Photoshop · KI · Synthografie Die legendären Bildwelten-Techniken von damals – neu gedacht für die digitale Kunst von heute.
Worum geht es? Viele von euch haben mich in letzter Zeit gefragt: „Gibt es deine Trainings auch wieder ganz klassisch einzeln?“ In den letzten Jahren lief bei mir vieles über den BROWNZ Hub und Dropbox. Das ist super praktisch, aber eben nicht für jeden. Hand aufs Herz: Viele meiner Stammkunden wollen sich keine extra Accounts anlegen oder Abos abschließen. Ihr wolltet einfach wieder ein einzelnes Training kaufen, herunterladen und loslegen. Genau wie früher.
Ihr habt gefragt, hier ist die Antwort: BROWNZ REMASTERED. Kein Hub-Zwang, keine Dropbox-Pflicht, keine versteckten Anmeldungen. Einfach pures Wissen, wahlweise als direkter Download oder ganz klassisch auf einem USB-Stick, der zu dir nach Hause kommt.
Was erwartet dich in diesem Training?
In diesem Kurs nehme ich dich mit in meinen aktuellen Arbeitsalltag. Ich zeige dir, wie ich heute mit Photoshop, Künstlicher Intelligenz und Synthografie arbeite.
Dabei geht es mir nicht um trockene Theorie oder seelenloses Knopfdrücken. Wir schauen uns genau diese spannende Zwischenwelt an, die für gute digitale Kunst heute absolut entscheidend ist:
Wo macht Photoshop ein Bild immer noch besser?
An welchen Stellen ist KI eine echte Geheimwaffe?
Und wo baut die KI völligen Blödsinn, den wir ausbügeln müssen?
Die Philosophie dahinter: KI spuckt oft nur den Rohling aus. Der eigentliche Look, die Seele des Bildes, entsteht erst danach. Ich zeige dir, wie du am Ende ein Bild erschaffst, das nicht nur technisch sauber ist, sondern auch in sich stimmig und faszinierend aussieht. Echte Praxis eben: Sehen, entscheiden, korrigieren und perfektionieren.
Ein Auszug aus unseren Themen:
Composing & Retusche: Homogenes Composing, Freistellen, Hintergrundtausch und meine Wege für die Hautretusche 2026.
KI im Workflow: KI als smarten Assistenten nutzen, Körper neu formen, High-Fashion-Korrekturen und Synthografie
Der legendäre Look: Der bekannte, malerische BROWNZ-Look in seiner aktuellsten Form, Arbeiten mit Licht, Farbe und Objektivunschärfen.
Spezialgebiete: Gothic- und FineArt-Composings, Augen- und Lippen-Details sowie das Aufwecken und Neu-Überarbeiten alter bekannter Bilder und Kunstwerke.
Für wen ist BROWNZ REMASTERED?
Für alle, die Bilder lieben und mehr wollen als nur schnelle, austauschbare Effekte. Egal ob du klassischer Photoshop-Anwender, Fotograf, KI-Nutzer, Synthograf oder kreativer Bildbearbeiter bist – hier lernst du, wie man die besten Werkzeuge aus allen Welten sinnvoll kombiniert.
Du musst dafür kein absoluter Profi sein. Was du aber mitbringen solltest, ist die Lust, genauer hinzuschauen und dich nicht mit dem erstbesten KI-Ergebnis zufriedenzugeben.
Laufzeit & dein Arbeitsmaterial
Das Training ist massiv: Es erwarten dich 46 Kapitel mit insgesamt über 9 Stunden (09:02:24) geballtem Videomaterial.
Damit du alles direkt mitmachen kannst, bekommst du nicht nur die Videos. Das Paket ist vollgepackt mit allem, was du brauchst:
Arbeitsmaterialien & Beispieldateien (inkl. finaler Bilder mit allen Ebenen, wo es für den Abschnitt wichtig ist)
Meine Photoshop-Aktionen
Presets & exklusive Extras
Preis & Bestellung
Download-Version: 39 Euro
USB-Stick per Post: 49 Euro
So einfach bestellst du: Schreib mir einfach eine formlose E-Mail mit dem Betreff BROWNZ REMASTERED an eine dieser Adressen:
Bestellungen sind tatsächlich nur per E-Mail an eine dieser Adressen möglich. Bitte danach einfach auf meine Antwort-Mail warten. Ich sehe meine E-Mails normalerweise morgens und abends durch und beantworte sie dann gesammelt – es kann also ein bisschen dauern.
Die Bezahlung ist per normaler Überweisung oder per PayPal möglich. Alle weiteren Infos bekommst du in meiner Antwort-Mail.
Inhaltsverzeichnis (Alle 46 Kapitel im Detail)
001 – Einleitung – 05:52 002 – Fehlerbehebung – 08:39 003 – Das unmoralische Angebot – 03:20 004 – Ein Milchkleid in Photoshop – 14:50 005 – Homogenes Composing – 10:48 006 – Mega-Detail: grafischer Look – 12:49 007 – Selbes Thema – anderer Weg – 05:59 008 – Basis-Brushes, die ich immer noch mag – 05:51 009 – Malen mit Licht – verschiedene Varianten – 10:09 010 – Bleistiftzeichnung wird zum Realfoto – Klassiker neu gedacht – 15:27 011 – Hochskalieren & Nachschärfen – 10:45 012 – Grundausbessern 2026 – 07:12 013 – Gaußsche Haut mit Twist – 03:31 014 – Staub & Kratzer: Hautretusche 2026 – 07:11 015 – Das Internet-Farblook-Archiv und wie man es nutzt – 10:10 016 – BROWNZ Composing-Leitfaden 2026 – 22:29 017 – Soft Decrunching? Abpudern? FT? Portraiture? Mein Hautweg 2026 – 06:48 018 – Malhaut – heute noch ein Thema? – 04:46 019 – Gegenüberstellung von Photoshop- beziehungsweise KI-Composing / „NeoEngel“ – 13:47 020 – Das „Make It Real“-Template und weitere Infos – 05:08 021 – Graucomposing – Photoshop für Faule, 2026 Edition – 22:09 022 – Homogener Hintergrundtausch & Varianten – 18:00 023 – Freistellen und klassische Photomontage mit KI-Hilfe – 16:10 024 – Gleiches Thema, aber jetzt nur mit Photoshop – 08:26 025 – Neues GPT und Freepik – 18:35 026 – White Queen / Icequeen Composing Remastered – 16:18 027 – Photoshop Augenbearbeitungen – 09:17 028 – Digitales Umziehen: Maries neuer Hoodie – 09:53 029 – Lippenbooster – Lippenbearbeitung – 06:43 030 – Gothic Tales 2026 – Photoshop-Basis / Quick Composing – 12:39 031 – BROWNZ Gothic Template und GPT- und Photoshop-Versionen – 14:10 032 – Gothic Tales 2 – Photoshop Edit 2026 mit GPT-Support-Variante – 30:43 033 – Gothic Tales 2 – Synthografie-Varianten in Freepik / Magnific – 09:39 034 – Aus alten Bildern neue Bilder erschaffen – 09:46 035 – Grundwissen: Photoshop-Tutorials-Archiv – 04:11 036 – SW-Portraits – BROWNZ Techniken 2026 – 09:13 037 – Tiefergehendes Wissen zum Nachlesen – Erklärbärclip – 06:18 038 – Objektivunschärfe in Photoshop – 07:22 039 – Objektivunschärfe in Freepik / Magnific – 09:51 040 – Körper neu formen mit KI – 10:01 041 – High-Fashion-Änderungen in Fotos und Quality Check – 20:32 042 – Farbbereich-Auswahlen und warum – 09:28 043 – Der berühmte malerische BROWNZ-Look – Extended Version – 24:15 044 – Eine Bildlook-Template programmieren & Kunstphilosophie – 35:33 045 – Malerisch wie Gottfried H. & Ausblicke – 07:16 046 – Und wie geht es weiter? Podcast-Style – 10:25
Kurzbeschreibung
BROWNZ REMASTERED verbindet klassische Photoshop-Bildbearbeitung mit aktuellen KI-Workflows und Synthografie.
Es geht um Composing, Retusche, Bildlooks, Haut, Licht, Freistellen, KI-Hilfe, High-Fashion-Korrekturen und malerische Looks – direkt aus meinem aktuellen Arbeitsalltag.
Gedacht für alle, die meine früheren Trainings mochten und wieder eine einfache Einzelversion möchten: ohne Hub-Zwang, ohne Dropbox-Pflicht, ohne zusätzliche Anmeldung.
Der große Einsteiger-Workshop für Lightroom, Camera Raw und Photoshop
Stand: Mai 2026 Zielgruppe: Einsteigerinnen und Einsteiger, Fotografen, Bildbearbeiter, Künstler, Synthografen Thema: Scharfzeichnen von Bildern — verständlich, sauber, kontrolliert
Vorwort: Schärfe ist kein Zauberstab
Viele öffnen ein Bild, finden es etwas weich und denken: „Da muss nur mehr Schärfe drauf.“
Das ist der erste Denkfehler.
Scharfzeichnen kann ein gutes Bild verbessern. Es kann Details sichtbarer machen, Augen betonen, Kanten klarer darstellen und ein Bild für Web oder Druck sauber vorbereiten. Aber Scharfzeichnen kann kein völlig verwackeltes Foto in ein gestochen scharfes Meisterwerk verwandeln. Wenn der Fokus komplett danebenliegt, wenn Bewegungsunschärfe extrem ist oder wenn ein kleines JPEG schon dreimal durch WhatsApp geprügelt wurde, dann ist Schärfen nur noch digitale Mund-zu-Mund-Beatmung.
Dieser Workshop zeigt dir nicht einfach nur ein paar Filter-Namen. Er erklärt Schritt für Schritt, wann, warum und wie man scharfzeichnet — und wann man besser die Finger davon lässt.
1. Was Scharfzeichnen eigentlich macht
Scharfzeichnen bedeutet in der Bildbearbeitung meistens:
Der Kontrast an Kanten wird erhöht.
Eine Kante ist dort, wo helle und dunkle Bildbereiche aufeinandertreffen. Wenn Photoshop oder Lightroom diese Übergänge stärker betont, wirkt das Bild schärfer.
Das Problem: Programme wissen nicht automatisch, was wichtig ist.
Sie schärfen nicht nur Augen, Haare und Stoffstrukturen. Sie schärfen auch:
Bildrauschen
Hautunreinheiten
JPEG-Artefakte
Staub
schlechte Retuschekanten
Farbsäume
Sensorflecken
überschärfte Poren
Darum ist gutes Scharfzeichnen nie einfach „Regler nach rechts“. Es ist Blickführung.
Gute Schärfe sagt: Schau hier hin. Schlechte Schärfe sagt: Alles schreit gleichzeitig.
2. Die drei wichtigsten Schärfe-Arten
Damit Schärfen verständlich wird, teilen wir es in drei Phasen.
2.1 Eingangsschärfung
Diese Schärfung passiert am Anfang der Bearbeitung, meistens in Lightroom oder Camera Raw.
Sie gleicht technische Weichheit aus:
leichte Objektivweichheit
RAW-Umwandlung
Sensorstruktur
schwachen Mikrokontrast
leichte Unschärfe nach Rauschreduzierung
Sie soll nicht sichtbar knallen. Sie soll nur eine saubere Basis schaffen.
2.2 Kreative Schärfung
Diese Schärfung passiert während der Bearbeitung.
Hier betonst du gezielt wichtige Bereiche:
Augen
Wimpern
Haare
Lippenkontur
Schmuck
Stoff
Produktkanten
Architekturdetails
Texturen
Das ist die wichtigste Phase für Portraits und künstlerische Bildbearbeitung.
2.3 Ausgabe-Schärfung
Diese Schärfung passiert ganz am Schluss.
Warum? Weil jedes Ausgabeziel anders reagiert:
Instagram
Website
Fine-Art-Print
Poster
Fotobuch
Druck auf Büttenpapier
kleine Webgrafik
Ein Bild, das für Instagram perfekt geschärft ist, kann im Druck zu weich sein. Ein Bild, das für Druck passt, kann am Handy überschärft aussehen.
Merksatz: Erst bearbeiten. Dann Größe festlegen. Dann final schärfen.
3. Die saubere Reihenfolge für Einsteiger
Arbeite am besten so:
RAW-Datei in Lightroom oder Camera Raw öffnen.
Objektivkorrekturen aktivieren.
Belichtung und Weißabgleich korrigieren.
Rauschen reduzieren, falls nötig.
Leichte Grundschärfung im Bedienfeld Details setzen.
Bild in Photoshop öffnen.
Retusche, Farbe und Kontrast bearbeiten.
Wichtige Bereiche lokal schärfen.
Bild auf Ausgabegröße bringen.
Finale Ausgabe-Schärfung anwenden.
Exportieren.
Diese Reihenfolge verhindert die meisten Anfängerfehler.
4. Lightroom und Camera Raw: Schärfe im Bedienfeld „Details“
In Lightroom und Camera Raw findest du die Schärferegler im Bedienfeld Details.
Die wichtigsten Regler heißen:
Betrag
Radius
Details
Maskieren beziehungsweise Maskierung
Je nach Programmversion kann die Bezeichnung leicht abweichen. Die Funktion ist dieselbe.
4.1 Betrag
Der Regler Betrag bestimmt, wie stark geschärft wird.
Startwerte:
Motiv
Betrag
Portrait
25–50
Landschaft
40–70
Architektur
50–90
Produktfoto
50–90
Bei Portraits lieber vorsichtig starten. Haut verzeiht schlechte Schärfung nicht.
4.2 Radius
Der Radius bestimmt, wie breit die Kantenverstärkung ist.
Kleiner Radius:
feinere Schärfe
besser für Portraits
besser für Details wie Haare und Augen
Großer Radius:
kräftigere Kantenwirkung
besser für große Strukturen
riskanter bei Haut und feinen Übergängen
Startwerte:
Motiv
Radius
Portrait
0,7–1,1
Landschaft
1,0–1,5
Architektur
1,0–1,8
Webbild
0,5–1,0
4.3 Details
Der Regler Details bestimmt, wie stark feine Strukturen betont werden.
Niedriger Wert:
ruhiger
besser für Haut
weniger Rauschen
Hoher Wert:
mehr Mikrostruktur
besser für Landschaft, Fell, Stoff, Architektur
kann Rauschen und Artefakte verstärken
Startwerte:
Motiv
Details
Portrait
5–25
Haare / Stoff
25–50
Landschaft
30–60
Architektur
30–70
4.4 Maskieren / Maskierung
Das ist der wichtigste Regler für Einsteiger.
Er bestimmt, wo geschärft wird.
Halte beim Ziehen des Reglers die Alt-Taste gedrückt:
Weiß = wird geschärft
Schwarz = bleibt geschützt
Bei Portraits solltest du die Haut möglichst stark schützen.
Startwerte:
Motiv
Maskieren / Maskierung
Portrait
60–90
Landschaft
20–60
Architektur
40–80
Produktfoto
40–80
4.5 Einsteiger-Rezept für Portraits in Lightroom
Guter Startpunkt:
Betrag: 40
Radius: 0,9
Details: 15
Maskieren: 75
Dann bei 100-%-Ansicht prüfen.
Wenn die Haut körnig wird: Betrag oder Details reduzieren, Maskieren erhöhen. Wenn die Augen noch weich sind: nicht global stärker schärfen, sondern später in Photoshop lokal schärfen.
5. Erst entrauschen, dann schärfen
Rauschen und Schärfe hängen zusammen.
Wenn du ein verrauschtes Bild stark schärfst, wird das Rauschen mitgeschärft. Das Ergebnis sieht dann nicht detailreich aus, sondern schmutzig.
Darum gilt:
Rauschen prüfen.
Bei Bedarf Entrauschen anwenden.
Danach vorsichtig schärfen.
In Lightroom und Camera Raw gibt es dafür die Funktion Entrauschen im Bereich Verbessern beziehungsweise im Details-Workflow. Adobe bietet außerdem Raw-Details und Super Resolution an. Diese Funktionen können bei RAW-Dateien helfen, sollten aber immer kontrolliert werden.
Wichtig:
Entrauschen ist nicht Schärfen. Es reinigt das Bild. Danach kann Schärfe sauberer wirken.
6. Photoshop: Die wichtigsten Schärfemethoden
Photoshop bietet mehrere Wege zum Schärfen. Für Einsteiger sind diese drei am wichtigsten:
Unscharf maskieren
Selektiver Scharfzeichner
Hochpass
Vor jeder stärkeren Schärfung gilt:
Arbeite auf einer Kopie oder mit einem Smartobjekt.
So kannst du später korrigieren, reduzieren oder maskieren.
Smartfilter-Maske nutzen, um Bereiche auszublenden.
8.2 Startwerte
Portrait
Stärke: 60–120 %
Radius: 0,6–1,2 Pixel
Rauschen reduzieren: 5–15 %
Landschaft / Architektur
Stärke: 100–180 %
Radius: 0,8–1,5 Pixel
Rauschen reduzieren: 5–20 %
8.3 Wichtig
Entscheide immer bei 100-%-Ansicht.
Nicht bei 25 %. Nicht bei 33 %. Nicht bei „passt eh irgendwie“. Photoshop ist kein Orakel, und dein Monitor lügt bei falscher Zoomstufe wie ein Politiker im Wahlkampf.
9. Hochpass: Die beste Einsteiger-Methode für lokale Schärfe
Der Hochpassfilter ist für Einsteiger extrem nützlich, weil er sich gut kontrollieren und maskieren lässt.
Pfad:
Filter → Sonstige Filter → Hochpass
9.1 Was Hochpass macht
Der Hochpassfilter macht das Bild grau und zeigt nur noch Kanten und feine Strukturen. Diese Kanten kann man anschließend mit einem Mischmodus sichtbar machen.
Typische Mischmodi:
Weiches Licht: sanft
Ineinanderkopieren: kräftiger
Lineares Licht: sehr stark, vorsichtig verwenden
9.2 Schritt-für-Schritt: Lokale Hochpass-Schärfung
Bild in Photoshop öffnen.
Oberste sichtbare Ebene duplizieren.
Die Ebene in Lokale Schärfe umbenennen.
Filter → Sonstige Filter → Hochpass wählen.
Radius einstellen.
Ebene auf Weiches Licht oder Ineinanderkopieren stellen.
Ebenenmaske hinzufügen.
Maske mit Schwarz füllen.
Mit weißem Pinsel nur dort malen, wo Schärfe gebraucht wird.
Deckkraft der Ebene reduzieren, bis es natürlich aussieht.
9.3 Startwerte
Bereich
Hochpass-Radius
Mischmodus
Augen
0,8–1,5 Pixel
Weiches Licht
Wimpern / Brauen
0,8–1,5 Pixel
Weiches Licht / Ineinanderkopieren
Haare
1,2–2,5 Pixel
Ineinanderkopieren
Stoff
1,5–3 Pixel
Ineinanderkopieren
Architektur
1,5–3 Pixel
Ineinanderkopieren
Webausgabe
0,3–0,8 Pixel
Weiches Licht
9.4 Der häufigste Fehler
Zu großer Radius.
