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AI Lab von Picture Instruments: Was die Software für generative Bild-KI kann, wo ihre Grenzen liegen und für wen sie sinnvoll ist

Wer regelmäßig mit generativer Bild-KI arbeitet, kennt das Durcheinander: hier ein Prompt, dort ein Referenzbild, im nächsten Browserfenster ein anderes Modell und irgendwo auf der Festplatte liegen die Ergebnisse. AI Lab will genau diese verstreuten Schritte in einer Arbeitsumgebung zusammenführen. Das klingt vernünftig. Aber es ist keine neue Super-KI und auch kein Automat für fertige Kunstwerke.

1. Was ist das AI Lab?

AI Lab ist eine Software des deutschen Herstellers Picture Instruments. Sie wurde Ende Jänner 2026 veröffentlicht. Der Begriff „Steuerzentrale“ passt recht gut: Die Software erzeugt die Bilder nicht mit einem eigenen Modell, sondern verbindet mehrere Bild-KI-Modelle in einer gemeinsamen Oberfläche.

Zum Zeitpunkt meiner Recherche sind dort Modellfamilien von Google, OpenAI, Black Forest Labs und ByteDance eingebunden. Auf der Produktseite werden unter anderem Nano Banana, GPT Image, FLUX und Seedream genannt. Welche Versionen verfügbar sind, kann sich ändern. Genau das ist bei KI-Software inzwischen fast schon die einzige echte Konstante.

Ein Abonnement umfasst zwei Varianten: eine eigenständige Desktop-App für Windows und macOS sowie ein UXP-Plugin für Photoshop. Dabei lassen sich die gekauften Tokens in beiden Varianten verwenden. Eigene API-Schlüssel für die einzelnen KI-Anbieter braucht man nicht.

AI Lab ist nicht die Bild-KI. Es ist der Arbeitsplatz rund um mehrere Bild-KIs.

2. Was macht die Standalone-Version von AI Lab?

Die Standalone-Version läuft als eigenes Programm. Laut Hersteller benötigt sie mindestens Windows 10 beziehungsweise macOS 10.14. Sie richtet sich an alle, die Bildideen entwickeln, Varianten vergleichen und Projekte geordnet speichern wollen, ohne ständig zwischen mehreren Webseiten zu wechseln.

Die Oberfläche trennt zwei Aufgaben klar voneinander:

  1. Create: Aus einem Prompt entsteht ein neues Bild. Referenzbilder können zusätzlich verwendet werden.
  2. Edit: Ein vorhandenes Bild wird mit einem Prompt verändert. Auch einzelne Bildbereiche lassen sich auswählen und bearbeiten.

Außerdem ist der visuelle Workflow interessant. Referenzen lassen sich nach Stil, Inhalt oder Kontext ordnen. Anmerkungen können direkt im Bild platziert werden. Varianten stehen nebeneinander, lassen sich vergrößern und in der 1:1-Ansicht prüfen. Prompts und Vorlagen können in einer Bibliothek gespeichert werden. Wer Serien oder Kundenprojekte bearbeitet, erkennt den Nutzen sofort: Die Arbeit bleibt zusammen und nicht irgendwo zwischen Browser-Verlauf und Download-Ordner hängen.

Helligkeit, Kontrast und Sättigung lassen sich schnell anpassen. Ergebnisse können außerdem an Photoshop geschickt werden. Die Standalone-App unterstützt laut Hersteller dabei auch ältere Photoshop-Versionen; für das eigentliche UXP-Plugin gelten strengere Voraussetzungen.

3. Was bringt das AI-Lab-Plugin für Photoshop?

Das UXP-Plugin sitzt direkt in Photoshop und benötigt laut aktueller Produktseite Photoshop 25.2 oder neuer. Es kann über den Creative Cloud Marketplace oder als CCX-Datei installiert werden.

