Die ultimative Sammelliste für professionelle Farblooks, Filmlooks und kreative Bildstile

Ein guter Farblook kann aus einer sauberen Aufnahme ein unverwechselbares Bild machen.

Er kann Hauttöne harmonisieren, Farben zusammenführen, Kontraste formen und einer kompletten Serie eine erkennbare visuelle Handschrift geben. Genau deshalb gehören Lightroom- und Camera-Raw-Presets heute zu den wichtigsten Werkzeugen für Fotografen, Retuscheure, Content-Produzenten und digitale Künstler.

Das Problem ist nur:

Preset-Pakete gibt es inzwischen wie Sand am Meer.

Viele davon sehen auf den Werbebildern großartig aus, funktionieren auf den eigenen Fotos aber überhaupt nicht. Andere wurden vor Jahren erstellt, enthalten veraltete Dateiformate oder erzeugen Farblooks, die bereits nach dem dritten Bild auseinanderfallen.

Diese aktuelle Sammelliste zeigt deshalb nicht einfach möglichst viele Anbieter, sondern die derzeit interessantesten kostenlosen und kostenpflichtigen Quellen für hochwertige Farblooks.

Geprüft wurden unter anderem:

  • aktuelle Erreichbarkeit der Anbieter
  • Kompatibilität mit Lightroom und Lightroom Classic
  • Verwendung in Adobe Camera Raw und damit in Photoshop
  • unterstützte Dateiformate
  • Preise und Abomodelle
  • verfügbare Gratispakete
  • Eignung für Porträt, Beauty, Fashion, Hochzeit, Landschaft und Fine Art
  • Qualität und Anpassbarkeit der Farblooks

Recherche- und Preisstand: 27. Juli 2026

Preise und Rabattaktionen können sich jederzeit ändern.

Was ist eigentlich ein Photoshop-Preset?

Wenn von Photoshop-Presets für Farblooks gesprochen wird, sind damit meistens keine klassischen Photoshop-Aktionen gemeint.

In der Regel handelt es sich um Adobe-Camera-Raw-Presets.

Adobe Camera Raw ist die RAW-Entwicklung, die sich beim Öffnen einer RAW-Datei in Photoshop startet und zusätzlich als Camera-Raw-Filter innerhalb von Photoshop verwendet werden kann.

Moderne Lightroom- und Camera-Raw-Presets verwenden normalerweise das Format:

.XMP

Diese XMP-Presets können je nach Anbieter und enthaltenen Funktionen häufig in folgenden Programmen verwendet werden:

  • Adobe Lightroom
  • Adobe Lightroom Classic
  • Adobe Camera Raw
  • Photoshop über Adobe Camera Raw
  • teilweise Lightroom Mobile

Lightroom-Presets speichern unter anderem Einstellungen für Belichtung, Kontrast, Gradationskurven, Farbmischer, Color Grading, Details, Effekte und Kalibrierung. Adobe führt in Lightroom die Bereiche „Empfohlen“, „Premium“ und „Deine“ für solche Presets.

Funktionieren englische Presets im deutschen Photoshop und Lightroom?

In der Regel: ja.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu Photoshop-Aktionen.

Eine Photoshop-Aktion kann Befehle und Ebenennamen enthalten, die von der Sprache der Benutzeroberfläche abhängig sind. Ein modernes XMP-Preset speichert dagegen überwiegend Entwicklungswerte und Farbparameter.

Deshalb funktionieren seriös erstellte Lightroom- und Camera-Raw-Presets normalerweise unabhängig davon, ob Lightroom oder Photoshop auf Deutsch, Englisch oder einer anderen Sprache läuft.

Trotzdem kann es Einschränkungen geben.

Mögliche Probleme

  • Das Preset wurde nur für eine sehr alte Lightroom-Version erstellt.
  • Es liegt ausschließlich als altes .lrtemplate-Preset vor.
  • Es verwendet ein Kameraprofil, das für die verwendete Kamera nicht verfügbar ist.
  • Im Paket fehlen zusätzliche Profile.
  • Das Preset wurde primär für RAW-Dateien erstellt und wirkt auf JPEG-Dateien zu stark.
  • Es nutzt moderne KI-Masken, die eine aktuelle Programmversion verlangen.
  • Das Preset wurde für Desktop entwickelt, aber als mobiles DNG-Preset verkauft.
  • Das Paket setzt bestimmte Kameraprofile voraus.

