir viel zu billig. Ich will erklären, warum ich es anders mache. Warum ich das immer schon anders gemacht habe. Und warum ich das auch nicht ändern werde, nur weil der digitale Jahrmarkt jetzt noch lauter trommelt als früher.
Clickbait ist für mich nicht einfach eine gute Überschrift. Eine gute Überschrift darf neugierig machen. Natürlich darf sie das. Ein Text braucht einen Einstieg. Ein Bild braucht Spannung. Ein Artikel darf eine Tür haben, durch die man gerne hineingeht. Das ist Handwerk. Das ist völlig in Ordnung.
Clickbait ist etwas anderes. Clickbait baut eine künstliche Lücke. Da wird nicht sauber gesagt, worum es geht, sondern es wird etwas angedeutet, damit man klicken muss. „Du wirst nicht glauben, was dann passiert ist.“ „Dieser eine Trick verändert alles.“ „Niemand spricht darüber.“ Diese Sätze kennt man. Man riecht sie inzwischen schon, bevor man sie gelesen hat. Und meistens ist dahinter nicht die große Offenbarung, sondern ein mittelwarmer Inhalt, der von der Überschrift in ein viel zu großes Kostüm gesteckt wurde.
Mich interessiert so etwas nicht. Nicht, weil ich keine Aufmerksamkeit will. Natürlich will man gesehen werden, wenn man etwas veröffentlicht. Sonst könnte man es auch ausdrucken, in eine Lade legen und dem Staub beim Altern zusehen. Sichtbarkeit ist wichtig. Aber die Frage ist für mich immer: Wie kommt diese Sichtbarkeit zustande?
Wenn jemand auf meine Arbeit aufmerksam wird, dann soll das passieren, weil ihn das Bild interessiert, weil ihn der Prozess interessiert, weil ihn die Haltung dahinter interessiert. Nicht, weil ich ihm vorher eine künstliche Informationslücke in den Kopf gesetzt habe. Ich will niemanden hineinlocken wie in eine Geisterbahn, wo am Ende nur ein Mann mit Taschenlampe steht und sagt: Danke fürs Klicken.
Ragebait ist dann die nächste Stufe. Da wird nicht nur Neugier ausgenutzt, sondern Ärger. Man schreibt etwas so, dass Leute reagieren müssen. Möglichst schnell, möglichst emotional, möglichst im Kommentarbereich. Es wird absichtlich schief formuliert, absichtlich überzogen, absichtlich so gesetzt, dass andere anbeißen. Und dann läuft die Maschine. Kommentare, Gegenkommentare, Teilen, Widerspruch, Empörung, Reichweite.
Auch das ist nicht neu. Nur hat das Internet daraus ein sehr effizientes System gemacht. Früher musste man sich auf einen Marktplatz stellen und laut schreien. Heute reicht ein Beitrag, der an der richtigen Stelle falsch ist.
Ich habe mit Provokation grundsätzlich kein Problem. Ich arbeite selbst nicht gerade im Bereich der gebügelten Harmlosigkeit. Kunst darf stören. Kunst darf kratzen. Ein guter Gedanke darf unbequem sein. Eine gute Aussage darf auch einmal dort hinleuchten, wo andere lieber den Vorhang zuziehen. Aber Provokation und Ragebait sind nicht dasselbe.
Provokation hat einen Kern. Ragebait hat einen Haken. Und ich will keine Haken auswerfen.
Das ist für mich auch eine Frage des Respekts. Wenn jemand meine Texte liest, meine Bilder anschaut oder ein Training von mir kauft, dann nehme ich diese Person ernst. Ich will nicht mit künstlich erzeugter Wut arbeiten. Ich will niemanden emotional auf Temperatur bringen, nur damit ein Beitrag ein bisschen besser läuft. Mir ist eine kleinere, echte Reaktion lieber als ein großer Kommentarbrand, den ich vorher selbst angezündet habe.
Noch wichtiger wird das für mich beim Thema Influencer-Marketing. Da wird es nämlich schnell unscharf. Und ich mag unscharf nur, wenn es fotografisch Sinn ergibt.
