Photoshop-Workshop 2026: Augenbearbeitung, Wimpern, Make-up und Make-up-Transfer

BROWNZ-Blog · Stand: Mai 2026
Ein einsteigerfreundlicher Praxis-Workshop für Portrait, Beauty, Fashion und Syntography.


Vorwort: Warum Augenbearbeitung so schnell kippt

Augen sind der gefährlichste Bereich in der Portraitretusche.

Nicht, weil sie technisch so unmöglich wären. Sondern weil man dort sofort sieht, ob jemand mit Gefühl arbeitet — oder mit dem digitalen Presslufthammer.

Ein bisschen zu viel Aufhellung im Augenweiß, und der Mensch sieht aus wie drei Tage wach in einer Zahnarztwerbung. Ein bisschen zu viel Schärfe in der Iris, und aus Blick wird Glasauge. Ein falscher Wimpernpinsel, und plötzlich sitzt am Lid ein schwarzer Insektenkranz, der eher nach Halloween als nach Beauty aussieht.

Dieser Workshop zeigt dir deshalb nicht nur, welche Photoshop-Werkzeuge du verwenden kannst, sondern vor allem wie du sie dosierst. Es geht um einen natürlichen, kontrollierten Look. Nicht um Plastik. Nicht um Filtergesicht. Nicht um diese „Beauty-Retusche“, bei der der Mensch am Ende aussieht, als wäre er von einer App adoptiert worden.

Wir arbeiten einsteigerfreundlich, aber sauber:

  • Augenweiß beruhigen, ohne es totzubleichen
  • Iris und Blick verstärken, ohne Neon-Effekt
  • Wimpern manuell zeichnen oder mit Pinseln ergänzen
  • Wimpern-Pinselspitzen installieren und richtig verwenden
  • digitales Augen-Make-up aufbauen
  • Make-up von einem Referenzbild übernehmen
  • Neural Filter „Makeup Transfer“ realistisch einschätzen
  • sinnvolle Zusatztools und Ressourcen kennen

Der Grundsatz bleibt immer derselbe:

Die Bearbeitung soll den Blick stärker machen — nicht die Retusche sichtbarer.


Faktencheck: Stand Photoshop 2026

Für diesen Beitrag wurden die offiziellen Adobe-Hilfeseiten und aktuelle Produktseiten geprüft.

Wichtig: Adobe verwendet auf verschiedenen Hilfeseiten nicht immer dieselbe redaktionelle Logik. Die deutschsprachige und englische „Neuerungen“-Seite nennt für April 2026 Photoshop 27.6. Die Release-Notes enthalten zusätzlich einen Systemupdate-Block zu Photoshop 2026 v27.0. Für diesen Workshop ist deshalb relevant: Photoshop 2026 mit Stand April/Mai 2026, konkret die 27.x-Versionen, inklusive der auf Adobe dokumentierten Funktionen.

Geprüft wurden insbesondere:

  • Photoshop-Neuerungen 2026 / Version 27.6
  • Photoshop Desktop Release Notes
  • Pinselimport und ABR-Pinsel
  • Pinsel-Einstellungen
  • Ebenenmasken
  • Füllmethoden
  • Camera Raw Masking
  • Neural Filter „Makeup Transfer“
  • bekannte Einschränkungen des Makeup-Transfer-Filters
  • Retouching Academy / Beauty- und MUA-Retouching-Panels
  • Retouch4me Eye Vessels / Eye Brilliance
  • freie Wimpern-Brush-Sammlungen mit Lizenzhinweis

Alle Links in der Linkliste wurden zum Zeitpunkt der Überarbeitung auf Erreichbarkeit geprüft. Bei Drittanbieter-Ressourcen gilt trotzdem: Vor kommerzieller Nutzung immer die jeweilige Lizenz direkt auf der Downloadseite kontrollieren. „Free“ ist im Internet leider oft nur ein anderes Wort für „lies endlich das Kleingedruckte“.


1. Der saubere Einstieg: Erst schauen, dann retuschieren

Bevor du auch nur ein Werkzeug anklickst, schaust du dir das Bild an.

Nicht technisch. Menschlich.

Frag dich:

  • Woher kommt das Licht?
  • Ist der Blick schon stark oder noch flach?
  • Ist das Augenweiß wirklich störend oder nur natürlich?
  • Sind die Wimpern zu dünn — oder passen sie zum Gesicht?
  • Gibt es Make-up, das man retten kann?
  • Soll das Bild Beauty, Fashion, Editorial, Dark Art oder natürliches Portrait sein?

Das ist wichtig, weil Augenbearbeitung nie neutral ist. Ein natürliches Portrait braucht andere Augen als ein Beauty-Close-up. Ein Vogue-artiges Editorial verträgt mehr Form und Kontrast. Ein düsteres BROWNZ-Bild kann Schatten lieben. Ein Businessportrait sollte nicht aussehen, als wäre der Kunde gerade aus einem Vampir-Musical gestolpert.

Der häufigste Anfängerfehler

Viele beginnen mit: „Ich mache die Augen heller.“

Das ist zu grob gedacht.

Besser ist:

Ich mache den Blick lesbarer.

