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Vom Foto zum Gemälde: So entsteht ein wirklich malerisches Porträt in Photoshop

Warum der Look bereits im Studio beginnt und der Ölfarbfilter dabei nur eine Nebenrolle spielt

Studio  /  Camera Raw  /  Photoshop  |  Stand: 24. Juli 2026

Wenn von einem „malerischen Look“ die Rede ist, wird in Photoshop sehr schnell irgendein Kunstfilter geöffnet. Ein Klick, ein paar Regler, fertig ist angeblich das Gemälde. Das Ergebnis sieht dann meistens auch genau danach aus: nach einem Foto mit Filter. Nicht nach einem klassischen Porträt, nicht nach einem Werk mit Tiefe und schon gar nicht nach den großen Meistern.

Ein überzeugendes malerisches Porträt entsteht anders. Es lebt von Licht und Schatten, einer kontrollierten Farbpalette, einer klaren Bildkomposition, weichen und harten Kanten, modellierten Tonwerten und einer Oberfläche, die nicht überall gleich behandelt wird. Photoshop ist dabei kein Automat, der aus jedem beliebigen Foto ein Gemälde macht. Photoshop ist vielmehr die digitale Werkstatt, in der ich das Material weiterforme, das ich beim Shooting bereits richtig angelegt habe.

Genau darum geht es in diesem Fachartikel: um den gesamten Weg vom Studioshooting über Camera Raw bis zur eigentlichen Bearbeitung in Photoshop. Einsteiger sollen damit nicht nur einzelne Schritte nachbauen können, sondern verstehen, warum ein Bild malerisch wirkt.

Vom Porträt zum Gemälde: Was „malerisch“ bedeutet

Malerisch heißt nicht automatisch unscharf, weich oder mit Leinwandstruktur überzogen. In der Kunstgeschichte beschreibt der Begriff vor allem einen Umgang mit Farbe, Licht, Form und sichtbarer Bewegung innerhalb der Oberfläche. Für die fotografische Bearbeitung sind drei Prinzipien besonders wichtig:

  • Chiaroscuro: deutliche Hell-Dunkel-Kontraste, mit denen Volumen, Körper und Dramatik modelliert werden.
  • Sfumato: weiche, rauchige Übergänge ohne überall sichtbare harte Konturen.
  • Gezielte Oberflächenstruktur: nicht jedes Detail wird gleich scharf, gleich glatt oder gleich stark betont.

Die National Gallery beschreibt Chiaroscuro als klare tonale Kontraste, die Volumen und Modellierung erzeugen. Sfumato bezeichnet dagegen weiche Tonwertübergänge, durch die Formen ohne harte Umrisslinien aus einem dunkleren Umfeld hervortreten. Genau diese beiden scheinbaren Gegensätze brauchen wir auch in einem malerischen Porträt: klare Lichtführung und zugleich kontrolliert weiche Übergänge.

Der wichtigste Grundsatz lautet deshalb:

Nicht das ganze Bild wird gemalt. Das Bild wird durch Licht, Tonwerte, Farbe, Kanten und ausgewählte Pinselspuren malerisch organisiert.

Wenn ich jedes Hautdetail, jedes Haar und jede Stoffstruktur gleichmäßig mit einem Pinsel verschmiere, verliere ich das Gesicht, die Identität und die fotografische Glaubwürdigkeit. Das Resultat wirkt künstlich. Ein guter malerischer Look hält die entscheidenden Stellen präzise und lässt andere Bereiche bewusst zurücktreten.

Der Look beginnt vor dem Shooting

Bevor ich an Blitzleistung, Blende oder Photoshop denke, brauche ich eine visuelle Richtung. „Wie ein altes Gemälde“ ist noch keine Richtung. Ein Porträt im Geist eines dramatischen Barockgemäldes verlangt eine andere Licht- und Farbwelt als ein helles, sanftes Renaissance-Porträt.

Ich kläre deshalb vor dem Shooting fünf Punkte:

  • Lichtstimmung: dramatisch und kontrastreich oder weich und zurückhaltend?
  • Farbpalette: warme Erdtöne, tiefe Rot- und Brauntöne, kühles Grün, entsättigte Haut oder bewusste Farbakzente?
  • Hintergrund: dunkel, strukturiert, neutral oder bereits mit einem Lichtverlauf gestaltet?
  • Kleidung und Styling: matte Stoffe, natürliche Texturen und klare Formen funktionieren meistens besser als reflektierende Logos, Neonfarben und hektische Muster.
  • Pose und Ausdruck: klassische Ruhe, kontrollierte Körperspannung und eine klare Handhaltung wirken oft stärker als zehn zufällige Fashion-Posen pro Minute.

Eine reduzierte Farbpalette ist besonders wichtig. Viele klassische Gemälde wirken nicht deshalb geschlossen, weil überall dieselbe braune Farbe darüberliegt, sondern weil die Farben bewusst miteinander verwandt sind. Haut, Hintergrund, Kleidung und Licht müssen also schon beim Set miteinander reden. Wenn jedes Element in eine andere Richtung schreit, muss Photoshop später nicht bearbeiten, sondern schlichten.

Das Studiolicht: lieber ein starkes Konzept als fünf beliebige Lampen

Für einen klassischen malerischen Porträtlook genügt häufig eine Hauptlichtquelle. Mehr Licht ist nicht automatisch besser. Jede zusätzliche Lampe hellt Schatten auf, erzeugt neue Reflexe und kann die klare Modellierung des Gesichts zerstören.

Ein sinnvoller Startaufbau

  • Eine größere Softbox oder Octabox seitlich vor dem Model
  • Die Lichtquelle etwas über Augenhöhe
  • Etwa 35 bis 60 Grad seitlich zur Kamera
  • Bei Bedarf ein weißer oder silberner Reflektor auf der Schattenseite
  • Für mehr Dramatik statt eines Reflektors eine schwarze Fläche als Negativaufheller
  • Genügend Abstand zwischen Model und Hintergrund

Die Lichtquelle darf weich sein, sollte aber gerichtet bleiben. Eine große Softbox frontal direkt neben der Kamera liefert zwar glatte Haut, macht das Gesicht aber schnell flach. Für den malerischen Eindruck brauche ich erkennbare Licht- und Schattenseiten.

Profoto beschreibt beim Rembrandt-Licht das typische kleine Lichtdreieck auf der vom Hauptlicht abgewandten Wange. Dafür wird die Lichtquelle angehoben und seitlich verschoben, bis Nasen- und Wangenschatten zusammenlaufen. Dieses Lichtmuster ist kein Gesetz und auch kein Garant für Kunst. Es ist aber ein sehr guter Ausgangspunkt, weil es dem Gesicht Volumen gibt.

Feathering: nicht mitten in die Softbox stellen

Ein sehr nützlicher Trick ist das sogenannte Feathering. Dabei richte ich die Softbox nicht mit ihrem hellsten Zentrum direkt auf das Gesicht. Das Model steht eher im Randbereich des Lichtkegels. Dadurch wird der Verlauf kontrollierter, Spitzlichter werden ruhiger und das Licht kann deutlich eleganter abfallen.

broncolor zeigt in einem offiziellen Beauty-Aufbau mit nur einer Softbox, wie das Wegdrehen der Lichtquelle einen gezielten Lichtabfall erzeugt. Auch der Abstand zwischen Lichtformer und Model beeinflusst, wie dieser Übergang aussieht. Das ist genau die Art von Kontrolle, die später viel mehr bringt als jeder Filter.

Flags und Negativaufhellung

Weiße Studiowände werfen oft überraschend viel Licht zurück. Das kann den gewünschten Schatten unbemerkt auffüllen. Schwarze Moltonstoffe, V-Flats oder einfache schwarze Styroporplatten helfen, Streulicht zu schlucken. Dadurch bleibt die Schattenseite satt und formt das Gesicht stärker.

Wichtig ist trotzdem: Schatten dürfen dunkel sein, aber nicht informationslos. Eine schwarze Fläche ohne Zeichnung lässt sich später nicht elegant modellieren. Ich belichte so, dass die Stimmung dunkel bleibt, aber im RAW noch Struktur vorhanden ist.

Hintergrund und Abstand

Ein klassischer Hintergrund muss nicht zwingend eine handbemalte Leinwand sein. Ein grauer, brauner oder dunkler Stoffhintergrund kann durch Licht, Abstand und spätere Farbgestaltung sehr hochwertig wirken.

Je näher das Model am Hintergrund steht, desto stärker fällt auch das Hauptlicht darauf. Mehr Abstand macht den Hintergrund dunkler und hilft bei der Trennung. Ein kleiner, sehr zurückhaltender Lichtakzent kann sinnvoll sein, wenn dunkle Haare vollständig verschwinden. Er darf aber nicht wie ein sauberer Werbe-Haarsaum aussehen. Für diesen Stil soll Licht formen, nicht jede Kante mit Leuchtstift nachziehen.

Kameraeinstellungen: sauber aufnehmen, später frei gestalten

Ich fotografiere solche Porträts grundsätzlich im RAW-Format. Adobe beschreibt RAW vereinfacht als digitales Negativ: Die ursprünglichen Sensordaten bleiben erhalten, während Weißabgleich, Tonwerte, Farbe und Schärfung in Camera Raw flexibel angepasst werden können. Ein JPEG ist bereits von der Kamera verarbeitet und komprimiert. Das kann funktionieren, lässt aber weniger Spielraum.