Dieses Modell, bei dem jemand ein Produkt bekommt, einen Zugang bekommt, ein Plugin bekommt, Geld bekommt oder sonst irgendeinen Vorteil, und danach öffentlich erzählt, wie toll das alles ist, ist nicht mein Zugang. Ich sage nicht, dass jeder, der so etwas macht, automatisch unehrlich ist. Das wäre Unsinn. Natürlich kann jemand ein Produkt wirklich mögen und trotzdem dafür bezahlt werden. Natürlich kann eine Kooperation sauber sein, wenn sie klar gekennzeichnet ist. Natürlich kann Werbung professionell gemacht sein.
Aber für mich persönlich verschiebt sich da etwas. Eine Meinung ist dann nicht mehr nur eine Meinung. Sie steht in einem anderen Raum. Es sitzt plötzlich jemand mit am Tisch, auch wenn man ihn nicht sieht. Eine Marke, ein Vertrag, eine Erwartung, ein Vorteil. Und selbst wenn man sich bemüht, ehrlich zu bleiben, ist der Rahmen ein anderer.
Ich will diesen Rahmen nicht.
Wenn ich sage, dass ich etwas nutze, dann nutze ich es. Wenn ich sage, dass mir ein Werkzeug hilft, dann hat es mir geholfen. Wenn ich ein Plugin, ein Programm, eine Kamera, einen Workflow oder irgendein digitales Werkzeug erwähne, dann soll niemand im Hinterkopf fragen müssen: Sagt er das jetzt, weil es stimmt, oder weil ihm jemand hinten herum etwas geschenkt hat?
Genau diese Frage will ich vermeiden. Nicht nachträglich erklären. Vermeiden.
Darum zahle ich für die Dinge, die ich nutze. Oder das Unternehmen, für das ich arbeite, zahlt regulär dafür. So wie andere auch. Das gilt für Adobe, für Plugins, für Tools, für Software, für Trainingsmaterial, für alles, was in meiner Arbeit wirklich vorkommt. Ich will das so. Ich will aus derselben Welt heraus sprechen wie die Menschen, denen ich etwas erkläre. Nicht aus der VIP-Lounge, nicht aus dem Beta-Streichelzoo, nicht aus irgendeinem Sonderzugang, bei dem schon die Dankbarkeit mit am Pinsel hängt.
Ich hatte sogar einmal so ein Influencer-Abo von Adobe. Das war damals in einer Situation rund um die Creative Cloud. Ich hatte öffentlich kritisiert, dass aus meiner Sicht etwas angeboten wurde, das in dieser Form noch gar nicht sauber verfügbar war. Für mich war das damals nicht in Ordnung. Wenn man etwas kaufen kann, es aber nicht so bekommt, wie es erwartet wird, dann ist das für mich ein Problem. Das wurde dann auch relativ schnell geändert. Danach kam so ein Gratis-Abo, eine Art Entschuldigung oder Influencer-Zugang, wie auch immer man das nennen will. Ich war sogar im Beta-Team.
Nur habe ich es nicht genutzt. Nicht aus Drama. Nicht, weil ich daraus eine Heiligengeschichte machen wollte. Sondern weil es für mich nicht gepasst hat. Ich wollte nicht in diese Lage kommen, dass ich über ein Werkzeug spreche und im Hintergrund liegt ein Sonderstatus auf dem Tisch. Ich wollte nicht überlegen müssen, ob meine Kritik, mein Lob oder mein Blick auf die Software noch ganz meiner ist. Vielleicht wäre das für andere kein Problem gewesen. Für mich war es eines. Also habe ich es gelassen.
Ich arbeite lieber mit dem, was jeder bekommen kann. Ich will wissen, wie ein Werkzeug im normalen Betrieb funktioniert. Wie es sich anfühlt, wenn man dafür bezahlt. Wie es läuft, wenn man nicht hofiert wird. Wie es ist, wenn ein Update nervt, wenn ein Plugin spinnt, wenn ein Abo kostet, wenn etwas gut ist, wenn etwas schlechter wird. Das ist die Wirklichkeit, über die ich sprechen will. Nicht die polierte Vorführversion.
Gerade bei Trainings ist mir das extrem wichtig. Wenn ich jemandem etwas erkläre, dann basiert das auf Erfahrung. Nicht auf einem Pressetext. Nicht auf einer Produktseite. Nicht auf einem freundlichen Mail eines Herstellers mit dem subtilen Unterton: Wäre schön, wenn du darüber etwas Positives machst. Ich will nicht in diese Zwischenwelt, wo man zwar „ehrliche Meinung“ sagt, aber gleichzeitig genau weiß, dass diese Ehrlichkeit bereits in Geschenkpapier eingewickelt wurde.