Im Photoshop-Workflow sind vor allem diese Punkte praktisch:

  • Create und Edit funktionieren direkt aus Photoshop heraus.
  • Bis zu zwei Referenzbilder können im Plugin mitgegeben werden.
  • Ausgewählte Bildbereiche lassen sich gezielt bearbeiten.
  • Ein Auflösungsindikator warnt, wenn Auswahl und Modellauflösung schlecht zusammenpassen.
  • Prompt-Verlauf und Tokenzähler bleiben direkt im Plugin sichtbar.
  • Bestimmte Modelle liefern laut Hersteller Ausgaben bis 4K.

Das Plugin ist also kein Ersatz für Photoshop. Es bringt die Bildgenerierung dorthin, wo Auswahl, Ebenen, Retusche und die eigentliche Endbearbeitung ohnehin stattfinden. Das ist wesentlich sinnvoller, als jedes Ergebnis händisch herunterzuladen, zu benennen und wieder zu importieren.

4. Ein einfacher Arbeitsablauf für Einsteiger

Man muss nicht gleich jedes Modell, jede Auflösung und jeden Regler verstehen. Für den Einstieg reicht ein sauberer Ablauf:

  • Aufgabe festlegen. Was soll das Bild zeigen, wofür wird es gebraucht und welches Format ist notwendig?
  • Create oder Edit wählen. Ein neues Motiv beginnt mit Create. Für Änderungen an einem vorhandenen Bild ist Edit gedacht.
  • Modell und Auflösung auswählen. Für erste Tests genügt oft eine günstigere oder kleinere Ausgabe. Danach kommt die hohe Auflösung, wenn die Richtung stimmt.
  • Prompt und Referenzen vorbereiten. Motiv, Stil, Licht, Perspektive und wichtige Grenzen klar nennen. Referenzen nur verwenden, wenn sie wirklich etwas erklären.
  • Gezielt markieren. Wenn etwas an eine bestimmte Stelle soll, ist eine Anmerkung im Bild oft verständlicher als drei zusätzliche Prompt-Absätze.
  • Varianten vergleichen. Nicht das erste halbwegs brauchbare Bild nehmen. Auf Details, Anatomie, Text, Kanten und Anschlussfehler achten.
  • Ergebnis weiterbearbeiten. Das beste Bild ist meist der Ausgangspunkt für Retusche, Composing, Farbkorrektur und Ausgabe – nicht automatisch das Endprodukt.

Die Oberfläche kann den Prozess ordnen. Denken, auswählen und kontrollieren muss man trotzdem selbst.

5. Welches Modell ist das richtige?

Darauf gibt es keine allgemeine Antwort. Ein Modell kann bei Text im Bild gut sein, ein anderes bei realistischen Personen, ein drittes bei gezielten Änderungen oder bei großen Auflösungen. Selbst identische Prompts liefern nicht immer identische Ergebnisse, weil Bildgeneratoren nicht vollständig deterministisch arbeiten.

Der Vorteil von AI Lab liegt daher weniger in einer geheimen Qualitätssteigerung. Er liegt darin, mehrere Modelle mit demselben Projekt und einem vergleichbaren Arbeitsablauf testen zu können. So sieht man schneller, welches Modell zur konkreten Aufgabe passt. Das ist praktische Werkzeugwahl, kein Glaubenskrieg.

Wichtig: Die Liste der Modelle ist eine Momentaufnahme. KI-Anbieter ändern Versionen, Preise und Bedingungen laufend. Wer den Artikel später liest, sollte die aktuelle Produktseite prüfen.

6. Tokens und Kosten ohne Nebelmaschine

AI Lab rechnet Generierungen über PI Tokens ab. Vor dem Start wird angezeigt, wie viele Tokens die gewählte Kombination aus Modell und Auflösung kostet. Das ist gut, weil man nicht erst nach dem Experiment merkt, dass der Spieltrieb teurer war als gedacht.

Mit Stand 16. August 2026 nennt die deutsche Produktseite drei monatlich kündbare Pakete: Starter mit 700 Tokens für regulär 19 Euro, Pro mit 1.600 Tokens für 38 Euro und Studio mit 3.200 Tokens für 70 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Bei meiner Recherche war zusätzlich eine zeitlich begrenzte Sommeraktion sichtbar. Preise und Aktionen können sich ändern.

