Peter »Brownz« Braunschmid: Fotodesign, Photoshop-Kunst, Pop Art und KI aus Österreich. Homebase: BrownzArt.com, Workshops, Video-Trainings und Coaching.
Boris FX Optics 2026.5 erweitert das Effekt- und Retuschepaket vor allem bei KI-Maskierung, Farbsteuerung und kreativen Fotoeffekten. Die aktuelle Version bringt überarbeitete Machine-Learning-Funktionen, neue Filter und zusätzliche Möglichkeiten für Fotografen und Photoshop-Anwender.
Was ist neu in Boris FX Optics 2026.5?
Eine der wichtigsten Änderungen betrifft Face ML. Die automatische Gesichtserkennung kann nun zusätzliche Bereiche wie Nase und Hals präziser segmentieren. Das erleichtert lokale Korrekturen, ohne Masken jedes Mal komplett von Hand aufbauen zu müssen.
Neu ist außerdem der Color Mixer. Damit lassen sich einzelne Farbbereiche gezielter verändern und miteinander abstimmen. Boris FX liefert dafür 16 Presets als Ausgangspunkt mit.
Auch bei den kreativen Effekten wurde nachgelegt. S_FilmBurn simuliert analoge Filmverbrennungen und Lichtlecks, während S_Grunge strukturierte, bewusst unperfekte Oberflächen erzeugt. Particle Illusion wurde ebenfalls erweitert und bietet mehr Möglichkeiten für Partikel, Licht- und Atmosphäreneffekte.
Zusätzlich sind neue Borders hinzugekommen. Auch das auf Machine Learning basierende UpRes ML wurde in Version 2026.5 überarbeitet.
Optics 2026.5 enthält aktuell 187 Filter, darunter 89 Sapphire-Effekte. Das Spektrum reicht von Licht- und Lens-Effekten über Filmlooks bis zu Retusche, Farbe, Maskierung und Compositing.
Optics lässt sich unter anderem mit Photoshop nutzen. Auch Workflows mit Capture One, Affinity Photo, Apple Photos und Lightroom Classic werden unterstützt.
Wer mehrere Photoshop-Erweiterungen miteinander vergleichen möchte, findet dazu auf brownz.art auch meinen Überblick:
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde redaktionell mit Unterstützung von KI recherchiert und formuliert. Fakten, Produktangaben und technische Informationen wurden anhand der verfügbaren Herstellerinformationen überprüft.
Photoshop-Plugins: Topliste, Neuerscheinungen, Geheimtipps, Preise und Faktencheck
Recherche- und Preisstand: 27. Juli 2026
Photoshop kann sehr viel. Aber Photoshop kann nicht alles gleich gut, gleich schnell und gleich bequem. Genau hier kommen Plugins, Panels und eigenständige Zusatzprogramme ins Spiel: Sie entrauschen RAW-Dateien besser, retten leichte Fehlfokussierung, automatisieren Retusche, erzeugen Filmlooks, bauen komplexe Masken, liefern tausende Texturen direkt in Photoshop oder ersetzen im Extremfall sogar einen großen Teil des gesamten Adobe-Workflows.
Diese Liste ist kein wahlloses Sammelsurium aus Affiliate-Hits und uralten Klassikern. Aufgenommen wurden Werkzeuge, die 2026 tatsächlich noch weiterentwickelt werden, eine nachvollziehbare Herstellerseite besitzen und in einem modernen Foto-, Retusche- oder Composing-Workflow einen echten Zweck erfüllen. Dazu kommen einige Geheimtipps, die nicht jeder am Schirm hat, aber verdammt clever sind.
Wichtig: Mit „aktueller deutscher Photoshop-Version“ ist Photoshop 2026, Version 27.0, gemeint. Bei Plugins ist die Sprache meist nicht das Hauptproblem. Entscheidend sind Plugin-Architektur, Betriebssystem, Prozessor, Grafikkarte und die vom Hersteller unterstützte Photoshop-Version.
Der Faktencheck: Was muss 2026 wirklich kompatibel sein?
Adobe unterscheidet heute grob zwischen modernen UXP-Plugins und älteren klassischen Plugins beziehungsweise Erweiterungen. UXP-Plugins werden über Photoshop unter „Plugins“ oder über den Creative-Cloud-Marktplatz verwaltet. Klassische Filter und externe Programme werden häufig weiterhin über eigene Installer eingebunden.
