Die versteckten Perlen für Photoshop, Lightroom & Camera Raw

Hautretusche, Beauty, Dodge & Burn, Frequency Separation, Body, Akt, Boudoir und schneller RAW-Workflow – ohne die üblichen Verdächtigen.

Stand der Recherche:  07. August 2026. Die unten verlinkten Hersteller-, Adobe- und EU-Seiten wurden bei der Erstellung dieses Beitrags aktuell geprüft. Preise können sich ändern; deshalb nenne ich sie nur dort, wo sie für die Einordnung wirklich relevant sind.

Worum es hier geht

Wer nach Retusche-Plugins sucht, landet fast immer bei denselben Namen. Nik Collection, Portraiture, PortraitPro, Retouch4me, Luminar, Evoto und ähnliche Produkte sind nicht automatisch schlecht – aber Geheimtipps sind sie längst nicht mehr. Genau deshalb kommen sie in dieser Liste nicht als Hauptempfehlungen vor.

Gesucht wurden stattdessen aktuelle Werkzeuge, die 2026 technisch noch sinnvoll sind, einen modernen Photoshop- oder Lightroom-Workflow unterstützen und entweder eine ungewöhnlich gute Spezialfunktion haben oder im deutschsprachigen Raum erstaunlich wenig bekannt sind. Dazu gehören echte UXP-Plugins, Panels, adaptive Presets, Workflow-Skripte und ein paar Werkzeuge, die Retusche nicht automatisch erledigen, sondern den eigenen Workflow deutlich schneller und sauberer machen.

Wichtig ist dabei eine klare Grenze: Ein Plugin ersetzt keine Retuschekenntnisse. Gute Haut entsteht aus Licht, Aufnahmequalität, sauberer Grundkorrektur, kontrolliertem Healing, Tonwertarbeit und einem Gefühl dafür, wann genug wirklich genug ist. Genau das findet man auch in aktuellen Retusche-Foren immer wieder: Frequency Separation und KI können Zeit sparen, werden aber sehr schnell hässlich, wenn man sie einfach nur maximal aufdreht.

Kurz erklärt: Plugin, Panel, Aktion oder AI-Preset?

  • UXP-Plugin / Panel: Ein modernes Erweiterungsmodul innerhalb von Photoshop. UXP ist Adobes aktuelle Plugin-Plattform. Gute UXP-Panels können Aktionen, Skripte, Ebenen, Masken und eigene Werkzeuge in einer Oberfläche bündeln.
  • Photoshop-Aktion: Eine aufgezeichnete Befehlsfolge. Perfekt für wiederkehrende Setups wie Dodge-&-Burn-Ebenen, Frequenztrennung oder Kontrollkurven. Eine Aktion ist aber nicht intelligent: Sie spielt Schritte ab.
  • Skript: Kann logischer und flexibler arbeiten als eine Aktion. Skripte können Abfragen, Bedingungen, Layer-Logik oder komplexe Setups enthalten.
  • Adaptive Presets: XMP-Vorgaben für Lightroom und Camera Raw, die Adobes eigene KI-Masken verwenden können. Sie erkennen zum Beispiel Person, Gesichtshaut, Körperhaut, Haare, Zähne oder Hintergrund und legen darauf vordefinierte Korrekturen.
  • Standalone-Programm: Ein separates Programm außerhalb von Photoshop. Für diesen Beitrag nur am Rand interessant, weil der Fokus auf einem kontrollierbaren Adobe-Workflow liegt.

Die schnelle Auswahl: Welches Tool für welchen Job?

  • High-End Frequency Separation: FSX Plugin
  • Eigenes Retusche-Cockpit bauen: Configurator Reloaded 2
  • Schnelle, pinselbasierte Hautretusche: RetouchLab Skin Pro
  • Farbunruhe, Flecken, Rotstiche, ungleichmäßige Haut: Infinite Unify
  • Gesicht und Körper schnell vorbereiten: DR5 Skin oder Infinite Skin
  • Kompletter manueller Photoshop-Retuscheworkflow: Infinite Retouch
  • Beauty / Fashion / Commercial: Beauty Retouch v5.1
  • Make-up, Lippen, Augen, Wimpern, Brows: MUA Retouch
  • Tiefes All-in-one-Retuschepanel: Retouch Ninja
  • Lightroom Classic statt Photoshop: Visual Flow AI Retouching Toolkit
  • Body- und Skin-Retusche in Lightroom / ACR: Luxe Beauty, Body, Skin AI
  • Sehr neuer Auto-Retouch-Newcomer: Azap – derzeit eher Watchlist

Die eigentlichen Geheimtipps

1. FSX Plugin

Mein stärkster Spezialtipp für moderne Frequency Separation.

  • Typ: UXP-Plugin für Photoshop
  • Schwerpunkt: Frequency Separation / Multi-Band Separation
  • Kompatibilität: Photoshop 2025 (25.2) oder neuer; Windows und macOS, nativ auf M-Chips
  • Test: 14 Tage kostenlos laut Hersteller

FSX von PhotoshopChef ist genau die Art Tool, die in den üblichen Top-10-Listen kaum auftaucht, aber für ernsthafte Retusche extrem interessant ist. Es macht nicht einfach nur eine klassische Zwei-Ebenen-Frequenztrennung auf Knopfdruck, sondern behandelt Frequency Separation als vollständigen Arbeitsbereich.

Der entscheidende Punkt ist die Kontrolle: Live-Preview für High/Low/Composite, unterschiedliche Trennfilter wie Gaussian Blur, Median, Double Median oder Surface Blur, nachträgliches Re-Processing des Splits und eine Multi-Band-Separation mit zusätzlicher Mittelfrequenz. Gerade diese mittlere Frequenz ist bei Haut spannend, weil dort oft Unebenheiten und Übergänge liegen, ohne dass man gleichzeitig Porenstruktur und großflächige Tonwerte plattmacht.