Adobe Lightroom Classic kann aktuelle Presets und komplette ZIP-Pakete direkt über das Presets-Bedienfeld importieren. Importierte Presets erscheinen anschließend in der Gruppe „Benutzervorgaben“.

Mein Kompatibilitäts-Ampelsystem

GRÜN

Der Anbieter nennt aktuelle Lightroom-Versionen, Lightroom Classic und Adobe Camera Raw ausdrücklich.

Die Presets liegen als XMP-Dateien vor oder werden über einen eigenen Installer aktuell gehalten.

GELB

Die Presets funktionieren grundsätzlich in Lightroom, aber der Anbieter macht keine klare Angabe zu aktuellen Versionen, Camera Raw, benötigten Profilen oder Lightroom Mobile.

ROT

Sehr alte Downloads, undokumentierte Community-Pakete, fehlende Lizenzangaben oder reine DNG-Workarounds ohne Desktop-Version.

Die besten Quellen für Lightroom- und Photoshop-Farblooks 2026

1. Adobe Lightroom Presets

Der sicherste und beste kostenlose Einstieg

Direktlink:

https://www.adobe.com/products/photoshop-lightroom/lightroom-presets.html

Adobe selbst bietet bereits eine große Auswahl an integrierten Farblooks sowie zusätzliche kostenlose Presets von Fotografen und Kreativen.

In Lightroom stehen je nach Version folgende Bereiche zur Verfügung:

  • Empfohlen
  • Premium
  • Deine
  • adaptive Presets
  • Porträt-Presets
  • Reise- und Landschaftslooks
  • Schwarzweiß
  • Cinematic
  • Futuristic
  • Vintage
  • saisonale Kollektionen

Der große Vorteil:

Die integrierten Presets stammen direkt aus dem Adobe-System und werden mit Lightroom aktualisiert. Damit besteht das geringste Risiko, dass Dateiformate oder Funktionen nicht mehr unterstützt werden.

Adobe bietet auf seiner Preset-Seite außerdem kostenlose Downloads für unterschiedliche Themen an, darunter Street Photography, Haustiere, Natur und weitere Fotogenres.

Besonders geeignet für:

Einsteiger, Porträt, Landschaft, Street Photography, Social Media und schnelle Grundlooks.

Preis:

Viele Presets sind in Lightroom beziehungsweise im Creative-Cloud-Abo enthalten.

Zusätzliche Adobe-Presets werden teilweise kostenlos angeboten.

Kompatibilität:

GRÜN.

Direkt für aktuelle Adobe-Versionen entwickelt.

Mein Urteil:

Bevor man für irgendein Mega-Bundle mit 8.000 angeblich professionellen Looks bezahlt, sollte man zuerst die integrierten Adobe-Presets testen.

Viele davon sind inzwischen erheblich besser als ihr Ruf.

2. RNI – Really Nice Images

Einer der besten Anbieter für realistische Filmlooks

Direktlink:

https://reallyniceimages.com

RNI gehört seit Jahren zu den renommiertesten Quellen für Filmlooks.

Die Farblooks basieren nicht nur auf frei erfundenen Filtern, sondern auf digitalisierten und analysierten analogen Filmmaterialien. Angeboten werden unter anderem Simulationen klassischer Farbnegativ-, Dia-, Schwarzweiß- und Sofortbildfilme.

RNI All Films 5 verwendet profilbasierte Filmlooks für Lightroom und Adobe Camera Raw. Dadurch wird nicht nur eine Reihe sichtbarer Regler verändert, sondern bereits die grundlegende Farbwiedergabe beeinflusst.

Laut Anbieter funktionieren die Produkte sowohl in Lightroom als auch in Photoshop über Adobe Camera Raw.

Verfügbare Pakete

RNI All Films 5 Demo

Kostenlos.

Ideal, um die Qualität und die Kompatibilität mit der eigenen Kamera zu testen.

RNI All Films 5 Lite

96 US-Dollar.

RNI All Films 5 Pro

192 US-Dollar.

RNI Aerochrome

96 US-Dollar.

Bei Käufen innerhalb der Europäischen Union kann zusätzlich die jeweilige Umsatzsteuer berechnet werden.

