Wer ernsthaft an seinem visuellen Stil arbeitet, kommt um eine Sache nicht herum: gute Ausgangspunkte finden. Presets, Plugins, LUTs und Workflows gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – aber welche Quellen lohnen sich wirklich?

Ich habe die gängigsten Ressourcen durchforstet, auf Aktualität geprüft und nach Relevanz sortiert. Dieser Artikel ist keine Werbung für einzelne Anbieter, sondern eine ehrliche Übersicht über das, was 2026 funktioniert und verfügbar ist.

Hinweis: Alle Links wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geprüft. Einzelne Unterseiten können sich ändern, die Hauptdomains bleiben jedoch bestehen.

Der aktuelle Stand: Was sich 2026 verändert hat

Bevor wir in die Quellen einsteigen, ein kurzer Realitätscheck. Die Bildbearbeitung hat sich in den letzten Jahren merklich verschoben:

Film-Emulation ist vom Nischenthema zum Standard geworden. Looks mit organischem Grain, dezenten Farbverschiebungen und authentischen Hauttönen setzen sich durch – nicht nur in der Fotografie, sondern auch bei KI-generierten Bildern.

Natürlichkeit schlägt Effekthascherei. Die übersättigten Instagram-Filter wirken zunehmend veraltet. Stattdessen geht es um subtile, filmische Looks mit Charakter.

Profile und LUTs werden wichtiger als reine Presets. Wer Kontrolle über seinen Look behalten will, arbeitet mit mehreren Ebenen – Lightroom-Profile als Basis, Feinschliff in Photoshop, gezieltes Grain und Farbverschiebungen über Plugins.

Lightroom Presets – Die wichtigsten Anlaufstellen

Adobe (offiziell)

Link: adobe.com/products/photoshop-lightroom/lightroom-presets.html

Die offizielle Adobe-Seite ist kein Geheimtipp, aber eine solide Grundlage. Hier findest du kuratierte Presets, die von Adobe selbst und der Community bereitgestellt werden. Der Vorteil: Diese Presets sind stabil, funktionieren mit jeder Lightroom-Version und dienen als gute Ausgangsbasis für eigene Anpassungen.

Sexy ist das nicht, aber unverzichtbar für den Einstieg.

PresetPro

Links:

PresetPro sammelt kostenlose und kostenpflichtige Presets aus verschiedenen Kategorien – von Film-Looks über Porträts bis hin zu Landschaften. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert, allerdings schwankt die Qualität stark. Manche Presets sind durchdacht, andere wirken wie Zufallsprodukte.

Gut zum Stöbern und Ausprobieren, aber nicht jedes Preset ist praxistauglich.

Lou Marks Presets

Link: loumarkspresets.com/blogs/lightroom/best-lightroom-presets-for-2026-complete-guide

Der Blog von Lou Marks bietet eine gute Marktübersicht über aktuelle Preset-Trends. Besonders interessant: Der Fokus liegt auf Film-Looks und cinematischen Stilen. Wenn du wissen willst, was gerade angesagt ist, ist dieser Guide eine gute Anlaufstelle.

The Editing Studio

Link: theeditingstudio.co/blog/best-lightroom-presets-2026

The Editing Studio hilft vor allem dabei, Stilrichtungen zu verstehen. Ob Moody, Vintage, Bright oder Clean – hier bekommst du eine Einordnung, welche Presets zu welchem Stil passen. Hilfreich, wenn du noch nicht genau weißt, in welche Richtung du gehen willst.

Speckyboy

Link: speckyboy.com/free-lightroom-presets

Speckyboy ist eine Sammelseite für kostenlose Lightroom-Presets. Keine High-End-Ressource, aber ein guter Startpunkt, um verschiedene Stile auszuprobieren, ohne Geld auszugeben.

Photoshop Actions – Die unterschätzte Alternative

The Photo Argus

Link: thephotoargus.com/free-photoshop-actions

Photoshop Actions werden oft übersehen, dabei bieten sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber Lightroom-Presets: Du arbeitest mit Ebenen. Das bedeutet mehr Kontrolle, mehr Anpassungsmöglichkeiten und ein besseres Verständnis dafür, was der Look eigentlich macht.

The Photo Argus bietet eine große Sammlung kostenloser Actions. Viele davon sind layer-basiert aufgebaut, sodass du einzelne Effekte gezielt ein- und ausschalten kannst.

