Tag Archive: tutorial


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Minimalistisches Headerbild zur wieder verfügbaren 42 Adobe-Tipps PDF mit weißem Dokument, Zahl 42 und blauem Haken

Die 42 Adobe-Tipps PDF zu meinem gestrigen Einsteiger-Beitrag war nach der Veröffentlichung mehrere Stunden lang nicht sichtbar. Warum auch immer. Das hätte so nicht passieren dürfen – und dafür möchte ich mich bei euch entschuldigen.

Inzwischen ist die komplette Erklärungs-PDF dort, wo sie hingehört: direkt im Beitrag, zum Lesen und Herunterladen.

Die 42 Adobe-Tipps PDF ist jetzt vollständig da

Hier geht es direkt zu den 42 Adobe-Tipps für Einsteiger.

Die 42 Schritte führen in einer sinnvollen Reihenfolge durch Adobe Bridge, Lightroom Classic und Photoshop. Jede Seite enthält eine konkrete Aufgabe, einen Praxistipp, die Erklärung zur Reihenfolge und einen weiterführenden deutschsprachigen Link. Jetzt ist die vollständige PDF wirklich sichtbar.

Und noch etwas Neues: BROWNZ.art auf Behance

Seit November 2014 bin ich zwar auf Adobe Behance registriert – veröffentlicht hatte ich dort bisher allerdings keinen einzigen Beitrag. Das Profil war im Grunde zwölf Jahre lang ein ziemlich leerer Raum.

Jetzt habe ich mein Behance-Profil endlich aktiviert. Mit KARNIKA — Dark Art Muse & Synthography ist dort nun auch mein erstes Projekt online: der Start einer fortlaufenden virtuellen Zusammenarbeit zwischen Porträt, Dark Art und Synthography.

Wenn ihr die PDF heute schon gesucht habt: Danke für eure Geduld – und nochmals sorry für die unnötige Sucherei.

Wer bei Photoshop, Synthography oder KI-Bildbearbeitung persönlich tiefer einsteigen möchte, findet außerdem meine Photoshop- und KI-Coachings in Linz.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag basiert auf meiner eigenen Mitteilung. Die redaktionelle Ausarbeitung und SEO-Aufbereitung erfolgten mit KI-Unterstützung; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.art.

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Kostenloses Archiv-Update: zwei BROWNZ REMASTERED-Produktionen als Bonus zum XXL NO AI Archiv

Kurzer Hinweis an alle, die das BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv bestellt haben oder jetzt bestellen: Auf der 500-GB-USB-3-Festplatte ist nach dem großen Archiv noch Platz. Und den nutze ich jetzt sinnvoll.

Deshalb sind ab sofort BROWNZ REMASTERED (Volume 1) und BROWNZ REMASTERED VOLUME 2 zusätzlich als kostenloser Bonus auf der Festplatte. Ohne Mehrkosten. Ohne versteckten Haken. Einfach mit drauf.

Wichtig für alle bereits abgeschickten Bestellungen: Auch auf den Festplatten, die schon unterwegs sind, sind beide Produktionen bereits enthalten. Ich habe das kurzfristig und spontan entschieden – und sie gleich mit draufgepackt.

Truth-Mode: Das große Archiv bleibt natürlich das BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv mit seinem überwiegend klassischen Photoshop-Wissen aus den Jahren 2006 bis 2022. In den beiden neueren REMASTERED-Produktionen ist allerdings ganz bewusst auch AI dabei – gemeinsam mit Photoshop, Retusche, Composing, Synthografie und AI-Modifizierung. Wer AI überhaupt nicht mag, ignoriert den kostenlosen Bonus einfach. 😉

Was das Archiv-Update für deinen Lernweg bedeutet

Du kannst beim klassischen Photoshop-Handwerk anfangen und die neueren Produktionen später dazunehmen. Das ist besonders praktisch, wenn du zuerst Retusche und Composing vertiefen möchtest. Die zusätzlichen Trainings zeigen dir anschließend eine weitere Seite meiner Bildarbeit. Wähle zum Lernen ein Thema und probiere die Schritte an einem eigenen Bild aus. So wird aus dem Zuschauen eine Übung, bei der du deinen eigenen Workflow entwickelst.

Weitere Angebote findest du auf meiner Homebase im Bereich Video-Trainings. Die verlinkten Artikel zu den beiden Volumes erläutern die jeweiligen Inhalte genauer.

So bestellst du das BROWNZ XXL „NO AI“ Archiv

E-Mail: brownz@brownz.art

Betreff: BROWNZ NO AI HDD

Dazuschreiben: Vollständiger Name, Lieferadresse, EU-Land und gewünschte Zahlungsart

Preis: 149 Euro inklusive Versand innerhalb der EU. Bezahlung per Überweisung oder PayPal nach meiner Antwort-Mail.

EU-Transparenzhinweis: Dieser Artikel entstand aus meiner gesprochenen Aufnahme. KI unterstützte die Transkription und die schriftliche Ausarbeitung. Inhalt, Haltung und finale Freigabe liegen bei BROWNZ.


BROWNZ REMASTERED 2 ist da. Und nein: Es ist keine Lern-DVD mehr. Du bekommst das komplette Training entweder als Download oder auf einem USB-Stick. Kein Abo, kein Hub-Zwang und keine zusätzliche Anmeldung. Kaufen, herunterladen oder anstecken und loslegen. Außerdem wieder großteils in FULL HD – braucht zwar mehr Speicher aber ich finde das besser und habe deshalb umgestellt.

Was ist diesmal anders? Eigentlich fast alles. BROWNZ REMASTERED VOLUME 2 ist keine Wiederholung des ersten Trainings, sondern mein aktueller Arbeitsalltag: klassisches Photoshop, Retusche, Composing, Synthografie und AI-Modifizierung – so, wie ich heute tatsächlich arbeite.

Photoshop und KI in BROWNZ REMASTERED 2

Wir starten mit Metallic-Haut, modernen Farbtechniken und schnellen Photoshop-Composings. Dazu kommt ein kompletter Bildbearbeitungsfahrplan mit 33 BROWNZ Basic-Coachings: Camera Raw, Haut, Licht, Schärfe, Freistellen, Body-Manipulation, Bokeh, Schwarzweiß, Retusche, neue KI-Tools und vieles mehr.

Später geht es in FineArt, Beauty, High Fashion und Editorial weiter. Ich zeige meine aktuellen Photoshop-Scripts, neue Looks, echte Praxis-Composings und die Stellen, an denen KI noch immer schlampig arbeitet und wir selbst nachbessern müssen.

Ein großer Teil dreht sich diesmal um die direkte Verbindung von Photoshop und KI: GPT, Adobe Connector, Codex, Photoshop Bridge, Make It Real, Upscaling und komplette AI-Modifizierungs-Workflows. Nicht als Theorie, sondern an konkreten Bildern wie Mysteria, Dark Guard, Dolphin Dream, Neuromancer, The Corridor, Crazy Joker, Freyja oder Wal über New York.

Insgesamt sind es 39 Hauptkapitel. Im Basic-Coaching-Kapitel stecken zusätzlich 33 einzelne Lektionen. Dazu bekommst du Workshop-PDFs, Scripts, Aktionen, Links, Templates und meine Grundwissen-Archive für Mai, Juni und Juli 2026.

Für wen ist BROWNZ REMASTERED 2 gedacht?

Das Training richtet sich an alle, die Photoshop nicht wegwerfen wollen, nur weil es jetzt KI gibt – und für alle, die KI nicht einfach machen lassen, sondern am Ende selbst über Bild, Look und Qualität entscheiden möchten.

Download-Version: 39 Euro
USB-Stick per Post: 49 Euro

Bestellung wie immer nur per formloser E-Mail mit dem Betreff „BROWNZ REMASTERED VOLUME 2“ an brownz@brownz.art, Brownz@wirtschaftsimpulse.net oder Brownz@5inchmedia.tv. Bitte danach auf meine Antwort warten. Ich sehe die Mails normalerweise morgens und abends durch. Bezahlen kannst du per Überweisung oder PayPal; alle weiteren Infos bekommst du in meiner Antwort-Mail.

BROWNZ REMASTERED 2: Inhaltsverzeichnis

Video-Gesamtlaufzeit: 11 Stunden, 58 Minuten und 1 Sekunde
Enthaltene Videodateien: 61 MP4-Dateien
Zusätzlich bekommst du 62 Dokumentdateien: 25 PDF-Dateien und 37 Word-/DOCX-Dateien. Darunter befinden sich auch die 33 ausführlichen BROWNZ Basic-Coaching-Workshop-Dokumente.

Die Videolaufzeit wurde aus allen tatsächlich im Paket enthaltenen MP4-Dateien ermittelt. Darin sind auch enthaltene Original-, Retro- und Bonusvideos berücksichtigt.

Kapitel 1 bis 10: Photoshop-Grundlagen und Looks

001 – Einleitung – 05:31

002 – Der Metallic-Haut-Effekt – 15:36

003 – Metallic-Haut-Effekt – Teil 2 – 13:31

004 – Der Metallic-Haut-Effekt 3 – 14:15

005 – Grundwissen-Archiv Mai 2026 (alle Beiträge & Linksammlungen)

006 – Farbe übernehmen 2026 – NeoAngel Edition – 12:00

007 – Farbe übernehmen wird zum neuen Look – 10:42

008 – Gleiche Farbe – und wofür ich das heute verwende – 07:04

009 – PS Quick Composing – „PS für Faule“ – Teil 1 – 06:11

010 – Grundwissen-Archiv Juni 2026 (alle Beiträge & Linksammlungen)

011 – BROWNZ Basic Coachings: Der komplette Bildbearbeitungsfahrplan (Word-Dokumente)

001 – Schwarzpunkt und Weißpunkt in Camera Raw

002 – Hohen Kontrast in Camera Raw korrigieren

003 – Verlaufsfilter und Radialfilter für Lost Places in Camera Raw

004 – High-ISO-Rauschen in Camera Raw reduzieren

005 – Luminanzprobleme in Camera Raw lösen

006 – Upscaling und Cropping in Lightroom und Photoshop

007 – Teile entfernen und ersetzen in Photoshop

008 – Objektauswahl und Sandwich-Technik in Photoshop

009 – Natürliches Dodge & Burn in Photoshop

010 – Kontraste, Hautstellen und Solarisation in Photoshop korrigieren

011 – Neue Farbtechniken, Taskleiste und Varianz in Photoshop und Camera Raw

012 – Bokeh nachträglich in Photoshop und Camera Raw erzeugen

013 – Body-Manipulation und Verformen in Photoshop

014 – Neue KI-Tools in Photoshop und Camera Raw

015 – Triptychon: drei Bilder mit Rahmen in Photoshop

016 – Harmonisieren in Photoshop

017 – Schärfen und Nachschärfen unscharfer Bilder in Photoshop und Camera Raw

018 – Netzbody-Retusche in Photoshop

019 – Rote Flecken und Sonnenbrand in Photoshop und Camera Raw retuschieren

020 – Glanzstellen, Schweiß und Haut in Photoshop und Camera Raw korrigieren

021 – Fehlende Hauttextur und ausgebrannte Stellen in Photoshop retuschieren

022 – Freistellen und Personen einfügen in Photoshop

023 – Fehlende Teile ergänzen oder ersetzen in Photoshop

024 – Kalenderblatt und Druckbild mit exakten Maßen anlegen

025 – Doppel- und Mehrfachbelichtungen in der Postproduction

026 – Schwarzweiß-Konvertierung nach Greg-Gorman-Anmutung

027 – Deckungsgleiche Ebenen nach dem Greg-Gorman-Prinzip

028 – Besseres Endresultat: Tiefe, Plastizität, Retusche und Details

029 – LucisArt-Look heute: moderner Workflow und Alternativen

030 – Zusatzpacks, Plugins, Alternativen und Geheimtipps für bessere Bildbearbeitung

031 – Outsourcing für Retusche und Freisteller: Top-10-Dienstleister

032 – Basis-Workshop „Synthography“

033 – Perspektivische Körperverformung

Kapitel 12 bis 24: Retusche und Synthografie

012 – Lava High Fashion Marie – 16:33

013 – Lava High Fashion Varianten – 11:21

014 – Kiss Me Tiger & CATS Fashion – 13:37

015 – BROWNZ Meets Jamari – Live Workflow – 34:12

016 – Der .lrtemplate-zu-XMP-Converter – 04:34

017 – FineArt Beauty Retusche mit dem BROWNZ Photoshop Script – 13:34

018 – Editorial Beauty Retusche Look mit Editorial Script – 15:21

019 – Vogue Style Editorial BROWNZ Photoshop Script – 15:24

020 – Teal & Orange Photoshop Script – 04:15

021 – Editorial Synthografie – 21:11

022 – Workshop-PDF für „THE LIGHT COULDN’T HOLD HER“ / NudeArt

023 – BROWNZ ART Editorial Synthografie – Workshop-PDF zu Video 21

024 – Workshop-PDF zu „BROWNZ meets Gesell“ – ChatGPT-Plugin: Adobe Connector

Kapitel 25 bis 39: KI-Composings und Workflows

025 – Mysteria Version 2026 – Composing mit ChatGPT-Plugin Adobe Connector, inklusive PDF