Für Einsteiger ist das sogar lehrreicher als eine dumme FS-Aktion, weil man den Radius und den Split tatsächlich sehen und anpassen kann. Für Fortgeschrittene ist besonders gut, dass sich bestehende Splits während der Arbeit neu berechnen lassen, ohne die eigentlichen Retusche-Eingriffe wegzuwerfen.

Ideal für: Beauty, Portrait, Akt, Boudoir, Fashion, Haare, Stoffe und überall dort, wo Struktur und Ton getrennt bearbeitet werden sollen.

Wichtig: Frequency Separation bleibt ein Werkzeug, kein Stil. Wenn die Haut danach wie Gummi aussieht, war nicht das Plugin zu schwach, sondern die Anwendung zu stark.

BROWNZ-Fazit: Ein echter Geheimtipp. Wer Frequency Separation wirklich benutzt und nicht nur eine Aktion abfeuert, sollte sich FSX ansehen.

Offizielle Seite: https://photoshopchef.com/fsx-plugin/

2. Configurator Reloaded 2

Der Meta-Geheimtipp: nicht selbst retuschieren lassen, sondern Photoshop auf den eigenen Workflow umbauen.

  • Typ: UXP-Workflow-Plugin / Panel Builder
  • Aktuell: Version 2.3.2 (22. Juli 2026) laut offiziellem Changelog
  • Kompatibilität: Photoshop 2025 (26.0) oder neuer; Windows/macOS inkl. Apple Silicon
  • Sprache: Deutsch verfügbar
  • Test: Unbegrenzte Testversion mit Einschränkungen

Configurator Reloaded 2 ist kein Hautfilter. Genau deshalb ist es für mich einer der spannendsten Retusche-Geheimtipps überhaupt. Man baut damit per Drag-and-Drop eigene Photoshop-Panels aus Werkzeugen, Menübefehlen, Aktionen, Pinseln, Presets und Skripten. Statt jedes Mal dieselben Menüs zu öffnen, liegt der komplette persönliche Retusche-Workflow als eigenes Cockpit neben dem Bild.

2026 ist das Plugin besonders interessant geworden: Version 2.2.3 brachte am 19. März Workflow-Skripte für Dodge & Burn auf Grauebene, Dodge & Burn mit Kurven und High-Pass-Schärfung. Version 2.3.0 ergänzte am 27. April die Command Search. Aktuell ist Version 2.3.2 vom 22. Juli 2026; sie erweitert unter anderem die Container um mehrere Tabs. Der Skript-Editor ist ebenfalls Teil der aktuellen 2er-Generation.

Das klingt zunächst nerdig, ist aber genau das Gegenteil: Für einen Einsteiger kann man sich ein Panel mit fünf großen Buttons bauen – Cleanup, D&B, FS, Skin Check, Finish. Ein Profi baut daraus drei komplette Arbeitsbereiche für Beauty, Body und Composing. In einer aktuellen Photoshop-Community-Diskussion wurde das Tool sinngemäß als transformativ für Leute beschrieben, die ohnehin eigene Aktionen verwenden.

Ideal für: Alle, die immer wieder dieselben Retusche-Schritte benutzen und eine eigene, saubere Oberfläche statt 30 Einzelpanels wollen.

Wichtig: Das Tool macht die Retusche nicht selbst. Sein Wert entsteht erst dann, wenn man einen sinnvollen Workflow hineinpackt. Genau deshalb ist es langfristig oft wertvoller als der nächste One-Click-Filter.

BROWNZ-Fazit: Für mich der cleverste Workflow-Kauf in dieser Liste – vor allem, wenn bereits eigene Aktionen, Skripte und Retusche-Routinen vorhanden sind.

Offizielle Seite: https://configurator.pixelsucht.net/de/

3. RetouchLab Skin Pro

Sehr neuer 2026-Newcomer: pinselbasiert statt Vollautomatik.

  • Typ: Photoshop-Plugin
  • Schwerpunkt: Haut: Frequency Separation + Dodge & Burn + Tone Evening
  • Kompatibilität: Photoshop 2022 (23.3) oder neuer laut Hersteller
  • Besonderheit: Getrennte Zonen für unterschiedliche Einstellungen, z. B. Gesicht und Körper
  • Status: Sehr neu; erste verifizierte Adobe-Exchange-Bewertungen stammen aus 2026. Die aktuelle Website bietet einen kostenlosen 3-Tage-Test an.

RetouchLab Skin Pro ist interessant, weil es nicht versucht, das ganze Gesicht vollautomatisch zu „verschönern“. Der Nutzer malt mit einem Pinsel genau dort, wo der Effekt wirken soll. Im Hintergrund kombiniert das Plugin laut Hersteller Frequency Separation, Dodge & Burn und Tonangleichung; sieben Regler bleiben nachträglich veränderbar.

Für Akt- und Boudoir-Retusche ist die Zonenfunktion besonders brauchbar: Gesicht und Körper können mit unterschiedlichen Einstellungen bearbeitet werden. Das ist wichtig, weil dieselbe Glättung, die im Gesicht noch funktioniert, an Schulter, Bauch, Armen oder Beinen schnell unnatürlich wirkt.

Der Haken ist nicht technisch, sondern die Marktgeschichte: Das Produkt ist 2026 sehr frisch. Es gibt bereits verifizierte Adobe-Exchange-Bewertungen, aber naturgemäß noch keine jahrelange unabhängige Langzeiterfahrung. Deshalb gilt hier ganz besonders: ausprobieren, nicht blind wegen Vorher/Nachher-Bildern kaufen.

Ideal für: Portrait, Beauty, Boudoir, Akt und größere Serien, wenn man schnell arbeiten, aber den Wirkbereich selbst malen möchte.

Wichtig: Sehr neuer Anbieter. Das ist genau der Reiz eines Geheimtipps, aber auch das Risiko. Erst an eigenen RAW/TIFF-Dateien testen.

BROWNZ-Fazit: Spannend, weil es den Mittelweg zwischen Handarbeit und Vollautomatik sucht. Für Körperretusche ist die getrennte Zonensteuerung ein echter Pluspunkt.

Offizielle Seite: https://tryretouchlab.com/

4. Infinite Unify

Der unterschätzte Spezialist für unruhige Hautfarben und Farbübergänge.

