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Portraiture von Imagenomic: einsteigerfreundlicher Fachartikel mit Faktencheck, Workflow und Tipps zur Hautretusche

AutorBROWNZ / Brownz Art
FormatBlogbeitrag / Fachartikel / Praxis-Faktencheck
Stand der Recherche14. Juni 2026
SchwerpunktPortraiture Photo, Photo Suite, Noiseware, Realgrain, Video Suite
HinweisPreise, Builds und Host-Kompatibilität können sich jederzeit ändern. Für Kauf und Installation immer die offizielle Imagenomic-Seite verwenden.

Moin. Worum geht es hier eigentlich?

Portraiture von Imagenomic ist eines dieser Plug-ins, die man in der Portraitretusche sehr schnell lieben oder sehr schnell missbrauchen kann. Es kann Haut sauberer machen, Arbeit sparen und Serienjobs beschleunigen. Es kann aber auch jedes Gesicht in eine Wachspuppe verwandeln, wenn man es ohne Hirn benutzt. Und genau da beginnt der Unterschied zwischen Werkzeug und Unfug.

Dieser Beitrag ist ein Einsteiger-Testbericht mit Faktencheck. Kein Laborbenchmark mit Stoppuhr und Testchart, sondern ein praxisnaher Blick auf den aktuellen Imagenomic-Stand: Was gibt es gerade, was kann Portraiture, was steckt in Photo Suite, Noiseware und Realgrain, und wie setzt man das Ganze ein, ohne dem Gesicht die Seele wegzubügeln.

Kurz gesagt: Portraiture ist nicht dafür da, aus einem schlechten Portrait ein gutes Portrait zu machen. Es ist dafür da, bei einem guten Portrait die Retusche schneller, sauberer und kontrollierter zu machen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Brownz-Kurzfazit Portraiture ist ein starkes Werkzeug für Hautretusche. Aber es braucht Kontrolle. Der Regler ist keine Moralinstanz. Du bist die Moralinstanz.

Der aktuelle Stand: Was bietet Imagenomic 2026?

Imagenomic führt aktuell mehrere Linien: Portraiture für Foto, Noiseware, Realgrain, die Photo Suite als Gesamtpaket und eine Video-Schiene mit Portraiture/Noiseware für Bewegtbild. Auf der offiziellen Download-Seite wird die neue Photo Suite für Adobe Photoshop 2025+, Adobe Lightroom Classic und Affinity gelistet, inklusive Portraiture, Noiseware und Realgrain, Build 3055u1.  [2][3]

Wichtig: Für ältere Einzel-Plug-ins tauchen auf den offiziellen Imagenomic-Seiten weiterhin separate Build-Angaben auf. Portraiture Photo wird auf der Produktseite mit Build 4501 für Photoshop und Build 4501u1 für Lightroom Classic angegeben. Die Download-Seite für ältere Versionen listet Portraiture 4 für macOS 13+ mit Build 4500 bzw. 4500u1. Gleichzeitig meldet ein offizieller Imagenomic-Update-Check für einen älteren Photoshop-Build, dass Build 4602 verfügbar sei. Das ist kein Grund für Panik, aber ein Grund für sauberes Arbeiten: Immer direkt über den offiziellen Account/Downloadbereich installieren, nicht über irgendwelche Download-Spelunken. [1][2][14]

ProduktZweckKernfunktionenHostsMein Hinweis
Photo SuiteGesamtpaketPortraiture, Noiseware, RealgrainPhotoshop 2025+, Lightroom Classic, AffinityOffiziell als aktuelle Suite mit Build 3055u1 gelistet.
Portraiture PhotoHautretuscheSkin smoothing, AI masking, Uniformity, Fill LightPhotoshop, Lightroom ClassicProduktseite: Build 4501/4501u1; Update-Check nennt für Photoshop auch Build 4602.
Noiseware PhotoRauschreduzierungDetail protection, low-light enhancement, PresetsPhotoshop / Lightroom laut ProduktseiteEinzelkauf laut Pricing: Photoshop. In der Suite für mehrere Hosts.
Realgrain PhotoLook, Film, TonungB&W, toning, film looks, InspireFXPhotoshop / Lightroom laut ProduktseiteEinzelkauf laut Pricing: Photoshop. Als kreatives Finish interessant.
Video SuiteRetusche / Denoise für VideoPortraiture, NoisewarePremiere Pro 2025+, After Effects 2025+, DaVinci Resolve 19+, Final Cut Pro 11+Führt Portraiture ins Bewegtbild. AI-Face-Tracking laut Produktseite.

Preis-Faktencheck: Was kostet der Spaß?

Die offizielle Pricing-Seite zeigte bei meiner Recherche die Photo Suite für 129,95 US-Dollar pro Jahr oder 299,95 US-Dollar als Einmalkauf. Portraiture für Photoshop bzw. Lightroom Classic wurde dort mit 199,95 US-Dollar angezeigt, jeweils mit durchgestrichenem höherem Vergleichspreis. Noiseware und Realgrain wurden mit je 99,95 US-Dollar gelistet. Preise sind Momentaufnahmen. Heute gekauft, morgen Aktion, übermorgen wieder anders. Also: vor dem Kauf immer direkt bei Imagenomic schauen. [4]

Portraiture: Was macht das Plug-in eigentlich?

Portraiture ist im Kern ein Skin-Retouching-Plug-in. Es analysiert Portraits, glättet Haut, hilft bei Masken und versucht, wichtige Details zu erhalten. Laut Imagenomic bringt Portraiture neue AI-Masking-Funktionen für Haar, Augen und Skin Smoothing, dazu Skin Smoothing, Uniformity und Fill Light. Das klingt alles sehr modern, ist aber im Kern immer noch die gleiche Grundfrage: Wie bekomme ich Haut ruhiger, ohne daraus Plastik zu machen? [1]

Und da ist Portraiture nach wie vor interessant. Gerade für Portraitserien, Beauty-Sets, People-Shootings, Bewerbungsbilder, Fashion-Editorials oder auch syntografisch weiterverarbeitete Portraits kann es Zeit sparen. Aber nur, wenn man es als Teil eines Workflows benutzt. Nicht als Endstation.

Was ich an Portraiture gut finde

  • Es ist schnell. Für Serienjobs ist das kein kleines Detail, sondern bares Geld und weniger Nervenabrieb.
  • Es arbeitet gezielter als ein normaler Weichzeichner. Hautretusche ohne saubere Maske ist meistens Murks.
  • Es kann Haut beruhigen und trotzdem Textur übrig lassen, wenn man es dosiert einsetzt.
  • Es eignet sich gut für Einsteiger, weil man nicht sofort Frequenztrennung, Dodge & Burn und Masken-Feuerwerk beherrschen muss.
  • Es lässt sich gut in Photoshop-Workflows integrieren, besonders wenn man mit Ebenen, Smartobjekten und Masken arbeitet.