026 – Dark Guard 2026 Composing, inklusive PDF und MP4-HD-Video-Tutorial – 23:38

027 – Dolphin Dream 2026 Composing, inklusive PDF und MP4-HD-Video-Tutorial – 09:11

028 – Dolphin Dream Gegenprobe in Photoshop direkt und mit Codex / GPT / Adobe – 15:08

029 – Die komplette Codex Photoshop Bridge Anleitung, inklusive PDF – 04:39

030 – „Neuromancer“ Adobe Connector ohne Desktop-App im GPT-Fenster, inklusive PDF – 07:33

031 – The Corridor 2026, inklusive PDF, und wo KI noch schlampig ist – 15:45

032 – Crazy Joker – Adobe Connector & alisaitteke/photoshop-mcp, inklusive PDFs – 16:12

033 – Freyja goes Fantasy / Adobe Connector / GPT / Make It Real / Upscale – 27:01

034 – Die unglaubliche weltbeste BROWNZ FineArt HighEnd Upscale Technik – 18:39

035 – Die finale Photoshop-Retusche – Beauty & Look – 15:37

036 – Als ich Codex lernen wollte, wie ich in Photoshop arbeite, inklusive PDF – 08:45

037 – Grundwissen-Archiv Juli 2026 (alle Beiträge & Linksammlungen)

038 – Wal über New York – Photoshop-Retusche durch Codex steuern – Praxis-PDF

039 – Schlusswort – finaler aktueller Workflow und Zukunftsausblick – 21:07

Einen Einblick in meine Arbeitsweise findest du auch im Workshop Photoshop für Faule. Weitere Trainings stehen auf meiner Homebase BrownzArt.com.

Transparenzhinweis: Dieser Blogbeitrag wurde von mir erstellt und mit Hilfe von KI sprachlich ausgearbeitet. Auch das Training selbst behandelt neben klassischem Photoshop aktuelle KI- und AI-Modifizierungs-Workflows.


BROWNZ REMASTERED 1: Kein Sale, keine Wundertüte und kein späteres Comeback in dieser Form.

Archivhinweis: Dieser Beitrag vom 31. Juli 2026 bezieht sich auf das Angebotsende am 3. August 2026. Informationen zur Fortsetzung findest du bei BROWNZ REMASTERED 2 und in der Trainingsübersicht auf BrownzArt.com.

Manchmal muss etwas verschwinden, damit etwas Neues Platz bekommt.

Genau deshalb nehme ich BROWNZ REMASTERED 1 am Montag, dem 3. August 2026, im Laufe des Tages endgültig aus meinem Shop. Danach ist dieses Produkt in dieser Form nicht mehr erhältlich.

BROWNZ REMASTERED 1 wird im Laufe des 3. August 2026 endgültig entfernt.

BROWNZ REMASTERED 1: Warum das Angebot endet

Es wird keinen Abverkauf geben. Ich werde das Paket nicht später billiger anbieten, nicht in eine Wundertüte packen und auch nicht als versteckten Restposten wieder hervorholen.

  • Kein Sale.
  • Keine Wundertüte.
  • Kein Restposten-Comeback.
  • Keine spätere Rückkehr des Trainings in derselben Form.

Es ist nach dem 3. August schlicht und einfach weg.

Warum ich diesen klaren Schnitt mache

Weil das nächste Kapitel beginnt: BROWNZ REMASTERED 2 kommt. Und wenn etwas Neues erscheint, möchte ich nicht alte und neue Versionen endlos nebeneinander herschleppen. Das erste Training war genau für seinen Moment gedacht – und dieser Moment endet jetzt.

Vielleicht entsteht irgendwann in den kommenden Jahren wieder ein neues großes BROWNZ XXL-Paket. Das wird man sehen. Aber selbst wenn es so kommt, wäre das ein neues Produkt mit neuen Inhalten. Dieses Paket kehrt deshalb nicht einfach unter einem anderen Etikett zurück.

Was mit BROWNZ REMASTERED 1 verschwindet

Das Paket umfasst 46 Kapitel mit mehr als neun Stunden Videomaterial. Darin zeige ich meinen aktuellen Workflow aus Photoshop, KI und Synthografie – von Composing, Retusche und Freistellung bis zu Haut, Licht, Bildlooks, High-Fashion-Korrekturen und dem malerischen BROWNZ-Look.

Dazu gehören Arbeitsmaterialien, Beispieldateien, Photoshop-Aktionen, Presets und weitere Extras. Es ist ein in sich abgeschlossenes Paket. Wer genau dieses Training besitzen und dauerhaft damit arbeiten möchte, hat nur noch dieses letzte Zeitfenster.

Wenn du es noch willst, dann jetzt

Nicht irgendwann später. Nicht in der Hoffnung auf einen Rabatt. Und am besten auch nicht erst spät am Abend des 3. August, weil das Angebot im Laufe dieses Tages aus dem Shop verschwindet.

Wenn dieses Training noch auf deiner Liste steht, ist jetzt der Moment, zuzuschlagen.

BROWNZ REMASTERED 1 – alle Inhalte, Preise und Bestellinformationen

Am 3. August 2026 fällt der Vorhang. Danach gehört BROWNZ REMASTERED 1 zur Geschichte – und BROWNZ REMASTERED 2 übernimmt die Bühne.

BROWNZ


Painterly Grunge
Fashion Look

So baust du den kühlen, analogen High-Fashion-Look
in Lightroom und Photoshop nach

Analysiert anhand eines öffentlichen Tutorials von The Curated Lab. Der Clip arbeitet sichtbar in Capture One; hier wird die Methode praxisnah in Adobe Lightroom und Photoshop übersetzt.

Referenzclip auf Instagram ansehen

Painterly Grunge: So entsteht der kühle Fashion-Look

Dieser Look lebt nicht von einem einzelnen Preset. Er entsteht durch eine kontrollierte Spannung: tiefe, fast tintenschwarze Flächen treffen auf cyan-grüne Schatten, während Haut und wichtige Mitteltöne bewusst wärmer bleiben. Das Ergebnis wirkt zugleich modern, analog, leicht schmutzig und trotzdem hochwertig.

Im analysierten Clip passiert genau das: Die Schwarztöne werden sehr stark abgesenkt, die Schatten deutlich in Richtung Teal geschoben, die Mitteltöne mit einer warmen Gegenfarbe stabilisiert und am Ende mit grobem, unregelmäßigem Korn verdichtet. Der sichtbare Black-Regler liegt im Beispiel bei ungefähr –88. Das ist ein guter Hinweis auf die Richtung, aber kein Wert, den man blind auf jedes Foto kopieren sollte.

Was den Look ausmacht

  • Dichte, kontrolliert zulaufende Schwarztöne – ohne dass Haare und schwarze Kleidung komplett absaufen.
  • Kühle Teal- und Cyan-Töne vor allem in Schatten, Hintergrund und neutralen Flächen.
  • Wärmere, ruhigere Mitteltöne als Gegengewicht; Haut bleibt lebendig und wird nicht türkis.
  • Leicht raue Mikrokontraste, die Stoff, Haare, Make-up und Kanten stärker zeichnen.
  • Grobes, unregelmäßiges Korn statt eines feinen, sterilen Digitalrauschens.

WICHTIG  Die Werte in diesem Tutorial sind Startpunkte. Belichtung, Hautton, Lichtfarbe und Hintergrund entscheiden, wie stark du jeden Regler einsetzen kannst.

Die Ausgangsdatei

Am einfachsten funktioniert der Look mit einer RAW-Datei, klar gesetztem Licht, neutralem oder grauem Hintergrund und dunkler Kleidung. Gerade harte schwarze Stoffe, glänzende Accessoires und strukturierte Haare profitieren von der Kombination aus kühlen Schatten und rauem Korn.

  • RAW statt JPEG, wenn möglich.
  • Keine bereits extrem kontrastreiche Kameravorgabe.
  • Haut leicht unter der Clipping-Grenze belichten; Highlights nicht ausfressen lassen.
  • Der Look wirkt besonders gut bei Fashion, Beauty und charakterstarken Porträts.

Teil 1: Editorial Color Grading in Lightroom

Lightroom erledigt ungefähr 80 Prozent des Looks: Tonwerte, Farbrichtung, lokale Trennung und Korn. Arbeite zuerst global und schütze die Haut erst danach mit Masken.

Schnellstart-Werte

ReglerStartwertWirkung
ProfilAdobe Neutral / Camera NeutralRuhige Basis mit Reserven
Weißabgleich5.100–5.400 K, Tonung 0 bis +4Neutral bis minimal warm
Kontrast+10 bis +20Mehr Dichte, noch kontrollierbar
Lichter–20 bis –35Haut und Glanzstellen sichern
Tiefen+5 bis +15Detail vor dem Schwarzpunkt retten
Weiß–5 bis –15Cremigere Highlights
Schwarz–65 bis –85Der zentrale Grunge-Impuls
Textur / Klarheit+15 / +8Raue, grafische Struktur
Dunst entfernen+3 bis +7Mehr Farbdichte
Korn42 / 34 / 75Menge / Größe / Unregelmäßigkeit

01 – Eine neutrale Basis bauen

Wähle Adobe Neutral oder ein vergleichbar flaches Kameraprofil. Stelle Belichtung und Weißabgleich so ein, dass die Haut glaubwürdig aussieht. Das Bild darf an dieser Stelle ruhig etwas unspektakulär wirken – die Tiefe kommt später.

Startpunkt: Belichtung nach Motiv, Kontrast +15, Lichter –25, Tiefen +10, Weiß –10.

02 – Die Schwarztöne verdichten

Ziehe Schwarz deutlich nach links. Beginne bei –65 und arbeite dich langsam bis etwa –85 vor. Im Referenzclip ist ungefähr –88 zu sehen. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern der Punkt, an dem schwarze Kleidung satt wirkt, aber noch Nähte, Falten und Haarstruktur besitzt.

KONTROLLBLICK  Aktiviere die Tiefenwarnung. Kleine wirklich schwarze Bereiche sind erwünscht; großflächiges Clipping auf Haut, Haaren oder Kleidung ist es nicht.

03 – Die Gradationskurve formen

Setze eine zurückhaltende S-Kurve: Ziehe das untere Viertel leicht nach unten und hebe die oberen Mitteltöne minimal an. Lass den absoluten Schwarzpunkt verankert. So bleibt der Look druckvoll statt milchig. Für cremigere Lichter kannst du den obersten Punkt um zwei bis vier Prozent absenken.

04 – Teal in die Schatten geben

Öffne Color Grading. Die Farbrichtung entspricht der sichtbaren Methode im Clip: viel Teal in den Schatten, danach eine warme Gegenbewegung in den Mitteltönen.

BereichEinstellungZiel
SchattenFarbton 185 · Sättigung 35 · Luminanz –8Kühles Petrol/Teal
MitteltöneFarbton 35 · Sättigung 12 · Luminanz +3Warme Haut und Stofftöne
LichterFarbton 45 · Sättigung 7 · Luminanz +2Schmutzig-cremige Highlights
Mischen40–50Weicher Übergang
Balance–20Mehr Gewicht auf kühlen Schatten

Wenn der Hintergrund zu türkis wird, reduziere zuerst die Schatten-Sättigung. Wenn die Haut grünlich kippt, erhöhe nicht einfach global die Temperatur – schütze die Person mit einer Maske.

05 – Farben im Farbmischer beruhigen

Der Look braucht klare Farbfamilien. Gelb und Grün dürfen sich dem Teal annähern; Orange bleibt zurückhaltend warm. Nutze diese Werte als Ausgangspunkt:

FarbeFarbtonSättigungLuminanz
Rot+5–10+5
Orange–5–12+8
Gelb–35–40–5
Grün+25–20–10
Aqua–20+15–10
Blau–15–20–15

06 – Haut, Hintergrund und Kleidung getrennt behandeln

Erstelle drei Masken. Je nach Lightroom-Version stehen dir Person, Motiv, Hintergrund und Objektmasken zur Verfügung. Die Bezeichnungen können leicht abweichen.

  • Person/Haut: Temperatur +4, Tonung +2, Sättigung –4, Textur –8. Auf Augen, Lippen und Haare nicht pauschal weichzeichnen.
  • Hintergrund: Temperatur –8, Tonung –4, Dunst entfernen +4, Schwarz –8. So konzentriert sich das Teal außerhalb der Haut.
  • Kleidung/Haare: Textur +15, Klarheit +10, Schwarz –10. Nur verwenden, wenn dort noch Zeichnung vorhanden ist.