Manchmal bedeutet das Aufhellen. Manchmal Abdunkeln. Manchmal nur Cleanup. Manchmal gar nichts. Ja, das ist erlaubt. Nicht jeder Pixel braucht Therapie.


2. Nicht-destruktiv arbeiten: Dein Sicherheitsnetz

Augenretusche gehört auf eigene Ebenen. Immer.

Wenn du direkt auf der Hintergrundebene malst, baust du dir ein digitales Minenfeld. Es sieht zuerst schnell aus, aber spätestens bei der dritten Korrektur sitzt du im Chaos und suchst deine Seele zwischen Kopierstempel und „Rückgängig“.

Empfohlene Ebenenstruktur

Lege dir eine Gruppe an:

AUGENRETUSCHE
├── 09 Final Check / Gesamtdeckkraft
├── 08 selektive Schärfe
├── 07 Make-up / Farbe
├── 06 Wimpern ergänzt
├── 05 Lichtreflexe / Catchlights
├── 04 Dodge & Burn
├── 03 Iris / Blicktiefe
├── 02 Augenweiß beruhigen
├── 01 Cleanup
└── Original / Smartobjekt

Du musst nicht immer alle Ebenen verwenden. Aber diese Struktur hilft dir, sauber zu denken.

Warum Smartobjekte sinnvoll sind

Wenn du Camera Raw, Hochpass-Schärfung oder andere Filter verwendest, wandelst du die Ebene vorher am besten in ein Smartobjekt um. Dann bleibt der Filter bearbeitbar. Du kannst später zurück, die Stärke ändern oder die Maske anpassen.

Das ist besonders bei Augen wichtig, weil man beim Bearbeiten schnell betriebsblind wird. Nach zehn Minuten sieht alles „normal“ aus. Nach einer Pause sieht man plötzlich: Die Iris leuchtet wie ein Atomreaktor.


3. Cleanup: Kleine Störungen entfernen, Charakter behalten

Der erste praktische Schritt ist immer Cleanup.

Nicht Make-up. Nicht Wimpern. Nicht Iriszauber.

Erst einmal räumst du kleine Störungen weg:

  • Mascara-Krümel
  • Staubpunkte
  • einzelne harte Äderchen
  • kleine Hautunreinheiten am Lid
  • unschöne Make-up-Flecken
  • einzelne störende Haare vor dem Auge

Werkzeuge

Für Einsteiger reichen meistens:

  • Bereichsreparatur-Pinsel für kleine Punkte
  • Reparatur-Pinsel für kontrollierte Korrekturen
  • Kopierstempel für präzise Pixelübernahme
  • Entfernen-Werkzeug für kleine störende Objekte

Arbeite auf einer leeren Ebene und stelle beim Werkzeug, falls möglich, die Aufnahme auf „Aktuelle und darunter“ oder „Alle Ebenen“.

Was du nicht entfernen solltest

Lösch nicht alles weg, was nach Mensch aussieht.

Ein paar feine Adern im Auge? Normal. Kleine Lidfalte? Normal. Schatten unter dem oberen Lid? Wichtig. Hauttextur? Lebenszeichen.

Beauty-Retusche ist kein Tatortreiniger. Du sollst das Bild verbessern, nicht die Biologie verleugnen.

Einsteiger-Workflow

  1. Neue leere Ebene: Cleanup Augen.
  2. Auf 100 % Zoom arbeiten.
  3. Nur kleine Störungen entfernen.
  4. Nicht länger als ein paar Minuten in diesem Schritt hängen bleiben.
  5. Ebene kurz aus- und einschalten.
  6. Wenn es plötzlich zu sauber wirkt: Deckkraft auf 70–90 % reduzieren.

Die Reduktion der Deckkraft ist kein Rückschritt. Das ist Geschmack.


4. Augenweiß: Beruhigen statt bleichen

Das Augenweiß ist selten wirklich weiß. Es hat Farbe. Es hat Schatten. Es hat Blutgefäße. Es hat Reflexe. Genau das macht es glaubwürdig.

Wenn du das Augenweiß komplett entsättigst und aufhellst, sieht es schnell krank, künstlich oder aggressiv aus. Besonders bei Fashion- und Beautybildern passiert das oft: Die Haut ist warm, das Licht weich, aber die Augen sind plötzlich klinisch weiß. Dann wirkt das Gesicht wie ein Mensch mit eingesetzten Porzellanaugen.

Natürliche Methode mit Farbton/Sättigung

  1. Einstellungsebene Farbton/Sättigung erstellen.
  2. Maske der Ebene schwarz füllen.
  3. Mit weichem weißen Pinsel nur über das Augenweiß malen.
  4. Sättigung leicht reduzieren, meist reicht -5 bis -20.
  5. Falls nötig, Helligkeit minimal erhöhen.
  6. Mit weicher Maske Übergänge kontrollieren.

Wichtig: Male nicht über Iris, Pupille, Lidkante oder Tränenlinie.

Bessere Methode mit Gradationskurven

Noch schöner wird es oft mit einer Gradationskurve:

  1. Einstellungsebene Gradationskurven erstellen.
  2. Mitteltöne ganz leicht anheben.
  3. Tiefen nicht zu stark öffnen.
  4. Maske schwarz füllen.
  5. Augenweiß vorsichtig einpinseln.
  6. Deckkraft reduzieren, bis es natürlich bleibt.