  • Typ: Photoshop-Plugin / Panel
  • Schwerpunkt: Farbharmonisierung, Skin Tone, Color Casts
  • Prinzip: Erzeugt aus einer Auswahl einen mehrfarbigen Gradient-Map-Ansatz; 12 Farbstichproben laut Hersteller
  • Einsatz: Haut, Make-up, Kleidung, Produkte und Hintergründe

Viele Retusche-Plugins konzentrieren sich auf Poren und Pickel. In der Praxis nerven aber oft ganz andere Dinge: rote Knie, fleckige Arme, grünliche Schatten, unterschiedliche Hauttöne zwischen Gesicht und Körper, Makeup-Übergänge oder Lichtreflexe mit falscher Farbe. Genau hier ist Infinite Unify stark.

Das Panel sampelt laut Hersteller mehrere Farben aus der Auswahl und baut daraus eine Gradient-Map-basierte Angleichung. Smoothness- und Hue-Regler sowie Maskierungs- und Blend-Optionen erlauben, den Effekt kontrolliert einzusetzen. Man glättet damit also nicht einfach Struktur, sondern versucht Farbübergänge zu beruhigen.

Gerade in Akt, Swimwear, Beauty und Boudoir ist das oft wertvoller als noch ein weiterer Skin-Smoother. Wenn Schulter, Brustkorb, Bauch und Beine unter verschiedenen Lichtwinkeln fotografiert wurden, kann eine kontrollierte Farbangleichung das Bild wesentlich hochwertiger machen, ohne Textur anzutasten.

Ideal für: Uneinheitliche Hautfarbe, Rotstellen, Tan-Lines, Farbstiche, Makeup-Matching und Farbkorrekturen an größeren Körperflächen.

Wichtig: Unify ist kein Ersatz für D&B oder Healing. Es ist ein Farbwerkzeug. Genau deshalb funktioniert es am besten als eigener Schritt zwischen Cleanup und Finish.

BROWNZ-Fazit: Eine der wirklichen Perlen dieser Liste. Wer nur an „Haut glätten“ denkt, übersieht einen der wichtigsten Qualitätshebel: saubere Hautfarbe.

Offizielle Seite: https://infinite-tools.com/infinite-unify-/

5. DR5 Skin

Unauffälliger, kontrollierbarer Skin-Primer für Gesicht und Körper.

  • Typ: UXP-Plugin für Photoshop
  • Schwerpunkt: Skin Smoothing / Healing / Texture Clarity
  • Kompatibilität: Photoshop 2022 (23.3) oder neuer; Windows/macOS, M-Chips nativ
  • Lizenztechnik: Internet nur für Erstaktivierung laut Hersteller
  • Test: Kein Trial, aber 14-Tage-Geld-zurück laut Hersteller

DR5 Skin stammt ebenfalls von PhotoshopChef und ist deutlich weniger bekannt als die großen AI-Retuschepakete. Das Plugin ist ausdrücklich als erster Retusche-Schritt gedacht: Hautübergänge beruhigen, störende Texturunruhe reduzieren und danach bei Bedarf manuell weiterarbeiten.

Es kann das Gesicht automatisch erkennen oder manuell geführt werden und berechnet daraus passende Filterradien. Die Wirkung wird nicht zwangsweise auf die komplette Haut gekippt, sondern kann per Pinsel aufgetragen werden. Smoothing, Healing und Texture Clarity sind getrennt steuerbar. Besonders interessant: Der Hersteller beschreibt ausdrücklich den Einsatz auf Körperpartien und erlaubt verschiedene Einstellungen für Gesicht und Körper.

Das ist für Akt und Boudoir wesentlich sinnvoller als ein Gesichtsalgorithmus, der beim Körper einfach kapituliert. Außerdem kann der Effekt in Frequency-Separation-Layer überführt werden, wenn man danach gezielt weiterarbeiten möchte.

Ideal für: Portraitserien, Wedding, Boudoir, Akt und Body-Skin, wenn eine dezente Vorbereitung wichtiger ist als Vollautomatik.

Wichtig: Nicht als „fertige High-End-Retusche“ betrachten. Das Plugin selbst positioniert sich sinnvollerweise als Zeitersparnis und Primer, nicht als Ersatz für Handarbeit.

BROWNZ-Fazit: Sehr brauchbarer Geheimtipp für Fotografen, die Kontrolle behalten wollen. Vor allem die getrennte Anwendung auf Gesicht und Körper ist praxisnah.

Offizielle Seite: https://photoshopchef.com/dr5-skin-plugin/

6. Infinite Retouch

Ein komplettes Retusche-Cockpit für Leute, die trotzdem selbst retuschieren wollen.

  • Typ: Photoshop UXP-Panel
  • Schwerpunkt: Healing, Dodge & Burn, Frequency Separation, Kontrolllayer, Finish, Export
  • Kompatibilität: Photoshop CC2021 (22.x) oder neuer laut Hersteller
  • Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch
  • Test: Kostenlose Trial-Version verfügbar

Infinite Retouch ist nicht der „Mach-mich-schön“-Knopf, sondern ein Workflow-Panel. Es setzt Healing-, Dodge-&-Burn- und Frequency-Separation-Setups auf, kann Werkzeuge automatisch anwählen, bringt Kontroll- beziehungsweise Help-Layer mit und enthält zusätzlich Color-, Grain-, Sharpening- und Export-Funktionen.

Der große Vorteil ist die Anpassbarkeit. Bei Frequency Separation lässt sich beispielsweise definieren, welche Methode verwendet wird, welche Ebene anschließend aktiv sein soll und welches Werkzeug Photoshop auswählen soll. Im User-Bereich kann man eigene Layer-Setups und bestehende Aktionen einbinden. Damit wächst das Panel mit dem eigenen Können statt nach drei Monaten im Weg zu stehen.

Für Einsteiger ist außerdem die deutsche Oberfläche angenehm. Wer sich Retusche wirklich beibringen möchte, bekommt hier eher ein strukturiertes Arbeitsbrett als einen Black-Box-Filter.