Photoshop 2026 v27.0 ist die aktuelle Desktop-Version. Ältere Systeme werden von Adobe schrittweise nicht mehr unterstützt.
Auf Apple-Silicon-Macs laufen moderne UXP-Plugins nativ. Manche alten Erweiterungen benötigen weiterhin Rosetta oder funktionieren gar nicht mehr.
Die deutsche Photoshop-Oberfläche verhindert ein technisch sauber gebautes Filter-Plugin normalerweise nicht. Das Plugin selbst kann trotzdem nur Englisch anbieten.
„Funktioniert mit Photoshop“ bedeutet nicht automatisch, dass Smartobjekte, 16-Bit-Dateien, CMYK, Stapelverarbeitung oder Aktionen unterstützt werden.
Cloud-KI und lokale KI sind nicht dasselbe. Bei vertraulichen Kundenbildern muss geprüft werden, ob die Datei den Rechner verlässt.
Meine Ampel: GRÜN = aktuelle Herstellerangabe und klarer Photoshop-Workflow. GELB = grundsätzlich nutzbar, aber mit Einschränkungen oder älterer Produktbasis. ROT = 2026 nicht mehr sinnvoll als Neukauf.
Photoshop-Plugins im schnellen Überblick
Werkzeug
Hauptnutzen
Modell
Preis beim Check
Kompatibilität
Urteil
Nik Collection 9
Farbe, Schwarzweiß, lokale Looks
Kauflizenz
179,99 US-$; Upgrade ab 99,99 US-$
GRÜN
Beste klassische Suite
ON1 Photo RAW 2026.4
RAW, Ebenen, Masken, Effekte
Kauflizenz
regulär 99,99 US-$; Aktion 49,99 US-$
GRÜN
Stärkste Adobe-Alternative
Retouch4me / Apex
KI-Retusche mit Ebenenkontrolle
Kauflizenz oder Cloud
Einzelplugin regulär ca. 145 US-$; Aktionen variieren
GRÜN
Top für Retusche
Topaz Photo
Entrauschen, Schärfen, Fokus, Upscaling
Abo
39 US-$/Monat
GRÜN
Technische Rettungsmaschine
Luminar Neo
KI-Looks, Relight, Himmel, schnelle Effekte
Kauflizenz
119-179 US-$ je Paket
GRÜN/GELB
Schnell und kreativ
Boris FX Optics 2026
Cinematic, Licht, Partikel, Film-VFX
Abo oder Kauf
9 US-$/Monat, 99 US-$/Jahr, 149 US-$ dauerhaft
GRÜN
Der Effekt-Geheimtipp
Infinite Tools
Color Grading, Retusche, Texturen
Kauflizenz
meist 189 € je großes Panel
GRÜN
High-End für Spezialisten
Imagenomic Suite
Haut, Rauschen, Filmkorn
Abo oder Kauf
129,95 US-$/Jahr oder 299,95 US-$ einmalig
GRÜN/GELB
Bewährter Klassiker
DxO PureRAW 6
RAW-Entrauschung und Objektivkorrektur
Kauflizenz
129,99 €
GRÜN
Beste RAW-Vorstufe
Exposure X7
Filmlooks, RAW, Organisation
Kauflizenz
129 US-$; Bundle 149 US-$
GELB
Starker Analog-Geheimtipp
ON1 Effects 2026
Filter, LUTs, Texturen, Maskierung
Kauflizenz
preisabhängig von Aktion/Bundle
GRÜN
Gute reine Effektlösung
Adobe Plugin Marketplace
UXP-Panels und Workflow-Erweiterungen
gemischt
kostenlos bis Premium
GRÜN
Erste sichere Suchstelle
1. Nik Collection 9
Der unverwüstliche Klassiker ist 2026 wieder richtig aktuell
Nik Collection ist seit Jahren eine der bekanntesten Plugin-Suiten überhaupt. Version 9 ist keine alte Legende mit neuem Etikett, sondern eine aktuelle Suite für Windows und macOS. Sie integriert sich in Photoshop, Affinity und DxO PhotoLab und kann teilweise auch eigenständig verwendet werden.