Dann entstehen helle und dunkle Säume an Kanten. Das sind sogenannte Halos. Sie sehen billig aus. So entsteht dieser überknusperte „HDR von 2011“-Look. Digitales Backhendl. Weg damit.
10. Augen schärfen: Natürlich, nicht radioaktiv
Bei Portraits sind die Augen fast immer der wichtigste Schärfebereich.
Wenn die Augen scharf wirken, wirkt das ganze Portrait bewusster. Wenn die Augen weich sind, kann das ganze Bild müde aussehen.
Aber: Augen dürfen nicht aussehen wie Glasperlen aus einem Fantasy-Ork-Shop.
Bearbeitung in Photoshop abschließen oder zumindest weit fortgeschritten sein.
Neue zusammengefasste Ebene erstellen:
Windows: Strg + Alt + Umschalt + E
Mac: Cmd + Option + Umschalt + E
Ebene in Augen-Schärfe umbenennen.
Ebene in ein Smartobjekt konvertieren.
Filter → Sonstige Filter → Hochpass wählen.
Radius: 0,8–1,2 Pixel.
Mischmodus: Weiches Licht.
Schwarze Ebenenmaske hinzufügen.
Mit weißem, weichem Pinsel malen über:
Iris
Wimpern
Lidkante
Augenbrauen, falls sinnvoll
Deckkraft auf 30–70 % reduzieren.
10.2 Was du nicht schärfen solltest
Augenweiß zu stark
rote Äderchen
Tränensäcke
Haut unter den Augen
Make-up-Krümel
harte Retuschekanten
10.3 Besser als mehr Schärfe: Mini-Kontrast
Oft hilft zusätzlich eine kleine Kurvenkorrektur auf der Iris:
Einstellungsebene Gradationskurven erstellen.
Ganz leichte S-Kurve setzen.
Maske schwarz füllen.
Nur die Iris leicht einpinseln.
Das bringt Tiefe, ohne das Auge kaputtzuschärfen.
11. Haut und Schärfe
Portraits sterben selten an zu wenig Schärfe. Sie sterben an falscher Schärfe.
11.1 Gute Portraitschärfe
Augen klar
Wimpern definiert
Lippenkante sauber
Haare lebendig
Haut natürlich
keine harten Säume
keine übertriebenen Poren
11.2 Schlechte Portraitschärfe
Haut sieht sandig aus
Poren wirken wie Krater
Make-up wird fleckig
Augenweiß leuchtet unnatürlich
Haare bekommen helle Kanten
Gesicht wirkt älter und härter
11.3 Faustregel
Details schärfen, Flächen schützen.
Mehr Schärfe:
Augen
Wimpern
Haare
Schmuck
Stoff
Weniger Schärfe:
Wangen
Stirn
Hals
Hintergrund
Himmel
weiche Schatten
12. Scharfzeichnen im Lab-Modus
Der Lab-Modus ist ein Klassiker und immer noch nützlich.
Pfad:
Bild → Modus → Lab-Farbe
Lab trennt das Bild in:
Helligkeit
a-Kanal für Grün/Rot
b-Kanal für Blau/Gelb
Die Idee:
Man schärft nur den Kanal Helligkeit und lässt die Farbkanäle in Ruhe.
Dadurch können Farbsäume und Farbrauschen reduziert werden.
12.1 Schritt-für-Schritt: Lab-Schärfung
Datei speichern oder eine Kopie erstellen.
Bild → Modus → Lab-Farbe wählen.
Bedienfeld Kanäle öffnen.
Nur den Kanal Helligkeit anklicken.
Unscharf maskieren oder Selektiver Scharfzeichner anwenden.
Wieder den Lab-Gesamtkanal aktivieren.
Bild prüfen.
Bei Bedarf zurück zu RGB-Farbe wechseln.
12.2 Startwerte
Portrait
Stärke: 70–120 %
Radius: 0,7–1,2 Pixel
Schwellenwert: 3–8
Landschaft / Architektur
Stärke: 100–180 %
Radius: 0,8–1,8 Pixel
Schwellenwert: 0–4
12.3 Wann Lab-Schärfung sinnvoll ist
empfindliche Hauttöne
alte Scans
Bilder mit Farbrauschen
feine Farbübergänge
Motive mit störenden Farbsäumen
12.4 Wann ich sie Einsteigern nicht als Standard empfehle
Lab-Schärfung ist gut, aber nicht immer nötig.
Wenn du mit Smartobjekten, Ebenenmasken und lokaler Hochpass-Schärfung arbeitest, bist du oft flexibler. Lab ist ein Spezialwerkzeug, kein Pflichtgebet.
13. Klarheit, Dunstentfernung und Körnung
In Photoshop 2026 gibt es neue beziehungsweise erweiterte Einstellungsebenen:
Klarheit und Dunstentfernung
Körnung
Das sind wichtige Werkzeuge, aber sie sind nicht dasselbe wie klassisches Scharfzeichnen.
13.1 Klarheit
Klarheit erhöht den Mitteltonkontrast. Das Bild wirkt strukturierter und knackiger.
Gut für:
Stoffe
Haare
Architektur
Landschaft
matte RAW-Dateien
leichte Strukturbetonung
Vorsicht bei:
Haut
Beauty-Portraits
weichen Hintergründen
romantischen Motiven
13.2 Dunstentfernung
Dunstentfernung reduziert flache Schleier und erhöht Kontrast und Farbtiefe.
Gut für:
Landschaft
Nebel
Gegenlicht
flache Outdoor-Fotos
Vorsicht bei:
Hauttönen
Schattenrauschen
Farbstichen
Bildern, die bewusst weich sein sollen
13.3 Körnung
Körnung ist keine Schärfung.
Aber sie kann helfen, digitale Glätte zu brechen und ein Bild organischer wirken zu lassen. Besonders bei KI-basierten oder syntografischen Bildern kann feine Körnung verschiedene Bildelemente optisch zusammenführen.
Wichtig:
Körnung ganz am Ende setzen. Nach Retusche. Nach Schärfung. Nach Größenänderung.
14. KI-Schärfung und Zusatzprogramme
2026 gibt es sehr starke Zusatzprogramme. Aber Einsteiger sollten verstehen:
Ein Zusatzprogramm ersetzt keinen sauberen Workflow.
Es kann helfen, aber es kann auch Details erfinden, Gesichter verändern oder künstliche Kanten erzeugen.
14.1 Adobe-eigene Werkzeuge
In Lightroom und Camera Raw sind besonders wichtig:
Entrauschen
Raw-Details
Super Resolution
lokale Maskierungen
Bedienfeld Details
Für viele Einsteiger reicht das bereits sehr weit.
14.2 DxO PureRAW
DxO PureRAW ist besonders stark bei RAW-Dateien.
Gut für:
hohe ISO-Werte
Rauschminderung
Objektivkorrekturen
RAW-Vorbereitung
feinere Details vor der Weiterbearbeitung
Es ist kein kreativer Schärfefilter, sondern eher eine technische Vorstufe. Sehr sinnvoll, wenn du aus RAW-Dateien maximale technische Qualität holen willst.
14.3 Nik Sharpener
Nik Sharpener ist interessant für kontrollierte Schärfung und besonders für Ausgabe-Schärfung.
Gut für:
Druck
Fine-Art-Prints
Serien mit gleicher Ausgabegröße
gezielte Detailbetonung
Es ist weniger spektakulär als KI-Werkzeuge, aber solide. Gerade für Druck kann das wertvoll sein.
14.4 Topaz Photo / Topaz-Werkzeuge
Topaz ist stark bei:
Schärfung
Entrauschen
Hochskalierung
leichtem Fehlfokus
schwierigen Dateien
Crops
Aber:
Bei Gesichtern, Händen, Zähnen, Augen, Text und feinen Mustern musst du extrem genau prüfen. KI kann Details erzeugen, die gar nicht vorhanden waren.
Das kann bei Kunst egal sein. Bei dokumentarischen Bildern ist es problematisch.
14.5 ON1 NoNoise AI und ähnliche Werkzeuge
Solche Programme verbinden oft Rauschreduzierung mit Detailverbesserung.
Sinnvoll bei:
High-ISO-Fotos
Eventfotos
Wildlife
schnellen Workflows
Auch hier gilt: Testversion nutzen, eigenes Bildmaterial prüfen, nicht nur Herstellerbeispiele anschauen.
15. Braucht man Plugins?
Ehrliche Antwort:
Am Anfang: nein.
Du brauchst zuerst:
Lightroom oder Camera Raw
Photoshop
Ebenen
Masken
Smartobjekte
Unscharf maskieren
Selektiver Scharfzeichner
Hochpass
ein gutes Auge bei 100-%-Ansicht
Das reicht für die meisten Bilder.
Plugins sind sinnvoll, wenn:
du viele RAW-Dateien mit hoher ISO bearbeitest
du Wildlife oder Sport fotografierst
du stark croppst
du alte Fotos restaurierst
du Fine-Art-Prints vorbereitest
du sehr viele Serienbilder effizient bearbeiten musst
Plugins sind nicht sinnvoll, wenn du hoffst, dass ein Knopf deine Bildbearbeitung für dich denkt.
16. Eigene Photoshop-Aktionen statt wilder Download-Sammlung
Viele suchen sofort nach Photoshop-Aktionen zum Schärfen.
Das Problem: Viele Aktionen sind alt, übertrieben, schlecht erklärt oder für völlig andere Bilder gebaut.
Besser ist: Du baust dir zwei einfache eigene Aktionen.
16.1 Aktion: Lokale Hochpass-Schärfung
Diese Aktion soll vorbereiten, nicht entscheiden.
Sie erstellt nur die Schärfe-Ebene. Du malst die Wirkung danach selbst ein.
Ablauf:
Neue zusammengefasste Ebene erstellen.
Ebene Lokale Hochpass-Schärfe nennen.
In Smartobjekt konvertieren.
Hochpass öffnen.
Mischmodus auf Weiches Licht stellen.
Schwarze Ebenenmaske hinzufügen.
Deckkraft auf 60 % setzen.
Danach malst du mit weißem Pinsel die Schärfe in Augen, Haare, Stoff oder Details.
16.2 Aktion: Web-Schärfung final
Diese Aktion darf erst ganz am Schluss laufen.
Ablauf:
Datei duplizieren.
Auf Webgröße bringen.
Leichte Hochpass-Schärfung anwenden.
Export vorbereiten.
Wichtig:
Nicht vorher anwenden. Erst nach der finalen Größe.
18. Praxis-Workflow 2: Landschaft oder Architektur schärfen
Ziel
Klare Details, keine Halos, keine kaputten Himmel.
Schritt für Schritt
RAW entwickeln.
Objektivkorrekturen aktivieren.
Chromatische Aberration entfernen.
Rauschreduzierung nach Bedarf.
Grundschärfung:
Betrag: 60
Radius: 1,2
Details: 40
Maskieren: 40
Photoshop öffnen.
Wichtige Strukturen mit Hochpass oder Selektivem Scharfzeichner betonen.
Himmel und weiche Nebelbereiche maskieren.
Bei Bedarf Klarheit und Dunstentfernung sehr gezielt einsetzen.
Auf Ausgabegröße bringen.
Finale Ausgabe-Schärfung.
Kontrollfrage
Sind an Dachkanten, Bergkanten oder Baumlinien helle Säume sichtbar?
Wenn ja: Schärfung reduzieren oder besser maskieren.
19. Praxis-Workflow 3: Alte Fotos oder Scans verbessern
Ziel
Mehr Klarheit, aber keine künstliche Plastik-Restaurierung.
Schritt für Schritt
Scan möglichst hochauflösend erstellen.
Staub und Kratzer entfernen.
Tonwerte korrigieren.
Rauschen oder Papierstruktur vorsichtig reduzieren.
Gesicht und wichtige Details lokal schärfen.
Keine harten globalen Werte verwenden.
Bei KI-Werkzeugen Gesichter genau prüfen.
Optional feine Körnung hinzufügen, damit das Bild nicht digital glattgebügelt wirkt.
Ausgabe-Schärfung am Schluss.
Kontrollfrage
Sieht die Person noch aus wie die Person — oder wie eine moderne KI-Neuinterpretation?
Bei Erinnerungsbildern ist Echtheit wichtiger als künstliche Perfektion.
20. Praxis-Workflow 4: Syntografie und Composings schärfen
Bei Composings und syntografischen Bildern ist Schärfe besonders wichtig.
Warum?
Weil verschiedene Bildelemente oft unterschiedliche Herkunft haben:
Foto
KI-Bild
Textur
Hintergrund
freigestelltes Motiv
Photoshop-Malerei
alte Datei
neuer Render
Wenn jedes Element anders scharf ist, fällt das Bild auseinander.
Schritt für Schritt
Hauptmotiv festlegen.
Hintergrund etwas weniger scharf halten.
Vordergrund und Hauptmotiv angleichen.
Kanten von Freistellungen prüfen.
Augen oder Symbolstellen gezielt schärfen.
Zu scharfe Elemente leicht weichzeichnen.
Zu weiche Elemente lokal schärfen.
Gemeinsame Körnung am Ende hinzufügen.
Finale Ausgabe-Schärfung nach Format.
BROWNZ-Regel
Schärfe muss die Bildhierarchie unterstützen.
Wenn alles gleich scharf ist, ist nichts wichtig.
21. Typische Anfängerfehler
Fehler 1: Bei falscher Zoomstufe schärfen
Schärfe bei 100 % Ansicht prüfen.
Fehler 2: Zu früh final schärfen
Finale Schärfung erst nach der Größenänderung.
Fehler 3: Rauschen mitschärfen
Erst entrauschen, dann schärfen.
Fehler 4: Haut global schärfen
Bei Portraits immer maskieren.
Fehler 5: Klarheit mit Schärfe verwechseln
Klarheit erhöht Mitteltonkontrast. Sie ersetzt keine saubere Schärfung.
Fehler 6: KI-Ergebnisse blind übernehmen
KI kann Details erfinden. Immer prüfen.
Fehler 7: Plugins kaufen, bevor man Masken versteht
Masken sind wichtiger als Plugins.
Fehler 8: Schärfung ohne Ziel
Web? Druck? Instagram? Fine-Art? Erst Ziel festlegen, dann schärfen.
22. Die BROWNZ-Schärfe-Checkliste
Vor dem Export prüfen:
Ist das Bild bei 100 % Ansicht sauber?
Sind Halos sichtbar?
Wird Rauschen mitgeschärft?
Ist Haut geschützt?
Sind Augen klar, aber natürlich?
Ist der Hintergrund zu scharf?
Wurde nach der finalen Größenänderung geschärft?
Passt die Schärfe zum Ausgabeziel?
Wirkt das Bild besser oder nur härter?
Führt die Schärfe den Blick?
Wenn du diese Liste ernst nimmst, bist du schon weiter als viele, die einfach nur „mehr Schärfe“ auf alles werfen wie Streusalz im Jänner.
23. Was ich Einsteigern wirklich empfehle
Grundausstattung
Du brauchst:
Lightroom oder Camera Raw
Photoshop
ein RAW-Bild zum Üben
100-%-Ansicht
Ebenenmasken
Geduld
Lernreihenfolge
Bedienfeld Details in Lightroom / Camera Raw verstehen.
Unscharf maskieren testen.
Selektiver Scharfzeichner testen.
Hochpass mit Maske lernen.
Augen lokal schärfen.
Haut schützen.
Ausgabe-Schärfung verstehen.
Erst danach Plugins testen.
Minimaler Profi-Workflow
Für 80 % der Fälle reicht:
RAW sauber entwickeln.
Rauschen kontrollieren.
Grundschärfung im Details-Bedienfeld.
Photoshop-Retusche.
Lokale Hochpass-Schärfung.
Finale Ausgabe-Schärfung.
Mehr braucht es oft nicht.
24. Fazit
Scharfzeichnen ist kein Effekt. Es ist eine Entscheidung.
Du entscheidest, was wichtig ist. Du entscheidest, wohin der Blick geht. Du entscheidest, welche Details sprechen und welche schweigen.
Die beste Schärfung sieht man nicht als Filter. Man spürt sie als Klarheit.
Ein gutes Bild brüllt nicht: „Ich bin scharfgezeichnet!“ Ein gutes Bild sagt leise, aber bestimmt:
Hier. Schau genau hier hin.
Und genau darum geht es.
SEO-Titel
Bilder scharfzeichnen in Lightroom und Photoshop: Der große Einsteiger-Workshop 2026
Meta-Beschreibung
Ein verständlicher Workshop zum Scharfzeichnen von Bildern: Lightroom, Camera Raw, Photoshop, Hochpass, Unscharf maskieren, Selektiver Scharfzeichner, Lab-Modus, Augen schärfen, Haut schützen, Plugins sinnvoll einsetzen und Ausgabe-Schärfung für Web und Druck.
Dieser Beitrag wurde als einsteigerfreundlicher BROWNZ-Blog-Workshop aufgebaut. Die Fachbegriffe orientieren sich an der deutschen Photoshop-, Lightroom- und Camera-Raw-Oberfläche. Englische Produktnamen wurden nur dort beibehalten, wo sie offizielle Namen von Programmen oder Funktionen sind. Ziel ist ein sauberer Workflow mit Hand und Fuß: verstehen, anwenden, prüfen — und nicht einfach digitale Schärfe wie Glitzer über alles kippen.
Es gibt Momente, da aktualisiert man kein Dokument.
Man zieht den Vorhang ein Stück weiter auf.
Genau das ist heute beim Brownz Hub passiert. Das Inhaltsverzeichnis wurde wieder erweitert – und plötzlich sieht man noch deutlicher, was dieses Jahresabo eigentlich ist: kein sauber abgepackter Kurs mit Schleife drumherum, kein brav durchnummeriertes Tutorial-Menü für Menschen, die nach drei Klicks „Profi“ auf ihre Visitenkarte schreiben möchten.
Der Brownz Hub ist ein wachsendes Archiv. Ein Arbeitsraum. Ein digitales Atelier mit offenen Schubladen, scharfen Werkzeugen, alten Narben und neuen Maschinen.
Und das neue Inhaltsverzeichnis macht genau das sichtbar.
Vom Jahresabo zum lebenden System
Als der Brownz Hub gestartet ist, war die Idee klar: weg von einzelnen Trainingspaketen, weg von USB-Stick hier, Download-Link dort, nächstes Paket irgendwann später.
Stattdessen: ein zentraler Dropbox-Ordner, der über zwölf Monate hinweg wächst.
Neue Videos, PDFs, Daten, Presets, Aktionen, Looks, Rohmaterialien, Workflows, Experimente – alles landet direkt dort, sobald es fertig ist. Kein Warten auf ein künstlich geschnürtes Produktpaket. Kein Plattform-Zirkus. Keine Login-Kathedrale mit Passwort-Altar und Abo-Labyrinth.
