Wie sieht ein KI-Prozess aus, der eben nicht bei einem beliebig zusammengewürfelten Prompt startet, sondern bei den eigenen künstlerischen Wurzeln ansetzt?

Bei dieser neuen BROWNZ.ART-Serie liegt der Ursprung tief in meinem eigenen Bildarchiv: in Fotocomposings und Digital-Art-Arbeiten aus den 1990er-Jahren. Ich habe ChatGPT Work genutzt, um die spezifische Bildsprache meiner alten Werke zu analysieren und sie in eine moderne Prompt-Struktur zu übersetzen.

Eigene Bildsprache statt fremder Stilkopien

Mir war von Anfang an wichtig, keinen fremden Look nachzubauen. Die Kompositionen, die düstere Atmosphäre, die harten Kontraste und die ganz eigene Ästhetik meiner früheren Arbeiten dienten als Fundament. ChatGPT hat diesen visuellen Code entschlüsselt – und so die Basis für den aktuellen generativen Prozess geliefert.

Midjourney 8.2 als erstes Übersetzungswerkzeug

Das erste Grundbild entstand schließlich in Midjourney 8.2. Für die Tech-Interessierten unter euch: Ich habe hier unter anderem mit Chaos 100, AR 2:3, RAW und dem Moodboard „Beauty“ gearbeitet.

Das Entscheidende dabei: Midjourney liefert mir in diesem Fall nicht die Idee, sondern fungiert als Übersetzer. Es nimmt meine eigene visuelle DNA von damals und spuckt neues, frisches Ausgangsmaterial aus.


BROWNZ.ART · Midjourney 8.2 → Magnific → Make It Real

Verfeinerung in Magnific: Verschiedene Modelle, ein Ziel

Von Midjourney aus ging die Reise weiter nach Magnific. Dort habe ich mit unterschiedlichen Modell-Referenzen experimentiert – unter anderem mit SeeDream 5.2 Pro, Nano Banana 2 und dem Cinematic Model.

Mein wichtigster Hebel war dabei mein selbst entwickeltes „Make It Real“-Template. Es hat die Aufgabe, diesen künstlichen, oft zu glatten „Synthetik-Look“ zurückzunehmen. Es bringt glaubwürdiges Licht, echte Materialität und eine fotografische Tiefe ins Bild.

(Kurzer Hinweis dazu: Der Direktlink zum Template funktioniert nur innerhalb von Magnific mit aktivem Account. Wenn du es ausprobieren möchtest, schreib mir einfach eine kurze Mail an brownz@brownz.art).

Kein Kunstwerk auf Knopfdruck

Das eigentliche Kunsthandwerk findet für mich heute zwischen den Tools statt: im Auswählen, Vergleichen, Verwerfen und gezielten Weiterentwickeln. Die Software und die KI-Modelle wechseln ständig – aber das Auge, das Bauchgefühl und die finale künstlerische Entscheidung bleiben meins.


Transparenzhinweis: Dieser Beitrag dokumentiert einen KI-unterstützten (AI-assisted) Bildworkflow. Midjourney, Magnific und ChatGPT Work wurden als Werkzeuge eingesetzt. Ausgangsmaterial, Bildidee, Auswahl und die finale künstlerische Handführung liegen bei BROWNZ.ART.

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