Peter »Brownz« Braunschmid: Fotodesign, Photoshop-Kunst, Pop Art und KI aus Österreich. Homebase: BrownzArt.com, Workshops, Video-Trainings und Coaching.
Boris FX Optics 2026.5 erweitert das Effekt- und Retuschepaket vor allem bei KI-Maskierung, Farbsteuerung und kreativen Fotoeffekten. Die aktuelle Version bringt überarbeitete Machine-Learning-Funktionen, neue Filter und zusätzliche Möglichkeiten für Fotografen und Photoshop-Anwender.
Was ist neu in Boris FX Optics 2026.5?
Eine der wichtigsten Änderungen betrifft Face ML. Die automatische Gesichtserkennung kann nun zusätzliche Bereiche wie Nase und Hals präziser segmentieren. Das erleichtert lokale Korrekturen, ohne Masken jedes Mal komplett von Hand aufbauen zu müssen.
Neu ist außerdem der Color Mixer. Damit lassen sich einzelne Farbbereiche gezielter verändern und miteinander abstimmen. Boris FX liefert dafür 16 Presets als Ausgangspunkt mit.
Auch bei den kreativen Effekten wurde nachgelegt. S_FilmBurn simuliert analoge Filmverbrennungen und Lichtlecks, während S_Grunge strukturierte, bewusst unperfekte Oberflächen erzeugt. Particle Illusion wurde ebenfalls erweitert und bietet mehr Möglichkeiten für Partikel, Licht- und Atmosphäreneffekte.
Zusätzlich sind neue Borders hinzugekommen. Auch das auf Machine Learning basierende UpRes ML wurde in Version 2026.5 überarbeitet.
Optics 2026.5 enthält aktuell 187 Filter, darunter 89 Sapphire-Effekte. Das Spektrum reicht von Licht- und Lens-Effekten über Filmlooks bis zu Retusche, Farbe, Maskierung und Compositing.
Optics lässt sich unter anderem mit Photoshop nutzen. Auch Workflows mit Capture One, Affinity Photo, Apple Photos und Lightroom Classic werden unterstützt.
Wer mehrere Photoshop-Erweiterungen miteinander vergleichen möchte, findet dazu auf brownz.art auch meinen Überblick:
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde redaktionell mit Unterstützung von KI recherchiert und formuliert. Fakten, Produktangaben und technische Informationen wurden anhand der verfügbaren Herstellerinformationen überprüft.
Die wichtigsten Neuerungen von Imagenomic Portraiture 5 sind KI-gestützte Masken für Haut, Haare und Augen, eine stärker bildabhängig arbeitende Hautglättung, Uniformity für konsistentere Resultate sowie Fill Light für Schattenpartien. Der Fortschritt liegt damit vor allem in weniger manueller Vorarbeit und besser kontrollierbaren Automatiken – nicht in einem völlig neuen Retuscheprinzip.
KI-Masken und gezieltere Hautglättung
Portraiture 5 analysiert das Foto und bietet laut Imagenomic KI-Masken für Haare, Augen und Skin Smoothing. Dadurch lassen sich Bereiche, die bei einer Hautretusche nicht einfach mitgeglättet werden sollen, schneller trennen. Auch das Skin Smoothing wird bildabhängig angewendet: Die Software soll dort stärker eingreifen, wo Glättung benötigt wird. Für die Praxis heißt das trotzdem: Ergebnis bei 100 Prozent kontrollieren. Automatische Hautretusche kann Zeit sparen, ersetzt aber keine Beurteilung von Poren, Übergängen und feinen Details.
Uniformity und Fill Light
Uniformity beschreibt Imagenomic als Funktion für konsistente Ergebnisse innerhalb eines Bildes und über Bildserien hinweg. Das ist besonders bei größeren Portrait-, Beauty- oder Hochzeitsserien interessant. Es sollte jedoch nicht mit einem vollständigen Color-Matching-System verwechselt werden. Fill Light hellt dagegen Schattenbereiche auf, ohne die Gesamtbelichtung des Bildes anzuheben. Gerade bei Gesichtern kann das helfen, dunkle Partien schneller lesbar zu machen.
Kompatibilität und aktueller Stand
Stand September 2026 führt Imagenomic Portraiture 5 für Photoshop, Lightroom Classic und Affinity. Als aktuelle Systembasis nennt der Hersteller Windows 11 beziehungsweise macOS 15 oder neuer. Auf der Downloadseite wird für Photoshop Build 4501 geführt; für Lightroom Classic erscheint je nach Plattform Build 4501 beziehungsweise 4501u1.
Fazit
Portraiture 5 ist vor allem eine Weiterentwicklung des bekannten Workflows: bessere automatische Maskierung, gezielteres Skin Smoothing, konsistentere Verarbeitung und ein zusätzliches Werkzeug für Schattenpartien. Wer Portraiture als Assistenten und nicht als Ein-Klick-Endergebnis verwendet, bekommt damit einen schnelleren, aber weiterhin kontrollierbaren Baustein für die Portraitretusche.
Transparenzhinweis: Dieser Fachartikel wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und redaktionell ausgearbeitet. Technische Angaben und Versionsinformationen wurden am 7. September 2026 anhand der offiziellen Produkt- und Downloadinformationen von Imagenomic geprüft. Die redaktionelle Einordnung wurde für BROWNZ.art formuliert.
Photoshop für Faule: Graucomposing & Quick Composing mit Overlay (Ineinanderkopieren) – schnell, kontrollierbar und auf Wunsch komplett ohne generative KI
Ein einsteigerfreundlicher BROWNZart Workshop · Stand: 7. August 2026
Die Idee ist simpel: Schon beim Fotografieren so arbeiten, dass Photoshop später nicht kämpfen muss. Neutraler grauer Hintergrund, plastisches Licht, ein brauchbarer Kontrast – und dann mit Füllmethoden, Masken und Looks in wenigen Minuten aus einem Studiobild eine völlig andere Welt bauen.
Warum „Photoshop für Faule“ immer noch funktioniert
„Für Faule“ heißt hier nicht schlampig. Es heißt: keine Arbeit machen, die man sich schon beim Fotografieren ersparen kann. Die Technik setzt nicht auf magische Ein-Klick-KI, sondern auf ein ziemlich klassisches Photoshop-Prinzip: Grautöne, Füllmethoden, Ebenen, Masken und ein Lichtsetup, das die Figur schon in der Aufnahme sauber modelliert.
Das ist kein neu erfundener Blog-Gag: Im BROWNZ-Archiv ist 2022 bereits „Basic – Lichtsetting + Photoshop für Faule“ dokumentiert. In BROWNZ REMASTERED 2026 taucht die Methode als „Graucomposing – Photoshop für Faule, 2026 Edition“ wieder auf. DOCMA beschreibt bei einem BROWNZ-Workflow den Hintergrundtausch durch „Überlagerungstechniken“ und stellt dazu unter anderem Presets und Aktionen bereit.
Adobe Photoshop mit Ebenen, Ebenenmasken und Füllmethoden.
Ein Foto vor möglichst gleichmäßigem neutralgrauem Hintergrund.
Einen neuen Hintergrund oder eine Textur, die du ins Bild bauen willst.
Optional: Camera-Raw-Presets, LUTs, PSD-Looks oder eigene Einstellungsebenen.
Optional: Retouch4me Color Match für schnelles Referenz-Color-Grading – Achtung: Das ist KI-basiert und damit nicht Teil der komplett AI-freien Variante.
Mini-Glossar für Einsteiger
Ebene: eine Bildschicht im Photoshop-Stapel.
Füllmethode: bestimmt, wie eine Ebene mit der darunterliegenden Ebene verrechnet wird.
Deckkraft: bestimmt, wie stark eine Ebene sichtbar ist.
Ebenenmaske: blendet Teile einer Ebene aus oder ein, ohne Pixel zu löschen. Schwarz versteckt, Weiß zeigt wieder.
Smartobjekt: hält Transformationen und viele Filter später leichter korrigierbar.
1. Das Grundprinzip: Warum Grau so praktisch ist
Photoshop hat eine Gruppe von Füllmethoden, die den Kontrast verändern. Dazu gehören „Ineinanderkopieren“ (englisch: Overlay), „Weiches Licht“ und „Hartes Licht“. Adobe beschreibt diese Kontrastgruppe so: Bereiche dunkler als 50 % Grau werden abgedunkelt, Bereiche heller als 50 % Grau aufgehellt. Ein gleichmäßiges mittleres Grau ist deshalb ein sehr brauchbarer Startpunkt für diese Technik.
Wichtig: Grau verschwindet nicht automatisch perfekt. Je gleichmäßiger und neutraler der Hintergrund fotografiert ist, desto kontrollierter funktioniert die Verrechnung. Falten, Hotspots, harte Schatten und Farbstiche machen die Sache unnötig mühsam.
Merksatz: Das Grau ist nicht das Kunstwerk. Das Grau ist die Rampe, über die du später schneller ins Kunstwerk kommst.
Ineinanderkopieren (Overlay) oder Weiches Licht?
Ineinanderkopieren / Overlay: kräftiger und kontrastreicher. Gut für Dark Art, grafische Looks, Texturen und härtere Bildwelten.
Weiches Licht / Soft Light: sanfter und leichter zu kontrollieren. Oft angenehmer für Beauty, Haut und ruhigere Composings.
Hartes Licht / Hard Light: deutlich aggressiver. Für Einsteiger eher sparsam einsetzen.
Wenn Ineinanderkopieren/Overlay zu stark wird, ist „Weiches Licht“ der schnellste Gegencheck. Adobe zeigt in einem eigenen Compositing-Lernbeispiel ebenfalls: Wenn Overlay zu kräftig wirkt, Soft Light probieren und die Deckkraft reduzieren.
2. Das Shooting: Der Photoshop-Workflow beginnt vor Photoshop
Der schnellste Composing-Trick hilft nichts, wenn das Ausgangsfoto gegen dich arbeitet. Beim Shooting zählt deshalb vor allem: gutes Rohmaterial für die Montage.
Der Hintergrund: Thunder Grey oder ein ähnliches neutrales Grau
Wir haben dafür gerne einen neutralen grauen Papierhintergrund verwendet – zum Beispiel „Thunder Grey/Thunder Gray“. Diese Bezeichnung gibt es tatsächlich bei mehreren Fotohintergrund-Systemen; im deutschsprachigen Raum ist etwa BD Thunder Gray erhältlich. Entscheidend ist aber nicht die Marke. Entscheidend ist: neutral, möglichst reflexionsarm, gleichmäßig und ohne wilde Farbverschiebung.
Papier oder sauberer Stoff funktioniert. Papier ist meist unkomplizierter, weil keine Falten herumturnen.
Das Model nicht direkt an den Hintergrund kleben. Wenn Platz da ist, lieber etwas Abstand lassen. Das reduziert harte Schlagschatten und verhindert, dass jede Lichtquelle den Hintergrund mitverunstaltet.
Den Hintergrund nicht unnötig separat „schönleuchten“. Für diese Technik willst du vor allem ein ruhiges, brauchbares Grau.
Achte auf Farbstiche durch Wände, Böden, Kleidung oder Mischlicht. Ein grünliches oder magentafarbenes Grau ist später kein Geschenk.
Das Hauptlicht: Beauty Dish von oben – aber nicht mit dem Vorschlaghammer
Ein Beauty Dish ist für diesen Workflow stark, weil er weich genug für Menschen sein kann, aber trotzdem Kontur und etwas Biss liefert. Profoto beschreibt den klassischen Softlight Reflector/Beauty Dish als weiches, gleichzeitig akzentuiertes Licht für Portrait und Fashion. Genau diese Mischung brauchen wir: nicht flach, nicht tot, sondern plastisch.
Beauty Dish leicht oberhalb der Augenlinie beziehungsweise oberhalb/vorne positionieren.
Nicht stumpf frontal aufs Model ballern. Das Licht ruhig leicht „feathern“: Der kräftigste Teil des Lichtkegels darf etwas am Model vorbeigehen. Dadurch wird das Licht kontrollierter und der Körper bekommt mehr Form.
Achte besonders auf Stirn, Nase, Brustkorb, Schultern und Oberschenkel. Wenn dort alles gleich hell ist, hast du später weniger Material zum Formen.
Für Akt, Dessous und Ganzkörper gilt: Die Lichtführung darf ruhig skulptural sein. Wir bauen Volumen, keine Passfoto-Beleuchtung.
Alternative: Striplights von der Seite
Zwei Strip-Softboxen seitlich oder leicht hinter dem Model sind eine sehr brauchbare Alternative. Elinchrom führt dafür mehrere schmale Rotalux-Strip-Formate. In der Praxis lassen sich solche schmalen Lichtformer gut als kontrolliertes Seiten- oder Kantenlicht einsetzen. Für diesen Workflow ist das hilfreich: Schulter, Taille, Arm und Bein bekommen klarere Lichtkanten und lassen sich optisch leichter in einen neuen Hintergrund integrieren.
Links und rechts leicht hinter die Körperachse stellen, wenn du mehr Rim-/Kantenlicht willst.
Nicht beide Strips exakt gleich stark machen müssen. Eine Seite darf ruhig etwas dominanter sein.
Als Startpunkt kann das Kantenlicht etwas schwächer als das Hauptlicht sein. Danach nach Bild entscheiden – nicht nach Tabellenreligion.
Kamera: Kein Voodoo nötig
RAW fotografieren, wenn möglich. Niedrige ISO, saubere Belichtung, sinnvoller Weißabgleich und genug Schärfentiefe für das Motiv. Die exakten Werte hängen von Kamera, Blitzleistung und gewünschtem Look ab. Der Punkt ist nicht ISO 100 um jeden Preis, sondern ein technisch sauberes Ausgangsbild ohne ausgefressene Haut und ohne zugelaufene wichtige Schatten.
3. Der Basis-Workflow in Photoshop
Jetzt kommt der „für Faule“-Teil: zuerst schnell bauen, dann nur dort perfektionieren, wo man es wirklich sieht.
4. Die stabile Einsteiger-Version: „Overlay (Ineinanderkopieren) + Normal“
Wenn du nur eine Sache aus diesem Workshop mitnimmst, dann diese Kombination. Sie ist schnell, logisch und lässt sich jederzeit korrigieren:
Unten: neuer Hintergrund.
Darüber: Model vor Grau auf „Ineinanderkopieren“ (Overlay) oder „Weiches Licht“.
Ganz oben: Kopie des Models auf „Normal“ mit schwarzer Ebenenmaske. Die schwarze Maske versteckt diese Kopie zunächst.
Mit einem weißen, weichen Pinsel auf der Maske nur Gesicht, wichtige Hautpartien, Augen, Lippen, Kleidung oder kritische Details zurückholen.
Optional darüber: gemeinsamer Farblook für ALLES. Genau der gemeinsame Look klebt die Bildwelt optisch zusammen.
Der Vorteil: Du musst nicht sofort perfekt freistellen. Du verwendest die schnelle Füllmethode für die grobe Fusion und holst nur die Teile sauber zurück, die wirklich nach Originalfarbe aussehen sollen. Das ist kontrolliertes Quick-and-Dirty – nicht Photoshop-Anarchie.
5. Looks: Der schnellste Weg von „okay“ zu „fertig“
Bei solchen Composings ist ein gemeinsamer Look oft wichtiger als die hundertste Maskenkorrektur. Wenn Vorder- und Hintergrund dieselbe Farbwelt bekommen, wirkt das Bild schneller wie aus einem Guss.
Variante A: PSD-Looks
PSD-Looks beziehungsweise „PSD Colorings“ sind nichts anderes als fertige Ebenenstapel mit Einstellungsebenen, LUTs, Gradationskurven, Farbbalance, Verlaufsumsetzungen und ähnlichem Zeug. Auf DeviantArt gibt es davon sehr viele – von brauchbar bis völlig entgleist.
PSD öffnen.
Look-Gruppe in dein Bild ziehen.
Ein-/Ausblenden und Varianten testen.
Deckkraft der Gruppe reduzieren.
Wenn Haut kippt: einzelne Ebenen maskieren oder problematische Farbkorrektur abschwächen.
Wichtig: Bei DeviantArt immer die Lizenz des jeweiligen Erstellers lesen. „Free Download“ bedeutet nicht automatisch „freie kommerzielle Nutzung“. Viele Creator verlangen Credit oder eine eigene Freigabe für kommerzielle Arbeiten.
Variante B: Camera Raw Presets
Camera-Raw-Presets sind praktisch, wenn du viele Looks schnell testen willst. Adobe beschreibt Presets als gespeicherte Korrektureinstellungen für Belichtung, Kontrast, Farbkorrektur, Schärfung und mehr; sie verändern die ursprünglichen RAW-Bilddaten nicht. Für eine bewusst AI-freie Variante bleibst du bei klassischen beziehungsweise eigenen Presets und normalen Reglern. Adobe führt daneben auch „Adaptive“ Presets mit intelligenten Korrekturen – die brauchen wir hier nicht.
Tipp: Wenn du den Camera-Raw-Filter in Photoshop auf ein Smartobjekt anwendest, bleibt der Look später korrigierbar. Nicht alles flach in eine Ebene braten, nur weil es schnell gehen soll.
Variante C: LUTs / Color Lookup
Photoshop kann LUTs über eine „Color Lookup“-Einstellungsebene anwenden. Das ist schnell und nicht-destruktiv; die Stärke lässt sich über die Deckkraft der Ebene dosieren. Für einen einheitlichen Film-, Fashion- oder Dark-Art-Look reichen oft schon niedrige bis mittlere Werte – nach Auge, nicht nach Rezept.
Variante D: Retouch4me Color Match
Das vermutlich gemeinte Retouch4me-„Color Look Ding“ heißt Retouch4me Color Match. Die Vollversion gleicht die Farbstimmung an ein Referenzbild an, bietet Zugriff auf LUT Cloud und kann eigene LUTs erzeugen. Color Match Free ist dagegen ein kostenloser LUT-Manager zum Anwenden und Durchprobieren von LUTs.
Faktencheck wichtig: Die Vollversion Color Match ist laut Retouch4me ein neuralnetzwerk-basiertes Tool. Color Match Free führt Retouch4me dagegen unter den kostenlosen Tools ohne KI. Der eigentliche „Photoshop für Faule“-Graucomposing-Workflow braucht ohnehin keine KI.
6. Komplett AI-frei – und warum das kreativ ziemlich angenehm ist
Wenn du bei Ebenen, Füllmethoden, Masken, klassischen Camera-Raw-Reglern, nicht-adaptiven Presets, LUTs und manueller Retusche bleibst, kann der Kern dieses Workflows ohne generative KI umgesetzt werden. Das heißt: keine Prompts, keine Generierungswartezeiten und keine Moderation eines Bildgenerators mitten im Composing.
Das ist gerade bei künstlerischem Akt, Dessous, Body Art, Dark Art oder sehr freakigen Fantasie-Composings angenehm. Du bearbeitest dein eigenes oder sauber lizenziertes Material lokal mit klassischen Bildbearbeitungswerkzeugen. Natürlich bleiben die normalen Regeln bestehen: Einwilligung, Volljährigkeit, Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte, Model Release und die Gesetze des Landes verschwinden nicht nur deshalb, weil keine KI beteiligt ist.
Und noch einmal zur Klarheit: Photoshop enthält heute auch generative KI-Funktionen. Du musst sie für diese Methode aber nicht verwenden. „AI-frei“ meint hier den beschriebenen klassischen Workflow – nicht, dass die Software Photoshop insgesamt keine KI-Funktionen hätte.
7. Drei schnelle Rezepte
Rezept 1: Clean Beauty / Fashion
Neutralgrau fotografieren, Beauty Dish leicht von oben/vorne.
Neuen Hintergrund darunter, Model auf Soft Light testen.
Gesicht und Haut über Normal-Kopie zurückholen.
Gemeinsame Gradationskurve für etwas mehr Tiefe.
Sanfte LUT oder Camera-Raw-Farbkorrektur zum Schluss.
Ziel: nicht spektakulär um jeden Preis, sondern sauber, hochwertig und schnell.
Rezept 2: Dark Art / Akt / Fine Art
Striplights seitlich oder leicht von hinten für klare Körperkanten.
Texturen zusätzlich mit „Ineinanderkopieren“/„Weiches Licht“ darüberlegen und dosieren.
Mit Kurven und lokalem Dodge & Burn Körpervolumen führen.
Am Ende Farbe reduzieren oder gezielt auf zwei bis drei dominante Farbbereiche begrenzen.
Ziel: plastisch, schmutzig, malerisch – aber die Lichtlogik muss stimmen.
Rezept 3: Freaky Shit
Ungewöhnlichen Hintergrund nehmen, der eigentlich „zu viel“ ist.
Ineinanderkopieren, Hartes Licht und Weiches Licht gegeneinander testen.
Mehrere Texturen stapeln, aber jede einzeln dosieren.
Mit Verlaufsumsetzung oder Color Lookup eine gemeinsame Farbwelt erzwingen.
Gezielt Teile des Originals zurückholen, damit das Bild irgendwo noch einen realen Anker hat.
Ziel: kontrolliertes Chaos. Wenn alles schreit, hört man nichts. Eine Hauptidee muss die lauteste bleiben.
8. Die häufigsten Fehler – und warum es dann billig aussieht
9. Der 10-Minuten-Workflow
RAW öffnen und sauber entwickeln.
Neuen Hintergrund ins Photoshop-Dokument ziehen.
Model-vor-Grau darüberlegen.
Ineinanderkopieren/Overlay testen.
Weiches Licht dagegen testen.
Deckkraft einstellen.
Normal-Kopie mit schwarzer Maske anlegen.
Gesicht, Haut und wichtige Details kontrolliert zurückholen.
Licht mit einer Kurve oder etwas Dodge & Burn angleichen.
Einen gemeinsamen Look auf das ganze Bild legen – fertig. Danach nur noch dort nacharbeiten, wo wirklich etwas stört.
Das ist der Kern von Photoshop für Faule: Erst ein starkes Bild bauen. Danach entscheiden, ob es überhaupt noch mehr Arbeit braucht. Nicht umgekehrt.
10. Was davon 2026 wirklich noch Sinn macht
Sehr viel. Gerade weil heute viele Workflows sofort Richtung Generative Fill oder Bildgenerator gehen, ist ein klassischer Graucomposing-Workflow wieder angenehm direkt: nachvollziehbar, reproduzierbar und lokal kontrollierbar.
Die Technik ersetzt keine perfekte High-End-Freistellung, wenn genau diese verlangt ist. Sie ist ein kreativer Schnellweg für Composings, Fine Art, Dark Art, Fashion, Akt, Portrait und Artwork – überall dort, wo der Gesamteindruck wichtiger ist als klinische Pixelchirurgie.
Und wenn du irgendwann merkst, dass das Bild stark ist: aufhören. Das ist wahrscheinlich der schwierigste Photoshop-Trick von allen.
Geprüfte Links & weiterführende Quellen
Alle Links wurden für diese Finalfassung am 7. August 2026 erneut über offizielle Seiten oder die öffentliche Websuche geprüft. Die beiden direkten BROWNZart-YouTube-Videos sind eindeutig indexiert; es werden keine geratenen Watch-Links verwendet.
YouTube – Das Schnellcomposing: Photoshop für Faule – Link öffnen – Direktes BROWNZart-Video zum schnellen Composing.
YouTube – Photoshop für Faule: Malerischer Look mit Details – Link öffnen – Direktes BROWNZart-Video zum schnellen malerischen Look.
BROWNZart YouTube – Videos – Link öffnen – Öffentlicher BROWNZart-Kanal mit Photoshop- und DigiArt-Videos.
BROWNZ 01/2022 – Link öffnen – Belegt „Basic – Lichtsetting + Photoshop für Faule“.
BROWNZ REMASTERED 2026 – Link öffnen – Enthält „Graucomposing – Photoshop für Faule, 2026 Edition“.
DOCMA – Brownz’ Workflow: Vorgaben und Videotutorials – Link öffnen – Beschreibt Hintergrundtausch mit Überlagerungstechniken sowie Presets und Aktionen im Download-Paket.
Adobe – Füllmethodenbeschreibungen – Link öffnen – Deutsche Adobe-Hilfe zu Ineinanderkopieren, Weichem Licht, Hartem Licht und der 50-%-Grau-Kontrastgruppe.
Adobe Learn – Composite mit Füllmethoden – Link öffnen – Adobe-Lernbeispiel zu Overlay/Soft Light und Deckkraft.