Community-Tipps: Was echte Nutzer empfehlen

Manchmal sind die besten Ressourcen keine offiziellen Seiten, sondern Community-Diskussionen. Hier zwei Reddit-Threads, die wertvolle Einblicke liefern:

Reddit r/fujix

Link: reddit.com/r/fujix/comments/1muejul/any_recommendations_on_where_to_get_lightroom

Fuji-Fotografen haben ein besonderes Verhältnis zu Farben – die Kameras sind bekannt für ihre Film-Simulationen. In diesem Thread diskutieren Nutzer ihre Lieblings-Presets, darunter:

  • RNI Films 5 (gilt als beste Film-Emulation)
  • Dehancer (besonders für authentisches Grain und Halation)
  • Verschiedene Film-Bundles

Interessant ist vor allem, dass viele Profis Presets nur als Startpunkt nutzen und dann manuell nacharbeiten.

Reddit r/postprocessing

Link: reddit.com/r/postprocessing/comments/1qqi4pu/lightroom_preset_film_emulations_as_a_starting

Dieser Thread beschäftigt sich explizit mit Film-Emulation. Der wichtigste Insight: Professionelle Bildbearbeiter arbeiten nicht mit einem einzelnen Preset, sondern kombinieren Profile, LUTs und manuelle Anpassungen. Presets sind nur der Ausgangspunkt, nicht das Endprodukt.

Der Adobe Community Hack

Zurück zur offiziellen Adobe-Seite – aber mit einem wichtigen Trick: Du kannst die Bildbearbeitungen anderer Fotografen in Lightroom direkt als Preset übernehmen.

Wenn du in der Adobe Lightroom Community ein bearbeitetes Foto siehst, das dir gefällt, kannst du die verwendeten Einstellungen kopieren und als eigenes Preset speichern. Das ist quasi Reverse Engineering – ohne Umweg.

Link: adobe.com/products/photoshop-lightroom/lightroom-presets.html

Events und Weiterbildung

Photography Show 2026

Link: photographyshow.com/2026-programme/inspired-presets-lightroom-community

Die Photography Show bietet regelmäßig Workshops und Panels zu Lightroom-Workflows. Hier bekommst du nicht nur fertige Presets, sondern auch Einblicke in echte Arbeitsweisen und Community-Wissen aus erster Hand.

Die wichtigsten Tools über Presets hinaus

Wenn du ernsthaft an deinem Bildlook arbeitest, kommst du irgendwann an den Punkt, wo Presets allein nicht mehr reichen. Dann werden Plugins interessant:

RNI Films 5 gilt als Referenz für Film-Emulation. Die Profile sind detailliert, die Farbwissenschaft stimmt.

Dehancer bietet authentisches Film-Grain, Halation-Effekte und organische Farbverschiebungen, die über Standard-Presets hinausgehen.

Adobe-Profile bleiben die stabilste Basis für jeden Look – darauf bauen alle weiteren Anpassungen auf.

Der professionelle Workflow 2026

Wie arbeiten Profis tatsächlich? Der typische Workflow sieht so aus:

  1. Lightroom Basislook – Belichtung, Kontrast, erste Farbkorrektur
  2. Film-Profil oder Plugin – RNI, Dehancer oder ein LUT als Stilgrundlage
  3. Photoshop Feinschliff – gezielte Anpassungen, Ebenen, Masken
  4. Grain und Imperfektion – organisches Korn, leichte Unschärfen, Halation

Das Ergebnis ist kein Filter, sondern ein durchdachter, wiedererkennbarer Stil.

Fazit

Presets sind ein guter Startpunkt – aber nur das. Wer bei Presets stehen bleibt, bleibt im Durchschnitt. Wer versteht, was hinter einem Look steckt, entwickelt einen eigenen Stil.

Die Quellen in diesem Artikel helfen dir dabei, gute Ausgangspunkte zu finden. Von kostenlosen Preset-Sammlungen über Community-Tipps bis hin zu professionellen Plugins – alles ist verfügbar. Die Frage ist nur, wie weit du gehen willst.

Kompakte Link-Übersicht nach Kategorie

Film-Looks:

Kostenlose Presets:

Photoshop Actions:

Community-Empfehlungen:

Offizielle Quellen:


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