Ein Ordner. Ein Zugang. Ein Jahr lang wachsender Content.
Das klingt simpel. Ist aber in Wahrheit ziemlich radikal.
Denn es bedeutet: Der Brownz Hub ist kein eingefrorenes Produkt. Er ist ein Prozess.
Das neue Inhaltsverzeichnis ist keine Liste. Es ist eine Spurensicherung.
Ein Inhaltsverzeichnis ist normalerweise etwas Langweiliges. Kapitel. Seitenzahlen. Überschriften. Verwaltungsästhetik mit Büroklammergeruch.
Hier ist das anders.
Das aktuelle Inhaltsverzeichnis zeigt nicht nur, was enthalten ist. Es zeigt, wie sich eine kreative Arbeitsweise entwickelt hat.
Man sieht die Schichten:
klassische Photoshop-Arbeit
Presets, LUTs, Camera-RAW-Looks und Aktionen
Beauty-Retusche und Hautbearbeitung
Synthografie aus Fotos
Artbreeding und Digital Twins
Upscaling und Bildverbesserung
Midjourney, Freepik, Seedream, Nano Banana, LM Arena und andere KI-Werkzeuge
Promptologie als dokumentierter Denkprozess
Composing-Workflows zwischen alter Schule und neuer Maschine
Das ist kein Sammelsurium. Das ist ein wachsendes Kreativ-Archiv aus der Praxis.
Nicht aus dem Labor. Nicht aus dem Marketing-Bunker. Sondern aus echter Bildarbeit.
Der wichtigste Unterschied: Hier geht es nicht um Knöpfe. Hier geht es um Entscheidungen.
Viele Tutorials erklären dir, welchen Button du drücken sollst.
Der Brownz Hub stellt die interessantere Frage:
Warum drückst du ihn überhaupt?
Genau dort beginnt der Unterschied zwischen Technik und Bilddenken.
Denn digitale Kunst im Jahr 2026 besteht nicht mehr daraus, eine Software zu beherrschen. Das war früher schon zu wenig – heute ist es fast lächerlich wenig. Werkzeuge wechseln schneller als manche Leute ihre Profilbilder. Heute ist Freepik spannend, morgen Seedream, übermorgen wieder ein neues Ding mit einem Namen, der klingt wie ein überteuertes Frühstücksmüsli aus Silicon Valley.
Aber das eigentliche Problem bleibt gleich:
Du musst sehen können. Du musst entscheiden können. Du musst wissen, wann ein Bild kippt. Wann es lebt. Wann es nur noch glänzt wie ein frisch polierter KI-Plastikengel aus der Renderhölle.
Der Hub zeigt genau diese Übergänge: vom Werkzeug zum Workflow, vom Workflow zur Bildidee, von der Bildidee zur Haltung.
Was im Mai-Update besonders sichtbar wird
Mit dem aktuellen Stand reicht das Inhaltsverzeichnis bereits bis Mai 2026 – und genau dort wird es interessant.
Neu sichtbar sind unter anderem Themen rund um Hautbearbeitung, Malhaut, Promptologie und der Vergleich zwischen klassischem Photoshop-Composing und KI-gestütztem Composing am Beispiel „NeoEngel“.
Das ist kein kleines Detail. Das ist der eigentliche Kern der heutigen Bildproduktion.
Denn gerade dort knallt die Gegenwart auf die Vergangenheit:
Photoshop-Composing war Handwerk. Geduld. Ebenen. Masken. Übergänge. Lichtlogik. Schweiß.
KI-Composing bringt Tempo, Varianten, neue Möglichkeiten – aber auch neue Fehler, neue Schlampigkeit, neue optische Lügen. Wer nur auf „wow“ geht, produziert sehr schnell Bilder, die aussehen wie ein Parfümflakon in einer Fantasy-Werbung für Menschen ohne Geschmackssinn.
Die spannende Frage ist also nicht:
Photoshop oder KI?
Die spannende Frage ist:
Wie verbindet man beides so, dass ein Bild stärker wird – und nicht nur lauter?
Genau deshalb ist dieses Update wichtig.
Es zeigt, dass der Brownz Hub nicht stehen bleibt. Er dokumentiert diese Reibung. Alte Methoden werden nicht entsorgt. Neue Methoden werden nicht angebetet. Beides wird auf den Tisch gelegt, zerlegt, verglichen und neu zusammengesetzt.
Wie Kunst eben arbeitet: nicht sauber, sondern lebendig.
Promptologie: Nicht Prompt-Sammlung, sondern Denksammlung
Ein besonders starker Teil des Inhaltsverzeichnisses ist die fortlaufende Promptologie.
Das Wort klingt fast zu schön, um es den Marketingmenschen zu überlassen. Deshalb bleibt es lieber hier.
Promptologie bedeutet in diesem Zusammenhang nicht: „Hier sind 100 magische Prompts, kopiere sie und werde über Nacht Bildgott.“
Nein.
Promptologie heißt: dokumentiertes Denken.
Wie nähert man sich einem Bild? Wie beschreibt man Stil, Licht, Material, Figur, Atmosphäre, Kamera, Fehlervermeidung, Bildabsicht? Wie übersetzt man eine Vision so, dass ein Tool zumindest in die richtige Richtung stolpert?
Gerade im Bereich Synthografie ist das entscheidend.
Denn gute Ergebnisse entstehen nicht durch Zauberwörter. Sie entstehen durch Kontrolle, Vergleich, Korrektur und eine sehr klare Vorstellung davon, was das Bild sein soll.
Die Promptologie-Ausgaben im Hub sind deshalb keine bloßen Textsammlungen. Sie sind Einblicke in einen kreativen Denkprozess.
Und genau das ist wertvoller als der tausendste „cinematic, ultra detailed, masterpiece“-Prompt, der im Internet herumliegt wie ein alter Kaugummi unter einem Schultisch.
Haut, Retusche und die Rückkehr der Bildwürde
Das Mai-Update zeigt auch Themen wie Hautbearbeitung, Malhaut, Portraiture, Abpudern, Soft Decrunching und ähnliche Workflows.
Das klingt zunächst technisch. Ist aber künstlerisch hochrelevant.
Denn Haut ist in der digitalen Bildbearbeitung eine der großen Wahrheitsmaschinen. Dort sieht man sofort, ob jemand ein Bild verstanden hat – oder nur Regler auf Anschlag geschoben hat.
Zu glatt? Tot. Zu scharf? Brutal. Zu künstlich? Plastik. Zu weich? Seifenoper. Zu viel KI? Porzellanpuppe im Algorithmus-Koma.
Gute Hautbearbeitung ist kein Filter. Sie ist Respekt vor Material, Licht und Person.
Und genau deshalb passt dieses Thema so stark in den Brownz Hub. Es geht nicht darum, Menschen zu perfektionieren. Es geht darum, Bilder glaubwürdig, stark und bewusst zu gestalten.
Auch dann, wenn sie syntografisch, hybrid oder komplett neu zusammengesetzt sind.
Das Archiv wächst rückwärts und vorwärts gleichzeitig
Ein besonders spannender Punkt am Brownz Hub ist die Verbindung von alter und neuer Bildarbeit.
Da sind klassische Brownz-Inhalte, Presets, Aktionen, Looks, Photoshop-Pakete und ältere Denkweisen. Und daneben stehen neue KI-Workflows, Synthografie-Methoden, Promptologie-Ausgaben, Freepik- und Seedream-Experimente, JSON-Prompting, Upscaling, Bildlook-Kopien und Composing-Vergleiche.
Das ist nicht Nostalgie.
Das ist Evolution.
Der Hub sagt nicht: „Früher war alles besser.“
Er sagt auch nicht: „KI löst jetzt alles.“
Er sagt eher:
Alles, was brauchbar ist, kommt auf den Tisch. Der Rest fliegt raus.
Genau diese Haltung macht das Ganze stark. Weil hier nicht aus Tool-Hype heraus gearbeitet wird, sondern aus künstlerischer Erfahrung.
Seit Jahrzehnten Bildbearbeitung. Jetzt mit neuen Werkzeugen. Aber immer noch mit demselben brutalen Kriterium:
Ist das Bild besser geworden – oder nur moderner verpackt?
Warum dieses Update für Neueinsteiger besonders interessant ist
Ein wichtiger Punkt beim Brownz Hub: Wer später einsteigt, startet nicht bei null.
Der Zugang umfasst alles, was seit Beginn des Hub-Zeitraums bereits erschienen ist. Dadurch wird jeder neue Monat nicht nur ein weiteres Update, sondern auch ein wachsender Wert für alle, die neu dazukommen.
Das Mai-Inhaltsverzeichnis zeigt deshalb ziemlich klar:
Hier ist mittlerweile nicht mehr nur ein Versprechen online.
Hier liegt Substanz.
Mehrere Monate Trainings, PDFs, Daten, Aktionen, Presets, Looks, Workflows und Making-of-Materialien haben sich bereits angesammelt. Der Hub ist damit nicht mehr nur eine Idee für kreative Menschen, sondern ein echtes Arbeitsarchiv.
Kein „kommt bald“.
Sondern: liegt da.
Für wen der Brownz Hub gedacht ist
Der Brownz Hub ist nicht für alle.
Und das ist gut so.
Er ist nicht für Menschen gedacht, die nur schnell einen Effekt über ihr Bild kippen wollen. Nicht für Leute, die glauben, Kunst sei ein Dropdown-Menü. Nicht für jene, die bei jedem neuen Tool sofort „Gamechanger“ schreien, als hätte gerade jemand Feuer entdeckt.
Der Hub ist für Menschen, die tiefer arbeiten wollen.
Für Fotografen, Digital Artists, Bildbearbeiter, Synthografen, Composing-Menschen, Photoshop-Veteranen, KI-Neugierige und alle, die spüren, dass die Zukunft der Bildgestaltung nicht in einem einzigen Tool liegt.
Sondern in der Verbindung.
Zwischen Auge und Maschine. Zwischen Erfahrung und Experiment. Zwischen Fotografie und Synthografie. Zwischen alter Handwerkskunst und neuer Rechenmagie.
Der Brownz Hub läuft als Jahresabo für kreative Trainings, Daten und Extras.
Der Zugang erfolgt über einen wachsenden Dropbox-Ordner. Wichtig: Dafür wird eine eigene Dropbox mit ausreichend Speicherplatz benötigt; die kostenlose Version reicht in der Regel nicht aus.
Bezahlung ist per PayPal oder Überweisung möglich.
Nach der Bestellung gibt es eine Antwortmail mit den weiteren Informationen zur Freischaltung.
Fazit: Das Inhaltsverzeichnis ist der Beweis, dass der Hub lebt
Das heutige Update ist mehr als eine PDF-Aktualisierung.
Es ist ein Zwischenstand eines wachsenden Systems.
Man sieht jetzt klarer, wie breit der Brownz Hub geworden ist: Photoshop, KI, Synthografie, Retusche, Promptologie, Composing, Presets, Aktionen, Looks, Daten, Making-ofs und echte Praxis.
Nicht als sterile Akademie.
Sondern als Atelier mit Stromanschluss.
Ein Ort, an dem alte Bilder neu gelesen werden. Neue Tools nicht gefeiert, sondern getestet werden. Und Bildbearbeitung nicht zur Softwareübung verkommt, sondern wieder das wird, was sie sein sollte:
Von Pixeln, Poren und Professionalität – Ein vollständiger Guide für Einsteiger, die echte Qualität lernen wollen
Wir schreiben 2026. KI kann Gesichter generieren, die nie existiert haben. Apps versprechen „perfekte Haut“ mit einem Klick. Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist handwerkliche High-End Beauty-Retusche wertvoller denn je.
Denn echter Luxus liegt nicht im Perfekten. Er liegt im perfekt Unperfekten. In Haut, die lebt. In Gesichtern, die Menschen bleiben.
High-End Beauty-Retusche ist kein Filter. Kein „Smooth Skin“-Button. Kein magischer KI-Zauberstab, der aus einem guten Foto automatisch ein Editorial macht.
High-End Beauty-Retusche ist Handwerk.
Sie ist die Kunst, ein Gesicht zu verbessern, ohne es zu verraten. Die Haut darf schöner werden, aber sie muss Haut bleiben. Poren dürfen leben. Schatten dürfen erzählen. Augen dürfen leuchten, ohne wie LED-Scheinwerfer aus einem Sci-Fi-Film zu wirken.
Dieser Artikel zeigt dir als Einsteiger den kompletten Weg: von der klassischen Handretusche in Photoshop über moderne Alternativen bis zu den intelligentesten Plugins 2026. Ohne Nebel. Ohne Weichspül-Katastrophen. Mit klarer Haltung.
Teil 1: Was High-End wirklich bedeutet
Die Definition
High-End Beauty-Retusche ist die präzise, nicht-destruktive Bearbeitung eines Portraits mit dem Ziel, Haut, Licht, Farbe, Form und Ausdruck zu veredeln, ohne die natürliche Struktur zu zerstören.
Es geht nicht darum, einen Menschen neu zu bauen. Es geht darum, das Bild auf das Niveau zu bringen, das Werbung, Editorial, Kampagne oder hochwertige Künstlerportfolios verlangen.
Gute Retusche erkennt man daran, dass man sie nicht erkennt
Das Bild wirkt sauberer, stärker, teurer, klarer. Aber niemand denkt: „Aha, Weichzeichner auf Anschlag.“
Gute Retusche ist wie perfektes Theaterlicht: Wenn es richtig sitzt, spricht niemand darüber. Aber ohne wäre die Bühne tot.
Schlechte Retusche schreit dich an
Typische Fehler 2026:
Haut wie Plastik, Wachs oder geschmolzener Käse
Komplett verschwundene Poren
Augen zu weiß (Alien-Modus aktiviert)
Radioaktiv leuchtende Zähne
Hautfarben in Orange, Grau oder Magenta
Gesichter ohne Volumen
Flachgebügelte Nasen
Matschige Haarkanten
Dodge & Burn macht Flecken statt Form
Der allseits beliebte App-Filter-Look
Die goldene Regel 2026
Retusche soll optimieren, nicht ausradieren.
Oder wie ich es formuliere:
„Der Anfänger glättet Haut. Der Profi formt Licht.“
Teil 2: Das Fundament – Photoshop von Hand
Warum überhaupt manuell?
2026 haben wir KI-Tools, die beeindruckend sind. Evoto AI kann Gesichter analysieren. Retouch4me bietet neuronale Netze für Dodge & Burn. Photoshops Firefly-Integration macht magische Dinge.
Aber: Nur händische Retusche erlaubt volle Kontrolle über die Hautstruktur.
Das Ziel ist der Erhalt der Poren-Integrität. Sobald Haut wie Plastik aussieht, hast du versagt. Punkt.
Der nicht-destruktive Grundsatz
Einsteiger machen denselben Fehler: Sie arbeiten direkt auf der Hintergrundebene. Das ist digitale Selbstverstümmelung.
Professionelle Retusche passiert nicht-destruktiv. Das bedeutet: Du kannst jeden Schritt später ändern, ausblenden, abschwächen oder löschen.
Der saubere Photoshop-Aufbau:
1. Hintergrundebene (original oder Smartobjekt)
2. RAW-Entwicklung als Basis
3. Cleanup-Ebene (Pickel, Fussel, Störungen)
4. Frequency-Separation-Gruppe (falls nötig)
5. Dodge-&-Burn-Gruppe (Mikro + Makro)
6. Farbkorrektur-Gruppe
7. Augen / Lippen / Haare (separate Gruppen)
8. Globaler Look & Kontrast
9. Finaler Schärfe-Layer
10. Export-Smartobjekt
Wichtig: Benenne deine Ebenen. Ja, es ist langweilig. Ja, du wirst dir später danken. Chaos in der Ebenenpalette ist keine Kreativität, sondern digitale Verwahrlosung mit RGB-Beleuchtung.
Teil 3: Die Retusche-Kette Schritt für Schritt
Schritt 0: RAW-Entwicklung (vor Photoshop!)
High-End-Retusche beginnt nicht mit dem Reparaturpinsel. Sie beginnt mit einem sauberen RAW.
Ziel der RAW-Entwicklung:
Keine ausgefressenen Hautlichter
Keine abgesoffenen Schatten im Gesicht
Neutrale Weißbalance
Natürliche Hautfarbe
NICHT zu viel Klarheit/Struktur
Keine extreme Vorschärfung
Keine aggressive Rauschreduzierung
Die Gefahr von Klarheit & Textur:
Bei Landschaften sind Klarheit und Struktur großartig. Bei Haut sind sie Gift. Sie machen Poren, Härchen und Mikrodetails brutal hart.
Für Beauty gilt:
RAW-Entwicklung ist Fundament, nicht Feuerwerk.
Empfohlene Tools 2026:
Capture One: Führend bei Hauttönen, Skin Tone Uniformity, seit Version 16.6 auch AI-gestützte Retouch-Faces-Funktionen
Lightroom Classic: Solide Basis, gute Integration
Camera Raw: Direkt in Photoshop, schnell
Schritt 1: Cleanup – Die Basis-Hygiene
Cleanup entfernt temporäre oder störende Elemente:
Raus damit:
Pickel
Hautschuppen
Fussel
Staub
Einzelne fliegende Haare
Make-up-Krümel
Kleine Rötungen
Sensorflecken
Störende Glanzpunkte
Nicht automatisch entfernen:
Muttermale (wenn charakteristisch)
Narben (wenn Teil der Identität)
Natürliche Poren
Charakteristische Linien
Echte Gesichtszüge
High-End braucht Respekt. Der Mensch ist kein fehlerhaftes Produktfoto.
Werkzeuge in Photoshop 2026:
Bereichsreparatur-Pinsel (schnell, unkompliziert)
Reparatur-Pinsel (präzise Kontrolle)
Kopierstempel (volle Macht)
Entfernen-Werkzeug (KI-gestützt, deutlich verbessert)
Ausbessern-Werkzeug (größere Flächen)
Profi-Tipp: Arbeite auf leerer Ebene mit Einstellung „Aktuelle und darunter“. Dein Original bleibt unberührt.
Die Zoom-Regel:
Arbeite wechselnd:
50–100% für Gesamtwirkung
100–200% für Detailarbeit
Selten höher, nur bei echten Problemstellen
Wer bei 400% jedes Porenatom verhandelt, verliert das Bild.
Schritt 2: Frequency Separation – Skalpell, kein Vorschlaghammer
Frequency Separation (FS) trennt Bildinformationen in zwei Ebenen:
Low-Frequency-Ebene weichpinseln, bis das Gesicht aussieht wie Vanillepudding im Beautyblender.