Was ich kritisch sehe

  • Die Gefahr ist brutal einfach: zu viel Smoothing. Dann sieht jedes Gesicht aus wie ein Handyfilter mit Diplom.
  • AI-Masking ist gut, aber nicht unfehlbar. Haare, Augenbrauen, Tattoos, Lippen, Schmuck und Kleidung müssen kontrolliert werden.
  • Wer schlechte Lichtführung, falschen Weißabgleich oder kaputte Hautfarben hat, repariert das nicht magisch mit Portraiture.
  • Die Produkt- und Build-Logik auf den offiziellen Seiten ist nicht komplett selbsterklärend. Photo Suite, Einzel-Plug-ins, alte Builds, neue Builds – da muss man kurz hinsehen.
  • Für absolute High-End-Retusche ersetzt es kein sauberes Dodge & Burn. Es ist Beschleuniger, nicht Meisterbrief.
Meine klare Regel Portraiture nie auf 100 Prozent Vertrauen stellen. Immer auf eigener Ebene, immer mit Maske, immer mit Vorher/Nachher-Blick. Haut darf besser aussehen. Sie darf aber nicht nach Plastikfolie klingen.

Der richtige Workflow in Photoshop

Wenn du Portraiture in Photoshop verwendest, dann bitte nicht einfach Bild auf, Filter drauf, speichern, fertig. Das ist die Abkürzung in die Geschmacksnotaufnahme. Der bessere Weg ist simpel, sauber und auch für Einsteiger machbar.

  1. RAW sauber entwickeln: Weißabgleich, Belichtung, Kontrast, grobe Hautfarben. Erst das Fundament, dann die Tapete.
  2. Grundretusche machen: Pickel, Fussel, grobe Störungen, Hautunreinheiten, die wirklich weg sollen. Das lieber klassisch mit Healing Brush, Remove Tool oder Stempel.
  3. Ebene duplizieren oder Smartobjekt verwenden: Portraiture soll rückbaubar bleiben. Immer.
  4. Portraiture moderat anwenden: nicht mit maximalem Smoothing starten. Lieber weniger und später lokal nacharbeiten.
  5. Maske kontrollieren: Augen, Lippen, Haare, Augenbrauen, Tattoos, Schmuck, Stoffstruktur und Hintergrund müssen lebendig bleiben.
  6. Deckkraft der Ebene reduzieren: oft ist 40 bis 70 Prozent viel besser als 100 Prozent.
  7. Danach manuell finishen: Dodge & Burn, lokale Kontraste, Farbstimmung, Schärfe, finaler Look.

Meine Startwerte für Einsteiger

Es gibt keine heiligen Zahlen, weil jedes Foto anders ist. Aber als Startpunkt würde ich so denken:

  • Smoothing eher niedrig bis mittel starten. Wenn du den Effekt sofort siehst, ist er wahrscheinlich schon zu stark.
  • Details erhalten. Poren dürfen bleiben. Kleine Unregelmäßigkeiten dürfen bleiben. Menschen haben Haut, keine Renderoberfläche.
  • Fill Light sparsam einsetzen. Das kann Schatten retten, aber auch sehr schnell flach machen.
  • Maskenansicht verwenden und harte Kanten suchen. Gerade bei Haaren und Tattoos.
  • Vorher/Nachher nicht nur bei 100 Prozent Zoom prüfen, sondern auch in Gesamtansicht. Ein Portrait muss als Bild funktionieren, nicht nur als Pixel-Labor.

Portraiture in Lightroom Classic

Portraiture gibt es auch für Lightroom Classic. Das ist praktisch, wenn man Serien schneller bearbeiten will und nicht jedes Bild einzeln in Photoshop öffnen möchte. Trotzdem gilt: Lightroom ist für mich eher der Serien- und Grundentwicklungsplatz. Photoshop bleibt der Ort für feine Retusche, echte Maskenkontrolle und finale Bildarbeit. [1][2][8]

Der sinnvollste Lightroom-Ablauf: zuerst RAW sauber entwickeln, dann Portraiture auf ausgewählte Bilder anwenden, danach die Ergebnisse kontrollieren. Bei kritischen Bildern, Beauty-Arbeiten oder allem, was verkauft, gedruckt oder größer gezeigt wird: ab nach Photoshop. Nicht weil Lightroom schlecht ist. Sondern weil Haut, Augen und Details Kontrolle brauchen.

Noiseware: Das unterschätzte Vorher-Werkzeug

Noiseware ist Imagenomics Rauschreduzierung. Laut Produktseite geht es um Detail Protection, Low-Light Enhancement, neue Performance und fein abgestimmte Presets. Das klingt trocken, ist aber wichtig: Rauschen und Hautretusche beißen sich gern. Wenn du stark verrauschte Haut glättest, kann das Ergebnis matschig werden. Wenn du zu stark entrauschst, stirbt die Textur. Also: Noiseware vorsichtig und meist vor der finalen Hautretusche einsetzen. [5]

  • Bei hohen ISO-Werten zuerst Rauschen in den Griff bekommen, dann Haut retuschieren.
  • Noiseware nicht über Augen, Haare, Stoffstruktur und Schmuck matschen lassen. Maskieren hilft.
  • Rauschreduzierung lieber etwas zu schwach als zu stark. Schärfe kann man retten. Totgebügelte Details kommen selten glaubwürdig zurück.
  • Bei Fine-Art- oder Synthography-Bildern kann ein Rest Korn sogar gut sein. Nicht jedes Korn ist ein Fehler.

Realgrain: Das Finish, nicht die Rettung

Realgrain ist das Look-Werkzeug der Familie: Schwarzweiß, Tonung, Film- und Farbeffekte. Die offizielle Produktseite spricht von B&W, Toning, Film und InspireFX für kreative Variationen. Das kann spannend sein, besonders wenn ein Bild zu sauber oder digital wirkt. Aber auch hier: Realgrain ist Finish. Nicht Tarnfarbe für schlechte Retusche. [6]

Ich würde Realgrain am Ende einsetzen. Nach Hautretusche, nach Farblook, nach Kontrastarbeit. Erst dann entscheidet man, ob das Bild Korn, Tonung oder einen filmischeren Charakter braucht. Gerade bei Portraits kann ein feines Korn helfen, die Haut wieder glaubwürdiger zu machen, wenn sie vorher zu glatt wurde. Das ist kein Freibrief. Das ist Pflaster, nicht Chirurgie.