Das kann es besonders gut
Nik Silver Efex für sehr kontrollierte Schwarzweiß-Umsetzungen
Nik Color Efex für Farblooks, Kontrast und kreative Filter
Nik Viveza für lokale Farb- und Tonwertkorrekturen
Nik Analog Efex für Film-, Kamera- und Papierästhetik
Nik HDR Efex für HDR und strukturierte Einzelbildlooks
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Neu in Version 9 sind unter anderem KI-Masken und Tiefenmasken. Gerade diese Kombination mit der klassischen U-Point-Technik macht die Suite wieder relevanter, weil lokale Effekte schneller gesetzt werden können, ohne in Photoshop jede Maske von Hand zu pinseln.
Preis: 179,99 US-Dollar für eine neue Lizenz; Upgrade für berechtigte Besitzer ab 99,99 US-Dollar. 30 Tage Testversion ohne Zahlungsdaten.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Der Hersteller nennt Photoshop-Integration, Windows/macOS und eine deutsche Programmoberfläche. Für die neuen KI-Masken gelten deutlich höhere Hardwareanforderungen.
Mein Urteil: Für Schwarzweiß, Fine Art, Portrait, Landschaft und kreative Looks ist Nik weiterhin eine der sinnvollsten Komplettlösungen. Wer nur einen einzigen Filter braucht, kauft allerdings viel Ballast mit.
2. ON1 Photo RAW 2026.4
Das Zusatzprogramm, das Photoshop und Lightroom teilweise ersetzen kann
ON1 Photo RAW ist vermutlich genau das Programm, das mit „ON1 Photo“ gemeint ist. Es ist kein kleines Plugin, sondern ein kompletter RAW-Editor mit Bildverwaltung, Ebenen, Masken, Retusche, Effekten und KI-Werkzeugen. ON1 positioniert es ausdrücklich als Kaufsoftware ohne Pflichtabo.
Das kann es besonders gut
RAW-Entwicklung und Bildverwaltung
Ebenen und Masken ohne Wechsel zu Photoshop
Restore AI, Sky Swap und Portrait-Werkzeuge
integriertes Resize AI
hundert Presets, LUTs, Texturen und kreative Filter
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die 2026-Version bringt smartere Motiv- und Hintergrundmasken, neue Maskenebenen sowie kreative Filter wie Motion, Depth Lighting, Split Field und Double Exposure. ON1 Effects 2026 ist zusätzlich als reine Effektlösung erhältlich.
Preis: Regulär 99,99 US-Dollar; beim Check als Sommeraktion für 49,99 US-Dollar. Eine Lizenz ist für zwei Computer vorgesehen.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN als eigenständiges Programm. ON1 bietet zusätzlich Plugin-Workflows für Adobe-Programme. Die deutsche Oberfläche und exakte Sprachabdeckung sollte vor dem Kauf über die Testversion geprüft werden.
Mein Urteil: Die stärkste Empfehlung für Menschen, die Adobe reduzieren oder ganz verlassen möchten. Nicht ganz so tief wie Photoshop beim Composing, aber für Fotografie erschreckend komplett.
Retouch4me automatisiert nicht einfach „Beauty“, sondern zerlegt professionelle Retusche in einzelne Aufgaben: Heal, Dodge & Burn, Mattifier, Skin Tone, Portrait Volumes, Stray Hairs, Fabric, Dust, Clean Backdrop und weitere Module. Die Plugins können Photoshop-Ebenen erzeugen und lassen sich dadurch wesentlich kontrollierter einsetzen als eine komplett geschlossene Ein-Klick-App.
Das kann es besonders gut
Hautunreinheiten entfernen, ohne die Hautstruktur völlig zu zerstören
Dodge & Burn auf einer editierbaren Ebene
Glanzstellen reduzieren
Hauttöne angleichen
Haare, Kleidung, Hintergrund und Staub bearbeiten
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Apex ist die neuere All-in-One-Variante: ein Plugin mit mehreren Werkzeugen, Echtzeitvorschau und Cloud-Verarbeitung. Neue Nutzer erhalten laut Hersteller 20 kostenlose Credits. Zusätzlich gibt es weiterhin dauerhafte Einzelplugin-Lizenzen.