Mit Kurven bleibt mehr Bildgefühl erhalten als mit stumpfer Helligkeit.

BROWNZ-Regel

Das Augenweiß darf sauberer wirken, aber nicht sauberer als der Rest des Menschen.

Wenn die Augen aussehen, als wären sie separat aus einem Zahnpasta-Prospekt importiert, war es zu viel.


5. Iris: Tiefe statt Aquarium

Die Iris ist der Bereich, der den Blick trägt. Aber auch hier gilt: nicht übertreiben.

Eine gute Irisbearbeitung macht Struktur sichtbar. Eine schlechte macht aus dem Auge einen Schmuckstein aus dem Teleshopping.

Einfacher Iris-Workflow

  1. Einstellungsebene Gradationskurven erstellen.
  2. Kontrast leicht erhöhen.
  3. Maske schwarz füllen.
  4. Nur die Iris einpinseln.
  5. Pupille aussparen oder nur minimal vertiefen.
  6. Den oberen Irisbereich etwas dunkler lassen.
  7. Deckkraft fein reduzieren.

Warum oben dunkler lassen? Weil das obere Lid meist Schatten wirft. Wenn du die Iris überall gleich hell machst, zerstörst du die Lichtlogik.

Struktur vorsichtig verstärken

Du kannst mit einer selektiven Schärfeebene arbeiten:

  1. Sichtbare Ebenen auf neue Ebene stempeln: Strg/Cmd + Alt/Option + Shift + E.
  2. Ebene in Smartobjekt umwandeln.
  3. Filter > Sonstige Filter > Hochpass.
  4. Radius sehr klein halten, oft 0,5 bis 1,5 px.
  5. Füllmethode: Weiches Licht oder Ineinanderkopieren.
  6. Maske schwarz füllen.
  7. Nur Iris, Wimpernrand und wenige Details einpinseln.

Für Einsteiger ist Weiches Licht meist sicherer als Ineinanderkopieren, weil es weniger brutal zuschlägt.

Camera Raw als Alternative

Du kannst eine Smartobjekt-Ebene auch mit dem Camera Raw-Filter bearbeiten und dort lokal maskieren. Camera Raw bietet Maskierungswerkzeuge wie Motiv-, Personen-, Pinsel-, Farb- und Luminanzbereiche. Für Augen ist besonders der Pinsel mit geringer Stärke interessant.

Aber Vorsicht bei Reglern wie Klarheit, Struktur/Textur und Dunst entfernen. Diese Regler können Irisdetails schön herausarbeiten, aber auch sehr schnell diesen harten HDR-Look erzeugen.

Bei Augen gilt:

Klarheit ist Gewürz, kein Hauptgericht.


6. Catchlights: Kleine Reflexe, große Wirkung

Catchlights sind die kleinen Lichtreflexe im Auge. Sie geben dem Blick Leben.

Aber sie müssen logisch sein.

Wenn das Foto weiches Fensterlicht von links hat, darfst du nicht plötzlich zwei harte Studioblitze rechts oben in die Augen malen. Das fällt vielleicht nicht jedem bewusst auf, aber das Gehirn merkt: Irgendwas stimmt hier nicht.

Vorhandene Catchlights verstärken

  1. Neue Ebene: Catchlights.
  2. Kleinen weichen Pinsel wählen.
  3. Farbe aus vorhandenem Reflex aufnehmen oder sehr helles Grau verwenden.
  4. Bestehende Reflexe minimal nachzeichnen.
  5. Ebene auf Normal, Negativ multiplizieren oder Weiches Licht testen.
  6. Deckkraft stark reduzieren.

Neue Catchlights nur im Ausnahmefall

Neue Lichtreflexe solltest du nur setzen, wenn du die Lichtquelle im Bild nachvollziehbar simulieren kannst.

Ein zusätzlicher Reflex ist wie ein zusätzlicher Zeuge im Krimi: Wenn er nicht zur Geschichte passt, macht er alles verdächtig.


7. Dodge & Burn: Die feine Bildhauerei am Blick

Dodge & Burn bedeutet Aufhellen und Abdunkeln. In Photoshop heißen die klassischen Werkzeuge Abwedler und Nachbelichter. Du kannst sie verwenden, aber für einen sauberen Workflow ist eine neutrale Ebene oft besser.

Nicht-destruktiver Dodge-&-Burn-Aufbau

  1. Neue Ebene erstellen.
  2. Mit 50 % Grau füllen.
  3. Füllmethode auf Weiches Licht setzen.
  4. Mit weißem Pinsel aufhellen.
  5. Mit schwarzem Pinsel abdunkeln.
  6. Pinsel weich, Deckkraft niedrig, Fluss niedrig.

Was du aufhellst

  • kleine Reflexe
  • unterer Irisbereich
  • leichte Lichtkante am Lid
  • innerer Augenwinkel, sehr vorsichtig

Was du abdunkelst

  • oberer Irisrand
  • Wimpernkranz
  • äußere Augenwinkel
  • Lidfalte
  • Pupillenrand

Das Ziel ist nicht maximaler Kontrast. Das Ziel ist plastischer Blick.