Photo Suite: Wahrscheinlich die sinnvollere Wahl für neue Workflows

Wenn man heute neu einsteigt, wirkt die Photo Suite für mich logischer als nur ein einzelnes Plug-in. Auf der Download-Seite wird sie für Photoshop 2025+, Lightroom Classic und Affinity gelistet und enthält Portraiture, Noiseware und Realgrain. Genau diese Kombination ergibt im Alltag Sinn: Rauschen kontrollieren, Haut bearbeiten, Look fertigstellen. [2][3]

Der Preis ist natürlich eine Frage. Wenn jemand nur alle paar Wochen ein Portrait macht, ist das vielleicht zu viel. Wer aber Serien, Models, Workshops, Bewerbungen, Beauty, Syntografie-Ausgangsmaterial oder viele Social-Media-Bilder bearbeitet, spart damit Zeit. Und Zeit ist kein Bonus. Zeit ist Material.

Portraiture Video und Video Suite

Interessant ist auch die Video-Schiene. Imagenomic bietet Portraiture Video für Premiere Pro, After Effects, Final Cut Pro und DaVinci Resolve an. Die Video-Seite nennt AI-Technologie, die Gesichter über Frames verfolgt, sowie Shine Removal und Fill Light. Die Download-Seite listet die neue Video Suite für Premiere Pro 2025+, After Effects 2025+, DaVinci Resolve 19+ und Final Cut Pro 11+ mit Portraiture und Noiseware, Build 3051u1. [7][2]

Für Fotografen ist das vielleicht Nebenschauplatz. Für alle, die Reels, Musikvideos, Making-ofs, KI-Video, Fashion-Clips oder Workshop-Material machen, ist das aber nicht uninteressant. Hautretusche in Video ist nämlich normalerweise eine kleine Strafarbeit mit Renderzeit und Fluchanteil. Wenn das sauber trackt und nicht flackert, ist das ein ernstes Werkzeug.

Installation, Testversion und Lizenz

Imagenomic bietet offizielle Installationsanleitungen für Windows und Mac. Wichtig ist banal, aber wichtig: Photoshop vor der Installation schließen. Der Installer erkennt kompatible Host-Anwendungen meistens automatisch; falls nicht, kann man unter Windows den Host manuell hinzufügen. Auf Mac weist Imagenomic darauf hin, nach der Installation neu zu starten. Für Trials gibt es laut Supportseite einen 15-Tage-Testschlüssel, der per E-Mail kommt. Eine gekaufte Lizenz kann laut Imagenomic auf bis zu zwei eigenen Systemen genutzt werden. [10][11][12][13]

Wichtiger Praxis-Hinweis Keine gecrackten Installer, keine dubiosen Downloadseiten, keine Torrent-Versionen. Gerade Photoshop-Plug-ins sitzen tief im System. Wenn du dir da Müll installierst, hast du mehr Probleme als Hautporen.

Tipps und Tricks für bessere Ergebnisse

1. Nie global vertrauen: Portraiture soll Haut bearbeiten, nicht das ganze Bild weichspülen. Augen, Haare, Tattoos, Lippen, Kleidung und Hintergrund kontrollieren.

2. Deckkraft ist dein Freund: Eine zu starke Portraiture-Ebene wirkt oft schlimm. Deckkraft runter und lokal maskieren. Das ist meistens der Unterschied zwischen sauber und peinlich.

3. Vorher heilen, nachher formen: Grobe Störungen vorher mit klassischen Werkzeugen entfernen. Danach Portraiture. Danach Dodge & Burn oder lokale Kontrastarbeit.

4. Tattoos schützen: Bei Models mit Tattoos bitte nicht einfach Hautmaske drüber. Tattoos brauchen Kante, Pigment, Struktur. Sonst sehen sie gedruckt statt gestochen aus.

5. Kein Porenkrieg: Nicht jede Pore ist ein Feind. Haut darf leben. Kleine Textur ist gut. Komplett glatte Haut sieht schnell billig aus.

6. Batch nur mit Kontrolle: Presets für Serien sind super, aber Licht und Haut sind selten in jedem Bild identisch. Stichproben machen. Besonders bei Mischlicht.

7. Noiseware vor Portraiture testen: Bei High-ISO-Portraits zuerst Rauschen beruhigen, dann Haut. Aber nicht totentrauschen.

8. Realgrain am Ende: Wenn ein Bild zu digital wirkt, kann Realgrain als finales Korn/Filmfinish helfen. Nicht vorher, nicht als Ausrede.

9. Export für Web und Druck getrennt denken: Was auf Instagram gut aussieht, kann im Druck zu weich wirken. Für Print weniger Smoothing, mehr Textur, sauberere Schärfe.

10. Speichern mit Versionen: Eine Version ohne Plug-in-Effekt behalten. Immer. Der heutige Wow-Look kann morgen nach Filterunfall aussehen.

Meine Bewertung

BereichBewertungKommentar
EinsteigerfreundlichkeitSehr gutMan kommt schnell zu sichtbaren Ergebnissen. Genau deshalb braucht es Disziplin.
Qualität bei moderatem EinsatzGut bis sehr gutNatürliche Ergebnisse sind möglich, wenn Masken und Deckkraft stimmen.
High-End-RetuscheGut als VorarbeitErsetzt kein manuelles Dodge & Burn und keine bewusste Hautarbeit.
SerienworkflowSehr starkHier liegt die eigentliche Kraft: schneller, konsistenter, weniger Handarbeit.
Preis/LeistungAbhängig vom EinsatzFür Vielbearbeiter sinnvoll, für Gelegenheitsnutzer eventuell zu teuer.
Photo SuiteStimmiger als EinzelkaufDie Kombination aus Portraiture, Noiseware und Realgrain passt zum echten Workflow.

Fazit: Für wen lohnt sich Portraiture?

Portraiture lohnt sich für alle, die regelmäßig Portraits retuschieren und schneller zu sauberen Ergebnissen kommen wollen: Fotografen, Studios, People-Shooter, Beauty/Fashion-Leute, Content-Produzenten und auch Syntografie-Workflows, bei denen echte Studiofotografie weitergedacht wird.

Es lohnt sich weniger für Leute, die glauben, ein Plug-in ersetzt Geschmack. Tut es nicht. Portraiture macht nicht automatisch gute Haut. Es macht Hautbearbeitung schneller. Den Unterschied muss man verstehen, sonst sieht man es dem Bild an. Sofort.

Mein Standpunkt: Imagenomic ist 2026 weiterhin relevant. Nicht weil es neu schreit, sondern weil die Werkzeuge im richtigen Workflow Sinn ergeben. Portraiture für Haut. Noiseware für saubere Basis. Realgrain für Charakter. Photo Suite als Paket für alle, die das ernsthaft nutzen. Und wie immer: Werkzeug kaufen ist leicht. Werkzeug beherrschen ist der Teil, wo es interessant wird.