Preis: Einzelplugins werden regulär häufig um 145 US-Dollar angeboten; beim Check lief eine 30-Prozent-Aktion. Cloud- und Bundlepreise ändern sich abhängig vom Umfang.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Windows und macOS werden unterstützt; viele Module laufen als Photoshop-Plugin und Standalone. Bei Cloud-Verarbeitung müssen Datenschutz und Einwilligung des Models beziehungsweise Kunden geklärt sein.
Mein Urteil: Für große Portraitserien ist Retouch4me ein massiver Zeitgewinn. Für ein einzelnes Fine-Art-Bild bleibt manuelles Dodge & Burn oft schöner. Automatik darf Arbeit abnehmen, aber nicht das Gesicht neu erfinden.
Topaz hat seine Produktwelt umgebaut. Das frühere Topaz Photo AI ist laut eigener Dokumentation eingestellt und bleibt als Legacy-App bestehen. Aktuell entwickelt der Anbieter Topaz Photo weiter. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil im Internet weiterhin massenhaft alte Photo-AI-Empfehlungen herumliegen.
Das kann es besonders gut
Rauschen reduzieren
leichte Bewegungs- und Fokusunschärfe verbessern
Super Focus und Dust & Scratch
Upscaling und Gesichtsrekonstruktion
Licht und Farbe automatisch balancieren
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Topaz Photo läuft eigenständig und über zwei Photoshop-Workflows: Filter oder „Datei > Automatisieren“. Der Automate-Weg ist für Skalierung und bestimmte Funktionen sinnvoller. Photoshop-Aktionen rund um Topaz werden vom Hersteller ausdrücklich nicht als stabiler Workflow unterstützt.
Preis: 39 US-Dollar pro Monat für Topaz Photo. Das gesamte Topaz-Studio-Paket kostet 34 US-Dollar monatlich bei jährlicher Abrechnung beziehungsweise 399 US-Dollar pro Jahr.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN für Photoshop CC. Photoshop CS-Versionen werden nicht unterstützt. Leistungsfähige Hardware ist praktisch Pflicht.
Mein Urteil: Wenn ein Bild technisch weich, verrauscht oder leicht daneben fokussiert ist, gehört Topaz zu den stärksten Werkzeugen. Bei gesunder Ausgangsqualität kann es aber auch Details erfinden und Gesichter plastifizieren. Regler runter, Augen auf.
Luminar Neo ist Standalone-App und Plugin für Photoshop sowie Lightroom Classic. Es richtet sich an Menschen, die schnell zu starken Ergebnissen kommen möchten: Relighting, Himmeltausch, Objektentfernung, Portraittools, Fokus-Stacking, HDR, Panorama, Rauschreduzierung und kreative Looks stecken in einer sehr zugänglichen Oberfläche.
Das kann es besonders gut
schnelle Stimmungs- und Lichtkorrekturen
Sky AI und Relight
Portrait- und Hautwerkzeuge
Presets, LUTs, Overlays und kreative Assets
Restaurierung und AI-Assistent
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die 2026-Version enthält Funktionen aus dem Herbst-Upgrade 2025 und den Frühjahrsupdates 2026. Als Photoshop-Plugin sind GenErase, GenExpand und GenSwap jedoch nicht verfügbar; außerdem muss das Bild wegen Photoshop-Beschränkungen mit gleicher Pixelzahl zurückgegeben werden.
Preis: Unbefristete Desktop-Lizenz beim Check 119 US-Dollar, geräteübergreifend 159 US-Dollar, Max 179 US-Dollar. Generative Funktionen und automatische Upgrades können nach einem Jahr Zusatzkosten verursachen.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN bis GELB. Photoshop- und Lightroom-Plugins werden ausdrücklich angeboten. Einzelne Funktionen sind im Plugin-Modus eingeschränkt.
Mein Urteil: Luminar ist kein Ersatz für kontrollierte High-End-Retusche. Für schnelle Looks, Lichtstimmungen und kreative Variationen ist es aber brutal praktisch.