Diese ganze Sprache rund um Authentizität ist ja inzwischen selbst schon wieder Marketing geworden. Jeder sagt „ehrlich“. Jeder sagt „unfiltered“. Jeder sagt „real talk“. Und oft ist es dann doch nur Werbung in Jogginghose. Nicht immer. Aber oft genug.
Ich will das nicht brauchen.
Meine Glaubwürdigkeit soll nicht davon abhängen, ob irgendwo klein „Anzeige“ steht. Sie soll davon abhängen, dass die Menschen über Jahre merken: Der sagt das, weil er es so erlebt hat. Der empfiehlt nicht alles, was blinkt. Der spielt nicht Begeisterung, nur weil gerade ein Code dazu passt. Der ist vielleicht manchmal kantig, vielleicht nicht immer bequem, aber er vermietet seine Meinung nicht.
Das ist kein großes moralisches Podest. Ich stehe da nicht oben und verteile Reinheitszertifikate. Ich sage nur, wo ich selbst meine Linie ziehe.
Und diese Linie gibt es bei mir schon lange. Nicht erst seit Social Media. Nicht erst seit Influencer-Marketing ein Beruf geworden ist. Nicht erst seit man für alles einen Rabattcode haben kann. Ich war immer schon so. Wenn ich etwas mache, dann will ich wissen, was ich tue. Wenn ich etwas sage, dann will ich es vertreten können. Wenn ich etwas empfehle, dann muss es durch meine eigene Werkstatt gegangen sein.
Das ist vielleicht langsamer. Es bringt vielleicht nicht die schnellste Reichweite. Es ist vielleicht nicht das, was der Algorithmus am liebsten frisst. Der Algorithmus mag starke Reize. Wut, Neugier, Konflikt, Drama, schnelle Reaktion. Ein ruhiger, persönlicher Standpunkt ist für so ein System oft nicht fettig genug. Aber ich bin nicht da, um den Algorithmus zu ernähren wie ein Haustier mit schlechten Manieren.
Ich bin Künstler. Ich mache Bilder. Ich baue Workflows. Ich erkläre Dinge, die ich selbst verwende. Ich teile Erfahrungen, keine vorgekauten Werbesätze. Und wenn ich etwas kritisiere, dann nicht, weil ich einen Skandal brauche, sondern weil ich etwas erlebt, geprüft oder gesehen habe.
Vielleicht ist genau das heute schon wieder ungewöhnlich. Dass man nicht jede Aufmerksamkeit nimmt, nur weil sie angeboten wird. Dass man nicht jeden Zugang annimmt, nur weil er gratis ist. Dass man nicht jede Kooperation macht, nur weil sie möglich wäre. Dass man nicht jedes Produkt in die Kamera hält, nur weil jemand glaubt, Reichweite sei eine Art Mietfläche.
Für mich ist Reichweite keine Mietfläche. Meine Meinung auch nicht.
Das bedeutet nicht, dass ich gegen Marketing bin. Gutes Marketing ist wichtig. Ein gutes Produkt soll sichtbar werden. Eine gute Idee soll Menschen erreichen. Ich lebe ja selbst davon, dass Menschen meine Arbeit sehen, verstehen, kaufen, weiterempfehlen. Aber gutes Marketing muss nicht so tun, als wäre es private Begeisterung, wenn es eigentlich ein Geschäft ist. Und wenn es ein Geschäft ist, dann soll man es sagen. Ganz einfach.
Transparenz ist kein Schmuckstück, das man sich ansteckt, wenn es gerade gut aussieht. Transparenz ist die Grundplatte. Ohne die wird alles wackelig.
Mir geht es um Vertrauen. Das klingt vielleicht groß, aber am Ende ist es ganz praktisch. Wenn jemand ein Training bei mir kauft, dann soll er wissen: Das, was ich dort zeige, kommt aus echter Anwendung. Wenn jemand liest, dass ich mit einem bestimmten Werkzeug arbeite, dann soll er wissen: Ich arbeite wirklich damit. Wenn jemand meine Einschätzung zu einem Tool hört, dann soll er nicht erst den Raum nach versteckten Sponsoren absuchen müssen.
Ich will, dass diese Dinge klar sind, bevor überhaupt jemand fragen muss.