Dodge & Burn ist die stille Königsdisziplin. Es sieht unspektakulär aus, wenn man es richtig macht. Und genau deshalb ist es gut.


8. Wimpern zeichnen: Handwerk vor Stempelterror

Wimpern sind schwierig, weil sie organisch sind. Sie haben unterschiedliche Länge, unterschiedliche Richtung, unterschiedliche Dichte. Keine echte Wimpernreihe ist perfekt symmetrisch.

Deshalb sehen viele Wimpern-Pinsel so schlimm aus, wenn man sie einfach einmal auf das Auge stempelt. Das Ergebnis wirkt dann nicht wie Beauty, sondern wie ein Aufkleber aus der digitalen Faschingsabteilung.

Manuelle Wimpern zeichnen

Für natürliche Ergänzungen ist manuelles Zeichnen oft besser.

Du brauchst:

  • kleiner runder Pinsel
  • dunkles Braun oder Dunkelgrau statt reines Schwarz
  • weiche bis mittlere Härte
  • niedriger Fluss
  • am besten ein Grafiktablett

Vorgehen

  1. Neue Ebene: Wimpern ergänzt.
  2. Mit der Pipette eine Farbe aus vorhandenen Wimpern aufnehmen.
  3. Einzelne Striche vom Lidrand nach außen ziehen.
  4. Jede Wimper leicht biegen.
  5. Länge und Richtung variieren.
  6. Untere Wimpern kürzer und feiner halten.
  7. Ebene bei Bedarf minimal weichzeichnen: 0,2–0,5 px.
  8. Deckkraft reduzieren.

Anatomie-Merker

Obere Wimpern wachsen nach außen und oben. Untere Wimpern sind kürzer, lichter und oft weniger dunkel. Wenn unten dieselben dramatischen Wimpern sitzen wie oben, wirkt das Gesicht sofort künstlich.

Der wichtigste Trick

Zeichne nicht zwanzig Wimpern, wenn fünf reichen.

Bei Wimpern ist Ergänzung besser als Ersetzung. Du verstärkst, was da ist. Du pflanzt keinen neuen Wald.


9. Wimpern-Pinselspitzen: Nützlich, aber gefährlich

Wimpern-Pinsel können helfen, wenn:

  • Wimpern durch Licht verschwinden
  • ein Beautybild mehr Dichte braucht
  • ein Make-up-Look stärker wirken soll
  • du sehr viele Bilder mit ähnlichem Stil bearbeitest

Aber: Pinselspitzen sind keine Lösung für schlechtes Sehen.

Eine gute Wimpernspitze muss immer angepasst werden:

  • drehen
  • skalieren
  • verformen
  • maskieren
  • weichzeichnen
  • farblich anpassen
  • in Deckkraft reduzieren

ABR-Pinsel installieren

Photoshop verwendet für Pinsel häufig ABR-Dateien.

So installierst du sie:

  1. Fenster > Pinsel öffnen.
  2. Im Pinselbedienfeld-Menü Pinsel importieren wählen.
  3. ABR-Datei auswählen.
  4. Alternativ: ABR-Datei bei geöffnetem Photoshop doppelklicken.
  5. Der Pinsel erscheint im Pinselbedienfeld.

Adobe beschreibt genau diesen Importweg über das Pinselbedienfeld und den ABR-Import.

Eigene Wimpernspitze erstellen

  1. Neues Dokument erstellen, z. B. 1000 × 1000 px.
  2. Eine einzelne gebogene Wimper schwarz auf weiß zeichnen.
  3. Kontrast sauber halten.
  4. Bearbeiten > Pinselvorgabe festlegen.
  5. Pinsel benennen.
  6. In Fenster > Pinsel-Einstellungen anpassen.

Sinnvolle Einstellungen:

  • Formeigenschaften für Größenvariation
  • Winkel-Jitter für natürliche Richtung
  • Transfer für Deckkraftsteuerung mit Stiftdruck
  • Abstand niedrig halten, wenn du einzeln malst
  • Streuung nur sehr vorsichtig

Wenn du keinen Stift hast, geht es mit Maus auch — aber dann lieber weniger und kontrollierter arbeiten.


10. Freie Wimpern-Brushes: Empfehlung mit Lizenzwarnung

Es gibt freie Wimpern-Brushes im Netz. Besonders leicht zugänglich sind Sammlungen auf Brusheezy. Dort gibt es verschiedene Eyelash-/Eye-Brush-Sets, allerdings mit unterschiedlichen Lizenztypen wie Standard, Premium, Creative Commons oder Editorial Use Only.

Das heißt praktisch:

  • Für private Übungen meistens unproblematisch.
  • Für kommerzielle Kundenarbeiten immer Lizenz prüfen.
  • Bei „Editorial Use Only“ nicht einfach für Werbung, Verkauf oder Auftragsarbeit verwenden.
  • Bei unbekannten Quellen vorsichtig sein.

Empfehlenswerte Startpunkte

Meine ehrliche Empfehlung

Nutze Wimpern-Brushes nicht als fertige Wimpern, sondern als Ausgangsmaterial.