07 – Das Korn als Gestaltungsmittel einsetzen

Der Clip wählt sichtbar ein grobes „Harsh Grain“. In Lightroom lässt sich das mit einer relativ hohen Unregelmäßigkeit übersetzen: Menge 42, Größe 34, Unregelmäßigkeit 75. Bei hochauflösenden Dateien darf die Größe bis etwa 40 steigen; bei kleinen JPEGs eher bei 25 bis 30 bleiben.

PROFI-TIPP  Beurteile Korn immer bei 100 Prozent. In der verkleinerten Vorschau sieht es fast immer schwächer aus als im Export.

08 – Schärfen, ohne die Haut zu zerstören

Nutze Betrag 45, Radius 0,8, Detail 30 und Maskieren 70 als Startpunkt. Halte beim Maskieren-Regler Alt/Option gedrückt: Geschärft werden sollen vor allem Kanten, Haare, Augen, Stoff und Accessoires – nicht jede Pore.

Lightroom-only: Wann du hier schon aufhören kannst

Für Social Media, Reportage oder große Serien reicht die Lightroom-Version oft vollständig. Photoshop lohnt sich, wenn du Haut und Hintergrund präziser trennen, einzelne Farbbereiche kontrollieren oder die grafische Mikroschärfe gezielt aufbauen möchtest.

Teil 2: Editorial Color Grading in Photoshop

Öffne das Foto aus Lightroom als Smartobjekt in Photoshop. So bleibt der RAW-Look editierbar und du kannst später zu den Basiseinstellungen zurückkehren.

01 – Retusche bewusst knapp halten

Entferne nur temporäre Hautunreinheiten, Staub und Ablenkungen. Der Look funktioniert, weil die Oberfläche real bleibt. Zu viel Frequenztrennung oder Weichzeichnung nimmt dem Bild genau die Spannung, die das Korn später verstärken soll.

02 – Farbtrennung mit Farbbalance verfeinern

Lege eine Farbbalance-Einstellungsebene an und aktiviere „Luminanz erhalten“. Nutze folgende Werte als Startpunkt:

TonwertRegler 1Regler 2Regler 3
TiefenCyan/Rot –15Magenta/Grün +5Gelb/Blau +8
MitteltöneCyan/Rot +8Magenta/Grün 0Gelb/Blau –5
LichterCyan/Rot +3Magenta/Grün 0Gelb/Blau –4

Wenn die Haut zu kühl wird, male mit einem weichen schwarzen Pinsel bei 20–30 Prozent Deckkraft in die Ebenenmaske. Der Hintergrund darf deutlich stärker reagieren als das Gesicht.

03 – Painterly Microcontrast aufbauen

Erzeuge eine zusammengefasste Kopie auf einer neuen Ebene und konvertiere sie in ein Smartobjekt. Wende den Hochpassfilter mit 2,0 bis 3,0 Pixeln an und stelle die Ebene auf „Weiches Licht“ bei 25 bis 35 Prozent Deckkraft. Maskiere die Wirkung auf Haaren, Kleidung, Make-up-Kanten und Accessoires ein; auf glatter Haut bleibt sie sehr schwach.

WARUM DAS FUNKTIONIERT  Der Hochpass erzeugt keine gemalte Fläche. Er trennt nur ausgewählte Kanten stärker vom ruhigen Hintergrund – genau diese kontrollierte Kantenzeichnung lässt das Bild grafischer und „painterly“ wirken.

04 – Optionaler Teal-Glaze mit Verlaufumsetzung

Lege eine Verlaufumsetzung an: Schatten #092F31, Mitteltöne #7A6E62, Lichter #F0DDD0. Stelle die Ebene auf „Farbe“ oder „Weiches Licht“ und reduziere die Deckkraft auf 10 bis 20 Prozent. Schütze die Haut über die Ebenenmaske. Dieser Schritt ist optional – er hilft vor allem, wenn Hintergrund und Schwarzflächen noch farblich auseinanderfallen.

05 – Dodge & Burn für die Editorial-Dichte

Nutze zwei Kurven-Einstellungsebenen: eine leicht heller, eine leicht dunkler. Male mit weichem Pinsel bei fünf bis zehn Prozent Fluss. Helle Wangenknochen, Augen, Schmuck und Stoffkanten subtil auf; vertiefe Konturen, Falten und den äußeren Bildrand. Das Ziel ist Form, nicht Beauty-Retusche.

06 – Grobes Korn in Photoshop ergänzen

Wenn das Lightroom-Korn nicht ausreicht, lege eine neue Ebene mit 50 Prozent Grau an und stelle sie auf „Ineinanderkopieren“. Wende „Rauschen hinzufügen“ mit 8 bis 12 Prozent, Gaußsche Normalverteilung und „Monochromatisch“ an. Danach Gaußscher Weichzeichner mit 0,3 bis 0,5 Pixeln. Reduziere die Ebenendeckkraft auf 35 bis 55 Prozent.

Vermeide doppeltes Korn: Wenn Lightroom bereits stark arbeitet, nutze die Photoshop-Ebene nur sehr zurückhaltend oder lasse sie weg.

07 – Finale Kontrolle und Export

  • Haut bei 100 Prozent prüfen: keine cyanfarbenen Schatten an Nase, Augen oder Kiefer.
  • Schwarze Kleidung prüfen: mindestens an wichtigen Kanten muss noch Zeichnung sichtbar sein.
  • Korn in Originalgröße und in der geplanten Webgröße kontrollieren.
  • Für WordPress als sRGB-JPEG exportieren; lange Kante meist 2.000–2.500 Pixel, Qualität 80–88.
  • Für ein Retina-Hero lieber 3.000 Pixel lange Kante, sofern Dateigröße und Theme es erlauben.

Die Ebenenstruktur in Photoshop

EbeneNameFunktion
06KornOverlay, 35–55 %
05Dodge & BurnZwei Kurven mit Masken
04Teal-GlazeVerlaufumsetzung, 10–20 %
03Painterly MicrocontrastHochpass, Weiches Licht
02FarbbalanceKühle Tiefen, warme Mitteltöne
01RetuscheSeparat und reversibel
00Lightroom-SmartobjektRAW-Basis

Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

ProblemUrsacheLösung
Haut wird türkisColor Grading global zu starkPersonenmaske wärmen; Teal aus Haut ausmaskieren
Schwarz ist nur noch ein LochBlack-Regler ohne Kontrolle abgesenktTiefen leicht öffnen; lokale Kleidungmaske
Bild wirkt digital überschärftKlarheit und Hochpass überallMikrokontrast nur auf Kanten und Textilien
Korn sieht nach Handyfilter ausZu fein oder zu gleichmäßigGröße und Unregelmäßigkeit erhöhen; Menge reduzieren
Teal dominiert allesKeine warme GegenfarbeMitteltöne dezent orange/cremig balancieren
Look passt nur auf ein FotoBelichtung/WB im Preset gespeichertDiese Werte vom Preset ausschließen

Als Lightroom-Preset speichern

Speichere ein Benutzer-Preset, aber hake nur die stilbildenden Einstellungen an: Gradationskurve, Color Grading, Farbmischer, Effekte, Detail und gegebenenfalls Kalibrierung. Belichtung, Weißabgleich, Zuschnitt, Objektivkorrektur und motivabhängige Masken sollten normalerweise nicht fest im Preset landen.

PRESET-NAME  BROWNZ · Painterly Grunge Fashion · Base

Die 60-Sekunden-Rezeptur

  • Neutrales Profil und saubere Hautbelichtung einstellen.
  • Schwarz auf etwa –70 bis –85 ziehen, Tiefen leicht öffnen.
  • Teal in die Schatten, warmes Orange in die Mitteltöne.
  • Haut mit Personenmaske schützen, Hintergrund kühler ziehen.
  • Textur +15, Klarheit +8, Dunst entfernen +5.
  • Korn etwa 42 / 34 / 75.
  • In Photoshop Farbbalance, gezielten Hochpass und lokale Formkorrektur ergänzen.

FAQ

Funktioniert der Look auch mit JPEG?

Ja, aber vorsichtiger. Reduziere die Stärke von Schwarz, Color Grading und Klarheit um ungefähr ein Drittel. JPEG-Dateien reagieren schneller mit Tonwertabrissen und unruhigen Hautfarben.

Brauche ich einen grauen Hintergrund?

Nein. Ein neutraler Hintergrund macht die Farbrichtung nur leichter kontrollierbar. Bei bunten Locations solltest du Gelb, Grün und Blau im Farbmischer zurückhaltender behandeln und den Hintergrund stärker maskieren.

Kann Lightroom den kompletten Look allein erzeugen?

Ja, für viele Anwendungen. Photoshop wird erst dann wichtig, wenn du die Farbbalance präzise aus Haut und Hintergrund trennen, die Kantenwirkung lokal steuern oder ein besonders sauberes High-Fashion-Finish aufbauen willst.

Warum sieht derselbe Wert auf jedem Bild anders aus?

Weil RAW-Profil, Kamera, Weißabgleich, Licht, Hautton und Hintergrund die Ausgangsfarben verändern. Der Look ist deshalb ein System aus Beziehungen – kühle Schatten gegen warme Mitteltöne – und kein starres Zahlenpaket.

Fazit

Der Painterly-Grunge-Look funktioniert dann am besten, wenn er nicht nach Effekt aussieht. Die Schwarztöne dürfen tief sein, das Teal darf deutlich spürbar sein und das Korn darf rau wirken – aber Haut, Augen und wichtige Stoffdetails brauchen weiterhin Kontrolle. Genau diese Balance macht aus einem schnellen Social-Media-Look ein glaubwürdiges Fashion-Finish.

KURZ GESAGT  Dichte Schwarztöne. Kühles Teal in den Schatten. Warme Mitteltöne. Hautschutz. Grobes Korn. Präzise Kanten statt flächiger Überschärfung.

Quellen und technische Hinweise

The Curated Lab – „How to get the Painterly Grunge Fashion Look“ (öffentlicher Instagram-Clip)

Adobe: Einführung in Adobe Camera Raw und nichtdestruktive RAW-Verarbeitung

Masken und lokale Korrekturen in Camera Raw – Adobe

Adobe: Presets in Camera Raw erstellen und aktualisieren

Filtereffekte in Photoshop – Adobe

Hinweis zur Übertragung: Der Referenzclip zeigt eine Bearbeitung in Capture One. Die im Artikel genannten Lightroom- und Photoshop-Werte sind eine fachliche Übersetzung der sichtbaren Methode und bewusst als anpassbare Startwerte formuliert.

Transparenzhinweis zum EU AI Act

Inhalt, fachliche Vorgaben und redaktionelle Verantwortung stammen vom Brownz-Art-Team. Die Ausformulierung dieses Artikels wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft.


KI lernen für kreative Bilder – mit persönlichem Coaching von BROWNZ

Deine Fragen. Deine Unterlagen. Deine persönlichen Videos.

Du möchtest KI-Bilder gestalten, bessere Prompts schreiben oder KI und Photoshop in deinem kreativen Workflow verbinden? Als KI-Trainer in Österreich unterstütze ich dich dabei mit einem individuellen Training. Im Mittelpunkt stehen deine Bildideen, Synthografie und die praktische Bearbeitung deiner Ergebnisse. Du kannst in Linz mit mir arbeiten oder mit persönlichen Videoanleitungen zu Hause lernen.

Bei einem Einzelcoaching kann man in sechs Stunden verdammt viel lernen. Man kann sich aber unmöglich alles merken, mitschreiben und gleichzeitig konzentriert mitarbeiten. Genau deshalb besteht mein Personal Coaching nicht nur aus dem gemeinsamen Tag bei mir in Linz. Du bekommst auch eine individuelle Vor- und Nachbereitung, damit das Wissen nachher nicht einfach im kreativen Nebel verschwindet.

Die grundsätzlichen Informationen zu Ablauf, Themen, Preisen und Anmeldung findest du im Überblick zum persönlichen Photoshop- und KI-Training in Linz. Hier geht es jetzt um das, was zusätzlich rund um dein persönliches Coaching passiert.

Schick mir deinen Fragenkatalog

Wenn du ein Einzelcoaching bei mir buchst, kannst – und sollst – du mir bereits vor dem Termin einen Fragenkatalog schicken. Je konkreter deine Fragen sind, desto genauer kann ich den Tag auf dich zuschneiden. Es ist völlig egal, ob es um Photoshop, Bildbearbeitung, Composing, Retusche, Synthografie, KI-Workflows, Programme, Plugins oder ein konkretes Bildproblem geht.