6. Boris FX Optics 2026
Hollywood-Effekte für Standbilder – und ein echter Geheimtipp
Boris FX kommt aus der Film- und VFX-Welt. Optics überträgt diese Denkweise auf Fotografie: Licht, Glows, Lens Flares, Partikel, Filmemulation, Diffusion, Masken und Effekte, die deutlich weniger nach klassischem Fotofilter aussehen als bei vielen Preset-Paketen.
Das kann es besonders gut
mehr als 187 Filter und tausende Presets
Sapphire-inspirierte Film- und Lichteffekte
Partikel, Rauch, Funken und atmosphärische Elemente
KI-Masken und Tiefenmasken
Standalone plus Plugins für mehrere Hostprogramme
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Optics 2026 bringt neue One-Click-KI-Werkzeuge, Gesichtsmasken, Tiefenkarten und neue Cinematic Looks. Im Juni 2026 wurde die Plugin-Unterstützung zusätzlich auf Apple Photos, Capture One und Affinity Photo erweitert.
Preis: 9 US-Dollar pro Monat, 99 US-Dollar pro Jahr oder 149 US-Dollar als dauerhafte Lizenz; Upgrade- und Supportplan 49 US-Dollar pro Jahr.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Photoshop, Lightroom, Capture One, Affinity Photo und Standalone werden aktuell genannt.
Mein Urteil: Für Composings, Fashion, Pop Art und cineastische Bildwelten ist Optics einer der spannendsten Geheimtipps dieser Liste. Wer nur natürliche Hochzeitsfarben will, braucht es wahrscheinlich nicht.
7. Infinite Tools
High-End-Panels für Menschen, die Photoshop wirklich benutzen
Infinite Tools richtet sich nicht an Einsteiger, die einen Fertigfilter suchen. Die Panels organisieren, beschleunigen oder erweitern professionelle Retusche und Farbgestaltung. Hinter dem Projekt stehen erfahrene Retuscheure; viele Werkzeuge sind moderne UXP-Plugins und vollständig Apple-Silicon-kompatibel.
Das kann es besonders gut
Infinite Color für zufällige und kontrollierte Color Grades
Infinite Retouch für eigene Retusche-Workflows
Infinite Skin für getrennte Ton- und Detailbearbeitung
Infinite Unify für ungleichmäßige Farben und Hauttöne
Infinite Texture mit über 70.000 kommerziell lizenzierten Dateien
Infinite Black & White, Curves, Radiance und Goethe
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Besonders spannend sind die neueren Werkzeuge Infinite Curves und Infinite Goethe. Goethe harmonisiert Bilder auf Basis von Farbwahrnehmung und Farbpsychologie statt nur technischer Pixelwerte. Das ist ungewöhnlich und genau deshalb ein echter Geheimtipp.
Preis: Die großen Panels kosten beim Check meist 189 Euro, Infinite Guide 39 Euro. Aktionen und Rabattwochen kommen regelmäßig vor.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Die aktuellen großen Panels werden als UXP, Windows, Mac und Apple Silicon ausgewiesen.
Mein Urteil: Nicht billig. Dafür sind es Werkzeuge, die einen bestehenden Profi-Workflow verbessern, statt ihn mit Plastikautomatik zu ersetzen.
8. Imagenomic Portraiture, Noiseware und Realgrain
Imagenomic ist seit Jahren in Beauty-, Portrait- und Studio-Workflows vertreten. Portraiture glättet und maskiert Haut, Noiseware entrauscht, Realgrain simuliert Filmkorn und analoge Charakteristik. Die Werkzeuge sind weniger modern inszeniert als manche KI-Neuheit, aber klar auf Produktion ausgerichtet.
Das kann es besonders gut
Portraiture für schnelle Hautretusche
Noiseware für Rauschreduktion
Realgrain für Filmkorn und analoge Anmutung
Photoshop-, Lightroom- und teilweise Affinity-Workflows
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Die aktuelle Portraiture-Generation wird als KI-gestützt beworben und kombiniert Glättung, Maskierung, Lichtverbesserung und Hautunreinheiten. Gleichzeitig zeigt die Downloadseite teilweise ältere Photoshop-Versionsangaben. Genau deshalb: Testversion zuerst, dann kaufen.