Schlusssatz Hautretusche ist keine Hautvernichtung. Ein gutes Portrait darf besser aussehen als die Wirklichkeit. Es sollte nur nicht vergessen, dass es einmal ein Mensch war.

Faktencheck und Quellen

Alle folgenden Links wurden für diesen Beitrag geöffnet bzw. geprüft. Stand: 14. Juni 2026. Bei Software gilt trotzdem: vor Kauf, Download oder Installation immer direkt beim Hersteller nachsehen, weil Builds, Preise und Kompatibilität sich schnell ändern können.

Nr.QuelleLinkWofür verwendet
[1]Imagenomic – Portraiture Photohttps://www.imagenomic.com/products/portraiturePortraiture-Funktionen, Hosts, Build-Hinweise, Produktpositionierung
[2]Imagenomic – Download / Free Trialshttps://www.imagenomic.com/DownloadDownload-Stände, Builds, Photo Suite, Video Suite, aktuelle Host-Angaben
[3]Imagenomic – Photo Suitehttps://imagenomic.com/products/prosuitePhoto Suite Umfang und Funktionsbeschreibung
[4]Imagenomic – Pricinghttps://imagenomic.com/PricingPreise für Photo Suite, Portraiture, Noiseware und Realgrain
[5]Imagenomic – Noiseware Photohttps://imagenomic.com/products/noisewareNoiseware-Funktionen, System-/Host-Hinweise
[6]Imagenomic – Realgrain Photohttps://imagenomic.com/products/realgrainRealgrain-Funktionen, InspireFX, Hosts
[7]Imagenomic – Portraiture Videohttps://imagenomic.com/Products/PortraitureVideoPortraiture Video, AI-Tracking, Shine Removal, Fill Light
[8]Imagenomic – Tutorialshttps://imagenomic.com/support/tutorialsTutorial-Übersicht, Workflow-Videos, gemeinsame Nutzung der Plug-ins
[9]Imagenomic – Droplets & Actionshttps://www.imagenomic.com/Support/DropletsActions, Droplets und Workflow-Automation
[10]Imagenomic – Installation Windowshttps://imagenomic.com/Installation/Plugin?type=winWindows-Installation
[11]Imagenomic – Installation Machttps://imagenomic.com/Installation/Plugin?type=macMac-Installation
[12]Imagenomic – Trial Key Requesthttps://imagenomic.com/Installation/Plugin?type=trial15-Tage-Trial-Hinweise
[13]Imagenomic – License Key Installationhttps://imagenomic.com/Installation/Plugin?type=keyLizenzaktivierung und Nutzung auf bis zu zwei eigenen Systemen
[14]Imagenomic – Update Check Examplehttps://www.imagenomic.com/updates?e=7&p=W&v=3027Build-Konflikt/Update-Hinweis Portraiture Photoshop 4602

Linkprüfung – kurzer Status

  • Offizielle Imagenomic-Produktseiten zu Portraiture, Photo Suite, Noiseware, Realgrain und Portraiture Video: erreichbar.
  • Offizielle Download-, Pricing-, Tutorial-, Droplets/Actions- und Installationsseiten: erreichbar.
  • Hinweis: Die offiziellen Seiten zeigen nicht an jeder Stelle dieselbe Build-Logik. Deshalb wurden im Artikel die Unterschiede offen genannt statt glattgebügelt.
  • Nicht verwendet wurden dubiose Free-Download-, Crack-, Torrent- oder Mirror-Seiten. Die tauchen bei Suchmaschinen auf, sind für einen seriösen Fachartikel aber raus.

Die manuelle Ergänzung findest du in meinen Retusche-Tipps. Welche weiteren Werkzeuge zu deinem Workflow passen, zeigt die Übersicht der Photoshop-Plugins.


Nik Collection 9: Was ist wirklich neu – und lohnt sich das Update für Photoshop-User, Fotografen und Bildbearbeiter?

Stand der Recherche: 12. Juni 2026

Blog-Fachartikel für Brownz Art

Kurz gesagt: Nik Collection 9 ist kein kleines Kosmetik-Update. Die neuen KI-Masken, Tiefenmasken, das Color-Grading-Werkzeug und die Mischmodi sind reale, praktische Verbesserungen. Aber: Wer bereits Photoshop/Lightroom souverän nutzt und Nik nur gelegentlich für einen Look öffnet, sollte zuerst die 30-Tage-Testversion nutzen. Für Besitzer von Version 7 oder 8 ist das Upgrade deutlich interessanter als der Neukauf.

Hinweis zur Einordnung: Anlass für diesen Blog-Fachartikel ist die heute bei diversen Usern eingelangte Newsletter-Mail zu Nik Collection 9. Öffentlich vorgestellt wurde Nik Collection 9 bereits am 21. April 2026. Ich habe keine glaubwürdige Quelle für eine separate neue Hauptversion am 12. Juni 2026 gefunden.

Inhalt

1. Executive Summary

2. Was ist tatsächlich neu?

3. Die neuen Funktionen im Praxiswert

4. Was ist Marketing, was ist Substanz?

5. Vergleich mit Photoshop und Lightroom

6. Performance, Systemanforderungen und Stolperfallen

7. Kaufberatung: kaufen, upgraden oder lassen?

8. Empfehlung für einen kreativen Photoshop-/Synthography-Workflow

9. Gesamturteil

10. Quellen und Faktencheck

1. Executive Summary

Die Nik Collection 9 ist die bisher deutlichste Modernisierung der DxO-Nik-Reihe seit Jahren. Der Kern ist nicht ein weiterer Stapel Presets, sondern eine neue Maskierungs- und Steuerungsebene: KI-Masken, Tiefenmasken, Masken-Overlays, ein übersichtlicheres Color-Grading in Color Efex, 18 Mischmodi in Color Efex und Analog Efex sowie mehrere neue, analog inspirierte Effekte. Die Herstellerangaben werden durch mehrere unabhängige Tests grundsätzlich bestätigt. Gleichzeitig zeigen die Quellen auch: Nicht jedes Plug-in profitiert gleich stark, und einige Funktionen wirken eher wie kreative Spezialwerkzeuge als wie tägliches Brot.