Du musst dabei keine perfekten Fachfragen formulieren. Ein ehrliches „Warum funktioniert das bei mir nie?“ reicht vollkommen. Ich schaue mir an, worum es tatsächlich geht, recherchiere die Antworten und bereite die Themen so vor, dass wir beim Coaching nicht erst eine Stunde lang herausfinden müssen, wo der Hund begraben liegt.

Wichtig: Der Fragenkatalog ist kein Test und keine Hausaufgabe. Er ist deine Möglichkeit, aus einem allgemeinen Coaching wirklich deinen persönlichen Workshop zu machen.

Aus deinen Fragen entstehen deine eigenen Workshop-Unterlagen

Aus den eingesandten Fragen erstelle ich ein eigenes Word-Dokument mit den passenden Antworten. Nicht als hingeworfene Stichwortsammlung, sondern komplett recherchiert und so aufgebaut, dass du später damit weiterarbeiten kannst.

Je nach Thema enthält dieses Dokument:

  • verständliche Antworten auf deine konkreten Fragen,
  • einsteigerfreundliche Step-by-Step-Anleitungen,
  • konkrete Arbeitsschritte und sinnvolle Einstellungen,
  • anklickbare weiterführende Links,
  • Hinweise auf verwandte Themen und zusätzliche Möglichkeiten,
  • Erklärungen dazu, warum ein bestimmter Weg funktioniert – und wo die typischen Fehler liegen.

Damit hast du nach dem Coaching nicht irgendein allgemeines Skript, das schon zwanzig andere Leute bekommen haben. Du hast deine eigenen Workshop-Unterlagen, aufgebaut rund um deine Fragen, deine Bilder und deinen Workflow. Das ist ein ziemlich großer Unterschied.

Ich schreibe mit – damit du es nicht dauernd tun musst

Während eines Einzelcoachings sollte man arbeiten, ausprobieren, nachfragen und auch einmal einen Fehler machen dürfen. Was man nicht tun sollte: sechs Stunden lang hektisch jeden Satz mitschreiben. Dann hat man am Ende zwar einen Roman, aber vom eigentlichen Coaching nur die Hälfte mitbekommen.

Deshalb notiere ich mir die wichtigsten Punkte, offenen Fragen und jene Stellen, bei denen eine zusätzliche Erklärung später sinnvoll ist. So kann ich nach dem Coaching noch einmal gezielt aufarbeiten, was während des Tages besonders wichtig war.

Persönliche Full-HD-Videos nach dem Coaching

Wo es sinnvoll ist, produziere ich nach dem Termin zusätzliche Videos, in denen ich genau diese Fragen oder Arbeitsschritte noch einmal durchgehe. In Ruhe, Schritt für Schritt und direkt am Bildschirm. Du siehst also nicht nur, was zu tun ist, sondern auch, wo du klicken musst, welche Einstellungen entscheidend sind und was du besser bleiben lässt.

Diese Videos werden in Full HD aufgezeichnet und über einen Transferlink bereitgestellt. Du kannst sie herunterladen, archivieren und später so oft ansehen, wie du möchtest. Gerade bei komplexen Photoshop-Schritten, KI-Workflows oder längeren Composings ist das wesentlich sinnvoller als drei Seiten handschriftliche Notizen, die zwei Wochen später aussehen wie eine verschollene Geheimschrift.

Diese individuelle Vor- und Nachbereitung ist beim gebuchten Personal Coaching im Preis enthalten. Es geht nicht darum, nach dem Termin noch jede Kleinigkeit extra zu verrechnen. Es geht darum, dass du mit den Antworten tatsächlich weiterarbeiten kannst.

Der Punkt ist: Ein Coaching ist für mich erst dann sinnvoll, wenn du danach selbstständig weiterkommst. Nicht, wenn du drei Tage später wieder genau an derselben Stelle festhängst.

KI und Photoshop lernen von zu Hause – auch in Deutschland und der Schweiz

Ob du in Österreich, Deutschland oder der Schweiz wohnst: Nicht jeder kann für einen Tag nach Linz fahren. Vielleicht wohnst du zu weit weg, hast keine Zeit für die Anreise oder möchtest lieber in deinem eigenen Tempo arbeiten. Auch dafür gibt es eine Lösung: Das Einzelcoaching kann vollständig als persönliches Videotraining umgesetzt werden.

Du schickst mir deine Fragen, Themen, Bilder oder konkreten Probleme. Ich arbeite daraus ein individuelles Trainingskonzept aus und produziere eigens für dich entsprechende Videoaufzeichnungen in Full HD. Darin erkläre ich die gewünschten Themen Schritt für Schritt – nicht allgemein für irgendeine Zielgruppe, sondern gezielt für einen einzigen Teilnehmer: dich.

Die Videos haben in Summe eine Gesamtlaufzeit, die dem Umfang eines kompletten Workshop-Tages entspricht. Du bekommst sie anschließend über Transferlinks und kannst sie herunterladen. Damit erhältst du kein zusammengeschnittenes Standardpaket aus dem Archiv, sondern ein persönliches Einzelcoaching in Videoform.

Was die reine Videovariante besonders macht

  • Du musst nicht nach Linz anreisen.
  • Die Inhalte werden ausschließlich anhand deiner Fragen zusammengestellt.
  • Jeder Schritt kann beliebig oft angesehen, gestoppt und wiederholt werden.
  • Die Erklärungen liegen in Full HD vor und bleiben dir als persönliche Unterlagen erhalten.
  • Du kannst direkt an deinen eigenen Bildern und Themen weiterarbeiten.
  • Zusätzliche Links und schriftliche Hinweise ergänzen die Videoaufzeichnungen, wo es sinnvoll ist.

Der Ablauf ist einfach: Du meldest dich bei mir, beschreibst deine Themen und schickst mir deinen Fragenkatalog. Wenn nötig, kommen Beispielbilder oder Informationen zu deinem bisherigen Workflow dazu. Wir klären Schwerpunkt und Umfang. Danach recherchiere ich, produziere deine persönlichen Full-HD-Videoanleitungen und stelle dir alles über Transferlinks zum Download bereit.

Auch hier gilt: Es wird kein starres Standardprogramm abgespult. Wenn du wissen willst, wie du ein bestimmtes Composing aufbaust, einen Retusche-Workflow verbesserst, KI sinnvoll in Photoshop integrierst oder endlich einen hartnäckigen Fehler loswirst, dann genau darum geht es.

Warum ich das so mache

Es gibt im Internet mehr Tutorials, als ein Mensch in drei Leben ansehen könnte. Trotzdem bleibt oft genau jene Frage unbeantwortet, an der man gerade hängt. Das liegt nicht unbedingt daran, dass die Tutorials schlecht sind. Sie wurden nur nicht für dich gemacht.

Mein Personal Coaching funktioniert anders. Wir beginnen nicht bei einem fixen Lehrplan, sondern bei deinen Fragen. Daraus entstehen der gemeinsame Tag, deine schriftlichen Unterlagen und – wenn nötig – zusätzliche Videos. Oder eben das komplette persönliche Videotraining, wenn eine Anreise nicht möglich ist.

Keine Massenabfertigung. Kein Geheimniskrämer-Theater. Kein „das kommt dann im nächsten kostenpflichtigen Modul“. Sondern konkrete Antworten, nachvollziehbare Arbeitsschritte und Unterlagen, die nach dem Coaching noch einen Wert haben.

Infos und Anmeldung

Alle grundsätzlichen Informationen zum Coaching-Tag bei mir in Linz findest du im Originalartikel auf brownz.art.

Die kompakte Coaching-Übersicht findest du außerdem hier: Coaching & Workshops bei BROWNZart

Wenn du ein persönliches Coaching in Linz oder die individuelle Videovariante möchtest, schick mir einfach deine Anfrage – gerne bereits mit ein paar Stichpunkten zu deinen Themen.

E-Mail: Brownz@5inchmedia.tv oder Brownz@Brownz.art

Fragen schicken. Probleme zeigen. Neugier mitbringen. Den Rest bauen wir so auf, dass es für dich tatsächlich Sinn ergibt.

Peter „BROWNZ“ Braunschmid — Linz

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde von Brownz inhaltlich erarbeitet. Die Ausformulierung und redaktionelle Gestaltung erfolgten mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Dieser Hinweis dient der transparenten Kennzeichnung im Sinne des EU AI Acts.


Von Pixeln, Poren und Professionalität – Ein vollständiger Guide für Einsteiger, die echte Qualität lernen wollen


Wir schreiben 2026. KI kann Gesichter generieren, die nie existiert haben. Apps versprechen „perfekte Haut“ mit einem Klick. Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist handwerkliche High-End Beauty-Retusche wertvoller denn je.

Denn echter Luxus liegt nicht im Perfekten. Er liegt im perfekt Unperfekten. In Haut, die lebt. In Gesichtern, die Menschen bleiben.

High-End Beauty-Retusche ist kein Filter. Kein „Smooth Skin“-Button. Kein magischer KI-Zauberstab, der aus einem guten Foto automatisch ein Editorial macht.

High-End Beauty-Retusche ist Handwerk.

Sie ist die Kunst, ein Gesicht zu verbessern, ohne es zu verraten. Die Haut darf schöner werden, aber sie muss Haut bleiben. Poren dürfen leben. Schatten dürfen erzählen. Augen dürfen leuchten, ohne wie LED-Scheinwerfer aus einem Sci-Fi-Film zu wirken.

Dieser Artikel zeigt dir als Einsteiger den kompletten Weg: von der klassischen Handretusche in Photoshop über moderne Alternativen bis zu den intelligentesten Plugins 2026. Ohne Nebel. Ohne Weichspül-Katastrophen. Mit klarer Haltung.


Teil 1: Was High-End wirklich bedeutet

Die Definition

High-End Beauty-Retusche ist die präzise, nicht-destruktive Bearbeitung eines Portraits mit dem Ziel, Haut, Licht, Farbe, Form und Ausdruck zu veredeln, ohne die natürliche Struktur zu zerstören.

Es geht nicht darum, einen Menschen neu zu bauen. Es geht darum, das Bild auf das Niveau zu bringen, das Werbung, Editorial, Kampagne oder hochwertige Künstlerportfolios verlangen.

Gute Retusche erkennt man daran, dass man sie nicht erkennt

Das Bild wirkt sauberer, stärker, teurer, klarer. Aber niemand denkt: „Aha, Weichzeichner auf Anschlag.“

Gute Retusche ist wie perfektes Theaterlicht: Wenn es richtig sitzt, spricht niemand darüber. Aber ohne wäre die Bühne tot.

Schlechte Retusche schreit dich an

Typische Fehler 2026:

  • Haut wie Plastik, Wachs oder geschmolzener Käse
  • Komplett verschwundene Poren
  • Augen zu weiß (Alien-Modus aktiviert)
  • Radioaktiv leuchtende Zähne
  • Hautfarben in Orange, Grau oder Magenta
  • Gesichter ohne Volumen
  • Flachgebügelte Nasen
  • Matschige Haarkanten
  • Dodge & Burn macht Flecken statt Form
  • Der allseits beliebte App-Filter-Look

Die goldene Regel 2026

Retusche soll optimieren, nicht ausradieren.

Oder wie ich es formuliere:

„Der Anfänger glättet Haut. Der Profi formt Licht.“


Teil 2: Das Fundament – Photoshop von Hand

Warum überhaupt manuell?

2026 haben wir KI-Tools, die beeindruckend sind. Evoto AI kann Gesichter analysieren. Retouch4me bietet neuronale Netze für Dodge & Burn. Photoshops Firefly-Integration macht magische Dinge.

Aber: Nur händische Retusche erlaubt volle Kontrolle über die Hautstruktur.

Das Ziel ist der Erhalt der Poren-Integrität. Sobald Haut wie Plastik aussieht, hast du versagt. Punkt.

Der nicht-destruktive Grundsatz

Einsteiger machen denselben Fehler: Sie arbeiten direkt auf der Hintergrundebene. Das ist digitale Selbstverstümmelung.

Professionelle Retusche passiert nicht-destruktiv. Das bedeutet: Du kannst jeden Schritt später ändern, ausblenden, abschwächen oder löschen.

Der saubere Photoshop-Aufbau:

1. Hintergrundebene (original oder Smartobjekt)
2. RAW-Entwicklung als Basis
3. Cleanup-Ebene (Pickel, Fussel, Störungen)
4. Frequency-Separation-Gruppe (falls nötig)
5. Dodge-&-Burn-Gruppe (Mikro + Makro)
6. Farbkorrektur-Gruppe
7. Augen / Lippen / Haare (separate Gruppen)
8. Globaler Look & Kontrast
9. Finaler Schärfe-Layer
10. Export-Smartobjekt

Wichtig: Benenne deine Ebenen. Ja, es ist langweilig. Ja, du wirst dir später danken. Chaos in der Ebenenpalette ist keine Kreativität, sondern digitale Verwahrlosung mit RGB-Beleuchtung.