Camera Raw Presets – Adobe – Link öffnen – Aktuelle Adobe-Hilfe zu ACR-Presets, Nicht-Destruktivität und adaptiven Presets.
Color Lookup als Einstellungsebene – Adobe – Link öffnen – Offizielle Photoshop-Hilfe zu Color Lookup.
Retouch4me – Color Match – Link öffnen – Referenzbasiertes Color-Grading, LUT Cloud und eigene LUTs.
Retouch4me – Color Match Free – Link öffnen – Kostenloser LUT-Manager und LUT Cloud.
Kostenlose Tools ohne KI – Retouch4me – Link öffnen – Herstellerseite ordnet Color Match Free den kostenlosen Tools ohne KI zu.
Glossar – Retouch4me – Link öffnen – Hersteller erklärt Color Match als neuralnetzwerk-basiert und Color Match Free als LUT-Manager.
DeviantArt – aktuelles PSD-Coloring-Beispiel – Link öffnen – Konkretes PSD-Coloring-Beispiel; Lizenzbedingungen immer beim jeweiligen Creator lesen.
BD Thunder Gray – Vienna Camera – Link öffnen – Aktuell gelisteter reflexionsarmer Papierhintergrund in Thunder Gray.
Profoto – Softlight Reflector / Beauty Dish – Link öffnen – Offizielle Herstellerseite zum Beauty-Dish-Lichtformer.
Elinchrom – Rotalux Softboxes / Strip-Formate – Link öffnen – Offizielle Übersicht mit mehreren Rotalux-Strip-Formaten.
EU-Kommission – Artikel-50-Transparenzleitlinien – Link öffnen – Bestätigt den Anwendungsbeginn der Transparenzpflichten am 2. August 2026.
EUR-Lex – Verordnung (EU) 2024/1689 – Link öffnen – Offizieller deutscher Verordnungstext des EU AI Act.
Faktencheck – was im Beitrag bewusst getrennt wurde
Belegt: „Photoshop für Faule“ ist im BROWNZ-Archiv 2022 dokumentiert; BROWNZ REMASTERED 2026 enthält eine „Graucomposing“-2026-Edition.
Extern belegt: DOCMA beschreibt bei Peter Braunschmid einen Hintergrundtausch mit Überlagerungstechniken und nennt Camera-Raw/Lightroom-Presets sowie eine ATN-Datei mit Aktionen im Download-Paket.
Adobe-belegt: „Ineinanderkopieren“, „Weiches Licht“ und „Hartes Licht“ gehören zur Kontrastgruppe; Adobe beschreibt dabei 50 % Grau als zentralen Umschlagpunkt zwischen Abdunkeln und Aufhellen.
Herstellerbelegt: Retouch4me beschreibt Color Match als neuralnetzwerk-basiertes Referenz-Color-Grading. Color Match Free wird dagegen als LUT-Manager und auf der Free-Products-Seite als Tool ohne KI geführt.
Praxisempfehlungen wie Lichtabstände, Leistungsrelationen und die Kombination „Overlay + Normal-Kopie“ sind Workflow-Empfehlungen, keine festen Naturgesetze. Motiv, Licht und gewünschter Look entscheiden.
Transparenzhinweis
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert, strukturiert und sprachlich ausgearbeitet und anschließend redaktionell geprüft. Der beschriebene Graucomposing-/Overlay-Kernworkflow selbst kann mit klassischen Photoshop-Funktionen ohne generative KI umgesetzt werden. Die Transparenzpflichten nach Artikel 50 des EU AI Act gelten seit 2. August 2026; ob im Einzelfall eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht greift, hängt vom konkreten KI-Einsatz ab. Die KI-Unterstützung bei diesem Text wird hier zusätzlich freiwillig transparent gemacht.
Schließlich Der verständliche Einsteiger-Guide mit geprüften, direkt anklickbaren Links
Zum Beispiel Außerdem Ein redaktioneller Überblick für Fotograf:innen, Photoshop-Einsteiger und neugierige Bildbastler.
Daher GEPRÜFT AM 31. JULI 2026 Alle im Dokument genannten ON1- und Adobe-Zielseiten waren beim Linkcheck erreichbar. Inzwischen Die eigentlichen Gratisdateien wurden nicht automatisiert heruntergeladen, weil ON1 dafür je nach Bereich ein E-Mail-Formular oder ein kostenloses Benutzerkonto verlangt. Außerdem Das wird im Beitrag transparent gekennzeichnet.
Deshalb Unabhängiger Beitrag. Allerdings Keine bezahlte Kooperation mit ON1 oder Adobe.
Inhalt
1. Zudem Kostenlose ON1-Presets und weitere Werkzeuge
2. Daher Allerdings Preset, LUT, Pinsel oder Textur – was ist was?
3. Die 107 Camera-Raw-Presets
4. Dennoch Kostenlose Lightroom-Preset-Pakete
5. Gleichzeitig Kostenlose LUTs für Farblooks
6. Danach Photoshop-Pinsel im ABR-Format
7. Texturen und Overlays
8. Die ON1 Creative Library
Zunächst Deshalb 9. Schließlich Zudem Kostenlose ON1-Presets: Der Einstieg ohne Chaos
10. Zum Beispiel Häufige Fehler und ehrliche Grenzen
11. Vollständiger Linkcheck
12. SEO-Block für WordPress
Dennoch Der kurze Weg zur Startseite Der zentrale Einstieg ist die ON1-Seite für kostenlose Camera-Raw-Presets. Inzwischen Von dort führen die Navigation und weitere Landingpages zu Lightroom-Presets, LUTs, Pinseln und Texturen.
Allerdings ON1 ist vor allem für Photo RAW, Effects und Resize AI bekannt. Zudem Daher Daneben betreibt der Hersteller mehrere Gratisbereiche mit fertigen Looks und Gestaltungselementen. Daher Dennoch Danach Das Angebot ist größer, als die erste Seite vermuten lässt: Es reicht von klassischen Camera-Raw- und Lightroom-Presets über LUTs bis zu Photoshop-Pinseln, Texturen und Overlays.
Dennoch Allerdings Für Einsteiger ist das grundsätzlich eine feine Spielwiese. Gleichzeitig Gleichzeitig Man kann verschiedene Bildsprachen testen, ohne sofort Geld für große Preset-Bundles auszugeben. Danach Danach Zunächst Der Haken: Die Gratisinhalte liegen nicht alle in einer einzigen, logisch sortierten Bibliothek. Zunächst Zunächst Ein Teil wird über einzelne Landingpages und E-Mail-Formulare verteilt, ein anderer Teil steckt in der Creative Library und verlangt ein kostenloses ON1-Konto.
Gleichzeitig Wichtig vor dem Download „Kostenlos“ bedeutet hier nicht automatisch „ohne Anmeldung“. Schließlich Bei vielen Paketen fragt ON1 E-Mail-Adresse, Land und eine Einwilligung ab. Zum Beispiel In der Creative Library ist eine Anmeldung erforderlich. Inzwischen Lies außerdem die aktuellen Nutzungsbedingungen, bevor du Assets in Kundenarbeiten, Verkaufsprodukten oder kommerziellen Composings einsetzt.
2. Außerdem Preset, LUT, Pinsel oder Textur – was ist was?
Deshalb Die Begriffe werden im Netz gern in einen Topf geworfen. Allerdings Schließlich Technisch sind es aber unterschiedliche Werkzeuge. Zudem Zum Beispiel Schließlich Wer das versteht, spart sich später viel Frust.
Werkzeug
Was es macht
Typische Programme
Gut für
Preset
Daher Danach Speichert konkrete Reglerwerte und teils Masken.
Dennoch Zunächst Camera Raw, Lightroom, ON1 Photo RAW
Gleichzeitig Schnelle Grundlooks und Serienbearbeitung
LUT
Danach Schließlich Übersetzt Farben und Tonwerte nach einer festen Zuordnung.
Zunächst Zum Beispiel Photoshop, Video-Apps, ON1; in Lightroom je nach Verpackung
Schließlich Inzwischen Cinematic Looks und konsistente Farbwelten
Pinsel
Zum Beispiel Außerdem Eine Malspitze mit Form, Struktur und Dynamik.
Photoshop, ON1 Photo RAW
Inzwischen Deshalb Wolken, Sterne, Frost, Masken und Composings
Textur / Overlay
Außerdem Allerdings Eine Bilddatei, die als Ebene über oder unter das Foto gelegt wird.
Deshalb Zudem Photoshop, GIMP und andere Ebenenprogramme
Allerdings Daher Papier, Filmstaub, Light Leaks, Metall und Atmosphäre
Dennoch Faustregel Ein Preset ist ein Startpunkt, kein fertiges Bild. Zudem Eine LUT ist ein Farbgerüst, kein Belichtungsretter. Daher Ein Pinsel malt, eine Textur liegt als Ebene im Bild. Dennoch Wer alles auf 100 Prozent draufknallt, produziert keinen Stil – sondern digitalen Kartoffelsalat.
3. Gleichzeitig Die 107 kostenlosen Camera-Raw-Presets
Danach Zudem Die von dir verlinkte Startseite bewirbt ein Paket mit 107 kostenlosen Camera-Raw-Presets für Photoshop CS6 beziehungsweise Creative Cloud. Zunächst Inzwischen ON1 nennt unter anderem Cross-Process-Looks, Glow-Effekte, Tinting, Toner und Vignetten. Schließlich Außerdem Zum Beispiel Das ist ein breiter Werkzeugkasten für erste Experimente, von subtil bis ziemlich dramatisch.
Zum Beispiel Installation in aktuellen Camera-Raw-Versionen
1. Paket herunterladen: Das ON1-Formular ausfüllen und die ZIP-Datei auf dem Rechner speichern. Inzwischen ZIP zunächst nicht unnötig zerlegen, denn aktuelle Adobe-Dialoge können Preset- und Profilpakete direkt als ZIP importieren.
2. Camera Raw öffnen: In Photoshop ein RAW-Bild öffnen oder Camera Raw über einen passenden Workflow aufrufen.
3. Import starten: Im Vorgaben-Bedienfeld mit der rechten Maustaste klicken und „Profile und Vorgaben importieren“ wählen. Außerdem Alternativ im Profil-Browser denselben Befehl verwenden.
4. Paket auswählen: Die heruntergeladene ZIP-Datei öffnen. Deshalb Danach sollten die Presets in der Vorgabenliste auftauchen.
5. Bildweise prüfen: Belichtung, Weißabgleich, Hauttöne und Kontrast nach dem Preset kontrollieren. Allerdings Ein guter Look darf das Bild verstärken, aber nicht auffressen.
Gleichzeitig Kompatibilitäts-Hinweis ON1 nennt auf der Landingpage noch Photoshop CS6 und Creative Cloud. Für einen heutigen Workflow ist eine aktuelle Camera-Raw-Version trotzdem die vernünftigere Wahl. Alte Presets können grundsätzlich funktionieren, einzelne Parameter oder Darstellungen können sich aber zwischen Programmversionen unterscheiden.
4. Kostenlose Lightroom-Preset-Pakete
Der Lightroom-Bereich ist kein einzelner Download, sondern eine Sammlung verschiedener Pakete. Deshalb ON1 nennt sowohl klassische Looks als auch neuere adaptive Presets, die mit KI-basierten Masken arbeiten. Allerdings Inzwischen Gerade dort ist eine aktuelle Lightroom-Version wichtig: Alte Lightroom-Versionen können moderne Masken schlicht nicht verstehen.
1. All Seasons Adaptive Presets: 40 saisonale Presets, die laut ON1 KI-Masken verwenden. Spannend für Landschaft und Natur, aber nur sinnvoll mit einer Lightroom-Version, die adaptive Presets und die benötigten Masken unterstützt.
2. Shotkit Allrounder: Ein universelleres Paket für Lightroom Classic und Mobile. Gute Wahl, wenn du noch keine klare Stilrichtung suchst, sondern mehrere Alltagssituationen testen willst.
3. Film Landscape: 20 filmisch gedachte Landschafts- und Reiselooks, darunter Sky-Enhancer-, Light-Leak- und Film-Roll-Anmutungen. Eher Charakter als sterile Perfektion.
4. Landscape Vibrations: 30 Presets plus 16 lokale Korrekturpinsel laut ON1. Ein umfangreicher Einstieg für kräftige Landschaftsbearbeitungen.
5. Grain & Film: Für analoge Körnung und Filmstimmung. Funktioniert am besten, wenn Belichtung und Farbe bereits sauber sind.
6. Spotlight: Ein Paket von Matt Kloskowski, das mit radialen Effekten die Blickführung unterstützt. Praktisch für Portraits, Details und ruhige Motive.
Danach Faktencheck bei den Mengenangaben Bei den beiden „Signature Collection“-Paketen nennt ON1 auf unterschiedlichen Seiten abweichende Stückzahlen. Deshalb führe ich die Pakete hier auf, behandle die jeweilige aktuelle Downloadseite aber als maßgeblich. Die Zahl auf einer Übersichtsseite ist kein Naturgesetz.
Installation in Lightroom
Daher In Lightroom Desktop lautet der offizielle Adobe-Weg: Datei > Profile und Vorgaben importieren. Zudem In Lightroom Classic findest du den Import im Entwickeln-Modul über das Vorgaben-Bedienfeld. Daher Außerdem Die Dateien können je nach Paket als ZIP, XMP oder als Lightroom-kompatible Preset-/Profilstruktur vorliegen.
LUT steht für „Look-Up Table“. Dennoch Vereinfacht gesagt legt eine LUT fest, wie vorhandene Farb- und Helligkeitswerte in neue Werte übersetzt werden. Gleichzeitig Deshalb Sie ist deshalb stark für konsistente Farbwelten, aber schwach darin, ein falsch belichtetes Bild zu retten. Danach Erst das Foto sauber machen, dann den Look setzen – nicht umgekehrt.
Zunächst Color Boost – kräftigere, klarere Farben für Bilder, denen es an Punch fehlt.
Schließlich Nature & Wildlife – Looks für Natur, Tiere und Outdoor-Motive.
Zum Beispiel Black & White – monochrome Umsetzungen mit unterschiedlichen Kontrastcharakteren.
Inzwischen Cinematic – filmischere Farbtrennung und dramatischere Stimmung.
Außerdem Landscape – Farblooks für Landschaften und Reisebilder.
Deshalb Lifestyle & Commercial – sauberere, modernere Looks für People, Produkte und Social Content.
Allerdings Moody – dunklere, atmosphärische Farbwelten.
Zudem Portrait – auf Haut, People und Portraitstimmung ausgerichtete Looks.
Daher Lutify.me – ein zusätzliches Paket eines spezialisierten LUT-Anbieters.
So nutzt du eine CUBE-LUT in Photoshop
1. Bild öffnen: Arbeite idealerweise mit einer bereits ordentlich korrigierten Datei.
2. Einstellungsebene anlegen: Im Ebenen-Bedienfeld eine neue Einstellungsebene „Color Lookup“ beziehungsweise „Farblookup“ erstellen.
3. 3D-LUT laden: Im Eigenschaftenfenster die heruntergeladene CUBE-Datei auswählen.
4. Intensität reduzieren: Die Deckkraft der Einstellungsebene meist deutlich unter 100 Prozent setzen. Bei Bedarf Ebenenmaske, Füllmethode oder Blend-If verwenden.
Dennoch Wichtige Lightroom-Einschränkung ON1 bewirbt die LUTs auch für Lightroom. Eine nackte CUBE-Datei ist dort aber nicht derselbe Plug-and-play-Fall wie in Photoshop. Lightroom importiert Presets und Profile; deshalb sollte das ON1-Paket eine passende Lightroom-kompatible Variante oder Anleitung enthalten. Liegt nur eine CUBE-Datei vor, ist eine Konvertierung beziehungsweise Profilverpackung nötig. Nicht blind behaupten, jede CUBE-Datei lasse sich direkt in Lightroom laden – das stimmt so nicht.
6. Photoshop-Pinsel im ABR-Format
Dennoch Die kostenlosen Pinsel werden als ABR-Dateien angeboten. Zunächst Das ist das klassische Photoshop-Pinselformat. Schließlich Allerdings ON1 nennt zusätzlich die Nutzung in ON1 Photo RAW. Zum Beispiel Für Composings sind solche Pinsel praktisch, weil man keine Wolke, keinen Stern und keinen Frostsplitter einzeln freistellen muss – trotzdem sollte man sie nicht wie einen Stempel auf jede freie Ecke klatschen.
1. Realistic Cloud Brushes: 10 hochauflösende Wolkenpinsel. Gut für Himmelserweiterungen, Nebel und atmosphärische Composings.
2. Cloud Brushes: 9 weitere Wolkenpinsel mit anderen Formen und Dichten.
3. Night Sky Brushes: 21 Pinsel für Sterne und Nachthimmel-Elemente.
4. Winter Frost Brushes: Frost- und Winterstrukturen für Kanten, Glas, Masken und saisonale Motive.
ABR-Datei in Photoshop importieren
1. Fenster > Pinsel öffnen: Das Pinsel-Bedienfeld einblenden.
2. Bedienfeldmenü öffnen: Oben rechts im Pinsel-Bedienfeld auf das Menü klicken.
3. „Pinsel importieren“ wählen: Die heruntergeladene ABR-Datei auswählen. Das Set erscheint danach als neue Gruppe.
4. Auf neuer Ebene malen: So bleiben Farbe, Deckkraft, Skalierung und Maskierung später veränderbar.
7. Texturen und Overlays
Texturen und Overlays sind normale Bilddateien, die als zusätzliche Ebene in ein Dokument kommen. Inzwischen Sie sind nicht an ein einzelnes Programm gebunden: Entscheidend ist, dass die Software Ebenen, Deckkraft, Masken und Füllmethoden unterstützt. Außerdem Zudem Photoshop ist dafür ideal, GIMP und andere Ebeneneditoren funktionieren ebenfalls.
1. Paper & Canvas Textures: 20 Papier- und Leinwandoberflächen für Druckanmutung, Collage und Mixed Media.
2. Light Leak & Bokeh Overlays: 30 Light Leaks plus 20 Bokeh-Overlays laut ON1. Stark für Gegenlichtstimmung, aber sehr schnell kitschig.
3. Inky Textures: 12 tintenartige Strukturen für abstrakte Flächen, Masken und Collagen.
4. Dusty Film Overlays: Staub, Kratzer und analoge Gebrauchsspuren für Filmästhetik.
5. Urban Metal Textures: 10 Metalloberflächen für urbane, industrielle und grafische Arbeiten.
6. Analog Film Burn Overlays: 10 Film-Burn-Overlays für organische Licht- und Farbausbrüche.
Ein sauberer Ebenen-Workflow
1. Textur platzieren: Datei in das Photoshop-Dokument ziehen und passend skalieren.
2. Füllmethode testen: Für helle Overlays oft „Negativ multiplizieren“ beziehungsweise Screen, für Kontraststrukturen „Weiches Licht“ oder „Ineinanderkopieren“. Das ist keine Religion – anschauen und entscheiden.
3. Deckkraft senken: Der Effekt soll sich ins Bild einfügen, nicht darüberbrüllen.
4. Mit Maske arbeiten: Gesichter, Augen, Produktkanten oder wichtige Details gezielt aussparen.
5. Farbe anpassen: Farbton/Sättigung, Gradationskurven oder Verlaufsumsetzungen als Schnittmasken verwenden.
8. Die ON1 Creative Library
Gleichzeitig Neben den klassischen Freebie-Landingpages gibt es die ON1 Creative Library. Deshalb Dort erscheinen weitere Presets, LUTs, Rahmen, Looks und Kreativpakete. Allerdings Daher Die Bibliothek ist stärker wie ein laufender Content-Katalog aufgebaut. Zudem Beim geprüften Zugriff waren unter anderem Einträge wie „Perfect Look LUTs“, „Analog Soul Borders“, „Cinematic & Film Presets“, „Scenic Landscape Presets“ sowie „Color & Contrast Presets“ sichtbar.
Der Unterschied: Für den Download verlangt ON1 dort eine Anmeldung. Daher Ein kostenloses Konto kann auf der Konto-Seite erstellt werden. Dennoch Dennoch Das ist kein technischer Defekt, sondern die vorgesehene Zugangsschranke.
Danach Der größte Fehler bei Gratisressourcen ist nicht eine schlechte Datei. Gleichzeitig Es ist die Masse. Danach Gleichzeitig Wer an einem Abend 500 Looks installiert, findet am nächsten Tag nichts mehr und arbeitet langsamer als vorher. Zunächst Deshalb: klein anfangen, benennen, testen, aussortieren.
Schritt
Empfehlung
Warum
1. Grundlook
Camera-Raw-Paket oder Shotkit Allrounder
Gleichzeitig Du lernst, wie Presets auf deine eigenen Dateien reagieren.
2. Stilrichtung
Cinematic oder Moody LUTs
Danach Du testest Farbwelten getrennt von der Grundkorrektur.
3. Composing
Realistic Cloud Brushes
Zunächst Ein klarer praktischer Einsatz statt bloßes Herumstempeln.
4. Atmosphäre
Schließlich Light Leak & Bokeh oder Dusty Film
Zum Beispiel Du übst Ebenenmodi, Masken und reduzierte Deckkraft.
5. Aufräumen
Inzwischen Schlechte oder redundante Looks löschen
Außerdem Eine kleine kuratierte Sammlung ist produktiver als ein Preset-Friedhof.
Deshalb Ein sinnvoller Test Nimm fünf sehr unterschiedliche Fotos: Portrait, Landschaft, Nachtaufnahme, kontrastarmes Motiv und ein bereits stark bearbeitetes Bild. Teste jedes Preset oder jede LUT auf allen fünf Dateien. So siehst du sofort, ob du einen belastbaren Look oder nur einen One-Hit-Wonder erwischt hast.
10. Häufige Fehler und ehrliche Grenzen
1. Preset mit Stil verwechseln: Ein Preset kann einen Look vorschlagen. Eine eigene Bildsprache entsteht erst durch Auswahl, Licht, Komposition, Retusche und konsequente Entscheidungen.
2. Alles auf 100 Prozent: Viele LUTs und Overlays wirken professioneller, wenn ihre Intensität deutlich reduziert wird.
3. Weißabgleich ignorieren: Ein Look, der auf einem neutralen Testbild funktioniert, kann bei falschem Weißabgleich Hauttöne brutal zerstören.
4. Alte Software voraussetzen: Moderne adaptive Presets benötigen aktuelle Maskenfunktionen. Historische Lightroom-Versionen können diese Bestandteile nicht nachträglich herbeizaubern.
5. Marketing-Kompatibilität wörtlich nehmen: „Kompatibel mit Lightroom“ kann heißen, dass ein Paket zusätzliche Profile oder Presets enthält. Es heißt nicht automatisch, dass Lightroom jede enthaltene CUBE-Datei direkt öffnet.
6. Nutzungsrechte raten: Kostenloser Download und freie Weiterverteilung sind nicht dasselbe. Im Zweifel die aktuellen ON1-Bedingungen prüfen und Originaldateien nicht als eigenes Bundle weitergeben.
7. Formulare blind bestätigen: Vor dem Absenden lesen, welcher Kommunikation zugestimmt wird. Wer keine Marketing-Mails möchte, sollte die Optionen bewusst prüfen.
Fazit
Die Gratisbereiche von ON1 sind für Einsteiger überraschend ergiebig. Schließlich Das Camera-Raw-Paket liefert eine große Basis, die Lightroom-Seiten bieten thematische Sammlungen, die LUTs öffnen die Tür zu filmischen Farbwelten und die Pinsel sowie Texturen sind für Composings tatsächlich brauchbar. Zum Beispiel Danach Der Wert entsteht aber nicht durch das bloße Sammeln. Inzwischen Er entsteht durch sauberes Testen, Reduzieren und den bewussten Einsatz im eigenen Workflow.
Zunächst Meine klare Empfehlung: Lade nicht alles gleichzeitig. Außerdem Beginne mit einem Preset-Paket, einem LUT-Set, einem Pinselpaket und einer Textursammlung. Deshalb Zunächst Baue daraus vier echte Testbilder. Allerdings Danach weißt du mehr als nach zwei Stunden Download-Orgie – und deine Preset-Liste sieht nicht aus wie der Dachboden eines digitalen Messies.
Schließlich Prüfstand: 31. Zudem Juli 2026. „Erreichbar“ bedeutet: Die Zielseite wurde erfolgreich geladen und der Inhalt beziehungsweise das Formular war sichtbar. Daher Schließlich Die eigentliche Dateiauslieferung wurde nicht ausgelöst, weil dafür persönliche Formulardaten oder ein ON1-Konto nötig wären. Dennoch Damit ist die Erreichbarkeit geprüft, nicht jede ZIP-Datei hinter jedem Formular technisch entpackt oder installiert.