Darum schreibe ich das auch. Nicht, weil ich mich beschweren will. Nicht, weil ich andere bekehren will. Sondern weil ich in letzter Zeit wieder öfter darauf angesprochen wurde. Und weil Anfang Juni ein guter Moment ist, die eigene Haltung wieder einmal ordentlich hinzulegen. Ohne Show. Ohne Wut. Ohne Clickbait. Ohne künstliches Drama.
Einfach so, wie es ist.
Ich mache diese Dinge anders, weil sie sonst nicht zu mir passen würden. Ich habe kein Interesse daran, Empörung zu produzieren, nur damit Zahlen steigen. Ich habe kein Interesse daran, Begeisterung zu verkaufen, die ich nicht selbst empfinde. Ich habe kein Interesse daran, aus einem Geschenk heraus eine Empfehlung zu bauen. Ich habe kein Interesse daran, meine Arbeit mit kleinen verdeckten Abhängigkeiten zu verzieren.
Ich will unabhängig bleiben. Nicht als Pose. Als Arbeitsgrundlage.
Denn am Ende ist das, was bleibt, nicht der einzelne Klick. Nicht der kurze Ausschlag in der Statistik. Nicht das eine besonders laute Posting. Am Ende bleibt die Frage, ob Menschen dir glauben, wenn du etwas sagst.
Und genau dieses Vertrauen ist mir mehr wert als jeder Gratiszugang, jedes Plugin-Geschenk und jeder Rabattcode.
Ehrlichkeit hat keinen Rabattcode. Und meine Meinung auch nicht.
Quellenbasis und Vierfach-Faktencheck
Ziel dieses Abschnitts: Die Aussagen im Artikel sind keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern eine persönliche Haltung. Der Faktenrahmen prüft nur die sachlichen Begriffe und rechtlichen/medienethischen Grundlagen: Was ist Clickbait? Was ist Ragebait? Was versteht man unter kommerziellem Influencing? Welche Rolle spielen Kennzeichnung und Offenlegung?
Vierfach-Faktencheck – Prüfprotokoll
1. Primärquellen-Prüfung: Bevorzugt wurden Originalquellen oder besonders belastbare Quellen: Scientific Reports/Nature, Oxford University Press, Wirtschaftskammer Österreich, onlinesicherheit.gv.at, Federal Trade Commission sowie die arXiv/ACM-Publikation.
2. Plausibilitäts-Prüfung: Die Begriffe im Artikel wurden nicht überdehnt: Clickbait wird als Neugier-/Informationslücken-Mechanik beschrieben, Ragebait als Empörungsmechanik, Influencing als mögliche Werbe-/Kooperationsform gegen Geld oder Sachleistungen.
3. Rechts-/Transparenz-Prüfung: Für Österreich wurden WKO und onlinesicherheit.gv.at verwendet; für internationale Disclosure-Grundsätze zusätzlich die FTC. Der Artikel gibt keine Rechtsberatung, sondern beschreibt den Transparenzrahmen allgemein.
4. Link- und Erreichbarkeits-Prüfung: Alle untenstehenden Links wurden am 31. Mai 2026 geöffnet. Die Seiten waren erreichbar. Einzelne Websites können ihre Struktur später ändern; daher sind Abrufdatum und Quellenname angegeben.
Geprüfte Quellen
1. Clickbait / Curiosity Gap
Quelle: Scientific Reports / Nature, 2025
Kernaussage: Studie zu 8.977 Headline-Experimenten. Sie unterscheidet zwischen zusammenfassenden und neugier-erzeugenden Überschriften und zeigt, dass der Klick-Effekt von der konkreten Informationsmenge in der Überschrift abhängt.
Link: https://www.nature.com/articles/s41598-024-81575-9
Status: geöffnet und erreichbar am 31. Mai 2026
2. Ragebait
Quelle: Oxford University Press, Word of the Year 2025
Kernaussage: Oxford definiert Ragebait als Online-Inhalt, der absichtlich Wut oder Empörung auslösen soll, meist zur Steigerung von Traffic oder Engagement. Oxford nennt außerdem eine Verdreifachung der Nutzung im letzten Jahr.