Teil 3: Die Retusche-Kette Schritt für Schritt

Schritt 0: RAW-Entwicklung (vor Photoshop!)

High-End-Retusche beginnt nicht mit dem Reparaturpinsel. Sie beginnt mit einem sauberen RAW.

Ziel der RAW-Entwicklung:

  • Keine ausgefressenen Hautlichter
  • Keine abgesoffenen Schatten im Gesicht
  • Neutrale Weißbalance
  • Natürliche Hautfarbe
  • NICHT zu viel Klarheit/Struktur
  • Keine extreme Vorschärfung
  • Keine aggressive Rauschreduzierung

Die Gefahr von Klarheit & Textur:

Bei Landschaften sind Klarheit und Struktur großartig. Bei Haut sind sie Gift. Sie machen Poren, Härchen und Mikrodetails brutal hart.

Für Beauty gilt:

RAW-Entwicklung ist Fundament, nicht Feuerwerk.

Empfohlene Tools 2026:

  • Capture One: Führend bei Hauttönen, Skin Tone Uniformity, seit Version 16.6 auch AI-gestützte Retouch-Faces-Funktionen
  • Lightroom Classic: Solide Basis, gute Integration
  • Camera Raw: Direkt in Photoshop, schnell

Schritt 1: Cleanup – Die Basis-Hygiene

Cleanup entfernt temporäre oder störende Elemente:

Raus damit:

  • Pickel
  • Hautschuppen
  • Fussel
  • Staub
  • Einzelne fliegende Haare
  • Make-up-Krümel
  • Kleine Rötungen
  • Sensorflecken
  • Störende Glanzpunkte

Nicht automatisch entfernen:

  • Muttermale (wenn charakteristisch)
  • Narben (wenn Teil der Identität)
  • Natürliche Poren
  • Charakteristische Linien
  • Echte Gesichtszüge

High-End braucht Respekt. Der Mensch ist kein fehlerhaftes Produktfoto.

Werkzeuge in Photoshop 2026:

  • Bereichsreparatur-Pinsel (schnell, unkompliziert)
  • Reparatur-Pinsel (präzise Kontrolle)
  • Kopierstempel (volle Macht)
  • Entfernen-Werkzeug (KI-gestützt, deutlich verbessert)
  • Ausbessern-Werkzeug (größere Flächen)

Profi-Tipp: Arbeite auf leerer Ebene mit Einstellung „Aktuelle und darunter“. Dein Original bleibt unberührt.

Die Zoom-Regel:

Arbeite wechselnd:

  • 50–100% für Gesamtwirkung
  • 100–200% für Detailarbeit
  • Selten höher, nur bei echten Problemstellen

Wer bei 400% jedes Porenatom verhandelt, verliert das Bild.

Schritt 2: Frequency Separation – Skalpell, kein Vorschlaghammer

Frequency Separation (FS) trennt Bildinformationen in zwei Ebenen:

  • Low Frequency: Farbe, Helligkeit, Tonwert, weiche Übergänge
  • High Frequency: Textur, Poren, feine Details

Wann FS sinnvoll ist:

✅ Gut für:

  • Fleckige Hauttöne
  • Unruhige Make-up-Übergänge
  • Leichte Schatten- oder Farbstörungen
  • Kleine Texturprobleme
  • Beauty/Fashion mit sauberem Ausgangsmaterial

❌ Nicht ideal für:

  • Komplette Hautglättung
  • Schlechte Lichtsetzung retten
  • Extreme Pickelretusche allein
  • Porenlos-Matsch erzeugen
  • Anfänger ohne Auge für Hautstruktur

Der größte FS-Fehler 2026:

Low-Frequency-Ebene weichpinseln, bis das Gesicht aussieht wie Vanillepudding im Beautyblender.

Einsteigerfreundlicher FS-Workflow:

  1. Erstelle zwei Kopien deiner Basis
  2. Untere Ebene: „Low Frequency“
  3. Obere Ebene: „High Frequency“
  4. Low: Gaußscher Weichzeichner (so weit, dass Poren verschwinden, aber Formen bleiben)
  5. High: Bildberechnung zur Textur-Isolation (Subtrahieren, Skalieren 2, Versatz 128)
  6. High-Ebene auf „Lineares Licht“ setzen
  7. Vorsichtig arbeiten
  8. Deckkraft reduzieren, wenn zu stark

Wichtig für Einsteiger: FS ist kein Pflichtschritt. Viele Profis nutzen sie sparsam oder gar nicht. Das eigentliche Königswerkzeug bleibt Dodge & Burn.

Schritt 3: Dodge & Burn – Das Herz der High-End-Retusche

Dodge & Burn bedeutet Aufhellen und Abdunkeln. In der Beauty-Retusche wird damit Haut geglättet, ohne Textur zu zerstören.

Das Prinzip:

Statt Poren weichzuzeichnen, korrigierst du kleine Helligkeitsunterschiede:

  • Dunkle Flecken leicht aufhellen
  • Helle Flecken leicht abdunkeln
  • Übergänge harmonisieren
  • Gesicht formen
  • Volumen erhalten
  • Lichtführung verbessern

Das ist langsamer als ein Plugin. Aber es sieht besser aus.

Warum D&B so wichtig ist:

Viele Hautprobleme sind keine Texturprobleme, sondern Helligkeitsprobleme. Ein Pickel, Schatten oder eine Delle fällt auf, weil sie heller oder dunkler ist als die Umgebung.

Wenn du diese Helligkeitsunterschiede kontrolliert ausgleichst, bleibt die Hautstruktur erhalten. Genau deshalb wirkt gute D&B-Retusche natürlicher als Weichzeichner.

Zwei bewährte Methoden:

Methode 1: Kurven-Ebenen (Profi-Standard)

  1. Erstelle zwei Gradationskurven
  • Eine Kurve zum Aufhellen (Mitte nach oben ziehen)
  • Eine Kurve zum Abdunkeln (Mitte nach unten ziehen)
  1. Beide bekommen schwarze Masken (Alt + Maske klicken)
  2. Male mit weichem weißem Pinsel dezent in die Masken

Empfohlene Pinselwerte für Einsteiger:

  • Fluss: 1–5% (Das ist der Schlüssel!)
  • Deckkraft: 100%
  • Härte: 0%
  • Größe: klein bis mittel

Der niedrige Fluss ist entscheidend. Du baust Wirkung langsam auf. Wie Lasurmalerei. Nicht wie Presslufthammer.

Methode 2: 50%-Grau-Ebene (Einsteiger-Freundlich)

  1. Neue Ebene erstellen
  2. Mit 50% Grau füllen (Bearbeiten > Fläche füllen > 50% Grau)
  3. Ebenenmodus auf „Weiches Licht“ oder „Ineinanderkopieren“
  4. Mit Schwarz (abdunkeln) und Weiß (aufhellen) malen

Diese Methode ist einfacher, aber weniger flexibel. Für Lernzwecke okay. Für präzise High-End-Arbeit sind Kurven sauberer.

Mikro- vs. Makro-Dodge & Burn:

Mikro-D&B:

  • Kleine Flecken, Poren-Schatten, Mini-Unregelmäßigkeiten
  • Sehr nah dran, sehr fein
  • Macht Haut sauber

Makro-D&B:

  • Große Lichtformen: Wangen, Stirn, Nase, Kiefer, Hals, Dekolleté
  • Nicht Hautfehler, sondern plastische Form
  • Macht das Bild teuer

Beides ist wichtig. Mikro macht sauber. Makro macht luxuriös.

Die Gold-Standards 2026:

Mit 1%-Fluss-Pinseln hellen wir Mikro-Schatten auf und dunkeln helle Stellen ab, um die Haut ebenmäßig zu machen, ohne die Textur zu berühren. Es ist zeitaufwendig, aber unerreicht.

Schritt 4: Hautfarbe – Der unterschätzte Profi-Faktor

Viele Retuschen scheitern nicht an der Hautstruktur, sondern an der Farbe.

Haut besteht nicht aus einer Farbe. Sie hat Rot-, Gelb-, Orange-, Braun-, Oliv- und manchmal Blauanteile. Wangen sind anders als Stirn. Nase anders als Hals.

High-End bedeutet nicht, alles auf denselben Ton zu bügeln. Es bedeutet, störende Farbflecken zu reduzieren und natürliche Variation zu erhalten.

Typische Farbprobleme:

  • Rote Nase
  • Grauer Mundbereich
  • Gelbliche Stirn
  • Fleckiges Make-up
  • Dunkle Augenpartie
  • Unterschiedliche Farbe Gesicht/Hals
  • Hände passen farblich nicht zum Gesicht

Werkzeuge in Photoshop:

  • Farbton/Sättigung
  • Selektive Farbkorrektur
  • Gradationskurven
  • Camera Raw Filter
  • Verlaufsumsetzung (sehr subtil!)
  • Mischmodi: Farbe, Weiches Licht
  • Präzise Masken

Einsteiger-Tipp: Farbe separat denken

Arbeite getrennt:

  1. Helligkeit und Form über Dodge & Burn
  2. Farbe über Farbkorrektur-Ebenen
  3. Textur über Cleanup oder FS

Das ist wie ein Orchester: Wenn alle gleichzeitig stimmen, klingt es nach Bahnhof. Wenn jede Gruppe sauber arbeitet, entsteht Musik.

Schritt 5: Augen – Ohne Alien-Lampen

Augen sind wichtig. Aber Augen werden oft brutal überarbeitet.

Schlechte Augenretusche:

  • Zu weißes Augenweiß
  • Übertriebene Reflexe
  • Künstlich scharfe Iris
  • Unnatürliche Sättigung
  • Glasiger Puppenblick

Saubere Augenretusche:

✅ Sinnvoll:

  • Kleine rote Äderchen reduzieren (nicht komplett entfernen!)
  • Schatten im Augenweiß leicht ausgleichen
  • Iris minimal kontrastreicher machen
  • Catchlights sauber halten
  • Wimpern und Augenrand dezent schärfen

❌ Gefährlich:

  • Augenweiß komplett entsättigen
  • Iris knallbunt machen
  • Reflexe malen, die nicht zum Licht passen
  • Beide Augen exakt gleich hell machen

Ein Auge lebt von Tiefe. Zu viel Retusche nimmt genau diese Tiefe weg.

Der 3-Schritte-Plan für strahlende Augen:

  1. Weißes in den Augen:
  • Neue Ebene
  • Weicher weißer Pinsel (5% Deckkraft)
  • Nur über das Augenweiß malen
  • Deckkraft reduzieren bis natürlich
  1. Iris betonen:
  • Hintergrundebene duplizieren
  • Unscharf maskieren (Stärke: 70%, Radius: 1px)
  • Maske: nur Iris sichtbar
  1. Catchlights verstärken:
  • Neue Ebene: „Negativ multiplizieren“
  • Mit weißem Pinsel über bestehende Lichtreflexe
  • Oder neue hinzufügen (passend zur Lichtquelle!)

Schritt 6: Lippen, Zähne, Make-up

Lippen:

Bei Lippen geht es um Form, Farbe und Textur. Entferne trockene Hautschuppen, aber nicht jede Linie. Lippen ohne Linien wirken künstlich.

✅ Sinnvoll:

  • Kontur leicht sauberer machen
  • Glanzpunkte kontrollieren
  • Trockene Stellen reduzieren
  • Farbe harmonisieren
  • Lippenvolumen über D&B betonen

Zähne:

Zähne sollen sauber wirken, nicht radioaktiv.

❌ Einsteigerfehler:

  • Zähne zu stark aufhellen
  • Gelb komplett entfernen
  • Struktur verlieren
  • Zahnfleisch ignorieren

✅ Besser:

  • Gelbanteil leicht reduzieren
  • Helligkeit moderat anheben
  • Natürliche Schatten erhalten
  • Keine reinweißen Flächen

Make-up:

Make-up-Retusche ist heikel. Du retuschierst die Arbeit eines Make-up-Artists.

Achte auf:

  • Saubere Kanten
  • Gleichmäßige Übergänge
  • Korrigierte Krümel
  • Symmetrische Linien (aber nicht steril!)
  • Erhaltene Pinsel- oder Produktstruktur

Schritt 7: Haare – Geduld und Realität

Haare sind der Retusche-Endgegner. Besonders fliegende Haare vor komplexem Hintergrund.

Was raus sollte:

  • Einzelne ablenkende Haare im Gesicht
  • Haare quer über Auge oder Mund (wenn störend)
  • Fussel und Staub
  • Extreme Ausreißer am Rand

Was nicht übertrieben werden sollte:

Wenn du jedes einzelne Haar perfekt sortierst, sieht das Bild künstlich aus. Haare dürfen leben. Besonders bei Beauty, Fashion und Editorial ist kontrolliertes Chaos oft schöner als Helmfrisur.