Photoshop-Plugins: Topliste, Neuerscheinungen, Geheimtipps, Preise und Faktencheck
Recherche- und Preisstand: 27. Juli 2026
Photoshop kann sehr viel. Aber Photoshop kann nicht alles gleich gut, gleich schnell und gleich bequem. Genau hier kommen Plugins, Panels und eigenständige Zusatzprogramme ins Spiel: Sie entrauschen RAW-Dateien besser, retten leichte Fehlfokussierung, automatisieren Retusche, erzeugen Filmlooks, bauen komplexe Masken, liefern tausende Texturen direkt in Photoshop oder ersetzen im Extremfall sogar einen großen Teil des gesamten Adobe-Workflows.
Diese Liste ist kein wahlloses Sammelsurium aus Affiliate-Hits und uralten Klassikern. Aufgenommen wurden Werkzeuge, die 2026 tatsächlich noch weiterentwickelt werden, eine nachvollziehbare Herstellerseite besitzen und in einem modernen Foto-, Retusche- oder Composing-Workflow einen echten Zweck erfüllen. Dazu kommen einige Geheimtipps, die nicht jeder am Schirm hat, aber verdammt clever sind.
Wichtig: Mit „aktueller deutscher Photoshop-Version“ ist Photoshop 2026, Version 27.0, gemeint. Bei Plugins ist die Sprache meist nicht das Hauptproblem. Entscheidend sind Plugin-Architektur, Betriebssystem, Prozessor, Grafikkarte und die vom Hersteller unterstützte Photoshop-Version.
Der Faktencheck: Was muss 2026 wirklich kompatibel sein?
Adobe unterscheidet heute grob zwischen modernen UXP-Plugins und älteren klassischen Plugins beziehungsweise Erweiterungen. UXP-Plugins werden über Photoshop unter „Plugins“ oder über den Creative-Cloud-Marktplatz verwaltet. Klassische Filter und externe Programme werden häufig weiterhin über eigene Installer eingebunden.
Photoshop 2026 v27.0 ist die aktuelle Desktop-Version. Ältere Systeme werden von Adobe schrittweise nicht mehr unterstützt.
Auf Apple-Silicon-Macs laufen moderne UXP-Plugins nativ. Manche alten Erweiterungen benötigen weiterhin Rosetta oder funktionieren gar nicht mehr.
Die deutsche Photoshop-Oberfläche verhindert ein technisch sauber gebautes Filter-Plugin normalerweise nicht. Das Plugin selbst kann trotzdem nur Englisch anbieten.
„Funktioniert mit Photoshop“ bedeutet nicht automatisch, dass Smartobjekte, 16-Bit-Dateien, CMYK, Stapelverarbeitung oder Aktionen unterstützt werden.
Cloud-KI und lokale KI sind nicht dasselbe. Bei vertraulichen Kundenbildern muss geprüft werden, ob die Datei den Rechner verlässt.
Meine Ampel: GRÜN = aktuelle Herstellerangabe und klarer Photoshop-Workflow. GELB = grundsätzlich nutzbar, aber mit Einschränkungen oder älterer Produktbasis. ROT = 2026 nicht mehr sinnvoll als Neukauf.
Photoshop-Plugins im schnellen Überblick
Werkzeug
Hauptnutzen
Modell
Preis beim Check
Kompatibilität
Urteil
Nik Collection 9
Farbe, Schwarzweiß, lokale Looks
Kauflizenz
179,99 US-$; Upgrade ab 99,99 US-$
GRÜN
Beste klassische Suite
ON1 Photo RAW 2026.4
RAW, Ebenen, Masken, Effekte
Kauflizenz
regulär 99,99 US-$; Aktion 49,99 US-$
GRÜN
Stärkste Adobe-Alternative
Retouch4me / Apex
KI-Retusche mit Ebenenkontrolle
Kauflizenz oder Cloud
Einzelplugin regulär ca. 145 US-$; Aktionen variieren
GRÜN
Top für Retusche
Topaz Photo
Entrauschen, Schärfen, Fokus, Upscaling
Abo
39 US-$/Monat
GRÜN
Technische Rettungsmaschine
Luminar Neo
KI-Looks, Relight, Himmel, schnelle Effekte
Kauflizenz
119-179 US-$ je Paket
GRÜN/GELB
Schnell und kreativ
Boris FX Optics 2026
Cinematic, Licht, Partikel, Film-VFX
Abo oder Kauf
9 US-$/Monat, 99 US-$/Jahr, 149 US-$ dauerhaft
GRÜN
Der Effekt-Geheimtipp
Infinite Tools
Color Grading, Retusche, Texturen
Kauflizenz
meist 189 € je großes Panel
GRÜN
High-End für Spezialisten
Imagenomic Suite
Haut, Rauschen, Filmkorn
Abo oder Kauf
129,95 US-$/Jahr oder 299,95 US-$ einmalig
GRÜN/GELB
Bewährter Klassiker
DxO PureRAW 6
RAW-Entrauschung und Objektivkorrektur
Kauflizenz
129,99 €
GRÜN
Beste RAW-Vorstufe
Exposure X7
Filmlooks, RAW, Organisation
Kauflizenz
129 US-$; Bundle 149 US-$
GELB
Starker Analog-Geheimtipp
ON1 Effects 2026
Filter, LUTs, Texturen, Maskierung
Kauflizenz
preisabhängig von Aktion/Bundle
GRÜN
Gute reine Effektlösung
Adobe Plugin Marketplace
UXP-Panels und Workflow-Erweiterungen
gemischt
kostenlos bis Premium
GRÜN
Erste sichere Suchstelle
1. Nik Collection 9
Der unverwüstliche Klassiker ist 2026 wieder richtig aktuell
Nik Collection ist seit Jahren eine der bekanntesten Plugin-Suiten überhaupt. Version 9 ist keine alte Legende mit neuem Etikett, sondern eine aktuelle Suite für Windows und macOS. Sie integriert sich in Photoshop, Affinity und DxO PhotoLab und kann teilweise auch eigenständig verwendet werden.
Das kann es besonders gut
Nik Silver Efex für sehr kontrollierte Schwarzweiß-Umsetzungen
Nik Color Efex für Farblooks, Kontrast und kreative Filter
Nik Viveza für lokale Farb- und Tonwertkorrekturen
Nik Analog Efex für Film-, Kamera- und Papierästhetik
Nik HDR Efex für HDR und strukturierte Einzelbildlooks
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Neu in Version 9 sind unter anderem KI-Masken und Tiefenmasken. Gerade diese Kombination mit der klassischen U-Point-Technik macht die Suite wieder relevanter, weil lokale Effekte schneller gesetzt werden können, ohne in Photoshop jede Maske von Hand zu pinseln.
Preis: 179,99 US-Dollar für eine neue Lizenz; Upgrade für berechtigte Besitzer ab 99,99 US-Dollar. 30 Tage Testversion ohne Zahlungsdaten.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Der Hersteller nennt Photoshop-Integration, Windows/macOS und eine deutsche Programmoberfläche. Für die neuen KI-Masken gelten deutlich höhere Hardwareanforderungen.
Mein Urteil: Für Schwarzweiß, Fine Art, Portrait, Landschaft und kreative Looks ist Nik weiterhin eine der sinnvollsten Komplettlösungen. Wer nur einen einzigen Filter braucht, kauft allerdings viel Ballast mit.
2. ON1 Photo RAW 2026.4
Das Zusatzprogramm, das Photoshop und Lightroom teilweise ersetzen kann
ON1 Photo RAW ist vermutlich genau das Programm, das mit „ON1 Photo“ gemeint ist. Es ist kein kleines Plugin, sondern ein kompletter RAW-Editor mit Bildverwaltung, Ebenen, Masken, Retusche, Effekten und KI-Werkzeugen. ON1 positioniert es ausdrücklich als Kaufsoftware ohne Pflichtabo.
Das kann es besonders gut
RAW-Entwicklung und Bildverwaltung
Ebenen und Masken ohne Wechsel zu Photoshop
Restore AI, Sky Swap und Portrait-Werkzeuge
integriertes Resize AI
hundert Presets, LUTs, Texturen und kreative Filter
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die 2026-Version bringt smartere Motiv- und Hintergrundmasken, neue Maskenebenen sowie kreative Filter wie Motion, Depth Lighting, Split Field und Double Exposure. ON1 Effects 2026 ist zusätzlich als reine Effektlösung erhältlich.
Preis: Regulär 99,99 US-Dollar; beim Check als Sommeraktion für 49,99 US-Dollar. Eine Lizenz ist für zwei Computer vorgesehen.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN als eigenständiges Programm. ON1 bietet zusätzlich Plugin-Workflows für Adobe-Programme. Die deutsche Oberfläche und exakte Sprachabdeckung sollte vor dem Kauf über die Testversion geprüft werden.
Mein Urteil: Die stärkste Empfehlung für Menschen, die Adobe reduzieren oder ganz verlassen möchten. Nicht ganz so tief wie Photoshop beim Composing, aber für Fotografie erschreckend komplett.
Retouch4me automatisiert nicht einfach „Beauty“, sondern zerlegt professionelle Retusche in einzelne Aufgaben: Heal, Dodge & Burn, Mattifier, Skin Tone, Portrait Volumes, Stray Hairs, Fabric, Dust, Clean Backdrop und weitere Module. Die Plugins können Photoshop-Ebenen erzeugen und lassen sich dadurch wesentlich kontrollierter einsetzen als eine komplett geschlossene Ein-Klick-App.
Das kann es besonders gut
Hautunreinheiten entfernen, ohne die Hautstruktur völlig zu zerstören
Dodge & Burn auf einer editierbaren Ebene
Glanzstellen reduzieren
Hauttöne angleichen
Haare, Kleidung, Hintergrund und Staub bearbeiten
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Apex ist die neuere All-in-One-Variante: ein Plugin mit mehreren Werkzeugen, Echtzeitvorschau und Cloud-Verarbeitung. Neue Nutzer erhalten laut Hersteller 20 kostenlose Credits. Zusätzlich gibt es weiterhin dauerhafte Einzelplugin-Lizenzen.
Preis: Einzelplugins werden regulär häufig um 145 US-Dollar angeboten; beim Check lief eine 30-Prozent-Aktion. Cloud- und Bundlepreise ändern sich abhängig vom Umfang.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Windows und macOS werden unterstützt; viele Module laufen als Photoshop-Plugin und Standalone. Bei Cloud-Verarbeitung müssen Datenschutz und Einwilligung des Models beziehungsweise Kunden geklärt sein.
Mein Urteil: Für große Portraitserien ist Retouch4me ein massiver Zeitgewinn. Für ein einzelnes Fine-Art-Bild bleibt manuelles Dodge & Burn oft schöner. Automatik darf Arbeit abnehmen, aber nicht das Gesicht neu erfinden.
Topaz hat seine Produktwelt umgebaut. Das frühere Topaz Photo AI ist laut eigener Dokumentation eingestellt und bleibt als Legacy-App bestehen. Aktuell entwickelt der Anbieter Topaz Photo weiter. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil im Internet weiterhin massenhaft alte Photo-AI-Empfehlungen herumliegen.
Das kann es besonders gut
Rauschen reduzieren
leichte Bewegungs- und Fokusunschärfe verbessern
Super Focus und Dust & Scratch
Upscaling und Gesichtsrekonstruktion
Licht und Farbe automatisch balancieren
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Topaz Photo läuft eigenständig und über zwei Photoshop-Workflows: Filter oder „Datei > Automatisieren“. Der Automate-Weg ist für Skalierung und bestimmte Funktionen sinnvoller. Photoshop-Aktionen rund um Topaz werden vom Hersteller ausdrücklich nicht als stabiler Workflow unterstützt.
Preis: 39 US-Dollar pro Monat für Topaz Photo. Das gesamte Topaz-Studio-Paket kostet 34 US-Dollar monatlich bei jährlicher Abrechnung beziehungsweise 399 US-Dollar pro Jahr.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN für Photoshop CC. Photoshop CS-Versionen werden nicht unterstützt. Leistungsfähige Hardware ist praktisch Pflicht.
Mein Urteil: Wenn ein Bild technisch weich, verrauscht oder leicht daneben fokussiert ist, gehört Topaz zu den stärksten Werkzeugen. Bei gesunder Ausgangsqualität kann es aber auch Details erfinden und Gesichter plastifizieren. Regler runter, Augen auf.
Luminar Neo ist Standalone-App und Plugin für Photoshop sowie Lightroom Classic. Es richtet sich an Menschen, die schnell zu starken Ergebnissen kommen möchten: Relighting, Himmeltausch, Objektentfernung, Portraittools, Fokus-Stacking, HDR, Panorama, Rauschreduzierung und kreative Looks stecken in einer sehr zugänglichen Oberfläche.
Das kann es besonders gut
schnelle Stimmungs- und Lichtkorrekturen
Sky AI und Relight
Portrait- und Hautwerkzeuge
Presets, LUTs, Overlays und kreative Assets
Restaurierung und AI-Assistent
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die 2026-Version enthält Funktionen aus dem Herbst-Upgrade 2025 und den Frühjahrsupdates 2026. Als Photoshop-Plugin sind GenErase, GenExpand und GenSwap jedoch nicht verfügbar; außerdem muss das Bild wegen Photoshop-Beschränkungen mit gleicher Pixelzahl zurückgegeben werden.
Preis: Unbefristete Desktop-Lizenz beim Check 119 US-Dollar, geräteübergreifend 159 US-Dollar, Max 179 US-Dollar. Generative Funktionen und automatische Upgrades können nach einem Jahr Zusatzkosten verursachen.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN bis GELB. Photoshop- und Lightroom-Plugins werden ausdrücklich angeboten. Einzelne Funktionen sind im Plugin-Modus eingeschränkt.
Mein Urteil: Luminar ist kein Ersatz für kontrollierte High-End-Retusche. Für schnelle Looks, Lichtstimmungen und kreative Variationen ist es aber brutal praktisch.
6. Boris FX Optics 2026
Hollywood-Effekte für Standbilder – und ein echter Geheimtipp
Boris FX kommt aus der Film- und VFX-Welt. Optics überträgt diese Denkweise auf Fotografie: Licht, Glows, Lens Flares, Partikel, Filmemulation, Diffusion, Masken und Effekte, die deutlich weniger nach klassischem Fotofilter aussehen als bei vielen Preset-Paketen.
Das kann es besonders gut
mehr als 187 Filter und tausende Presets
Sapphire-inspirierte Film- und Lichteffekte
Partikel, Rauch, Funken und atmosphärische Elemente
KI-Masken und Tiefenmasken
Standalone plus Plugins für mehrere Hostprogramme
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Optics 2026 bringt neue One-Click-KI-Werkzeuge, Gesichtsmasken, Tiefenkarten und neue Cinematic Looks. Im Juni 2026 wurde die Plugin-Unterstützung zusätzlich auf Apple Photos, Capture One und Affinity Photo erweitert.
Preis: 9 US-Dollar pro Monat, 99 US-Dollar pro Jahr oder 149 US-Dollar als dauerhafte Lizenz; Upgrade- und Supportplan 49 US-Dollar pro Jahr.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Photoshop, Lightroom, Capture One, Affinity Photo und Standalone werden aktuell genannt.
Mein Urteil: Für Composings, Fashion, Pop Art und cineastische Bildwelten ist Optics einer der spannendsten Geheimtipps dieser Liste. Wer nur natürliche Hochzeitsfarben will, braucht es wahrscheinlich nicht.
7. Infinite Tools
High-End-Panels für Menschen, die Photoshop wirklich benutzen
Infinite Tools richtet sich nicht an Einsteiger, die einen Fertigfilter suchen. Die Panels organisieren, beschleunigen oder erweitern professionelle Retusche und Farbgestaltung. Hinter dem Projekt stehen erfahrene Retuscheure; viele Werkzeuge sind moderne UXP-Plugins und vollständig Apple-Silicon-kompatibel.
Das kann es besonders gut
Infinite Color für zufällige und kontrollierte Color Grades
Infinite Retouch für eigene Retusche-Workflows
Infinite Skin für getrennte Ton- und Detailbearbeitung
Infinite Unify für ungleichmäßige Farben und Hauttöne
Infinite Texture mit über 70.000 kommerziell lizenzierten Dateien
Infinite Black & White, Curves, Radiance und Goethe
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Besonders spannend sind die neueren Werkzeuge Infinite Curves und Infinite Goethe. Goethe harmonisiert Bilder auf Basis von Farbwahrnehmung und Farbpsychologie statt nur technischer Pixelwerte. Das ist ungewöhnlich und genau deshalb ein echter Geheimtipp.
Preis: Die großen Panels kosten beim Check meist 189 Euro, Infinite Guide 39 Euro. Aktionen und Rabattwochen kommen regelmäßig vor.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Die aktuellen großen Panels werden als UXP, Windows, Mac und Apple Silicon ausgewiesen.
Mein Urteil: Nicht billig. Dafür sind es Werkzeuge, die einen bestehenden Profi-Workflow verbessern, statt ihn mit Plastikautomatik zu ersetzen.
8. Imagenomic Portraiture, Noiseware und Realgrain
Imagenomic ist seit Jahren in Beauty-, Portrait- und Studio-Workflows vertreten. Portraiture glättet und maskiert Haut, Noiseware entrauscht, Realgrain simuliert Filmkorn und analoge Charakteristik. Die Werkzeuge sind weniger modern inszeniert als manche KI-Neuheit, aber klar auf Produktion ausgerichtet.
Das kann es besonders gut
Portraiture für schnelle Hautretusche
Noiseware für Rauschreduktion
Realgrain für Filmkorn und analoge Anmutung
Photoshop-, Lightroom- und teilweise Affinity-Workflows
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die aktuelle Portraiture-Generation wird als KI-gestützt beworben und kombiniert Glättung, Maskierung, Lichtverbesserung und Hautunreinheiten. Gleichzeitig zeigt die Downloadseite teilweise ältere Photoshop-Versionsangaben. Genau deshalb: Testversion zuerst, dann kaufen.
Preis: Photo Suite 129,95 US-Dollar pro Jahr oder 299,95 US-Dollar einmalig. Portraiture für Photoshop 199,95 US-Dollar, Noiseware und Realgrain je 99,95 US-Dollar.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN bis GELB. Der Shop nennt Photoshop, Lightroom Classic und Affinity; einzelne Downloadseiten führen teilweise begrenzte Hostversionen. Aktuelle Testversion im eigenen Photoshop 2026 prüfen.
Mein Urteil: Für schnelle Beauty-Produktion immer noch stark. Für natürliche High-End-Haut muss man sehr vorsichtig dosieren.
DxO PureRAW ist kein Kreativfilter, sondern eine technische RAW-Vorstufe. Es kombiniert Demosaicing, Entrauschung, Objektivkorrekturen und Schärfung auf Basis einer riesigen Kamera-Objektiv-Datenbank. Version 6.2 ist aktuell und kann in Lightroom sowie als Smart-Filter im Photoshop-Workflow eingesetzt werden.
Das kann es besonders gut
DeepPRIME-Entrauschung
optische Korrekturen aus Kamera-Objektiv-Modulen
Schärfung ohne klassische Überschärfungsoptik
DNG/TIFF-Ausgabe für den weiteren Adobe-Workflow
Photoshop-Smartfilter-Integration
Neu beziehungsweise 2026 relevant: PureRAW 6 beschleunigt den Export durch parallele Verarbeitung und unterstützt laut Hersteller mehr als 111.000 Kamera-Objektiv-Module. Die deutsche Sprache wird ausdrücklich angeboten.
Preis: 129,99 Euro für eine neue Lizenz; Upgrades für PureRAW 4 oder 5 ab 79,99 Euro.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Deutsch, Windows, macOS, Lightroom-Plugin und Photoshop-Smartfilter-Workflow sind dokumentiert.
Mein Urteil: Für hohe ISO, schwierige Objektive und maximale RAW-Qualität ist PureRAW oft sinnvoller als noch ein Effektplugin. Es verbessert die Basis, bevor die Kunst beginnt.
Exposure X7 ist RAW-Editor, Bildverwaltung und Plugin in einem. Seine große Stärke sind Filmlooks, Körnung, kreative Presets und ein sehr direkter Workflow. Im Bundle stecken zusätzlich Snap Art und Blow Up.
Das kann es besonders gut
große Film- und Analogbibliothek
nichtdestruktive RAW-Bearbeitung
Photoshop- und Lightroom-Plugin
Snap Art für malerische Medien
Blow Up für hochwertige Vergrößerung
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Exposure X7 ist funktional weiterhin erhältlich, wirkt aber 2026 im Vergleich zu den aggressiv weiterentwickelten KI-Konkurrenten älter. Genau deshalb bekommt es keine grüne, sondern eine gelbe Ampel: Es ist gut, aber kein offensichtlicher Zukunftssieger.
Preis: Exposure X7 129 US-Dollar, Bundle mit Snap Art und Blow Up 149 US-Dollar. Kein Abonnement erforderlich.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GELB. Photoshop- und Lightroom-Plugins werden angeboten; Produktgeneration X7 ist jedoch nicht neu. Vor dem Kauf aktuelle Host-Unterstützung testen.
Mein Urteil: Ein Geheimtipp für Fotografen, die analoge Looks mögen und kein Abo wollen. Für neue KI-Maskierung und moderne Retusche gibt es stärkere Kandidaten.
11. ON1 Effects 2026
Wenn man ON1-Looks will, aber nicht den ganzen RAW-Editor
ON1 Effects ist der kreative Effektteil aus Photo RAW als eigenständige Lösung. Enthalten sind hunderte Presets, Filter, LUTs, Texturen und Rahmen, die kombiniert, maskiert und gestapelt werden können.
Das kann es besonders gut
Vintage und Cinematic
Pop Art und grafische Looks
LUTs, Texturen und Rahmen
mehrere Filter in einem Stack
KI-Maskierung für Motiv und Hintergrund
Neu beziehungsweise 2026 relevant: 2026 kamen neue kreative Filter und intelligentere Maskierungsfunktionen hinzu. Damit ist Effects eine gute Lösung für Menschen, die Lightroom oder Photoshop behalten, aber ON1s Effektwelt dazunehmen möchten.
Preis: Der Preis wird häufig über Aktionen und Bundles variiert. Deshalb vor dem Kauf direkt auf der offiziellen Kaufseite prüfen; eine Testversion ist verfügbar.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Aktuelle 2026-Version und eigener Installer. Als Plugin und Standalone einsetzbar.
Mein Urteil: Guter Mittelweg zwischen Nik und Luminar. Weniger elegant als Nik, weniger KI-showig als Luminar, aber flexibel und kontrollierbar.
12. Adobe Plugin Marketplace
Nicht spektakulär, aber die sicherste erste Suchstelle
Der Creative-Cloud-Marktplatz ist die offizielle Verwaltungsstelle für moderne UXP-Plugins und viele Erweiterungen. Dort lassen sich kompatible Plugins installieren, aktualisieren und entfernen, ohne fremde Installer aus dubiosen ZIP-Dateien zu fischen.
Das kann es besonders gut
UXP-Panels für Workflow und Zusammenarbeit
kostenlose und kostenpflichtige Erweiterungen
einfachere Verwaltung über Creative Cloud
geringeres Risiko veralteter Installationspfade
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Adobe aktualisierte die Plugin-Dokumentation im März und Juni 2026. Trotzdem gilt: Auch ein Marketplace-Plugin muss nicht automatisch perfekt gepflegt sein. Bewertungen, Update-Datum und unterstützte Photoshop-Version prüfen.
Preis: Je nach Plugin kostenlos, Einmalkauf oder Abo.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN als Installationsweg für aktuelle UXP-Plugins.
Mein Urteil: Bevor man irgendeine fremde Downloadseite besucht, lohnt sich zuerst die Suche im offiziellen Marketplace. Langweilig, aber vernünftig.
Was davon ist wirklich essenziell?
Nein, man braucht nicht zwölf Zusatzprogramme. Wer alles installiert, hat am Ende ein Photoshop-Menü wie eine überfüllte Ramschlade. Entscheidend ist, welche Lücke im eigenen Workflow tatsächlich existiert.
Für technische Bildqualität: DxO PureRAW 6 oder Topaz Photo. PureRAW ist stärker als sauberer RAW-Start, Topaz stärker bei problematischen fertigen Bildern, Fokus und Upscaling.
