Peter »Brownz« Braunschmid: Fotodesign, Photoshop-Kunst, Pop Art und KI aus Österreich. Homebase: BrownzArt.com, Workshops, Video-Trainings und Coaching.
Kostenlose ON1 LUTs sind ein überraschend guter Fund für Photoshop, Lightroom und Video. Die Creative Library zeigt aktuell 42 LUT-Pakete, mischt dort allerdings Gratis-Downloads mit ON1-Plus-Inhalten. Wer nur nach kostenlosen Looks sucht, kommt über eine zweite ON1-Seite deutlich schneller ans Ziel.
Der eigentliche Geheimtipp: 9 Gratis-Packs statt langem Suchen
Auf der separaten Free-LUT-Seite bündelt ON1 derzeit neun kostenlose Pakete mit jeweils zehn LUTs. Damit stehen 90 Looks bereit – von Black & White und Cinematic über Portrait und Moody bis Color Boost.
Alle Packs liegen im .CUBE-Format vor und funktionieren laut ON1 unter anderem in Photoshop, Lightroom und ON1 Photo RAW.
Neu 2026: Perfect Look LUTs
Besonders interessant sind die Perfect Look LUTs vom 15. Juli 2026. Das kostenlose Zehner-Pack reicht von natürlichen Farblooks bis zu kräftigen Kontrasten mit warmen oder kühlen Farbstichen.
ON1 nennt ausdrücklich Portrait, Landschaft, Editorial und Fashion als Einsatzbereiche.
Zwei ältere Fundstücke, die immer noch spannend sind
Für Composings würde ich zusätzlich Day to Night testen. Der Look verschiebt Farben, dunkelt Tonwerte ab und verstärkt Highlights, sodass Tagesaufnahmen eher nach Dämmerung wirken.
Wer es düsterer mag, findet mit Moody und Spooky zwei weiterhin kostenlose Pakete. Für Dark Art sind sie interessanter als viele glattgebügelte Preset-Sammlungen.
Mein Praxis-Tipp
Eine LUT sollte selten mit voller Stärke laufen. In Photoshop nutze ich sie lieber über eine Color-Lookup-Einstellungsebene und reduziere danach Deckkraft oder Maskierung.
Außerdem sollte der Weißabgleich vor dem Look stimmen. Sonst verstärkt die LUT nur einen vorhandenen Farbstich.
Transparenzhinweis: Links, Paketanzahl, Kompatibilität und Veröffentlichungsdaten wurden am 20. September 2026 direkt bei ON1 geprüft. Die redaktionelle Ausarbeitung erfolgte mit KI-Unterstützung; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.ART.
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Was sich auf Brownz.Art ändert
Der Blog bleibt weiterhin ein offener Ort für Photoshop, Bildbearbeitung, Synthografie, Kunst, Tools und aktuelle Fundstücke.
Allerdings werde ich künftig einzelne Beiträge nur für Abonnentinnen und Abonnenten freigeben. Nicht jeder Artikel verschwindet hinter einer Anmeldung. Bei ausgewählten Inhalten gibt es aber bewusst einen Unterschied zwischen gelegentlichem Vorbeischauen und einem echten Blog-Abo.
Das Brownz.Art Blog-Abo bleibt kostenlos
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Warum sich das Abo jetzt lohnt
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Außerdem bist du vorbereitet, sobald der erste Beitrag nur noch für Blog-Abonnenten verfügbar ist.
Making-of-Archiv – Workflows, Bildentstehung und BROWNZ-Prozesse.
Assets-Archiv – Texturen, Downloads, Ressourcen und Fundstücke.
Tools-Archiv – Photoshop, KI, Plugins und aktuelle Werkzeuge.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag beschreibt eine redaktionelle Änderung auf Brownz.Art. Die aktuelle Abo-Funktion und die verlinkten Bereiche wurden am 18. September 2026 geprüft. Die sprachliche Ausarbeitung erfolgte mit KI-Unterstützung; Entscheidung, Inhalt und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.ART.