Werkzeuge:

  • Reparatur-Pinsel
  • Kopierstempel
  • Entfernen-Werkzeug (2026 deutlich verbessert!)
  • Masken
  • Pinsel auf separater Ebene
  • D&B für Glanz und Tiefe

Wichtig: Haare brauchen Richtung. Wenn du mit dem Stempel quer zur Haarstruktur arbeitest, sieht man es sofort.

Fliegende Haare entfernen:

  • Patch-Tool für größere Bereiche
  • Kopierstempel für Präzisionsarbeit
  • Separate Ebenen für Flexibilität

Haare verdichten:

  1. Haarbereiche mit Lasso wählen
  2. Auf neue Ebene kopieren (Cmd/Strg + J)
  3. Transformieren und über dünne Stellen platzieren
  4. Mit Masken und Deckkraft anpassen

Schritt 8: Liquify – Mit Verantwortung

Der Verflüssigen-Filter ist mächtig. Und gefährlich.

High-End-Retusche kann kleine Formkorrekturen enthalten:

✅ Okay:

  • Asymmetrische Kleidung korrigieren
  • Make-up-Kanten ausgleichen
  • Haarform verbessern
  • Leichte Perspektivverzerrung korrigieren
  • Kleine Dellen in Kleidung/Pose reduzieren

❌ Nicht okay:

  • Körper beliebig umbauen
  • Gesichtszüge komplett verändern
  • Unrealistische Schönheitsnormen erzwingen

2026 ist verantwortungsvolle Retusche wichtiger denn je.

Einsteigerregel:

Wenn die Person danach nicht mehr wie sie selbst aussieht, war es zu viel.

Nutze Liquify subtil. Speichere vorher. Blende aus und ein. Wenn du den Unterschied aus fünf Metern siehst, ist er wahrscheinlich zu stark.


Teil 4: Der Hybrid-Workflow 2026

Einsteiger sollten heute den „hybriden“ Weg wählen: KI für Fleißarbeit, Hand für Kunst.

Der optimale Workflow für verschiedene Szenarien

Beauty-Editorial (höchste Qualität)

Zeit: 45–90 Minuten pro Bild

  1. RAW in Capture One (Hauttöne, Grundkorrektur)
  2. Export als 16-Bit TIFF
  3. Photoshop: Cleanup
  4. Frequency Separation (falls nötig)
  5. Dodge & Burn (manuell, Kurven-Methode)
  6. Farbanpassungen
  7. Augen/Lippen/Details
  8. Finale Schärfung (High-Pass-Filter)

KI-Unterstützung: Minimal, maximal für erste Unreinheiten

Hochzeit/Portrait (gute Qualität, moderate Zeit)

Zeit: 10–20 Minuten pro Bild

  1. RAW in Lightroom/Capture One
  2. Evoto AI oder Retouch4me für Basis (70–80% Stärke)
  3. Photoshop: Manuelle Nacharbeit Problemzonen
  4. Leichtes D&B
  5. Augenoptimierung
  6. Finale Anpassungen

KI-Unterstützung: Moderate Nutzung für Zeitersparnis

Social Media/E-Commerce (Geschwindigkeit)

Zeit: 3–8 Minuten pro Bild

  1. Evoto AI oder Luminar Neo: Komplettlösung
  2. Export nach Photoshop für Feinheiten
  3. Schnelle manuelle Korrekturen
  4. Leichte D&B mit Kurven-Ebenen
  5. Schärfen

KI-Unterstützung: Maximale Nutzung

Check Layers: So sehen Profis Fehler

Check Layers sind temporäre Hilfsebenen, die Fehler sichtbar machen.

Typische Check Layers:

  • Schwarzweiß-Check: für Helligkeitsflecken
  • Solar Curve: für Unregelmäßigkeiten
  • Kontrastverstärkung: für Hautflecken
  • Farbcheck: für unruhige Hauttöne
  • Spiegelung: für Kompositionskontrolle

Warum so wertvoll:

Unser Auge gewöhnt sich an Fehler. Nach 30 Minuten siehst du Flecken nicht mehr. Check Layers reißen die Tarnkappe runter.

Besonders D&B profitiert davon.

Aber Vorsicht: Check Layers sind Werkzeuge, keine Religion. Wenn du nur noch nach Check-Layer-Fehlern retuschierst, optimierst du für ein technisches Kontrollbild, nicht für das echte Foto.


Teil 5: Photoshop 2026 – Was ist neu und relevant?

Photoshop bleibt der Industriestandard für High-End-Retusche, vor allem wegen:

  • Ebenen & Masken
  • Smartobjekte
  • Retuschewerkzeuge
  • Farbkontrolle
  • Plugin-Ökosystem
  • Professioneller Standard

Besonders relevant 2026:

Photoshop 2026 ist nicht nur wegen klassischer Retuschewerkzeuge relevant, sondern auch wegen:

✅ Neue nicht-destruktive Adjustment-Layer:

  • Clarity/Dehaze und Grain als Einstellungsebenen
  • Mehr Flexibilität im Workflow

✅ Entfernen-Werkzeug:

  • KI-gestützte Objektentfernung, deutlich verbessert
  • Gut für Störstellen
  • Bei Haut kontrollieren!

✅ Generative Fill & Expand (Firefly):

  • Verbesserte Modelle
  • Hintergrund erweitern
  • Komplexe Retuschefälle
  • Mit Vorsicht bei Haut!

✅ Reference Image:

  • Neue Funktion für visuelle Referenzen
  • Hilfreich für Look-Entwicklung

✅ Harmonize:

  • Automatische Farbanpassung zwischen Elementen
  • Nützlich für Compositing

✅ Auswahl & Maskierung:

  • Photoshop kann Personen und bestimmte Körper- beziehungsweise Gesichtsbereiche automatisch erkennen und auswählen
  • Nützlich für selektive Korrekturen an Haut, Haaren, Kleidung
  • Mikrodetails wie Poren, Hauttextur und feine Übergänge bleiben klassische Handarbeit

Wann KI in Photoshop sinnvoll ist:

  • Hintergrund erweitern
  • Störende Objekte entfernen
  • Grobe Ablenkungen beseitigen
  • Auswahlmasken vorbereiten
  • Retuschevorschläge testen

Wann KI gefährlich ist:

  • Hautstruktur automatisiert glätten
  • Gesichtszüge verändern
  • Augen/Mund neu interpretieren
  • Identität verfälschen
  • Beauty-Look generisch machen

Der Satz für 2026:

KI darf assistieren. Die Entscheidung bleibt beim Retuscheur.

Für Beauty gilt: KI und Automatik sind Werkzeuge, keine Geschmacksinstanz.


Teil 6: Alternative Programme zu Photoshop

Capture One

Capture One ist besonders stark im:

  • RAW-Workflow
  • Farben (beste Hauttöne!)
  • Tethering
  • Studioarbeit
  • Selektive Anpassungen

2026-Features:

  • Skin Tone Uniformity
  • Seit Version 16.6 AI-gestützte Retouch-Faces-Funktionen
  • Erweiterte Repairing Layers
  • Heal Tool
  • Workflow-Beschleunigung bei Serien

Gut für:

  • Studio-Workflow
  • Tethered Shooting
  • Farbkontrolle
  • Schnelle Vorretusche
  • Serienbearbeitung
  • Beauty- und Fashion-Sets

Nicht ideal als Ersatz für:

  • Komplexe High-End-Hautretusche
  • Tiefes D&B
  • Aufwendige Composings
  • Extrem feine Pixelarbeit

Fazit: Capture One ist stark vor Photoshop und teilweise neben Photoshop. Für komplette High-End-Retusche bleibt Photoshop meist überlegen.

Affinity Photo

Affinity Photo ist eine ernsthafte Alternative:

✅ Stärken:

  • Ebenen, Masken, Retuschewerkzeuge
  • Liquify
  • Frequency Separation möglich
  • Photoshop-ähnliche Bedienung
  • Professionelle Funktionen

Aktuelle Situation 2026:

Affinity wurde nach der Canva-Übernahme als neue All-in-one-Plattform für Windows und Mac kostenlos neu positioniert. Die älteren Affinity-V2-Apps waren klassische Kaufsoftware und funktionieren bei bestehenden Nutzern weiter.

❌ Nachteile:

  • Weniger Industriestandard
  • Kleineres Plugin-Ökosystem
  • Manche Workflows unterschiedlich
  • Weniger verbreitet in Agenturen

Fazit: Für Künstler, Fotografen und Einsteiger eine attraktive Option. Wer nicht zwingend Adobe braucht, kann damit weit kommen.

GIMP

GIMP 3.0 (veröffentlicht 2025) ist deutlich moderner:

✅ Stärken:

  • Kostenlos
  • Modernisierte nicht-destruktive Filter
  • Bessere PSD-Kompatibilität
  • Verbesserte Farbraum-Unterstützung
  • Heal Tool, Clone Tool
  • Ebenen, Masken
  • Grundlegende Retuschefunktionen

❌ Nachteile:

  • Weniger elegant als Photoshop
  • Weniger komfortabler High-End-Workflow
  • Andere Bedienlogik
  • Weniger professionelle Plugin-Integration

Fazit: Nicht die bequemste High-End-Lösung, aber brauchbarer Einstieg. Wer lernen will, kann wichtige Prinzipien üben: Ebenen, Masken, Heilen, Klonen, sauberes Sehen.


Teil 7: Plugins & KI-Tools für Beauty-Retusche

Evoto AI – Eine starke KI-Lösung 2026

Evoto AI gehört 2026 zu den stärksten spezialisierten KI-Tools für schnelle Portrait-, Event-, Headshot- und Serienretusche.

Stärken:

  • Kombiniert Culling, Farblooks, Portrait-Retusche, Hintergrundbearbeitung und Batch-Verarbeitung
  • Erkennt Hautunreinheiten und Körpermerkmale präzise
  • Besonders bei großen Bildmengen massiv zeitsparend
  • Gut für: Hochzeiten, Events, Headshots, E-Commerce, Serienretusche
  • Standalone oder Plugin

Wichtig:

Evoto kann bei Serien, Hochzeiten, Events und Headshots sehr viel Basisarbeit beschleunigen. Für echte High-End-Beauty-Editorials sollte das Ergebnis aber immer manuell kontrolliert und bei Bedarf in Photoshop finalisiert werden.

Schwächen:

  • Kostet (Abo-Modell)
  • Ergebnisse müssen kontrolliert werden
  • Nicht jedes Motiv funktioniert gleich gut

Beste Nutzung:

  • Als Basis für schnelle Workflows
  • Ergebnis auf separater Ebene
  • Deckkraft reduzieren
  • Manuell nacharbeiten

Retouch4me – Die KI-Plugin-Suite

Retouch4me bietet spezialisierte KI-Plugins:

Module:

  • Heal: Hautunreinheiten automatisch
  • Dodge & Burn: Automatisches Konturieren (nutzt neuronale Netze für D&B-Pfade)
  • Eye Brilliance: Augenoptimierung
  • White Teeth: Zahnaufhellung
  • Clean Backdrop: Hintergrundbereinigung
  • Skin Tone: Hautfarbkorrektur
  • Portrait Volumes: Gesichtsform
  • Stray Hairs: Fliegende Haare

Stärken:

  • Schnell
  • Oft natürlicher als simple Smoothing-Tools
  • Gut für große Bildmengen
  • In Photoshop-Workflows einbindbar
  • Kostenlose Photoshop-Panel-Komponente

Schwächen:

  • Kostenpflichtig
  • Ergebnisse müssen kontrolliert werden
  • Kein Ersatz für finale Handretusche

Preismodell:

Retouch4me arbeitet mit einzelnen Kauf-Plugins sowie Cloud-/Credit-Optionen. Die Preise unterscheiden sich je nach Modul und Nutzungsmodell. Aktuelle Preise direkt beim Hersteller prüfen.

Workflow-Empfehlung:

  1. Heal (70% Stärke)
  2. Manuell nacharbeiten mit FS
  3. Dodge & Burn als Grundlage (50% Stärke)
  4. Manuell verfeinern
  5. Eye Brilliance subtil (30% Stärke)

Die KI-Ergebnisse IMMER als Ebene ausgeben und Deckkraft reduzieren!

Beauty Retouch Panel

Beauty Retouch Panel (von Retouching Academy Lab) ist ein Photoshop-Panel mit Ein-Klick-Aktionen.

Stärken:

  • Frequency Separation automatisiert
  • D&B-Vorlagen
  • Check Layers vorbereitet
  • Beschleunigt professionelle Workflows
  • Spart Zeit bei wiederkehrenden Schritten

Schwächen:

  • Ersetzt kein Verständnis
  • Kann Anfänger zu mechanischer Anwendung verführen
  • Photoshop bleibt Voraussetzung

Preis: Je nach Version/Upgrade-Modell; aktuelle Preise auf der Herstellerseite prüfen.