Für Portrait- und Beauty-Retusche: Retouch4me oder Infinite Tools. Retouch4me spart massiv Zeit, Infinite Tools bleibt näher am klassischen kontrollierten Photoshop-Workflow.
Für Schwarzweiß und Fine Art: Nik Collection 9, vor allem Silver Efex.
Kreative Farbwelten: Infinite Color, Nik Color Efex, ON1 Effects oder Exposure X7.
Für Composing, Pop Art und cineastische Effekte: Boris FX Optics 2026. Das ist der auffälligste Geheimtipp dieser Liste.
Als Adobe-Alternative: ON1 Photo RAW 2026.4. Luminar Neo ist einfacher und spektakulärer, ON1 ist als Gesamtsystem vollständiger.
Meine drei sinnvollen Pakete
Paket 1: Fotografisch sauber
DxO PureRAW 6
Photoshop und Camera Raw
Nik Collection 9
Damit sind RAW-Qualität, präzise Handarbeit, Farbe und Schwarzweiß abgedeckt. Kein Zirkus, aber ein sehr starkes System.
Paket 2: Portrait und Studio
Photoshop
Retouch4me Heal und Dodge & Burn oder Apex
Infinite Unify beziehungsweise Infinite Retouch
Topaz Photo nur für technische Problemfälle
Das ist die Produktionsmaschine für Portrait, Beauty, Fashion und größere Serien.
Paket 3: Brownz-Modus – kreativ und volle Kanne
Photoshop
Boris FX Optics 2026
Infinite Texture und Infinite Color
Nik Collection 9
Topaz Photo für finale technische Qualität
Damit lassen sich Composings, Pop Art, Fashion, Lichtwelten, Texturen und cineastische Bildlooks bauen, ohne dass alles nach demselben KI-Filter aussieht.
Der 90-Sekunden-Check vor jedem Plugin-Kauf
Ist ausdrücklich Photoshop 2026 beziehungsweise eine aktuelle CC-Version genannt?
Läuft es nativ auf Apple Silicon oder braucht es Rosetta?
Unterstützt es 16 Bit, Smartobjekte und den verwendeten Farbraum?
Ist es ein echtes Plugin, ein externer Editor oder nur ein Export-Workflow?
Werden Bilder lokal verarbeitet oder in eine Cloud hochgeladen?
Darf die Software kommerziell verwendet werden und gelten Umsatzgrenzen?
Ist der angezeigte Preis dauerhaft, ein Abo, ein Upgradeplan oder nur das erste Jahr?
Gibt es eine funktionierende Testversion ohne Kreditkarte?
Bleiben Ebenen und Masken editierbar oder kommt nur ein plattgerechnetes Ergebnis zurück?
Wird das Produkt tatsächlich noch weiterentwickelt?
Photoshop-Plugins installieren
Photoshop schließen, bevor ein klassischer Plugin-Installer gestartet wird.
Nach der Installation Photoshop öffnen und unter Plugins, Filter oder Datei > Automatisieren suchen.
Auf einem kopierten Bild und möglichst auf einem Smartobjekt testen.
Nach größeren Photoshop-Updates zuerst Hersteller-Updates installieren und erst dann produktiv arbeiten.
Alte und neue Versionen desselben Plugins nicht parallel behalten, wenn der Hersteller davor warnt.
Was ich 2026 nicht mehr neu kaufen würde
Plugins, deren letzte offizielle Photoshop-Unterstützung bei 2022, 2023 oder 2024 endet und die keine aktuelle Testversion bieten.
Anonyme „10.000 Filter“-Bundles ohne Hersteller, Lizenz und Updatehistorie.
Alte CEP-Panels, die auf Apple Silicon nur mit Rosetta laufen, sofern es eine aktuelle UXP-Alternative gibt.
Topaz Photo AI als vermeintlich aktuelles Produkt: Es ist laut Topaz Legacy und wird nicht mehr weiterentwickelt. Das neue Produkt heißt Topaz Photo.
Beauty-Plugins, die nur eine glatte Ebene zurückgeben und keinerlei Masken- oder Ebenenkontrolle erlauben.
Das ehrliche Fazit
Die besten Plugins sind nicht jene, die Photoshop mit möglichst viel Glitzer zukleistern. Es sind jene, die einen echten Engpass lösen: bessere RAW-Dateien, schnellere Retusche, kontrolliertere Farben, stärkere Masken oder Effekte, die man in Photoshop nur mit sehr viel Handarbeit bauen müsste.
2026 gehören Nik Collection 9, ON1 Photo RAW, Retouch4me, Topaz Photo, Luminar Neo und DxO PureRAW zu den sichtbarsten Lösungen. Die spannendsten Geheimtipps sind Boris FX Optics und die spezialisierten Infinite-Tools-Panels. Gerade dort entstehen Bildwelten, die nicht sofort nach Standardpreset und Ein-Klick-KI schreien.
Mein Rat ist simpel: Nicht kaufen, weil ein Vorher-nachher-Bild spektakulär aussieht. Testversion laden, drei eigene schwierige Bilder bearbeiten und prüfen, ob das Werkzeug nach dem ersten Wow-Effekt noch immer Zeit spart. Erst dann Geld ausgeben.
Für spezielle Haut- und Farbkorrekturen findest du weitere Werkzeuge in meinen Retusche-Geheimtipps. Wenn du lieber zuerst die Grundlagen sicher beherrschen möchtest, zeigt dir Photoshop für Faule einen klassischen Composing-Workflow.
Preise, Rabatte, Upgradebedingungen und Abomodelle können sich jederzeit ändern und werden teilweise standortabhängig angezeigt. Der Preisstand dieses Beitrags ist der 27. Juli 2026. Vor einem Kauf sind die offizielle Produktseite, Systemvoraussetzungen, Datenschutzbedingungen und Lizenzregeln erneut zu prüfen.
Für Recherche, Strukturierung und sprachliche Ausarbeitung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt. Die Auswahl der Quellen, der Faktencheck und die abschließende redaktionelle Bearbeitung erfolgten durch mich.
Aktfotografie bearbeiten: Der Workflow für Haut, Körper, Licht, Farbe, Texturen und hochwertige Studio-Retusche
Recherche-, Preis- und Linkstand: 27. Juli 2026
Aktfotografie gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der Bildbearbeitung. Hier funktioniert weder die grobe Beauty-Automatik noch das gedankenlose Glattbügeln der Haut. Jede kleine Veränderung an Licht, Struktur und Körperform ist sichtbar. Gute Retusche muss deshalb präzise sein, die Persönlichkeit des Models respektieren und am Ende wie Fotografie aussehen – nicht wie eine künstlich erzeugte Plastikfigur.
Dieser Beitrag zeigt die aktuell wichtigsten Programme, Photoshop-Plugins, Zusatzwerkzeuge und Texturquellen für professionelle Aktfotografie. Der Schwerpunkt liegt auf Studioaufnahmen, Fine-Art-Akt, Body-Landscapes, Beauty-Akt und künstlerischen Composings. Enthalten sind kostenlose und kostenpflichtige Lösungen, aktuelle Preise, Kompatibilitätsangaben und ein ehrlicher Faktencheck.
Warum Aktfotografie andere Retusche braucht
Bei einem klassischen Porträt konzentriert sich die Retusche vor allem auf Gesicht, Haare und Kleidung. Bei Aktfotografie wird dagegen fast die gesamte sichtbare Körperoberfläche zur Bildfläche. Druckstellen, Rasurspuren, kleine Rötungen, trockene Haut, ungleichmäßige Übergänge, Falten durch Posing, Studiohintergrund und harte Lichtkanten fallen deutlich stärker auf.
Körperhaut ist großflächiger und strukturell anders als Gesichtshaut.
Dodge & Burn muss Licht und Anatomie unterstützen, nicht den Körper neu erfinden.
Hauttöne müssen über Gesicht, Hals, Hände, Beine und Rumpf zusammenpassen.
Übergänge an Hüfte, Bauch, Brustkorb, Rücken, Knien und Ellenbogen dürfen nicht künstlich wirken.
Narben, Muttermale, Sommersprossen und individuelle Merkmale sollten nicht automatisch entfernt werden.
Der Hintergrund und die Körperkontur müssen ebenso sorgfältig bearbeitet werden wie die Haut.
Was KI kann – und wo sie bei Aktfotografie problematisch wird
KI kann heute Routineaufgaben beschleunigen: Hautunreinheiten erkennen, Dodge-&-Burn-Vorarbeit erzeugen, Farbtöne angleichen, Haare oder Kleidung maskieren, Rauschen reduzieren und die technische Bildqualität verbessern. Sie ersetzt aber keine verantwortungsvolle Retusche.
Gerade bei Aktaufnahmen sind drei Punkte entscheidend:
Einwilligung und Vertraulichkeit: Das Model muss wissen, wie und wo die Bilder verarbeitet werden. Bei Cloud-Diensten sollte vorab geklärt werden, ob sensible Dateien hochgeladen werden dürfen.
Keine automatische Körpernormierung: Bauch, Hüfte, Brust, Gesäß, Hautstruktur und Proportionen dürfen nicht unbemerkt an einen vermeintlichen Schönheitsstandard angepasst werden.
Lokale Kontrolle: Für vertrauliche Aufnahmen sind lokal arbeitende Werkzeuge und manuelle Photoshop-Techniken oft die sicherere Wahl als unbekannte Online-Editoren.
Die beste Kombination lautet daher: KI als kontrollierbarer Assistent für technische Vorarbeit – Photoshop und der Mensch für die endgültige Entscheidung.
Aktfotografie bearbeiten: Werkzeuge im Überblick
Werkzeug
Hauptaufgabe
Preis
Photoshop/Lightroom
Lokale Verarbeitung
Urteil
Adobe Foto-Abo
RAW, Lightroom, Photoshop, Retusche
23,99 €/Monat
Ja
Überwiegend lokal; Cloud-Funktionen optional
Pflichtbasis
Capture One Pro
Tethering, RAW, Hautfarben
ab 18 US-$/Monat bei Jahresplan
PSD/TIFF-Übergabe
Ja, Kernworkflow lokal
Beste Studio-RAW-Lösung
Retouch4me
Haut, D&B, Mattierung, Körper
Einzelplugins meist ca. 125–179 US-$; Demo
Photoshop, Lightroom, teils Affinity
Je nach Produkt lokal oder Cloud
Stark, aber kontrollieren
Infinite Tools
D&B, Haut, Farbe, Texturen
meist 79–129 US-$ je Panel
Photoshop CC 2021+
Ja
Sehr retusche-orientiert
Imagenomic Portraiture
Hautglättung und Maskierung
Portraiture/Bundle je nach Edition bis ca. 399,95 US-$
Photoshop, Lightroom, Affinity
Ja
Bewährt, nicht übertreiben
PortraitPro / Body
Gesicht und Ganzkörper
ab 54,95 €; Body-Angebote variieren
Standalone, Studio-Plugin
Ja
Einfach, aber formgefährlich
Nik Collection 9
Farbe, SW, Kontrast, Details
169,99 €
Photoshop, Affinity, DxO; Standalone
Ja
Top für Fine Art und SW
Topaz Photo
Rauschen, Schärfe, Upscale
39 US-$/Monat
Plugin/Standalone
Lokales Rendering enthalten
Technischer Problemlöser
Affinity
Photoshop-Alternative
kostenlos
Eigenständige Suite
Ja
Starke Gratisalternative
Texturelabs / Poly Haven
Texturen und Overlays
kostenlos
Dateibasiert
Ja
Beste freie Quellen
1. Adobe Photoshop, Camera Raw und Lightroom Classic
Photoshop bleibt die zentrale Anwendung für hochwertige Aktretusche. Keine andere Lösung kombiniert Ebenen, Masken, Reparaturwerkzeuge, Frequenztrennung, Dodge & Burn, Verflüssigen, Farbanpassung und zerstörungsfreie Smartobjekte in derselben Tiefe.
Lightroom Classic und Adobe Camera Raw übernehmen die RAW-Entwicklung, Objektivkorrektur, Grundfarbe, lokale Masken und Serienabgleich. Das österreichische Foto-Abo mit 1 TB enthält Lightroom und Photoshop und wurde beim Check mit 23,99 Euro pro Monat inklusive Mehrwertsteuer angeboten.
Camera Raw für Belichtung, Weißabgleich, Objektivkorrektur und erste Hautfarbangleichung.
Photoshop für Reparatur, Frequenztrennung, Dodge & Burn, Körperkontur, Hintergrund und finale Farbe.
Lightroom Classic für Auswahl, Metadaten, Serienabgleich, Tethering und Export.
Lightroom Classic unterstützt Tethering nur für ausdrücklich gelistete Kameras. Adobe aktualisierte die offizielle Kameraliste im Juni 2026; darunter befinden sich zahlreiche aktuelle Sony-, Canon-, Nikon- und Leica-Modelle.
Capture One ist im Studio besonders stark: schnelles Tethering, Sessions, Live View, präzise Farbwiedergabe und ein eigener Skin-Tone-Bereich im Color Editor. Damit lassen sich Farbton, Sättigung und Helligkeit ausgewählter Hautbereiche vereinheitlichen, ohne die gesamte Aufnahme flach zu machen.
Der offizielle Preisbereich zeigte den Pro-Jahresplan ab 18 US-Dollar pro Monat. Capture One kündigte für Juni 2026 eine Preiserhöhung von sechs Prozent über die Produktpalette an; der endgültige Preis hängt deshalb von Region, Abrechnungsart und gewähltem Plan ab.
Ideal für tethered Studio-Shootings und direkte Bildkontrolle am großen Monitor.
Sehr gute Hautfarbkorrektur vor Photoshop.
Sessions sind praktisch, wenn jedes Shooting als abgeschlossenes Projekt verwaltet werden soll.
Die finale Pixelretusche bleibt trotzdem eine Aufgabe für Photoshop oder Affinity.
Retouch4me bietet spezialisierte KI-Plugins für einzelne Retuschieraufgaben. Für Aktfotografie sind vor allem Heal, Dodge & Burn, Skin Tone, Mattifier, Portrait Volumes und Clean Backdrop interessant. Der Hersteller beschreibt Heal ausdrücklich als Werkzeug für Hautunreinheiten am ganzen Körper und Dodge & Burn für problematische Schatten, Augenringe sowie sichtbare Adern an Händen und Füßen.
Beim Check war Dodge & Burn von 179 auf 125,30 US-Dollar reduziert. Eine Demo steht zur Verfügung. Je nach Produkt gibt es lokale Plugins, Cloud-Verarbeitung oder das neuere Apex-System. Apex arbeitet als eigenständige Anwendung sowie als Plugin für Photoshop, Lightroom und Affinity Photo; bei Photoshop können Ergebnisse mit Ebenen zurückgegeben werden.
Gut als Vorarbeit, besonders bei großen Serien.
Ergebnis immer auf einer eigenen Ebene erzeugen und die Deckkraft kontrollieren.
Muttermale, Narben und individuelle Hautmerkmale vor dem Entfernen bewusst beurteilen.
Cloud-Verarbeitung nur einsetzen, wenn Einwilligung, Vertrag und Vertraulichkeit geklärt sind.
Urteil: Eines der stärksten Automatisierungssysteme – aber nur als Assistent, nicht als Autopilot.
Infinite Tools richtet sich direkt an professionelle Photoshop-Anwender. Infinite Retouch organisiert einen kompletten Retusche-Workflow, Infinite Skin beschleunigt die grundlegende Hautbearbeitung, Infinite Luma und Radiance helfen bei Licht und Plastizität, Infinite Looks und Curves bei Farbe, Infinite Texture bei Overlays und Oberflächen.
Die offiziellen Produktseiten zeigten Preise von meist 79 US-Dollar für einzelne Panels und 129 US-Dollar für Infinite Looks. Laut Support benötigen die aktuellen Plugins grundsätzlich Photoshop CC 2021 oder neuer, sofern beim Produkt nichts anderes angegeben ist. Die Lizenz deckt bis zu drei persönliche Computer ab.
Sehr gute Photoshop-Integration.
Hilft beim Aufbau sauberer Ebenen und kontrollierbarer Retusche.
Infinite Luma und Dodge-&-Burn-Werkzeuge sind besonders wertvoll für Body-Landscapes.
Infinite Texture ist nützlich für Fine-Art-Akt und Composings.
Urteil: Für erfahrene Photoshop-Retuscheure eine der sinnvollsten Erweiterungsfamilien.
5. Imagenomic Portraiture, Noiseware und Realgrain
Portraiture ist ein Klassiker für automatische Hautmaskierung und Hautglättung. Noiseware übernimmt Rauschminderung, Realgrain erzeugt Filmkorn, Tonung und analoge Farbcharakteristik. Die aktuelle Produktfamilie unterstützt Photoshop, Lightroom und Affinity; der Hersteller bietet Testversionen und spezielle Builds für aktuelle Betriebssysteme.
Die Preisübersicht ist produktabhängig. Auf der geprüften Portraiture-Seite wurden Kombinationen bis 399,95 US-Dollar angezeigt. Upgrades von Portraiture 3 auf 4.5 kosteten 99,95 US-Dollar; bestehende 4er-Lizenzen erhielten 4.5 kostenlos.
Portraiture nur auf einer separaten Ebene und mit niedriger Deckkraft verwenden.
Körperhaut nicht mit denselben Einstellungen wie Gesichtshaut behandeln.
Realgrain kann Fine-Art-Akt fotografischer und weniger digital wirken lassen.
Noiseware ist hilfreich bei dunklen Low-Key-Aufnahmen.
Faktencheck: Die Downloadseite bezeichnete Photoshop-Build 4500 noch als für Photoshop 2022 bis 2024. Vor einem Kauf für die allerneueste Photoshop-Version sollte deshalb unbedingt die kostenlose Testversion installiert werden.
Urteil: Bewährt und professionell, aber bei der Versionskompatibilität vor dem Kauf testen.
PortraitPro automatisiert Gesicht, Haut, Haare und Beleuchtung. PortraitPro Body ist auf Ganzkörperaufnahmen und Formanpassungen ausgerichtet. Genau deshalb ist es für Aktfotografie gleichzeitig interessant und gefährlich: Kleine Korrekturen an Haltung oder Perspektive können helfen, übertriebene Regler verändern jedoch sehr schnell Anatomie und Identität.
Die offizielle Preisübersicht für PortraitPro 24 nannte 54,95 Euro für die Standardversion, 94,95 Euro für Studio und 174,95 Euro für Studio Max. Auf der aktuellen Kaufseite wurden zeitweise starke Downloadrabatte und PortraitPro Body als Zusatzangebot angezeigt.
Geeignet für schnelle Serien und einfache Bedienung.
Körperform-Regler nur nach Absprache mit dem Model einsetzen.
Studio und Studio Max sind für Plugin- und RAW-Workflows relevanter als die Standardversion.
Kein Ersatz für manuelles Dodge & Burn und anatomisch saubere Retusche.
Urteil: Praktisch, aber nur mit Disziplin. Wer alle Regler nach rechts schiebt, produziert keine hochwertige Aktfotografie, sondern einen digitalen Gummimenschen.
Nik Collection ist besonders für die kreative Endbearbeitung stark. Color Efex und Viveza kontrollieren Farbe, Kontrast und lokale Wirkung; Silver Efex gehört weiterhin zu den wichtigsten Werkzeugen für anspruchsvolle Schwarzweißfotografie. Dfine reduziert Rauschen, Sharpener bereitet Bilder für Bildschirm oder Druck auf.
Nik Collection 9 integriert sich in Photoshop, Affinity und DxO PhotoLab und kann auch eigenständig verwendet werden. Der deutsche DxO-Shop zeigte eine neue Lizenz für 169,99 Euro und Upgrades ab 89,99 Euro. Eine uneingeschränkte 30-Tage-Testversion ist ohne Zahlungsdaten verfügbar.
Silver Efex für Fine-Art-Akt und Body-Landscapes.
Viveza für lokale Helligkeits- und Farbkontrolle.
Color Efex für zurückhaltende Kontrast- und Farbgestaltung.
Dfine und Sharpener für den technischen Abschluss.
Urteil: Die beste Komplettsammlung für Schwarzweiß, Fine Art und kreative Endlooks.
Topaz Photo ist kein spezielles Aktretusche-Programm. Es ist ein technischer Reparaturkasten für Rauschen, leichte Verwacklung, Fokusprobleme, Upscaling, Staub und Kratzer. Das ist bei Low-Key-Akt, älteren Aufnahmen oder stark gecroppten Body-Details hilfreich.
Der offizielle Preisbereich zeigte Topaz Photo für 39 US-Dollar pro Monat. Lokales Rendering ist enthalten; zusätzlich stehen Cloud-Funktionen zur Verfügung. Für kommerzielle Nutzung gelten Umsatzgrenzen, die auf der Produktseite geprüft werden müssen.
Vor der Hautretusche entrauschen, aber keine Hautstruktur vernichten.
Gesichtsrekonstruktion bei Aktaufnahmen besonders vorsichtig einsetzen.
Upscaling erst am Ende des Workflows und mit direktem Vorher-nachher-Vergleich.
Lokale Modelle sind für vertrauliche Aufnahmen vorzuziehen.
Urteil: Sehr nützlich zur technischen Rettung – nicht für das Formen oder Verschönern des Körpers.
Affinity bietet RAW-Entwicklung, Ebenen, Masken, Reparaturwerkzeuge, Frequenztrennung, Verflüssigen, Makros und Stapelverarbeitung. Seit der neuen Affinity-Generation wird die professionelle Kreativsoftware kostenlos angeboten.
Sehr stark für klassische lokale Retusche ohne Adobe-Abo.
Frequenztrennung ist direkt integriert.
Nik Collection und verschiedene Drittanbieter-Plugins können eingebunden werden.
Photoshop-spezifische Panels und Aktionen sind nicht automatisch kompatibel.
Urteil: Die beste kostenlose Alternative für manuelle, vertrauliche Retusche. Wer einen umfangreichen Photoshop-Panel-Workflow nutzt, bleibt jedoch bei Adobe flexibler.
Texturelabs bietet kostenlose, selbst erstellte Texturen, Tutorials und Werkzeuge. Für künstlerische Aktfotografie sind Papier, Staub, Film, Beton, Metall, Farbe, Kratzer und fotografische Detailstrukturen interessant. Damit lassen sich Hintergründe aufwerten, Druckästhetiken erzeugen oder Fine-Art-Composings bauen.
Die Materialien dürfen laut Lizenz in persönlichen und kommerziellen Arbeiten verwendet werden. Nicht erlaubt ist insbesondere der Weiterverkauf oder die Weitergabe als eigenes Texturpaket, Stockmaterial oder Bestandteil eines verkaufbaren Templates. Die Texturen dürfen außerdem nicht zum Training oder zur Unterstützung von KI-Bildgeneratoren eingesetzt werden.
Preis: kostenlos.
Urteil: Die beste kostenlose Quelle für charaktervolle 2D-Texturen und Photoshop-nahe Tutorials.
Poly Haven ist eigentlich eine Bibliothek für 3D- und VFX-Produktion, liefert aber hervorragende hochauflösende Oberflächen für Fotocomposings: Stoff, Beton, Holz, Putz, Stein, Metall und viele weitere Materialien. Die Assets stehen unter CC0 und dürfen ohne Namensnennung auch kommerziell verwendet werden.
Preis: kostenlos, ohne Login oder Paywall.
Urteil: Perfekt für hochwertige Hintergründe, Bodentexturen und realistische Materialdetails.
Textures.com bietet eine sehr große Bibliothek aus Fotografien, Oberflächen, HDR-Umgebungen und 3D-Materialien. Für Studio-Composings sind besonders Stoff, Wand, Papier, Metall, Holz, Beton und organische Oberflächen interessant.
Der Indie-Starterplan wurde mit 13 US-Dollar pro Monat für 1.000 Credits angeboten. Kostenlose Inhalte fallen laut Anbieter unter die Indie-Lizenz. Die Lizenz erlaubt kommerzielle Nutzung in fertigen Arbeiten, verbietet aber unter anderem den Weiterverkauf als konkurrierendes Rohmaterial.
Urteil: Die größte kommerzielle Materialbibliothek dieser Liste – sinnvoll, wenn regelmäßig Composings produziert werden.
Aktfotografie bearbeiten: Die professionelle Reihenfolge
RAW-Entwicklung: Objektivkorrektur, Weißabgleich, Belichtung und Grundkontrast in Capture One oder Camera Raw.