Preis: Photo Suite 129,95 US-Dollar pro Jahr oder 299,95 US-Dollar einmalig. Portraiture für Photoshop 199,95 US-Dollar, Noiseware und Realgrain je 99,95 US-Dollar.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN bis GELB. Der Shop nennt Photoshop, Lightroom Classic und Affinity; einzelne Downloadseiten führen teilweise begrenzte Hostversionen. Aktuelle Testversion im eigenen Photoshop 2026 prüfen.
Mein Urteil: Für schnelle Beauty-Produktion immer noch stark. Für natürliche High-End-Haut muss man sehr vorsichtig dosieren.
DxO PureRAW ist kein Kreativfilter, sondern eine technische RAW-Vorstufe. Es kombiniert Demosaicing, Entrauschung, Objektivkorrekturen und Schärfung auf Basis einer riesigen Kamera-Objektiv-Datenbank. Version 6.2 ist aktuell und kann in Lightroom sowie als Smart-Filter im Photoshop-Workflow eingesetzt werden.
Das kann es besonders gut
DeepPRIME-Entrauschung
optische Korrekturen aus Kamera-Objektiv-Modulen
Schärfung ohne klassische Überschärfungsoptik
DNG/TIFF-Ausgabe für den weiteren Adobe-Workflow
Photoshop-Smartfilter-Integration
Neu beziehungsweise 2026 relevant: PureRAW 6 beschleunigt den Export durch parallele Verarbeitung und unterstützt laut Hersteller mehr als 111.000 Kamera-Objektiv-Module. Die deutsche Sprache wird ausdrücklich angeboten.
Preis: 129,99 Euro für eine neue Lizenz; Upgrades für PureRAW 4 oder 5 ab 79,99 Euro.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Deutsch, Windows, macOS, Lightroom-Plugin und Photoshop-Smartfilter-Workflow sind dokumentiert.
Mein Urteil: Für hohe ISO, schwierige Objektive und maximale RAW-Qualität ist PureRAW oft sinnvoller als noch ein Effektplugin. Es verbessert die Basis, bevor die Kunst beginnt.
Exposure X7 ist RAW-Editor, Bildverwaltung und Plugin in einem. Seine große Stärke sind Filmlooks, Körnung, kreative Presets und ein sehr direkter Workflow. Im Bundle stecken zusätzlich Snap Art und Blow Up.
Das kann es besonders gut
große Film- und Analogbibliothek
nichtdestruktive RAW-Bearbeitung
Photoshop- und Lightroom-Plugin
Snap Art für malerische Medien
Blow Up für hochwertige Vergrößerung
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Exposure X7 ist funktional weiterhin erhältlich, wirkt aber 2026 im Vergleich zu den aggressiv weiterentwickelten KI-Konkurrenten älter. Genau deshalb bekommt es keine grüne, sondern eine gelbe Ampel: Es ist gut, aber kein offensichtlicher Zukunftssieger.
Preis: Exposure X7 129 US-Dollar, Bundle mit Snap Art und Blow Up 149 US-Dollar. Kein Abonnement erforderlich.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GELB. Photoshop- und Lightroom-Plugins werden angeboten; Produktgeneration X7 ist jedoch nicht neu. Vor dem Kauf aktuelle Host-Unterstützung testen.
Mein Urteil: Ein Geheimtipp für Fotografen, die analoge Looks mögen und kein Abo wollen. Für neue KI-Maskierung und moderne Retusche gibt es stärkere Kandidaten.
11. ON1 Effects 2026
Wenn man ON1-Looks will, aber nicht den ganzen RAW-Editor
ON1 Effects ist der kreative Effektteil aus Photo RAW als eigenständige Lösung. Enthalten sind hunderte Presets, Filter, LUTs, Texturen und Rahmen, die kombiniert, maskiert und gestapelt werden können.
Das kann es besonders gut
Vintage und Cinematic
Pop Art und grafische Looks
LUTs, Texturen und Rahmen
mehrere Filter in einem Stack
KI-Maskierung für Motiv und Hintergrund
Neu beziehungsweise 2026 relevant: 2026 kamen neue kreative Filter und intelligentere Maskierungsfunktionen hinzu. Damit ist Effects eine gute Lösung für Menschen, die Lightroom oder Photoshop behalten, aber ON1s Effektwelt dazunehmen möchten.