Als vernünftige Ausgangswerte im Studio eignen sich:

  • ISO: Basis-ISO der Kamera, häufig ISO 64 oder ISO 100
  • Verschlusszeit: sicher unterhalb der Blitzsynchronzeit, zum Beispiel 1/125 oder 1/160 Sekunde
  • Blende: je nach gewünschter Schärfentiefe und Lichtleistung ungefähr f/5,6 bis f/11
  • Brennweite: für Kopf- und Schulterporträts häufig etwa 70 bis 105 mm am Vollformat
  • Datei: RAW in maximaler Farbtiefe der Kamera
  • Weißabgleich: möglichst mit Graukarte oder Farbkarte kontrollieren

Das sind Startwerte, keine Religion. Ein Ganzkörperporträt, ein 50-Megapixel-Sensor und eine extreme Kopfhaltung stellen andere Anforderungen als ein ruhiges Brustporträt.

Entscheidend sind drei Dinge:

  • Das vordere Auge muss zuverlässig scharf sein.
  • Helle Hautstellen und Glanz auf Stirn, Nase oder Wange dürfen nicht ausfressen.
  • Die Schatten müssen genügend Information behalten.

Ich kontrolliere deshalb nicht nur das Kameradisplay, sondern das Histogramm und die Warnanzeige für überbelichtete Bereiche. Noch besser ist Tethered Shooting auf einem kalibrierten Monitor. Adobe weist ausdrücklich darauf hin, dass ein kalibrierter und profilierter Monitor für kritische Farb- und Tonwertkorrekturen wesentlich ist. Wer auf einem viel zu blauen, viel zu hellen Display bearbeitet, baut seinen Look auf Sand.

Camera Raw: die Basis, nicht das fertige Gemälde

In Camera Raw lege ich die technische und tonale Grundlage. Ich versuche dort nicht, den vollständigen Effekt mit einem Preset zu erzwingen. Das Ziel ist eine flexible, saubere Datei, die in Photoshop noch Reserven hat.

1. Profil wählen

Das Profil beeinflusst die grundlegende Interpretation von Farbe und Tonalität, ohne die übrigen Regler zu verschieben. Adobe Color ist ein neutraler Start. Adobe Portrait kann für Haut ruhiger reagieren. Camera-Matching-Profile können sinnvoll sein, wenn ich mich an der kamerainternen Farbwiedergabe orientieren möchte.

Ich wähle das Profil bewusst am Anfang. Wenn ich es ganz am Ende ändere, verschiebt sich die gesamte Farb- und Tonwertlogik.

2. Weißabgleich setzen

Ein warmer Look bedeutet nicht, den Temperaturregler einfach weit nach rechts zu schieben. Zuerst brauche ich einen glaubwürdigen Ausgangspunkt. Danach kann ich Wärme gezielt in Licht, Mitteltöne oder Hintergrund bringen.

Bei Haut achte ich besonders auf grünliche und magentafarbene Verschiebungen. Ein neutraler Messwert ist technisch hilfreich, die endgültige Stimmung darf aber künstlerisch sein.

3. Belichtung und Tonwerte aufbauen

Ich bearbeite zuerst die großen Flächen:

  • Belichtung so setzen, dass das Gesicht trägt
  • Lichter zurücknehmen, wenn Hautglanz zu aggressiv ist
  • Tiefen nur so weit öffnen, dass Zeichnung bleibt
  • Weiß- und Schwarzpunkt kontrollieren
  • Mit der Gradationskurve den gewünschten Kontrast formen

Der häufigste Fehler ist, die Tiefen zu weit hochzuziehen. Dadurch wird zwar alles sichtbar, aber die gesamte Lichtidee verschwindet. Ein malerisches Porträt darf Schatten haben. Schatten sind keine technische Panne, sondern Bildmaterial.

4. Farbe reduzieren und ordnen

Im Farbmischer lassen sich einzelne Farbbereiche in Farbton, Sättigung und Luminanz kontrollieren. Rot- und Orangetöne betreffen häufig die Haut. Kleine Änderungen reichen hier meistens völlig aus.

Für eine klassischere Palette reduziere ich oft störende Blau-, Aqua- oder Grüntöne und lasse die Haut etwas ruhiger werden. Ich entsättige aber nicht blind das ganze Bild. Eine gute reduzierte Palette braucht immer noch lebendige Farbbeziehungen.

5. Lokale Masken verwenden

Camera Raw kann Personen erkennen und getrennte Masken für Haut, Haare, Augen, Zähne oder Kleidung erzeugen. Das ist praktisch, aber keine Aufforderung, jede Zone aufzublasen. Ich verwende Masken vor allem, um:

  • das Gesicht gegenüber dem Hintergrund leicht zu führen
  • zu helle Hände an das Gesicht anzugleichen
  • Haare minimal zu öffnen oder abzudunkeln
  • den Hintergrund ruhiger und weniger detailreich zu machen
  • die Blickführung bereits grob anzulegen

Masken müssen weich ineinandergreifen. Wenn das Model nach der Bearbeitung wie ausgeschnitten vor dem Hintergrund steht, ist der malerische Eindruck sofort weg.

6. Textur, Klarheit und Schärfung zurückhalten

Zu viel Klarheit macht Haut hart und metallisch. Zu viel negative Klarheit produziert Wachs. Ich verwende diese Regler vorsichtig und lokal.

Die Ausgangsschärfung dient nur der sauberen RAW-Entwicklung. Die endgültige Schärfung kommt am Schluss und wird auf Ausgabegröße und Medium abgestimmt.

7. Als Smartobjekt öffnen

Mit gedrückter Umschalttaste wird aus „Bild öffnen“ in Camera Raw „Objekt öffnen“. Dadurch landet die RAW-Entwicklung als Smartobjekt in Photoshop und kann später per Doppelklick erneut angepasst werden.

Ich arbeite außerdem möglichst in 16 Bit pro Kanal. Photoshop speichert damit deutlich mehr Tonwert- und Farbinformation als in 8 Bit pro Kanal. Gerade bei starken Kurven, weichen Verläufen und Farblooks hilft das gegen sichtbare Abrisse. Der Wechsel erfolgt über Bild > Modus > 16-Bit-Kanal. Für die endgültige Web-Ausgabe wird später ohnehin eine 8-Bit-Kopie erzeugt.

Der Ebenenaufbau in Photoshop

Ein malerischer Look besteht aus vielen kleinen Entscheidungen. Deshalb braucht die Datei eine verständliche Struktur. Meine Gruppen können zum Beispiel so aussehen:

  • 00 RAW / Grundbild
  • 01 Retusche
  • 02 Licht und Form
  • 03 Malerische Bearbeitung
  • 04 Farbe
  • 05 Texturen
  • 06 Finale Schärfe und Ausgabe

Ich arbeite mit Einstellungsebenen, Masken, Smartobjekten und separaten Retuscheebenen. Adobe empfiehlt genau solche Methoden für eine nicht-destruktive Bearbeitung: Einstellungsebenen verändern Farbe und Tonwerte ohne permanente Pixeländerung; Smartfilter und Masken bleiben nachträglich editierbar.

Nicht-destruktiv heißt nicht, dass ich niemals eine Pixelebene verwenden darf. Beim Mixer-Pinsel oder bei manueller Retusche brauche ich sie. Es heißt nur, dass ich nicht planlos alles in eine einzige Ebene einbrenne.

Schritt 1 in Photoshop: sauber retuschieren, aber nicht sterilisieren

Zuerst entferne ich Dinge, die eindeutig stören:

  • einzelne Pickel und temporäre Hautunreinheiten
  • Staub, Fussel und Flecken auf Kleidung oder Hintergrund
  • störende Härchen
  • Sensorflecken
  • kleine Ablenkungen am Bildrand

Dafür eignen sich Reparaturpinsel, Bereichsreparatur oder Kopierstempel auf einer leeren Ebene mit aktivierter Aufnahme der darunterliegenden Ebenen.

Permanente Merkmale, Poren, Falten und individuelle Strukturen gehören grundsätzlich zur Person. Ich reduziere nur, was im Licht übertrieben hart wirkt. Ein malerisches Porträt darf idealisiert sein, aber es soll nicht wie eine Kunststofffigur aussehen.

Frequenztrennung: möglich, aber nicht als Dampfwalze

Frequenztrennung kann helfen, Farbe und Struktur getrennt zu korrigieren. Sie ist aber nicht automatisch hochwertig. Wird auf der niedrigen Frequenz alles glattgebügelt, entstehen fleckige, wachsartige Flächen. Wird auf der hohen Frequenz zu viel gestempelt, wiederholt sich Hautstruktur sichtbar.

Ich setze Frequenztrennung deshalb nur lokal und zurückhaltend ein. Für die eigentliche Formgebung ist Dodge & Burn meistens wichtiger.

Schritt 2: Licht und Volumen mit Dodge & Burn modellieren

Hier entsteht ein großer Teil des malerischen Eindrucks. Dodge & Burn bedeutet, ausgewählte Bereiche aufzuhellen und abzudunkeln. Es geht nicht nur um Hautretusche, sondern um Lichtführung.

Ich trenne zwei Aufgaben:

Lokales Dodge & Burn

Damit gleiche ich kleine Helligkeitsunterschiede aus:

  • dunkle Flecken in der Haut
  • helle Punkte, die zu stark springen
  • unruhige Übergänge
  • kleine Schatten unter Augen oder um den Mund

Globales Dodge & Burn

Damit forme ich das gesamte Gesicht und die Blickführung:

  • Stirn, Wangenknochen, Nasenrücken und Kinn gezielt führen
  • Schattenseite verdichten
  • Hände und Dekolleté an das Gesicht anpassen
  • Kleidung in die Komposition einordnen
  • Hintergrund an den Rändern zurücknehmen

Ein einsteigerfreundlicher Aufbau besteht aus zwei Gradationskurven: eine hellere, eine dunklere. Beide Masken werden zunächst schwarz gefüllt. Mit einem weichen weißen Pinsel, niedriger Deckkraft und geringem Fluss male ich die Wirkung langsam ein.