FrageKurzantwort
Ist das Update real relevant?Ja, vor allem wegen KI-Masken, Tiefenmasken, Color Grading und Mischmodi. Das ist mehr als nur Preset-Recycling. [Q1][Q2][Q4]
Ist es wirklich ‘neu seit heute’?Nein, nach den gefundenen Quellen wurde Nik Collection 9 bereits am 21. April 2026 veröffentlicht bzw. vorgestellt. Die Mail vom 12. Juni wirkt wie ein späterer Promo-/Newsletter-Schub. [Q1][Q6][Q11]
Wer profitiert am meisten?Fotografen und Bildbearbeiter, die schnell lokale Looks bauen, Schwarzweiß/Analog-Looks nutzen, Photoshop-Layerwork beschleunigen oder kreative Serienlooks entwickeln.
Wer kann es sich sparen?Wer Nik selten nutzt, ohnehin alles sauber in Photoshop/Lightroom maskiert oder primär RAW-Entwicklung, Denoising und klassische Korrekturen braucht.
Upgrade oder Neukauf?Upgrade von Nik 7/8: eher sinnvoll. Neukauf: nur nach Testversion. Der Preis liegt offiziell bei 169,99 Euro neu und ab 89,99 Euro Upgrade. [Q3]

Bewertungsbasis: Herstellerseiten, Support-Artikel, User Guide, deutschsprachige Tests, internationale Reviews und Community-Funde aus Foren/Reddit. Der Text ist als Blog-Fachartikel mit Produkttest-Charakter angelegt, jedoch kein eigener Labortest mit installierter Software.

2. Was ist neu in Nik Collection 9?

DxO nennt Nik Collection 9 selbst das größte Update in der Geschichte der Suite. Das ist Marketing, klar. Aber diesmal ist es nicht völlig aus der Luft gegriffen. Die wichtigsten Neuerungen sind in mehreren unabhängigen Quellen konsistent wiederzufinden: KI-Masken, Tiefenmasken, Color Grading in Color Efex, Halation/Lichthof, Chromatic Shift, Glass Effect, 18 Mischmodi, Masken-Overlays, Mouseover-Preset-Vorschau und besseres Kopieren/Einfügen lokaler Anpassungen. [Q1][Q2][Q4]

NeuerungWas sie machtPraxiswert
KI-MaskenMotiv-/Objektauswahl per Klick oder Auswahlrahmen. Ziel: lokale Effekte schneller und genauer auf Bildteile begrenzen.Hoch
TiefenmaskenKI erzeugt eine Tiefenkarte, auch ohne echte Tiefendaten aus der Kamera. Damit lassen sich Vordergrund, Mittelgrund oder Hintergrund getrennt bearbeiten.Hoch, besonders für Landschaft, Portrait-Umfeld, cineastische Tiefenführung
Color Grading in Color EfexEin Farbrad für Schatten, Mitteltöne, Lichter und globale Färbung. Die Bereiche lassen sich unabhängig oder gekoppelt steuern.Hoch für Looks, Serien, Kunst, Mood
Mischmodi18 Blend Modes in Color Efex und Analog Efex. Macht Filter flexibler und näher an Photoshop-Logik.Mittel bis hoch
Halation / LichthofAnalog-filmartiges Leuchten heller Spitzlichter, mit steuerbarer Intensität, Radius, Farbe und Deckkraft.Mittel bis hoch für Cinematic/Retro/Fine Art
Glass EffectTexturierte Glasverzerrungen, eher Spezialeffekt als Alltagswerkzeug.Nische
Chromatic ShiftSimulierter Farbversatz wie bei analogem Druck/Offset-Fehlern.Nische, stark für Poster/Albumcover/Graphic Art
Workflow-VerbesserungenMasken-Overlay, Mouseover-Preset-Vorschau, neue Palette für lokale Anpassungen, Kopieren/Einfügen lokaler Anpassungen.Praktisch, wenn man viele Bilder bearbeitet

3. Nik Collection 9: Neue Funktionen in der Praxis

3.1 KI-Masken: Die wahrscheinlich wichtigste Neuerung

Die KI-Masken sind der Teil, der im Alltag wirklich Zeit sparen kann. Das Prinzip: Filter oder Werkzeug anwenden, dann per Klick oder Rahmen den Bereich festlegen, auf den die Bearbeitung wirken soll. Das ist keine neue Idee im Gesamtmarkt – Adobe kann längst Motive, Himmel, Personen und Objekte erkennen –, aber für Nik ist es ein entscheidender Schritt. Bisher war die Nik-Stärke U Point: schnell, intuitiv, oft erstaunlich gut. Die Schwäche war aber immer: Bei komplexeren Motiven musste man kontrollieren, stapeln, feinjustieren. Die KI-Maske macht aus Nik eher ein modernes lokales Look-Werkzeug. [Q2][Q4][Q13][Q14]

Die unabhängigen Tests sehen darin überwiegend einen echten Fortschritt. SLR Lounge spricht stark positiv von der selektiven Kontrolle, Shotkit beschreibt die Objekt-/Bereichsauswahl als praktisch, und COMPUTER BILD nennt die neuen KI-Masken eine echte Verbesserung. [Q6][Q9][Q10]

Der Haken: Thomas Fitzgerald weist auf ein reales Workflow-Problem hin: Wenn die KI-Auswahl nicht in einem Durchgang perfekt sitzt, braucht man bessere Möglichkeiten, Masken zu kombinieren, zu invertieren oder gezielt zu korrigieren. Genau dort ist Photoshop/Lightroom reifer. Für grobe bis mittelfeine kreative Bearbeitungen ist die neue Maske stark. Für präzise Composings, Haare, komplexe Kanten und saubere Retusche bleibt Photoshop das Skalpell. [Q8][Q14]

3.2 Tiefenmasken: Stark, wenn das Bild räumlich gelesen werden kann

Tiefenmasken sind spannender, als sie im ersten Moment klingen. Nik analysiert das Bild und erzeugt eine virtuelle Tiefenkarte. Damit kann man etwa den Hintergrund kühler färben, den Vordergrund kontrastreicher machen oder Nebel/Halation nur in einer bestimmten Entfernung wirken lassen. Laut DxO funktionieren diese Tiefenmasken auch ohne eingebettete Tiefendaten der Kamera. [Q1][Q2]

Das ist besonders interessant für Landschaft, Fine Art, Fashion-Editorials, Fantasy-Composings, Straßenfotografie mit Tiefenstaffelung und cineastische Looks. Es ersetzt keine echte 3D-Maske, aber es bietet einen sehr schnellen Weg, Bildräume malerischer zu behandeln. Bei Bildern ohne klare räumliche Trennung – flache Studioaufnahmen, enge Portraits, komplexe Texturen – wird der Effekt naturgemäß weniger spektakulär sein.