Preis: Der Preis wird häufig über Aktionen und Bundles variiert. Deshalb vor dem Kauf direkt auf der offiziellen Kaufseite prüfen; eine Testversion ist verfügbar.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN. Aktuelle 2026-Version und eigener Installer. Als Plugin und Standalone einsetzbar.
Mein Urteil: Guter Mittelweg zwischen Nik und Luminar. Weniger elegant als Nik, weniger KI-showig als Luminar, aber flexibel und kontrollierbar.
12. Adobe Plugin Marketplace
Nicht spektakulär, aber die sicherste erste Suchstelle
Der Creative-Cloud-Marktplatz ist die offizielle Verwaltungsstelle für moderne UXP-Plugins und viele Erweiterungen. Dort lassen sich kompatible Plugins installieren, aktualisieren und entfernen, ohne fremde Installer aus dubiosen ZIP-Dateien zu fischen.
Das kann es besonders gut
UXP-Panels für Workflow und Zusammenarbeit
kostenlose und kostenpflichtige Erweiterungen
einfachere Verwaltung über Creative Cloud
geringeres Risiko veralteter Installationspfade
Neu beziehungsweise 2026 relevant: Adobe aktualisierte die Plugin-Dokumentation im März und Juni 2026. Trotzdem gilt: Auch ein Marketplace-Plugin muss nicht automatisch perfekt gepflegt sein. Bewertungen, Update-Datum und unterstützte Photoshop-Version prüfen.
Preis: Je nach Plugin kostenlos, Einmalkauf oder Abo.
Kompatibilität mit aktuellem deutschen Photoshop: GRÜN als Installationsweg für aktuelle UXP-Plugins.
Mein Urteil: Bevor man irgendeine fremde Downloadseite besucht, lohnt sich zuerst die Suche im offiziellen Marketplace. Langweilig, aber vernünftig.
Was davon ist wirklich essenziell?
Nein, man braucht nicht zwölf Zusatzprogramme. Wer alles installiert, hat am Ende ein Photoshop-Menü wie eine überfüllte Ramschlade. Entscheidend ist, welche Lücke im eigenen Workflow tatsächlich existiert.
Für technische Bildqualität: DxO PureRAW 6 oder Topaz Photo. PureRAW ist stärker als sauberer RAW-Start, Topaz stärker bei problematischen fertigen Bildern, Fokus und Upscaling.
Für Portrait- und Beauty-Retusche: Retouch4me oder Infinite Tools. Retouch4me spart massiv Zeit, Infinite Tools bleibt näher am klassischen kontrollierten Photoshop-Workflow.
Für Schwarzweiß und Fine Art: Nik Collection 9, vor allem Silver Efex.
Kreative Farbwelten: Infinite Color, Nik Color Efex, ON1 Effects oder Exposure X7.
Für Composing, Pop Art und cineastische Effekte: Boris FX Optics 2026. Das ist der auffälligste Geheimtipp dieser Liste.
Als Adobe-Alternative: ON1 Photo RAW 2026.4. Luminar Neo ist einfacher und spektakulärer, ON1 ist als Gesamtsystem vollständiger.
Meine drei sinnvollen Pakete
Paket 1: Fotografisch sauber
DxO PureRAW 6
Photoshop und Camera Raw
Nik Collection 9
Damit sind RAW-Qualität, präzise Handarbeit, Farbe und Schwarzweiß abgedeckt. Kein Zirkus, aber ein sehr starkes System.
Paket 2: Portrait und Studio
Photoshop
Retouch4me Heal und Dodge & Burn oder Apex
Infinite Unify beziehungsweise Infinite Retouch
Topaz Photo nur für technische Problemfälle
Das ist die Produktionsmaschine für Portrait, Beauty, Fashion und größere Serien.
Paket 3: Brownz-Modus – kreativ und volle Kanne
Photoshop
Boris FX Optics 2026
Infinite Texture und Infinite Color
Nik Collection 9
Topaz Photo für finale technische Qualität
Damit lassen sich Composings, Pop Art, Fashion, Lichtwelten, Texturen und cineastische Bildlooks bauen, ohne dass alles nach demselben KI-Filter aussieht.