Der Photoshop KI-Assistent ist inzwischen mehr als ein Promptfeld. Adobe hat die öffentliche Beta für Photoshop im Web und auf Mobilgeräten erweitert und parallel den Firefly Image Editor ausgebaut. Spannend sind dabei vor allem Funktionen, die in der großen Update-Meldung leicht untergehen.
Was kann der Photoshop KI-Assistent aktuell?
Du beschreibst eine Änderung in normaler Sprache, etwa störende Personen entfernen, Licht verändern oder Farben anpassen. Seit Juni nutzt der Assistent selektives Generatives Füllen, verbesserte Auswahlmodelle und ein neues Sprachmodell. Dadurch soll er genauer erkennen, welcher Bildbereich gemeint ist.
Geheimtipp 1: Am Handy einfach sprechen
In Photoshop Mobile kannst du Prompts nicht nur tippen. Über das Mikrofon lassen sich Bearbeitungswünsche direkt einsprechen. Das ist für schnelle Korrekturen unterwegs erstaunlich praktisch.
Außerdem kannst du jederzeit zum klassischen Tools-Tab wechseln. Du bist also nicht auf den KI-Assistenten beschränkt, sondern kannst normale Photoshop-Werkzeuge und KI miteinander kombinieren.
Geheimtipp 2: KI-Markup statt Prompt-Lotterie
Photoshop Web bietet KI-Markup als Beta. Du zeichnest oder schreibst direkt auf das Bild und erklärst zusätzlich, was dort passieren soll.
Adobe legt das Ergebnis als neue generierte Ebene an. Dadurch bleibt der Eingriff vergleichsweise sauber und nachvollziehbar. Für Composings ist das interessanter, als denselben Prompt zehnmal umzuschreiben.
Firefly: Precision Flow ist der spannendere Regler
Im Firefly Image Editor ergänzt Adobe klassische KI-Werkzeuge wie Generatives Füllen, Entfernen, Erweitern und Hochskalieren.
Der eigentliche Geheimtipp ist jedoch Precision Flow. Ein Regler erzeugt Abstufungen eines Looks oder einer Stimmung, etwa von warm zu kühl oder von subtil zu dramatisch. Zusätzlich gibt es auch dort KI-Markup mit Text, Pinsel und Regionsauswahl.
Mein Praxisfazit
Die Richtung ist klar: Adobe verschiebt KI von einzelnen Spezialwerkzeugen hin zu einer dialogorientierten Arbeitsweise.
Trotzdem würde ich den Assistenten als Startpunkt sehen und nicht als Ersatz für Ebenen, Masken und saubere Photoshop-Arbeit. Im Web lohnt sich außerdem der Verlauf, weil sich KI-Schritte dort leichter nachvollziehen lassen.
Transparenzhinweis: Adobe-Hilfe, Blogmeldungen, Funktionsstände und Links wurden am 18. September 2026 geprüft. Die redaktionelle Ausarbeitung erfolgte mit KI-Unterstützung; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.ART.
GIMP wie Photoshop bedienen, ohne Photoshop zu kaufen? Genau dafür gibt es PhotoGIMP. Der kostenlose Community-Patch sortiert Werkzeuge näher an Adobe Photoshop, bringt ähnliche Tastenkürzel und verändert Oberfläche sowie Startbildschirm. Für Umsteiger ist das tatsächlich praktisch – allerdings ist der aktuelle Versionsstand wichtiger als der schöne Screenshot.
Was PhotoGIMP wirklich verändert
PhotoGIMP ersetzt Photoshop nicht. Es bleibt GIMP, nur mit vertrauterem Bedienkonzept. Die aktuelle PhotoGIMP-Version 3.1 verbessert unter anderem Photoshop-artige Shortcuts, Werkzeuganordnung und die Größenänderung von Pinseln per eckiger Klammer.