Beste Nutzung: Als Workflow-Beschleuniger, sobald du verstehst, was die einzelnen Schritte bewirken.

Portraiture 4 by Imagenomic

Portraiture 4 ist intelligente Hautglättung.

Stärken:

  • Sehr natürliche Ergebnisse
  • Präzise Masken
  • Gute Texturerhaltung

Workflow: Nach manueller Unreinheiten-Entfernung anwenden

Preis: Offiziell als Einzelplugin um 199,95 US-Dollar geführt; Bundlepreise variieren.

Einsteiger-Tipp: Stelle „Detail Smoothing“ auf minimal, nutze vor allem Tonwert-Glättung.

Luminar Neo

Luminar Neo bietet KI-basierte Gesichts- und Hautverbesserung.

Stärken:

  • Face AI und Skin AI beeindruckend
  • Kreative Looks
  • Schnelle Ergebnisse
  • Als Plugin in Photoshop oder standalone

Schwächen:

  • Kann übertreiben
  • Für echte High-End-Editorial begrenzt

Preis: Abo- und Lizenzmodelle mit häufig wechselnden Aktionen; aktuelle Preise direkt bei Skylum prüfen.

Einsteiger-Tipp: „Face AI“ und „Skin AI“ subtil einsetzen!

DxO Nik Collection

Nik Collection ist eher kreatives Plugin- und Look-System.

Module:

  • Viveza: Selektive Farb- und Tonwertarbeit
  • Color Efex: Kreative Effekte
  • Silver Efex: Schwarzweiß

Gut für:

  • Lookentwicklung
  • Selektive Farb- und Tonwertarbeit
  • Kreative Bildwirkung
  • Finishing

Nicht ideal für:

  • Saubere Hautretusche von Grund auf
  • Pixelgenauigkeit
  • Komplexe Ebenenretusche

Fazit: Eher Finishing-Werkzeug als Hautretusche-Fundament.

Der Merksatz für alle Plugins

Ein Panel kann dir die Bühne bauen. Tanzen musst du selbst.

Plugins sind Werkzeuge. Keine Künstler.


Teil 8: Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

❌ Fehler 1: Übermäßige Hautglättung

Symptom: Haut wie Plastik, Wachs oder Porzellan
Lösung: Arbeite mit Ebenenmasken und reduzierter Deckkraft. Bei 100% muss noch Hautstruktur sichtbar sein.

❌ Fehler 2: Zu helle Augen

Symptom: Augen sehen unnatürlich weiß oder leuchtend aus
Lösung: Augenweiß sollte NIE reines Weiß sein. Ziel: Aufhellen, nicht bleichen.

❌ Fehler 3: Inkonsistente Lichtrichtung

Symptom: D&B passt nicht zur originalen Beleuchtung
Lösung: Analysiere die Lichtquelle. Verstärke existierende Highlights/Schatten, erfinde keine neuen.

❌ Fehler 4: Überschärfung

Symptom: Halos um Kanten, unnatürlich knackige Details
Lösung: Schärfe nur auf separater Ebene, maskiere Hautbereiche aus, arbeite mit reduzierter Deckkraft.

❌ Fehler 5: KI-Ergebnisse unverändert übernehmen

Symptom: Unnatürliche Effekte, inkonsistente Bereiche
Lösung: KI ist Werkzeug, kein Ersatz. IMMER manuell nacharbeiten.

❌ Fehler 6: Haut weichzeichnen

Symptom: Matschige, leblose Haut
Lösung: Weichzeichnen ist nicht Retusche. Weichzeichnen ist Kapitulation mit Gaußschem Nebel.

❌ Fehler 7: Zu stark zoomen

Symptom: Bei 300% sieht jeder aus wie Mondlandschaft
Lösung: Retuschiere für das Ausgabeformat, nicht für die Pixel-Peeping-Olympiade.

❌ Fehler 8: Zu weiße Zähne

Symptom: Radioaktives Leuchten
Lösung: Natürliches Weiß ist nie reines Weiß. Subtilität!

❌ Fehler 9: Alles symmetrisch machen

Symptom: Unheimliche Perfektion
Lösung: Gesichter leben von kleinen Asymmetrien.

❌ Fehler 10: Zu spät pausieren

Symptom: Betriebsblindheit
Lösung: Nach 20 Minuten 5 Minuten Pause. Pausen sind Qualitätskontrolle.

❌ Fehler 11: Keine Referenzen verwenden

Symptom: Orientierungslosigkeit
Lösung: Studiere Beauty-Kampagnen, Editorials, hochwertige Magazine, seriöse Retusche-Portfolios.

❌ Fehler 12: Technik über Geschmack

Symptom: Seelenlose Bilder
Lösung: FS, D&B, Plugins, KI – alles egal, wenn das Bild am Ende keine Seele hat.


Teil 9: Der Unterschied zwischen Beauty, Portrait und Editorial

Portrait-Retusche

Ziel: Natürliche, glaubwürdige Verbesserung

Typisch:

  • Weniger Eingriff
  • Haut bleibt realistisch
  • Linien und Alter dürfen bleiben
  • Persönlichkeit > Perfektion

Beauty-Retusche

Ziel: Makellose, aber lebendige Haut

Typisch:

  • Mehr Präzision
  • Saubere Haut
  • Perfektere Übergänge
  • Starke Kontrolle von Farbe und Form
  • Produkt/Make-up/Licht im Zentrum

Editorial-Retusche

Ziel: Stil, Haltung, Geschichte

Typisch:

  • Look > Perfektion
  • Charakter darf dominieren
  • Haut muss nicht klinisch sauber sein
  • Künstlerische Entscheidung zählt
  • Kann bewusst rau, filmisch, dreckig sein

Für künstlerische Bildwelten gilt:

High-End muss nicht steril sein. High-End kann dunkel, roh, poetisch, dreckig und trotzdem technisch exzellent sein.


Teil 10: Ausgabe – Web, Print, Fine Art

Für Instagram und Web

  • Details werden kleiner wahrgenommen
  • Zu feine Retusche geht verloren
  • Kontrast und Klarheit dürfen etwas stärker sein
  • Haut aber nicht überschärfen!

Export:

  • In sRGB exportieren
  • Passende Pixelmaße wählen
  • Sinnvolle Kompression und Dateigröße
  • Der dpi-Wert ist für die Bildschirmdarstellung praktisch zweitrangig

Für Print

  • Fehler werden gnadenlos sichtbar
  • Tonwerte müssen sauber sein
  • Hautstruktur braucht natürliche Schärfe

Export:

  • 300 ppi als Ausgangspunkt
  • Korrektes ICC-Profil verwenden
  • Softproof nutzen, wenn möglich
  • RGB oder CMYK hängt vom Dienstleister und Druckverfahren ab
  • Viele Fine-Art-Printer und Fotolabore arbeiten lieber mit RGB-Dateien (oft Adobe RGB oder spezifisches ICC-Profil)
  • CMYK ist eher relevant für Druckerei/Offset/Layouts

Für große Fine-Art-Prints

Was am Handy sexy aussieht, kann auf 60 × 90 cm plötzlich aussehen wie ein Unfall mit Poren, Stempelspuren und falschem Hautton.

Für große Prints gilt:

  • Weniger aggressive Schärfung
  • Sauberere Übergänge
  • Keine sichtbaren Retuschekanten
  • Farbmanagement ernst nehmen
  • Testdrucke machen!

Teil 11: Mini-Workflow für absolute Einsteiger

Wenn du neu bist, starte nicht mit 50 Techniken gleichzeitig.

Der Einsteiger-Workflow:

  1. RAW sauber entwickeln
  2. In Photoshop öffnen
  3. Cleanup auf leerer Ebene
  4. Leichte Hautflecken mit D&B korrigieren
  5. Augen und Zähne minimal verbessern
  6. Farbe harmonisieren
  7. Gesamtlook setzen
  8. Exportieren

Lass Frequency Separation am Anfang weg. Lerne zuerst sehen. Technik kommt danach.

Die wichtigste Übung

Nimm ein Portrait und retuschiere es zweimal:

  • Version A: Schnell mit Hautglättung
  • Version B: Langsam mit Cleanup und D&B

Dann vergleiche bei 100% und als Gesamtbild.

Du wirst sehen: Die langsame Version hat mehr Leben.


Teil 12: Empfohlene Lernreihenfolge

Stufe 1: Grundlagen

  • Ebenen
  • Masken
  • Einstellungsebenen
  • Reparaturpinsel
  • Kopierstempel
  • Smartobjekte

Stufe 2: Hautretusche

  • Cleanup
  • Einfache Farbkorrektur
  • Grundlagen D&B
  • Check Layers

Stufe 3: Beauty

  • Mikro-D&B
  • Makro-D&B
  • FS kontrolliert einsetzen
  • Augen, Lippen, Haare
  • Hautfarb-Harmonisierung

Stufe 4: Professioneller Workflow

  • Retusche für Serien
  • Plugin-Integration
  • Printkontrolle
  • Farbmanagement
  • Eigene Presets und Aktionen
  • Konsistente Looks

Teil 13: Hardware-Empfehlungen

Auch die beste Technik nützt nichts ohne das richtige Equipment.

Monitor-Kalibrierung ist PFLICHT

Ohne kalibrierten Monitor arbeitest du im Nebel.

Empfohlene Monitore:

  • BenQ SW-Serie (z.B. SW270C, SW321C)
  • EIZO ColorEdge (CS/CG-Serie)
  • Dell UltraSharp UP-Serie

Kalibrierungs-Tools 2026:

  • Calibrite ColorChecker Display (Nachfolger der X-Rite-Fotolinie)
  • Calibrite Display Pro HL
  • Calibrite Display Plus HL
  • Datacolor SpyderX

Regel: Regelmäßig kalibrieren — für professionelle Retusche mindestens monatlich, bei farbkritischen Jobs zusätzlich vor wichtigen Print- oder Kundenabgaben.

Grafiktablett für präzise Arbeit

Für ernsthafte High-End-Retusche ist ein Grafiktablett dringend empfehlenswert. Mit Maus geht es theoretisch, aber langsam, unpräzise und unnötig qualvoll.

Die Drucksensitivität ist beim D&B dein wichtigstes Werkzeug.

Empfehlungen:

  • Einsteiger: Wacom Intuos (ab 80€), XP-Pen Deco
  • Fortgeschritten: Wacom Intuos Pro (ab 300€)
  • Profi: Wacom Cintiq (Display-Tablet, ab 800€)
  • Budget-Alternative: Huion, XP-Pen (funktionieren gut!)

Warum ein Tablet? Druckempfindlichkeit ermöglicht natürlichere Retusche. D&B mit der Maus ist wie Malen mit einem Ziegelstein.

Workflow-Beschleuniger

Loupedeck / Stream Deck:

  • Konsolen zur Beschleunigung von Photoshop-Befehlen
  • Programmierbare Tasten
  • Drehegler für Pinselgröße, Deckkraft
  • Spart enorm Zeit

Teil 14: Professionelle Tipps aus der Praxis

Tipp 1: Erstelle eine Kontroll-Ebene

Erstelle eine Schwarzweiß-Einstellungsebene ganz oben. Schalte sie regelmäßig ein, um Tonwert-Probleme zu sehen, die in Farbe verborgen bleiben.

Tipp 2: Die 50/50-Regel

Nach der Retusche: Reduziere die Deckkraft ALLER Retusche-Ebenen um 50%. Wenn es jetzt zu wenig ist, gehe auf 70%. Du wirst überrascht sein, wie oft 50% perfekt ist.

Tipp 3: Pausen einlegen

Nach 20 Minuten intensiver Retusche gewöhnt sich dein Auge an Änderungen. 5-Minuten-Pause = frischer Blick.

Tipp 4: Vor/Nach-Vergleich richtig machen

Statt Ebenen ein/auszuschalten (verwirrt das Auge), arbeite mit Schnappschüssen im Protokoll. Springe zwischen „Vorher“ und „Nachher“.

Tipp 5: Referenzen sammeln

Erstelle eine Sammlung von High-End-Beauty-Bildern, die dir gefallen. Analysiere sie: Wie ist die Hautstruktur? Wie stark sind D&B? Das schult deinen Blick.

Tipp 6: Spiegle dein Bild

Spiegle das Bild horizontal (Bild > Bildrotation > Arbeitsfläche horizontal spiegeln). Fehler werden plötzlich brutal sichtbar.

Tipp 7: Arbeite in 16-Bit

Wenn möglich, arbeite in 16-Bit-Farbtiefe. Mehr Tonwertabstufungen = sauberere Übergänge.

Tipp 8: Speichere regelmäßig Versionen

Speichere verschiedene Entwicklungsstufen als separate PSD-Dateien. Du kannst so jederzeit zurück.