Auswahl und Serienabgleich: ähnliche Bilder angleichen, bevor die aufwendige Einzelretusche beginnt.
Hintergrund bereinigen: Falten, Staub, Sensorflecken und störende Übergänge zuerst korrigieren.
Grobe Hautkorrektur: temporäre Rötungen, Druckstellen und kleine Hautunreinheiten auf einer leeren Ebene reparieren.
Frequenztrennung: nur für Ton- und Strukturprobleme, nicht als pauschale Weichzeichnung.
Dodge & Burn: Licht, Volumen und Hautübergänge fein kontrollieren.
Körperkontur: nur optische Verzerrungen, Posingfalten oder klar vereinbarte Korrekturen anpassen.
Farbangleichung: Gesicht, Rumpf, Hände und Beine farblich zusammenführen.
Kreativer Look: Schwarzweiß, Filmkorn, Color Grading oder Texturen erst nach der sauberen Retusche.
Ausgabe: getrennte Schärfung für Web, Social Media und Druck.
Welche Technik wofür?
Reparaturpinsel und Kopierstempel
Für einzelne Hautunreinheiten, Staub, Kratzer und kleine Druckstellen. Immer auf einer separaten Ebene und mit „Aktuell und darunter“ arbeiten.
Frequenztrennung
Für die getrennte Bearbeitung von Farbe und Struktur. Sinnvoll bei fleckigen Übergängen, Stoffabdrücken oder großflächigen Tonunterschieden. Falsch eingesetzt erzeugt sie sofort künstliche Haut.
Dodge & Burn
Die wichtigste Technik für hochwertige Aktfotografie. Sie korrigiert kleine Helligkeitsunterschiede und formt Körpervolumen, ohne Textur zu zerstören.
Verflüssigen
Nur für Objektivverzerrungen, Kleidung, Posingfalten oder ausdrücklich vereinbarte Formkorrekturen. Das Werkzeug ist kein automatischer Körperumbau.
Selektive Farbe, Gradationskurven und Verlaufsumsetzung
Für die finale Harmonisierung von Haut, Hintergrund und Licht. Diese Werkzeuge sind meist kontrollierbarer als fertige Ein-Klick-Filter.
Was bei Haut niemals passieren sollte
Poren vollständig entfernen.
Knie, Ellenbogen und Hände auf dieselbe Glätte wie das Gesicht bringen.
Narben oder Muttermale ohne Rücksprache löschen.
Brust, Bauch, Hüfte oder Gesäß automatisch neu formen.
Jede Falte aus einer natürlichen Körperhaltung entfernen.
Haut so stark sättigen, dass sie orange oder magenta wird.
Dodge & Burn so übertreiben, dass der Körper wie 3D-Rendering wirkt.
Datenschutz und sichere Dateiverarbeitung
Aktaufnahmen sind besonders vertrauliches Material. Deshalb sollte der technische Workflow bereits vor dem Shooting festgelegt werden.
Schriftliche Einwilligung und Model Release passend zum tatsächlichen Verwendungszweck.
Klare Vereinbarung, ob Cloud-Dienste oder KI-Werkzeuge verwendet werden dürfen.
Verschlüsselte Datenträger und sichere Backups.
Keine unkontrollierten Uploads zu kostenlosen Online-Retuschediensten.
Lokale Verarbeitung bevorzugen, wenn die Datenschutzbedingungen eines Dienstes unklar sind.
Unbearbeitete Dateien nur an ausdrücklich vereinbarte Personen weitergeben.
Exportdateien und Vorschaubilder ohne unnötige Metadaten ausliefern.
Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Verträge, Datenschutz und Veröffentlichungsrechte müssen zum Land, Auftrag und Verwendungszweck passen.
Meine klare Empfehlung nach Budget
Kostenloser Einstieg
Affinity für RAW und manuelle Retusche.
Texturelabs und Poly Haven für Texturen.
Kostenlose Testversionen von Nik Collection, Retouch4me und anderen Plugins vor jedem Kauf.
Professioneller Standard
Adobe Foto-Abo als Basis.
Capture One für Tethering und Studiofarbe, wenn regelmäßig professionell fotografiert wird.
Nik Collection für Schwarzweiß und Fine Art.
Ein einzelnes, wirklich benötigtes Retusche-Plugin statt eines riesigen Plugin-Friedhofs.
High-End-Workflow
Capture One für Aufnahme und RAW.
Photoshop für die komplette Pixelretusche.
Infinite Tools für strukturierte manuelle Workflows.
Retouch4me als kontrollierte Vorarbeit für große Serien.
Nik Collection für den kreativen Abschluss.
Topaz nur zur technischen Rettung problematischer Dateien.
Das ehrliche Fazit
Die beste Software für Aktfotografie ist nicht die, die den Körper am stärksten verändert. Es ist die Software, die eine präzise, respektvolle und kontrollierbare Bearbeitung ermöglicht.
Photoshop bleibt das Zentrum. Capture One ist die stärkste Studio-Ergänzung. Retouch4me, Infinite Tools und Portraiture können Routinearbeit beschleunigen. Nik Collection ist hervorragend für Fine-Art- und Schwarzweißlooks. Texturelabs, Poly Haven und Textures.com liefern Material für kreative Hintergründe und Composings. Affinity ist inzwischen eine ernst zu nehmende kostenlose Alternative.
Am Ende entscheidet aber nicht das Plugin. Entscheidend sind Lichtverständnis, Anatomie, Hautgefühl, Zurückhaltung und Respekt vor dem Model. Genau dort trennt sich hochwertige Aktfotografie von billiger Beauty-Automatik.
Alle Seiten waren am 27. Juli 2026 erreichbar. Preise, Rabatte, Abomodelle, Systemanforderungen und Plugin-Kompatibilität können sich jederzeit ändern. Vor einem Kauf sollte immer die aktuelle Testversion mit der eigenen Photoshop-, Lightroom-, Affinity- oder Betriebssystemversion geprüft werden. Angaben zur Verarbeitung in der Cloud sind je Produkt unterschiedlich und müssen vor der Nutzung mit vertraulichem Bildmaterial direkt beim Anbieter kontrolliert werden.
Hinweis zur Entstehung
Für die Recherche, Strukturierung und sprachliche Ausarbeitung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt. Die Auswahl der Quellen, der Faktencheck sowie die abschließende redaktionelle Bearbeitung erfolgten durch mich.
Die ultimative Sammelliste für professionelle Farblooks, Filmlooks und kreative Bildstile
Ein guter Farblook kann aus einer sauberen Aufnahme ein unverwechselbares Bild machen.
Er kann Hauttöne harmonisieren, Farben zusammenführen, Kontraste formen und einer kompletten Serie eine erkennbare visuelle Handschrift geben. Genau deshalb gehören Lightroom- und Camera-Raw-Presets heute zu den wichtigsten Werkzeugen für Fotografen, Retuscheure, Content-Produzenten und digitale Künstler.
Das Problem ist nur:
Preset-Pakete gibt es inzwischen wie Sand am Meer.
Viele davon sehen auf den Werbebildern großartig aus, funktionieren auf den eigenen Fotos aber überhaupt nicht. Andere wurden vor Jahren erstellt, enthalten veraltete Dateiformate oder erzeugen Farblooks, die bereits nach dem dritten Bild auseinanderfallen.
Diese aktuelle Sammelliste zeigt deshalb nicht einfach möglichst viele Anbieter, sondern die derzeit interessantesten kostenlosen und kostenpflichtigen Quellen für hochwertige Farblooks.
Geprüft wurden unter anderem:
aktuelle Erreichbarkeit der Anbieter
Kompatibilität mit Lightroom und Lightroom Classic
Verwendung in Adobe Camera Raw und damit in Photoshop
unterstützte Dateiformate
Preise und Abomodelle
verfügbare Gratispakete
Eignung für Porträt, Beauty, Fashion, Hochzeit, Landschaft und Fine Art
Qualität und Anpassbarkeit der Farblooks
Recherche- und Preisstand: 27. Juli 2026
Preise und Rabattaktionen können sich jederzeit ändern.
Was ist eigentlich ein Photoshop-Preset?
Wenn von Photoshop-Presets für Farblooks gesprochen wird, sind damit meistens keine klassischen Photoshop-Aktionen gemeint.
In der Regel handelt es sich um Adobe-Camera-Raw-Presets.
Adobe Camera Raw ist die RAW-Entwicklung, die sich beim Öffnen einer RAW-Datei in Photoshop startet und zusätzlich als Camera-Raw-Filter innerhalb von Photoshop verwendet werden kann.
Moderne Lightroom- und Camera-Raw-Presets verwenden normalerweise das Format:
.XMP
Diese XMP-Presets können je nach Anbieter und enthaltenen Funktionen häufig in folgenden Programmen verwendet werden:
Adobe Lightroom
Adobe Lightroom Classic
Adobe Camera Raw
Photoshop über Adobe Camera Raw
teilweise Lightroom Mobile
Lightroom-Presets speichern unter anderem Einstellungen für Belichtung, Kontrast, Gradationskurven, Farbmischer, Color Grading, Details, Effekte und Kalibrierung. Adobe führt in Lightroom die Bereiche „Empfohlen“, „Premium“ und „Deine“ für solche Presets.
Funktionieren englische Presets im deutschen Photoshop und Lightroom?
In der Regel: ja.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Photoshop-Aktionen.
Eine Photoshop-Aktion kann Befehle und Ebenennamen enthalten, die von der Sprache der Benutzeroberfläche abhängig sind. Ein modernes XMP-Preset speichert dagegen überwiegend Entwicklungswerte und Farbparameter.
Deshalb funktionieren seriös erstellte Lightroom- und Camera-Raw-Presets normalerweise unabhängig davon, ob Lightroom oder Photoshop auf Deutsch, Englisch oder einer anderen Sprache läuft.
Trotzdem kann es Einschränkungen geben.
Mögliche Probleme
Das Preset wurde nur für eine sehr alte Lightroom-Version erstellt.
Es liegt ausschließlich als altes .lrtemplate-Preset vor.
Es verwendet ein Kameraprofil, das für die verwendete Kamera nicht verfügbar ist.
Im Paket fehlen zusätzliche Profile.
Das Preset wurde primär für RAW-Dateien erstellt und wirkt auf JPEG-Dateien zu stark.
Es nutzt moderne KI-Masken, die eine aktuelle Programmversion verlangen.
Das Preset wurde für Desktop entwickelt, aber als mobiles DNG-Preset verkauft.
Das Paket setzt bestimmte Kameraprofile voraus.
Adobe Lightroom Classic kann aktuelle Presets und komplette ZIP-Pakete direkt über das Presets-Bedienfeld importieren. Importierte Presets erscheinen anschließend in der Gruppe „Benutzervorgaben“.
Mein Kompatibilitäts-Ampelsystem
GRÜN
Der Anbieter nennt aktuelle Lightroom-Versionen, Lightroom Classic und Adobe Camera Raw ausdrücklich.
Die Presets liegen als XMP-Dateien vor oder werden über einen eigenen Installer aktuell gehalten.
GELB
Die Presets funktionieren grundsätzlich in Lightroom, aber der Anbieter macht keine klare Angabe zu aktuellen Versionen, Camera Raw, benötigten Profilen oder Lightroom Mobile.
ROT
Sehr alte Downloads, undokumentierte Community-Pakete, fehlende Lizenzangaben oder reine DNG-Workarounds ohne Desktop-Version.
Die besten Quellen für Lightroom- und Photoshop-Farblooks 2026
Adobe selbst bietet bereits eine große Auswahl an integrierten Farblooks sowie zusätzliche kostenlose Presets von Fotografen und Kreativen.
In Lightroom stehen je nach Version folgende Bereiche zur Verfügung:
Empfohlen
Premium
Deine
adaptive Presets
Porträt-Presets
Reise- und Landschaftslooks
Schwarzweiß
Cinematic
Futuristic
Vintage
saisonale Kollektionen
Der große Vorteil:
Die integrierten Presets stammen direkt aus dem Adobe-System und werden mit Lightroom aktualisiert. Damit besteht das geringste Risiko, dass Dateiformate oder Funktionen nicht mehr unterstützt werden.
Adobe bietet auf seiner Preset-Seite außerdem kostenlose Downloads für unterschiedliche Themen an, darunter Street Photography, Haustiere, Natur und weitere Fotogenres.
Besonders geeignet für:
Einsteiger, Porträt, Landschaft, Street Photography, Social Media und schnelle Grundlooks.
Preis:
Viele Presets sind in Lightroom beziehungsweise im Creative-Cloud-Abo enthalten.
Zusätzliche Adobe-Presets werden teilweise kostenlos angeboten.
Kompatibilität:
GRÜN.
Direkt für aktuelle Adobe-Versionen entwickelt.
Mein Urteil:
Bevor man für irgendein Mega-Bundle mit 8.000 angeblich professionellen Looks bezahlt, sollte man zuerst die integrierten Adobe-Presets testen.
Viele davon sind inzwischen erheblich besser als ihr Ruf.
2. RNI – Really Nice Images
Einer der besten Anbieter für realistische Filmlooks
RNI gehört seit Jahren zu den renommiertesten Quellen für Filmlooks.
Die Farblooks basieren nicht nur auf frei erfundenen Filtern, sondern auf digitalisierten und analysierten analogen Filmmaterialien. Angeboten werden unter anderem Simulationen klassischer Farbnegativ-, Dia-, Schwarzweiß- und Sofortbildfilme.
RNI All Films 5 verwendet profilbasierte Filmlooks für Lightroom und Adobe Camera Raw. Dadurch wird nicht nur eine Reihe sichtbarer Regler verändert, sondern bereits die grundlegende Farbwiedergabe beeinflusst.
Laut Anbieter funktionieren die Produkte sowohl in Lightroom als auch in Photoshop über Adobe Camera Raw.
Verfügbare Pakete
RNI All Films 5 Demo
Kostenlos.
Ideal, um die Qualität und die Kompatibilität mit der eigenen Kamera zu testen.
RNI All Films 5 Lite
96 US-Dollar.
RNI All Films 5 Pro
192 US-Dollar.
RNI Aerochrome
96 US-Dollar.
Bei Käufen innerhalb der Europäischen Union kann zusätzlich die jeweilige Umsatzsteuer berechnet werden.
Besonders geeignet für:
professionelle Filmlooks
Fashion
Editorial
Fine Art
Porträt
Street Photography
authentische Analogästhetik
Kompatibilität:
GRÜN.
Lightroom und Photoshop ACR werden ausdrücklich unterstützt.
Mein Urteil:
RNI ist einer der besten Anbieter, wenn ein Look tatsächlich wie fotografischer Film wirken soll und nicht nur wie ein Instagram-Filter mit ausgewaschenem Schwarz.
Das kostenlose Demopaket sollte man unbedingt ausprobieren.
3. Mastin Labs
Filmlooks mit besonders natürlicher Hautwiedergabe
Mastin Labs ist vor allem bei Hochzeits-, Familien- und Porträtfotografen beliebt.
Der Anbieter konzentriert sich auf eine möglichst realistische Wiedergabe bekannter Filmtypen. Dazu gehören unter anderem Looks, die an Kodak Portra, Fuji-Filme und klassische Schwarzweißfilme angelehnt sind.
Das Ziel ist nicht, ein Bild möglichst spektakulär zu verfärben. Die Presets sollen digitale Aufnahmen so angleichen, dass sie gemeinsam mit analog fotografierten Bildern in einer Serie funktionieren können.
Mastin Labs beschreibt seine Presets als auf echten Filmscans basierende Filmlooks und verkauft sie als einmaligen Kauf. Aktualisierte Versionen bleiben anschließend im Kundenkonto verfügbar.
Aktuelle Preise
Ein einzelnes Desktop-Preset-Paket:
69 US-Dollar im überprüften Aktionspreis, regulär 99 US-Dollar.
Zwei Pakete:
119 US-Dollar.
Drei Pakete:
159 US-Dollar.
Mobile Profile werden teilweise separat angeboten. Ein mobiles Lifestyle-Paket wurde beim Check für 21 statt 30 US-Dollar angeboten.
Besonders geeignet für:
Porträt
Hochzeit
Beauty
Familie
Lifestyle
natürliche Hauttöne
helle und luftige Looks
Kodak- und Fuji-inspirierte Farbwelten
Kompatibilität:
GRÜN bis GELB.
Aktuelle Lightroom-Pakete werden angeboten. Vor dem Kauf sollte dennoch geprüft werden, ob Desktop, Mobile oder Video-LUTs gewählt wurden.
Mein Urteil:
Sehr gut für Fotografen, die natürliche Hautfarben und eine ruhige, hochwertige Bildsprache brauchen.
Für extreme Fashion-Farben oder experimentelle Kunstlooks ist Mastin Labs weniger gedacht.
4. DVLOP
High-End-Presets für professionelle Fotografen und verschiedene Kamerasysteme
DVLOP arbeitet mit bekannten Fotografen zusammen und entwickelt Presets, die über eigene Kameraprofile möglichst konsistente Ergebnisse mit verschiedenen Kameramarken liefern sollen.
Das ist besonders für Fotografen interessant, die mit Sony, Canon, Nikon, Fujifilm oder mehreren Kamerasystemen gleichzeitig arbeiten.
Laut DVLOP erkennen die Presets das verwendete Kameramodell und verwenden passende Dateien, um einen Look über unterschiedliche Kameras hinweg möglichst einheitlich wiederzugeben.
Je nach Kollektion kommen zusätzlich zum eigentlichen Farblook folgende Elemente hinzu:
Kamera-Profile
ISO-adaptive Einstellungen
KI-Masken
Gradationskurven-Modifikatoren
Körnungsvarianten
mobile Presets
Videotutorials
Preisbeispiele
Eric Floberg 606:
125 US-Dollar.
Unterstützt laut Produktseite Lightroom Classic ab Version 4, Adobe Camera Raw ab Version 10.3 und Lightroom Desktop beziehungsweise Mobile.
Jose Villa – For the Love of Film Fuji:
249 US-Dollar.
Jose Villa – For the Love of Film Kodak:
249 US-Dollar.
Jose Villa Studio:
295 US-Dollar.
Besonders geeignet für:
professionelle Hochzeitsfotografie
Editorial
Studio
natürliche Hauttöne
gemischte Kamerasysteme
große Bildserien
konsistente Kundenproduktionen
Kompatibilität:
GRÜN.
Bei den meisten Produktseiten werden unterstützte Adobe-Versionen genau aufgeführt.
Mein Urteil:
DVLOP gehört qualitativ zur Oberklasse, ist aber preislich ebenfalls dort angesiedelt.
Ein Paket für 249 oder 295 US-Dollar kauft man nicht, weil das Vorschaubild hübsch aussieht. Man kauft es, wenn der Look zur eigenen Produktion und zum eigenen Kamerasystem passt.
5. Archipelago Presets
Kreative, atmosphärische und moderne Editorial-Looks
Archipelago ist besonders stark bei modernen, stimmungsvollen Farblooks.
Viele Kollektionen bewegen sich zwischen analoger Fotografie, Editorial, Fine Art, Hochzeit und dunkleren Cinematic-Looks.
Die neueren Foundation-Pakete sind keine einfachen Ein-Klick-Filter. Sie arbeiten als mehrstufiges System aus Grundpreset, Profilen, Werkzeugen und spezialisierten Anpassungen. Dadurch lässt sich ein Look wesentlich genauer auf ein Bild abstimmen.
Preise und Mitgliedschaften
Creative Looks:
Einzelne Looks werden teilweise ab 20 US-Dollar angeboten.
Quest-Mitgliedschaft:
Ab 10 US-Dollar pro Monat.
Dabei kann jeden Monat eine komplette Preset-Kollektion aus einer umfangreichen Bibliothek gewählt werden. Die ausgewählten Kollektionen bleiben laut Anbieter dauerhaft erhalten.
Archipelago Society:
15 US-Dollar jährlich.
Mitglieder erhalten je nach Produkt Rabatte von bis zu 50 Prozent.
Besonders geeignet für:
Fine Art
Hochzeit
Moody Looks
Cinematic
Fashion
Outdoor-Porträts
kreative Editorial-Serien
Kompatibilität:
GRÜN bis GELB.
Aktive und aktuelle Produktlinien. Bei älteren Kollektionen sollte trotzdem die jeweilige Produktbeschreibung geprüft werden.
Mein Urteil:
Eine der spannendsten Adressen für Fotografen, die keine sterile Standardästhetik wollen.
Die Looks haben Charakter, können bei falscher Anwendung aber auch schnell zu stark werden.
6. PresetLove
Mehr als 300 kostenlose Presets für fast jedes Genre
PresetLove ist eine der größten kostenlosen Preset-Sammlungen.
Die Seite bietet nach eigener Angabe mehr als 300 Presets für Desktop und Mobile. Die Kategorien reichen von Porträt und Fashion über Film, Schwarzweiß, Landschaft, Reise, Street Photography, Food und Immobilien bis zu saisonalen Farblooks.
Viele Presets lassen sich einzeln herunterladen. Zusätzlich werden größere Pakete angeboten.
Besonders geeignet für:
erste Experimente
Social Media
Reise
Landschaft
Street Photography
Fashion
warme und saisonale Looks
Cinematic Looks
Preis:
Ein großer Teil ist kostenlos.
Zusätzlich werden kostenpflichtige Gesamtpakete angeboten.
Kompatibilität:
GELB.
Desktop und Mobile werden genannt. Trotzdem sollte bei älteren Einzelpresets geprüft werden, ob XMP-, DNG- oder ältere LRTemplate-Dateien enthalten sind.
Mein Urteil:
Eine hervorragende Spielwiese.
Nicht jedes Preset ist ein professioneller Produktionslook, aber die Auswahl ist groß und kostenlos. Damit eignet sich PresetLove hervorragend, um herauszufinden, welche Farbwelten überhaupt zur eigenen Fotografie passen.
7. FixThePhoto
Riesige kostenlose Sammlung für Porträt, Fashion und kommerzielle Fotografie
FixThePhoto bietet eine der größten frei zugänglichen Lightroom-Sammlungen.
Nach Angaben der Seite stehen mehr als 500 kostenlose Presets zur Verfügung. Unterstützt werden Lightroom CC, Lightroom Classic, ältere Lightroom-Versionen und Lightroom Mobile. Die Presets sind für RAW- und JPEG-Dateien gedacht.
Besonders umfangreich sind die Kategorien:
Porträt
Fashion
Hochzeit
Baby und Familie
Immobilien
Food
Instagram
Schwarzweiß
Filmlooks
Landschaft
Street Photography
Preis:
Mehrere hundert Presets kostenlos.
Zusätzlich werden kommerzielle Bundles und Dienstleistungen angeboten.
Kompatibilität:
GELB.
Breite Versionsunterstützung wird genannt. Bei der enormen Menge sollte trotzdem jedes Paket einzeln geprüft werden.
Mein Urteil:
Sehr viel kostenloses Material, besonders für Porträt und Fashion.
Der Nachteil ist derselbe wie bei großen Gratisbibliotheken generell: Masse ersetzt keine eigene Auswahl. Einige Looks sind brauchbar, andere sind deutlich zu stark oder stilistisch veraltet.
8. ON1 – kostenlose Lightroom-Presets
Seriöse Gratispakete eines etablierten Softwareherstellers
ON1 entwickelt mit ON1 Photo RAW eine eigene Bildbearbeitungssoftware, bietet aber zusätzlich kostenlose Presets für Lightroom an.
Der Vorteil gegenüber anonymen Downloadseiten liegt in der klaren Herkunft. Die Downloads stammen von einem etablierten Softwareanbieter und werden als Lightroom-Presets angeboten.
Besonders geeignet für:
Landschaft
Reise
Porträt
Schwarzweiß
kreative Farbeffekte
Einstieg in unterschiedliche Looks
Preis:
Kostenlos.
Für den Download kann eine Registrierung oder E-Mail-Adresse erforderlich sein.
Kompatibilität:
GRÜN bis GELB.
Aktive Herstellerseite. Trotzdem vor dem Import die jeweilige Paketbeschreibung lesen.
Mein Urteil:
Eine gute kostenlose Quelle für Nutzer, die keine Presets von völlig unbekannten Webseiten laden möchten.
9. PSD Stack
Große kostenlose Sammlung für Desktop, Mobile und Camera Raw
PSD Stack bietet mehrere hundert kostenlose Presets und aktualisiert die Sammlung weiterhin.
Die Seite nennt ausdrücklich Lightroom Desktop, Lightroom Mobile, Lightroom Classic, Photoshop Camera Raw sowie ältere Lightroom-Versionen als kompatibel. Die Sammlung wurde zuletzt im Juli 2026 aktualisiert.