Ich zoome regelmäßig heraus. Bei 200 Prozent kann man eine Wange stundenlang perfektionieren und gleichzeitig das ganze Gesicht ruinieren. Die Form muss in der Gesamtansicht funktionieren.

Schritt 3: eine kontrollierte Farbpalette aufbauen

Der „Alte-Meister-Look“ ist kein brauner Farbfilter. Entscheidend ist, wie Schatten, Mitteltöne und Lichter farblich miteinander verbunden sind.

Verlaufsumsetzung

Eine Verlaufsumsetzung ordnet den Helligkeitswerten des Bildes definierte Farben zu: Schatten erhalten die linke Farbe, Mitteltöne die mittleren Farben und Lichter die rechte Farbe. Adobe beschreibt genau diese Zuordnung in der offiziellen Photoshop-Dokumentation.

Für ein klassisches Porträt kann eine sehr dezente Verlaufsumsetzung zum Beispiel enthalten:

  • tiefes Braun, Oliv oder gedämpftes Blau in den Schatten
  • warme, erdige Mitteltöne
  • cremefarbene oder leicht goldene Lichter

Die Ebene wird meist mit geringer Deckkraft eingesetzt, häufig in den Modi Weiches Licht, Farbe oder Normal. Welcher Modus funktioniert, hängt vom Bild ab. Wenn man den Effekt als Effekt erkennt, ist er wahrscheinlich zu stark.

Farbbalance, Selektive Farbkorrektur und Kurven

Mit Farbbalance lassen sich Schatten, Mitteltöne und Lichter getrennt verschieben. Die Selektive Farbkorrektur ist nützlich, um Schwarz-, Neutral- und Hauttöne präziser zu steuern. Einzelne RGB-Kurven können ebenfalls Farbe in bestimmte Tonwertbereiche bringen.

Ich versuche, mit wenigen Ebenen eine klare Palette zu bauen. Zehn LUTs übereinander ergeben keine Tiefe, sondern meistens Farbsuppe.

Schritt 4: der Mixer-Pinsel, jetzt wird tatsächlich gemalt

Der Mixer-Pinsel ist für diesen Look wesentlich interessanter als der Ölfarbfilter. Laut Adobe simuliert er das Mischen von Farben auf der Leinwand, die Farbaufnahme durch den Pinsel und unterschiedliche Feuchtigkeit. Er kann Farben aus allen sichtbaren Ebenen aufnehmen und auf einer eigenen Ebene verarbeiten.

Ein brauchbarer Start für Einsteiger

Ich lege eine neue leere Ebene an, aktiviere beim Mixer-Pinsel Alle Ebenen aufnehmen und beginne ungefähr mit:

  • Feuchtigkeit: 10 bis 25 Prozent
  • Auftrag: 5 bis 20 Prozent
  • Mischung: 70 bis 90 Prozent
  • Fluss: 5 bis 15 Prozent
  • Pinsel automatisch nach jedem Strich reinigen

Diese Werte sind nur ein Startpunkt. Größe, Auflösung, Motiv und Pinselspitze verändern das Verhalten deutlich.

So führe ich die Pinselstriche

Ich male nicht kreuz und quer über das Bild. Die Striche folgen der Form:

  • rund um Stirn und Schädel
  • entlang der Wangenform
  • in Wuchsrichtung der Haare
  • entlang von Falten und Stoffbahnen
  • in größeren Bewegungen durch den Hintergrund

Zuerst arbeite ich mit größeren Pinseln an großen Flächen. Kleine Pinsel kommen erst später. Wer sofort mit einem winzigen Pinsel beginnt, kopiert nur Fotodetails nach und verliert die große Form.

Wo ich kaum oder gar nicht male

  • Iris und Pupille
  • Lidkante
  • wichtige Wimpern
  • Nasenlöcher
  • klare Lippenkante an ausgewählten Stellen
  • Schmuckdetails, wenn sie den Blick führen

Diese Bereiche halten die fotografische Glaubwürdigkeit und die Identität. Ich kann sie später leicht in den Look einbinden, aber ich verschmiere sie nicht.

Hintergrund und Kleidung dürfen freier werden

Im Hintergrund kann ich deutlich großzügiger arbeiten. Dort dürfen Striche, vereinfachte Farbflächen und leichte Unregelmäßigkeiten sichtbar sein. Kleidung eignet sich ebenfalls gut, weil Stofffalten natürliche Pinselrichtungen vorgeben.

Im Gesicht arbeite ich kontrollierter. Der Übergang zwischen Fotografie und Malerei soll nicht als Grenze sichtbar werden.

Schritt 5: Kanten steuern statt alles weichzuzeichnen

Kantenführung ist einer der wichtigsten und am häufigsten übersehenen Punkte. Ein Foto zeigt zunächst sehr viele gleichwertige Konturen. Ein Gemälde entscheidet stärker, welche Kante trägt und welche in der Umgebung verschwindet.

Ich unterscheide:

  • harte Kanten: vorderes Auge, einzelne Lippenbereiche, Schmuck, markante Stoffkante
  • mittlere Kanten: Wange, Nase, Kinn, Hände
  • weiche oder verlorene Kanten: Schattenseite des Gesichts, Haare im Hintergrund, Schulter, dunkle Kleidung

Die weichen Übergänge lassen sich mit vorsichtiger Pinselarbeit, einer maskierten Weichzeichnung oder sanfter Tonwertangleichung herstellen. Wichtig ist, nicht einfach die gesamte Person weichzuzeichnen.

Sfumato bedeutet keine allgemeine Unschärfe. Es bedeutet einen graduellen Übergang ohne harte Umrisslinie. Genau deshalb kann eine Gesichtshälfte klar lesbar bleiben, während die andere fast mit dem Hintergrund verschmilzt.

Schritt 6: Textur hinzufügen, ohne das Bild zu tapezieren

Eine fotografierte oder gescannte Leinwand-, Papier- oder Putzstruktur kann den Look unterstützen. Sie darf aber nicht wie eine gleichmäßig darübergelegte Tapete wirken.

Ein sinnvoller Ablauf:

  • Textur als eigene Ebene platzieren.
  • Größe und Richtung an das Bild anpassen.
  • Mischmodus testen, häufig Weiches Licht, Ineinanderkopieren oder Multiplizieren.
  • Deckkraft stark reduzieren.
  • Mit einer Maske aus Augen, Lippen und wichtigen Hautpartien teilweise herausnehmen.
  • Mit „Mischen, wenn“ beziehungsweise Blend If auf bestimmte Tonwertbereiche begrenzen.

Auf hellen Hautstellen kann eine starke Leinwandstruktur schnell schmutzig aussehen. Im Hintergrund und in dunkler Kleidung darf sie sichtbarer sein.

Textur ist die letzte zehnprozentige Verbindung, nicht der Ersatz für Licht und Form.

Schritt 7: Tiefe durch kontrollierte Schärfe

Nach Pinselarbeit und Textur braucht das Bild eine neue Schärfehierarchie. Ich schärfe nicht die komplette Datei gleich stark.

Wichtige Bereiche:

  • vorderes Auge
  • Lidkante und ausgewählte Wimpern
  • Mund oder ein bestimmtes Schmuckdetail
  • einzelne Haarsträhnen im Licht

Ruhiger bleiben:

  • Hintergrund
  • Schattenseite
  • weniger wichtige Kleidung
  • Hautflächen ohne Blickfunktion

Für die lokale Schärfung eignen sich Hochpass, Unscharf maskieren oder Camera Raw als Smartfilter. Die Wirkung wird über eine Maske auf die entscheidenden Stellen begrenzt.

Ganz am Ende kontrolliere ich das Bild sowohl bei 100 Prozent als auch klein in der Gesamtansicht. Der Look muss in beiden Größen funktionieren.

Vom Porträt zum Gemälde: Der Workflow in zwölf Schritten

Wer den ganzen Prozess als klare Reihenfolge braucht, kann so arbeiten:

  • Bildidee, Referenzen und Farbpalette festlegen.
  • Gerichtetes Hauptlicht mit klarer Licht- und Schattenseite aufbauen.
  • Im RAW-Format sauber belichten und Spitzlichter kontrollieren.
  • Profil, Weißabgleich und Grundtonwerte in Camera Raw festlegen.
  • Farben reduzieren und lokale Masken dezent einsetzen.
  • Als 16-Bit-Smartobjekt in Photoshop öffnen.
  • Störungen auf separaten Ebenen retuschieren.
  • Mit lokalem und globalem Dodge & Burn Form und Licht modellieren.
  • Mit wenigen Einstellungsebenen eine geschlossene Farbpalette bauen.
  • Mit dem Mixer-Pinsel ausgewählte Flächen und Übergänge malerisch bearbeiten.
  • Kantenhierarchie und Textur gezielt gestalten.
  • Lokal schärfen, in Ausgabegröße kontrollieren und für Web oder Druck exportieren.

Typische Fehler und warum sie den Look zerstören

Der Ölfarbfilter macht die ganze Arbeit

Er kann als kleine Zutat funktionieren, aber nicht als Fundament. Gleichförmige Filterstrukturen ignorieren Gesicht, Form und Blickführung.