Ideal für: Manuelle High-End-Retusche, Beauty, Fashion, Portrait, Akt und alle, die eine feste Reihenfolge für Cleanup, D&B, FS, Check und Finish mögen.

Wichtig: Das Panel ist umfangreich. Wer nur einen einzigen Skin-Smoother sucht, kauft hier zu viel. Wer hingegen wirklich retuschiert, bekommt mehr Langzeitwert.

BROWNZ-Fazit: Für Photoshop-Einsteiger mit Ambition einer der sinnvollsten Wege, weil man echte Retusche-Schritte beschleunigt statt sie komplett zu verstecken.

Offizielle Seite: https://infinite-tools.com/infinite-retouch/

7. Infinite Skin

Schneller Skin-Primer mit maschineller Unterstützung – bewusst nicht als Endretusche gedacht.

  • Typ: Photoshop UXP-Plugin
  • Schwerpunkt: Skin Primer / Tone und Detail getrennt
  • Kompatibilität: Photoshop CC2021 oder neuer
  • Internet: Dauerhafte Online-Verbindung wird vom Hersteller verlangt
  • Workflow: Automatische oder schwarze Maske; Clarity- und Smoothing-Regler

Infinite Skin verfolgt einen vernünftigen Ansatz: Es will High-End-Retusche ausdrücklich nicht ersetzen. Stattdessen erstellt es auf Knopfdruck ein vorbereitetes Frequency-Separation-Setup und berechnet die Ausgangswerte anhand des Gesichts. Anschließend lassen sich Detail/Clarity und Smoothing getrennt steuern.

Für große Portrait- oder Boudoir-Serien ist das attraktiv, weil man einen sauberen Startpunkt erhält und danach nur noch dort nacharbeitet, wo das Bild es wirklich braucht. Highlight Protection und unterschiedliche Maskierungsoptionen helfen, glänzende Stellen nicht einfach wegzubügeln.

Der wichtigste Unterschied zu einem Vollautomaten: Das Ergebnis bleibt Teil eines Photoshop-Layer-Workflows. Man kann also kontrollieren, maskieren und weiterarbeiten.

Ideal für: Große Bildmengen, Portrait, Wedding und Boudoir, wenn die Haut schnell vorbereitet und danach manuell verfeinert werden soll.

Wichtig: Die permanente Online-Verbindung ist ein echter Minuspunkt und sollte vor dem Kauf bekannt sein. Außerdem bleibt Cleanup notwendig; das sagt der Hersteller selbst.

BROWNZ-Fazit: Kein Zauberstab, aber ein sehr brauchbarer Beschleuniger. Für High-End-Arbeit eher Startpunkt als Ziel.

Offizielle Seite: https://infinite-tools.com/infinite-skin-plugin-uxp/

8. Beauty Retouch v5.1 – Retouching Academy Lab

Nicht ganz unbekannt, aber in der aktuellen Version ein ernstzunehmendes Pro-Panel.

  • Typ: Photoshop UXP-Plugin / Panel
  • Aktuell: Beauty Retouch v5.1
  • Kompatibilität: Photoshop 2024 (25.3) oder neuer laut aktueller Produktseite
  • Schwerpunkt: Beauty, Fashion, Portrait, Commercial
  • Technik: Nicht-destruktiver Workflow, D&B-Visual Aids, Luminosity Selections, AI-ergänzte Funktionen

Retouching Academy gibt es schon lange – deshalb ist es kein „niemand kennt das“-Produkt. Trotzdem gehört die aktuelle Beauty-Retouch-Generation in diese Liste, weil sie 2025/2026 technisch modernisiert wurde und sehr klar auf professionelle Beauty-Arbeit zielt.

Die Stärke liegt nicht in einem einzigen Effekt, sondern in der Kombination: nicht-destruktive Layer-Setups, visuelle Hilfsebenen für Helligkeits- und Fleckenanalyse, Luminosity Selections, eigene Brushes und die Möglichkeit, eigene Aktionen direkt einzubinden. Das ist näher an einer professionellen Retusche-Station als an einem Filter.

Besonders wertvoll für Einsteiger ist, dass die Kontrolllayer schlechte Tonübergänge sichtbar machen. Wer D&B lernen will, braucht genau diese Art visuelles Feedback. Das Panel nimmt einem die Entscheidung nicht ab, sondern räumt den Arbeitsplatz auf.

Ideal für: Beauty, Editorial, Fashion, Commercial Portrait und hochwertige Close-ups.

Wichtig: Die aktuelle Produktseite setzt für v5.1 Photoshop 2024+ voraus. Vor dem Kauf die eigene Photoshop-Version prüfen, insbesondere wenn AI-Funktionen genutzt werden sollen.

BROWNZ-Fazit: Weniger geheim, dafür professionell und aktuell. Wer Beauty ernst meint, sollte es eher mit echten Workflow-Panels als mit Vollautomatik vergleichen.

Offizielle Seite: https://retouchingacademylab.com/br-uxp/

9. MUA Retouch

Der Spezial-Geheimtipp für digitales Make-up statt generischem Skin Smoothing.

  • Typ: Photoshop UXP-Panel
  • Schwerpunkt: Make-up-Retusche, Color Correctors, Lippen, Eyeshadow, Wimpern, Brows
  • Kompatibilität: Photoshop 2021 (22.0) oder neuer laut Hersteller
  • System: Windows/macOS, Apple Silicon nativ

MUA Retouch ist genau so ein Tool, das man in normalen „Best Photoshop Plugins“-Listen fast nie sieht. Es wurde für Beauty- und Makeup-Retusche gebaut und orientiert sich an realen Makeup- und Color-Corrector-Logiken statt an einem allgemeinen Weichzeichner.

Enthalten sind digitale Makeup-Paletten, Color-Corrector-Skripte sowie spezielle Lash-, Brow- und Dodge-&-Burn-Brushes. Damit kann man vorhandenes Makeup sauberer machen, kleine Lücken ergänzen, Farbstiche korrigieren oder bestimmte Zonen betonen, ohne gleich ein neues Gesicht zu generieren.