Stempel setzen, verformen, maskieren, Deckkraft runter, einzelne Wimpern nachzeichnen. Erst dann wirkt es integriert.

Ein fertiger Pinselstempel direkt aufs Auge ist meistens zu plump. Das ist wie falsche Wimpern mit Heißkleber.


11. Augen-Make-up digital aufbauen

Digitales Augen-Make-up funktioniert am besten, wenn du es wie echtes Make-up denkst: in Schichten.

Nicht eine Farbe. Nicht eine Ebene. Nicht einmal drübermalen und hoffen, dass Photoshop Mitleid hat.

Sinnvolle Ebenenstruktur

MAKE-UP AUGEN
├── Glanz / Schimmer
├── Eyeliner
├── dunkler Lidschatten
├── Farb-Lidschatten
├── weiche Lidform / Schatten
└── Korrekturmaske

Lidschatten malen

  1. Neue Ebene: Lidschatten Farbe.
  2. Füllmethode Farbe oder Weiches Licht testen.
  3. Weichen Pinsel verwenden.
  4. Niedrige Deckkraft und niedrigen Fluss wählen.
  5. Farbe aus Referenz, Moodboard oder Bild aufnehmen.
  6. Auf Lidbereich malen.
  7. Mit Maske sauber begrenzen.
  8. Übergänge weich auslaufen lassen.

Die Füllmethode Farbe verändert vor allem die Farbe und erhält Helligkeit/Struktur besser. Weiches Licht verändert Farbe und Kontrast sanfter, kann aber schneller dramatisch werden.

Smokey Eyes

Für Smokey Eyes arbeitest du mit dunklen Tönen am Wimpernkranz und weichen Übergängen nach oben und außen.

  1. Neue Ebene: Smokey Schatten.
  2. Füllmethode Multiplizieren oder Weiches Licht.
  3. Dunkles Braun, Grau, Aubergine oder Schwarzbraun wählen.
  4. Am Wimpernkranz stärker malen.
  5. Nach oben weich auslaufen lassen.
  6. Nie die gesamte Lidfläche gleich dunkel machen.

Smokey heißt Verlauf. Nicht Panda.

Eyeliner

Eyeliner braucht Präzision, aber keine sterile Perfektion.

  1. Neue Ebene: Eyeliner.
  2. Kleiner Pinsel, mittlere Härte.
  3. Linie direkt am Wimpernkranz ziehen.
  4. Außen leicht auslaufen lassen.
  5. Füllmethode Multiplizieren testen.
  6. Kanten minimal weichzeichnen, falls zu digital.
  7. Maske verwenden, um Übergänge zu kontrollieren.

Ein Eyeliner muss am Auge sitzen. Wenn er darüber schwebt, wirkt er wie ein Vektorobjekt aus einer Kosmetikwerbung.

Schimmer und Glanz

Schimmer funktioniert nur, wenn er Licht respektiert.

  1. Neue Ebene: Schimmer.
  2. Helle Farbe aus dem Bild oder Make-up wählen.
  3. Füllmethode Weiches Licht, Negativ multiplizieren oder Normal bei geringer Deckkraft.
  4. Kleine Akzente setzen: innerer Augenwinkel, Lidmitte, Brauenbogen.
  5. Nicht die ganze Fläche glitzern lassen.

Schimmer ist ein Akzent, kein Unfall mit Bastelkleber.


12. Make-up von einem anderen Bild übernehmen

Jetzt wird es interessant.

Du hast ein Referenzbild mit schönem Augen-Make-up und willst diesen Look auf dein aktuelles Bild übertragen. Es gibt drei Wege:

  1. Neural Filter „Makeup Transfer“
  2. Pixel vom Referenzbild übernehmen und sauber einbauen
  3. Referenz analysieren und Make-up neu nachbauen

Der dritte Weg ist meistens am besten. Der erste ist schnell. Der zweite ist praktisch, wenn die Bilder gut zusammenpassen.


13. Neural Filter „Makeup Transfer“: Schnell, aber nicht blind vertrauen

Photoshop bietet in den Neural Filters einen Filter namens Makeup Transfer. Laut Adobe überträgt dieser einen ähnlichen Make-up-Stil auf Augen- und Mundbereich von einem geöffneten Bild auf ein anderes.

Das klingt nach Magie. Ist aber eher ein Vorschlag.

So verwendest du ihn sinnvoll

  1. Zielbild öffnen.
  2. Referenzbild mit gewünschtem Make-up ebenfalls öffnen.
  3. Zielbild aktivieren.
  4. Filter > Neural Filters öffnen.
  5. Makeup Transfer wählen.
  6. Referenzbild auswählen.
  7. Ausgabe als neue Ebene wählen, wenn möglich.
  8. Ergebnis mit Ebenenmaske begrenzen.
  9. Deckkraft reduzieren.
  10. Manuell nacharbeiten.

Wann Makeup Transfer gut sein kann

  • schnelle Stilvorschau
  • grobe Farbrichtung
  • Social-Media-Testlook
  • Inspiration für eigenes Nachbauen

Bekannte Grenzen

Adobe weist darauf hin, dass Makeup Transfer Probleme machen kann bei:

  • geschlossenen Augen
  • verdeckten Augen oder Lippen
  • stark geneigten Gesichtern
  • sehr dunklen Hauttönen
  • Bildern, auf denen bereits Make-up vorhanden ist

Das ist wichtig. Nicht, weil der Filter nutzlos wäre, sondern weil man seine Grenzen kennen muss. Ein Filter, der nicht zur Gesichtsform, Perspektive und Lichtsetzung passt, produziert schnell Schmiererei.