Das Ausgangslicht ist frontal und flach

Dann fehlt die tonale Modellierung. Photoshop kann Schatten hinzufügen, aber echtes gerichtetes Licht wirkt glaubwürdiger und ist wesentlich leichter zu bearbeiten.

Jede Hautstelle wird glatt

Glatte Haut ist nicht automatisch malerisch. Ohne Mikrostruktur wirkt das Gesicht wie Kunststoff.

Überall liegt dieselbe Textur

Dadurch verlieren wichtige Bereiche ihre Präzision. Eine Struktur muss maskiert und in ihrer Stärke variiert werden.

Alles wird gleich scharf oder gleich weich

Beides zerstört die Hierarchie. Malerische Bilder leben von unterschiedlichen Kanten und Detailstufen.

Die Schatten werden in Camera Raw komplett geöffnet

Damit verschwindet die Lichtidee. Dunkelheit ist Teil der Komposition.

Zu viele Farblooks werden kombiniert

Mehr LUTs bedeuten nicht mehr Tiefe. Eine gute Palette ist begrenzt und nachvollziehbar.

Mixer-Pinsel ohne Formverständnis

Willkürliche Pinselbewegungen verschmieren das Gesicht. Striche müssen Volumen, Haarwuchs, Stoff und Bewegungsrichtung unterstützen.

Was Einsteiger wirklich brauchen

Für den Anfang ist kein riesiges Studio notwendig. Ein sinnvoller Minimalaufbau besteht aus:

  • Kamera mit RAW-Aufnahme
  • Porträtobjektiv
  • einem Blitz oder einer guten Dauerlichtquelle
  • Softbox oder Octabox
  • weißem Reflektor
  • schwarzer Fläche für Negativaufhellung
  • neutralem oder dunklem Hintergrund
  • Graukarte
  • Photoshop mit Camera Raw
  • Grafiktablett als sehr hilfreiche, aber nicht zwingende Ergänzung

Ein Grafiktablett macht Dodge & Burn und Mixer-Pinsel deutlich angenehmer, weil Druck und Bewegung natürlicher gesteuert werden können. Man kann mit der Maus beginnen. Spätestens bei feiner Pinselarbeit wird die Maus aber ungefähr so elegant wie ein Backstein.

Mein Fazit

Ein wirklich malerisches Porträt entsteht nicht durch einen einzelnen Filter. Es entsteht durch eine Kette von Entscheidungen:

Licht formt das Gesicht. Tonwerte bauen Volumen. Farbe schafft Zusammenhalt. Kanten führen den Blick. Pinselspuren und Texturen geben der Oberfläche Charakter.

Photoshop soll das Foto dabei nicht vernichten, sondern weiterdenken. Die stärksten Ergebnisse behalten die Präzision einer Fotografie dort, wo sie wichtig ist, und erlauben sich malerische Freiheit dort, wo sie Atmosphäre schafft.

Wer diesen Prozess zum ersten Mal ausprobiert, sollte nicht sofort fünf Stunden lang jedes Haar bearbeiten. Ein ruhiges Porträt, eine Lichtquelle, ein dunkler Hintergrund und eine begrenzte Farbpalette reichen vollkommen. Wenn Licht und Form stimmen, kann selbst eine relativ einfache Bearbeitung hochwertig wirken. Wenn beides nicht stimmt, wird auch der siebente Kunstfilter das Bild nicht retten.

Faktencheck

  • RAW bleibt flexibel: Adobe bestätigt, dass Camera-Raw-Anpassungen die ursprünglichen RAW-Daten erhalten und separat als Metadaten gespeichert werden.
  • Camera Raw und Lightroom nutzen dieselbe Verarbeitungstechnologie: Dadurch sind die Entwicklungsresultate grundsätzlich kompatibel, sofern die Metadaten korrekt ausgetauscht werden.
  • Smartobjekte und Einstellungsebenen unterstützen eine nicht-destruktive Arbeitsweise: RAW-Einstellungen, Masken und Smartfilter bleiben nachträglich bearbeitbar.
  • 16 Bit speichert mehr Farbinformation als 8 Bit: Das ist besonders bei starken Tonwert- und Farbkorrekturen sowie weichen Verläufen sinnvoll.
  • Der Mixer-Pinsel mischt vorhandene und geladene Farbe: Die Regler für Feuchtigkeit, Auftrag und Mischung steuern sein Verhalten; „Alle Ebenen aufnehmen“ ermöglicht die Arbeit auf einer separaten Ebene.
  • Verlaufsumsetzungen ordnen Farben nach Helligkeitswerten zu: Schatten, Mitteltöne und Lichter können damit in eine gemeinsame Palette gebracht werden.
  • Rembrandt-Licht ist durch ein Lichtdreieck auf der abgewandten Wange gekennzeichnet: Die Lichtquelle wird dafür erhöht und seitlich positioniert.
  • Chiaroscuro und Sfumato sind nicht dasselbe: Chiaroscuro arbeitet mit deutlichen Hell-Dunkel-Kontrasten, Sfumato mit weichen, rauchigen Tonwertübergängen ohne harte Kontur.

Geprüfte Links und weiterführende Quellen

Alle Links und fachlichen Kernaussagen wurden am 24. Juli 2026 geprüft.

Transparenzhinweis

Dieser Fachartikel basiert auf fotografischer und bildbearbeiterischer Fachpraxis sowie aktueller Quellenrecherche. Bei Recherche, Faktenprüfung und Ausformulierung wurde KI unterstützend eingesetzt. Die inhaltliche Einordnung, Auswahl und redaktionelle Verantwortung liegen bei BROWNZ.

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Painterly Grunge
Fashion Look

So baust du den kühlen, analogen High-Fashion-Look
in Lightroom und Photoshop nach

Analysiert anhand eines öffentlichen Tutorials von The Curated Lab. Der Clip arbeitet sichtbar in Capture One; hier wird die Methode praxisnah in Adobe Lightroom und Photoshop übersetzt.

Referenzclip auf Instagram ansehen

Painterly Grunge: So entsteht der kühle Fashion-Look

Dieser Look lebt nicht von einem einzelnen Preset. Er entsteht durch eine kontrollierte Spannung: tiefe, fast tintenschwarze Flächen treffen auf cyan-grüne Schatten, während Haut und wichtige Mitteltöne bewusst wärmer bleiben. Das Ergebnis wirkt zugleich modern, analog, leicht schmutzig und trotzdem hochwertig.

Im analysierten Clip passiert genau das: Die Schwarztöne werden sehr stark abgesenkt, die Schatten deutlich in Richtung Teal geschoben, die Mitteltöne mit einer warmen Gegenfarbe stabilisiert und am Ende mit grobem, unregelmäßigem Korn verdichtet. Der sichtbare Black-Regler liegt im Beispiel bei ungefähr –88. Das ist ein guter Hinweis auf die Richtung, aber kein Wert, den man blind auf jedes Foto kopieren sollte.

Was den Look ausmacht

  • Dichte, kontrolliert zulaufende Schwarztöne – ohne dass Haare und schwarze Kleidung komplett absaufen.
  • Kühle Teal- und Cyan-Töne vor allem in Schatten, Hintergrund und neutralen Flächen.
  • Wärmere, ruhigere Mitteltöne als Gegengewicht; Haut bleibt lebendig und wird nicht türkis.
  • Leicht raue Mikrokontraste, die Stoff, Haare, Make-up und Kanten stärker zeichnen.
  • Grobes, unregelmäßiges Korn statt eines feinen, sterilen Digitalrauschens.

WICHTIG  Die Werte in diesem Tutorial sind Startpunkte. Belichtung, Hautton, Lichtfarbe und Hintergrund entscheiden, wie stark du jeden Regler einsetzen kannst.

Die Ausgangsdatei

Am einfachsten funktioniert der Look mit einer RAW-Datei, klar gesetztem Licht, neutralem oder grauem Hintergrund und dunkler Kleidung. Gerade harte schwarze Stoffe, glänzende Accessoires und strukturierte Haare profitieren von der Kombination aus kühlen Schatten und rauem Korn.

  • RAW statt JPEG, wenn möglich.
  • Keine bereits extrem kontrastreiche Kameravorgabe.
  • Haut leicht unter der Clipping-Grenze belichten; Highlights nicht ausfressen lassen.
  • Der Look wirkt besonders gut bei Fashion, Beauty und charakterstarken Porträts.

Teil 1: Editorial Color Grading in Lightroom

Lightroom erledigt ungefähr 80 Prozent des Looks: Tonwerte, Farbrichtung, lokale Trennung und Korn. Arbeite zuerst global und schütze die Haut erst danach mit Masken.

Schnellstart-Werte

ReglerStartwertWirkung
ProfilAdobe Neutral / Camera NeutralRuhige Basis mit Reserven
Weißabgleich5.100–5.400 K, Tonung 0 bis +4Neutral bis minimal warm
Kontrast+10 bis +20Mehr Dichte, noch kontrollierbar
Lichter–20 bis –35Haut und Glanzstellen sichern
Tiefen+5 bis +15Detail vor dem Schwarzpunkt retten
Weiß–5 bis –15Cremigere Highlights
Schwarz–65 bis –85Der zentrale Grunge-Impuls
Textur / Klarheit+15 / +8Raue, grafische Struktur
Dunst entfernen+3 bis +7Mehr Farbdichte
Korn42 / 34 / 75Menge / Größe / Unregelmäßigkeit

01 – Eine neutrale Basis bauen

Wähle Adobe Neutral oder ein vergleichbar flaches Kameraprofil. Stelle Belichtung und Weißabgleich so ein, dass die Haut glaubwürdig aussieht. Das Bild darf an dieser Stelle ruhig etwas unspektakulär wirken – die Tiefe kommt später.