Das Projekt empfiehlt vor der Installation ausdrücklich ein Backup der eigenen GIMP-Konfiguration. Das ist sinnvoll, denn PhotoGIMP greift direkt in die Benutzeroberfläche und Konfiguration ein.
Der aktuelle Haken: GIMP ist schon bei 3.2.6
Der COMPUTER-BILD-Tipp vom März 2026 war für den damaligen Stand sinnvoll. Inzwischen ist GIMP 3.2.6 die aktuelle stabile Version.
Genau hier wird es heikel: Im PhotoGIMP-Projekt sind weiterhin offene Probleme mit GIMP 3.2 dokumentiert. Das offizielle 3.2-Milestone soll die Kompatibilität erst sauber herstellen.
Deshalb würde ich PhotoGIMP unter GIMP 3.2.x nicht blind über eine produktive Installation bügeln.
Mein Geheimtipp: erst testen, dann umbauen
Wer PhotoGIMP ausprobieren will, sollte zuerst die eigene Konfiguration sichern und den Patch nur auf einer Testinstallation einsetzen.
Ein Downgrade von GIMP nur wegen des Photoshop-Looks halte ich dagegen für wenig sinnvoll. GIMP 3.2 bringt selbst wichtige Neuerungen wie Link Layers und Vector Layers mit. Gerade für Composing und nicht-destruktive Workflows sind solche Funktionen interessanter als ein hübscheres Theme.
Transparenzhinweis: Links, Versionsstände und Kompatibilität wurden am 18. September 2026 geprüft. Die redaktionelle Ausarbeitung erfolgte mit KI-Unterstützung; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.ART.
Kostenlose God Ray Overlays sind schnell gefunden – wirklich brauchbare 4K-Aufnahmen deutlich seltener. PremiumBeat hat noch immer ein erstaunlich gutes Freebie online: 15 volumetrische Lichtstrahlen von Film Bodega, aufgenommen im Studio und kostenlos für private wie kommerzielle Projekte.
Was steckt im God-Ray-Paket?
Das Paket enthält 15 Light-Ray-Overlays in 4K. Die Ausgangselemente stammen aus Film Bodegas 6K-Light-Rays-Serie; für das Freebie wurden 4K-Versionen bereitgestellt. Der Download ist weiterhin direkt auf der PremiumBeat-Seite verlinkt. Wichtig: Die Assets dürfen in eigenen privaten und kommerziellen Projekten eingesetzt, aber nicht weiterverkauft oder weiterverteilt werden.
Warum der alte Download 2026 noch interessant ist
Der Beitrag stammt ursprünglich von 2021 und wurde 2022 aktualisiert. Trotzdem ist das Paket kein veralteter Preset-Friedhof. Lichtstrahlen altern technisch kaum, solange Auflösung und Material stimmen. Außerdem wurden die Rays real im kontrollierten Studio aufgenommen. Dadurch wirken Kanten und Lichtverlauf organischer als bei vielen synthetischen Ein-Klick-Effekten.
So funktionieren die Overlays
PremiumBeat empfiehlt für Video-Compositing vor allem die Füllmethoden Screen oder Add. Danach lassen sich Farbe, Helligkeit, Kontrast und Maskierung an die Szene anpassen. Für Photoshop-Composings ist wichtig zu wissen: Das Paket besteht aus Videoelementen, nicht aus statischen JPG-Dateien. Wer nur ein Standbild braucht, exportiert deshalb zuerst einen passenden Frame und setzt ihn anschließend als normale Ebene ein.
Mein Praxisurteil
Für Gegenlicht, Fensterlicht, Kirchenräume, Nebel, Fantasy und Dark Art ist das Set ein echter Geheimtipp. Trotzdem sollte der Ray zur vorhandenen Lichtquelle passen. Ein Lichtstrahl aus der falschen Richtung macht ein Composing nicht dramatischer – nur unglaubwürdiger.