Die Angabe „bis zu 700 Generierungen“ beim Starter-Paket ist eine Obergrenze. Eine Generierung kostet je nach Modell und Auflösung aktuell ungefähr 1 bis 24 Tokens. Ein 4K-Ergebnis verbraucht also deutlich mehr als eine günstige Testgenerierung. Ungenutzte Tokens werden laut Anbieter bei aktivem Abo übertragen; ansparen lassen sich höchstens sechs Monatsmengen. Für den Test stellt Picture Instruments 300 kostenlose Tokens bereit.

7. Lokal gespeichert heißt nicht lokal generiert

Das ist der wichtigste Punkt im Faktencheck. Projekte, Prompts, Referenzen und fertige Bilder werden auf dem eigenen Rechner gespeichert. Die eigentliche Bildgenerierung findet aber auf den Servern der jeweiligen KI-Anbieter statt. Dafür ist eine Internetverbindung notwendig, und hochgeladene Bilder müssen an den gewählten Anbieter übertragen werden. Eine starke Grafikkarte braucht man deshalb nicht.

Picture Instruments erklärt, die Daten nur weiterzuleiten und selbst nicht zu speichern. Zusätzlich gelten jedoch die Standardbedingungen der verwendeten APIs von Google, OpenAI, ByteDance oder Black Forest Labs. Laut FAQ können sich die Regeln zur Nutzung übermittelter Bilder je nach Anbieter unterscheiden. Für vertrauliche Kundenmotive, Personenbilder oder geschützte Entwürfe sollte man diese Bedingungen vor der Nutzung prüfen.

Kommerzielle Nutzung ist grundsätzlich möglich, aber auch hier gelten zusätzlich die Bedingungen des jeweiligen Modells. Das ist keine lästige Fußnote, sondern Teil professioneller Arbeit.

8. Was gefällt mir an dem Konzept?

Für mich als Medienkünstler ist nicht entscheidend, ob eine KI in zehn Sekunden irgendein Bild erzeugt. Interessant wird es dort, wo aus Versuch und Zufall ein kontrollierbarer Arbeitsprozess wird. Genau da setzt AI Lab an.

  1. Mehrere Bildmodelle befinden sich in einer Oberfläche.
  2. Projekte, Referenzen, Prompts und Varianten bleiben geordnet.
  3. Visuelle Anmerkungen können ein Briefing genauer machen.
  4. Ergebnisse lassen sich direkt vergleichen und in 1:1 prüfen.
  5. Tokenkosten sind vor der Generierung sichtbar.
  6. Photoshop kann ohne umständlichen Datei-Zirkus eingebunden werden.

Das alles klingt unspektakulär. Genau deshalb ist es brauchbar. Gute Werkzeuge müssen nicht jeden Dienstag eine kreative Revolution ausrufen. Sie sollen Arbeit übersichtlicher machen.

9. Wo liegen die Grenzen?

AI Lab nimmt einem weder die Bildidee noch die Qualitätskontrolle ab. Ein unklarer Auftrag bleibt unklar, nur jetzt eben in einer aufgeräumten Oberfläche. Auch Modellfehler, falsche Details, seltsame Anatomie oder misslungene Typografie verschwinden nicht automatisch.

Der Hersteller wirbt mit weniger Iterationen. Das ist als Ziel nachvollziehbar, aber kein allgemein belegter Leistungsnachweis. Bei meiner Recherche fand ich vor allem Herstellerinformationen, Presseberichte auf Basis dieser Informationen und einen positiven persönlichen Praxisbericht bei DOCMA. Einen unabhängigen Vergleichstest mit klaren Messkriterien habe ich nicht gefunden. Ob tatsächlich Zeit gespart wird, muss daher der eigene Arbeitsalltag zeigen.