Startpunkt: Belichtung nach Motiv, Kontrast +15, Lichter –25, Tiefen +10, Weiß –10.

02 – Die Schwarztöne verdichten

Ziehe Schwarz deutlich nach links. Beginne bei –65 und arbeite dich langsam bis etwa –85 vor. Im Referenzclip ist ungefähr –88 zu sehen. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern der Punkt, an dem schwarze Kleidung satt wirkt, aber noch Nähte, Falten und Haarstruktur besitzt.

KONTROLLBLICK  Aktiviere die Tiefenwarnung. Kleine wirklich schwarze Bereiche sind erwünscht; großflächiges Clipping auf Haut, Haaren oder Kleidung ist es nicht.

03 – Die Gradationskurve formen

Setze eine zurückhaltende S-Kurve: Ziehe das untere Viertel leicht nach unten und hebe die oberen Mitteltöne minimal an. Lass den absoluten Schwarzpunkt verankert. So bleibt der Look druckvoll statt milchig. Für cremigere Lichter kannst du den obersten Punkt um zwei bis vier Prozent absenken.

04 – Teal in die Schatten geben

Öffne Color Grading. Die Farbrichtung entspricht der sichtbaren Methode im Clip: viel Teal in den Schatten, danach eine warme Gegenbewegung in den Mitteltönen.

BereichEinstellungZiel
SchattenFarbton 185 · Sättigung 35 · Luminanz –8Kühles Petrol/Teal
MitteltöneFarbton 35 · Sättigung 12 · Luminanz +3Warme Haut und Stofftöne
LichterFarbton 45 · Sättigung 7 · Luminanz +2Schmutzig-cremige Highlights
Mischen40–50Weicher Übergang
Balance–20Mehr Gewicht auf kühlen Schatten

Wenn der Hintergrund zu türkis wird, reduziere zuerst die Schatten-Sättigung. Wenn die Haut grünlich kippt, erhöhe nicht einfach global die Temperatur – schütze die Person mit einer Maske.

05 – Farben im Farbmischer beruhigen

Der Look braucht klare Farbfamilien. Gelb und Grün dürfen sich dem Teal annähern; Orange bleibt zurückhaltend warm. Nutze diese Werte als Ausgangspunkt:

FarbeFarbtonSättigungLuminanz
Rot+5–10+5
Orange–5–12+8
Gelb–35–40–5
Grün+25–20–10
Aqua–20+15–10
Blau–15–20–15

06 – Haut, Hintergrund und Kleidung getrennt behandeln

Erstelle drei Masken. Je nach Lightroom-Version stehen dir Person, Motiv, Hintergrund und Objektmasken zur Verfügung. Die Bezeichnungen können leicht abweichen.

  • Person/Haut: Temperatur +4, Tonung +2, Sättigung –4, Textur –8. Auf Augen, Lippen und Haare nicht pauschal weichzeichnen.
  • Hintergrund: Temperatur –8, Tonung –4, Dunst entfernen +4, Schwarz –8. So konzentriert sich das Teal außerhalb der Haut.
  • Kleidung/Haare: Textur +15, Klarheit +10, Schwarz –10. Nur verwenden, wenn dort noch Zeichnung vorhanden ist.

07 – Das Korn als Gestaltungsmittel einsetzen

Der Clip wählt sichtbar ein grobes „Harsh Grain“. In Lightroom lässt sich das mit einer relativ hohen Unregelmäßigkeit übersetzen: Menge 42, Größe 34, Unregelmäßigkeit 75. Bei hochauflösenden Dateien darf die Größe bis etwa 40 steigen; bei kleinen JPEGs eher bei 25 bis 30 bleiben.

PROFI-TIPP  Beurteile Korn immer bei 100 Prozent. In der verkleinerten Vorschau sieht es fast immer schwächer aus als im Export.

08 – Schärfen, ohne die Haut zu zerstören

Nutze Betrag 45, Radius 0,8, Detail 30 und Maskieren 70 als Startpunkt. Halte beim Maskieren-Regler Alt/Option gedrückt: Geschärft werden sollen vor allem Kanten, Haare, Augen, Stoff und Accessoires – nicht jede Pore.

Lightroom-only: Wann du hier schon aufhören kannst

Für Social Media, Reportage oder große Serien reicht die Lightroom-Version oft vollständig. Photoshop lohnt sich, wenn du Haut und Hintergrund präziser trennen, einzelne Farbbereiche kontrollieren oder die grafische Mikroschärfe gezielt aufbauen möchtest.

Teil 2: Editorial Color Grading in Photoshop

Öffne das Foto aus Lightroom als Smartobjekt in Photoshop. So bleibt der RAW-Look editierbar und du kannst später zu den Basiseinstellungen zurückkehren.

01 – Retusche bewusst knapp halten

Entferne nur temporäre Hautunreinheiten, Staub und Ablenkungen. Der Look funktioniert, weil die Oberfläche real bleibt. Zu viel Frequenztrennung oder Weichzeichnung nimmt dem Bild genau die Spannung, die das Korn später verstärken soll.

02 – Farbtrennung mit Farbbalance verfeinern

Lege eine Farbbalance-Einstellungsebene an und aktiviere „Luminanz erhalten“. Nutze folgende Werte als Startpunkt:

TonwertRegler 1Regler 2Regler 3
TiefenCyan/Rot –15Magenta/Grün +5Gelb/Blau +8
MitteltöneCyan/Rot +8Magenta/Grün 0Gelb/Blau –5
LichterCyan/Rot +3Magenta/Grün 0Gelb/Blau –4

Wenn die Haut zu kühl wird, male mit einem weichen schwarzen Pinsel bei 20–30 Prozent Deckkraft in die Ebenenmaske. Der Hintergrund darf deutlich stärker reagieren als das Gesicht.

03 – Painterly Microcontrast aufbauen

Erzeuge eine zusammengefasste Kopie auf einer neuen Ebene und konvertiere sie in ein Smartobjekt. Wende den Hochpassfilter mit 2,0 bis 3,0 Pixeln an und stelle die Ebene auf „Weiches Licht“ bei 25 bis 35 Prozent Deckkraft. Maskiere die Wirkung auf Haaren, Kleidung, Make-up-Kanten und Accessoires ein; auf glatter Haut bleibt sie sehr schwach.

WARUM DAS FUNKTIONIERT  Der Hochpass erzeugt keine gemalte Fläche. Er trennt nur ausgewählte Kanten stärker vom ruhigen Hintergrund – genau diese kontrollierte Kantenzeichnung lässt das Bild grafischer und „painterly“ wirken.

04 – Optionaler Teal-Glaze mit Verlaufumsetzung

Lege eine Verlaufumsetzung an: Schatten #092F31, Mitteltöne #7A6E62, Lichter #F0DDD0. Stelle die Ebene auf „Farbe“ oder „Weiches Licht“ und reduziere die Deckkraft auf 10 bis 20 Prozent. Schütze die Haut über die Ebenenmaske. Dieser Schritt ist optional – er hilft vor allem, wenn Hintergrund und Schwarzflächen noch farblich auseinanderfallen.

05 – Dodge & Burn für die Editorial-Dichte

Nutze zwei Kurven-Einstellungsebenen: eine leicht heller, eine leicht dunkler. Male mit weichem Pinsel bei fünf bis zehn Prozent Fluss. Helle Wangenknochen, Augen, Schmuck und Stoffkanten subtil auf; vertiefe Konturen, Falten und den äußeren Bildrand. Das Ziel ist Form, nicht Beauty-Retusche.

06 – Grobes Korn in Photoshop ergänzen

Wenn das Lightroom-Korn nicht ausreicht, lege eine neue Ebene mit 50 Prozent Grau an und stelle sie auf „Ineinanderkopieren“. Wende „Rauschen hinzufügen“ mit 8 bis 12 Prozent, Gaußsche Normalverteilung und „Monochromatisch“ an. Danach Gaußscher Weichzeichner mit 0,3 bis 0,5 Pixeln. Reduziere die Ebenendeckkraft auf 35 bis 55 Prozent.

Vermeide doppeltes Korn: Wenn Lightroom bereits stark arbeitet, nutze die Photoshop-Ebene nur sehr zurückhaltend oder lasse sie weg.

07 – Finale Kontrolle und Export

  • Haut bei 100 Prozent prüfen: keine cyanfarbenen Schatten an Nase, Augen oder Kiefer.
  • Schwarze Kleidung prüfen: mindestens an wichtigen Kanten muss noch Zeichnung sichtbar sein.
  • Korn in Originalgröße und in der geplanten Webgröße kontrollieren.
  • Für WordPress als sRGB-JPEG exportieren; lange Kante meist 2.000–2.500 Pixel, Qualität 80–88.
  • Für ein Retina-Hero lieber 3.000 Pixel lange Kante, sofern Dateigröße und Theme es erlauben.