Einsteigerfreundlicher FS-Workflow:
Erstelle zwei Kopien deiner Basis
Untere Ebene: „Low Frequency“
Obere Ebene: „High Frequency“
Low: Gaußscher Weichzeichner (so weit, dass Poren verschwinden, aber Formen bleiben)
High: Bildberechnung zur Textur-Isolation (Subtrahieren, Skalieren 2, Versatz 128)
High-Ebene auf „Lineares Licht“ setzen
Vorsichtig arbeiten
Deckkraft reduzieren, wenn zu stark
Wichtig für Einsteiger: FS ist kein Pflichtschritt. Viele Profis nutzen sie sparsam oder gar nicht. Das eigentliche Königswerkzeug bleibt Dodge & Burn.
Schritt 3: Dodge & Burn – Das Herz der High-End-Retusche
Dodge & Burn bedeutet Aufhellen und Abdunkeln. In der Beauty-Retusche wird damit Haut geglättet, ohne Textur zu zerstören.
Das Prinzip:
Statt Poren weichzuzeichnen, korrigierst du kleine Helligkeitsunterschiede:
Dunkle Flecken leicht aufhellen
Helle Flecken leicht abdunkeln
Übergänge harmonisieren
Gesicht formen
Volumen erhalten
Lichtführung verbessern
Das ist langsamer als ein Plugin. Aber es sieht besser aus.
Warum D&B so wichtig ist:
Viele Hautprobleme sind keine Texturprobleme, sondern Helligkeitsprobleme. Ein Pickel, Schatten oder eine Delle fällt auf, weil sie heller oder dunkler ist als die Umgebung.
Wenn du diese Helligkeitsunterschiede kontrolliert ausgleichst, bleibt die Hautstruktur erhalten. Genau deshalb wirkt gute D&B-Retusche natürlicher als Weichzeichner.
Zwei bewährte Methoden:
Methode 1: Kurven-Ebenen (Profi-Standard)
Erstelle zwei Gradationskurven
Eine Kurve zum Aufhellen (Mitte nach oben ziehen)
Eine Kurve zum Abdunkeln (Mitte nach unten ziehen)
Beide bekommen schwarze Masken (Alt + Maske klicken)
Male mit weichem weißem Pinsel dezent in die Masken
Empfohlene Pinselwerte für Einsteiger:
Fluss: 1–5% (Das ist der Schlüssel!)
Deckkraft: 100%
Härte: 0%
Größe: klein bis mittel
Der niedrige Fluss ist entscheidend. Du baust Wirkung langsam auf. Wie Lasurmalerei. Nicht wie Presslufthammer.
Methode 2: 50%-Grau-Ebene (Einsteiger-Freundlich)
Neue Ebene erstellen
Mit 50% Grau füllen (Bearbeiten > Fläche füllen > 50% Grau)
Ebenenmodus auf „Weiches Licht“ oder „Ineinanderkopieren“
Mit Schwarz (abdunkeln) und Weiß (aufhellen) malen
Diese Methode ist einfacher, aber weniger flexibel. Für Lernzwecke okay. Für präzise High-End-Arbeit sind Kurven sauberer.
Mikro- vs. Makro-Dodge & Burn:
Mikro-D&B:
Kleine Flecken, Poren-Schatten, Mini-Unregelmäßigkeiten
Sehr nah dran, sehr fein
Macht Haut sauber
Makro-D&B:
Große Lichtformen: Wangen, Stirn, Nase, Kiefer, Hals, Dekolleté
Nicht Hautfehler, sondern plastische Form
Macht das Bild teuer
Beides ist wichtig. Mikro macht sauber. Makro macht luxuriös.
Die Gold-Standards 2026:
Mit 1%-Fluss-Pinseln hellen wir Mikro-Schatten auf und dunkeln helle Stellen ab, um die Haut ebenmäßig zu machen, ohne die Textur zu berühren. Es ist zeitaufwendig, aber unerreicht.
Schritt 4: Hautfarbe – Der unterschätzte Profi-Faktor
Viele Retuschen scheitern nicht an der Hautstruktur, sondern an der Farbe.
Haut besteht nicht aus einer Farbe. Sie hat Rot-, Gelb-, Orange-, Braun-, Oliv- und manchmal Blauanteile. Wangen sind anders als Stirn. Nase anders als Hals.
High-End bedeutet nicht, alles auf denselben Ton zu bügeln. Es bedeutet, störende Farbflecken zu reduzieren und natürliche Variation zu erhalten.
Typische Farbprobleme:
Rote Nase
Grauer Mundbereich
Gelbliche Stirn
Fleckiges Make-up
Dunkle Augenpartie
Unterschiedliche Farbe Gesicht/Hals
Hände passen farblich nicht zum Gesicht
Werkzeuge in Photoshop:
Farbton/Sättigung
Selektive Farbkorrektur
Gradationskurven
Camera Raw Filter
Verlaufsumsetzung (sehr subtil!)
Mischmodi: Farbe, Weiches Licht
Präzise Masken
Einsteiger-Tipp: Farbe separat denken
Arbeite getrennt:
Helligkeit und Form über Dodge & Burn
Farbe über Farbkorrektur-Ebenen
Textur über Cleanup oder FS
Das ist wie ein Orchester: Wenn alle gleichzeitig stimmen, klingt es nach Bahnhof. Wenn jede Gruppe sauber arbeitet, entsteht Musik.
Schritt 5: Augen – Ohne Alien-Lampen
Augen sind wichtig. Aber Augen werden oft brutal überarbeitet.
Schlechte Augenretusche:
Zu weißes Augenweiß
Übertriebene Reflexe
Künstlich scharfe Iris
Unnatürliche Sättigung
Glasiger Puppenblick
Saubere Augenretusche:
✅ Sinnvoll:
Kleine rote Äderchen reduzieren (nicht komplett entfernen!)
Schatten im Augenweiß leicht ausgleichen
Iris minimal kontrastreicher machen
Catchlights sauber halten
Wimpern und Augenrand dezent schärfen
❌ Gefährlich:
Augenweiß komplett entsättigen
Iris knallbunt machen
Reflexe malen, die nicht zum Licht passen
Beide Augen exakt gleich hell machen
Ein Auge lebt von Tiefe. Zu viel Retusche nimmt genau diese Tiefe weg.
Der 3-Schritte-Plan für strahlende Augen:
Weißes in den Augen:
Neue Ebene
Weicher weißer Pinsel (5% Deckkraft)
Nur über das Augenweiß malen
Deckkraft reduzieren bis natürlich
Iris betonen:
Hintergrundebene duplizieren
Unscharf maskieren (Stärke: 70%, Radius: 1px)
Maske: nur Iris sichtbar
Catchlights verstärken:
Neue Ebene: „Negativ multiplizieren“
Mit weißem Pinsel über bestehende Lichtreflexe
Oder neue hinzufügen (passend zur Lichtquelle!)
Schritt 6: Lippen, Zähne, Make-up
Lippen:
Bei Lippen geht es um Form, Farbe und Textur. Entferne trockene Hautschuppen, aber nicht jede Linie. Lippen ohne Linien wirken künstlich.
✅ Sinnvoll:
Kontur leicht sauberer machen
Glanzpunkte kontrollieren
Trockene Stellen reduzieren
Farbe harmonisieren
Lippenvolumen über D&B betonen
Zähne:
Zähne sollen sauber wirken, nicht radioaktiv.
❌ Einsteigerfehler:
Zähne zu stark aufhellen
Gelb komplett entfernen
Struktur verlieren
Zahnfleisch ignorieren
✅ Besser:
Gelbanteil leicht reduzieren
Helligkeit moderat anheben
Natürliche Schatten erhalten
Keine reinweißen Flächen
Make-up:
Make-up-Retusche ist heikel. Du retuschierst die Arbeit eines Make-up-Artists.
Achte auf:
Saubere Kanten
Gleichmäßige Übergänge
Korrigierte Krümel
Symmetrische Linien (aber nicht steril!)
Erhaltene Pinsel- oder Produktstruktur
Schritt 7: Haare – Geduld und Realität
Haare sind der Retusche-Endgegner. Besonders fliegende Haare vor komplexem Hintergrund.
Was raus sollte:
Einzelne ablenkende Haare im Gesicht
Haare quer über Auge oder Mund (wenn störend)
Fussel und Staub
Extreme Ausreißer am Rand
Was nicht übertrieben werden sollte:
Wenn du jedes einzelne Haar perfekt sortierst, sieht das Bild künstlich aus. Haare dürfen leben. Besonders bei Beauty, Fashion und Editorial ist kontrolliertes Chaos oft schöner als Helmfrisur.
Werkzeuge:
Reparatur-Pinsel
Kopierstempel
Entfernen-Werkzeug (2026 deutlich verbessert!)
Masken
Pinsel auf separater Ebene
D&B für Glanz und Tiefe
Wichtig: Haare brauchen Richtung. Wenn du mit dem Stempel quer zur Haarstruktur arbeitest, sieht man es sofort.
Fliegende Haare entfernen:
Patch-Tool für größere Bereiche
Kopierstempel für Präzisionsarbeit
Separate Ebenen für Flexibilität
Haare verdichten:
Haarbereiche mit Lasso wählen
Auf neue Ebene kopieren (Cmd/Strg + J)
Transformieren und über dünne Stellen platzieren
Mit Masken und Deckkraft anpassen
Schritt 8: Liquify – Mit Verantwortung
Der Verflüssigen-Filter ist mächtig. Und gefährlich.
High-End-Retusche kann kleine Formkorrekturen enthalten:
✅ Okay:
Asymmetrische Kleidung korrigieren
Make-up-Kanten ausgleichen
Haarform verbessern
Leichte Perspektivverzerrung korrigieren
Kleine Dellen in Kleidung/Pose reduzieren
❌ Nicht okay:
Körper beliebig umbauen
Gesichtszüge komplett verändern
Unrealistische Schönheitsnormen erzwingen
2026 ist verantwortungsvolle Retusche wichtiger denn je.
Einsteigerregel:
Wenn die Person danach nicht mehr wie sie selbst aussieht, war es zu viel.
Nutze Liquify subtil. Speichere vorher. Blende aus und ein. Wenn du den Unterschied aus fünf Metern siehst, ist er wahrscheinlich zu stark.
Teil 4: Der Hybrid-Workflow 2026
Einsteiger sollten heute den „hybriden“ Weg wählen: KI für Fleißarbeit, Hand für Kunst.
Der optimale Workflow für verschiedene Szenarien
Beauty-Editorial (höchste Qualität)
Zeit: 45–90 Minuten pro Bild
RAW in Capture One (Hauttöne, Grundkorrektur)
Export als 16-Bit TIFF
Photoshop: Cleanup
Frequency Separation (falls nötig)
Dodge & Burn (manuell, Kurven-Methode)
Farbanpassungen
Augen/Lippen/Details
Finale Schärfung (High-Pass-Filter)
KI-Unterstützung: Minimal, maximal für erste Unreinheiten
Hochzeit/Portrait (gute Qualität, moderate Zeit)
Zeit: 10–20 Minuten pro Bild
RAW in Lightroom/Capture One
Evoto AI oder Retouch4me für Basis (70–80% Stärke)
Photoshop: Manuelle Nacharbeit Problemzonen
Leichtes D&B
Augenoptimierung
Finale Anpassungen
KI-Unterstützung: Moderate Nutzung für Zeitersparnis
Social Media/E-Commerce (Geschwindigkeit)
Zeit: 3–8 Minuten pro Bild
Evoto AI oder Luminar Neo: Komplettlösung
Export nach Photoshop für Feinheiten
Schnelle manuelle Korrekturen
Leichte D&B mit Kurven-Ebenen
Schärfen
KI-Unterstützung: Maximale Nutzung
Check Layers: So sehen Profis Fehler
Check Layers sind temporäre Hilfsebenen, die Fehler sichtbar machen.
Typische Check Layers:
Schwarzweiß-Check: für Helligkeitsflecken
Solar Curve: für Unregelmäßigkeiten
Kontrastverstärkung: für Hautflecken
Farbcheck: für unruhige Hauttöne
Spiegelung: für Kompositionskontrolle
Warum so wertvoll:
Unser Auge gewöhnt sich an Fehler. Nach 30 Minuten siehst du Flecken nicht mehr. Check Layers reißen die Tarnkappe runter.
Besonders D&B profitiert davon.
Aber Vorsicht: Check Layers sind Werkzeuge, keine Religion. Wenn du nur noch nach Check-Layer-Fehlern retuschierst, optimierst du für ein technisches Kontrollbild, nicht für das echte Foto.
Teil 5: Photoshop 2026 – Was ist neu und relevant?
Photoshop bleibt der Industriestandard für High-End-Retusche, vor allem wegen:
Ebenen & Masken
Smartobjekte
Retuschewerkzeuge
Farbkontrolle
Plugin-Ökosystem
Professioneller Standard
Besonders relevant 2026:
Photoshop 2026 ist nicht nur wegen klassischer Retuschewerkzeuge relevant, sondern auch wegen:
✅ Neue nicht-destruktive Adjustment-Layer:
Clarity/Dehaze und Grain als Einstellungsebenen
Mehr Flexibilität im Workflow
✅ Entfernen-Werkzeug:
KI-gestützte Objektentfernung, deutlich verbessert
Gut für Störstellen
Bei Haut kontrollieren!
✅ Generative Fill & Expand (Firefly):
Verbesserte Modelle
Hintergrund erweitern
Komplexe Retuschefälle
Mit Vorsicht bei Haut!
✅ Reference Image:
Neue Funktion für visuelle Referenzen
Hilfreich für Look-Entwicklung
✅ Harmonize:
Automatische Farbanpassung zwischen Elementen
Nützlich für Compositing
✅ Auswahl & Maskierung:
Photoshop kann Personen und bestimmte Körper- beziehungsweise Gesichtsbereiche automatisch erkennen und auswählen
Nützlich für selektive Korrekturen an Haut, Haaren, Kleidung
Mikrodetails wie Poren, Hauttextur und feine Übergänge bleiben klassische Handarbeit
Wann KI in Photoshop sinnvoll ist:
Hintergrund erweitern
Störende Objekte entfernen
Grobe Ablenkungen beseitigen
Auswahlmasken vorbereiten
Retuschevorschläge testen
Wann KI gefährlich ist:
Hautstruktur automatisiert glätten
Gesichtszüge verändern
Augen/Mund neu interpretieren
Identität verfälschen
Beauty-Look generisch machen
Der Satz für 2026:
KI darf assistieren. Die Entscheidung bleibt beim Retuscheur.
Für Beauty gilt: KI und Automatik sind Werkzeuge, keine Geschmacksinstanz.
Teil 6: Alternative Programme zu Photoshop
Capture One
Capture One ist besonders stark im:
RAW-Workflow
Farben (beste Hauttöne!)
Tethering
Studioarbeit
Selektive Anpassungen
2026-Features:
Skin Tone Uniformity
Seit Version 16.6 AI-gestützte Retouch-Faces-Funktionen
Erweiterte Repairing Layers
Heal Tool
Workflow-Beschleunigung bei Serien
Gut für:
Studio-Workflow
Tethered Shooting
Farbkontrolle
Schnelle Vorretusche
Serienbearbeitung
Beauty- und Fashion-Sets
Nicht ideal als Ersatz für:
Komplexe High-End-Hautretusche
Tiefes D&B
Aufwendige Composings
Extrem feine Pixelarbeit
Fazit: Capture One ist stark vor Photoshop und teilweise neben Photoshop. Für komplette High-End-Retusche bleibt Photoshop meist überlegen.
Affinity Photo
Affinity Photo ist eine ernsthafte Alternative:
✅ Stärken:
Ebenen, Masken, Retuschewerkzeuge
Liquify
Frequency Separation möglich
Photoshop-ähnliche Bedienung
Professionelle Funktionen
Aktuelle Situation 2026:
Affinity wurde nach der Canva-Übernahme als neue All-in-one-Plattform für Windows und Mac kostenlos neu positioniert. Die älteren Affinity-V2-Apps waren klassische Kaufsoftware und funktionieren bei bestehenden Nutzern weiter.
❌ Nachteile:
Weniger Industriestandard
Kleineres Plugin-Ökosystem
Manche Workflows unterschiedlich
Weniger verbreitet in Agenturen
Fazit: Für Künstler, Fotografen und Einsteiger eine attraktive Option. Wer nicht zwingend Adobe braucht, kann damit weit kommen.
GIMP
GIMP 3.0 (veröffentlicht 2025) ist deutlich moderner:
✅ Stärken:
Kostenlos
Modernisierte nicht-destruktive Filter
Bessere PSD-Kompatibilität
Verbesserte Farbraum-Unterstützung
Heal Tool, Clone Tool
Ebenen, Masken
Grundlegende Retuschefunktionen
❌ Nachteile:
Weniger elegant als Photoshop
Weniger komfortabler High-End-Workflow
Andere Bedienlogik
Weniger professionelle Plugin-Integration
Fazit: Nicht die bequemste High-End-Lösung, aber brauchbarer Einstieg. Wer lernen will, kann wichtige Prinzipien üben: Ebenen, Masken, Heilen, Klonen, sauberes Sehen.
Teil 7: Plugins & KI-Tools für Beauty-Retusche
Evoto AI – Eine starke KI-Lösung 2026
Evoto AI gehört 2026 zu den stärksten spezialisierten KI-Tools für schnelle Portrait-, Event-, Headshot- und Serienretusche.
Stärken:
Kombiniert Culling, Farblooks, Portrait-Retusche, Hintergrundbearbeitung und Batch-Verarbeitung
Erkennt Hautunreinheiten und Körpermerkmale präzise
Besonders bei großen Bildmengen massiv zeitsparend
Gut für: Hochzeiten, Events, Headshots, E-Commerce, Serienretusche
Standalone oder Plugin
Wichtig:
Evoto kann bei Serien, Hochzeiten, Events und Headshots sehr viel Basisarbeit beschleunigen. Für echte High-End-Beauty-Editorials sollte das Ergebnis aber immer manuell kontrolliert und bei Bedarf in Photoshop finalisiert werden.
Schwächen:
Kostet (Abo-Modell)
Ergebnisse müssen kontrolliert werden
Nicht jedes Motiv funktioniert gleich gut
Beste Nutzung:
Als Basis für schnelle Workflows
Ergebnis auf separater Ebene
Deckkraft reduzieren
Manuell nacharbeiten
Retouch4me – Die KI-Plugin-Suite
Retouch4me bietet spezialisierte KI-Plugins:
Module:
Heal: Hautunreinheiten automatisch
Dodge & Burn: Automatisches Konturieren (nutzt neuronale Netze für D&B-Pfade)
Eye Brilliance: Augenoptimierung
White Teeth: Zahnaufhellung
Clean Backdrop: Hintergrundbereinigung
Skin Tone: Hautfarbkorrektur
Portrait Volumes: Gesichtsform
Stray Hairs: Fliegende Haare
Stärken:
Schnell
Oft natürlicher als simple Smoothing-Tools
Gut für große Bildmengen
In Photoshop-Workflows einbindbar
Kostenlose Photoshop-Panel-Komponente
Schwächen:
Kostenpflichtig
Ergebnisse müssen kontrolliert werden
Kein Ersatz für finale Handretusche
Preismodell:
Retouch4me arbeitet mit einzelnen Kauf-Plugins sowie Cloud-/Credit-Optionen. Die Preise unterscheiden sich je nach Modul und Nutzungsmodell. Aktuelle Preise direkt beim Hersteller prüfen.