Für Beauty, Fashion und Editorial ist das wesentlich gezielter als die üblichen „Eye Pop / White Teeth / Smooth Skin“-One-Click-Panels. Bei Akt oder Boudoir ist es kein Hauptwerkzeug, kann aber für Gesicht und Beauty-Finish sehr praktisch sein.

Ideal für: Beauty, Makeup, Fashion, Editorial, Close-up und Kampagnenretusche.

Wichtig: Spezialwerkzeug. Wer keine Beauty-/Makeup-Arbeit macht, braucht es nicht. Genau deshalb ist es aber für die passende Zielgruppe so stark.

BROWNZ-Fazit: Ein echter Nischendiamant. Statt noch mehr Hautglättung bekommt man Werkzeuge für einen Bereich, der in vielen Retusche-Suites nur oberflächlich behandelt wird.

Offizielle Seite: https://retouchingacademylab.com/mua-uxp/

10. Retouch Ninja

Ein unterschätztes, anpassbares Deep-Retouch-Paket im Adobe Plugin Marketplace.

  • Typ: UXP-Plugin-Set für Photoshop
  • Schwerpunkt: Frequency Separation, Fast Retouch, Dodge & Burn, Local Tools, Color Correction
  • Status 2026: Der von Pro Add-Ons veröffentlichte Adobe-Plugin-Link verweist weiterhin auf die Exchange-ID 4b69c6fc; zusätzlich führt ein PCMag-Roundup vom Mai 2026 Retouch Ninja weiterhin als Empfehlung für Deep Retouching.
  • Umfang: Mehrere FS-Methoden, D&B-Varianten, visuelle Helfer, Camera-Raw-Presets und anpassbare Zusatzpanels laut Produktbeschreibung

Retouch Ninja ist einer dieser Namen, die selbst viele langjährige Photoshop-Anwender noch nie installiert haben. Das Paket kombiniert mehrere Retuschebereiche und lässt zusätzliche eigene Photoshop-Befehle, Aktionen, Pinsel und Retusche-Funktionen in anpassbaren Panels organisieren.

Interessant ist die Mischung aus Frequency Separation, Dodge & Burn, schnellen Retuschemethoden, dynamischen Masken, lokalen Tools und Camera-Raw-Vorgaben. Der Adobe-Link lässt sich über die von Pro Add-Ons veröffentlichte Behance-Produktseite mit derselben Plugin-ID gegenprüfen. Zusätzlich wird Retouch Ninja in einem unabhängigen PCMag-Roundup vom Mai 2026 weiterhin als „Best for Deep Retouching“ geführt. Das ist belastbarer als sich auf alte Photoshop-Systemlogs zu stützen.

Mein Vorbehalt: Die öffentliche Produktkommunikation ist weniger transparent und sauber dokumentiert als bei Infinite Tools, Retouching Academy oder Configurator Reloaded. Deshalb würde ich hier unbedingt zuerst über den Adobe Plugin Marketplace gehen und nicht auf irgendwelchen Download-Portalen suchen.

Ideal für: Retoucher, die ein kompaktes All-in-one-Panel mit vielen Methoden und eigener Anpassung mögen.

Wichtig: Nur über legitime Quellen installieren. Bei diesem Produkt kursieren viele Drittseiten. Der Adobe Plugin Marketplace ist der saubere Ausgangspunkt.

BROWNZ-Fazit: Sehr interessant und tatsächlich relativ „secret“ – aber wegen der etwas verstreuten Dokumentation nicht meine erste Empfehlung für komplette Anfänger.

Offizieller Adobe-Link: https://adobe.com/go/cc_plugins_discover_plugin?pluginId=4b69c6fc&workflow=share

11. Visual Flow AI Retouching Toolkit

Der Geheimtipp für Leute, die möglichst viel in Lightroom Classic erledigen wollen.

  • Typ: AI-/Adaptive Preset Toolkit
  • Plattform: Lightroom Classic 12+ und Lightroom Desktop/Mobile 6+ laut DVLOP. DVLOP nennt außerdem „Adobe Camera Raw 24+“; diese Versionsangabe passt nicht sauber zu Adobes üblicher Camera-Raw-Versionierung und sollte vor dem Kauf direkt beim Anbieter bestätigt werden.
  • Umfang: 31 AI-Presets; zusätzlich Retouching Brushes und Tools laut Produktseite
  • Schwerpunkt: Skin, Eyes, Dodge & Burn, Hintergrund, lokale Portraitkorrekturen

Nicht jede Retusche muss nach Photoshop. Visual Flow nutzt die Maskierungsfunktionen von Lightroom, um Portraitkorrekturen direkt im RAW-Workflow zu automatisieren beziehungsweise vorzubereiten. Das Paket enthält unter anderem Presets für Skin Smoothing, Eyes und Dodge & Burn.

Der große Vorteil ist der Workflow: RAW bleibt RAW, Korrekturen sind lokal und nicht-destruktiv, und Serien können deutlich schneller bearbeitet werden. Gerade bei Kundenserien, Boudoir-Galerien oder Portraitsets kann das viel Zeit sparen, wenn nicht jedes einzelne Bild eine Beauty-Kampagnenretusche braucht.

Wichtig: Die Produktseite unterscheidet zwischen den AI-Presets und den Retouching Brushes; die Brushes sind laut DVLOP nicht mit Lightroom CC kompatibel. Die auf der Produktseite genannte Angabe „Camera Raw 24+“ habe ich deshalb bewusst nicht als gesicherte Adobe-Mindestversion übernommen. Vor dem Kauf genau prüfen, welche Lightroom-/Camera-Raw-Variante tatsächlich verwendet wird.

Ideal für: Portrait-, Wedding- und Boudoir-Serien mit hohem Bildvolumen und Lightroom-First-Workflow.

Wichtig: Nicht mit Photoshop-High-End-Retusche verwechseln. Das ist ein sehr schneller RAW-Workflow, kein Ersatz für Pixelarbeit an einem Hero-Shot.