Die Ebenenstruktur in Photoshop

EbeneNameFunktion
06KornOverlay, 35–55 %
05Dodge & BurnZwei Kurven mit Masken
04Teal-GlazeVerlaufumsetzung, 10–20 %
03Painterly MicrocontrastHochpass, Weiches Licht
02FarbbalanceKühle Tiefen, warme Mitteltöne
01RetuscheSeparat und reversibel
00Lightroom-SmartobjektRAW-Basis

Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

ProblemUrsacheLösung
Haut wird türkisColor Grading global zu starkPersonenmaske wärmen; Teal aus Haut ausmaskieren
Schwarz ist nur noch ein LochBlack-Regler ohne Kontrolle abgesenktTiefen leicht öffnen; lokale Kleidungmaske
Bild wirkt digital überschärftKlarheit und Hochpass überallMikrokontrast nur auf Kanten und Textilien
Korn sieht nach Handyfilter ausZu fein oder zu gleichmäßigGröße und Unregelmäßigkeit erhöhen; Menge reduzieren
Teal dominiert allesKeine warme GegenfarbeMitteltöne dezent orange/cremig balancieren
Look passt nur auf ein FotoBelichtung/WB im Preset gespeichertDiese Werte vom Preset ausschließen

Als Lightroom-Preset speichern

Speichere ein Benutzer-Preset, aber hake nur die stilbildenden Einstellungen an: Gradationskurve, Color Grading, Farbmischer, Effekte, Detail und gegebenenfalls Kalibrierung. Belichtung, Weißabgleich, Zuschnitt, Objektivkorrektur und motivabhängige Masken sollten normalerweise nicht fest im Preset landen.

PRESET-NAME  BROWNZ · Painterly Grunge Fashion · Base

Die 60-Sekunden-Rezeptur

  • Neutrales Profil und saubere Hautbelichtung einstellen.
  • Schwarz auf etwa –70 bis –85 ziehen, Tiefen leicht öffnen.
  • Teal in die Schatten, warmes Orange in die Mitteltöne.
  • Haut mit Personenmaske schützen, Hintergrund kühler ziehen.
  • Textur +15, Klarheit +8, Dunst entfernen +5.
  • Korn etwa 42 / 34 / 75.
  • In Photoshop Farbbalance, gezielten Hochpass und lokale Formkorrektur ergänzen.

FAQ

Funktioniert der Look auch mit JPEG?

Ja, aber vorsichtiger. Reduziere die Stärke von Schwarz, Color Grading und Klarheit um ungefähr ein Drittel. JPEG-Dateien reagieren schneller mit Tonwertabrissen und unruhigen Hautfarben.

Brauche ich einen grauen Hintergrund?

Nein. Ein neutraler Hintergrund macht die Farbrichtung nur leichter kontrollierbar. Bei bunten Locations solltest du Gelb, Grün und Blau im Farbmischer zurückhaltender behandeln und den Hintergrund stärker maskieren.

Kann Lightroom den kompletten Look allein erzeugen?

Ja, für viele Anwendungen. Photoshop wird erst dann wichtig, wenn du die Farbbalance präzise aus Haut und Hintergrund trennen, die Kantenwirkung lokal steuern oder ein besonders sauberes High-Fashion-Finish aufbauen willst.

Warum sieht derselbe Wert auf jedem Bild anders aus?

Weil RAW-Profil, Kamera, Weißabgleich, Licht, Hautton und Hintergrund die Ausgangsfarben verändern. Der Look ist deshalb ein System aus Beziehungen – kühle Schatten gegen warme Mitteltöne – und kein starres Zahlenpaket.

Fazit

Der Painterly-Grunge-Look funktioniert dann am besten, wenn er nicht nach Effekt aussieht. Die Schwarztöne dürfen tief sein, das Teal darf deutlich spürbar sein und das Korn darf rau wirken – aber Haut, Augen und wichtige Stoffdetails brauchen weiterhin Kontrolle. Genau diese Balance macht aus einem schnellen Social-Media-Look ein glaubwürdiges Fashion-Finish.

KURZ GESAGT  Dichte Schwarztöne. Kühles Teal in den Schatten. Warme Mitteltöne. Hautschutz. Grobes Korn. Präzise Kanten statt flächiger Überschärfung.

Quellen und technische Hinweise

The Curated Lab – „How to get the Painterly Grunge Fashion Look“ (öffentlicher Instagram-Clip)

Adobe: Einführung in Adobe Camera Raw und nichtdestruktive RAW-Verarbeitung

Masken und lokale Korrekturen in Camera Raw – Adobe

Adobe: Presets in Camera Raw erstellen und aktualisieren

Filtereffekte in Photoshop – Adobe

Hinweis zur Übertragung: Der Referenzclip zeigt eine Bearbeitung in Capture One. Die im Artikel genannten Lightroom- und Photoshop-Werte sind eine fachliche Übersetzung der sichtbaren Methode und bewusst als anpassbare Startwerte formuliert.

Transparenzhinweis zum EU AI Act

Inhalt, fachliche Vorgaben und redaktionelle Verantwortung stammen vom Brownz-Art-Team. Die Ausformulierung dieses Artikels wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft.


Portraiture von Imagenomic: einsteigerfreundlicher Fachartikel mit Faktencheck, Workflow und Tipps zur Hautretusche

AutorBROWNZ / Brownz Art
FormatBlogbeitrag / Fachartikel / Praxis-Faktencheck
Stand der Recherche14. Juni 2026
SchwerpunktPortraiture Photo, Photo Suite, Noiseware, Realgrain, Video Suite
HinweisPreise, Builds und Host-Kompatibilität können sich jederzeit ändern. Für Kauf und Installation immer die offizielle Imagenomic-Seite verwenden.

Moin. Worum geht es hier eigentlich?

Portraiture von Imagenomic ist eines dieser Plug-ins, die man in der Portraitretusche sehr schnell lieben oder sehr schnell missbrauchen kann. Es kann Haut sauberer machen, Arbeit sparen und Serienjobs beschleunigen. Es kann aber auch jedes Gesicht in eine Wachspuppe verwandeln, wenn man es ohne Hirn benutzt. Und genau da beginnt der Unterschied zwischen Werkzeug und Unfug.

Dieser Beitrag ist ein Einsteiger-Testbericht mit Faktencheck. Kein Laborbenchmark mit Stoppuhr und Testchart, sondern ein praxisnaher Blick auf den aktuellen Imagenomic-Stand: Was gibt es gerade, was kann Portraiture, was steckt in Photo Suite, Noiseware und Realgrain, und wie setzt man das Ganze ein, ohne dem Gesicht die Seele wegzubügeln.

Kurz gesagt: Portraiture ist nicht dafür da, aus einem schlechten Portrait ein gutes Portrait zu machen. Es ist dafür da, bei einem guten Portrait die Retusche schneller, sauberer und kontrollierter zu machen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Brownz-Kurzfazit Portraiture ist ein starkes Werkzeug für Hautretusche. Aber es braucht Kontrolle. Der Regler ist keine Moralinstanz. Du bist die Moralinstanz.

Der aktuelle Stand: Was bietet Imagenomic 2026?

Imagenomic führt aktuell mehrere Linien: Portraiture für Foto, Noiseware, Realgrain, die Photo Suite als Gesamtpaket und eine Video-Schiene mit Portraiture/Noiseware für Bewegtbild. Auf der offiziellen Download-Seite wird die neue Photo Suite für Adobe Photoshop 2025+, Adobe Lightroom Classic und Affinity gelistet, inklusive Portraiture, Noiseware und Realgrain, Build 3055u1.  [2][3]

Wichtig: Für ältere Einzel-Plug-ins tauchen auf den offiziellen Imagenomic-Seiten weiterhin separate Build-Angaben auf. Portraiture Photo wird auf der Produktseite mit Build 4501 für Photoshop und Build 4501u1 für Lightroom Classic angegeben. Die Download-Seite für ältere Versionen listet Portraiture 4 für macOS 13+ mit Build 4500 bzw. 4500u1. Gleichzeitig meldet ein offizieller Imagenomic-Update-Check für einen älteren Photoshop-Build, dass Build 4602 verfügbar sei. Das ist kein Grund für Panik, aber ein Grund für sauberes Arbeiten: Immer direkt über den offiziellen Account/Downloadbereich installieren, nicht über irgendwelche Download-Spelunken. [1][2][14]

ProduktZweckKernfunktionenHostsMein Hinweis
Photo SuiteGesamtpaketPortraiture, Noiseware, RealgrainPhotoshop 2025+, Lightroom Classic, AffinityOffiziell als aktuelle Suite mit Build 3055u1 gelistet.
Portraiture PhotoHautretuscheSkin smoothing, AI masking, Uniformity, Fill LightPhotoshop, Lightroom ClassicProduktseite: Build 4501/4501u1; Update-Check nennt für Photoshop auch Build 4602.
Noiseware PhotoRauschreduzierungDetail protection, low-light enhancement, PresetsPhotoshop / Lightroom laut ProduktseiteEinzelkauf laut Pricing: Photoshop. In der Suite für mehrere Hosts.
Realgrain PhotoLook, Film, TonungB&W, toning, film looks, InspireFXPhotoshop / Lightroom laut ProduktseiteEinzelkauf laut Pricing: Photoshop. Als kreatives Finish interessant.
Video SuiteRetusche / Denoise für VideoPortraiture, NoisewarePremiere Pro 2025+, After Effects 2025+, DaVinci Resolve 19+, Final Cut Pro 11+Führt Portraiture ins Bewegtbild. AI-Face-Tracking laut Produktseite.

Preis-Faktencheck: Was kostet der Spaß?