Besonders geeignet für:

  • professionelle Filmlooks
  • Fashion
  • Editorial
  • Fine Art
  • Porträt
  • Street Photography
  • authentische Analogästhetik

Kompatibilität:

GRÜN.

Lightroom und Photoshop ACR werden ausdrücklich unterstützt.

Mein Urteil:

RNI ist einer der besten Anbieter, wenn ein Look tatsächlich wie fotografischer Film wirken soll und nicht nur wie ein Instagram-Filter mit ausgewaschenem Schwarz.

Das kostenlose Demopaket sollte man unbedingt ausprobieren.

3. Mastin Labs

Filmlooks mit besonders natürlicher Hautwiedergabe

Direktlink:

https://mastinlabs.com/collections/lightroom-presets

Mastin Labs ist vor allem bei Hochzeits-, Familien- und Porträtfotografen beliebt.

Der Anbieter konzentriert sich auf eine möglichst realistische Wiedergabe bekannter Filmtypen. Dazu gehören unter anderem Looks, die an Kodak Portra, Fuji-Filme und klassische Schwarzweißfilme angelehnt sind.

Das Ziel ist nicht, ein Bild möglichst spektakulär zu verfärben. Die Presets sollen digitale Aufnahmen so angleichen, dass sie gemeinsam mit analog fotografierten Bildern in einer Serie funktionieren können.

Mastin Labs beschreibt seine Presets als auf echten Filmscans basierende Filmlooks und verkauft sie als einmaligen Kauf. Aktualisierte Versionen bleiben anschließend im Kundenkonto verfügbar.

Aktuelle Preise

Ein einzelnes Desktop-Preset-Paket:

69 US-Dollar im überprüften Aktionspreis, regulär 99 US-Dollar.

Zwei Pakete:

119 US-Dollar.

Drei Pakete:

159 US-Dollar.

Mobile Profile werden teilweise separat angeboten. Ein mobiles Lifestyle-Paket wurde beim Check für 21 statt 30 US-Dollar angeboten.

Besonders geeignet für:

  • Porträt
  • Hochzeit
  • Beauty
  • Familie
  • Lifestyle
  • natürliche Hauttöne
  • helle und luftige Looks
  • Kodak- und Fuji-inspirierte Farbwelten

Kompatibilität:

GRÜN bis GELB.

Aktuelle Lightroom-Pakete werden angeboten. Vor dem Kauf sollte dennoch geprüft werden, ob Desktop, Mobile oder Video-LUTs gewählt wurden.

Mein Urteil:

Sehr gut für Fotografen, die natürliche Hautfarben und eine ruhige, hochwertige Bildsprache brauchen.

Für extreme Fashion-Farben oder experimentelle Kunstlooks ist Mastin Labs weniger gedacht.

4. DVLOP

High-End-Presets für professionelle Fotografen und verschiedene Kamerasysteme

Direktlink:

https://dvlop.com

DVLOP arbeitet mit bekannten Fotografen zusammen und entwickelt Presets, die über eigene Kameraprofile möglichst konsistente Ergebnisse mit verschiedenen Kameramarken liefern sollen.

Das ist besonders für Fotografen interessant, die mit Sony, Canon, Nikon, Fujifilm oder mehreren Kamerasystemen gleichzeitig arbeiten.

Laut DVLOP erkennen die Presets das verwendete Kameramodell und verwenden passende Dateien, um einen Look über unterschiedliche Kameras hinweg möglichst einheitlich wiederzugeben.

Je nach Kollektion kommen zusätzlich zum eigentlichen Farblook folgende Elemente hinzu:

  • Kamera-Profile
  • ISO-adaptive Einstellungen
  • KI-Masken
  • Gradationskurven-Modifikatoren
  • Körnungsvarianten
  • mobile Presets
  • Videotutorials

Preisbeispiele

Eric Floberg 606:

125 US-Dollar.

Unterstützt laut Produktseite Lightroom Classic ab Version 4, Adobe Camera Raw ab Version 10.3 und Lightroom Desktop beziehungsweise Mobile.