Meine Empfehlung:

Makeup Transfer als Skizze verwenden, nicht als Endergebnis.


14. Referenz-Make-up manuell übertragen

Wenn du mehr Kontrolle willst, arbeitest du manuell.

Schritt 1: Referenzbild einbauen

Ziehe das Referenzbild in dein Zielbild und wandle es in ein Smartobjekt um. Dann kannst du es später verlustfrei skalieren und verformen.

Setze die Deckkraft vorübergehend auf 40–60 %, damit du beide Augenbereiche übereinander siehst.

Schritt 2: Ausrichten

Du kannst die Füllmethode kurz auf Differenz stellen. Dadurch siehst du Abweichungen besser. Verschiebe, skaliere und drehe das Referenzbild, bis Augenform und Lidbereich möglichst gut passen.

Danach wieder auf Normal stellen.

Schritt 3: Maskieren

Lege eine Ebenenmaske an. Fülle sie schwarz. Male dann nur das Make-up sichtbar:

  • Lidschatten
  • Eyeliner
  • Schimmer
  • äußere Augenform

Nicht übernehmen:

  • fremdes Augenweiß
  • fremde Iris
  • fremde Hautstruktur
  • harte Ränder
  • unpassende Schatten

Schritt 4: Verformen

Nutze vorsichtig:

  • Transformieren
  • Verformen
  • Formgitter
  • bei Bedarf minimal Verflüssigen

Das Make-up muss sich an das Zielauge anpassen, nicht das Zielauge an die Referenz.

Schritt 5: Füllmethoden sinnvoll einsetzen

Teile die Referenz am besten in mehrere Ebenen oder dupliziere sie:

  • Farbebene: Farbe
  • Schattenebene: Multiplizieren
  • Kontrastebene: Weiches Licht
  • Glanzebene: Negativ multiplizieren

So kannst du jeden Anteil kontrollieren.

Schritt 6: Angleichen

Lege Einstellungsebenen als Schnittmasken an:

  • Farbton/Sättigung
  • Farbbalance
  • Selektive Farbkorrektur
  • Gradationskurven

Passe Farbtemperatur und Helligkeit an. Ein kühles Studio-Make-up auf einem warmen Fensterlichtportrait wirkt sonst wie falsch montiert.

Schritt 7: Textur retten

Wenn der Make-up-Bereich zu glatt wirkt:

  • Deckkraft reduzieren
  • Maske weicher machen
  • Hautstruktur sichtbar lassen
  • leichte Körnung angleichen
  • harte Kanten zurücknehmen

Make-up liegt auf Haut. Es ersetzt Haut nicht.


15. Der beste Weg: Look analysieren und neu bauen

Für hochwertige Arbeit ist das oft die beste Methode.

Du kopierst nicht die Pixel. Du verstehst den Look.

Frag dich:

  • Welche Farbe dominiert?
  • Wo ist der dunkelste Punkt?
  • Wo sitzt der Schimmer?
  • Wie weich sind die Übergänge?
  • Ist der Look matt, cremig, glänzend oder metallisch?
  • Wie stark ist der untere Wimpernkranz betont?
  • Ist der Eyeliner grafisch oder weich verwischt?

Dann baust du den Look auf deinem Bild neu auf.

Beispiel: Warmes Bronze-Smokey-Eye

  1. Warme Grundfarbe auf Ebene Farbe malen.
  2. Dunklen Wimpernkranz auf Multiplizieren anlegen.
  3. Weichen Verlauf in der Lidfalte mit Weiches Licht bauen.
  4. Bronze-Schimmer auf kleiner Ebene setzen.
  5. Wimpernkranz mit Dodge & Burn vertiefen.
  6. Einzelne Wimpern ergänzen.
  7. Gesamtgruppe auf 70–90 % Deckkraft reduzieren.

Das klingt langsamer. Ist aber am Ende schneller als einen kaputten Neural-Filter-Look zu retten.


16. Photoshop-Aktionen: Was sinnvoll ist und was nicht

Photoshop-Aktionen können helfen, wiederkehrende Setups schneller zu erstellen. Für Augenbearbeitung sind sie besonders nützlich bei:

  • Dodge-&-Burn-Ebenen
  • Frequenztrennung
  • Schärfe-Setups
  • Check-Layern
  • Augenweiß-Korrekturen
  • einfachen Retusche-Gruppen

Aber Aktionen retuschieren nicht für dich. Sie bauen nur die Bühne.

Frequenztrennung als Aktion

Adobe beschreibt Frequency Separation als Technik, bei der man Ton/Farbe und Details auf getrennten Ebenen bearbeitet. Das kann bei Hautretusche helfen, ist aber im Augenbereich nur vorsichtig einzusetzen.