BROWNZ-Fazit: Für Serien extrem sinnvoll. Wer ohnehin in Lightroom Classic lebt, sollte eher hier ansetzen als bei einem zusätzlichen Photoshop-One-Click-Tool.

Offizielle Seite: https://dvlop.com/shop/visual-flow/ai-retouching-toolkit

12. Luxe Beauty, Body, Skin AI + Quick Fix 2026

Adaptive Presets, die gerade bei Körperhaut überraschend praktisch sind.

  • Typ: Adaptive XMP-Presets für Lightroom / Camera Raw
  • Schwerpunkt: Gesichts- und Körperhaut, Color Cast Repair, Eyes, Hair, Lips, Teeth, Background
  • Kompatibilität: Luxe nennt auf derselben Produktseite unterschiedliche Mindeststände: in der Übersicht Lightroom 7+, Lightroom Classic 13+ und Photoshop 25+, im Detailtext dagegen Lightroom Classic 12.3+ sowie aktuelle Photoshop-ACR-Abo-Versionen. Deshalb die aktuelle Kompatibilitätsangabe beim Anbieter vor dem Kauf nochmals prüfen.
  • 2026: Quick Fix 2026 ist eine aktuelle, separat dokumentierte Adaptive-Toolkit-Generation

Luxe Lens ist vor allem wegen Presets bekannt. Interessant wird es aber bei den adaptiven Retusche-Toolkits. Das Beauty, Body, Skin-Paket enthält getrennte Werkzeuge für Gesichts- und Körperhaut, Hautfarbkorrekturen und Reparatur von Farbstichen. Genau das ist bei Akt, Boudoir, Swimwear und Ganzkörperportraits oft relevanter als irgendein Gesichtspreset.

Die Presets verwenden Adobes eigene AI-Masken und sind damit nicht-destruktiv. Nach dem Anwenden liegen die Masken in Lightroom beziehungsweise Camera Raw und können weiter verändert, abgeschwächt, ergänzt oder gelöscht werden. Das ist wesentlich seriöser als ein undurchsichtiger „AI Beauty“-Button.

Quick Fix 2026 zeigt, wohin sich diese Gattung entwickelt: mehrere lokalisierte Zonen, adaptive RAW-Profile und vorgebaute Masken-Rezepte. Das ist kein Ersatz für manuelles D&B, aber ein sehr schneller Weg, um ein RAW sauber vorzubereiten.

Ideal für: Ganzkörperportraits, Boudoir, Akt, Beauty und Serien, wenn Lightroom/ACR möglichst viel der Vorarbeit erledigen soll.

Wichtig: Diese „AI“ kommt größtenteils aus Adobes Maskierungssystem. Der Mehrwert des Preset-Herstellers liegt in den abgestimmten Rezepten und der Organisation, nicht in einer geheimen eigenen Haut-KI.

BROWNZ-Fazit: Sehr guter Tipp für Body-Skin im RAW-Workflow. Besonders sinnvoll, wenn Photoshop nur noch für die wirklich kritischen Hero-Bilder geöffnet werden soll.

Offizielle Seite: https://luxelens.com/en-eu/products/beauty-body-and-skin-artificial-intelligence-ai-retouch-toolkit-lightroom-presets-desktop

Der wichtige Reality-Check bei „AI Retouch Presets“

Viele moderne Lightroom- und Camera-Raw-Pakete werben mit AI Retouching. Das ist nicht automatisch Etikettenschwindel, aber man sollte verstehen, was tatsächlich passiert: Adobe Camera Raw kann 2026 Personen automatisch erkennen und einzelne Körper- beziehungsweise Gesichtsbereiche wie Haare, Haut oder Zähne maskieren. Drittanbieter-Presets legen darauf abgestimmte lokale Einstellungen.

Der Vorteil eines guten Preset-Pakets ist deshalb nicht zwingend eine proprietäre KI, sondern die Zeitersparnis: sinnvolle Maskenkombinationen, gute Reglerwerte, verständliche Benennung und ein wiederholbarer Workflow. Wer die Adobe-Masken bereits perfekt selbst baut, braucht manches Paket nicht. Wer schnell und konsistent arbeiten will, kann davon stark profitieren.

Adobe: aktuelle Maskierungsfunktionen in Camera Raw: https://helpx.adobe.com/camera-raw/desktop/edit-and-enhance-images/masking-and-local-adjustments/masking.html

Wildcard und Watchlist: interessant, aber mit Vorbehalt

Magic Touch 2.2

Magic Touch 2.2 ist ein sehr breites Photoshop-Plugin mit Retusche, Skin Tools, Color Grading, Frequency Separation, Luminosity Masks und vielen Zusatzfunktionen. Die aktuelle Seite nennt Photoshop CC 2023+ für das moderne Plugin und native Apple-Silicon-Unterstützung. Das Paket ist preislich oft aggressiv rabattiert und kann für Einsteiger viel liefern. Ich würde es trotzdem nicht über FSX, Infinite Retouch oder Beauty Retouch stellen, weil der Funktionsumfang sehr breit und die Produktkommunikation stark marketinggetrieben ist. Als günstiger Allrounder: anschauen. Als „High-End-Geheimwaffe“: erst an eigenen Dateien beweisen lassen.

Offizielle Seite: https://creativemagicpanel.com/

Azap

Azap ist ein sehr neuer AI-Auto-Retouch-Photoshop-Ansatz mit Skin Smoothing, Blemish Removal und automatischen Masken für Gesicht, Haut, Augen, Lippen und Haare. Die aktuelle Seite verlangt Photoshop 2026+ und arbeitet kreditbasiert. Genau deshalb landet Azap bei mir noch nicht in der Top-Liste: technisch spannend, aber für eine seriöse Langzeitempfehlung ist das Produkt noch zu jung. Wer gern neue Tools testet, kann es beobachten.