Jose Villa – For the Love of Film Fuji:

249 US-Dollar.

Jose Villa – For the Love of Film Kodak:

249 US-Dollar.

Jose Villa Studio:

295 US-Dollar.

Besonders geeignet für:

  • professionelle Hochzeitsfotografie
  • Editorial
  • Studio
  • natürliche Hauttöne
  • gemischte Kamerasysteme
  • große Bildserien
  • konsistente Kundenproduktionen

Kompatibilität:

GRÜN.

Bei den meisten Produktseiten werden unterstützte Adobe-Versionen genau aufgeführt.

Mein Urteil:

DVLOP gehört qualitativ zur Oberklasse, ist aber preislich ebenfalls dort angesiedelt.

Ein Paket für 249 oder 295 US-Dollar kauft man nicht, weil das Vorschaubild hübsch aussieht. Man kauft es, wenn der Look zur eigenen Produktion und zum eigenen Kamerasystem passt.

5. Archipelago Presets

Kreative, atmosphärische und moderne Editorial-Looks

Direktlink:

https://archipelagopresets.com

Archipelago ist besonders stark bei modernen, stimmungsvollen Farblooks.

Viele Kollektionen bewegen sich zwischen analoger Fotografie, Editorial, Fine Art, Hochzeit und dunkleren Cinematic-Looks.

Die neueren Foundation-Pakete sind keine einfachen Ein-Klick-Filter. Sie arbeiten als mehrstufiges System aus Grundpreset, Profilen, Werkzeugen und spezialisierten Anpassungen. Dadurch lässt sich ein Look wesentlich genauer auf ein Bild abstimmen.

Preise und Mitgliedschaften

Creative Looks:

Einzelne Looks werden teilweise ab 20 US-Dollar angeboten.

Quest-Mitgliedschaft:

Ab 10 US-Dollar pro Monat.

Dabei kann jeden Monat eine komplette Preset-Kollektion aus einer umfangreichen Bibliothek gewählt werden. Die ausgewählten Kollektionen bleiben laut Anbieter dauerhaft erhalten.

Archipelago Society:

15 US-Dollar jährlich.

Mitglieder erhalten je nach Produkt Rabatte von bis zu 50 Prozent.

Besonders geeignet für:

  • Fine Art
  • Hochzeit
  • Moody Looks
  • Cinematic
  • Fashion
  • Outdoor-Porträts
  • kreative Editorial-Serien

Kompatibilität:

GRÜN bis GELB.

Aktive und aktuelle Produktlinien. Bei älteren Kollektionen sollte trotzdem die jeweilige Produktbeschreibung geprüft werden.

Mein Urteil:

Eine der spannendsten Adressen für Fotografen, die keine sterile Standardästhetik wollen.

Die Looks haben Charakter, können bei falscher Anwendung aber auch schnell zu stark werden.

6. PresetLove

Mehr als 300 kostenlose Presets für fast jedes Genre

Direktlink:

PresetLove ist eine der größten kostenlosen Preset-Sammlungen.

Die Seite bietet nach eigener Angabe mehr als 300 Presets für Desktop und Mobile. Die Kategorien reichen von Porträt und Fashion über Film, Schwarzweiß, Landschaft, Reise, Street Photography, Food und Immobilien bis zu saisonalen Farblooks.

Viele Presets lassen sich einzeln herunterladen. Zusätzlich werden größere Pakete angeboten.

Besonders geeignet für:

  • erste Experimente
  • Social Media
  • Reise
  • Landschaft
  • Street Photography
  • Fashion
  • warme und saisonale Looks
  • Cinematic Looks

Preis:

Ein großer Teil ist kostenlos.

Zusätzlich werden kostenpflichtige Gesamtpakete angeboten.

Kompatibilität:

GELB.

Desktop und Mobile werden genannt. Trotzdem sollte bei älteren Einzelpresets geprüft werden, ob XMP-, DNG- oder ältere LRTemplate-Dateien enthalten sind.

Mein Urteil:

Eine hervorragende Spielwiese.

Nicht jedes Preset ist ein professioneller Produktionslook, aber die Auswahl ist groß und kostenlos. Damit eignet sich PresetLove hervorragend, um herauszufinden, welche Farbwelten überhaupt zur eigenen Fotografie passen.

7. FixThePhoto

Riesige kostenlose Sammlung für Porträt, Fashion und kommerzielle Fotografie

Direktlink:

https://fixthephoto.com/free-lightroom-presets

FixThePhoto bietet eine der größten frei zugänglichen Lightroom-Sammlungen.