Für Augen-Make-up kann Frequenztrennung nützlich sein, wenn:

  • Farbe fleckig ist
  • Make-up-Ton unruhig wirkt
  • Hauttextur erhalten bleiben soll

Aber: Frequenztrennung ist kein Weichzeichner-Freifahrtschein. Schlechte FS-Retusche erkennt man sofort: glatte Flächen, komische Textur, Wachslook.

Empfehlung

Wenn du Aktionen verwendest, dann für technische Vorbereitung:

  • D&B-Gruppe erstellen
  • FS-Gruppe erstellen
  • Check-Layer erstellen
  • Schärfegruppe erstellen

Nicht für „Augen automatisch schöner machen“. Das ist meistens der direkte Weg in die Filterhölle.


17. Weiterführende Tools und Panels

Es gibt spezialisierte Retusche-Tools. Ich würde sie nicht als Pflicht sehen, aber sie können Workflow-Zeit sparen.

Retouch4me Eyes Bundle

Retouch4me bietet ein Eyes Bundle mit Eye Vessels und Eye Brilliance. Laut Hersteller erkennt Eye Vessels das Augenweiß und reduziert Adern/Rötungen; Eye Brilliance erkennt Augen und arbeitet mit Dodge-&-Burn-Technik, um sie ausdrucksstärker zu machen.

Einsatz:

  • Hochzeitsserien
  • Businessportraits
  • größere Bildmengen
  • schnelle Vorretusche

Vorsicht:

  • Ergebnis immer prüfen
  • Deckkraft reduzieren
  • nicht als Ersatz für Geschmack verwenden
  • bei Beauty-/Fashionbildern manuell finalisieren

Link:
https://retouch4.me/eyesbundle

Retouching Academy Beauty Retouch Panel

Das Beauty Retouch Panel richtet sich an Fotografen und Retuscheure und bündelt typische Workflows wie Dodge & Burn, Frequency Separation, Check-Layer und Retusche-Hilfen in einem Panel. Laut Anbieter basiert es auf nicht-destruktivem Workflow und unterstützt Photoshop 2024+.

Link:
https://retouchingacademylab.com/compare/

Retouching Academy MUA Retouch Panel

Das MUA Retouch Panel ist speziell auf Beauty- und Make-up-Retusche ausgelegt. Laut Anbieter enthält es digitale Make-up-Paletten, Lash- und Brow-Brushes sowie Tutorials. Für diesen Workshop ist das besonders interessant, weil es direkt in Richtung Augen-Make-up, Wimpern und Beauty-Korrektur geht.

Link:
https://retouchingacademylab.com/

Meine Einschätzung

Für Einsteiger brauchst du diese Tools nicht zwingend.

Lerne zuerst:

  • Ebenen
  • Masken
  • Füllmethoden
  • Dodge & Burn
  • Pinselkontrolle
  • Lichtlogik

Dann kannst du Panels und Plugins verwenden, ohne ihnen ausgeliefert zu sein. Werkzeuge sind gut. Aber sie sollen deinen Blick beschleunigen, nicht ersetzen.


18. Kompletter Einsteiger-Workflow: Ein Portrait natürlich verbessern

Hier ist ein kompletter Ablauf, den du direkt nacharbeiten kannst.

Schritt 1: Datei vorbereiten

Öffne dein Portrait in Photoshop. Wandle die Hintergrundebene in ein Smartobjekt um oder dupliziere sie. Lege eine Gruppe Augenretusche an.

Schritt 2: Cleanup

Erstelle eine leere Ebene und entferne kleine Störungen: Mascara-Krümel, Staub, einzelne harte Adern, kleine Flecken. Nicht alles glattbügeln.

Schritt 3: Augenweiß beruhigen

Erstelle eine Farbton/Sättigung- oder Gradationskurven-Ebene. Maskiere nur das Augenweiß. Reduziere Sättigung leicht und hebe die Mitteltöne minimal an.

Schritt 4: Iris strukturieren

Mit einer Gradationskurve oder Camera-Raw-Maske die Iris minimal kontrastreicher machen. Obere Iris nicht zu stark aufhellen.

Schritt 5: Wimpernkranz vertiefen

Mit Dodge & Burn oder einer dunklen weichen Ebene den Wimpernkranz leicht verdichten. Das lässt die Augen sofort stärker wirken, ohne sichtbare neue Wimpern.

Schritt 6: Wimpern ergänzen

Nur dort, wo wirklich Lücken sind, einzelne Wimpern zeichnen oder einen Pinsel sehr vorsichtig verwenden. Farbe, Schärfe und Deckkraft anpassen.

Schritt 7: Make-up formen

Falls Make-up vorhanden ist, Kanten beruhigen und Farben angleichen. Falls du Make-up digital aufbaust, arbeite in Schichten: Farbe, Schatten, Eyeliner, Schimmer.

Schritt 8: Selektive Schärfe

Eine sehr dezente Hochpass- oder Smart-Sharpen-Ebene nur auf Iris und Wimpern anwenden. Haut aussparen.

Schritt 9: Gesamtcheck

Augen-Gruppe aus- und einschalten. Dann Gesamtdeckkraft reduzieren, bis das Ergebnis nicht mehr nach Effekt aussieht.