Offizielle Seite: https://www.azapretouch.com/

Retouching Toolkit

Retouching Toolkit ist fachlich interessant und bietet unter anderem einen Panel Maker. Die offizielle Website ist weiterhin online und meldete zuletzt 2025 ein Panel-Maker-Update sowie eine neue Unternehmensstruktur. Gleichzeitig findet man in 2026er Community-Threads einzelne Nutzer, die die Pflege kritisieren oder von einem Wechsel zu Configurator Reloaded berichten. Weil diese Signale nicht sauber zusammenpassen, würde ich es 2026 nicht als erste Empfehlung für einen Neukauf nennen. Wer es bereits besitzt, sollte die konkrete Photoshop-/UXP-Kompatibilität prüfen.

Offizielle Seite: https://retouchingtoolkit.com/

Bewusst nicht in der Geheimtipp-Liste

  • Nik Collection: bekannt, etabliert, aber kein Geheimtipp und für klassische Haut-/Beauty-Retusche ohnehin nicht die erste Baustelle.
  • Retouch4me: stark automatisiert und mittlerweile sehr bekannt. Kann sinnvoll sein, erfüllt aber nicht die Vorgabe „unter dem Radar“.
  • Portraiture / PortraitPro: seit Jahren bekannt und genau das Gegenteil eines 2026-Geheimtipps.
  • Evoto: 2026 ein starkes und sehr aktuelles Portrait-Retuscheprogramm, aber inzwischen zu sichtbar und zu etabliert für diese spezielle Liste. Außerdem arbeitet es als eigenständige Plattform mit einem anderen Workflow als ein klassisches Photoshop-Panel.
  • Luminar Neo / Topaz: nützliche Werkzeuge für andere Aufgaben, aber nicht die versteckten Retusche-Perlen, nach denen wir hier suchen.

Einsteiger-Workflow: So würde ich die Tools tatsächlich einsetzen

1. RAW zuerst sauber machen

In Lightroom oder Camera Raw Weißabgleich, Belichtung, grobe Tonwerte und Objektivkorrektur erledigen. Adaptive People-Masks nur dezent verwenden. Ziel: ein sauberes Ausgangsbild, noch keine Porzellanpuppe.

2. Cleanup vor Smoothing

Pickel, Makeup-Fallout, einzelne Härchen, Sensorflecken und störende Details mit Remove/Healing/Clone bereinigen. Nicht jede Pore entfernen.

3. Strukturproblem richtig wählen

Wenn es um feine und mittlere Struktur geht: FSX. Wenn eine Serie schnell vorbereitet werden soll: DR5 Skin, Infinite Skin oder RetouchLab. Niemals drei Skin-Smoother übereinander stapeln.

4. Dodge & Burn für Form und Plastizität

Makro-D&B formt Licht und Körper; Mikro-D&B beruhigt kleine Tonunterschiede. Für Einsteiger helfen Kontrolllayer aus Infinite Retouch oder Beauty Retouch. D&B bleibt der Schritt, bei dem Geschmack wichtiger ist als Automatik.

5. Hautfarbe separat behandeln

Danach auf Rotstellen, Farbwolken, unterschiedliche Körperzonen und Makeup-Übergänge schauen. Infinite Unify ist dafür besonders interessant. In Lightroom/ACR können Luxe-Adaptive-Masks einen guten Vorlauf liefern.

6. Beauty-Details nur wenn nötig

Augen, Lippen, Haare, Brows und Makeup gezielt behandeln. MUA Retouch ist hier sinnvoller als ein allgemeiner „Beauty“-Regler.

7. Finish

Grain, Schärfe, lokale Kontraste und finaler Look erst ganz am Ende. Das Finish soll die Retusche verbinden, nicht Fehler verstecken.

8. Qualitätskontrolle

Immer bei 100 Prozent und gleichzeitig stark herausgezoomt prüfen. Haut kann im Zoom perfekt und im Gesamtbild komplett tot aussehen. Wenn man die Retusche als Effekt sieht, war es meistens zu viel.

Speziell für Akt, Boudoir und Ganzkörper-Retusche

Bei Ganzkörperbildern ist der häufigste Fehler, den Körper wie ein vergrößertes Gesicht zu retuschieren. Das funktioniert nicht. Hautstruktur, Lichtwinkel und Detailgröße ändern sich je nach Körperzone. Deshalb sind Tools mit getrennten Zonen oder manueller Maskierung klar im Vorteil.

Für diesen Bereich finde ich die Kombination aus sauberem RAW, gezieltem Cleanup, FSX oder DR5/RetouchLab für Struktur, anschließendem D&B und Infinite Unify für Farbgleichmäßigkeit besonders schlüssig. Bei größeren Serien kann Luxe Beauty, Body, Skin schon in Lightroom oder ACR viel Vorarbeit leisten.

Wichtig: Körperkonturen nicht durch flächiges Smoothing zerstören. Gerade bei skulpturalen Bildern kommt Plastizität aus Licht, Schatten und Mikro-Kontrast. Alles, was diese Übergänge egalisiert, macht den Körper flacher – selbst wenn die Haut technisch „sauberer“ aussieht.

Die 10-Punkte-Prüfung vor dem Kauf eines Retusche-Plugins

  1. Ist die Herstellerseite aktuell und gibt es ein sichtbares Changelog oder aktuelle Systemanforderungen?
  2. Ist es ein modernes UXP-Plugin oder hängt es an alter CEP-/Rosetta-Technik?
  3. Läuft es mit deiner konkreten Photoshop-Version und auf Apple Silicon beziehungsweise Windows nativ?
  4. Bleiben Ebenen und Masken editierbar oder kommt nur ein fertiges Ergebnis zurück?
  5. Kannst du Gesicht und Körper getrennt behandeln?
  6. Kannst du die Wirkung lokal malen oder maskieren?
  7. Gibt es Trial, Demo oder zumindest eine faire Rückgaberegel?
  8. Braucht das Tool permanente Internetverbindung oder Credits?
  9. Ist klar erklärt, was die „AI“ wirklich macht?
  10. Spart es einen echten Arbeitsschritt – oder verkauft es nur eine hübsche Oberfläche für eine Aktion, die du längst selbst hast?