Nach Angaben der Seite stehen mehr als 500 kostenlose Presets zur Verfügung. Unterstützt werden Lightroom CC, Lightroom Classic, ältere Lightroom-Versionen und Lightroom Mobile. Die Presets sind für RAW- und JPEG-Dateien gedacht.

Besonders umfangreich sind die Kategorien:

  • Porträt
  • Fashion
  • Hochzeit
  • Baby und Familie
  • Immobilien
  • Food
  • Instagram
  • Schwarzweiß
  • Filmlooks
  • Landschaft
  • Street Photography

Preis:

Mehrere hundert Presets kostenlos.

Zusätzlich werden kommerzielle Bundles und Dienstleistungen angeboten.

Kompatibilität:

GELB.

Breite Versionsunterstützung wird genannt. Bei der enormen Menge sollte trotzdem jedes Paket einzeln geprüft werden.

Mein Urteil:

Sehr viel kostenloses Material, besonders für Porträt und Fashion.

Der Nachteil ist derselbe wie bei großen Gratisbibliotheken generell: Masse ersetzt keine eigene Auswahl. Einige Looks sind brauchbar, andere sind deutlich zu stark oder stilistisch veraltet.

8. ON1 – kostenlose Lightroom-Presets

Seriöse Gratispakete eines etablierten Softwareherstellers

Direktlink:

https://www.on1.com/free/lightroom-presets

ON1 entwickelt mit ON1 Photo RAW eine eigene Bildbearbeitungssoftware, bietet aber zusätzlich kostenlose Presets für Lightroom an.

Der Vorteil gegenüber anonymen Downloadseiten liegt in der klaren Herkunft. Die Downloads stammen von einem etablierten Softwareanbieter und werden als Lightroom-Presets angeboten.

Besonders geeignet für:

  • Landschaft
  • Reise
  • Porträt
  • Schwarzweiß
  • kreative Farbeffekte
  • Einstieg in unterschiedliche Looks

Preis:

Kostenlos.

Für den Download kann eine Registrierung oder E-Mail-Adresse erforderlich sein.

Kompatibilität:

GRÜN bis GELB.

Aktive Herstellerseite. Trotzdem vor dem Import die jeweilige Paketbeschreibung lesen.

Mein Urteil:

Eine gute kostenlose Quelle für Nutzer, die keine Presets von völlig unbekannten Webseiten laden möchten.

9. PSD Stack

Große kostenlose Sammlung für Desktop, Mobile und Camera Raw

Direktlink:

PSD Stack bietet mehrere hundert kostenlose Presets und aktualisiert die Sammlung weiterhin.

Die Seite nennt ausdrücklich Lightroom Desktop, Lightroom Mobile, Lightroom Classic, Photoshop Camera Raw sowie ältere Lightroom-Versionen als kompatibel. Die Sammlung wurde zuletzt im Juli 2026 aktualisiert.

Besonders geeignet für:

  • Mobile Editing
  • Porträt
  • Landschaft
  • Filmlooks
  • Social Media
  • Cinematic
  • Einsteiger

Preis:

Kostenlos.

Kompatibilität:

GRÜN bis GELB.

Camera Raw und aktuelle Lightroom-Versionen werden ausdrücklich genannt.

Mein Urteil:

Eine der interessantesten Gratisquellen, wenn Presets sowohl in Lightroom als auch in Camera Raw genutzt werden sollen.

Wie bei allen großen Sammlungen gilt: Nicht alles gleichzeitig installieren. Sonst besteht das Presets-Menü bald aus einem digitalen Flohmarkt.

10. Envato Elements

Die Preset-Flatrate für Content-Produzenten

Direktlink:

https://elements.envato.com/add-ons/lightroom+preset

Envato Elements enthält eine sehr große Zahl an Lightroom-Presets aus unterschiedlichen Kategorien:

  • Fashion
  • Editorial
  • Film
  • Cinematic
  • Food
  • Hochzeit
  • Reise
  • Landschaft
  • Automobil
  • Immobilien
  • Social Media
  • Vintage
  • Cyberpunk
  • warme und kalte Farblooks

Die Qualität hängt vom jeweiligen Autor ab. Viele aktuelle Produkte werden als XMP-Dateien angeboten und enthalten eine Dokumentation.