Die offizielle Pricing-Seite zeigte bei meiner Recherche die Photo Suite für 129,95 US-Dollar pro Jahr oder 299,95 US-Dollar als Einmalkauf. Portraiture für Photoshop bzw. Lightroom Classic wurde dort mit 199,95 US-Dollar angezeigt, jeweils mit durchgestrichenem höherem Vergleichspreis. Noiseware und Realgrain wurden mit je 99,95 US-Dollar gelistet. Preise sind Momentaufnahmen. Heute gekauft, morgen Aktion, übermorgen wieder anders. Also: vor dem Kauf immer direkt bei Imagenomic schauen. [4]

Portraiture: Was macht das Plug-in eigentlich?

Portraiture ist im Kern ein Skin-Retouching-Plug-in. Es analysiert Portraits, glättet Haut, hilft bei Masken und versucht, wichtige Details zu erhalten. Laut Imagenomic bringt Portraiture neue AI-Masking-Funktionen für Haar, Augen und Skin Smoothing, dazu Skin Smoothing, Uniformity und Fill Light. Das klingt alles sehr modern, ist aber im Kern immer noch die gleiche Grundfrage: Wie bekomme ich Haut ruhiger, ohne daraus Plastik zu machen? [1]

Und da ist Portraiture nach wie vor interessant. Gerade für Portraitserien, Beauty-Sets, People-Shootings, Bewerbungsbilder, Fashion-Editorials oder auch syntografisch weiterverarbeitete Portraits kann es Zeit sparen. Aber nur, wenn man es als Teil eines Workflows benutzt. Nicht als Endstation.

Was ich an Portraiture gut finde

  • Es ist schnell. Für Serienjobs ist das kein kleines Detail, sondern bares Geld und weniger Nervenabrieb.
  • Es arbeitet gezielter als ein normaler Weichzeichner. Hautretusche ohne saubere Maske ist meistens Murks.
  • Es kann Haut beruhigen und trotzdem Textur übrig lassen, wenn man es dosiert einsetzt.
  • Es eignet sich gut für Einsteiger, weil man nicht sofort Frequenztrennung, Dodge & Burn und Masken-Feuerwerk beherrschen muss.
  • Es lässt sich gut in Photoshop-Workflows integrieren, besonders wenn man mit Ebenen, Smartobjekten und Masken arbeitet.

Was ich kritisch sehe

  • Die Gefahr ist brutal einfach: zu viel Smoothing. Dann sieht jedes Gesicht aus wie ein Handyfilter mit Diplom.
  • AI-Masking ist gut, aber nicht unfehlbar. Haare, Augenbrauen, Tattoos, Lippen, Schmuck und Kleidung müssen kontrolliert werden.
  • Wer schlechte Lichtführung, falschen Weißabgleich oder kaputte Hautfarben hat, repariert das nicht magisch mit Portraiture.
  • Die Produkt- und Build-Logik auf den offiziellen Seiten ist nicht komplett selbsterklärend. Photo Suite, Einzel-Plug-ins, alte Builds, neue Builds – da muss man kurz hinsehen.
  • Für absolute High-End-Retusche ersetzt es kein sauberes Dodge & Burn. Es ist Beschleuniger, nicht Meisterbrief.
Meine klare Regel Portraiture nie auf 100 Prozent Vertrauen stellen. Immer auf eigener Ebene, immer mit Maske, immer mit Vorher/Nachher-Blick. Haut darf besser aussehen. Sie darf aber nicht nach Plastikfolie klingen.

Der richtige Workflow in Photoshop

Wenn du Portraiture in Photoshop verwendest, dann bitte nicht einfach Bild auf, Filter drauf, speichern, fertig. Das ist die Abkürzung in die Geschmacksnotaufnahme. Der bessere Weg ist simpel, sauber und auch für Einsteiger machbar.

  1. RAW sauber entwickeln: Weißabgleich, Belichtung, Kontrast, grobe Hautfarben. Erst das Fundament, dann die Tapete.
  2. Grundretusche machen: Pickel, Fussel, grobe Störungen, Hautunreinheiten, die wirklich weg sollen. Das lieber klassisch mit Healing Brush, Remove Tool oder Stempel.
  3. Ebene duplizieren oder Smartobjekt verwenden: Portraiture soll rückbaubar bleiben. Immer.
  4. Portraiture moderat anwenden: nicht mit maximalem Smoothing starten. Lieber weniger und später lokal nacharbeiten.
  5. Maske kontrollieren: Augen, Lippen, Haare, Augenbrauen, Tattoos, Schmuck, Stoffstruktur und Hintergrund müssen lebendig bleiben.
  6. Deckkraft der Ebene reduzieren: oft ist 40 bis 70 Prozent viel besser als 100 Prozent.
  7. Danach manuell finishen: Dodge & Burn, lokale Kontraste, Farbstimmung, Schärfe, finaler Look.

Meine Startwerte für Einsteiger

Es gibt keine heiligen Zahlen, weil jedes Foto anders ist. Aber als Startpunkt würde ich so denken:

  • Smoothing eher niedrig bis mittel starten. Wenn du den Effekt sofort siehst, ist er wahrscheinlich schon zu stark.
  • Details erhalten. Poren dürfen bleiben. Kleine Unregelmäßigkeiten dürfen bleiben. Menschen haben Haut, keine Renderoberfläche.
  • Fill Light sparsam einsetzen. Das kann Schatten retten, aber auch sehr schnell flach machen.
  • Maskenansicht verwenden und harte Kanten suchen. Gerade bei Haaren und Tattoos.
  • Vorher/Nachher nicht nur bei 100 Prozent Zoom prüfen, sondern auch in Gesamtansicht. Ein Portrait muss als Bild funktionieren, nicht nur als Pixel-Labor.

Portraiture in Lightroom Classic

Portraiture gibt es auch für Lightroom Classic. Das ist praktisch, wenn man Serien schneller bearbeiten will und nicht jedes Bild einzeln in Photoshop öffnen möchte. Trotzdem gilt: Lightroom ist für mich eher der Serien- und Grundentwicklungsplatz. Photoshop bleibt der Ort für feine Retusche, echte Maskenkontrolle und finale Bildarbeit. [1][2][8]

Der sinnvollste Lightroom-Ablauf: zuerst RAW sauber entwickeln, dann Portraiture auf ausgewählte Bilder anwenden, danach die Ergebnisse kontrollieren. Bei kritischen Bildern, Beauty-Arbeiten oder allem, was verkauft, gedruckt oder größer gezeigt wird: ab nach Photoshop. Nicht weil Lightroom schlecht ist. Sondern weil Haut, Augen und Details Kontrolle brauchen.

Noiseware: Das unterschätzte Vorher-Werkzeug

Noiseware ist Imagenomics Rauschreduzierung. Laut Produktseite geht es um Detail Protection, Low-Light Enhancement, neue Performance und fein abgestimmte Presets. Das klingt trocken, ist aber wichtig: Rauschen und Hautretusche beißen sich gern. Wenn du stark verrauschte Haut glättest, kann das Ergebnis matschig werden. Wenn du zu stark entrauschst, stirbt die Textur. Also: Noiseware vorsichtig und meist vor der finalen Hautretusche einsetzen. [5]

  • Bei hohen ISO-Werten zuerst Rauschen in den Griff bekommen, dann Haut retuschieren.
  • Noiseware nicht über Augen, Haare, Stoffstruktur und Schmuck matschen lassen. Maskieren hilft.
  • Rauschreduzierung lieber etwas zu schwach als zu stark. Schärfe kann man retten. Totgebügelte Details kommen selten glaubwürdig zurück.
  • Bei Fine-Art- oder Synthography-Bildern kann ein Rest Korn sogar gut sein. Nicht jedes Korn ist ein Fehler.

Realgrain: Das Finish, nicht die Rettung

Realgrain ist das Look-Werkzeug der Familie: Schwarzweiß, Tonung, Film- und Farbeffekte. Die offizielle Produktseite spricht von B&W, Toning, Film und InspireFX für kreative Variationen. Das kann spannend sein, besonders wenn ein Bild zu sauber oder digital wirkt. Aber auch hier: Realgrain ist Finish. Nicht Tarnfarbe für schlechte Retusche. [6]

Ich würde Realgrain am Ende einsetzen. Nach Hautretusche, nach Farblook, nach Kontrastarbeit. Erst dann entscheidet man, ob das Bild Korn, Tonung oder einen filmischeren Charakter braucht. Gerade bei Portraits kann ein feines Korn helfen, die Haut wieder glaubwürdiger zu machen, wenn sie vorher zu glatt wurde. Das ist kein Freibrief. Das ist Pflaster, nicht Chirurgie.

Photo Suite: Wahrscheinlich die sinnvollere Wahl für neue Workflows

Wenn man heute neu einsteigt, wirkt die Photo Suite für mich logischer als nur ein einzelnes Plug-in. Auf der Download-Seite wird sie für Photoshop 2025+, Lightroom Classic und Affinity gelistet und enthält Portraiture, Noiseware und Realgrain. Genau diese Kombination ergibt im Alltag Sinn: Rauschen kontrollieren, Haut bearbeiten, Look fertigstellen. [2][3]

Der Preis ist natürlich eine Frage. Wenn jemand nur alle paar Wochen ein Portrait macht, ist das vielleicht zu viel. Wer aber Serien, Models, Workshops, Bewerbungen, Beauty, Syntografie-Ausgangsmaterial oder viele Social-Media-Bilder bearbeitet, spart damit Zeit. Und Zeit ist kein Bonus. Zeit ist Material.