Transparenzhinweis: PremiumBeat-Seite, Download-Ziel, Lizenzhinweise und interne Links wurden am 18. September 2026 geprüft. Die redaktionelle Ausarbeitung erfolgte mit KI-Unterstützung; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.ART.
Kostenlose Photoshop Aktionen für Beauty-Retusche gibt es viele. Aktuell fällt ein kleines Paket von SparkleStock positiv auf: PhotoshopTutorials.ws hat die fünf Skin-Retouching-Aktionen am 14. September 2026 erneut aktualisiert. Der Download ist kostenlos und konzentriert sich auf typische Portrait-Aufgaben statt auf einen überladenen Ein-Klick-Look.
Was steckt in den kostenlosen Photoshop Aktionen?
Enthalten sind Mattifier, Skin Airbrushing, Brighten Eyes, Redness Reducer und Clipping-Free Contrast. Damit deckt das Paket Hautglanz, Hautglättung, Augen, Rötungen und Kontrast ab. Die Aktionen spielen zunächst den jeweiligen Aufbau ab. Danach malst du den Effekt nur dort ein, wo du ihn wirklich brauchst.
Gerade das ist sinnvoller als eine komplett automatische Beauty-Retusche. Hautstruktur, Poren und Gesichtsdimension bleiben leichter kontrollierbar, wenn die Wirkung lokal und mit reduzierter Deckkraft eingesetzt wird.
Mein Praxisurteil
Für Einsteiger ist das Set ein guter Einstieg in aktionsbasierte Retusche. Für erfahrene Photoshop-Anwender sind vor allem Mattifier, Redness Reducer und das Airbrushing als schnelle Workflow-Bausteine interessant. Trotzdem gilt: Aktion starten, Ergebnis bei 100 Prozent prüfen und nicht jede Hautfläche automatisch weichbügeln.
Eine Einschränkung ist wichtig: SparkleStock kennzeichnet die kostenlose Version als „Personal Use“. Für kommerzielle Kundenarbeiten solltest du deshalb nicht einfach von einer freien Nutzung ausgehen. Die Pro-Version nennt der Anbieter ausdrücklich für Commercial Use.
Transparenzhinweis: Download, Funktionsumfang und Nutzungshinweise wurden am 17. September 2026 anhand der Anbieter- und Downloadseiten geprüft. Die redaktionelle Ausarbeitung erfolgte mit KI-Unterstützung; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.ART.
Weiterlernen mit BROWNZ: Wenn du solche Werkzeuge gezielt in deinen eigenen Bildern einsetzen möchtest, findest du hier den nächsten Schritt: Photoshop lernen mit BROWNZ – mit Videotrainings, Archiv und persönlichem Coaching.
VHS-Look, Scanlines, Bildrauschen und kleine analoge Fehler sind längst wieder Teil moderner Bildlooks. DealJumbo bietet aktuell 100 kostenlose VHS Texturen von Resource Boy an. Das Paket richtet sich an digitale und gedruckte Projekte und funktioniert vor allem als schnelle Overlay-Sammlung für Retro-, Glitch- und Y2K-Looks.
Was steckt in den kostenlosen VHS Texturen?
DealJumbo beschreibt das Paket als Sammlung von 100 Retro-VHS-Effekttexturen beziehungsweise Foto-Overlays. Der Vorteil liegt weniger in einem fertigen „Ein-Klick-Look“ als in der Auswahl. Statt immer dieselbe Störung zu verwenden, kannst du verschiedene Strukturen testen und den Effekt an dein Bild anpassen.
In Photoshop würde ich solche Texturen als eigene Ebene einsetzen. Danach reichen oft Deckkraft, Ebenenmaske und ein passender Ebenenmodus. Zusätzlich kannst du Farbe, Kontrast oder Unschärfe verändern. So bleibt der eigentliche Bildinhalt erhalten, während der VHS-Charakter nur die Oberfläche verändert.
Wofür funktioniert der Look?