Preis

Das Einzelabo beginnt bei jährlicher Abrechnung ab 16,50 US-Dollar pro Monat.

In der österreichischen beziehungsweise europäischen Anzeige wurden beim Check auch Angebote ab 14,50 Euro pro Monat dargestellt.

Besonders geeignet für:

  • Agenturen
  • Social-Media-Produktion
  • Blogger
  • Video- und Fotoproduzenten
  • Nutzer, die zusätzlich Schriften, Mock-ups, Grafiken und Vorlagen benötigen

Kompatibilität:

GELB.

Bei jedem Produkt einzeln prüfen, ob XMP, LRTemplate oder DNG enthalten ist und welche Adobe-Version unterstützt wird.

Mein Urteil:

Envato lohnt sich nicht für ein einziges Preset.

Es lohnt sich, wenn regelmäßig Presets, Vorlagen, Grafiken, Schriften, Videos und andere Kreativ-Assets benötigt werden.

11. Creative Market

Große Auswahl an unabhängigen Preset-Designern

Direktlink:

https://creativemarket.com

Creative Market ist eine Plattform für digitale Produkte unabhängiger Anbieter.

Das Angebot reicht von einzelnen Farblooks bis zu Paketen mit mehreren hundert Lightroom-Presets.

Ein überprüftes Bundle enthielt beispielsweise 260 Presets aus 37 Kollektionen und wurde für 40 US-Dollar angeboten. Solche Mengenangebote klingen spektakulär, sagen aber zunächst nichts über die tatsächliche Qualität aus.

Besonders geeignet für:

  • Social Media
  • Blogger
  • Hochzeit
  • Boho
  • Fashion
  • Food
  • Reisen
  • Lifestyle
  • trendbasierte Looks

Preis:

Je nach Anbieter und Paket.

Kleine Pakete beginnen oft im niedrigen zweistelligen Bereich. Große Bundles können erheblich teurer sein.

Mitglieder erhalten je nach Abo Rabatte und monatliche Gratisprodukte.

Kompatibilität:

GELB bis ROT.

Vollständig abhängig vom jeweiligen Anbieter.

Mein Urteil:

Creative Market kann sehr gute Presets enthalten. Es gibt aber keine einheitliche Qualitätskontrolle für Farbwiedergabe, Hauttöne oder aktuelle Adobe-Versionen.

Nur Produkte kaufen, die klare Vorher-nachher-Beispiele und genaue Kompatibilitätsangaben enthalten.

Die besten Anbieter nach Einsatzgebiet

Für natürliche Porträts und Beauty

  • Mastin Labs
  • DVLOP
  • RNI
  • Adobe Premium Presets
  • FixThePhoto als kostenlose Alternative

Für authentische Filmlooks

  • RNI
  • Mastin Labs
  • DVLOP
  • Archipelago
  • kostenlose RNI-Demo

Für Fashion und Editorial

  • RNI
  • Archipelago
  • DVLOP
  • Envato Elements
  • Creative Market

Für dunkle und atmosphärische Looks

  • Archipelago
  • RNI
  • PresetLove
  • Envato Elements

Für Hochzeit und Familie

  • Mastin Labs
  • DVLOP
  • Archipelago
  • FixThePhoto
  • Adobe Presets

Für kostenlose Presets

  • Adobe
  • PresetLove
  • FixThePhoto
  • ON1
  • PSD Stack
  • RNI Demo

Warum ein Preset auf deinem Bild anders aussieht als in der Werbung

Ein Preset ist keine fertige Bildbearbeitung.

Der gleiche Look kann auf zwei verschiedenen Bildern völlig unterschiedlich wirken.

Das liegt unter anderem an:

  • Kamera und Sensor
  • Kameraprofil
  • Objektiv
  • Weißabgleich
  • Belichtung
  • Lichtfarbe
  • Hautfarbe
  • Kleidung
  • Hintergrund
  • RAW oder JPEG
  • Tageszeit
  • verwendeter Lichtquelle
  • Kontrastumfang des Motivs

Ein Preset, das auf einem hell belichteten Hochzeitsfoto mit Pastellfarben entwickelt wurde, wird auf einem unterbelichteten Nachtporträt nicht plötzlich denselben Look erzeugen.