Wenn ich nur fünf davon installieren dürfte

1.  FSX Plugin: für ernsthafte Frequency Separation.

2.  Infinite Unify: für Hautfarbe und Körperzonen – das Problem, das viele Plugins vergessen.

3.  Configurator Reloaded 2: um den eigenen Photoshop-Retuscheworkflow dauerhaft schneller zu machen.

4.  RetouchLab Skin Pro oder DR5 Skin: für schnelle, kontrollierbare Hautvorbereitung. Nicht beide gleichzeitig nötig.

5.  Beauty Retouch v5.1 oder Luxe Beauty, Body, Skin AI: je nachdem, ob der Hauptworkflow in Photoshop oder in Lightroom/Camera Raw stattfindet.

Der Kernpunkt:  Die besten Geheimtipps sind 2026 nicht unbedingt die Tools, die am meisten „AI“ auf die Startseite schreiben. Wirklich gute Retusche-Werkzeuge geben Kontrolle zurück, beschleunigen langweilige Setups und lassen Struktur, Licht und Persönlichkeit im Bild stehen.

Geprüfte Links und Quellen

Alle Links wurden für diesen Beitrag am 07.08.2026 erneut auf Erreichbarkeit und Produktstatus geprüft und die technischen Angaben mit den aktuellen Hersteller-, Adobe- oder EU-Seiten gegengecheckt. Community-Links werden nur als Erfahrungsquelle verwendet, nicht als Herstellerbeleg. Sonderfall Retouch Ninja: Der Adobe-Exchange-Zielbereich ist stark JavaScript-basiert; deshalb wurde die Plugin-ID zusätzlich über die Pro-Add-Ons-Produktseite auf Behance und einen unabhängigen PCMag-Roundup von Mai 2026 gegengeprüft. Preise, Versionen und Lizenzmodelle können sich später ändern.

FSX Plugin – PhotoshopChef: https://photoshopchef.com/fsx-plugin/

DR5 Skin – PhotoshopChef: https://photoshopchef.com/dr5-skin-plugin/

Configurator Reloaded 2 – deutsche Produktseite: https://configurator.pixelsucht.net/de/

Configurator Reloaded – Changelog / 2026 Updates: https://configurator.pixelsucht.net/changelog/

RetouchLab Skin Pro: https://tryretouchlab.com/

Infinite Unify: https://infinite-tools.com/infinite-unify-/

Infinite Retouch: https://infinite-tools.com/infinite-retouch/

Infinite Skin: https://infinite-tools.com/infinite-skin-plugin-uxp/

Retouching Academy Lab – Beauty Retouch v5.1: https://retouchingacademylab.com/br-uxp/

Retouching Academy Lab – MUA Retouch: https://retouchingacademylab.com/mua-uxp/

Retouch Ninja – offizieller Adobe-Link / Plugin Marketplace: https://adobe.com/go/cc_plugins_discover_plugin?pluginId=4b69c6fc&workflow=share

Retouch Ninja – Pro Add-Ons / Behance Produktseite: https://www.behance.net/gallery/121130631/Retouch-Ninja-Customizable-4-Plugin-Set

Retouch Ninja – unabhängiger 2026-Check (PCMag über Yahoo): https://tech.yahoo.com/apps/articles/best-adobe-photoshop-plug-ins-140453188.html

Visual Flow AI Retouching Toolkit – DVLOP: https://dvlop.com/shop/visual-flow/ai-retouching-toolkit

Luxe Beauty, Body, Skin AI: https://luxelens.com/en-eu/products/beauty-body-and-skin-artificial-intelligence-ai-retouch-toolkit-lightroom-presets-desktop

Luxe Help – Beauty, Body, Skin AI Workflow: https://help.luxelens.com/hc/en-us/articles/24435196844695-Luxe-Beauty-Body-Skin-AI-Retouch-Toolkit-How-to-Use-Your-Presets

Luxe Help – Quick Fix 2026 AI Adaptive Toolkit: https://help.luxelens.com/hc/en-us/articles/41700363289111-Quick-Fix-2026-AI-Adaptive-Toolkit-How-to-Use-Your-Presets

Magic Touch 2.2: https://creativemagicpanel.com/

Azap: https://www.azapretouch.com/

Retouching Toolkit: https://retouchingtoolkit.com/

Adobe Camera Raw – Masking und People Masks: https://helpx.adobe.com/camera-raw/desktop/edit-and-enhance-images/masking-and-local-adjustments/masking.html

Adobe Camera Raw – Presets: https://helpx.adobe.com/de/camera-raw/using/presets.html

Reddit / Photoshop – Plugins besides Nik, März 2026: https://www.reddit.com/r/photoshop/comments/1s2mw53/what_photoshop_plugins_are_you_actually_using/

Reddit / Photoshop – Workflow mit Infinite Unify und FSX, Mai 2026: https://www.reddit.com/r/photoshop/comments/1tb535i/help_with_removing_shadows/

Reddit / PhotoshopTutorials – Frequency Separation und D&B, Juli 2026: https://www.reddit.com/r/PhotoshopTutorials/comments/1umt21h/photoshop/

Reddit / Photography – Skin Retouching Diskussion, Januar 2026: https://www.reddit.com/r/photography/comments/1q4g3r3/what_works_better_for_skin_retouching/

EU-Kommission – Art. 50 Transparency Guidelines: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/library/guidelines-transparency-obligations-providers-and-deployers-ai-systems

Transparenzhinweis (EU AI Act)

Dieser Beitrag wurde mit KI-Hilfe recherchiert und redaktionell erstellt. Texte und gegebenenfalls Bildmaterial können KI-modified sein und unterliegen menschlicher Redaktion und Verantwortung. Die Transparenzregeln nach Artikel 50 des EU AI Act gelten seit 2. August 2026; welche konkrete Kennzeichnungspflicht besteht, hängt vom jeweiligen Einsatz und Inhalt ab. Dieser Hinweis dient der transparenten Kennzeichnung und ist keine Rechtsberatung.

Offizielle EU-Kommission: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/library/guidelines-transparency-obligations-providers-and-deployers-ai-systems


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