Besonders geeignet für:
Mobile Editing
Porträt
Landschaft
Filmlooks
Social Media
Cinematic
Einsteiger
Preis:
Kostenlos.
Kompatibilität:
GRÜN bis GELB.
Camera Raw und aktuelle Lightroom-Versionen werden ausdrücklich genannt.
Mein Urteil:
Eine der interessantesten Gratisquellen, wenn Presets sowohl in Lightroom als auch in Camera Raw genutzt werden sollen.
Wie bei allen großen Sammlungen gilt: Nicht alles gleichzeitig installieren. Sonst besteht das Presets-Menü bald aus einem digitalen Flohmarkt.
Creative Market ist eine Plattform für digitale Produkte unabhängiger Anbieter.
Das Angebot reicht von einzelnen Farblooks bis zu Paketen mit mehreren hundert Lightroom-Presets.
Ein überprüftes Bundle enthielt beispielsweise 260 Presets aus 37 Kollektionen und wurde für 40 US-Dollar angeboten. Solche Mengenangebote klingen spektakulär, sagen aber zunächst nichts über die tatsächliche Qualität aus.
Besonders geeignet für:
Social Media
Blogger
Hochzeit
Boho
Fashion
Food
Reisen
Lifestyle
trendbasierte Looks
Preis:
Je nach Anbieter und Paket.
Kleine Pakete beginnen oft im niedrigen zweistelligen Bereich. Große Bundles können erheblich teurer sein.
Mitglieder erhalten je nach Abo Rabatte und monatliche Gratisprodukte.
Kompatibilität:
GELB bis ROT.
Vollständig abhängig vom jeweiligen Anbieter.
Mein Urteil:
Creative Market kann sehr gute Presets enthalten. Es gibt aber keine einheitliche Qualitätskontrolle für Farbwiedergabe, Hauttöne oder aktuelle Adobe-Versionen.
Nur Produkte kaufen, die klare Vorher-nachher-Beispiele und genaue Kompatibilitätsangaben enthalten.
Die besten Anbieter nach Einsatzgebiet
Natürliche Porträts und Beauty
Mastin Labs
DVLOP
RNI
Adobe Premium Presets
FixThePhoto als kostenlose Alternative
Authentische Filmlooks
RNI
Mastin Labs
DVLOP
Archipelago
kostenlose RNI-Demo
Fashion und Editorial
RNI
Archipelago
DVLOP
Envato Elements
Creative Market
Dunkle und atmosphärische Looks
Archipelago
RNI
PresetLove
Envato Elements
Hochzeit und Familie
Mastin Labs
DVLOP
Archipelago
FixThePhoto
Adobe Presets
Kostenlose Presets
Adobe
PresetLove
FixThePhoto
ON1
PSD Stack
RNI Demo
Warum ein Preset auf deinem Bild anders aussieht als in der Werbung
Ein Preset ist keine fertige Bildbearbeitung.
Der gleiche Look kann auf zwei verschiedenen Bildern völlig unterschiedlich wirken.
Das liegt unter anderem an:
Kamera und Sensor
Kameraprofil
Objektiv
Weißabgleich
Belichtung
Lichtfarbe
Hautfarbe
Kleidung
Hintergrund
RAW oder JPEG
Tageszeit
verwendeter Lichtquelle
Kontrastumfang des Motivs
Ein Preset, das auf einem hell belichteten Hochzeitsfoto mit Pastellfarben entwickelt wurde, wird auf einem unterbelichteten Nachtporträt nicht plötzlich denselben Look erzeugen.
Professionelle Presets sind deshalb meistens Ausgangspunkte, keine fertigen Endergebnisse.
Der wichtigste Trick nach dem Anwenden eines Presets
Nach dem Preset sollten normalerweise zuerst nur zwei Werte angepasst werden:
Belichtung
Weißabgleich
Viele gute Presets sind darauf ausgelegt, dass genau diese beiden Parameter anschließend an das jeweilige Foto angepasst werden.
Erst danach sollte beurteilt werden, ob Kontrast, Sättigung, Hautfarbe oder Gradationskurve korrigiert werden müssen.
Was ein gutes Preset auszeichnet
Natürliche Hauttöne
Haut sollte nicht plötzlich orange, grau, magenta oder grün werden.
Editierbare Einstellungen
Alle Regler müssen nach dem Anwenden weiterhin anpassbar sein.
Kontrollierter Kontrast
Details in Lichtern und Schatten sollten erhalten bleiben.
Gute Kameraprofile
Hochwertige Pakete enthalten passende Profile oder unterstützen verschiedene Kameramodelle.
Konsistenz
Der Look sollte auf einer kompletten Serie funktionieren und nicht nur auf einem einzigen Vorher-nachher-Werbebild.
Moderne XMP-Dateien
Aktuelle XMP-Presets sind für Lightroom und Camera Raw meist die beste Wahl.
Klare Installation
Ein seriöses Paket erklärt genau, welche Dateien importiert werden müssen.
Zurückhaltende Schärfung
Übertriebene Klarheit, Struktur und Schärfung machen ein Bild nicht automatisch hochwertiger.
Wovor man sich hüten sollte
Tausende Presets für wenige Euro
Ein Paket mit 5.000 Presets klingt beeindruckend.
In der Praxis enthält es häufig zahllose beinahe identische Varianten, alte Dateien, extreme Effekte und viele Looks, die niemals verwendet werden.
Unklare Quellen
Keine Dateien aus anonymen Google-Drive-Ordnern, dubiosen Foren oder offensichtlich fremd hochgeladenen Paketen installieren.
Gestohlene Presets
Bekannte Premium-Pakete werden häufig illegal weitergegeben.
Abgesehen von der rechtlichen Frage besteht bei fremden ZIP-Dateien immer ein Sicherheitsrisiko.
Keine Vorher-nachher-Beispiele
Ein Anbieter sollte den Look auf mehreren Bildern und unterschiedlichen Motiven zeigen.
Nur perfekte Werbefotos
Wenn alle Beispiele bei identischem Licht, identischer Hautfarbe und identischer Location fotografiert wurden, sagt das wenig über die Alltagstauglichkeit aus.
Aggressive Hautveränderungen
Ein Farblook sollte keine Beauty-Retusche ersetzen.
So importierst du Presets in Lightroom Classic
Lightroom Classic öffnen.
In das Modul „Entwickeln“ wechseln.
Im Bereich „Vorgaben“ auf das Pluszeichen klicken.
„Vorgaben importieren“ auswählen.
Die XMP-Dateien oder das ZIP-Paket auswählen.
Auf „Importieren“ klicken.
Adobe erlaubt in Lightroom Classic ausdrücklich den Import einzelner Preset-Dateien oder kompletter ZIP-Pakete.
So importierst du Presets in Lightroom Desktop
Lightroom öffnen.
„Datei“ auswählen.
„Profile und Vorgaben importieren“ anklicken.
Die XMP-Dateien oder das Paket auswählen.
Import bestätigen.
Importierte Presets erscheinen anschließend im Bereich „Deine“ beziehungsweise unter den Benutzervorgaben.
So verwendest du Lightroom-Presets in Photoshop
Eine RAW-Datei in Photoshop öffnen.
Adobe Camera Raw startet automatisch.
Im rechten Bedienfeld den Bereich „Vorgaben“ öffnen.
Über das Menü „Profile und Vorgaben importieren“ auswählen.
Die XMP-Datei oder das ZIP-Paket laden.
Alternativ:
Ein Bild in Photoshop öffnen.
Die Ebene zur Sicherheit in ein Smartobjekt umwandeln.
„Filter > Camera Raw-Filter“ auswählen.
Das gewünschte Preset anwenden.
Belichtung, Weißabgleich und Intensität anpassen.
Durch die Verwendung auf einem Smartobjekt bleibt der Camera-Raw-Filter nachträglich veränderbar.
Lightroom Mobile
Aktuelle Lightroom-Mobile-Versionen können je nach Betriebssystem XMP-, DNG- oder ältere LRTemplate-Dateien importieren.
Adobe beschreibt den direkten Import über den Bereich „Presets“ und die Option „Presets importieren“. Selbst erstellte Presets können bei aktivem Adobe-Abo über Geräte hinweg synchronisiert werden.
Für einen stabilen Workflow ist es meist einfacher, Desktop-Presets zunächst in Lightroom Desktop zu importieren und anschließend über das Adobe-Konto mit Lightroom Mobile zu synchronisieren.
Meine klare Empfehlung
Wer zunächst kostenlose und technisch sichere Presets ausprobieren möchte, sollte in dieser Reihenfolge beginnen:
Adobe Lightroom Presets
RNI Demo
ON1
PresetLove
PSD Stack
FixThePhoto
Für professionelle Filmlooks sind derzeit besonders interessant:
RNI
Mastin Labs
DVLOP
Archipelago
Für Fashion, Fine Art und kreative Editorial-Looks:
Archipelago
RNI
DVLOP
Envato Elements
Das ehrliche Fazit
Gute Presets können einen Workflow erheblich beschleunigen.
Sie können helfen, eine Serie farblich zusammenzuführen und einen wiedererkennbaren Stil aufzubauen.
Sie ersetzen aber weder gutes Licht noch eine saubere Belichtung oder ein Verständnis für Farbe.
Der häufigste Fehler besteht darin, immer neue Preset-Pakete zu kaufen, statt drei oder vier gute Looks wirklich zu beherrschen.
Ein professioneller Fotograf braucht keine 5.000 Presets.
Er braucht wenige verlässliche Farblooks, die zu seiner Kamera, seinen Motiven und seiner künstlerischen Handschrift passen.
Das beste Preset ist nicht das spektakulärste.
Es ist das Preset, das auf einer kompletten Bildserie funktioniert, Hauttöne respektiert, ausreichend Spielraum für Anpassungen lässt und dem Bild einen Stil gibt, ohne das Bild zu zerstören.
Preset-Preise, Rabatte, Mitgliedschaften und enthaltene Dateien können sich jederzeit ändern.
Vor einem Kauf sollte immer geprüft werden:
unterstützte Adobe-Version
Desktop- oder Mobile-Version
Dateiformat
enthaltene Kameraprofile
Lizenzbedingungen
Rückgabebedingungen
kommerzielle Nutzbarkeit
Presets verändern die Entwicklungsparameter eines Bildes. Das Ergebnis hängt immer vom Ausgangsmaterial, von der Kamera, vom Licht und von der anschließenden individuellen Anpassung ab.
Photoshop-Aktionen: Kostenlose und kostenpflichtige Quellen
Photoshop-Aktionen gibt es für nahezu alles: Beauty-Retusche, Hautbearbeitung, Farblooks, Dodge & Burn, Schärfung, Schwarzweiß, Vintage, Composings, Dispersion, Malerei-Effekte, Mock-ups oder komplette Bildwelten.
Das Problem ist nicht, Aktionen zu finden.
Das Problem ist, gute Aktionen zu finden, die heute noch funktionieren – und im deutschen Photoshop nicht beim ersten englischen Ebenennamen zusammenbrechen.
Ich habe deshalb nicht einfach eine endlose Linkwüste zusammengestellt, sondern die wichtigsten Quellen nach Nutzen, Aktualität, Preis, Lizenztransparenz und Sprachsicherheit bewertet.
Der Fokus liegt auf kostenlosen Angeboten. Kostenpflichtige Plattformen sind nur dort enthalten, wo sie entweder eine sehr große Auswahl, klaren Support oder professionell dokumentierte Produkte bieten.
Das Wichtigste zuerst: Laufen englische Photoshop-Aktionen im deutschen Photoshop?
Grundsätzlich ja.
Photoshop lädt Aktionssets im Format .ATN unabhängig davon, in welcher Sprache die Benutzeroberfläche läuft. Die eigentliche Stolperfalle liegt nicht im Dateiformat, sondern darin, wie die Aktion aufgenommen und programmiert wurde.
Eine sauber gebaute Aktion arbeitet mit relativen Befehlen, eindeutig selbst vergebenen Ebenennamen und möglichst zerstörungsfreien Einstellungsebenen.
Eine schlecht gebaute Aktion versucht dagegen beispielsweise eine automatisch erzeugte Ebene namens „Layer 1“, „Background“ oder „Hue/Saturation“ auszuwählen.
Im deutschen Photoshop heißen diese Ebenen anders.
Dann stoppt die Aktion häufig mit einer Meldung wie:
„Der Befehl Auswählen ist momentan nicht verfügbar.“
Mein Kompatibilitäts-Ampelsystem
GRÜN
Der Anbieter nennt ausdrücklich alle Photoshop-Sprachen beziehungsweise Deutsch und eine aktuelle Photoshop-Version.
GELB
Die Aktion wird für Photoshop CC angeboten, aber der Anbieter macht keine belastbare Aussage zur deutschen Benutzeroberfläche.
ROT
Alte, undokumentierte oder von Nutzern hochgeladene Aktion ohne Versions-, Sprach- oder Lizenzangaben. Nur mit einer Testdatei ausprobieren.
Wichtig: Eine komplette technische Einzelprüfung jeder Aktion auf jeder Plattform wäre nur durch Installation und Ausführung in einer deutschen Photoshop-Testumgebung möglich.
Die folgende Liste ist deshalb ein belastbarer Quellencheck mit Herstellerangaben, aktuellen Seiten, Preisen und bekannten Sprachrisiken.
Sie ist keine pauschale Garantie für jede einzelne Datei eines offenen Marktplatzes.
PanosFX ist die stärkste Quelle dieser Liste, sobald Sprachkompatibilität wichtiger ist als bloße Masse.
Der Anbieter nennt bei aktuellen Gratis-Aktionen ausdrücklich PC und Mac, alle Photoshop-Sprachen und konkrete Versionsbereiche bis Photoshop 2026.
Bei mehreren Paketen stehen zusätzlich deutsche Übersetzungen, Dokumentationen und ein aktuelles Veröffentlichungsdatum dabei.
Besonders geeignet für:
Reflexionen, Collagen, Papier- und 3D-Effekte, Symmetrie, Schnee, Animationen und Präsentationseffekte.
Preis:
Viele Aktionen sind kostenlos. Zusätzlich gibt es Premium-Toolkits und Komplettpakete. Die Preise unterscheiden sich je nach Aktion und Angebot.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GRÜN.
Bei den geprüften Paketen werden alle Photoshop-Sprachen und aktuelle Versionen bis Photoshop 2026 ausdrücklich genannt.
Mein Urteil:
Für eine deutschsprachige Installation ist PanosFX die erste Adresse, weil der Anbieter die Sprachfrage nicht verschweigt, sondern konkret beantwortet.
Designer in Action bündelt mehr als 70 kostenlose Photoshop-Aktionen und Stile und erklärt die Installation auf Deutsch.
Der große Vorteil liegt in der redaktionellen Vorauswahl. Man muss sich nicht durch tausende beliebige Community-Uploads wühlen.
Die Seite weist selbst darauf hin, dass viele der angebotenen Aktionen in der deutschen Photoshop-Version nutzbar sind.
Besonders geeignet für:
Fotoeffekte, Retusche, Farblooks, Texteffekte, Bildstile und kreative Experimente.
Preis:
Kostenlos.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GRÜN bis GELB.
Es handelt sich um eine deutschsprachige Quelle mit ausdrücklichem Hinweis auf deutsche Photoshop-Versionen. Die Detailqualität hängt jedoch vom jeweiligen Fremdanbieter ab.
Mein Urteil:
Ideal als erster Einstieg und für alle, die keine Lust auf englische Downloadseiten haben.
3. FixThePhoto
Die größte praktische Gratis-Sammlung für Fotografen
FixThePhoto bietet nach eigener Angabe mehr als 300 kostenlose Photoshop-Aktionen.
Die Sammlung ist stark auf reale Fotografie-Workflows ausgerichtet: Porträts, Hochzeiten, Babyfotos, Landschaft, Immobilien, Schwarzweiß, HDR, Farbkorrektur, Haut und saisonale Looks.
Die Seite nennt Photoshop CS4 bis CS6 und Photoshop CC als kompatibel.
PhotoshopSupply ist weniger eine Hochglanz-Retuschebibliothek als eine Werkzeugkiste.
Dort finden sich Aktionen zum Freistellen schwarzer oder weißer Hintergründe, für Line Art, Schwarzweiß, Sepia, Posterize, selektive Farbe, Kanten, Unschärfe und grafische Effekte.
Viele Dateien liegen direkt als .ATN vor. Bei einigen Gratisangeboten ist eine kommerzielle Nutzung mit Namensnennung erlaubt.
Besonders geeignet für:
Line Art, Hintergrund entfernen, Posterize, Schwarzweiß, Sepia, Konturen und grafische Spezialeffekte.
Preis:
Viele Downloads sind kostenlos.
Premium-Aktionen werden häufig für ungefähr 4 bis 6 US-Dollar angeboten.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GELB.
Funktionierende .ATN-Downloads, aber keine durchgängige Aussage zur deutschen Oberfläche.
Mein Urteil:
Besonders nützlich, wenn man eine konkrete kleine Aufgabe lösen will und nicht den hundertsten Instagram-Farbfilter sucht.
5. Brusheezy
Eine riesige Fundgrube – aber nicht blind herunterladen
Brusheezy ist eine sehr große Community-Plattform für Photoshop-Ressourcen.
Neben Pinseln, Texturen, PSDs und Verläufen gibt es auch Aktionen, darunter beispielsweise Orange-and-Teal-Looks.
Die schiere Menge ist der Vorteil und gleichzeitig das Problem: Qualität, Dokumentation, Aktualität und Lizenz unterscheiden sich von Upload zu Upload.
Besonders geeignet für:
Farblooks, Retro, Texturen, kreative Effekte und ergänzende Photoshop-Ressourcen.
Preis:
Viele kostenlose Ressourcen.
Premium wird zeitweise als Aktionsangebot angeboten. Beim Check wurden beispielsweise drei Monate für 19 US-Dollar beworben. Reguläre Abomodelle können abweichen.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GELB bis ROT.
Keine pauschale Sprachgarantie. Jeden einzelnen Download prüfen.
Mein Urteil:
Nur Dateien laden, deren Produktseite klare Vorschaubilder, Lizenzangaben, Dateiformat und möglichst Kommentare oder Bewertungen zeigt.
6. MCP Actions
Solide Fotografie-Aktionen mit professionellem Hintergrund
MCP Actions ist seit Jahren auf Fotografen-Workflows spezialisiert.
Der kostenlose Bereich enthält unter anderem Werkzeuge für Licht, Dunkelheit, Schärfung, Texturen, Vignetten und Präsentation.
Die kostenpflichtigen Pakete gehen stärker in komplette Retusche- und Farbworkflows.
Besonders geeignet für:
Porträt, Lichtführung, Retusche, Schärfung, Farbkorrektur und Fotografen-Workflows.
Preis:
Gratisbereich vorhanden.
Einzelne Produkte liegen ungefähr bei 36 bis 72 US-Dollar. Größere Pakete können über 100 US-Dollar kosten.
Kompatibilität mit deutschem Photoshop:
GELB.
Aktiver Anbieter und Support, aber keine pauschale Aussage, dass jedes Set sprachneutral im deutschen Photoshop läuft.
Mein Urteil:
Vor dem Kauf Produktbeschreibung und Support zur deutschen Version ausdrücklich prüfen – besonders bei Aktionen mit vielen automatisch benannten Ebenen.
7. Greater Than Gatsby
High-End-Retusche und Painterly Looks – professionell, aber teuer
Web-Schärfung, Größenvarianten, sRGB-Konvertierung, Instagram-Formate und Dateiexport.
Composing-Helfer
Masken, Kantenkontrolle, Farbangleichung, Schattenaufbau und saubere Ebenenstrukturen.
Bei Beauty-Retusche gilt besonders:
Eine Aktion ist kein automatischer Hautchirurg.
Gute Retusche-Aktionen bauen kontrollierbare Ebenen und Masken auf.
Schlechte Aktionen bügeln Hautstruktur, Poren und Gesichtsdimension weg.
Das Ergebnis sieht dann nicht teuer aus, sondern nach Plastik – und zwar nach dem falschen Plastik.
Der 60-Sekunden-Check vor jedem Download
1. Dateiformat
Für klassische Photoshop-Aktionen sollte mindestens eine .ATN-Datei enthalten sein.
2. Version
Steht dort nur CS3 oder CS5 und wurde das Produkt jahrelang nicht aktualisiert, ist Vorsicht angesagt.
3. Sprache
Am besten sind Aussagen wie:
all Photoshop languages
multi-language
German version
Deutsch
4. Ausgangsbedingungen
Prüfen, ob RGB, 8 Bit, ein Hintergrund, eine Auswahl, ein bestimmter Ebenenname oder eine Mindestauflösung verlangt wird.
5. Zusatzdateien
Viele Kunstaktionen brauchen Pinsel, Muster oder Texturen.
Fehlt eine Datei, bricht die Aktion ab.
6. Zerstörungsfreiheit
Gute Aktionen lassen Ebenen, Gruppen, Masken und Einstellungsebenen editierbar.
7. Lizenz
Kostenlos bedeutet nicht automatisch frei für kommerzielle Kundenarbeiten.
Namensnennung oder Einschränkungen beachten.
8. Quelle
Nur von der Originalseite oder einem etablierten Marktplatz laden.
Keine anonymen Reupload-Seiten.
So installierst du eine Photoshop-Aktion im aktuellen deutschen Photoshop
ZIP-Datei vollständig entpacken.
Photoshop öffnen.
Fenster > Aktionen aufrufen.
Im Menü des Aktionen-Bedienfelds „Aktionen laden“ wählen.
Die .ATN-Datei auswählen.
Ein Testbild als Kopie öffnen und die Aktion zunächst dort starten.
Alternativ lässt sich eine .ATN-Datei häufig per Doppelklick oder durch Ziehen in Photoshop laden.
Nach einem Photoshop-Update sollten eigene und gekaufte Aktionen zusätzlich als .ATN gesichert werden.
Adobe weist darauf hin, dass Aktionen nach Updates oder auf einem neuen Rechner fehlen können und deshalb aus einem gespeicherten Aktionsset neu geladen werden sollten.
Wenn eine Aktion im deutschen Photoshop stoppt
Im Aktionen-Bedienfeld prüfen, bei welchem einzelnen Schritt der Ablauf stehen bleibt.
Kontrollieren, ob das Dokument im RGB-Modus und in der geforderten Bittiefe vorliegt.
Prüfen, ob eine Ebene namens „Hintergrund“ verlangt wird oder ob die Ausgangsebene gesperrt sein muss.
Bei englischen Ebenennamen den fehlerhaften Auswahlschritt löschen oder neu aufnehmen, sofern die Lizenz Änderungen erlaubt.
Zusatzpinsel, Muster, Verläufe und Texturen installieren, wenn sie zum Paket gehören.
Die Aktion nicht auf dem Originalbild testen, sondern auf einer Kopie.
Bei einem Kauf den Support fragen, ob eine sprachneutrale oder deutsche Version verfügbar ist.
Meine klare Empfehlung
Für den deutschen Photoshop würde ich in dieser Reihenfolge starten:
PanosFX
Designer in Action
FixThePhoto
PhotoshopSupply
Dort bekommt man bereits sehr viel kostenloses und brauchbares Material.
Brusheezy und DeviantArt sind gute Fundgruben, aber keine Qualitätsgarantie.
MCP Actions und Greater Than Gatsby sind interessant, sobald professionelle Porträt- und Beauty-Workflows gefragt sind.
Creative Market und Envato lohnen sich vor allem, wenn man regelmäßig neue Looks und weitere Design-Assets benötigt.
Die beste Aktion ist nicht die, die mit einem Klick das wildeste Bild erzeugt.
Die beste Aktion ist die, die dir wiederkehrende Arbeit abnimmt, sauber dokumentiert ist, editierbare Ebenen hinterlässt und auch nach dem nächsten Photoshop-Update noch nachvollziehbar bleibt.
Beauty-Retusche in Photoshop: In diesem Workshop lernst du, mit Gradationskurven, Ebenenmasken und gezielter Hautkorrektur natürliche Porträts zu gestalten.