3.3 Color Grading in Color Efex: Das unterschätzte Hauptwerkzeug

Das neue Color-Grading-Werkzeug in Nik Color Efex ist für kreative Bildbearbeiter fast wichtiger als die Effektfilter. Es erlaubt die Steuerung von Schatten, Mitteltönen, Spitzlichtern und globaler Farbgebung über ein gemeinsames Farbrad. Bereiche können einzeln oder gekoppelt bewegt werden. Das klingt technisch, ist aber in der Praxis genau das, was viele Bildserien brauchen: ein schneller, kontrollierter Mood, ohne sich in 20 Einstellungsebenen zu verlieren. [Q1][Q2][Q4]

Für Brownz-Art-ähnliche Workflows ist das relevant: Foto/Synthography/Composing zuerst sauber aufbauen, dann Color Efex als kontrollierten Look-Generator nutzen, danach in Photoshop final feinschleifen. Das ist besser als blind Presets zu stapeln. Der Punkt ist nicht: ‘Mach mir einen fertigen Look.’ Der Punkt ist: ‘Gib mir schneller eine Richtung, die ich kontrollieren kann.’

3.4 Mischmodi: Für Photoshop-Leute sofort verständlich

Die 18 Mischmodi in Color Efex und Analog Efex sind keine sexy Schlagzeile für Anfänger, aber für Photoshop-User sehr wichtig. Multiply, Screen, Overlay, Color und ähnliche Blend Modes sind seit Jahren ein Grundprinzip kreativer Bildbearbeitung. Dass sie nun direkt innerhalb von Nik-Filtern verfügbar sind, macht die Effektarbeit flexibler. Man muss weniger oft zurück in Photoshop, um einen Filter nachträglich über Ebenenmodus zu bändigen. [Q1][Q2][Q4]

Trotzdem gilt: Wer in Photoshop bereits sehr sauber mit Smartobjekten, Ebenen, Masken und Mischmodi arbeitet, gewinnt Komfort, aber keine völlig neue Welt. Wer Nik eher standalone oder aus Lightroom heraus nutzt, spürt den Gewinn stärker.

3.5 Halation, Chromatic Shift und Glass Effect: Kunstwerkzeuge, keine Pflichtwerkzeuge

Halation ist der stärkste der neuen Effektfilter. Dieser analoge Lichthof kann Nachtaufnahmen, Gegenlicht, Neon, Hautlichter, Fashion und Retro-Cinematic-Bilder schön anheben. Richtig eingesetzt wirkt das teuer. Falsch eingesetzt wirkt es schnell wie Filtersoße. [Q2][Q4][Q8]

Chromatic Shift und Glass Effect sind klar nischiger. Chromatic Shift simuliert verschobene Farbebenen wie bei Druck-/Offset-Fehlern. Das ist stark für Poster, Albumcover, Social-Header, Street-Pop-Art und bewusst grafische Arbeiten. Glass Effect erzeugt Verzerrungen wie durch strukturiertes Glas. Für klassische Fotografie braucht man das selten. Für Kunstserien, Mode, dunkle Editorials oder bewusst verfremdete Bildwelten kann es funktionieren. [Q2][Q4][Q8]

4. Was ist Marketing, was ist Substanz?

BehauptungFaktenlageGegencheckUrteil
‘Größtes Update ever’DxO nennt es so.Mehrere Tests bestätigen, dass Version 9 deutlich größer ist als manche vorherige Version.Marketing, aber mit realem Kern. [Q1][Q7][Q8][Q11]
KI-Masken sparen ZeitHersteller und Tests beschreiben schnellere lokale Auswahl.Kritik: Masken-Kombination und Nachkorrektur noch nicht auf Photoshop-/Lightroom-Niveau.Echt nützlich, aber nicht magisch. [Q6][Q8][Q10]
Tiefenmasken sind neu und starkOffiziell bestätigt, mehrere Reviews demonstrieren Praxisfälle.Wirkung hängt vom Motiv ab; flache Bilder profitieren weniger.Substanziell. [Q1][Q2][Q10]
Neue Effekte erweitern KreativitätHalation, Glass Effect, Chromatic Shift sind dokumentiert.Nicht alle Effekte sind Alltagswerkzeuge; einige sind Speziallooks.Für Kunst/Design wertvoller als für reine Fotokorrektur. [Q2][Q7][Q8]
Schnellerer WorkflowMouseover-Vorschau, Copy/Paste lokaler Anpassungen, Overlays sind reale Änderungen.Performance-Erfahrungen sind gemischt: einige Tests loben Geschwindigkeit, ein Beta-Test meldet langsames Silver Efex.Wahrscheinlich besser, aber vor Kauf testen. [Q2][Q6][Q8][Q11]

Wichtig: ‘Lebenslange Lizenz’ bedeutet hier nicht, dass alle kommenden Hauptversionen kostenlos sind. Der Shop spricht von Dauerlizenz ohne Abo, aber auch von Upgrade-Preisen für neue Versionen. Genau das ist der Punkt, über den manche Nutzer in Foren und Reddit seit Jahren schimpfen: Die Lizenz läuft weiter, aber große Versionssprünge kosten normalerweise wieder Geld. [Q3][Q17]

5. Vergleich mit Photoshop und Lightroom

Die zentrale Frage ist nicht, ob Nik Collection 9 Dinge kann, die Photoshop oder Lightroom absolut nicht können. Die ehrliche Antwort: Vieles lässt sich auch in Adobe nachbauen. Photoshop hat starke Auswahl- und Maskenwerkzeuge, Lightroom Classic besitzt KI-Masken für Motiv, Himmel, Hintergrund, Objekte und Personen. [Q13][Q14]

Der Unterschied liegt im Tempo und im Charakter. Nik ist kein Ersatz für Photoshop. Nik ist ein kreativer Beschleuniger. Es bündelt Looks, lokale Filterlogik, U Point, AI-Masken, Color Grading, Schwarzweiß-Umsetzung und analoge Effekte in einer Oberfläche, die schneller zu einem fertigen Bildgefühl führen kann. Photoshop bleibt die bessere Werkstatt für präzise Retusche, Composings, Ebenenarchitektur, Smartobjekte, saubere Maskenkorrektur und druckfertige Kontrolle.

AufgabeNik Collection 9Photoshop/LightroomPraxisurteil
Schneller LookSehr starkMöglich, oft langsamerNik gewinnt.
Präzise Masken-NachbearbeitungVerbessert, aber begrenztSehr starkAdobe gewinnt.
SchwarzweißSilver Efex bleibt einer der HauptgründeMöglich, aber weniger spezialisiertNik gewinnt für Stil und Tempo.
ComposingNur ErgänzungKernkompetenzPhotoshop gewinnt klar.
Serienlook/Fine ArtStark, wenn kontrolliert eingesetztStark, aber mehr HandarbeitUnentschieden; Nik schneller.
RAW-Entwicklung/ArchivNicht der ZweckLightroom/PhotoLab/Capture OneNik ist Ergänzung, kein Zentrum.