Professionelle Presets sind deshalb meistens Ausgangspunkte, keine fertigen Endergebnisse.

Der wichtigste Trick nach dem Anwenden eines Presets

Nach dem Preset sollten normalerweise zuerst nur zwei Werte angepasst werden:

  1. Belichtung
  2. Weißabgleich

Viele gute Presets sind darauf ausgelegt, dass genau diese beiden Parameter anschließend an das jeweilige Foto angepasst werden.

Erst danach sollte beurteilt werden, ob Kontrast, Sättigung, Hautfarbe oder Gradationskurve korrigiert werden müssen.

Was ein gutes Preset auszeichnet

Natürliche Hauttöne

Haut sollte nicht plötzlich orange, grau, magenta oder grün werden.

Editierbare Einstellungen

Alle Regler müssen nach dem Anwenden weiterhin anpassbar sein.

Kontrollierter Kontrast

Details in Lichtern und Schatten sollten erhalten bleiben.

Gute Kameraprofile

Hochwertige Pakete enthalten passende Profile oder unterstützen verschiedene Kameramodelle.

Konsistenz

Der Look sollte auf einer kompletten Serie funktionieren und nicht nur auf einem einzigen Vorher-nachher-Werbebild.

Moderne XMP-Dateien

Aktuelle XMP-Presets sind für Lightroom und Camera Raw meist die beste Wahl.

Klare Installation

Ein seriöses Paket erklärt genau, welche Dateien importiert werden müssen.

Zurückhaltende Schärfung

Übertriebene Klarheit, Struktur und Schärfung machen ein Bild nicht automatisch hochwertiger.

Wovor man sich hüten sollte

Tausende Presets für wenige Euro

Ein Paket mit 5.000 Presets klingt beeindruckend.

In der Praxis enthält es häufig zahllose beinahe identische Varianten, alte Dateien, extreme Effekte und viele Looks, die niemals verwendet werden.

Unklare Quellen

Keine Dateien aus anonymen Google-Drive-Ordnern, dubiosen Foren oder offensichtlich fremd hochgeladenen Paketen installieren.

Gestohlene Presets

Bekannte Premium-Pakete werden häufig illegal weitergegeben.

Abgesehen von der rechtlichen Frage besteht bei fremden ZIP-Dateien immer ein Sicherheitsrisiko.

Keine Vorher-nachher-Beispiele

Ein Anbieter sollte den Look auf mehreren Bildern und unterschiedlichen Motiven zeigen.

Nur perfekte Werbefotos

Wenn alle Beispiele bei identischem Licht, identischer Hautfarbe und identischer Location fotografiert wurden, sagt das wenig über die Alltagstauglichkeit aus.

Aggressive Hautveränderungen

Ein Farblook sollte keine Beauty-Retusche ersetzen.

So importierst du Presets in Lightroom Classic

  1. Lightroom Classic öffnen.
  2. In das Modul „Entwickeln“ wechseln.
  3. Im Bereich „Vorgaben“ auf das Pluszeichen klicken.
  4. „Vorgaben importieren“ auswählen.
  5. Die XMP-Dateien oder das ZIP-Paket auswählen.
  6. Auf „Importieren“ klicken.

Adobe erlaubt in Lightroom Classic ausdrücklich den Import einzelner Preset-Dateien oder kompletter ZIP-Pakete.

So importierst du Presets in Lightroom Desktop

  1. Lightroom öffnen.
  2. „Datei“ auswählen.
  3. „Profile und Vorgaben importieren“ anklicken.
  4. Die XMP-Dateien oder das Paket auswählen.
  5. Import bestätigen.

Importierte Presets erscheinen anschließend im Bereich „Deine“ beziehungsweise unter den Benutzervorgaben.

So verwendest du Lightroom-Presets in Photoshop

  1. Eine RAW-Datei in Photoshop öffnen.
  2. Adobe Camera Raw startet automatisch.
  3. Im rechten Bedienfeld den Bereich „Vorgaben“ öffnen.
  4. Über das Menü „Profile und Vorgaben importieren“ auswählen.
  5. Die XMP-Datei oder das ZIP-Paket laden.

Alternativ:

  1. Ein Bild in Photoshop öffnen.
  2. Die Ebene zur Sicherheit in ein Smartobjekt umwandeln.
  3. „Filter > Camera Raw-Filter“ auswählen.
  4. Das gewünschte Preset anwenden.
  5. Belichtung, Weißabgleich und Intensität anpassen.