Nach genauer Analyse des Instagram-Reels von @retouchlikeme
Workshop-Artikel für den Brownz Art WordPress-Blog
Peter „Brownz“ Braunschmid | Juli 2026
„Eine gute Beauty-Retusche löscht keinen Menschen. Sie räumt das Bild auf, führt das Licht und lässt die Person trotzdem in Ruhe.“
Beauty-Retusche: Worum es hier wirklich geht
Das Reel ist nur rund 35 Sekunden lang. Genau das macht es für Anfänger gleichzeitig spannend und gefährlich: Man sieht viele schnelle Handgriffe, aber kaum eine Erklärung. Wenn man nur nachklickt, weiß man am Ende zwar, wo die Gradationskurven wohnen, aber nicht, warum man sie überhaupt braucht.
Ich habe mir den Ablauf deshalb Bild für Bild angesehen und daraus einen nachvollziehbaren Workflow gebaut. Das ist keine behauptete Eins-zu-eins-Transkription jedes Mausklicks. Wo der Arbeitsschritt im Video eindeutig erkennbar ist, sage ich das. Wo das Reel etwas überspringt, ergänze ich die fachlich saubere Photoshop-Praxis. Genau so wird aus einem schnellen Social-Media-Clip ein echter Workshop.
DAS ZIEL Natürlichere, ruhigere Haut und eine bessere Lichtführung – ohne Poren wegzubügeln, ohne Muttermale pauschal zu entfernen und ohne aus einem Gesicht ein fremdes Gesicht zu machen.
Der analysierte Clip
Quelle:Instagram-Reel von @retouchlikeme. Im Clip wird ein hochauflösendes Porträt in Adobe Photoshop bearbeitet. Sichtbar sind unter anderem Gradationskurven, schwarze Ebenenmasken, Lasso-Auswahlen, Pinselarbeit, die Funktion „Farbbereich“, eine Maskenkante mit etwa 7,2 Pixeln Weiche Kante sowie am Ende eine Farbton/Sättigung-Ebene.
Was du in diesem Workshop lernst
wie du eine saubere, reversible Ebenenstruktur anlegst
wie du mit Kurven und Masken Licht modellierst, statt Haut weichzuzeichnen
wie du lokale Hautunruhe reduzierst, ohne Textur zu vernichten
wie Lasso, Farbbereich und weiche Maskenkanten zusammenspielen
wie du Farbe und Sättigung zum Schluss kontrollierst
wie du dein Ergebnis realistisch prüfst und sauber exportierst
Inhaltsübersicht
01–03 | Vorbereitung, Ebenenaufbau und lokale Tonwertkorrektur
04–06 | Haut-Cleanup, Gesicht modellieren und Masken verfeinern
07–09 | Farbe, Qualitätskontrolle und Export
Praxis | Startwerte, Fehlerdiagnose und 20-Minuten-Übung
Was im Reel tatsächlich passiert
Bevor wir Photoshop öffnen, lohnt sich ein nüchterner Blick auf den Ablauf. Das Reel lebt vom Tempo, der Workflow selbst aber von Kontrolle.
Im Clip eindeutig sichtbar
Was das fachlich bedeutet
Kurven-Einstellungsebenen mit Masken
Helligkeit und Kontrast werden nicht direkt in die Pixel gerechnet, sondern kontrollierbar über Einstellungsebenen gesteuert.
Schwarze Masken und weiße Pinselstriche
Die Korrektur ist zuerst versteckt und wird nur dort eingeblendet, wo sie gebraucht wird.
Lasso-Auswahl um Schulter, Oberkörper und Kleidung
Große Bildbereiche werden vor der Pinselarbeit begrenzt. So landet die Korrektur nicht versehentlich im Hintergrund.
Kleine, lokale Pinselarbeit an Gesicht und Armen
Statt eines globalen Weichzeichners wird punktuell an Tonwerten und Unregelmäßigkeiten gearbeitet.
„Color Range / Farbbereich“ und Maskeneigenschaften
Auswahlen werden nach Helligkeit oder Farbe verfeinert und anschließend weich in das Bild eingeblendet.
Hue/Saturation / Farbton-Sättigung
Die Farbstimmung wird am Ende kontrolliert – nicht zu Beginn als Tarnlack über unfertige Retusche gegossen.
Vorher-nachher-Vergleich
Das Ergebnis bleibt bewusst subtil. Muttermale und charakteristische Merkmale werden nicht einfach wegradiert.
WICHTIG Das Reel zeigt keine klassische, offen erkennbare Frequenztrennung. Es zeigt vor allem lokale Kurvenarbeit, Maskierung und kleinteilige Korrektur. Wer hier automatisch „Frequenztrennung“ hineinliest, erfindet einen Arbeitsschritt, der im Clip nicht sauber belegt ist.
Mein Grundsatz dazu
Beauty-Retusche ist für mich keine digitale Schönheitsoperation. Ein Pickel, ein Sensorfleck oder eine temporäre Rötung darf weg. Ein Muttermal, eine Narbe oder eine charakteristische Falte ist etwas anderes. Wenn du solche Merkmale entfernst, solltest du wissen, warum – und bei einer Auftragsarbeit im Idealfall mit dem Model oder Kunden abgestimmt haben.
Das Bild im Reel funktioniert gerade deshalb, weil die Person am Ende noch dieselbe Person ist. Die Haut ist ruhiger, das Licht klarer, die Farbe kontrollierter. Mehr muss gute Retusche oft gar nicht tun.
Was du brauchst
Adobe Photoshop in einer aktuellen Desktop-Version
ein hochauflösendes RAW-, TIFF- oder PSD-Ausgangsbild
eine Maus funktioniert – ein Grafiktablett macht feine Pinselarbeit aber deutlich angenehmer
einen farblich vernünftigen Monitor und möglichst neutrales Umgebungslicht
Zeit. Hektik ist bei Beauty-Retusche ungefähr so hilfreich wie Sandpapier beim Lippenstift.
01 Das Ausgangsbild vorbereiten
Im Reel startet die eigentliche Photoshop-Arbeit bereits mit einem geöffneten, hochauflösenden Bild. Die RAW-Entwicklung ist nicht zu sehen. Für einen vollständigen Workflow gehört sie trotzdem davor.
RAW-Entwicklung: weniger ist mehr
Öffne das RAW in Camera Raw oder entwickle es in Lightroom beziehungsweise Capture One.
Stelle Weißabgleich und Belichtung so ein, dass Hauttöne glaubwürdig wirken und keine wichtigen Lichter ausfressen.
Reduziere extreme globale Klarheit oder Textur. Beides macht Hautprobleme oft künstlich lauter.
Öffne das Bild möglichst als 16-Bit-Datei in Photoshop. Das gibt dir bei Kurven und Farbkorrekturen mehr Spielraum.
GUTER STARTWERT Textur und Klarheit zunächst bei 0 lassen. Erst beurteilen, was das Bild wirklich braucht. Ein Regler ist kein Auftrag, ihn bis zum Anschlag zu schieben.
Datei und Sicherheit
Speichere sofort als PSD oder PSB, wenn die Datei sehr groß wird.
Lass die Hintergrundebene unangetastet oder dupliziere sie mit Strg/Cmd + J.
Benenne Ebenen. „Kurven 17 Kopie final final“ ist keine Ebenenstruktur, sondern ein Hilferuf.
02 Die Ebenenstruktur anlegen
Der Clip arbeitet klar non-destruktiv: Korrekturen liegen auf Einstellungsebenen und Masken. Das ist der Kern des gesamten Workshops.
Gruppe
Empfohlene Ebenen
01 CLEANUP
Leere Ebene „Haut-Cleanup“; optional separate Ebene für Haare und Staub
02 LIGHT
Kurven „Aufhellen“, Kurven „Abdunkeln“, lokale Kurven für Körper/Kleidung
03 COLOR
Farbton/Sättigung, Selektive Farbkorrektur oder Farbbalance
Klicke unten im Ebenenbedienfeld auf das halb gefüllte Kreis-Symbol und wähle „Gradationskurven“. Alternativ gehst du über Ebene > Neue Einstellungsebene > Gradationskurven. Adobe beschreibt die Kurve als Zuordnung von Eingangs- zu Ausgangstonwerten: links unten liegen die Schatten, rechts oben die Lichter. [1]
Klicke anschließend auf die weiße Maskenminiatur und drücke Strg/Cmd + I. Die Maske wird schwarz und die Korrektur ist komplett verborgen. Mit einem weißen Pinsel malst du sie später gezielt ein.
MASKENLOGIK Weiß zeigt. Schwarz versteckt. Grau zeigt teilweise. Wenn du dir nur einen Satz über Ebenenmasken merkst, dann diesen.
03 Große Bereiche mit Lasso, Kurve und Maske formen
Am Anfang des Reels wird der Bereich um Schulter, Oberkörper und Kleidung mit dem Lasso begrenzt. Danach wirkt eine kräftige Kurve nur innerhalb dieser Auswahl beziehungsweise Maske. Genau das bauen wir nach.
So gehst du vor
Wähle das Lasso-Werkzeug mit L.
Ziehe eine grobe Auswahl um den Bereich, den du bearbeiten willst. Halte etwas Abstand zu harten Kanten wie Trägern, Armen und dem Hintergrund.
Lege eine Gradationskurven-Einstellungsebene an. Photoshop übernimmt die Auswahl automatisch als Maske.
Ziehe die Kurve in den Mitteltönen vorsichtig nach oben, wenn du aufhellen willst, oder nach unten, wenn du abdunkeln willst.
Klicke die Maske an und öffne Eigenschaften > Weiche Kante. Im Reel ist kurz ein Wert von ungefähr 7,2 Pixeln sichtbar. Bei einem Bild um 4450 × 5935 Pixel ist das ein plausibler, zurückhaltender Wert.
Male mit einem weichen weißen beziehungsweise schwarzen Pinsel nach, bis die Korrektur sauber sitzt.
Startwerte für ein hochauflösendes Porträt
Parameter
Startwert
Warum
Pinsel-Härte
0–15 %
Weiche Übergänge bei Licht- und Hautkorrekturen
Pinsel-Deckkraft
10–30 %
Der Clip zeigt ebenfalls zurückhaltende, aufbaubare Pinselarbeit
Fluss
3–10 %
Mehrere Striche bauen den Effekt kontrolliert auf
Masken-Weiche Kante
5–15 px bei ca. 24 MP
Verhindert harte Lasso-Ränder; immer an Auflösung und Motiv anpassen
NICHT BLIND KOPIEREN Pixelwerte sind auflösungsabhängig. 7 Pixel auf einem 6000-Pixel-Bild wirken anders als 7 Pixel auf einer kleinen Webdatei. Beurteile die Kante im Bild, nicht die Zahl im Feld.
Warum eine Kurve und keine globale Belichtung?
Mit der Kurve kannst du gezielt die Mitteltöne formen und Lichter oder Schatten mit zusätzlichen Punkten stabilisieren. Für Beauty-Retusche ist das oft präziser als ein globaler Belichtungsregler. Außerdem bleibt die Korrektur jederzeit editierbar.
04 Lokales Dodge & Burn mit zwei Kurven
Im Gesicht zeigt das Reel mehrere Kurvenebenen mit schwarzen Masken und sehr kleine Pinselstriche. Das ist die logische Grundlage für lokales Dodge & Burn: helle Flecken etwas abdunkeln, dunkle Flecken etwas aufhellen – nicht die Hautstruktur weichzeichnen.
Die zwei Kurven
Lege eine Kurve „DODGE – aufhellen“ an. Hebe einen Punkt in den Mitteltönen leicht an. Maske invertieren: Strg/Cmd + I.
Lege eine Kurve „BURN – abdunkeln“ an. Ziehe einen Punkt in den Mitteltönen leicht nach unten. Maske ebenfalls invertieren.
Gruppiere beide Ebenen in „D&B LOCAL“.
Male mit einem kleinen, weichen weißen Pinsel auf der jeweils passenden Maske.
Wo du malst
Dodge: kleine dunkle Flecken, unruhige Schatten unter den Augen, abrupte dunkle Übergänge auf Wange und Arm
Burn: kleine helle Flecken, glänzende Stellen, zu helle Poreninseln oder harte Lichtpunkte
Nicht pauschal: komplette Augenringe, Nasenform, Gesichtskontur oder Muttermale – das sind eigene Entscheidungen, keine automatische Putzliste
Arbeite bei 100 Prozent Ansicht. Zoome für die Orientierung regelmäßig auf 25 bis 50 Prozent zurück. Wenn die Retusche nur bei 300 Prozent großartig aussieht, aber normal betrachtet fleckig wird, war sie nicht großartig.
05 Temporäre Hautunreinheiten sauber entfernen
In mehreren Sequenzen wird sehr nah an Gesicht und Arm gearbeitet. Der Clip zeigt den Werkzeugnamen nicht in jeder Sekunde eindeutig. Für kleine, temporäre Hautstellen ist eine leere Cleanup-Ebene mit Reparaturpinsel oder Bereichsreparaturpinsel die saubere Ergänzung.
Leere Ebene statt Pixelmassaker
Lege oberhalb der Basis eine neue leere Ebene an und nenne sie „Haut-Cleanup“.
Wähle den Reparaturpinsel oder Bereichsreparaturpinsel mit J.
Aktiviere in der Optionsleiste „Aktuelle und darunter“ beziehungsweise eine passende Sampling-Einstellung.
Stelle den Pinsel nur wenig größer als die zu korrigierende Stelle ein.
Beim Reparaturpinsel: Alt/Option-Klick auf eine saubere Stelle mit ähnlicher Textur und Beleuchtung, dann kurz über die Störung malen. Adobe beschreibt genau dieses manuelle Setzen der Quelle. [2]
MEINE REGEL Ein Klick pro Problem. Keine langen, großflächigen Striche über ganze Wangen. Der Reparaturpinsel soll Textur reparieren, nicht eine neue Gummischicht verlegen.
Was bleibt, was darf weg?
Meist entfernen
Nur bewusst verändern
Meist erhalten
Pickel, Staub, Sensorflecken
Augenringe, Falten, Narben
Muttermale und Sommersprossen
einzelne abstehende Härchen
Gesichtsform, Nase, Lippen
natürliche Porenstruktur
temporäre Rötungen
Hautfarbe und Körperform
charakteristische Merkmale
06 Farbbereich und Masken sauber verfeinern
Im Reel wird über das Ebenen- beziehungsweise Maskenmenü „Color Range / Farbbereich“ aufgerufen. Kurz danach sieht man Maskeneigenschaften und eine weicher eingestellte Kante. Das ist sinnvoll, wenn eine Korrektur nur bestimmte Hauttöne oder Helligkeitsbereiche treffen soll.
Variante A: Hautfarbbereich auswählen
Gehe zu Auswahl > Farbbereich.
Klicke mit der Pipette in einen repräsentativen Hautbereich.
Erweitere die Auswahl mit der Plus-Pipette, ohne Lippen, Augen, Haare und Hintergrund unkontrolliert mitzunehmen.
Regle die Toleranz beziehungsweise Fuzziness so, dass die Vorschau einen brauchbaren, aber nicht perfekten Ausgangspunkt zeigt.
Bestätige und verwende die Auswahl als Maske einer Kurven- oder Farbton/Sättigung-Ebene.
Variante B: Auswahl manuell nachmalen
Der Clip kombiniert automatische beziehungsweise vorhandene Auswahlen mit Handarbeit. Das ist meistens die bessere Lösung. Automatik baut die Grundform, der Pinsel erledigt die Wahrheit an Haaransätzen, Augen, Lippen und Kleidungsrändern.
Maske kontrollieren
Alt/Option-Klick auf die Maskenminiatur: Maske allein anzeigen
Shift-Klick auf die Maske: Maske vorübergehend deaktivieren
X: Vorder- und Hintergrundfarbe tauschen
D: Schwarz und Weiß als Standardfarben setzen
Strg/Cmd + I: aktive Maske umkehren
KANTENPROBLEM Wenn du einen hellen oder dunklen Saum an Schulter, Kinn oder Haaransatz siehst, liegt es fast immer an einer zu harten, zu groben oder falsch positionierten Maske – nicht daran, dass du noch eine weitere Effekt-Ebene brauchst.
07 Farbe und Sättigung zum Schluss kontrollieren
Gegen Ende des Reels erscheint eine Farbton/Sättigung-Einstellungsebene. Das ist die richtige Reihenfolge: zuerst Licht und Hautunruhe aufräumen, dann Farbe fein abstimmen.
So gehst du vor
Lege eine Einstellungsebene Farbton/Sättigung an.
Wähle im Dropdown nicht automatisch „Standard“, sondern bei Bedarf gezielt Rot- oder Gelbtöne.
Reduziere Sättigung nur leicht. Starte mit etwa −3 bis −10 und beurteiliere Lippen, Wangen und Ohren gemeinsam.
Wenn nur einzelne Hautstellen betroffen sind, invertiere die Maske und male die Korrektur lokal ein.
Prüfe danach das gesamte Bild. Haut darf ruhig sein, aber nicht grau und tot.
Farbunterschiede statt Einheitsbrei
Gesicht, Hals, Schulter, Arm und Hand haben durch Durchblutung, Licht und Umgebung nie exakt dieselbe Farbe. Das Ziel ist nicht, alles auf einen einzigen Beige-Ton zu normieren. Das Ziel ist, störende Sprünge zu beruhigen und glaubwürdige Unterschiede zu erhalten.
08 Vorher und Nachher richtig prüfen
Das Reel zeigt am Ende mehrere Vorher-nachher-Ansichten. Dieser Vergleich ist kein Marketing-Gag, sondern deine wichtigste Qualitätskontrolle.
Die Fünf-Sekunden-Prüfung
Schalte alle Retusche-Gruppen gemeinsam aus.
Warte kurz und schalte sie wieder ein.
Achte nicht zuerst auf einzelne Poren, sondern auf Gesicht, Blick, Licht und Körperform.
Wenn das Model beim Einschalten plötzlich wie eine andere Person aussieht, bist du zu weit gegangen.
Gewöhnungseffekt durchbrechen; neue Fehler fallen schneller auf
Kleine Vorschau
Prüfen, ob Gesicht und Blick noch glaubwürdig wirken
WARNSIGNAL Wenn du den Effekt ständig stärker machen musst, um ihn überhaupt noch zu sehen, mach zehn Minuten Pause. Deine Augen haben sich angepasst. Photoshop nicht.
09 Speichern und exportieren
Behalte immer eine vollständig editierbare PSD- oder PSB-Datei. Für den Blog oder Social Media exportierst du eine eigene Kopie.
Zweck
Empfehlung
Master
PSD/PSB, Ebenen erhalten, 16 Bit wenn möglich, eingebettetes Farbprofil
WordPress
JPEG, sRGB, lange Kante meist 2000–3000 px, Qualität 80–90 %
Instagram
sRGB, JPEG, passend zum gewünschten Seitenverhältnis; nicht mehrfach neu komprimieren
Druck
Auflösung und Profil mit Labor oder Druckerei abstimmen; nicht blind in CMYK konvertieren
Vor dem Export
Kontrolliere Hauttöne auf einem neutralen Hintergrund.
Suche nach harten Maskenkanten und wiederholten Reparaturmustern.
Prüfe Lippen, Augen, Haaransatz, Finger und Übergänge zwischen Gesicht und Hals.
Speichere den Master, bevor du die Datei verkleinerst.
Beauty-Retusche: Die praktische Kurzfassung
Wenn du den gesamten Workshop auf einen funktionierenden Ablauf reduzieren willst, nimm diese Reihenfolge:
01 RAW sauber entwickeln und als 16-Bit-Datei öffnen.
02 PSD speichern, Gruppen und leere Cleanup-Ebene anlegen.
03 Temporäre Störungen klein und non-destruktiv reparieren.
04 Große Lichtbereiche mit Lasso, Kurve und weicher Maske formen.
05 Lokale Helligkeitsflecken mit Dodge-&-Burn-Kurven ausgleichen.
06 Masken über Farbbereich und Handarbeit verfeinern.
07 Rötungen und Sättigung erst am Ende kontrollieren.
08 Vorher-nachher in mehreren Zoomstufen prüfen.
09 Master speichern und eine eigene Webkopie exportieren.
Startwerte auf einen Blick
Werkzeug/Funktion
Solider Startwert
Danach beurteilen
Dodge & Burn Pinsel
Härte 0–10 %, Fluss 3–8 %
Wird der Übergang ruhiger, ohne flach zu werden?
Cleanup-Pinsel
Nur wenig größer als der Fehler
Bleibt die Textur zufällig und natürlich?
Kurvenkorrektur
Kleine Änderung in den Mitteltönen
Bleiben Lichter und Schatten glaubwürdig?
Masken-Weiche Kante
5–15 px bei ca. 24 MP
Keine Säume, kein sichtbarer Lasso-Rand
Farbton/Sättigung
−3 bis −10 in problematischen Farben
Haut nicht grau oder leblos
Die wichtigsten Shortcuts
Shortcut
Funktion
B
Pinsel
J
Reparaturwerkzeuge
L
Lasso
D
Vorder-/Hintergrundfarbe auf Schwarz/Weiß zurücksetzen
X
Vorder- und Hintergrundfarbe tauschen
Strg/Cmd + I
Maske invertieren
Strg/Cmd + 1
100-Prozent-Ansicht
Strg/Cmd + 0
Bild in Fenster einpassen
Typische Fehler – und wie du sie reparierst
Problem
Wahrscheinliche Ursache
Lösung
Plastikhaut
Zu viel Weichzeichnung, zu große Reparaturflächen
Weichzeichner reduzieren; Textur aus dem Original erhalten; Cleanup neu und kleiner aufbauen
Fleckige Wange
Dodge & Burn mit zu hoher Deckkraft oder zu kleinem Pinsel
Fluss senken; in 25–50 % prüfen; größere Übergänge mit größerem weichen Pinsel verbinden
Farbton/Sättigung reduzieren oder Maskendeckkraft senken
Poren wiederholen sich
Reparaturquelle zu oft identisch
Quellpunkt häufiger wechseln; kürzere Striche
Gesicht wirkt fremd
Konturen und charakteristische Schatten zu stark verändert
Korrekturen gruppenweise zurücknehmen; mit Vorher vergleichen
Datei wird chaotisch
Keine Gruppen, keine Namen, direkte Pixelkorrektur
Vier-Gruppen-Struktur verwenden und Ebenen beim Erstellen benennen
20-Minuten-Übung für Einsteiger
Nimm ein einziges Porträt und begrenze dich bewusst. Nicht alles auf einmal. Das trainiert das Auge besser als drei Stunden Regler-Roulette.
Zeit
Aufgabe
0–3 Min.
Bild analysieren: Was ist temporär? Was ist charakteristisch? Wo ist das Licht unruhig?
3–7 Min.
Maximal zehn kleine Störungen auf einer leeren Ebene reparieren
7–14 Min.
Zwei Kurven für Dodge & Burn anlegen und nur fünf klar erkennbare Tonwertflecken ausgleichen
14–17 Min.
Eine lokale Rötung mit Farbton/Sättigung und Maske beruhigen
17–20 Min.
Vorher-nachher in 100 %, 50 % und kleiner Ansicht prüfen; stärkste Korrektur um 20 % zurücknehmen
DER BESTE ANFÄNGERTRICK Mach am Ende fast jede wichtige Korrektur ein kleines Stück schwächer. Gute Retusche darf sichtbar besser sein, ohne sichtbar bearbeitet auszusehen.
Meine Schlussfolgerung zum Reel
Der Clip verkauft natürlich auch einen Retusche-Kurs. Das ist völlig legitim. Handwerklich interessant ist aber etwas anderes: Die sichtbare Bearbeitung ist kleinräumig, maskiert und reversibel. Es wird nicht einfach ein Hautfilter über das ganze Bild gezogen. Stattdessen werden Tonwerte geführt, lokale Störungen kontrolliert und Farben am Ende fein abgestimmt.
Genau diese Haltung würde ich Anfängern mitgeben: Nicht fragen, wie du Haut möglichst schnell glatt bekommst. Frag, welche Stelle im Bild wirklich stört – und welches kleinstmögliche Werkzeug sie sauber korrigiert. Das Ergebnis wird natürlicher, die Datei bleibt beherrschbar und das Model erkennt sich danach noch im Spiegel. Eigentlich keine schlechte Sache.
Quellen und weiterführende Links
Die technischen Grundlagen wurden mit der aktuellen Adobe-Dokumentation abgeglichen. Die Links sind anklickbar.
Die im Reel sichtbaren Schritte wurden anhand der Benutzeroberfläche und der Bildfolge analysiert. Da das Video stark beschleunigt ist und nicht jeden Parameter einblendet, sind einzelne Startwerte und Zwischenschritte als fachlich begründete Workshop-Empfehlung ergänzt. Sie werden im Text nicht als wortwörtliche Vorgabe des Reel-Erstellers ausgegeben.