Workflow-Empfehlung:
Heal (70% Stärke)
Manuell nacharbeiten mit FS
Dodge & Burn als Grundlage (50% Stärke)
Manuell verfeinern
Eye Brilliance subtil (30% Stärke)
Die KI-Ergebnisse IMMER als Ebene ausgeben und Deckkraft reduzieren!
Beauty Retouch Panel
Beauty Retouch Panel (von Retouching Academy Lab) ist ein Photoshop-Panel mit Ein-Klick-Aktionen.
Stärken:
Frequency Separation automatisiert
D&B-Vorlagen
Check Layers vorbereitet
Beschleunigt professionelle Workflows
Spart Zeit bei wiederkehrenden Schritten
Schwächen:
Ersetzt kein Verständnis
Kann Anfänger zu mechanischer Anwendung verführen
Photoshop bleibt Voraussetzung
Preis: Je nach Version/Upgrade-Modell; aktuelle Preise auf der Herstellerseite prüfen.
Beste Nutzung: Als Workflow-Beschleuniger, sobald du verstehst, was die einzelnen Schritte bewirken.
Portraiture 4 by Imagenomic
Portraiture 4 ist intelligente Hautglättung.
Stärken:
Sehr natürliche Ergebnisse
Präzise Masken
Gute Texturerhaltung
Workflow: Nach manueller Unreinheiten-Entfernung anwenden
Preis: Offiziell als Einzelplugin um 199,95 US-Dollar geführt; Bundlepreise variieren.
Einsteiger-Tipp: Stelle „Detail Smoothing“ auf minimal, nutze vor allem Tonwert-Glättung.
Luminar Neo
Luminar Neo bietet KI-basierte Gesichts- und Hautverbesserung.
Stärken:
Face AI und Skin AI beeindruckend
Kreative Looks
Schnelle Ergebnisse
Als Plugin in Photoshop oder standalone
Schwächen:
Kann übertreiben
Für echte High-End-Editorial begrenzt
Preis: Abo- und Lizenzmodelle mit häufig wechselnden Aktionen; aktuelle Preise direkt bei Skylum prüfen.
Einsteiger-Tipp: „Face AI“ und „Skin AI“ subtil einsetzen!
DxO Nik Collection
Nik Collection ist eher kreatives Plugin- und Look-System.
Module:
Viveza: Selektive Farb- und Tonwertarbeit
Color Efex: Kreative Effekte
Silver Efex: Schwarzweiß
Gut für:
Lookentwicklung
Selektive Farb- und Tonwertarbeit
Kreative Bildwirkung
Finishing
Nicht ideal für:
Saubere Hautretusche von Grund auf
Pixelgenauigkeit
Komplexe Ebenenretusche
Fazit: Eher Finishing-Werkzeug als Hautretusche-Fundament.
Der Merksatz für alle Plugins
Ein Panel kann dir die Bühne bauen. Tanzen musst du selbst.
Plugins sind Werkzeuge. Keine Künstler.
Teil 8: Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
❌ Fehler 1: Übermäßige Hautglättung
Symptom: Haut wie Plastik, Wachs oder Porzellan Lösung: Arbeite mit Ebenenmasken und reduzierter Deckkraft. Bei 100% muss noch Hautstruktur sichtbar sein.
❌ Fehler 2: Zu helle Augen
Symptom: Augen sehen unnatürlich weiß oder leuchtend aus Lösung: Augenweiß sollte NIE reines Weiß sein. Ziel: Aufhellen, nicht bleichen.
❌ Fehler 3: Inkonsistente Lichtrichtung
Symptom: D&B passt nicht zur originalen Beleuchtung Lösung: Analysiere die Lichtquelle. Verstärke existierende Highlights/Schatten, erfinde keine neuen.
❌ Fehler 4: Überschärfung
Symptom: Halos um Kanten, unnatürlich knackige Details Lösung: Schärfe nur auf separater Ebene, maskiere Hautbereiche aus, arbeite mit reduzierter Deckkraft.
❌ Fehler 5: KI-Ergebnisse unverändert übernehmen
Symptom: Unnatürliche Effekte, inkonsistente Bereiche Lösung: KI ist Werkzeug, kein Ersatz. IMMER manuell nacharbeiten.
❌ Fehler 6: Haut weichzeichnen
Symptom: Matschige, leblose Haut Lösung: Weichzeichnen ist nicht Retusche. Weichzeichnen ist Kapitulation mit Gaußschem Nebel.
❌ Fehler 7: Zu stark zoomen
Symptom: Bei 300% sieht jeder aus wie Mondlandschaft Lösung: Retuschiere für das Ausgabeformat, nicht für die Pixel-Peeping-Olympiade.
❌ Fehler 8: Zu weiße Zähne
Symptom: Radioaktives Leuchten Lösung: Natürliches Weiß ist nie reines Weiß. Subtilität!
❌ Fehler 9: Alles symmetrisch machen
Symptom: Unheimliche Perfektion Lösung: Gesichter leben von kleinen Asymmetrien.
❌ Fehler 10: Zu spät pausieren
Symptom: Betriebsblindheit Lösung: Nach 20 Minuten 5 Minuten Pause. Pausen sind Qualitätskontrolle.
Symptom: Seelenlose Bilder Lösung: FS, D&B, Plugins, KI – alles egal, wenn das Bild am Ende keine Seele hat.
Teil 9: Der Unterschied zwischen Beauty, Portrait und Editorial
Portrait-Retusche
Ziel: Natürliche, glaubwürdige Verbesserung
Typisch:
Weniger Eingriff
Haut bleibt realistisch
Linien und Alter dürfen bleiben
Persönlichkeit > Perfektion
Beauty-Retusche
Ziel: Makellose, aber lebendige Haut
Typisch:
Mehr Präzision
Saubere Haut
Perfektere Übergänge
Starke Kontrolle von Farbe und Form
Produkt/Make-up/Licht im Zentrum
Editorial-Retusche
Ziel: Stil, Haltung, Geschichte
Typisch:
Look > Perfektion
Charakter darf dominieren
Haut muss nicht klinisch sauber sein
Künstlerische Entscheidung zählt
Kann bewusst rau, filmisch, dreckig sein
Für künstlerische Bildwelten gilt:
High-End muss nicht steril sein. High-End kann dunkel, roh, poetisch, dreckig und trotzdem technisch exzellent sein.
Teil 10: Ausgabe – Web, Print, Fine Art
Für Instagram und Web
Details werden kleiner wahrgenommen
Zu feine Retusche geht verloren
Kontrast und Klarheit dürfen etwas stärker sein
Haut aber nicht überschärfen!
Export:
In sRGB exportieren
Passende Pixelmaße wählen
Sinnvolle Kompression und Dateigröße
Der dpi-Wert ist für die Bildschirmdarstellung praktisch zweitrangig
Für Print
Fehler werden gnadenlos sichtbar
Tonwerte müssen sauber sein
Hautstruktur braucht natürliche Schärfe
Export:
300 ppi als Ausgangspunkt
Korrektes ICC-Profil verwenden
Softproof nutzen, wenn möglich
RGB oder CMYK hängt vom Dienstleister und Druckverfahren ab
Viele Fine-Art-Printer und Fotolabore arbeiten lieber mit RGB-Dateien (oft Adobe RGB oder spezifisches ICC-Profil)
CMYK ist eher relevant für Druckerei/Offset/Layouts
Für große Fine-Art-Prints
Was am Handy sexy aussieht, kann auf 60 × 90 cm plötzlich aussehen wie ein Unfall mit Poren, Stempelspuren und falschem Hautton.
Für große Prints gilt:
Weniger aggressive Schärfung
Sauberere Übergänge
Keine sichtbaren Retuschekanten
Farbmanagement ernst nehmen
Testdrucke machen!
Teil 11: Mini-Workflow für absolute Einsteiger
Wenn du neu bist, starte nicht mit 50 Techniken gleichzeitig.
Der Einsteiger-Workflow:
RAW sauber entwickeln
In Photoshop öffnen
Cleanup auf leerer Ebene
Leichte Hautflecken mit D&B korrigieren
Augen und Zähne minimal verbessern
Farbe harmonisieren
Gesamtlook setzen
Exportieren
Lass Frequency Separation am Anfang weg. Lerne zuerst sehen. Technik kommt danach.
Die wichtigste Übung
Nimm ein Portrait und retuschiere es zweimal:
Version A: Schnell mit Hautglättung
Version B: Langsam mit Cleanup und D&B
Dann vergleiche bei 100% und als Gesamtbild.
Du wirst sehen: Die langsame Version hat mehr Leben.
Teil 12: Empfohlene Lernreihenfolge
Stufe 1: Grundlagen
Ebenen
Masken
Einstellungsebenen
Reparaturpinsel
Kopierstempel
Smartobjekte
Stufe 2: Hautretusche
Cleanup
Einfache Farbkorrektur
Grundlagen D&B
Check Layers
Stufe 3: Beauty
Mikro-D&B
Makro-D&B
FS kontrolliert einsetzen
Augen, Lippen, Haare
Hautfarb-Harmonisierung
Stufe 4: Professioneller Workflow
Retusche für Serien
Plugin-Integration
Printkontrolle
Farbmanagement
Eigene Presets und Aktionen
Konsistente Looks
Teil 13: Hardware-Empfehlungen
Auch die beste Technik nützt nichts ohne das richtige Equipment.
Monitor-Kalibrierung ist PFLICHT
Ohne kalibrierten Monitor arbeitest du im Nebel.
Empfohlene Monitore:
BenQ SW-Serie (z.B. SW270C, SW321C)
EIZO ColorEdge (CS/CG-Serie)
Dell UltraSharp UP-Serie
Kalibrierungs-Tools 2026:
Calibrite ColorChecker Display (Nachfolger der X-Rite-Fotolinie)
Calibrite Display Pro HL
Calibrite Display Plus HL
Datacolor SpyderX
Regel: Regelmäßig kalibrieren — für professionelle Retusche mindestens monatlich, bei farbkritischen Jobs zusätzlich vor wichtigen Print- oder Kundenabgaben.
Grafiktablett für präzise Arbeit
Für ernsthafte High-End-Retusche ist ein Grafiktablett dringend empfehlenswert. Mit Maus geht es theoretisch, aber langsam, unpräzise und unnötig qualvoll.
Die Drucksensitivität ist beim D&B dein wichtigstes Werkzeug.
Warum ein Tablet? Druckempfindlichkeit ermöglicht natürlichere Retusche. D&B mit der Maus ist wie Malen mit einem Ziegelstein.
Workflow-Beschleuniger
Loupedeck / Stream Deck:
Konsolen zur Beschleunigung von Photoshop-Befehlen
Programmierbare Tasten
Drehegler für Pinselgröße, Deckkraft
Spart enorm Zeit
Teil 14: Professionelle Tipps aus der Praxis
Tipp 1: Erstelle eine Kontroll-Ebene
Erstelle eine Schwarzweiß-Einstellungsebene ganz oben. Schalte sie regelmäßig ein, um Tonwert-Probleme zu sehen, die in Farbe verborgen bleiben.
Tipp 2: Die 50/50-Regel
Nach der Retusche: Reduziere die Deckkraft ALLER Retusche-Ebenen um 50%. Wenn es jetzt zu wenig ist, gehe auf 70%. Du wirst überrascht sein, wie oft 50% perfekt ist.
Tipp 3: Pausen einlegen
Nach 20 Minuten intensiver Retusche gewöhnt sich dein Auge an Änderungen. 5-Minuten-Pause = frischer Blick.
Tipp 4: Vor/Nach-Vergleich richtig machen
Statt Ebenen ein/auszuschalten (verwirrt das Auge), arbeite mit Schnappschüssen im Protokoll. Springe zwischen „Vorher“ und „Nachher“.
Tipp 5: Referenzen sammeln
Erstelle eine Sammlung von High-End-Beauty-Bildern, die dir gefallen. Analysiere sie: Wie ist die Hautstruktur? Wie stark sind D&B? Das schult deinen Blick.
Tipp 6: Spiegle dein Bild
Spiegle das Bild horizontal (Bild > Bildrotation > Arbeitsfläche horizontal spiegeln). Fehler werden plötzlich brutal sichtbar.
Tipp 7: Arbeite in 16-Bit
Wenn möglich, arbeite in 16-Bit-Farbtiefe. Mehr Tonwertabstufungen = sauberere Übergänge.
Tipp 8: Speichere regelmäßig Versionen
Speichere verschiedene Entwicklungsstufen als separate PSD-Dateien. Du kannst so jederzeit zurück.
Wenn du High-End-Beauty-Retusche wirklich lernen willst, arbeite primär in Photoshop von Hand.
Nicht, weil Photoshop magisch ist. Sondern weil du dort maximale Kontrolle hast.
Nutze KI und Plugins als Assistenten, nicht als Chef.
Ein realistischer Profi-Workflow 2026
RAW in Capture One oder Camera Raw entwickeln
Photoshop für echte Retusche
Evoto AI / Retouch4me optional für Vorarbeit
Hand-D&B für Qualität
Farblook mit Photoshop, Camera Raw oder Nik
Finaler Export für Web oder Print
Die Zukunft gehört…
…nicht den Leuten, die jeden Button kennen. Sie gehört den Leuten, die sehen können.
Denn Beauty-Retusche ist am Ende nicht Softwarewissen. Es ist Bildgefühl mit chirurgischer Disziplin.
Oder anders gesagt:
Der Anfänger glättet Haut. Der Profi formt Licht.
Zusammenfassung: Dein Weg zur perfekten Beauty-Retusche
Für Einsteiger:
Starte mit dem manuellen Workflow in Photoshop
Lerne Frequency Separation als Grundlage (aber nicht übertreiben!)
Experimentiere mit einem KI-Tool (z.B. Luminar Neo oder Evoto) für schnelle Erfolge
Investiere Zeit in Dodge & Burn – das macht den größten Unterschied
Weniger ist mehr: Subtilität ist der Schlüssel
Für Fortgeschrittene:
Kombiniere manuelle Techniken mit KI-Beschleunigern
Baue dir einen personalisierten Workflow auf
Investiere in Plugins, die zu deinem Stil passen
Experimentiere mit Capture One für bessere Hauttöne
Entwickle deinen eigenen, wiedererkennbaren Look
Das goldene Prinzip:
„Perfektioniere die Person, nicht das Pixel. Dein Ziel ist es, die beste Version der realen Person zu zeigen, nicht eine computergenerierte Fantasie.“
Die Technologie entwickelt sich rasant weiter, und 2026 haben wir unglaubliche KI-Tools zur Verfügung.
Aber die Grundlagen bleiben zeitlos:
Ein trainiertes Auge
Verständnis für Licht und Form
Respekt vor dem natürlichen Aussehen
Schluss: High-End ist kein Effekt, sondern Haltung
2026 ist Retusche schneller geworden. Bequemer. Automatisierter. Man kann mit einem Klick Dinge tun, für die man früher Stunden gebraucht hat.
Aber genau deshalb wird echtes Handwerk wertvoller.
Jeder kann Haut weichzeichnen. Jeder kann KI über ein Gesicht laufen lassen. Jeder kann ein Plugin kaufen.
Nicht jeder kann entscheiden, wann genug ist.
High-End-Beauty-Retusche bedeutet:
Kontrolle
Respekt
Präzision
Geschmack
Du entfernst nicht das Menschliche. Du entfernst nur das, was vom Bild ablenkt.
Die Haut bleibt Haut. Das Licht wird geführt. Die Farbe wird beruhigt. Die Form wird veredelt.
Und am Ende steht kein neues Gesicht, sondern ein stärkeres Bild.
Das ist der Unterschied zwischen Bearbeitung und Kunsthandwerk.
Und genau dort beginnt die echte Retusche.
In einer Welt, die mit generischen, glattgebügelten KI-Gesichtern überflutet wird, ist die manuelle, charaktererhaltende Retusche wertvoller denn je.
Echte High-End-Retusche bedeutet heute nicht „perfekt aussehen“, sondern „echt aussehen – an einem absolut fantastischen Tag“.
Viel Erfolg bei deiner Retusche-Reise! 🎨
Über den Autor:
Brownz Art arbeitet seit Jahren mit digitaler Bildbearbeitung, Photoshop, Synthography, Composing und künstlerischer Retusche. Dieser Artikel verbindet praktische Bildbearbeitungserfahrung mit aktueller Recherche zum Stand 2026.
„Professional Portrait Retouching Techniques for Photographers Using Photoshop“
Scott Kelby
Der Klassiker, Schritt-für-Schritt-Anleitungen
„The Adobe Photoshop Lightroom Classic CC Book for Digital Photographers“
Scott Kelby
RAW-Entwicklung, wichtige Basis
Hinweis zu Preisen: Software- und Plugin-Preise ändern sich regelmäßig durch Aktionen, Updates und regionale Unterschiede. Alle Preisangaben sind Richtwerte Stand 2026. Bitte aktuelle Preise direkt auf den Herstellerseiten prüfen.
Kuratiert: Diese Liste verbindet praktische Erfahrung mit aktueller Recherche zum Stand 2026.
Lizenz: Alle Links führen zu offiziellen Quellen oder renommierten Anbietern.
Farblooks, Presets, Plugins, LUTs, Schulungen und Software für Photoshop, Lightroom, Capture One & Co.
Ziel: eine einsteigerfreundliche, aber ernsthaft kuratierte Linksammlung für alles rund um Bildlooks und Farbkorrektur. Deutschsprachige Quellen werden bevorzugt. Englisch ist dort ergänzt, wo die offizielle oder beste Quelle auf Englisch liegt. „Megaseller“ basiert hier nicht auf geheimen Fantasiezahlen, sondern auf offizieller Marktpräsenz, Bestseller-Sortierungen in Shops, langjähriger Verbreitung und Funktionsumfang.
Schnellstart – wenn du keine Lust auf 100 Tabs hast
Für Adobe-Nutzer: Starte mit Adobe Presets, Adobe Learn und Camera Raw. Danach als kreative Erweiterung: Nik Collection oder Dehancer.
Für Filmlook-Fans: Dehancer, DxO FilmPack und Mastin Labs sind 2026 die saubersten Adressen für analog inspirierte Looks.
Für One-Click-Looks: ON1 Effects, Luminar Marketplace und Radiant Photo sind stark, wenn du schnell zu einer stimmigen Richtung willst.
Für Capture-One-Leute: Offizielle Styles plus Kurse von Capture One zuerst. Danach Mastin Labs als Zusatz.