Schritt 10: Abstand nehmen

Mach eine kurze Pause und prüfe das Bild in Gesamtansicht. Wenn die Augen zuerst nach Retusche aussehen, zurückregeln.


19. Qualitätskontrolle: Der 10-Punkte-Test

Bevor du exportierst, prüfe:

  1. Ist das Augenweiß noch natürlich?
  2. Sind beide Augen gleich glaubwürdig?
  3. Passt die Iris-Schärfe zur restlichen Bildschärfe?
  4. Sitzen Wimpern wirklich am Lidrand?
  5. Sind Wimpern links/rechts nicht identisch gestempelt?
  6. Passt Make-up zur Lichtquelle?
  7. Sind Hautstruktur und Poren erhalten?
  8. Gibt es harte Maskenkanten?
  9. Wirkt der Blick stärker oder nur heller?
  10. Erkennt man die Bearbeitung sofort?

Wenn Punkt 10 mit Ja beantwortet wird: Deckkraft runter. Maske verbessern. Oder löschen. Das Löschen guter Ideen ist manchmal die beste Retusche.


20. Linkliste mit Funktionsprüfung

Offizielle Adobe-Quellen

Photoshop 2026 – Neuerungen / April 2026 Version 27.6
https://helpx.adobe.com/photoshop/desktop/whats-new/whats-new-in-adobe-photoshop-on-desktop.html

Photoshop Desktop Release Notes
https://helpx.adobe.com/photoshop/desktop/whats-new/photoshop-on-desktop-release-notes.html

Pinsel und Brush Packs importieren
https://helpx.adobe.com/photoshop/desktop/apply-painting-techniques/brushes-presets/import-brushes-brush-packs.html

Pinselvorgaben / Brush Presets Grundlagen
https://helpx.adobe.com/photoshop/desktop/apply-painting-techniques/brushes-presets/get-started-with-brush-presets.html

Pinsel-Einstellungen
https://helpx.adobe.com/photoshop/desktop/apply-painting-techniques/brushes-presets/display-brush-panel-brush-options.html

Ebenenmasken bearbeiten
https://helpx.adobe.com/photoshop/using/editing-layer-masks.html

Füllmethoden / Blending Modes
https://helpx.adobe.com/photoshop/desktop/repair-retouch/adjust-light-tone/blending-mode-descriptions.html

Camera Raw Masking
https://helpx.adobe.com/camera-raw/using/masking.html

Abwedeln und Nachbelichten
https://helpx.adobe.com/photoshop/desktop/repair-retouch/adjust-light-tone/dodge-or-burn-image-areas.html

Kopierstempel
https://helpx.adobe.com/photoshop/desktop/repair-retouch/heal-clone/retouch-images-with-the-clone-stamp-tool.html

Neural Filters / Makeup Transfer
https://helpx.adobe.com/photoshop/using/neural-filters-list-and-faq.html

Neural Filters bekannte Probleme / Makeup Transfer Einschränkungen
https://helpx.adobe.com/photoshop/using/neural-filters-feedback.html

Frequency Separation mit Photoshop-Aktionen
https://www.adobe.com/products/photoshop/frequency-separation.html

Wimpern-Brushes und Ressourcen

Brusheezy – Eyelashes Free Brushes
https://www.brusheezy.com/free/eyelashes

Brusheezy – Eyelash Brushes
https://www.brusheezy.com/free/eyelash-brushes

Brusheezy – Eyelashes and Eyebrows
https://www.brusheezy.com/free/eyelashes-and-eyebrows

Redheadstock – Eyelashes Photoshop and GIMP Brushes
https://www.deviantart.com/redheadstock/art/Eyelashes-Photoshop-and-GIMP-Brushes-60583855

Redheadstock – Eyelashes II Photoshop and GIMP Brushes
https://www.deviantart.com/redheadstock/art/Eyelashes-II-Photoshop-and-GIMP-Brushes-822536799

Weiterführende Retusche-Tools

Retouch4me Eyes Bundle
https://retouch4.me/eyesbundle

Retouch4me Eye Vessels
https://retouch4.me/eyevessels

Retouch4me Eye Brilliance
https://retouch4.me/eyebrilliance

Retouching Academy Lab – Beauty Retouch Panel
https://retouchingacademylab.com/compare/

Retouching Academy Lab – MUA Retouch Panel / Beauty- und Make-up-Retusche
https://retouchingacademylab.com/


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Schluss: Gute Retusche schaut zurück

Augenbearbeitung ist kein Effekt. Sie ist Beziehung.

Du arbeitest nicht an irgendeiner runden Fläche mit Pupille. Du arbeitest am Zentrum des Portraits. Am Punkt, an dem der Betrachter hängen bleibt. Am kleinen, feuchten, chaotischen, lebendigen Beweis, dass da ein Mensch im Bild ist.

Deshalb ist Zurückhaltung keine Schwäche. Sie ist Stil.

Mach die Augen klarer. Mach den Blick stärker. Entferne, was stört. Verstärke, was schon da ist. Aber lass genug Unruhe übrig, damit das Bild atmet.

Die besten Augen in einem Portrait schreien nicht: „Schau, wie gut ich retuschiert wurde.“

Sie schauen einfach zurück.

Und genau dort beginnt das Bild.


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