Transparenzhinweis gemäß EU AI Act
TRANSPARENZ Dieser Workshop-Artikel wurde von Brownz Art inhaltlich beauftragt und redaktionell verantwortet. Die Recherche, Strukturierung und Ausformulierung wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Grundlage waren das verlinkte öffentlich zugängliche Instagram-Reel, die darin sichtbaren Bearbeitungsschritte sowie die verlinkte offizielle Adobe-Dokumentation. Haltung, Auswahl, redaktionelle Einordnung und finale Freigabe liegen bei Peter „Brownz“ Braunschmid.
Photoshop und KI: Ein ehrlicher Einsteiger-Guide für Fotografen, die Qualität, Originalität und Kontrolle nicht an einen Prompt abgeben wollen.
Von Peter Brownz Braunschmid · Fachartikel · Stand: 16. Juli 2026
KURZFASSUNG KI in Photoshop ist weder automatisch Betrug noch automatisch Fortschritt. Auswahl, Maskierung, Entrauschen und kleine Reparaturen können echte Arbeit sparen. Ganze Hintergründe, erfundene Requisiten oder per Prompt gebaute Welten verschieben dagegen schnell die Bildautorschaft, schaffen Rechts- und Transparenzfragen und fallen bei hoher Auflösung oft durch technische Unstimmigkeiten auf. Wer professionell arbeitet, sollte nicht fragen: „Kann Photoshop das?“ Sondern: „Bleibt die entscheidende Gestaltung noch bei mir — und hält das Ergebnis einer Prüfung bei 100 Prozent, im Druck und beim Kunden stand?“
Photoshop und KI: Nicht jede Funktion arbeitet gleich
Photoshop war schon lange vor Firefly voller Algorithmen. Automatische Auswahl, Motiverkennung, inhaltsbasiertes Füllen, Entrauschen oder das Finden von Kanten sind keine neuen Zaubertricks. Neu ist, dass Photoshop heute nicht mehr nur vorhandene Pixel analysiert oder verschiebt. Generative Modelle können Bildteile erfinden, Hintergründe austauschen, Motive ergänzen und mit einem Satz eine Szene bauen, die nie vor einer Kamera existiert hat.
Genau da wird es interessant. Und genau da wird es auch ungemütlich. Denn wenn ich einen störenden Sensorfleck entferne, habe ich mein Foto repariert. Wenn ich den kompletten Wald hinter meinem Model generieren lasse, habe ich nicht mehr nur retuschiert. Ich habe einen wesentlichen Teil des Bildes von einem Modell entwerfen lassen. Beides wird gerne unter „KI in Photoshop“ zusammengefasst, ist gestalterisch aber nicht annähernd dasselbe.
Art der Funktion
Was sie macht
Was bei dir bleibt
Assistierende KI
Analysiert dein vorhandenes Bild: Auswahl, Maskierung, Motivsuche, Entrauschen, Sortierung.
Motiv, Licht, Szene und Grundmaterial stammen weiterhin von dir.
Reparierende Generierung
Ersetzt kleine fehlende oder störende Bereiche, erweitert Ränder oder rekonstruiert Textur.
Deine Aufnahme bleibt Basis; einzelne Pixelbereiche werden synthetisch ergänzt.
Erzeugende Generierung
Erfindet Hintergründe, Objekte, Personen, Lichtstimmungen oder ganze Szenen.
Dein Anteil hängt davon ab, wie viel du selbst fotografierst, auswählst, kombinierst und sichtbar gestaltest.
Die erste Korrektur: Nicht alle Bildmodelle sind gleich trainiert
Der Satz „Alle Bildgeneratoren wurden ohne Erlaubnis mit geschützten Werken trainiert“ ist verständlich, aber zu pauschal. Bei vielen großen Modellen ist die Herkunft der Trainingsdaten unvollständig offengelegt, und Rechteinhaber führen Verfahren wegen angeblich unerlaubter Nutzung. Das ist ein reales Problem. Es ist aber nicht dasselbe wie ein rechtskräftiger Nachweis, dass jedes Modell, jeder Datensatz und jede einzelne Trainingskopie rechtswidrig ist.
Adobe stellt die eigenen Firefly-Modelle anders dar: trainiert mit lizenzierten Adobe-Stock-Inhalten, offen lizenzierten Werken und gemeinfreien Inhalten. Adobe bezeichnet diese Modelle deshalb als für kommerzielle Produktion ausgelegt. Das ist eine wichtige Differenz — aber keine magische Haftungsfreikarte. Stock-Mitwirkende haben öffentlich kritisiert, dass ältere Lizenzbedingungen eine spätere KI-Nutzung nicht klar genug angekündigt hätten. Außerdem kann auch ein anständig lizenzierter Generator problematische Ausgaben erzeugen, wenn Nutzer geschützte Figuren, Marken, reale Personen oder ein sehr konkretes fremdes Werk nachbauen lassen.
Noch wichtiger: Photoshop und Firefly sind inzwischen Plattformen für Partnermodelle. Google-Modelle, OpenAI-Modelle und FLUX können innerhalb des Adobe-Ökosystems angeboten werden. „In Photoshop erzeugt“ bedeutet daher nicht automatisch „mit Firefly erzeugt“. Wer im Modellmenü Nano Banana, Gemini, FLUX oder einen anderen Partner auswählt, übernimmt auch dessen Bedingungen, Grenzen und ungeklärte Trainingsfragen. Die Adobe-Oberfläche wäscht die Herkunft eines Fremdmodells nicht rein.
MEINE KLARE REGEL Für kommerzielle Enddaten prüfe ich nicht nur die Funktion, sondern immer auch das tatsächlich ausgewählte Modell. Firefly und ein Partnermodell sind zwei verschiedene Risikoprofile — selbst wenn beide im selben Photoshop-Fenster auftauchen.
Drei Rechtsfragen, die ständig miteinander vermischt werden
1. Durfte das Modell mit diesen Werken trainiert werden?
Das ist die große Trainingsfrage. In der EU kennt die Urheberrechtsrichtlinie Ausnahmen für Text- und Data-Mining. Bei der allgemeinen TDM-Ausnahme können Rechteinhaber ihre Rechte vorbehalten. Wie diese Regeln auf konkrete Trainingspipelines, Datenquellen und Opt-outs anzuwenden sind, ist juristisch nicht mit einem Satz erledigt. Der EU AI Act verpflichtet Anbieter allgemeiner KI-Modelle unter anderem zu einer Copyright-Policy und zu mehr Transparenz über Trainingsinhalte; der freiwillige GPAI-Verhaltenskodex soll bei der Umsetzung helfen. Er erklärt aber nicht rückwirkend jedes Training für legal.
Auch international ist die Lage nicht abgeschlossen. Das U.S. Copyright Office betont in seinem Bericht zu generativem Training, dass Fair Use von Werk, Quelle, Zweck, Zugang, Ausgabekontrollen und Marktfolgen abhängt. Dutzende Verfahren laufen. Ein aktuelles Beispiel: Mehrere Verlage und Autoren klagten im Juli 2026 gegen Google wegen der behaupteten Nutzung geschützter Bücher für Gemini. Das ist eine Klage und noch kein Urteil. Seriöse Berichterstattung muss diesen Unterschied aushalten.
2. Verletzt die konkrete Ausgabe fremde Rechte?
Selbst wenn ein Modell rechtmäßig trainiert wurde, kann eine konkrete Ausgabe problematisch sein. Ein zufälliger Wald ist urheberrechtlich etwas anderes als eine fast identische Nachbildung einer bekannten Filmszene, eines geschützten Charakters, eines Logos oder eines konkreten Kunstwerks. Dazu kommen Persönlichkeitsrechte, Markenrechte, Designrechte, Datenschutz und vertragliche Kundenpflichten.
Umgekehrt wird ein Bild nicht schon deshalb rechtswidrig, weil irgendwo KI verwendet wurde. Entscheidend ist das konkrete Ergebnis, seine Nähe zu geschützten Elementen und der Verwendungszweck. Wer kommerziell publiziert, trägt die Verantwortung für seine Datei — nicht der Prompt und nicht das kleine Adobe-Logo im Programmfenster.
3. Kann ich die Ausgabe überhaupt als mein eigenes Werk beanspruchen?
Das ist die Frage der Urheberschaft. Österreichisches und europäisches Urheberrecht knüpfen Schutz an menschliche, individuelle Schöpfung. Für reine Prompt-Ausgaben gibt es in Europa noch keine einfache, einheitliche Automatikklausel. Der viel zitierte Bericht des U.S. Copyright Office ist zwar kein österreichisches Recht, liefert aber eine vernünftige Orientierung: Reines Prompten gibt bei heutigen Systemen häufig nicht genug Kontrolle über die konkreten Ausdruckselemente. Menschliche Auswahl, Anordnung, eigene Bildbestandteile und kreative Überarbeitung können dagegen geschützt sein.
Für eine Fotomontage heißt das: Dein Foto, deine Retusche, dein Farbkonzept, deine Auswahl und deine konkrete Komposition können sehr wohl deine Arbeit bleiben. Der rein generierte Hintergrund wird dadurch aber nicht rückwirkend von dir fotografiert. Man kann ein menschlich gestaltetes Gesamtwerk mit KI-Bestandteilen schaffen. Man sollte nur nicht behaupten, jeder einzelne Pixel sei die eigene schöpferische Leistung.
KEIN RECHTSRAT Dieser Artikel ordnet die Praxis für Einsteiger ein. Bei Kampagnen, großen Auflagen, markenprägenden Motiven, bekannten Personen oder strittigen Vorlagen braucht es eine konkrete rechtliche Prüfung.
Hat ein generierter Wald noch etwas mit Kreativität zu tun?
Wenn ich schreibe „Generiere mir einen Wald“ und das erste Ergebnis übernehme, habe ich eine Bestellung aufgegeben. Das kann nützlich sein. Es ist aber noch keine besonders starke fotografische oder bildnerische Leistung. Ein Prompt ist eine Anweisung. Er ist nicht automatisch Lichtsetzung, Standortwahl, Timing, Perspektive, Materialkunde, Ebenenarbeit und Bildentscheidung in einer Person.
Trotzdem wäre auch die Gegenbehauptung zu simpel: KI könne grundsätzlich nie Teil eines kreativen Prozesses sein. Kreativität kann in Konzept, Auswahl, Dramaturgie, Kombination, bewusster Verfremdung und umfangreicher manueller Weiterarbeit liegen. Der entscheidende Punkt ist nicht, ob irgendwo KI verwendet wurde. Der Punkt ist, ob die Maschine eine lästige Teilaufgabe übernimmt oder ob sie die zentrale Bildidee und Ausführung ersetzt.
Der Vier-Fragen-Test für die eigene Handschrift
Hätte dieses Bild ohne meine konkrete Fotografie, mein Licht und meine Perspektive noch dieselbe Aussage?
Kann ich erklären, welche wesentlichen Entscheidungen ich selbst getroffen habe — jenseits von „Ich habe das schönste Ergebnis gewählt“?
Erkenne ich meine Bildsprache wieder, oder erkenne ich hauptsächlich den Durchschnittsstil des verwendeten Modells?
Würde ich einem Kunden, einer Galerie oder einem Wettbewerb offen sagen, welche Teile generiert wurden?
Wenn bei drei Fragen nur Ausreden kommen, ist nicht die KI das Problem. Dann hat man schlicht zu viel Gestaltung ausgelagert.
Auflösung: Mehr Pixel sind noch lange keine bessere Datei
Auch die Aussage „KI-Bilder sind grundsätzlich niedrig aufgelöst und damit unbrauchbar“ stimmt so nicht mehr. Firefly Image Model 4 wurde mit Ausgaben bis 2K beworben; andere Modelle und Upscaling-Dienste bieten 4K oder mehr. Für Bildschirm, Social Media, Präsentationen und viele Layout-Hintergründe kann das vollkommen reichen.
Für hochwertige Fotografie ist die nackte Pixelzahl trotzdem nur die Eingangstür. Eine RAW-Datei enthält reale Sensormessungen, Reserven in Lichtern und Schatten, nachvollziehbares Rauschen, Objektivcharakter, feine Tonwertübergänge und konsistente Details aus derselben Aufnahme. Ein Generator errechnet plausible Pixel. Das kann auf den ersten Blick stark aussehen und bei 100 Prozent plötzlich zerfallen: doppelte Kanten, erfundene Strukturen, unlogische Schärfe, schwammige Texturen, falsche Reflexionen oder ein Rauschmuster, das nicht zum Foto passt.
Upscaling kann Kanten und Texturen überzeugender rekonstruieren. Es verwandelt erfundene Information aber nicht in nachträglich gemessene Kameradaten. Genau hier liegt die häufigste Verschlimmbesserung: Die Datei wird größer, aber nicht wahrer und nicht automatisch detailreicher.
Wann generiertes Material technisch oft funktioniert
unscharfe oder weit entfernte Hintergründe ohne kritische Architektur
kleine Randergänzungen für ein anderes Seitenverhältnis
Web, Social Media, Moodboards, Storyboards und Entwurfsphasen
bewusst surreale Syntografie, bei der fotografische Realität nicht behauptet wird
Flächen, die später stark übermalt, texturiert oder manuell neu aufgebaut werden
Wann die Datei besonders kritisch wird
Fine-Art-Prints, große Werbeflächen und hochwertige Reproduktionen
Haut, Haare, Hände, Schmuck, Typografie, Produkte und technische Gegenstände
harte Perspektiven, Spiegelungen, Glas, Wasser, komplexe Schatten und Mischlicht
Dokumentation, Journalismus, Beweisbilder oder Arbeiten mit Wahrheitsanspruch
Serien, in denen identische Personen, Kleidung, Räume und Details wiederkehren müssen
Photoshop und KI: Was sinnvoll entlastet
Mein Qualitätsmaßstab ist einfach: Gute Automatisierung entfernt Fleißarbeit, ohne mir die entscheidende Bildentscheidung abzunehmen. Genau dort ist KI stark.
Grüner Bereich: starke Hilfe bei hoher eigener Kontrolle
Motiv- und Objektauswahl als Startpunkt — danach Maske kontrollieren und sauber nacharbeiten.
Entrauschen und technische Optimierung, wenn feine Textur erhalten bleibt und keine Plastikhaut entsteht.
Suchen, Sortieren und Verschlagworten großer Bildmengen, solange die finale Auswahl beim Fotografen bleibt.
Kleine Störungen wie Sensorflecken, Kabel oder einzelne Hintergrundelemente entfernen; beim Remove Tool kann ein nicht-generativer Modus gewählt werden.
Automatische Vorschläge als Lern- oder Ausgangspunkt, nicht als ungeprüfte Endfassung.
Gelber Bereich: nützlich, aber nur mit Kontrolle und Offenheit
Generatives Erweitern für Layoutreserven oder andere Formate.
Kleine Rekonstruktionen an unwichtigen Randbereichen.
Generierte Platzhalter für ein Konzept, die später durch eigenes oder lizenziertes Material ersetzt werden.
Eigene Syntografien und Mixed-Media-Arbeiten, wenn die KI sichtbar als Material behandelt und nicht als heimlich fotografierte Realität verkauft wird.
Partnermodelle für Ideation — mit gesonderter Prüfung vor der kommerziellen Endverwendung.
Roter Bereich: typische Verschlimmbesserung
Komplette Hintergründe per Ein-Satz-Prompt erzeugen und anschließend als eigene Location oder Fotografie ausgeben.
Gesichter, Körper, Produkte oder Architektur ohne 100-Prozent-Prüfung in hochauflösende Arbeiten übernehmen.
Stilnamen lebender Künstler, bekannte Figuren, Logos oder konkrete Referenzwerke als Abkürzung benutzen.
Dokumentarische Bilder inhaltlich verändern, ohne die Manipulation klar zu kennzeichnen.
Kundendaten oder sensible unveröffentlichte Aufnahmen in externe Modelle geben, ohne Vertrag, Datenschutz und Vertraulichkeit zu prüfen.
Ein Workflow, der KI nicht zum Regisseur macht
Bildkategorie vorab festlegen. Ist es Dokumentation, klassische Retusche, Fotomontage, Syntografie oder ein reiner Entwurf? Die zulässige Manipulation hängt davon ab.
RAW und Originaldatei unverändert archivieren. Generative Eingriffe gehören auf eigene Ebenen und in eine nachvollziehbare Version.
Zuerst klassisch lösen. Auswahl, Maske, Stempel, Reparaturpinsel, eigene Texturen und eigenes Hintergrundmaterial sind oft sauberer als ein großer Prompt.
Modell bewusst wählen. Firefly ist nicht Nano Banana, Gemini ist nicht FLUX. Modellname, Version, Datum und wichtige Prompts für relevante Projekte dokumentieren.
Nur kleine Zonen generieren. Je größer der erfundene Bereich, desto größer werden Stilbruch, Detailfehler und die Frage nach der eigentlichen Autorschaft.
Bei 100 und 200 Prozent prüfen: Kanten, Haare, Finger, Zähne, Text, Reflexionen, Schatten, Perspektive, Wiederholungen, Rauschen und Farbkanäle.
Das Bild verkleinert und aus Distanz prüfen. Technische Detailjagd darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Komposition oder Licht unlogisch sind.
Bei Print einen echten Probedruck machen. Monitorwirkung und Papierwirkung sind zwei verschiedene Welten.
Veröffentlichung transparent halten. Content Credentials können Herkunftsinformationen mitgeben, sind aber kein unzerstörbares Gütesiegel und werden nicht von jeder Plattform erhalten.
PRAXISTIPP Wenn ein generierter Bereich wichtig genug ist, dass der Betrachter dort hinsieht, ist er wichtig genug für eine manuelle Kontrolle. Und wenn er das Bild trägt, sollte man ernsthaft überlegen, ob man ihn nicht selbst fotografiert, baut, malt oder sauber lizenziert.
Kann ich Photoshop ohne KI benutzen?
Die kurze Antwort lautet: weitgehend ja — aber nicht als eigene offizielle „Photoshop ohne KI“-Edition. Für Einzelanwender ist kein allgemeiner Hauptschalter dokumentiert, der sämtliche KI-Komponenten aus dem Programm entfernt. Photoshop enthält klassische Werkzeuge, lokale maschinelle Lernfunktionen, Cloud-Dienste und generative Funktionen nebeneinander.
Variante A: Keine generative KI verwenden
Das ist im Alltag einfach und für die meisten die sinnvollste Lösung.
Generative Fill, Generative Expand, Generate Image, Generate Background und externe Partnermodelle nicht aufrufen.
Beim Remove Tool den Modus „Generative AI off“ beziehungsweise die nicht-generative Variante wählen, wenn die jeweilige Photoshop-Version diese Auswahl anbietet.
Die Kontextbezogene Taskleiste ausblenden, wenn sie stört. Das entfernt die Funktion nicht, reduziert aber die ständige Aufforderung zum Generieren.
Keine Beta-Version installieren, wenn du neue KI-Funktionen nicht vorzeitig testen willst.
Automatische Updates bewusst verwalten. Eine ältere Version kann kurzfristig ruhiger sein, ist aber keine dauerhafte Strategie: Sicherheitsupdates, Betriebssysteme, Kameras und Dateiformate entwickeln sich weiter.
Variante B: Wirklich gar keine KI verwenden
Dann wird die Sache strenger. Auch Select Subject, Objektwahl, automatische Maskierung, bestimmte Entrausch- und Suchfunktionen arbeiten mit maschinellem Lernen. Man kann sie meiden und klassisch mit Pfaden, Kanälen, Masken, Stempel und manueller Retusche arbeiten. Aus dem Programmcode entfernen lassen sie sich für normale Einzelanwender aber nicht sauber.
Wer eine klare technische und philosophische Trennung will, braucht unter Umständen ein anderes Werkzeug. GIMP enthält standardmäßig keinen eingebauten kommerziellen Cloud-Bildgenerator und ist für klassische Pixelbearbeitung eine ernsthafte Open-Source-Alternative. Das heißt nicht, dass jeder Photoshop-Workflow eins zu eins ersetzt wird. Es heißt nur: Wenn „keine generative KI im Werkzeug“ eine harte Anforderung ist, ist ein anderes Werkzeug ehrlicher als ein jahrelang eingefrorenes Photoshop.
Variante C: Datenschutz und Training getrennt betrachten
„Ich benutze keine Generative Fill“ und „Adobe darf meine Inhalte nicht analysieren“ sind zwei verschiedene Einstellungen. Adobe hat nach Kritik zugesichert, Kundeninhalte in Creative Cloud nicht für das Training generativer Modelle zu verwenden; für persönliche Konten gibt es außerdem Einstellungen zur Inhaltsanalyse. Ausnahmen und Sonderfälle — etwa freiwillig an Adobe Stock übermittelte Inhalte — müssen in den Bedingungen des jeweiligen Dienstes geprüft werden.
Cloud-Generierung bedeutet außerdem, dass ausgewählte Inhalte zur Verarbeitung an einen Dienst übertragen werden können. Bei Akt, Gesundheit, Kindern, vertraulichen Kampagnen, unveröffentlichten Produkten oder Kundengeheimnissen sollte man nicht erst nach dem Upload über Datenschutz nachdenken.
Die schnelle Entscheidung für Einsteiger
Stufe
Geeignet
Bedingung
GRÜN
Auswahl, Maskierung, Sortierung, Entrauschen, kleine nicht-generative Reparaturen
Original bleibt klar deine Aufnahme; Ergebnis wird kontrolliert.
GELB
Randergänzung, kleine generierte Retusche, Moodboard, Syntografie
Eigene Gestaltung dominiert; Modell, Rechte, Auflösung und Transparenz werden geprüft.
Nur mit sehr gutem Grund, klarer Kennzeichnung und rechtlicher Prüfung — häufig besser bleiben lassen.
Mein Fazit: KI darf schleppen — aber nicht heimlich gestalten
Photoshop ist durch KI nicht automatisch schlechter geworden. Einige Funktionen sind hervorragende Assistenten. Sie beschleunigen Auswahl, Reparatur und technische Fleißarbeit. Das ist kein Verrat an der Fotografie. Niemand wird kreativer, nur weil er drei Stunden lang eine Maske mit der Maus nachzieht, die in zehn Sekunden sauber vorbereitet werden kann.
Die Verschlimmbesserung beginnt dort, wo Bequemlichkeit als Kreativität verkauft wird. Ein generierter Wald kann ein brauchbares Rohmaterial sein. Er ist aber nicht plötzlich deine Location, dein Licht und deine fotografische Beobachtung. Wer hohe Ansprüche hat, benutzt KI deshalb gezielt, kleinflächig, nachvollziehbar und kontrolliert.
Mein Maßstab bleibt: Das Werkzeug darf mir Arbeit abnehmen. Es darf mir nicht unbemerkt die Entscheidung abnehmen, warum das Bild so aussieht, wie es aussieht. Wenn am Ende nur noch mein Name menschlich ist, war es keine Assistenz mehr.
Geprüfte Links und weiterführende Quellen
Alle folgenden Zielseiten wurden im Zuge der Recherche am 16. Juli 2026 auf Erreichbarkeit und inhaltliche Relevanz geprüft. Herstellerangaben werden im Artikel als Herstellerangaben behandelt; Berichte über Klagen werden nicht als rechtskräftige Urteile dargestellt.
EU AI Act — Verordnung (EU) 2024/1689 — Offizieller Gesetzestext; relevant sind insbesondere die Pflichten für allgemeine KI-Modelle und Transparenzregeln.
GIMP — offizielle Projektseite — Open-Source-Alternative für klassische Pixelbearbeitung ohne eingebauten kommerziellen Cloud-Bildgenerator als Standardfunktion.
Transparenzhinweis zur KI-Unterstützung
TRANSPARENZ Dieser Artikel wurde von Peter Brownz Braunschmid konzipiert, inhaltlich verantwortet und redaktionell geprüft. KI-Werkzeuge wurden zur Rechercheunterstützung, Faktenkontrolle, Strukturierung und sprachlichen Verfeinerung eingesetzt. Auswahl, Bewertung, persönliche Haltung und finale Freigabe liegen beim Autor. Der Hinweis orientiert sich am Transparenzgedanken des EU AI Act; er ist keine Rechtsberatung. Der AI Act verlangt nicht pauschal für jeden KI-unterstützten Blogtext einen solchen Autorenhinweis — hier wird er als bewusster redaktioneller Standard verwendet. Redaktioneller Stand: 16. Juli 2026; Funktionen, Modelle, Bedingungen und Rechtslage können sich ändern.