Die Texturen passen gut zu Postern, Social-Media-Grafiken, Album-Artwork, experimentellen Composings und bewusst digitalen Retro-Looks. Wichtig ist die Dosierung. Wenn Scanlines, Rauschen und Farbstörungen gleichzeitig schreien, sieht das Bild schnell nach Effektfilter aus. Ein einzelner gut gesetzter Fehler wirkt meist glaubwürdiger.
Kostenlos heißt nicht ohne Lizenz
Laut DealJumbo dürfen die Freebies für persönliche und kommerzielle Projekte sowie für Kundenarbeiten genutzt werden. Die Dateien selbst darfst du jedoch nicht weiterverkaufen, weitergeben oder einzeln verteilen. Für Designs, die direkt zum Verkauf bestimmt sind, verlangt DealJumbo eine Extended License.
Der Download läuft über eine E-Mail-Adresse. Dabei meldet DealJumbo dich auch für den Newsletter an; laut Anbieter kannst du dich jederzeit wieder abmelden.
Transparenzhinweis: Fakten, Link und Lizenzhinweise wurden am 17. September 2026 geprüft. Die redaktionelle Ausarbeitung erfolgte mit KI-Unterstützung; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.ART.
Weiterlernen mit BROWNZ: Wenn du solche Werkzeuge gezielt in deinen eigenen Bildern einsetzen möchtest, findest du hier den nächsten Schritt: Photoshop lernen mit BROWNZ – mit Videotrainings, Archiv und persönlichem Coaching.
TFP Fotografie funktioniert nur dann wirklich gut, wenn vor dem Shooting klar ist, wer die Bilder nutzen darf, wie Credits aussehen und welche Grenzen für Veröffentlichung und Bearbeitung gelten. Ein Vertrag schafft dafür die Basis. Respekt und Kommunikation erledigen den Rest.
Kurz erklärt: Was bedeutet TFP Fotografie? TFP steht ursprünglich für „Time for Prints“ und wird heute auch als „Time for Pictures“ verwendet. Model und Fotograf:in arbeiten ohne klassische gegenseitige Gage zusammen und erhalten dafür die vereinbarten Bilder beziehungsweise Nutzungsrechte. TFP ist jedoch kein gesetzlich festgelegter Vertragstyp. Deshalb sollte eine schriftliche Vereinbarung regeln, was beide Seiten tatsächlich dürfen.
Credits: Wer mitarbeitet, soll sichtbar bleiben
Meine eigene Regel ist einfach: Wenn mehrere Menschen an einem Bild beteiligt sind, nenne ich sie – sofern ich ihre Namen kenne und sie mit der Nennung einverstanden sind. Das betrifft Fotograf:in, Model, Bildbearbeitung, Make-up, Styling und weitere Beteiligte.
Auf Social Media verlinke ich nach Möglichkeit auch den passenden Account. Allerdings ist ein Instagram-Tag oder Hyperlink nicht automatisch gesetzlich vorgeschrieben. Deshalb gehört eine gewünschte Credit- oder Tag-Pflicht am besten direkt in die Vereinbarung.
Kommt ein Foto nur zur Photoshop-Bildbearbeitung zu mir und ich kenne das Model nicht, kann ich dessen Namen natürlich nicht erfinden. In diesem Fall nenne ich den Fotografen und die Zusammenarbeit. Meldet sich das Model später und möchte einen Credit, ergänze ich ihn. Umgekehrt gilt genauso: Wer ausdrücklich keine Markierung möchte, bekommt von mir auch keine.
TFP-Vertrag: Nutzungsrechte nicht einfach voraussetzen
TFP räumt keiner Seite automatisch das Recht ein, jedes Bild überall und für jeden Zweck zu nutzen. Deshalb sollte der Vertrag festhalten, welche Bilder beide Seiten erhalten, auf welchen Kanälen sie sie veröffentlichen dürfen und ob eine kommerzielle Nutzung dazugehört.