Für kleines Budget: RawTherapee, darktable und offizielle Lernquellen liefern sehr viel, wenn du Zeit statt Geld investierst.
A. Offizielle Kernquellen für Lightroom und Photoshop
Kategorie
Empfehlung
Warum relevant
Direktlink
Adobe
Lightroom-Presets
Offizielle Presets-Sammlung für Desktop, Mobile und Tablet. Guter Einstieg, weil direkt in den Adobe-Workflow eingebettet.
Worauf du beim Kauf von Presets und Plugins achten solltest
Kompatibilität prüfen: Lightroom Desktop, Lightroom Classic, Camera Raw und Photoshop sind nicht immer identisch gemeint.
Lieber wenige gute Presets als 1200 „Mega Bundle“-Dateien. Die meisten Monsterpakete enthalten viel Müll und wenig Stringenz.
Filmlook ist nicht gleich Filmlook: Dehancer, DxO FilmPack und Mastin Labs setzen stärker auf reproduzierbare Filmsprache als viele Billig-Pakete.
Skin Tones testen: Gerade Portrait-, Fashion- und Wedding-Presets wirken auf Beispielbildern oft toll, kippen aber bei realen Hauttönen schnell ins Seltsame.
Lerne die Basis: Wer Weißabgleich, Tonkurve, HSL, Punktfarbe, Profile und Masken beherrscht, braucht Presets nur noch als Startpunkt.
Fazit
Die beste 2026er-Strategie ist nicht, wahllos Presets zu sammeln, sondern drei Ebenen sauber zu trennen:
1. Basiswissen: Adobe Learn, Camera Raw, Lightroom Classic.
Ein nüchterner Blick auf Tools, die in echten Workflows noch eine Rolle spielen
Transparenz-Hinweis: Öffentlich verifizierbare Verkaufszahlen oder belastbare Marktanteile für Photoshop-Plugins gibt es in der Regel nicht. Deshalb ist eine Überschrift wie „die 10 erfolgreichsten“ journalistisch zu hart. Sauberer ist: 10 weiterhin relevante Photoshop-Erweiterungen bzw. Photoshop-nahe Tools, die 2026 noch sichtbar, kaufbar oder workflowrelevant sind. (shop.dxo.com)
Photoshop ist 2026 immer noch das zentrale Schlachtschiff vieler Bild-Workflows. Aber der Plugin-Markt hat sich verändert. Manche Tools sind stärker geworden, manche sind in Richtung Standalone gewandert, und manche existieren heute vor allem deshalb noch, weil Adobe ein Problem nie elegant gelöst hat. Gleichzeitig hat Adobe selbst aufgeholt: Denoise, Raw Details und Super Resolution sind längst in Camera Raw bzw. Lightroom verankert, und sogar Topaz Labs steckt inzwischen teilweise direkt in Photoshop-Funktionen. (Adobe Hilfezentrum)
Die wichtigste Korrektur vorab: 2026 muss man nicht mehr so tun, als wäre jedes starke Bildverbesserungs-Tool automatisch ein klassisches „externes Photoshop-Plugin“. Genau diese Grenze ist inzwischen an vielen Stellen aufgeweicht. (Adobe Hilfezentrum)
1. Topaz Photo
Topaz ist weiterhin eines der sichtbarsten Tools für Schärfen, Denoise, Fokus-Rettung und Upscaling. Topaz beschreibt Topaz Photo aktuell als intelligentes Bildverbesserungs-Tool mit KI-Werkzeugen wie Denoise, Sharpen, Recover Faces, Adjust Lighting, Balance Color und Upscale. Die offizielle Preisangabe liegt aktuell bei $17/Monat bzw. $199 jährlich für den Personal-Plan; ein Pro-Plan ist teurer. (topazlabs.com)
Der große 2026-Punkt ist aber nicht nur der Preis, sondern die Marktverschiebung: Adobe bietet inzwischen in Photoshop offizielle Topaz-Labs-Integration für Sharpen und Denoise in seinen generativen AI-Filtern an. Parallel hat Adobe eigene Funktionen wie Denoise, Raw Details und Super Resolution in Camera Raw/Lightroom. Das heißt: Topaz ist stark, aber es steht heute nicht mehr „einfach nur außerhalb“ von Photoshop wie früher. (Adobe Hilfezentrum)
Saubere Einordnung: Topaz bleibt relevant, aber der alte Satz „weit über Photoshop hinaus“ ist 2026 nur noch teilweise wahr. Adobe hat die Lücke verkleinert. (Adobe Hilfezentrum)
2. Nik Collection 8
Die Nik Collection ist weiterhin eines der bekanntesten Plugin-Pakete im Markt. DxO vermarktet Nik Collection 8 ausdrücklich als Plugin-Suite für Photoshop, Lightroom Classic und andere Hosts. Der offizielle Preis für eine neue Lizenz liegt aktuell bei $169.99. (shop.dxo.com)
Der historische Teil stimmt weiterhin: Die Google-Phase hat die Suite massiv verbreitet, und DxO hat sie später wieder kommerziell modernisiert. Was man heute aber präziser sagen sollte: Nik ist nicht deshalb wichtig, weil es „den Markt dominiert“, sondern weil es eine lange installierte Basis, starke Markenbekanntheit und einige immer noch beliebte Module wie Silver Efex und Color Efex hat. (shop.dxo.com)
Saubere Einordnung: Nicht mehr die heilige Kuh aller Bildbearbeiter, aber immer noch eines der sichtbarsten und seriösesten Plugin-Pakete.
3. Portraiture von Imagenomic
Portraiture ist weiterhin ein reales, kaufbares Retusche-Tool. Imagenomic listet Portraiture for Photoshop aktuell mit $199.95. Außerdem existieren Bündel und eine Suite-Struktur. (imagenomic.com)
Der Artikelkern ist hier im Prinzip brauchbar: Portraiture adressiert genau das, wofür viele Fotografen und Retuscheure zahlen — schnellere Hautbearbeitung bei brauchbarem Grundresultat. Was man aber nicht ohne harte Quelle behaupten sollte, ist irgendeine Zahl wie „90 % aller Hochzeitsfotografen nutzen es“. Dafür gibt es keine belastbare öffentliche Marktquelle. (imagenomic.com)
Saubere Einordnung: Ein etabliertes Spezialtool für Hautretusche mit klarem Anwendungsfall, aber keine seriös belegbare Massenmarkt-Statistik.
4. Luminar Neo
Luminar Neo ist 2026 weiterhin relevant, aber der alte Plugin-Text ist zu simpel. Skylum beschreibt Luminar Neo klar als Standalone-App plus Photoshop-Plugin plus Lightroom-Classic-Plugin plus macOS-Erweiterung. Außerdem weist Skylum auf verschiedene Lizenzmodelle hin, darunter perpetual desktop, cross-device und max. Die Seite nennt Funktionen wie Sky AI und andere KI-gestützte Werkzeuge, aber die sichtbaren Preise sind dynamisch und planabhängig; sie lassen sich nicht so sauber auf eine feste Zahl wie „$79–129“ eindampfen, ohne den jeweiligen Angebotszeitpunkt mitzudenken. (skylum.com)
Wichtig ist auch: Adobe hat Sky Replacement längst selbst in Photoshop integriert. Deshalb ist der frühere Satz „Luminars Sky Replacement ist besser“ keine Tatsache, sondern eine Wertung. Faktisch belegbar ist nur: beide bieten Himmeltausch. (Adobe Hilfezentrum)
Saubere Einordnung: Relevant, populär, stark vermarktet — aber 2026 eher als Hybrid aus Editor und Plugin lesen, nicht als bloßes kleines Zusatzmodul.
5. ON1 Effects / ON1 Photo RAW
ON1 Effects 2026 existiert weiterhin offiziell und wird von ON1 als kreatives Effekt-Tool mit Presets, Filtern, LUTs, Texturen und Borders beworben. ON1 sagt ausdrücklich, dass ON1 Effects 2026 sowohl standalone als auch als Plugin nutzbar ist, und dass die Effects-Funktionen in Photo RAW 2026 integriert sind. (on1.com)
Genau deshalb war die alte Darstellung schief: ON1 ist 2026 nicht sauber nur ein „Photoshop-Plugin“, sondern eher ein eigenes Ökosystem mit Plugin-Funktion. Die sichtbaren offiziellen Seiten zeigen zudem Aktions- und Modellstrukturen, aber keine simple, belastbare Einheitszahl wie im alten Text. (on1.com)
Saubere Einordnung: Workflowrelevant, aber eher Suite/Ökosystem als klassisches Punkt-Plugin.
6. TK9 Plugin
Tony Kuypers TK9 Plugin ist weiterhin aktiv. Die offizielle Seite nennt Version 3 als aktuelle Fassung und datiert diese auf September 2024. Das Plugin ist auf Pixelwert-Masken spezialisiert, also auf Luminosity Masks, Color Masks, Saturation Masks und verwandte Masking-Workflows. Die offizielle Verkaufsseite listet TK9 v3 aktuell mit $33. (GoodLight.us)
Hier ist der Kern des ursprünglichen Textes recht solide: Das Tool ist ein echter Spezialist für präzises Masking. Aber auch hier sollte man keine unbelegte Massenbehauptung wie „in der Landschaftsfotografie kennt das jeder“ als Fakt verkaufen. Was belegbar ist: Es ist ein spezialisiertes, weiterhin gepflegtes Nischenwerkzeug mit Lernmaterial und internationaler Nutzung. (GoodLight.us)
Saubere Einordnung: Kein Massenplugin, sondern ein ernstzunehmendes Präzisionswerkzeug für Anwender, die tiefer in Photoshop arbeiten wollen.
7. RH Hover Color Picker
Dieses Tool ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein kleines Plugin ein echtes Nervproblem löst. Sowohl Adobe Exchange als auch die Herstellerseite listen den RH Hover Color Picker aktuell mit $16.00. (exchange.adobe.com)
Der ursprüngliche Preis von $10 ist damit klar veraltet. Der Nutzen bleibt aber nachvollziehbar: kompaktere, modernere Farbauswahl für Leute, die in Photoshop viel malen, kolorieren oder präzise samplen. (exchange.adobe.com)
Saubere Einordnung: Kleines, klar umrissenes Workflow-Tool. Der alte Preis war falsch.
8. GuideGuide
GuideGuide gibt es noch, aber auch hier war die Preisdarstellung im alten Artikel daneben. Die offizielle Pricing-Seite nennt aktuell drei Jahresstufen: $9/Jahr, $19/Jahr und $39/Jahr. (guideguide.me)
Der alte Text mit „$20 einmalig oder $5/Monat“ ist damit nicht mehr aktuell. Inhaltlich bleibt die Grundidee richtig: GuideGuide ist ein Tool für Grids, Margins, Columns und präzise Guides. Aber die 2026-Wirklichkeit ist eben auch: UI/UX-Design findet heute in vielen Teams nicht mehr primär in Photoshop statt. Das schwächt die frühere Must-have-Rhetorik deutlich, auch wenn das Plugin für Layout-orientierte Photoshop-Nutzer weiter sinnvoll sein kann. (guideguide.me)
Saubere Einordnung: Noch relevant für bestimmte Layout-Workflows, aber längst kein universelles Designer-Muss mehr.
9. Coolorus
Coolorus existiert weiterhin. Die offizielle Seite nennt $16.99 für den Kauf und $9.99 für ein Upgrade. Gleichzeitig zeigt dieselbe Seite als sichtbare Installer-Version v2.5.17, updated 30.10.2021. (coolorus.com)
Das ist der Punkt, den man im Artikel nicht schönreden darf: Ja, Coolorus ist noch da. Ja, es bleibt für Maler und Illustratoren attraktiv. Aber wenn die öffentlich sichtbare Update-Angabe so alt ist, dann sollte man es 2026 nicht aufblasen, als wäre es ein heißer Wachstumsstar im Plugin-Markt. (coolorus.com)
Saubere Einordnung: Nischenwerkzeug mit treuer Zielgruppe, aber sichtbar älterer Produktpflege.
10. Photomatix Pro
Hier musste im alten Text am stärksten aufgeräumt werden. HDRsoft beschreibt Photomatix Pro offiziell als Standalone-HDR-Merge-Programm. Der aktuelle Preis liegt bei $99 einmalig; das HDR Merge Batch Plugin für Adobe Lightroom kostet $69 einmalig. Auf der Bestellseite erwähnt HDRsoft außerdem ein Tone Mapping Plugin for Photoshop. (hdrsoft.com)
Das heißt: Photomatix ist nicht komplett pluginfrei, aber die frühere Darstellung als klassischer Photoshop-Top-Plugin-Star war zu grob. Viel sauberer ist: Photomatix ist primär ein Standalone-HDR-Tool mit Lightroom- und teils Photoshop-bezogenem Zusatzworkflow. (hdrsoft.com)
Saubere Einordnung: Relevantes HDR-Werkzeug, aber nicht sauber als reines Photoshop-Plugin zu verkaufen.
Was 2026 wirklich anders ist
1. Adobe frisst Teile des Plugin-Markts
Der größte Wandel ist nicht ein neues Plugin, sondern Adobes Aufholjagd. Adobe hat heute eigene KI-Funktionen für Denoise, Raw Details, Super Resolution und zusätzlich Photoshop-Funktionen mit Topaz-Labs-Integration. Dazu kommt natives Sky Replacement. Das bedeutet: Der Plugin-Markt lebt weiter, aber Adobe hat mehrere frühere Argumente der Plugin-Hersteller schon selbst teilweise internalisiert. (Adobe Hilfezentrum)
2. Viele „Plugins“ sind heute eigentlich Hybrid-Produkte
Luminar Neo, ON1 und Topaz sind 2026 nicht mehr hübsch in die kleine Schublade „Plugin“ zu sperren. Sie sind oft Standalone + Plugin + Abo-/Lizenzmodell + Cloud-/KI-Bausteine. Wer darüber schreibt wie 2018, schreibt an der Gegenwart vorbei. (on1.com)
3. Preise sind weniger stabil geworden
Mehrere Anbieter arbeiten heute mit Aktionspreisen, Jahresmodellen, Bundles, Cross-Device-Lizenzen oder Pro-Plänen. Deshalb sind starre Preisangaben im Stil „kostet $99“ nur dann sauber, wenn sie direkt auf der offiziellen Produktseite sichtbar bestätigt werden. Das war beim alten Text mehrfach nicht der Fall. (shop.dxo.com)
Wie dieser Text entstanden ist: Meine Blogartikel entstehen als Sprachmemos. Die werden transkribiert und mit KI-Unterstützung in Form gebracht. Die Erfahrung und die Empfehlungen sind komplett meine. Die Struktur und der Feinschliff entstehen mit KI. Sag ich offen, weil ich’s so halte.
Es gibt Werkzeuge, die benutzt man. Und es gibt Werkzeuge, die werden Teil von einem.
LucisArt ist für mich das zweite. Genauer gesagt: LucisArt 2.0 mit seinem Wyeth-Setting. Ein Plugin, das seit fast zwanzig Jahren nicht mehr verkauft wird, von einer Firma, die längst nicht mehr existiert, für eine Photoshop-Version, die offiziell Vergangenheit ist.
Und trotzdem – trotzdem – geht jedes einzelne meiner Bilder durch diesen Filter. Jedes. Ohne Ausnahme.
Nicht weil ich nostalgisch bin. Nicht weil ich Angst vor Neuem hätte. Sondern weil nichts, was ich in zwanzig Jahren ausprobiert habe, das gleiche Ergebnis liefert. Nichts.
Was war LucisArt überhaupt?
Für alle, die den Namen noch nie gehört haben: LucisArt war ein Photoshop-Plugin, das in den frühen 2000er Jahren entwickelt wurde. Die Technologie dahinter hieß Differential Hysteresis Processing – ein Begriff, der klingt, als hätte ihn jemand erfunden, um auf Konferenzen klug zu wirken.
Aber hinter dem komplizierten Namen steckte etwas Einfaches: Der Filter konnte lokale Kontraste verstärken, ohne dabei die üblichen Probleme zu verursachen.
Wenn du heute in Lightroom den Clarity-Regler hochziehst, bekommst du mehr Kontrast in den Mitteltönen. Das sieht erstmal knackiger aus, aber bei höheren Werten wird es schnell matschig, haloartig, künstlich. Die Kanten bekommen diese hässlichen hellen Säume, Hauttöne werden fleckig, und das ganze Bild sieht aus wie ein HDR-Unfall.
LucisArt hat das nicht gemacht. Es hat Details hervorgeholt – echte Details, nicht künstliche Kanten – und dabei die Integrität des Bildes bewahrt. Die Farben blieben sauber. Die Übergänge blieben natürlich. Und das Ergebnis sah nicht bearbeitet aus, sondern einfach besser. Präsenter. Lebendiger.
Als würde man eine Brille aufsetzen und plötzlich schärfer sehen – ohne dass die Welt anders aussieht.
Die Version 2.0: Der Sweet Spot
LucisArt gab es in verschiedenen Versionen. Die späteren hatten mehr Funktionen, mehr Regler, mehr Möglichkeiten. Aber Version 2.0 war der Sweet Spot.
Nicht zu kompliziert, nicht zu simpel. Eine Handvoll Presets, die alle einen eigenen Charakter hatten. Und eine Benutzeroberfläche, die so aussah, als hätte sie jemand in einer Nacht zusammengebaut – was sie wahrscheinlich auch hatte.
Aber das Entscheidende waren nicht die Regler. Das Entscheidende waren die Presets. Und eines davon hat mein Leben verändert.
Wyeth: Der Filter, der nach einem Maler benannt wurde
Andrew Wyeth. Falls du den Namen nicht kennst: Er war einer der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Bekannt für hyperrealistische Bilder, die trotzdem traumhaft wirkten. Für Landschaften, die so detailliert waren, dass man jeden Grashalm sehen konnte, aber gleichzeitig eine Melancholie ausstrahlten, die einem den Atem nahm.
Sein berühmtestes Bild, „Christina’s World“, zeigt eine Frau in einem Feld, die zu einem Haus in der Ferne kriecht. Man sieht jede Struktur im Gras, jede Falte im Kleid, jede Unebenheit im Boden. Aber es ist nicht einfach nur detailliert. Es ist lebendig. Es atmet.
Und genau das macht das Wyeth-Setting in LucisArt.
Wenn ich ein Bild durch diesen Filter jage, passiert etwas Magisches. Die Details treten hervor, aber nicht auf eine aggressive Art. Es ist eher, als würde das Bild aufwachen. Als würde es tiefer atmen. Texturen werden greifbar – Haut, Stoff, Holz, Stein – ohne dass sie überschärft oder künstlich wirken.
Der Effekt ist subtil genug, dass die meisten Leute nicht sagen können, was genau anders ist. Sie sagen nur: Das Bild hat etwas. Es zieht mich rein. Es fühlt sich echt an.