Link: https://corp.oup.com/news/the-oxford-word-of-the-year-2025-is-rage-bait/
Status: geöffnet und erreichbar am 31. Mai 2026
3. Kommerzielles Influencing
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich
Kernaussage: Die WKO beschreibt kommerzielles Influencing als vergütete Werbekooperationen, Affiliate-Marketing oder Partnerschaften gegen Entgelt und/oder Sachleistungen. Sie verweist ausdrücklich auf Transparenz und Kennzeichnungspflichten.
Link: https://www.wko.at/oe/information-consulting/werbung-marktkommunikation/kommerzielles-influencing
Status: geöffnet und erreichbar am 31. Mai 2026
4. Content Creator und Werbegeschenke
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich
Kernaussage: Die WKO weist darauf hin, dass Einnahmen aus Werbung, Kooperationen oder Affiliate-Marketing sowie Werbegeschenke in der Regel gewerberechtlich relevant sein können.
Link: https://www.wko.at/gruendung/online-content-creatorin
Status: geöffnet und erreichbar am 31. Mai 2026
5. Kennzeichnung von Online-Werbung
Quelle: onlinesicherheit.gv.at
Kernaussage: Die österreichische Informationsseite erklärt, dass Online-Werbung Kennzeichnungspflichten unterliegt und problematisch wird, wenn Werbung als authentische Empfehlung wahrgenommen werden soll.
Link: https://www.onlinesicherheit.gv.at/Services/News/Werbung-Internet-Kennzeichnung.html
Status: geöffnet und erreichbar am 31. Mai 2026
6. Influencer-Disclosure / Material Connection
Quelle: Federal Trade Commission
Kernaussage: Die FTC verlangt bei Empfehlungen eine klare Offenlegung relevanter Beziehungen zur Marke, etwa durch Bezahlung, kostenlose Produkte oder andere Vorteile.
Link: https://www.ftc.gov/business-guidance/advertising-marketing/endorsements-influencers-reviews
Status: geöffnet und erreichbar am 31. Mai 2026
7. Affiliate-Disclosure-Forschung
Quelle: Mathur, Narayanan & Chetty, CSCW/arXiv 2018
Kernaussage: Empirische Studie zu über 500.000 YouTube-Videos und 2,1 Millionen Pinterest-Pins: Nur etwa 10 Prozent der Affiliate-Marketing-Inhalte enthielten überhaupt Offenlegungen; kurze, nicht erklärende Hinweise wurden von Nutzern oft nicht verstanden.
Link: https://arxiv.org/abs/1809.00620
Status: geöffnet und erreichbar am 31. Mai 2026
Sachliche Einordnung der Hauptaussagen
Clickbait: Der Begriff wird im Dokument nicht als jede zugespitzte Überschrift verstanden. Entscheidend ist die absichtlich erzeugte Informationslücke, die zum Klick drängen soll.
Ragebait: Der Begriff wird im Dokument nicht als jede kontroverse Meinung verstanden. Entscheidend ist der Vorsatz, Ärger oder Empörung als Reaktionsmotor zu nutzen.
Influencer-Marketing: Der Text behauptet nicht, dass jede Kooperation unehrlich ist. Die belegbare Linie lautet: Wenn Geld, Sachleistungen, Gratiszugänge oder andere Vorteile im Spiel sind, verändert das den Kommunikationsrahmen und verlangt Transparenz.
BROWNZ-Position: Die persönliche Position – keine Gratiszugänge als Grundlage für öffentliche Empfehlungen zu verwenden – ist eine Haltung des Autors. Sie wird nicht als allgemeine Pflicht für andere dargestellt.
Direkte URLs
Scientific Reports / Nature, 2025: https://www.nature.com/articles/s41598-024-81575-9
Oxford University Press, Word of the Year 2025: https://corp.oup.com/news/the-oxford-word-of-the-year-2025-is-rage-bait/
Wirtschaftskammer Österreich: https://www.wko.at/oe/information-consulting/werbung-marktkommunikation/kommerzielles-influencing
Wirtschaftskammer Österreich: https://www.wko.at/gruendung/online-content-creatorin
onlinesicherheit.gv.at: https://www.onlinesicherheit.gv.at/Services/News/Werbung-Internet-Kennzeichnung.html
Federal Trade Commission: https://www.ftc.gov/business-guidance/advertising-marketing/endorsements-influencers-reviews
Mathur, Narayanan & Chetty, CSCW/arXiv 2018: https://arxiv.org/abs/1809.00620
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