Portraiture Video und Video Suite

Interessant ist auch die Video-Schiene. Imagenomic bietet Portraiture Video für Premiere Pro, After Effects, Final Cut Pro und DaVinci Resolve an. Die Video-Seite nennt AI-Technologie, die Gesichter über Frames verfolgt, sowie Shine Removal und Fill Light. Die Download-Seite listet die neue Video Suite für Premiere Pro 2025+, After Effects 2025+, DaVinci Resolve 19+ und Final Cut Pro 11+ mit Portraiture und Noiseware, Build 3051u1. [7][2]

Für Fotografen ist das vielleicht Nebenschauplatz. Für alle, die Reels, Musikvideos, Making-ofs, KI-Video, Fashion-Clips oder Workshop-Material machen, ist das aber nicht uninteressant. Hautretusche in Video ist nämlich normalerweise eine kleine Strafarbeit mit Renderzeit und Fluchanteil. Wenn das sauber trackt und nicht flackert, ist das ein ernstes Werkzeug.

Installation, Testversion und Lizenz

Imagenomic bietet offizielle Installationsanleitungen für Windows und Mac. Wichtig ist banal, aber wichtig: Photoshop vor der Installation schließen. Der Installer erkennt kompatible Host-Anwendungen meistens automatisch; falls nicht, kann man unter Windows den Host manuell hinzufügen. Auf Mac weist Imagenomic darauf hin, nach der Installation neu zu starten. Für Trials gibt es laut Supportseite einen 15-Tage-Testschlüssel, der per E-Mail kommt. Eine gekaufte Lizenz kann laut Imagenomic auf bis zu zwei eigenen Systemen genutzt werden. [10][11][12][13]

Wichtiger Praxis-Hinweis Keine gecrackten Installer, keine dubiosen Downloadseiten, keine Torrent-Versionen. Gerade Photoshop-Plug-ins sitzen tief im System. Wenn du dir da Müll installierst, hast du mehr Probleme als Hautporen.

Tipps und Tricks für bessere Ergebnisse

1. Nie global vertrauen: Portraiture soll Haut bearbeiten, nicht das ganze Bild weichspülen. Augen, Haare, Tattoos, Lippen, Kleidung und Hintergrund kontrollieren.

2. Deckkraft ist dein Freund: Eine zu starke Portraiture-Ebene wirkt oft schlimm. Deckkraft runter und lokal maskieren. Das ist meistens der Unterschied zwischen sauber und peinlich.

3. Vorher heilen, nachher formen: Grobe Störungen vorher mit klassischen Werkzeugen entfernen. Danach Portraiture. Danach Dodge & Burn oder lokale Kontrastarbeit.

4. Tattoos schützen: Bei Models mit Tattoos bitte nicht einfach Hautmaske drüber. Tattoos brauchen Kante, Pigment, Struktur. Sonst sehen sie gedruckt statt gestochen aus.

5. Kein Porenkrieg: Nicht jede Pore ist ein Feind. Haut darf leben. Kleine Textur ist gut. Komplett glatte Haut sieht schnell billig aus.

6. Batch nur mit Kontrolle: Presets für Serien sind super, aber Licht und Haut sind selten in jedem Bild identisch. Stichproben machen. Besonders bei Mischlicht.

7. Noiseware vor Portraiture testen: Bei High-ISO-Portraits zuerst Rauschen beruhigen, dann Haut. Aber nicht totentrauschen.

8. Realgrain am Ende: Wenn ein Bild zu digital wirkt, kann Realgrain als finales Korn/Filmfinish helfen. Nicht vorher, nicht als Ausrede.

9. Export für Web und Druck getrennt denken: Was auf Instagram gut aussieht, kann im Druck zu weich wirken. Für Print weniger Smoothing, mehr Textur, sauberere Schärfe.

10. Speichern mit Versionen: Eine Version ohne Plug-in-Effekt behalten. Immer. Der heutige Wow-Look kann morgen nach Filterunfall aussehen.

Meine Bewertung

BereichBewertungKommentar
EinsteigerfreundlichkeitSehr gutMan kommt schnell zu sichtbaren Ergebnissen. Genau deshalb braucht es Disziplin.
Qualität bei moderatem EinsatzGut bis sehr gutNatürliche Ergebnisse sind möglich, wenn Masken und Deckkraft stimmen.
High-End-RetuscheGut als VorarbeitErsetzt kein manuelles Dodge & Burn und keine bewusste Hautarbeit.
SerienworkflowSehr starkHier liegt die eigentliche Kraft: schneller, konsistenter, weniger Handarbeit.
Preis/LeistungAbhängig vom EinsatzFür Vielbearbeiter sinnvoll, für Gelegenheitsnutzer eventuell zu teuer.
Photo SuiteStimmiger als EinzelkaufDie Kombination aus Portraiture, Noiseware und Realgrain passt zum echten Workflow.

Fazit: Für wen lohnt sich Portraiture?

Portraiture lohnt sich für alle, die regelmäßig Portraits retuschieren und schneller zu sauberen Ergebnissen kommen wollen: Fotografen, Studios, People-Shooter, Beauty/Fashion-Leute, Content-Produzenten und auch Syntografie-Workflows, bei denen echte Studiofotografie weitergedacht wird.

Es lohnt sich weniger für Leute, die glauben, ein Plug-in ersetzt Geschmack. Tut es nicht. Portraiture macht nicht automatisch gute Haut. Es macht Hautbearbeitung schneller. Den Unterschied muss man verstehen, sonst sieht man es dem Bild an. Sofort.

Mein Standpunkt: Imagenomic ist 2026 weiterhin relevant. Nicht weil es neu schreit, sondern weil die Werkzeuge im richtigen Workflow Sinn ergeben. Portraiture für Haut. Noiseware für saubere Basis. Realgrain für Charakter. Photo Suite als Paket für alle, die das ernsthaft nutzen. Und wie immer: Werkzeug kaufen ist leicht. Werkzeug beherrschen ist der Teil, wo es interessant wird.

Schlusssatz Hautretusche ist keine Hautvernichtung. Ein gutes Portrait darf besser aussehen als die Wirklichkeit. Es sollte nur nicht vergessen, dass es einmal ein Mensch war.

Faktencheck und Quellen

Alle folgenden Links wurden für diesen Beitrag geöffnet bzw. geprüft. Stand: 14. Juni 2026. Bei Software gilt trotzdem: vor Kauf, Download oder Installation immer direkt beim Hersteller nachsehen, weil Builds, Preise und Kompatibilität sich schnell ändern können.

Nr.QuelleLinkWofür verwendet
[1]Imagenomic – Portraiture Photohttps://www.imagenomic.com/products/portraiturePortraiture-Funktionen, Hosts, Build-Hinweise, Produktpositionierung
[2]Imagenomic – Download / Free Trialshttps://www.imagenomic.com/DownloadDownload-Stände, Builds, Photo Suite, Video Suite, aktuelle Host-Angaben
[3]Imagenomic – Photo Suitehttps://imagenomic.com/products/prosuitePhoto Suite Umfang und Funktionsbeschreibung
[4]Imagenomic – Pricinghttps://imagenomic.com/PricingPreise für Photo Suite, Portraiture, Noiseware und Realgrain
[5]Imagenomic – Noiseware Photohttps://imagenomic.com/products/noisewareNoiseware-Funktionen, System-/Host-Hinweise
[6]Imagenomic – Realgrain Photohttps://imagenomic.com/products/realgrainRealgrain-Funktionen, InspireFX, Hosts
[7]Imagenomic – Portraiture Videohttps://imagenomic.com/Products/PortraitureVideoPortraiture Video, AI-Tracking, Shine Removal, Fill Light
[8]Imagenomic – Tutorialshttps://imagenomic.com/support/tutorialsTutorial-Übersicht, Workflow-Videos, gemeinsame Nutzung der Plug-ins
[9]Imagenomic – Droplets & Actionshttps://www.imagenomic.com/Support/DropletsActions, Droplets und Workflow-Automation
[10]Imagenomic – Installation Windowshttps://imagenomic.com/Installation/Plugin?type=winWindows-Installation
[11]Imagenomic – Installation Machttps://imagenomic.com/Installation/Plugin?type=macMac-Installation
[12]Imagenomic – Trial Key Requesthttps://imagenomic.com/Installation/Plugin?type=trial15-Tage-Trial-Hinweise
[13]Imagenomic – License Key Installationhttps://imagenomic.com/Installation/Plugin?type=keyLizenzaktivierung und Nutzung auf bis zu zwei eigenen Systemen
[14]Imagenomic – Update Check Examplehttps://www.imagenomic.com/updates?e=7&p=W&v=3027Build-Konflikt/Update-Hinweis Portraiture Photoshop 4602

Linkprüfung – kurzer Status

  • Offizielle Imagenomic-Produktseiten zu Portraiture, Photo Suite, Noiseware, Realgrain und Portraiture Video: erreichbar.
  • Offizielle Download-, Pricing-, Tutorial-, Droplets/Actions- und Installationsseiten: erreichbar.
  • Hinweis: Die offiziellen Seiten zeigen nicht an jeder Stelle dieselbe Build-Logik. Deshalb wurden im Artikel die Unterschiede offen genannt statt glattgebügelt.
  • Nicht verwendet wurden dubiose Free-Download-, Crack-, Torrent- oder Mirror-Seiten. Die tauchen bei Suchmaschinen auf, sind für einen seriösen Fachartikel aber raus.

Die manuelle Ergänzung findest du in meinen Retusche-Tipps. Welche weiteren Werkzeuge zu deinem Workflow passen, zeigt die Übersicht der Photoshop-Plugins.

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