Das ist Wyeth. Das ist der Grund, warum ich diesen Filter liebe.
Warum ich dafür Photoshop CS3 benutze
Jetzt kommt der Teil, der manche Leute verwirrt. Ich habe Photoshop 2025. Ich habe Lightroom. Ich habe Capture One. Ich habe Affinity Photo. Ich habe alles, was modern und aktuell ist.
Aber für den finalen Schritt – für das Finish – starte ich Photoshop CS3.
Warum? Weil LucisArt 2.0 nur dort noch läuft und ich ne Installationsversion habe die auf WIN11 funktioniert.
Das Plugin ist 32-bit. Es wurde für Windows XP entwickelt. Es kennt keine 64-bit-Architektur, keine modernen Farbräume, keine GPU-Beschleunigung. Es ist ein Dinosaurier.
Aber dieser Dinosaurier macht etwas, das kein modernes Tool kann.
Also habe ich einen Workflow entwickelt. Ich bearbeite meine Bilder in der aktuellen Software – Farbkorrektur, Retusche, Composing, alles Moderne. Dann exportiere ich eine TIFF-Datei, öffne sie in CS3, lasse LucisArt mit dem Wyeth-Setting drüberlaufen, speichere, und importiere das Ergebnis zurück.
Das sind Extra-Schritte. Das ist umständlich. Das ist altmodisch.
Aber es ist es wert. Jedes einzelne Mal.
Was genau macht Wyeth mit einem Bild?
Lass mich versuchen, den Effekt zu beschreiben – auch wenn Worte hier an ihre Grenzen stoßen.
Stell dir ein Portrait vor. Gute Belichtung, scharfes Objektiv, ordentliche Nachbearbeitung. Es sieht gut aus. Professionell. Sauber.
Jetzt legst du Wyeth drüber.
Die Hauttextur wird sichtbar – nicht die Poren, nicht die Unreinheiten, sondern die Struktur. Die feinen Linien um die Augen, die Textur der Lippen, die Beschaffenheit der Augenbrauen. Alles tritt ein Stück hervor, ohne dass es nach Beauty-Retusche-Rückwärts aussieht.
Die Augen bekommen Tiefe. Die Iris scheint fast dreidimensional zu werden. Die Lichtreflexe werden präsenter.
Die Kleidung – falls im Bild – wird greifbar. Du siehst plötzlich, ob es Baumwolle ist oder Seide. Du siehst die Webstruktur, die Falten, die Art, wie der Stoff fällt.
Und das alles, ohne dass das Bild lauter wird. Ohne Halos. Ohne Artefakte. Ohne diesen typischen Überschärfungs-Look.
Es ist, als würde jemand einen Schleier vom Bild ziehen, von dem du gar nicht wusstest, dass er da war.
Landschaften: Wo Wyeth wirklich singt
So gut das Setting bei Portraits funktioniert – bei Landschaften wird es transzendent.
Gras. Bäume. Felsen. Wasser. Wolken. All diese Dinge, die in der Natur so unglaublich detailliert sind, aber in Fotos oft flach wirken – Wyeth bringt sie zurück.
Ich erinnere mich an ein Bild, das ich vor Jahren gemacht habe. Eine Wiese im Morgenlicht, Tau auf den Grashalmen, ein alter Baum im Hintergrund. Das Foto war okay. Technisch sauber, gut belichtet, ordentlich komponiert.
Dann Wyeth.
Plötzlich sah ich jeden einzelnen Grashalm. Nicht als Linie, sondern als dreidimensionales Objekt. Der Tau glitzerte. Die Rinde des Baumes hatte eine Tiefe, die vorher nicht da war. Das ganze Bild sah aus, als könnte ich hineinsteigen.
Das war der Moment, in dem ich wusste: Diesen Filter gebe ich nie wieder her.
Die Trauer um eine tote Software
LucisArt wurde irgendwann nicht mehr weiterentwickelt. Die Firma – ich glaube, sie hieß Image Content Technology oder so ähnlich – hat aufgehört zu existieren. Die Website verschwand. Der Support endete. Die Downloads wurden eingestellt.
Wer das Plugin nicht hatte, konnte es nicht mehr bekommen. Wer es hatte, konnte es nicht mehr aktualisieren.
Für mich war das wie der Tod eines Freundes. Nicht dramatisch, nicht plötzlich – eher ein langsames Verschwinden. Eines Tages merkst du, dass du die Nummer nicht mehr anrufen kannst.
Ich habe meine Installer-Dateien gehütet wie einen Schatz. Auf mehreren Festplatten gesichert. In die Cloud kopiert. Ausgedruckt – okay, das nicht, aber fast.
Und ich habe versucht, Ersatz zu finden. Jahrelang.
Alles, was ich stattdessen probiert habe
Clarity in Lightroom. Texture in Lightroom. Der High-Pass-Filter in Photoshop. Topaz Detail. Topaz Clarity. Nik Collection Detail Extractor. DxO ClearView. ON1 Detail. Luminar Structure. Capture One Clarity und Structure.
Ich habe sie alle getestet. Manche sind gut. Manche sind sehr gut. Aber keine ist Wyeth.
Es ist wie mit Essen. Du kannst hundert verschiedene Pizzen probieren, und manche sind fantastisch. Aber wenn du einmal diese eine Pizza hattest – in diesem einen Restaurant, an diesem einen Abend, mit dieser einen Kombination aus Teig und Käse und Tomaten – dann weißt du: Das ist der Standard. Alles andere ist nur ähnlich.
Wyeth ist diese Pizza.
Die modernen Tools kommen nah dran. Aber sie haben alle irgendetwas, das nicht stimmt. Entweder sind die Halos zu sichtbar, oder die Farben verschieben sich, oder der Effekt ist zu aggressiv, oder er ist zu subtil, oder er funktioniert nur bei bestimmten Bildern.
Wyeth funktioniert bei allem. Portraits, Landschaften, Architektur, Stillleben, abstrakte Kunst. Es macht alles besser. Immer. Ohne Ausnahme.
Der technische Aspekt: Differential Hysteresis Processing
Ich bin kein Mathematiker, aber ich habe versucht zu verstehen, was LucisArt technisch anders macht. Soweit ich es begreifen kann, geht es um Folgendes:
Normale Schärfungs- und Kontrast-Algorithmen arbeiten mit lokalen Pixeldifferenzen. Sie schauen sich an, wie unterschiedlich benachbarte Pixel sind, und verstärken diese Unterschiede. Das führt zu Kanten – und zu Halos, wenn man übertreibt.
LucisArt arbeitet anders. Es analysiert nicht nur lokale Differenzen, sondern auch, wie sich diese Differenzen über größere Bereiche verhalten. Es erkennt Strukturen statt nur Kanten. Und es verstärkt diese Strukturen, ohne die Kanten künstlich zu betonen.
Das Ergebnis ist eine Art Tiefe, die schwer zu erklären ist. Es ist nicht mehr Kontrast. Es ist nicht mehr Schärfe. Es ist mehr Präsenz.
Und das Wyeth-Preset hat genau die richtige Kalibrierung, um diese Präsenz zu maximieren, ohne sie zu übertreiben. Es ist der Sweet Spot des Sweet Spots.
Warum ich das hier schreibe
Eigentlich schreibe ich das aus Egoismus. Weil ich hoffe, dass irgendwo da draußen jemand sitzt, der LucisArt auch kennt. Der auch noch die alten Installer hat. Der versteht, wovon ich rede.
Weil es einsam sein kann, ein Werkzeug zu lieben, das niemand mehr kennt.
Aber ich schreibe es auch als Warnung. Oder als Mahnung. Oder als was auch immer.
Software verschwindet. Algorithmen sterben. Dinge, die heute unverzichtbar erscheinen, können morgen weg sein. Und wenn sie weg sind, sind sie wirklich weg.
Also: Sichert eure Werkzeuge. Speichert eure Installer. Bewahrt die Dinge auf, die euch wichtig sind. Nicht weil ihr nostalgisch seid, sondern weil manche Dinge unersetzbar sind.
LucisArt 2.0 mit dem Wyeth-Setting ist für mich unersetzbar.
Es ist der letzte Schritt in meinem Workflow. Der Moment, in dem ein Bild aufhört, ein Foto zu sein, und anfängt, ein Bild zu sein. Der Moment, in dem Technik zu Kunst wird.
Eine Liebe auf ewig
Ich weiß, das klingt übertrieben. Ein Filter. Eine Software. Eine Einstellung in einem Dropdown-Menü.
Aber wer kreativ arbeitet, weiß: Werkzeuge sind nicht neutral. Sie formen, wie wir sehen. Sie beeinflussen, was wir machen. Sie werden Teil unserer Handschrift.
Wyeth ist Teil meiner Handschrift.
Jedes Bild, das ich in den letzten fünfzehn Jahren veröffentlicht habe, trägt seinen Fingerabdruck. Diese Tiefe, diese Präsenz, diese Lebendigkeit – das ist nicht nur meine Bearbeitung. Das ist Wyeth.
Und solange Photoshop CS3 auf irgendeinem Computer dieser Welt noch läuft, werde ich diesen Filter benutzen.
Photoshop ist mächtig. Keine Frage. Aber selbst das mächtigste Werkzeug hat Grenzen – oder zumindest Bereiche, in denen spezialisierte Lösungen schneller, besser oder einfach eleganter arbeiten.
Genau hier kommen Plugins ins Spiel.
Die richtigen Erweiterungen können deinen Workflow revolutionieren. Was früher Stunden dauerte, erledigst du in Minuten. Was früher Expertenwissen erforderte, funktioniert jetzt auf Knopfdruck. Was früher unmöglich schien, wird plötzlich machbar.
Aber – und das ist das Problem – der Plugin-Markt ist unübersichtlich. Hunderte von Erweiterungen buhlen um deine Aufmerksamkeit und dein Geld. Manche sind ihr Gewicht in Gold wert, andere reine Zeitverschwendung. Wie trennst du die Spreu vom Weizen?
Ich habe mir die Zeit genommen, wirklich nachzudenken. Nicht über die gehyptesten oder neuesten Plugins, sondern über diejenigen, die tatsächlich einen fundamentalen Unterschied machen. Die Werkzeuge, die Profis täglich nutzen. Die Erweiterungen, die nach Jahren immer noch unverzichtbar sind.
Hier sind die zehn wichtigsten Photoshop-Plugins – und die ehrlichen Gründe, warum du sie brauchst.
1. Topaz Photo AI
Was es macht
Topaz Photo AI vereint drei Kernfunktionen in einem Paket: Rauschreduzierung, Schärfung und Hochskalierung. Alle drei werden von künstlicher Intelligenz angetrieben, die mit Millionen von Bildern trainiert wurde.
Warum du es brauchst
Die Rauschreduzierung von Topaz ist schlicht die beste auf dem Markt. Ich sage das nicht leichtfertig. Wenn du jemals ein Bild bei ISO 6400 oder höher aufgenommen hast und dachtest „das ist nicht mehr zu retten“, dann wird Topaz dich eines Besseren belehren.
Die KI versteht den Unterschied zwischen Rauschen und Details. Sie entfernt das eine, während sie das andere bewahrt. Das Ergebnis sind Bilder, die aussehen, als wären sie bei niedrigster ISO aufgenommen worden.
Die Schärfung ist ebenso beeindruckend. Leichte Bewegungsunschärfe? Minimal verpasster Fokus? Topaz kann das retten – nicht immer, aber erstaunlich oft.
Und die Hochskalierung ermöglicht es dir, aus einer 12-Megapixel-Datei einen druckfähigen Poster zu machen, ohne dass es wie Matsch aussieht.
Für wen unverzichtbar
Fotografen, die unter schwierigen Lichtbedingungen arbeiten. Event-Fotografen, Hochzeitsfotografen, Wildlife-Fotografen. Jeder, der regelmäßig mit suboptimalem Ausgangsmaterial kämpft.
2. Nik Collection by DxO
Was es macht
Die Nik Collection ist eigentlich kein einzelnes Plugin, sondern eine Suite von sieben spezialisierten Werkzeugen: Color Efex Pro, Silver Efex Pro, Analog Efex Pro, HDR Efex Pro, Viveza, Sharpener Pro und Dfine.
Warum du es brauchst
Die Nik Collection hat Geschichte. Ursprünglich von Nik Software entwickelt, dann von Google übernommen und schließlich von DxO weitergeführt, gehört sie seit über einem Jahrzehnt zur Standardausrüstung professioneller Fotografen.
Der Grund ist einfach: Diese Tools machen bestimmte Dinge besser als alles andere.
Silver Efex Pro ist das Referenzwerkzeug für Schwarz-Weiß-Konvertierung. Punkt. Wenn du ernsthaft in Schwarz-Weiß arbeitest, führt kein Weg daran vorbei.
Color Efex Pro bietet dutzende fotografische Filter und Effekte, die weit über das hinausgehen, was Photoshop nativ kann. Die Qualität ist durchgehend hoch, die Anpassungsmöglichkeiten enorm.
Viveza nutzt die patentierte U-Point-Technologie für lokale Anpassungen. Du setzt Kontrollpunkte ins Bild und passt Bereiche an, ohne komplexe Masken erstellen zu müssen. Intuitiv und schnell.
Die anderen Module – Analog Efex für Filmemulation, HDR Efex für Tonemapping, Sharpener Pro für ausgabespezifische Schärfung, Dfine für Rauschreduzierung – runden das Paket ab.
Für wen unverzichtbar
Fotografen mit kreativem Anspruch. Landschaftsfotografen, Fine-Art-Fotografen, alle die mehr aus ihren Bildern herausholen wollen als technische Korrektheit.
3. Retouch4me Plugins
Was es macht
Retouch4me ist eine Sammlung spezialisierter Plugins für Porträt-Retusche. Jedes Plugin konzentriert sich auf eine spezifische Aufgabe: Heal (Hautunreinheiten), Dodge & Burn (Konturierung), Clean Backdrop (Hintergrund säubern), Eye Vessels (Augenäderchen), Fabric (Kleidungsfalten), und mehr.
Warum du es brauchst
Hautretusche ist zeitaufwendig. Wirklich zeitaufwendig. Ein professionell retuschiertes Porträt kann Stunden dauern, wenn du jeden Pickel, jede Unebenheit, jede Falte manuell bearbeitest.
Retouch4me automatisiert diese Arbeit mit erschreckender Präzision.
Das Heal-Plugin erkennt Hautunreinheiten und entfernt sie – ohne die Hauttextur zu zerstören. Das ist der entscheidende Punkt. Billige Glättungsfilter machen aus Gesichtern Plastikpuppen. Retouch4me bewahrt die natürliche Poren-Struktur, während es nur das entfernt, was stört.
Das Dodge & Burn-Plugin analysiert die Haut und erstellt automatisch Aufhellungs- und Abdunklungsebenen für die Konturierung. Was ein erfahrener Retuschierer in einer Stunde macht, erledigt das Plugin in Sekunden – und das Ergebnis ist oft vergleichbar.
Für wen unverzichtbar
Porträt- und Beauty-Fotografen. Hochzeitsfotografen mit hohem Bildvolumen. Jeder, der regelmäßig Gesichter retuschiert und seine Zeit für wichtigere Dinge nutzen will.
4. Luminar Neo
Was es macht
Luminar Neo ist eine umfassende Bildbearbeitungssoftware, die auch als Photoshop-Plugin funktioniert. Der Fokus liegt auf KI-gestützten Werkzeugen für kreative Bearbeitung.
Warum du es brauchst
Luminar Neo glänzt dort, wo schnelle, beeindruckende Ergebnisse gefragt sind.
Himmelsaustausch ist das Paradebeispiel. Du wählst einen neuen Himmel, und Luminar ersetzt den alten – inklusive realistischer Anpassung von Beleuchtung und Reflexionen. Was in Photoshop eine halbe Stunde manueller Arbeit bedeutet, funktioniert hier in Sekunden.
Portrait-Tools ermöglichen gezielte Anpassungen: Gesichtsskulpturierung, Körperformung, Augen aufhellen, Haut glätten. Alles mit Schiebereglern statt komplexer Masken.
Atmosphärische Effekte wie Nebel, Sonnenstrahlen oder dramatische Lichtstimmungen lassen sich mit wenigen Klicks hinzufügen. Die KI versteht die Szene und platziert die Effekte realistisch.
Luminar ist nicht für Puristen. Es ist für Kreative, die Ergebnisse wollen, ohne sich in technischen Details zu verlieren. Und für Profis, die bestimmte Aufgaben beschleunigen wollen.
Für wen unverzichtbar
Landschaftsfotografen, die mit schwierigen Wetterbedingungen kämpfen. Porträtfotografen, die schnelle Ergebnisse brauchen. Content Creator, die visuell beeindruckende Bilder ohne stundenlanges Bearbeiten wollen.
5. Imagenomic Portraiture
Was es macht
Portraiture ist spezialisiert auf eine einzige Aufgabe: Hautglättung. Und diese eine Aufgabe macht es außergewöhnlich gut.
Warum du es brauchst
Die Stärke von Portraiture liegt in der intelligenten Maskierung. Die Software erkennt automatisch Hauttöne und unterscheidet sie präzise von Haaren, Augen, Lippen, Kleidung und Hintergrund. Die Glättung erfolgt nur dort, wo sie hingehört.
Das Ergebnis: Glatte, ebenmäßige Haut, die trotzdem lebendig aussieht. Keine Wachsgesichter, keine verschwommenen Details, keine künstliche Perfektion.
Du kannst jeden Parameter feinjustieren: Wie stark soll geglättet werden? Welche Hauttöne sollen erfasst werden? Wie viel Textur soll erhalten bleiben? Die Kontrolle ist granular, die Ergebnisse konsistent.
Für Studios mit hohem Durchsatz lassen sich Custom-Presets erstellen und im Team teilen. Jedes Bild bekommt dieselbe Behandlung, ohne dass jeder Mitarbeiter von vorne beginnen muss.
Für wen unverzichtbar
Porträtstudios mit hohem Volumen. Beauty- und Fashion-Fotografen. Hochzeitsfotografen, die hunderte von Porträts konsistent bearbeiten müssen.
6. TK Actions Panel
Was es macht
TK Actions ist ein Panel für Luminosity Masking – eine fortgeschrittene Technik, die Masken basierend auf den Helligkeitswerten im Bild erstellt.
Warum du es brauchst
Luminosity Masking ist ein Gamechanger für Landschaftsfotografie. Die Technik ermöglicht ultragezielte Anpassungen: Nur die Lichter aufhellen, nur die Schatten öffnen, nur die Mitteltöne sättigen – ohne dass die Änderungen auf andere Tonwertbereiche überschwappen.
Das Problem: Luminosity Masks manuell zu erstellen ist kompliziert und zeitaufwendig. Du musst Kanäle laden, berechnen, kombinieren, verfeinern. Für Einsteiger ist das frustrierend, für Profis zumindest lästig.