6. Performance, Systemanforderungen und Stolperfallen

Die offiziellen Anforderungen sind nicht brutal, aber die neuen KI-Funktionen verlangen mehr Hardware als klassische Filter. Unter Windows nennt DxO mindestens 16 GB RAM, Windows 10 22H2 oder Windows 11 24H2 sowie für KI-/Tiefenmasken eine moderne GPU-Klasse wie NVIDIA RTX 2000-Serie, AMD Radeon RX 6000-Serie, Intel Arc oder Intel AI Boost. Empfohlen werden 32 GB RAM und stärkere GPUs wie RTX 4060 Ti bzw. RX 7700 XT. Unter macOS beginnt es bei Apple M1, empfohlen wird M2 Pro. [Q3][Q5]

COMPUTER BILD beschreibt die Suite im Praxistest als relativ genügsam und auf einem halbwegs aktuellen Laptop mit 16 GB RAM flüssig nutzbar; bei KI-Funktionen müsse man aber mit Berechnungszeit rechnen. Ahadesign lobt die Performance stark. Thomas Fitzgerald meldete in seinem Beta-Test dagegen langsames Verhalten in Silver Efex und wünschte sich bessere Optimierung. Das ist kein Widerspruch, sondern zeigt: Die Erfahrung hängt vom Host, System, GPU, Bildgröße und konkretem Plug-in ab. [Q6][Q8][Q11]

Ein nützlicher Punkt: Laut User Guide lassen sich neue Major-Versionen ab Nik Collection 6.3 neben älteren Major-Versionen installieren. Wer Nik 8 produktiv nutzt, kann Nik 9 daher testen, ohne die alte Hauptversion sofort zu verlieren. Kleine Updates innerhalb derselben Major-Version ersetzen dagegen die jeweilige Version. [Q5]

Vorsicht bei Affinity: Nik Collection 9 unterstützt Affinity Photo, aber der User Guide weist darauf hin, dass die HDR Efex Merge-Funktion und der Nik-Collection-Switch-to-Modus mit Affinity nicht kompatibel sind. Für reine Photoshop-User ist das weniger relevant, für Affinity-Workflows aber ein Punkt. [Q5]

7. Kaufberatung: kaufen, upgraden oder lassen?

7.1 Kaufen oder upgraden: ja, wenn …

  • du Nik 7 oder 8 bereits regelmäßig nutzt und die Upgrade-Kosten von 89,99 Euro für dich tragbar sind;
  • du oft lokale Looks brauchst und nicht jede Maske in Photoshop sauber von Hand bauen willst;
  • du viel mit Schwarzweiß, Analoglook, Retro, Cinematic, Fine Art, Editorial oder Poster-Ästhetik arbeitest;
  • du Serienlooks entwickeln willst, die schneller abrufbar sind als ein Stapel manuell gebauter Photoshop-Ebenen;
  • du Photoshop nutzt, aber Nik als schnelle Look-Maschine zwischen Rohbearbeitung und finalem Feinschliff einsetzt.

7.2 Erst testen: ja, wenn …

  • du mit Nik 8 zufrieden bist und die neuen Masken nur gelegentlich brauchen würdest;
  • du Lightroom/Photoshop-AI-Masken bereits schnell und sauber beherrschst;
  • du große Dateien, schwächere Hardware oder ältere GPUs nutzt;
  • du vor allem klassische Fotokorrekturen machst und kreative Effekte selten einsetzt;
  • du wissen willst, ob Silver Efex, Color Efex und Analog Efex auf deinem konkreten System wirklich flüssig laufen.

7.3 Eher lassen: ja, wenn …

  • du Nik bisher kaum öffnest und nur wegen der Newsletter-Mail neugierig geworden bist;
  • du hauptsächlich RAW-Entwicklung, Entrauschen, Schärfen und Archivverwaltung brauchst;
  • du alle kreativen Looks ohnehin in Photoshop mit eigenen Aktionen, LUTs, Camera Raw, Ebenen und Masken baust;
  • du kein Interesse an Analoglook, Halation, Glass/Chromatic-Shift-Ästhetik oder schneller Schwarzweiß-Umsetzung hast;
  • du ein sehr altes System nutzt und keine Lust auf Plug-in- oder Aktivierungsärger hast.
NutzertypEmpfehlungBegründungDringlichkeit
Nik 7/8 Power-UserUpgrade wahrscheinlich sinnvollNeue Masken + Mischmodi + Color Grading greifen direkt in den täglichen Workflow.Hoch
Photoshop-Composing-ProfiTesten, dann entscheidenNik kann Looks beschleunigen, ersetzt aber keine präzise Photoshop-Arbeit.Mittel
Lightroom-only FotografNur wenn kreative Plug-ins fehlenNik arbeitet mit TIFF/JPEG-Kopien; Lightroom bleibt Verwaltungszentrum.Mittel
Schwarzweiß-FotografSehr interessantSilver Efex bleibt ein starker Grund, auch wenn nicht alle Neuerungen dort zentral sind.Hoch
GelegenheitsnutzerEher sparenDer Nutzen kommt erst, wenn man Nik wirklich regelmäßig verwendet.Niedrig
Kreativer Kunst-/Synthography-WorkflowSehr interessantColor Grading, Halation, Tiefenmasken und Mischmodi passen gut zu kontrollierter Bildstimmung.Hoch

8. Empfehlung für einen kreativen Photoshop-/Synthography-Workflow

Für einen ernsthaften kreativen Workflow sollte Nik Collection 9 nicht am Anfang stehen. Zuerst kommt das saubere Bild: Komposition, Haut, Licht, Tonwerte, störende Details, Kanten, Bildschnitt. Dann kann Nik als Stil- und Stimmungsmaschine sehr sinnvoll sein.

1. Ausgangsbild sauber vorbereiten: RAW/Grundbild in Lightroom, Camera Raw oder PhotoLab entwickeln. Keine extremen Looks, nur saubere Basis.

2. Photoshop-Datei strukturieren: Retusche, Composing, Korrekturen, saubere Ebenen. Wenn möglich Smartobjekte nutzen.

3. Nik gezielt einsetzen: Color Efex für Color Grading/Halation, Analog Efex für kontrollierte Textur/Chromatic Shift/Glass, Silver Efex für Schwarzweiß.

4. Neue Masken nutzen, aber kontrollieren: KI-Masken und Tiefenmasken als schneller Start, danach prüfen. Bei wichtigen Bildern nicht blind akzeptieren.

5. In Photoshop final bändigen: Effekt-Ebene maskieren, Deckkraft reduzieren, Mischmodus prüfen, Details retuschieren. Der Look soll dienen, nicht schreien.