Durch die Verwendung auf einem Smartobjekt bleibt der Camera-Raw-Filter nachträglich veränderbar.

Lightroom Mobile

Aktuelle Lightroom-Mobile-Versionen können je nach Betriebssystem XMP-, DNG- oder ältere LRTemplate-Dateien importieren.

Adobe beschreibt den direkten Import über den Bereich „Presets“ und die Option „Presets importieren“. Selbst erstellte Presets können bei aktivem Adobe-Abo über Geräte hinweg synchronisiert werden.

Für einen stabilen Workflow ist es meist einfacher, Desktop-Presets zunächst in Lightroom Desktop zu importieren und anschließend über das Adobe-Konto mit Lightroom Mobile zu synchronisieren.

Meine klare Empfehlung

Wer zunächst kostenlose und technisch sichere Presets ausprobieren möchte, sollte in dieser Reihenfolge beginnen:

  1. Adobe Lightroom Presets
  2. RNI Demo
  3. ON1
  4. PresetLove
  5. PSD Stack
  6. FixThePhoto

Für professionelle Filmlooks sind derzeit besonders interessant:

  1. RNI
  2. Mastin Labs
  3. DVLOP
  4. Archipelago

Für Fashion, Fine Art und kreative Editorial-Looks:

  1. Archipelago
  2. RNI
  3. DVLOP
  4. Envato Elements

Das ehrliche Fazit

Gute Presets können einen Workflow erheblich beschleunigen.

Sie können helfen, eine Serie farblich zusammenzuführen und einen wiedererkennbaren Stil aufzubauen.

Sie ersetzen aber weder gutes Licht noch eine saubere Belichtung oder ein Verständnis für Farbe.

Der häufigste Fehler besteht darin, immer neue Preset-Pakete zu kaufen, statt drei oder vier gute Looks wirklich zu beherrschen.

Ein professioneller Fotograf braucht keine 5.000 Presets.

Er braucht wenige verlässliche Farblooks, die zu seiner Kamera, seinen Motiven und seiner künstlerischen Handschrift passen.

Das beste Preset ist nicht das spektakulärste.

Es ist das Preset, das auf einer kompletten Bildserie funktioniert, Hauttöne respektiert, ausreichend Spielraum für Anpassungen lässt und dem Bild einen Stil gibt, ohne das Bild zu zerstören.

Geprüfte Quellen

Adobe Lightroom Presets:

https://www.adobe.com/products/photoshop-lightroom/lightroom-presets.html

Adobe – Presets in Lightroom:

https://helpx.adobe.com/lightroom/desktop/edit-photos/presets.html

Adobe – Presets in Lightroom Classic importieren:

https://helpx.adobe.com/lightroom-classic/help/apply-presets.html

Adobe – Presets zwischen Desktop und Mobile synchronisieren:

https://helpx.adobe.com/lightroom/desktop/lightroom-for-mobile-tv-and-the-web/add-sync-mobile-presets.html

RNI – Really Nice Images:

https://reallyniceimages.com

Mastin Labs:

https://mastinlabs.com/collections/lightroom-presets

DVLOP:

https://dvlop.com

Archipelago Presets:

https://archipelagopresets.com

PresetLove:

FixThePhoto:

https://fixthephoto.com/free-lightroom-presets

ON1 Free Lightroom Presets:

https://www.on1.com/free/lightroom-presets

PSD Stack:

Envato Elements:

https://elements.envato.com/add-ons/lightroom+preset

Creative Market:

https://creativemarket.com

Redaktioneller Hinweis

Preset-Preise, Rabatte, Mitgliedschaften und enthaltene Dateien können sich jederzeit ändern.

Vor einem Kauf sollte immer geprüft werden:

  • unterstützte Adobe-Version
  • Desktop- oder Mobile-Version
  • Dateiformat
  • enthaltene Kameraprofile
  • Lizenzbedingungen
  • Rückgabebedingungen
  • kommerzielle Nutzbarkeit

Presets verändern die Entwicklungsparameter eines Bildes. Das Ergebnis hängt immer vom Ausgangsmaterial, von der Kamera, vom Licht und von der anschließenden individuellen Anpassung ab.