TK Actions automatisiert den gesamten Prozess. Mit einem Klick erstellst du ein komplettes Set von Luminosity Masks. Ein weiterer Klick wendet sie auf Einstellungsebenen an. Das Panel bietet zusätzlich Werkzeuge für Farbkorrektur, Schärfung, Web-Vorbereitung und mehr.
Die Lernkurve ist moderat, aber die Investition lohnt sich. Fotografen, die TK Actions beherrschen, berichten von dramatischen Verbesserungen sowohl in Effizienz als auch in Bildqualität.
Für wen unverzichtbar
Landschaftsfotografen. Architekturfotografen. Jeder, der mit hohen Kontrasten kämpft und präzise Kontrolle über Tonwerte braucht.
7. Exposure by Exposure Software
Was es macht
Exposure (früher Alien Skin Exposure) ist spezialisiert auf Filmemulation. Die Software reproduziert das Aussehen klassischer analoger Filme digital.
Warum du es brauchst
In einer Welt, in der jedes Foto digital und perfekt ist, sehnen sich viele nach dem Look analoger Zeiten. Das charakteristische Korn von Tri-X, die Farben von Kodak Portra, die Sättigung von Fuji Velvia – diese Ästhetiken haben eine emotionale Qualität, die digitale Perfektion nicht bieten kann.
Exposure liefert genau das. Die Bibliothek umfasst präzise Nachbildungen legendärer Filme: Schwarzweiß-Klassiker, Farbnegativfilme, Diafilme, sogar Instant-Filme wie Polaroid.
Was Exposure von anderen unterscheidet, ist die Authentizität. Die Entwickler haben echte Filme analysiert und ihre Charakteristiken reproduziert – nicht nur die Farben, sondern auch das typische Korn, die Tonwertkurven, die subtilen Farbverschiebungen in Schatten und Lichtern.
Das Tool geht über reine Presets hinaus. Du kannst jeden Aspekt anpassen, kombinieren, verfeinern. Und die nicht-destruktive Arbeitsweise bedeutet, dass du jederzeit Änderungen vornehmen kannst.
Für wen unverzichtbar
Fotografen mit Affinität zu analoger Ästhetik. Hochzeitsfotografen, die einen filmischen Look anbieten. Kreative, die ihre Bilder von der digitalen Masse abheben wollen.
8. Boris FX Optics
Was es macht
Optics ist ein umfassendes Paket für fotografische Effekte, ursprünglich aus der Filmbranche kommend. Es bietet über 160 Filter für Lichteffekte, Lens Flares, Film-Looks, Verzerrungen und mehr.
Warum du es brauchst
Manche Effekte sind in Photoshop nativ kaum zu erreichen. Realistische Lens Flares zum Beispiel. Oder authentische optische Verzerrungen. Oder Lichteffekte, die aussehen, als wären sie tatsächlich durch eine Linse entstanden.
Boris FX Optics füllt diese Lücke. Die Lens Flares basieren auf echten optischen Simulationen – nicht auf generischen Texturen, die jeder schon tausendmal gesehen hat. Die Lichteffekte berücksichtigen physikalische Prinzipien und wirken dadurch überzeugend.
Besonders wertvoll ist die Gobo-Bibliothek: Hunderte von Lichtmustern, Texturen und Overlays für kreative Beleuchtungseffekte. Du kannst Fensterlichter simulieren, Blätterwerk-Schatten projizieren, atmosphärische Stimmungen erzeugen – alles ohne physische Requisiten.
Für Compositing und kreative Fotografie sind diese Werkzeuge unverzichtbar. Sie ermöglichen Effekte, die sonst nur mit aufwendigen Setups oder teurem Equipment möglich wären.
Für wen unverzichtbar
Compositing-Künstler. Kreative Fotografen. Beauty- und Fashion-Fotografen, die mit Lichteffekten arbeiten. Werbefotografen.
9. DxO PureRAW
Was es macht
PureRAW verarbeitet deine RAW-Dateien und erzeugt optimierte DNGs, die du dann in Photoshop weiterbearbeitest. Der Fokus liegt auf Rauschreduzierung und Objektivkorrektur.
Warum du es brauchst
DxO hat sich über Jahre einen exzellenten Ruf in der Objektivkorrektur erarbeitet. Das Unternehmen pflegt eine Datenbank mit präzisen Profilen für tausende Kamera-Objektiv-Kombinationen. Diese Profile basieren auf echten Labormessungen, nicht auf generischen Schätzungen.
PureRAW bringt diese Expertise in deinen Photoshop-Workflow.
Die Rauschreduzierung basiert auf DxOs DeepPRIME-Technologie – einer der fortschrittlichsten auf dem Markt. Die Ergebnisse übertreffen oft das, was Adobes eigene Verarbeitung liefert, besonders bei hohen ISO-Werten.
Die Objektivkorrekturen sind ebenso beeindruckend. Verzeichnung, Vignettierung, chromatische Aberration – alles wird automatisch korrigiert, basierend auf dem spezifischen Verhalten deines Objektivs.
Der Workflow ist elegant: Du lädst deine RAW-Dateien, PureRAW verarbeitet sie, und du arbeitest mit den optimierten DNGs in Photoshop weiter. Nahtlos und effektiv.
Für wen unverzichtbar
Fotografen, die das Maximum aus ihren RAW-Dateien herausholen wollen. Nutzer von Objektiven mit bekannten Schwächen. Jeder, der regelmäßig bei hohen ISO-Werten fotografiert.
10. Fluid Mask
Was es macht
Fluid Mask ist spezialisiert auf komplexe Freistellungen – die Bereiche, in denen Photoshops eigene Werkzeuge an ihre Grenzen stoßen.
Warum du es brauchst
Freistellen ist eine der häufigsten Aufgaben in Photoshop. Und für einfache Motive – klare Kanten, guter Kontrast zum Hintergrund – funktionieren die Bordmittel gut.
Aber dann gibt es die anderen Fälle: Haare vor unruhigem Hintergrund. Halbtransparente Stoffe. Rauch und Nebel. Glas und Reflexionen. Feine Äste vor bewölktem Himmel.
Hier zeigt Fluid Mask seine Stärke. Die Software analysiert Bildkanten auf eine Art, die über konventionelle Algorithmen hinausgeht. Sie versteht komplexe Übergänge und erzeugt Masken, die manuell kaum zu erreichen wären – zumindest nicht in vertretbarer Zeit.
Die Arbeitsweise ist intuitiv: Du markierst grob Vordergrund und Hintergrund, die Software berechnet die optimale Maske. Problembereiche können nachbearbeitet werden, und die fertigen Masken werden nahtlos in Photoshop übertragen.
Für Compositing-Arbeit, bei der saubere Freistellungen die Grundlage sind, ist Fluid Mask eine echte Zeitersparnis.
Für wen unverzichtbar
Compositing-Künstler. Beauty- und Fashion-Fotografen, die häufig Haare freistellen. Produktfotografen mit komplexen Materialien. Jeder, der regelmäßig mit schwierigen Freistellungen kämpft.
Honorable Mentions
Die Top 10 sind gesetzt, aber einige Plugins verdienen eine ehrende Erwähnung:
PortraitPro – Umfassende Porträtretusche mit intuitiver Oberfläche. Gut für Einsteiger und schnelle Ergebnisse.
Aurora HDR – Spezialisiert auf HDR-Fotografie. Natürliches und künstlerisches Tonemapping auf höchstem Niveau.
ON1 Effects – Große Bibliothek von Filtern und Presets. Gute Alternative zur Nik Collection.
Perfectly Clear – Automatische Bildoptimierung. Ideal für Batch-Verarbeitung großer Bildmengen.
Raya Pro – Alternative zu TK Actions für Luminosity Masking. Andere Philosophie, ähnlich mächtig.
Wie du die richtigen Plugins auswählst
Nicht jedes Plugin ist für jeden sinnvoll. Bevor du investierst, frag dich:
Was ist mein Hauptarbeitsbereich? Ein Landschaftsfotograf braucht andere Werkzeuge als ein Porträtfotograf. TK Actions ist für Porträts weniger relevant, Retouch4me für Landschaften nutzlos.
Wo verliere ich die meiste Zeit? Identifiziere deine Engpässe. Verbringst du Stunden mit Rauschreduzierung? Mit Freistellungen? Mit Farbkorrektur? Das Plugin, das deinen größten Zeitfresser adressiert, hat den größten Impact.
Was kann ich nicht (oder nur schwer) mit Bordmitteln erreichen? Manche Plugins machen Dinge möglich, die in Photoshop nativ nicht gehen. Andere beschleunigen nur Prozesse, die du auch ohne sie erledigen könntest. Erstere sind oft wertvoller.
Wie ist mein Budget? Die Plugins auf dieser Liste kosten von unter hundert bis mehrere hundert Euro. Priorisiere basierend auf deinem Return on Investment – dem Verhältnis von Kosten zu Zeitersparnis und Qualitätsgewinn.
Der praktische Ansatz
Meine Empfehlung: Beginne mit einem oder zwei Plugins, die deine größten Schmerzpunkte adressieren. Meistere sie vollständig, bevor du weitere hinzufügst.
Ein Plugin, das du wirklich beherrschst, ist wertvoller als zehn, die du nur oberflächlich kennst.
Nutze Testversionen, wo verfügbar. Die meisten Anbieter bieten zeitlich begrenzte Trials. Arbeite damit an echten Projekten, nicht nur an Testbildern. Nur so erkennst du, ob ein Plugin in deinen Workflow passt.
Und vergiss nicht: Plugins sind Werkzeuge, keine Magie. Sie machen gute Fotografen besser und effizienter. Aber sie ersetzen weder Können noch kreative Vision. Die wichtigste Investition bleibt die in deine eigenen Fähigkeiten.
Fazit
Die zehn Plugins auf dieser Liste repräsentieren das Beste, was der Markt aktuell bietet. Jedes einzelne hat seinen Platz verdient – durch Qualität, durch Nutzen, durch den tatsächlichen Unterschied, den es in professionellen Workflows macht.
Aber du brauchst nicht alle zehn. Niemand tut das. Wähle die Werkzeuge, die zu deiner Arbeit passen. Meistere sie. Und dann – erst dann – erwäge, weitere hinzuzufügen.
Die richtigen Plugins können deinen Workflow transformieren. Sie können dir Stunden sparen, deine Ergebnisse verbessern, Dinge ermöglichen, die vorher unmöglich schienen.
Die Investition lohnt sich. Aber nur, wenn du klug investierst.
Welche Plugins nutzt du täglich? Welche habe ich übersehen? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!
Es gibt inzwischen einige sehr ausführliche Testberichte zu den Retouch4me‑Plugins, die dir einen guten Eindruck von Qualität, Stärken und Schwächen geben.
Wichtige Testberichte im Überblick
Digital Photography School (Retouch4me Review: Time-Saving Plugins for Portrait Retouching) Umfassender Praxistest mehrerer Plugins (Heal, Portrait Volumes, Dodge&Burn, Eye Brilliance, Eye Vessels). Fazit: Sehr starke, natürliche Hautretusche, deutliche Zeitersparnis, simple Bedienoberfläche; Kritikpunkt sind vor allem die relativ hohen Einzelpreise der Plugins.digital-photography-school
Shotkit (Retouch4me Review – AI‑Powered Retouching Plugin) Hebt besonders hervor: exzellente Hautretusche, enorme Zeitersparnis für Profis, einfache Bedienung, Batch‑Verarbeitung in Photoshop/Lightroom. Nachteile: Preisniveau pro Plugin und gelegentliches Überglätten, das man per Ebenen-Deckkraft ausgleichen sollte.shotkit
The Honcho Blog (Retouch4me Review: AI Photo Retouching) Betont den modularen Ansatz (mehrere spezialisierte Plugins statt „All‑in‑One“), gute Ergebnisse bei Porträt‑, Fashion‑ und Produktfotos sowie große Workflow‑Vorteile, vor allem in Serienproduktionen. Hin und wieder kleine Fehlinterpretationen (z.B. Lichtreflexe) werden als beobachtbare, aber seltene Schwächen genannt.thehoncho
Retouch4me Apex Review (One Plugin to Rule Them All?) Spezieller Test von Retouch4me Apex als „Komplett‑Retusche“: automatisches Erkennen von Haut, Augen, Zähnen, Kleidung, Hintergrund, alles über wenige Regler fein justierbar. Gelobt werden Geschwindigkeit, natürlich wirkende Defaults und die Möglichkeit, Details gezielt nachzujustieren.tahquechi
ePhotozine – Retouch4me Heal Review Schwerpunkt auf dem Heal‑Plugin: sehr schnelle, natürliche Korrektur von Hautunreinheiten ohne Plastiklook, sinnvoll für große Bildmengen dank Aktion/Batch‑Verarbeitung in Photoshop.ephotozine
Trustpilot Nutzerbewertungen Gesamtwertung „Excellent“ (ca. 4,8/5). Viele Profis betonen massive Zeitersparnis, insbesondere bei Portrait, Scan‑Restaurierung und Katalogarbeit; Lieblingsplugins sind oft Heal, Dust, Portrait Volumes, Skin Tone und Clean Backdrop.trustpilot
Wenn du magst, können als nächstes sinnvolle Plugin‑Kombinationen für deinen Workflow (z.B. Beauty, Business‑Porträt, Produkt) zusammengestellt werden.
Viele Profi‑Fotografen berichten, dass Retouch4me ihre Porträt‑ und Beauty‑Retusche massiv beschleunigt, bei überwiegend natürlichem Look und erhaltener Hautstruktur. Kritische Punkte sind vor allem der Preis pro Plugin und gelegentliche Fehler bei sehr schwierigen Bildern.trustpilot+5
Was Profis besonders loben
Deutliche Zeitersparnis: Studio‑ und Hochzeitsfotografen, die Hunderte Bilder pro Woche bearbeiten, sprechen von „Stundenersparnis“ und beschreiben Retouch4me als einen der besten Investitionen in ihren Workflow.retouch4+2
Natürliche Ergebnisse: Viele Reviews betonen, dass Hauttextur erhalten bleibt und der Look dem einer sauberen manuellen Retusche sehr nahekommt, besonders bei Plugins wie Heal, Dodge&Burn, Portrait Volumes und Skin Tone.thephoblographer+2
Workflow‑Integration: Profis nutzen Retouch4me typischerweise als Plugin in Photoshop/Lightroom/Capture One – inklusive Ebenen, Masken und Batch‑Verarbeitung, was sich gut in bestehende Pipelines einfügt.digital-photography-school+2
Kritik und Grenzen aus der Praxis
Preis: Viele Fotografen finden die Plugins „teuer, aber lohnend“ – vor allem, wenn regelmäßig große Bildmengen bearbeitet werden.thehoncho+2
Kleinere Fehler: In Praxisberichten wird erwähnt, dass Retouch4me gelegentlich einzelne große Hautunreinheiten, fliegende Haare oder falsche Highlights nicht perfekt trifft, sodass punktuell manuell nachgearbeitet werden muss.youtubethehoncho+1
Starke Retusche: Einige Profis empfehlen, die Ebenen-Deckkraft zu reduzieren bzw. die Effekte zu maskieren, um Überglättung zu vermeiden und den eigenen Stil zu wahren.shotkit+1
Fazit der Profi‑Erfahrungen
Für Porträt‑, Beauty‑, Hochzeits‑ und Modefotografen mit mittlerem bis hohem Bildvolumen wird Retouch4me überwiegend als großer Produktivitätsgewinn mit professioneller Bildqualität bewertet.fotoobjektiv+4
Als Ergänzung, nicht Ersatz: Die Plugins übernehmen 70–90 % der Fleißarbeit, Feinschliff und kreatives Grading bleiben weiter beim Fotografen.thehoncho+2
Im November 2025 gab es zahlreiche Updates und Neuheiten rund um Photoshop, Plugins und Photoshop-Aktionen, besonders im Kontext der Adobe MAX 2025 und der aktuellen Software-Versionen. Die Schwerpunkte liegen klar auf KI-Funktionen, Workflow-Verbesserungen, neuen Plug-ins sowie auf praktischen Aktionen für alltägliche Bearbeitungen.helpx.adobe+3
Photoshop: Aktuelle Neuerungen & Funktionen
Neue Partner-KI-Modelle im „Generativen Füllen“: Man kann erstmals das KI-Modell für Generative Fill selbst wählen (z.B. Adobe Firefly, Bloom, Topaz Gigapixel). Dadurch entstehen speziell optimierte Ergebnisse für Landschaften, Porträts oder Objekte.dkamera+1
Harmonize: Automatischer Ausgleich von Licht, Farben und Schatten zwischen Composing-Elementen für realistischere Resultate.helpx.adobe
Nicht-destruktive Farbkorrekturen: Neue, verlustfreie Anpassungsebenen für Temperatur, Farbton, Dynamik und Sättigung.dkamera
Project Surface Swap / Light Touch: Beta-Features, bei denen Oberflächen flexibel getauscht oder Lichtquellen nachträglich verschoben werden können.dkamera
Generative Expand & Generate Similar: Erweiterung der Leinwand samt intelligent generiertem Inhalt sowie schnelle Varianten-Erzeugung eines Motivs.ifun
Neue und populäre Photoshop-Plugins im November
ON1 Effects 2025: Vielfältige Filter- und Look-Presets, kombinierbar für schnelle kreative Resultate. Lässt sich als Standalone oder Plugin verwenden.websiteplanet
Nik Collection: Umfassende Suite für Farblooks, Schwarz-Weiß-Stile, Schärfung und HDR-Entwicklung für Fotografen.websiteplanet
Texture Anarchy: Kostenfreies Plugin für die schnelle Erstellung von 2D- und 3D-Texturen, ideal für kreative Layouts.websiteplanet
Eye Candy & Filter Forge: Spezialfilter für realistische Effekte wie Rauch, Feuer, Fell, Wasser und mehr.websiteplanet
Real Snow Smart Action/ Rain Smart Action: Für realistische Schnee- oder Regeneffekte auf Knopfdruck geeignet – besonders beliebt zur Winter- oder Wetterinszenierung.websiteplanet
Double Exposure und Comic Oil Paint: Für künstlerische Doppelbelichtungen und schnelle Gemälde-Looks.websiteplanet
Generate Similar: Generiert per KI automatisch mehrere Varianten deines Motivs für schnellen Bildvergleich und kreative Auswahl.ifun
Workflow & Kollaboration
Projects: Gemeinsame Assetverwaltung und Freigabe für Teams mit direkter Cloud-Anbindung.cgchannel+1
Export zu Cloud bzw. Firefly: Assets und Zwischenschritte lassen sich direkt in die Adobe-Cloud exportieren und vom Firefly-Modell weiterverarbeiten.dkamera
Diese Entwicklungen und Releases bieten Bildbearbeitern im November viele neue Möglichkeiten, Feedback und Automation in die eigene Arbeitsweise zu bringen.cgchannel+4