Der 90-Sekunden-Check vor jedem Plugin-Kauf
Ist ausdrücklich Photoshop 2026 beziehungsweise eine aktuelle CC-Version genannt?
Läuft es nativ auf Apple Silicon oder braucht es Rosetta?
Unterstützt es 16 Bit, Smartobjekte und den verwendeten Farbraum?
Ist es ein echtes Plugin, ein externer Editor oder nur ein Export-Workflow?
Werden Bilder lokal verarbeitet oder in eine Cloud hochgeladen?
Darf die Software kommerziell verwendet werden und gelten Umsatzgrenzen?
Ist der angezeigte Preis dauerhaft, ein Abo, ein Upgradeplan oder nur das erste Jahr?
Gibt es eine funktionierende Testversion ohne Kreditkarte?
Bleiben Ebenen und Masken editierbar oder kommt nur ein plattgerechnetes Ergebnis zurück?
Wird das Produkt tatsächlich noch weiterentwickelt?
Photoshop-Plugins installieren
Photoshop schließen, bevor ein klassischer Plugin-Installer gestartet wird.
Nach der Installation Photoshop öffnen und unter Plugins, Filter oder Datei > Automatisieren suchen.
Auf einem kopierten Bild und möglichst auf einem Smartobjekt testen.
Nach größeren Photoshop-Updates zuerst Hersteller-Updates installieren und erst dann produktiv arbeiten.
Alte und neue Versionen desselben Plugins nicht parallel behalten, wenn der Hersteller davor warnt.
Was ich 2026 nicht mehr neu kaufen würde
Plugins, deren letzte offizielle Photoshop-Unterstützung bei 2022, 2023 oder 2024 endet und die keine aktuelle Testversion bieten.
Anonyme „10.000 Filter“-Bundles ohne Hersteller, Lizenz und Updatehistorie.
Alte CEP-Panels, die auf Apple Silicon nur mit Rosetta laufen, sofern es eine aktuelle UXP-Alternative gibt.
Topaz Photo AI als vermeintlich aktuelles Produkt: Es ist laut Topaz Legacy und wird nicht mehr weiterentwickelt. Das neue Produkt heißt Topaz Photo.
Beauty-Plugins, die nur eine glatte Ebene zurückgeben und keinerlei Masken- oder Ebenenkontrolle erlauben.
Das ehrliche Fazit
Die besten Plugins sind nicht jene, die Photoshop mit möglichst viel Glitzer zukleistern. Es sind jene, die einen echten Engpass lösen: bessere RAW-Dateien, schnellere Retusche, kontrolliertere Farben, stärkere Masken oder Effekte, die man in Photoshop nur mit sehr viel Handarbeit bauen müsste.
2026 gehören Nik Collection 9, ON1 Photo RAW, Retouch4me, Topaz Photo, Luminar Neo und DxO PureRAW zu den sichtbarsten Lösungen. Die spannendsten Geheimtipps sind Boris FX Optics und die spezialisierten Infinite-Tools-Panels. Gerade dort entstehen Bildwelten, die nicht sofort nach Standardpreset und Ein-Klick-KI schreien.
Mein Rat ist simpel: Nicht kaufen, weil ein Vorher-nachher-Bild spektakulär aussieht. Testversion laden, drei eigene schwierige Bilder bearbeiten und prüfen, ob das Werkzeug nach dem ersten Wow-Effekt noch immer Zeit spart. Erst dann Geld ausgeben.
Für spezielle Haut- und Farbkorrekturen findest du weitere Werkzeuge in meinen Retusche-Geheimtipps. Wenn du lieber zuerst die Grundlagen sicher beherrschen möchtest, zeigt dir Photoshop für Faule einen klassischen Composing-Workflow.
Preise, Rabatte, Upgradebedingungen und Abomodelle können sich jederzeit ändern und werden teilweise standortabhängig angezeigt. Der Preisstand dieses Beitrags ist der 27. Juli 2026. Vor einem Kauf sind die offizielle Produktseite, Systemvoraussetzungen, Datenschutzbedingungen und Lizenzregeln erneut zu prüfen.
Für Recherche, Strukturierung und sprachliche Ausarbeitung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt. Die Auswahl der Quellen, der Faktencheck und die abschließende redaktionelle Bearbeitung erfolgten durch mich.