Teil 15: Weiterbildung und Ressourcen

YouTube-Kanäle (kostenlos)

Phlearn:

  • Umfassende Photoshop-Tutorials
  • Viele Beauty-Retusche-Techniken
  • Einsteigerfreundlich

Pratik Naik (Solstice Retouch):

  • High-End-Techniken
  • Professioneller Workflow
  • Kurse und Tutorials

Piximperfect:

  • Unverzichtbare, einsteigerfreundliche Photoshop-Tutorials
  • Sehr klare Erklärungen

Julia Kuzmenko McKim:

  • Beauty-Retusche-Spezialistin
  • Professionelle Techniken

Nino Batista:

  • Spezialist für Hauttöne
  • High-End-Workflows

Kostenpflichtige Kurse

Udemy:

  • „Advanced Portrait Retouching“ und weitere Kurse
  • Viele deutschsprachige Optionen
  • Oft im Angebot

KelbyOne:

  • Abo-Modell mit hunderten Retusche-Tutorials
  • Scott Kelby und andere Top-Instruktoren

RGG EDU:

  • Professionelle Retusche-Kurse von Branchenexperten
  • Sehr detailliert

PRO EDU:

  • High-End-Kurse
  • Workflow-Optimierung
  • Panels und Presets

Bücher

„Professional Portrait Retouching Techniques for Photographers“ – Scott Kelby

  • Der Klassiker
  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Für Photoshop

„The Adobe Photoshop Lightroom Classic CC Book“ – Scott Kelby

  • Für RAW-Entwicklung
  • Wichtige Basis

Inspiration / Portfolio

Behance (Retouching):


Teil 16: Meine klare Empfehlung für 2026

Wenn du High-End-Beauty-Retusche wirklich lernen willst, arbeite primär in Photoshop von Hand.

Nicht, weil Photoshop magisch ist. Sondern weil du dort maximale Kontrolle hast.

Nutze KI und Plugins als Assistenten, nicht als Chef.

Ein realistischer Profi-Workflow 2026

  1. RAW in Capture One oder Camera Raw entwickeln
  2. Photoshop für echte Retusche
  3. Evoto AI / Retouch4me optional für Vorarbeit
  4. Hand-D&B für Qualität
  5. Farblook mit Photoshop, Camera Raw oder Nik
  6. Finaler Export für Web oder Print

Die Zukunft gehört…

…nicht den Leuten, die jeden Button kennen. Sie gehört den Leuten, die sehen können.

Denn Beauty-Retusche ist am Ende nicht Softwarewissen. Es ist Bildgefühl mit chirurgischer Disziplin.

Oder anders gesagt:

Der Anfänger glättet Haut. Der Profi formt Licht.


Zusammenfassung: Dein Weg zur perfekten Beauty-Retusche

Für Einsteiger:

  1. Starte mit dem manuellen Workflow in Photoshop
  2. Lerne Frequency Separation als Grundlage (aber nicht übertreiben!)
  3. Experimentiere mit einem KI-Tool (z.B. Luminar Neo oder Evoto) für schnelle Erfolge
  4. Investiere Zeit in Dodge & Burn – das macht den größten Unterschied
  5. Weniger ist mehr: Subtilität ist der Schlüssel

Für Fortgeschrittene:

  1. Kombiniere manuelle Techniken mit KI-Beschleunigern
  2. Baue dir einen personalisierten Workflow auf
  3. Investiere in Plugins, die zu deinem Stil passen
  4. Experimentiere mit Capture One für bessere Hauttöne
  5. Entwickle deinen eigenen, wiedererkennbaren Look

Das goldene Prinzip:

„Perfektioniere die Person, nicht das Pixel. Dein Ziel ist es, die beste Version der realen Person zu zeigen, nicht eine computergenerierte Fantasie.“

Die Technologie entwickelt sich rasant weiter, und 2026 haben wir unglaubliche KI-Tools zur Verfügung.

Aber die Grundlagen bleiben zeitlos:

  • Ein trainiertes Auge
  • Verständnis für Licht und Form
  • Respekt vor dem natürlichen Aussehen

Schluss: High-End ist kein Effekt, sondern Haltung

2026 ist Retusche schneller geworden. Bequemer. Automatisierter. Man kann mit einem Klick Dinge tun, für die man früher Stunden gebraucht hat.

Aber genau deshalb wird echtes Handwerk wertvoller.

Jeder kann Haut weichzeichnen. Jeder kann KI über ein Gesicht laufen lassen. Jeder kann ein Plugin kaufen.

Nicht jeder kann entscheiden, wann genug ist.

High-End-Beauty-Retusche bedeutet:

  • Kontrolle
  • Respekt
  • Präzision
  • Geschmack

Du entfernst nicht das Menschliche. Du entfernst nur das, was vom Bild ablenkt.

Die Haut bleibt Haut. Das Licht wird geführt. Die Farbe wird beruhigt. Die Form wird veredelt.

Und am Ende steht kein neues Gesicht, sondern ein stärkeres Bild.

Das ist der Unterschied zwischen Bearbeitung und Kunsthandwerk.

Und genau dort beginnt die echte Retusche.

In einer Welt, die mit generischen, glattgebügelten KI-Gesichtern überflutet wird, ist die manuelle, charaktererhaltende Retusche wertvoller denn je.

Echte High-End-Retusche bedeutet heute nicht „perfekt aussehen“, sondern „echt aussehen – an einem absolut fantastischen Tag“.


Viel Erfolg bei deiner Retusche-Reise! 🎨


Über den Autor:

Brownz Art arbeitet seit Jahren mit digitaler Bildbearbeitung, Photoshop, Synthography, Composing und künstlerischer Retusche. Dieser Artikel verbindet praktische Bildbearbeitungserfahrung mit aktueller Recherche zum Stand 2026.


Canvas-Dokument: Kuratierte Linkliste High-End Beauty-Retusche 2026

Software (Main)

ToolLinkBeschreibung
Adobe Photoshopadobe.com/photoshopIndustriestandard mit Firefly-KI (GenFill, Expand), Neural Filters, umfassende Retusche-Tools, neue nicht-destruktive Adjustment-Layer
Affinity Photoaffinity.serif.comNach Canva-Übernahme als neue All-in-one-Plattform kostenlos positioniert; ältere V2-Apps bei Bestandskunden weiter nutzbar
Capture Onecaptureone.comFührend bei RAW-Workflow, Hauttönen (Skin Tone Uniformity), Tethering, seit V16.6 AI-gestützte Retouch-Faces-Funktionen
GIMP 3.0gimp.orgKostenlose Open-Source-Alternative, modernisiert 2025 mit nicht-destruktiven Filtern, besserer PSD-Kompatibilität

Adobe Photoshop – Spezielle Features & Tutorials

FeatureLinkBeschreibung
Entfernen-Werkzeughelpx.adobe.com/photoshop/remove-toolKI-gestützte Objektentfernung, 2026 deutlich verbessert
Frequency Separationadobe.com/frequency-separationOffizielles Adobe-Tutorial zur Frequenztrennung
High Pass Filteradobe.com/high-pass-filterSchärfung mit High-Pass-Filter erklärt

Capture One – Retusche-Features

FeatureLinkBeschreibung
Heal Tool / Repairing Layerssupport.captureone.com/heal-toolRepairing Layers im Detail
Repairing Layers Übersichtsupport.captureone.com/repairing-layersKomplette Übersicht Repairing Layers
Retouching & Session Toolscaptureone.com/whats-newNeueste Retusche-Features inkl. AI-Funktionen
Release Notessupport.captureone.com/release-notesAktuelle Release Notes mit neuen Features

Affinity Photo – Features & Hilfe

RessourceLinkBeschreibung
Produktseiteaffinity.serif.comOffizielle Produktseite, neue kostenlose Plattform
Frequency Separationaffinity.studio/frequency-separationFrequency Separation in Affinity Photo

GIMP – Features & Plugins

RessourceLinkBeschreibung
GIMP 3.0 User Manualdocs.gimp.org/3.0Komplettes Handbuch GIMP 3.0
Heal Tooldocs.gimp.org/heal-toolHeal Tool erklärt
Resynthesizer Plugingithub.com/resynthesizerHeal Selection Plugin für GIMP

KI-Retusche (Standalone)

ToolLinkBeschreibung
Evoto AIevoto.aiSpezialisierte KI-Lösung für Portrait-, Event-, Headshot- und Serienretusche; kombiniert Culling, Farblooks, Batch-Verarbeitung
Luminar Neoskylum.com/luminarKI-basierte Gesichts- und Hautverbesserung (Face AI, Skin AI); Abo-/Lizenzmodelle variieren

Plugins & Panels für Photoshop

Plugin/PanelLinkBeschreibung
Retouch4meretouch4.meKI-Plugin-Suite: Heal, Dodge & Burn, Eye Brilliance, White Teeth, Stray Hairs etc.; Preise nach Modul/Nutzungsmodell
Retouch4me Produkteretouch4.me/productsKomplette Plugin-Liste
Beauty Retouch Panelretouchingacademylab.com/br-uxpProfessionelles Panel von Retouching Academy Lab mit Ein-Klick-Aktionen; Preise auf Herstellerseite prüfen
DxO Nik Collectionnikcollection.dxo.comKreative Plugin-Suite: Viveza (selektive Farb-/Tonwertarbeit), Color Efex, Silver Efex
Nik Vivezanikcollection.dxo.com/vivezaSelektive Farb- und Tonwertarbeit
Nik What’s Newnikcollection.dxo.com/whats-newNeueste Features Nik Collection
Portraiture 4imagenomic.com/portraitureIntelligente Hautglättung, präzise Masken; offiziell 199,95 USD (Einzelplugin), Bundlepreise variieren

Hardware

ProduktLinkBeschreibung
Wacom Intuoswacom.com/intuosEinsteiger-Grafiktablett, ab ca. 80€
Wacom Intuos Prowacom.com/intuos-proFortgeschrittenen-Tablet, ab ca. 300€
Wacom Cintiqwacom.com/cintiqDisplay-Tablet für Profis, ab ca. 800€
Loupedeckloupedeck.comKonsolen zur Beschleunigung von Photoshop-Befehlen
Calibrite ColorChecker Displaycalibrite.comProfessionelle Monitor-Kalibrierung (Nachfolger X-Rite Fotolinie)
Datacolor SpyderXdatacolor.com/spyderxMonitor-Kalibrierung

Lernen & Tutorials (kostenlos)

Kanal/RessourceLinkBeschreibung
Phlearn (YouTube)youtube.com/phlearnUmfassende Photoshop-Tutorials, Beauty-Retusche, einsteigerfreundlich
Piximperfect (YouTube)youtube.com/piximperfectUnverzichtbare, einsteigerfreundliche Photoshop-Tutorials, sehr klare Erklärungen
Pratik Naik (Solstice Retouch)solsticeretouch.comHigh-End-Techniken, professioneller Workflow, Tutorials, Workshops
Nino Batistaninobatista.comSpezialist für Hauttöne, High-End-Workflows
Julia Kuzmenko McKimjuliakuzmenkomckim.comBeauty-Retusche-Spezialistin, professionelle Techniken

Lernen & Tutorials (kostenpflichtig)

Plattform/KursLinkBeschreibung
KelbyOnekelbyone.comAbo-Modell mit hunderten Retusche-Tutorials, Scott Kelby und Top-Instruktoren
RGG EDUrggedu.comProfessionelle Retusche-Kurse von Branchenexperten, sehr detailliert
PRO EDUproedu.comHigh-End-Kurse, Workflow-Optimierung, Panels und Presets
Udemy Portrait Retouchingudemy.comDiverse Kurse zur Portrait-Retusche, oft im Angebot, auch deutschsprachig

Inspiration & Community

PlattformLinkBeschreibung
Behance (Retouching)behance.net/retouchingPortfolio-Plattform, aktuelle Trends der Branche
Instagram #beautyretouchinginstagram.com/explore/tags/beautyretouchingCommunity, Inspiration, Trends

Bücher (Empfehlungen)

BuchAutorBeschreibung
„Professional Portrait Retouching Techniques for Photographers Using Photoshop“Scott KelbyDer Klassiker, Schritt-für-Schritt-Anleitungen
„The Adobe Photoshop Lightroom Classic CC Book for Digital Photographers“Scott KelbyRAW-Entwicklung, wichtige Basis

Hinweis zu Preisen: Software- und Plugin-Preise ändern sich regelmäßig durch Aktionen, Updates und regionale Unterschiede. Alle Preisangaben sind Richtwerte Stand 2026. Bitte aktuelle Preise direkt auf den Herstellerseiten prüfen.

Kuratiert: Diese Liste verbindet praktische Erfahrung mit aktueller Recherche zum Stand 2026.

Lizenz: Alle Links führen zu offiziellen Quellen oder renommierten Anbietern.

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