Gerade bei Retusche, Composing und KI-gestützter Bildbearbeitung sollten beide Seiten außerdem klären, wie weit Veränderungen gehen dürfen. Bei Portrait, Nude Art oder Dark Art kann diese Frage wichtiger sein als jede technische Einstellung in Photoshop.
Ein sinnvoller TFP-Vertrag sollte zumindest klären:
• Beteiligte sowie gewünschte Credits und Accounts;
• Bildauswahl, Umfang der Bearbeitung und erlaubte Veröffentlichungen;
• erlaubte Kanäle wie Website, Portfolio, Social Media, Print, Ausstellung oder Werbung;
• kommerzielle oder nichtkommerzielle Nutzung;
• Umgang mit späteren Änderungs-, Credit- oder Löschwünschen.
Wenn ein Model später sagt: Bitte weg damit
Hier trenne ich bewusst zwischen meiner persönlichen Praxis und der Rechtslage. Wenn ein Model nachvollziehbar sagt, dass ein Bild von meinen Kanälen verschwinden soll, nehme ich es weg. Für mich ist das eine Frage des Umgangs miteinander.
Juristisch macht dieser Wunsch einen bestehenden Vertrag jedoch nicht automatisch unwirksam. Wer einer Veröffentlichung ausschließlich per DSGVO-Einwilligung zugestimmt hat, kann diese grundsätzlich für die Zukunft widerrufen. Stützt sich die Nutzung dagegen auf einen Vertrag oder eine andere Rechtsgrundlage, muss man den konkreten Fall prüfen.
Österreich: Schutz berechtigter Interessen
In Österreich schützt § 78 Urheberrechtsgesetz die berechtigten Interessen der abgebildeten Person. Wer ein Bild öffentlich verbreitet, darf dadurch solche Interessen nicht verletzen. Für professionelle Produktionen bleibt eine klare schriftliche Vereinbarung trotzdem wichtig, weil sie den vorgesehenen Nutzungsumfang dokumentiert.
In Deutschland gilt nach § 22 Kunsturhebergesetz grundsätzlich: Bildnisse darf man nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreiten oder öffentlich zeigen. § 23 nennt Ausnahmen. Gleichzeitig kann die fotografierende Person eigene Urheber- oder Leistungsschutzrechte haben. Deshalb sollten TFP-Vereinbarungen die Rechte beider Seiten ausdrücklich festhalten.
Schweiz: Persönlichkeitsschutz und Interessenabwägung
In der Schweiz schützt Art. 28 ZGB die Persönlichkeit. Eine Einwilligung, ein überwiegendes privates oder öffentliches Interesse oder ein Gesetz kann eine Bildveröffentlichung rechtfertigen. Zusätzlich gelten Datenschutzregeln und das Urheberrecht. Auch hier schafft eine klare Vereinbarung deshalb deutlich mehr Sicherheit als eine mündliche Erinnerung an das Shooting.
Ein sauberer Vertrag verhindert Missverständnisse. Trotzdem ersetzt er keine vernünftige Zusammenarbeit. Vor allem bei sensiblen Portraits, Nude Art oder starken Bildveränderungen sollte niemand erst nach dem Posting erfahren, was mit seinem Bild passiert ist.
Deshalb gilt für mich bei TFP Fotografie: vorher reden, schriftlich festhalten, sauber creditieren und später erreichbar bleiben. Das ist rechtlich vernünftiger und menschlich sowieso.
Rechtlicher Hinweis Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Übersicht und keine individuelle Rechtsberatung. Bei kommerziellen Produktionen, Streitfällen oder grenzüberschreitender Nutzung empfehle ich eine fachkundige Prüfung des konkreten Vertrags. Stand der Rechts- und Linkprüfung: 16. September 2026.
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Fakten- und Linkprüfung sowie der redaktionellen Ausarbeitung kam KI-Unterstützung zum Einsatz. Die finale Veröffentlichung und inhaltliche Verantwortung liegen bei BROWNZ.ART.