6. Presets nur als Ausgangspunkt: Eigene Looks speichern, nicht auf Hersteller-Presets verlassen. Sonst sehen Bilder schnell nach Software-Demo aus.

9. Gesamturteil

KategorieWertungKommentar
Neuerungswert8/10Für Nik-Verhältnisse stark. KI-Masken, Tiefenmasken, Color Grading und Mischmodi sind echte Schritte.
Praxisnutzen7,5/10Hoch für kreative Workflows, geringer für reine Korrektur-/RAW-Nutzer.
Preis/Leistung Upgrade8/1089,99 Euro für Nutzer von Version 7/8 ist fair, wenn Nik regelmäßig genutzt wird.
Preis/Leistung Neukauf7/10169,99 Euro ist okay für Power-User, aber nicht billig. Testversion vorher Pflicht.
Technisches Risiko6,5/10Systemabhängig. KI/GPU-Anforderungen und einzelne Forum-/Review-Probleme ernst nehmen.
Künstlerischer Wert8,5/10Für Fine Art, Retro, Editorial, Pop-Art, Dark/Cinematic Looks sehr brauchbar.
Endurteil7,8/10Sehr gutes kreatives Update, aber kein Muss für jeden.

Klare Empfehlung: Wenn du Nik bereits produktiv nutzt, ist Version 9 wahrscheinlich das stärkste Upgrade seit längerer Zeit. Wenn du Nik nur besitzt, weil es irgendwann im Angebot war und alle paar Monate einmal geöffnet wird, spar dir den Impulskauf und teste zuerst. Die neuen Funktionen sind gut, aber sie zahlen sich nur aus, wenn sie in deinen echten Workflow passen.

Für Brownz-Art-/Synthography-Workflows: Nik Collection 9 kann ein guter Look-Beschleuniger sein, besonders für kontrollierte Farbdramaturgie, analoges Leuchten, Tiefenstaffelung und schnelle lokale Effekte. Aber der finale Bildcharakter sollte weiter in Photoshop entschieden werden. Nik liefert Farbe und Stimmung; Photoshop liefert Kontrolle.

10. Quellen und Faktencheck

Quellenstand: 12. Juni 2026. Herstellerangaben wurden mit unabhängigen Tests, Fachseiten, Support-Dokumentation und Community-Funden gegengeprüft. Reddit- und Forenquellen wurden nur als Stimmungs-/Problemindikator verwendet, nicht als alleinige Faktenbasis.

KürzelQuelleLink
Q1DxO News: Introducing Nik Collection 9https://www.dxo.com/news/introducing-nik-collection-9/
Q2DxO Nik Collection: Was ist neu? (Deutsch)https://nikcollection.dxo.com/de/whats-new/
Q3DxO Shop Deutschland: Preis, Systemvoraussetzungen, Hostshttps://shop.dxo.com/de/nik-collection-9.html
Q4DxO Hilfe-Center: Welche neuen Funktionen gibt es?https://support.dxo.com/hc/de/articles/4850799977501-Welche-neuen-Funktionen-gibt-es
Q5DxO User Guide: Setup and Installationhttps://userguides.dxo.com/nikcollection/en/setup-and-installation/
Q6COMPUTER BILD: Nik Collection 9 Praxis-Testhttps://www.computerbild.de/artikel/Nik-Collection-9-Praxis-Test-Review-40876653.html
Q7Life after Photoshop: DxO Nik Collection 9 Reviewhttps://lifeafterphotoshop.com/dxo-nik-collection-9-review/
Q8Thomas Fitzgerald Photography: First look reviewhttps://blog.thomasfitzgeraldphotography.com/blog/2026/4/dxo-releases-nik-collection-9-a-first-look-at-the-new-suite
Q9SLR Lounge: DxO Nik Collection 9 Reviewhttps://www.slrlounge.com/dxo-nik-collection-9-review/
Q10Shotkit: Nik Collection 9 Reviewhttps://shotkit.com/nik-collection-9-review/
Q11Ahadesign: DxO Nik Collection 9 im Testhttps://www.ahadesign.eu/tutorials/bildbearbeitung/3986-dxo-nik-collection-9-mit-neuen-tools-filter-etc-im-test.html
Q12ProfiFoto: Nik Collection 9https://www.profifoto.de/neuheiten/software/2026/04/24/nik-collection-9/
Q13Adobe Lightroom Classic Hilfe: Maskinghttps://helpx.adobe.com/lightroom-classic/help/masking.html
Q14Adobe Photoshop: Select Subject / Auswahl mit einem Klickhttps://www.adobe.com/africa/learn/photoshop/web/select-subject-one-click
Q15DxO Forum: Nik Collection v9https://forum.dxo.com/t/nik-collection-v9/55009
Q16DxO Forum: Nik Collection 9 stopped workinghttps://forum.dxo.com/t/nik-collection-9-stopped-working/55194
Q17Reddit: DXO Nik Collection 9 just dropped and it’s worth a lookhttps://www.reddit.com/r/FuckAdobe/comments/1srn8oh/dxo_nik_collection_9_just_dropped_and_its_worth_a/

Faktencheck-Notizen

  • Die öffentliche Vorstellung von Nik Collection 9 liegt nach den gefundenen Quellen am 21. April 2026; mehrere Artikel und Tests stammen aus April/Mai 2026. Für den 12. Juni 2026 fand ich keine separate neue Hauptversion.
  • Die Plug-in-Zuordnung laut DxO Support: Halation/Lichthof in Color Efex; Glass Effect und Chromatic Shift in Analog Efex; Mischmodi in Color Efex und Analog Efex. [Q4]
  • Die offiziellen Preise in Deutschland: 169,99 Euro neue Lizenz, ab 89,99 Euro Upgrade für Besitzer von Nik Collection 7 oder 8. [Q3]
  • Die 30-Tage-Testversion ist laut DxO ohne Kreditkartendaten verfügbar. [Q2]
  • Nik Collection 9 ist eine Ergänzung zu Photoshop, Lightroom Classic, DxO PhotoLab, Photoshop Elements und Affinity Photo, aber kein vollständiger RAW-Workflow mit Bildverwaltung. [Q3][Q5]
  • Community-/Forenfunde zeigen einzelne Installations-/Stabilitätsprobleme. Das belegt kein allgemeines Qualitätsproblem, ist aber ein Grund, vor dem Kauf auf dem eigenen System zu testen. [Q16]

Textfassung: recherchebasierte Bewertung, keine bezahlte Werbung, keine Affiliate-Empfehlung, kein Labortest mit Messwerten.

Zum Vergleich findest du weitere Werkzeuge in meiner Photoshop-Plugin-Übersicht. Farblooks kannst du auch mit Color Lookup Tables in Photoshop entwickeln.

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