Weitere Grenzen sind das laufende Abo, die notwendige Internetverbindung, wechselnde Modellangebote und die Abhängigkeit von den Bedingungen externer Anbieter. Außerdem speichert AI Lab generierte Ergebnisbilder laut FAQ immer als JPG. Wer für seinen Workflow andere Ausgabeformate oder vollständig lokale Verarbeitung braucht, muss das berücksichtigen.

10. Für wen lohnt sich AI Lab?

Sinnvoll kann die Software sein für:

  • Fotografen, Designer und Medienkünstler, die regelmäßig mit Bild-KI arbeiten.
  • Photoshop-Nutzer, die Generierung und Bildbearbeitung enger verbinden wollen.
  • Kreative, die mehrere Modelle vergleichen und Projekte sauber dokumentieren möchten.
  • Teams, die Prompt-Vorlagen und Referenzen strukturiert weitergeben wollen.

Weniger interessant ist AI Lab für:

  • Gelegenheitsnutzer, die nur alle paar Wochen ein einzelnes Bild erzeugen.
  • Anwender, die mit der Oberfläche eines einzigen Modells bereits zufrieden sind.
  • Projekte, bei denen Bilder den eigenen Rechner aus Datenschutzgründen nicht verlassen dürfen.
  • Menschen, die von einer Software automatisch fertige Kunst statt eines besseren Workflows erwarten.

11. Mein Fazit

AI Lab ist kein Zauberkasten und keine neue Bild-KI. Es ist eine Arbeitsumgebung, die den Umgang mit mehreren Bildmodellen ordnen soll. Der interessante Teil ist nicht der nächste Generieren-Knopf, sondern die Verbindung aus Projekten, Referenzen, visuellen Anmerkungen, Variantenvergleich, Kostenkontrolle und Photoshop.

Ob das Abo sein Geld wert ist, lässt sich recht nüchtern beantworten: Spart die Software bei regelmäßiger Arbeit mehr Zeit und Nerven, als sie kostet, ist sie sinnvoll. Wer nur gelegentlich ein Bild braucht, wird auch ohne diese Steuerzentrale auskommen.

Ich sehe KI weiterhin als Werkzeug. Ein gutes Werkzeug macht mich nicht automatisch zum besseren Künstler. Es kann mir aber helfen, schneller zu prüfen, gezielter zu entscheiden und sauberer zu arbeiten. Genau daran sollte sich AI Lab messen lassen. Nicht an der Größe der Werbeüberschrift, sondern am tatsächlichen Nutzen im Projekt.

Mehr Ordnung ist noch keine Kunst. Aber sie lässt mehr Zeit für die eigentliche Arbeit.

Wenn du erst in die kreative KI-Bildgestaltung einsteigst, findest du bei meinem Photoshop- und KI-Coaching weitere Informationen zum Lernen an eigenen Bildideen. Dabei steht dein kreativer Workflow im Mittelpunkt.

Quellen und weiterführende Links

Alle Produktangaben, Modelle, Preise und technischen Voraussetzungen wurden am 16. August 2026 geprüft. Da sich KI-Angebote schnell ändern, gilt für aktuelle Entscheidungen immer die jeweilige Herstellerseite.

Picture Instruments: AI Lab Standalone – Produktseite und FAQ
Offizielle Angaben zu Funktionen, Modellen, Systemvoraussetzungen, Preisen, Tokens, Datentransfer, Formaten und kommerzieller Nutzung.

AI Lab UXP für Photoshop – Herstellerangaben
Offizielle Angaben zum Photoshop-Plugin, zu Referenzbildern, Auflösungsindikator, Modellzugriff und erforderlicher Photoshop-Version.

Picture Instruments: Pressemitteilung zum Start von AI Lab
Primärquelle zur Veröffentlichung am 27. Jänner 2026. Leistungsversprechen wie weniger Iterationen sind Herstellerangaben.

DOCMA: Die KI-Kommandozentrale – persönlicher Praxisbericht
Positiver Erfahrungsbericht von Christoph Künne vom 5. Februar 2026; eine persönliche Einschätzung, kein standardisierter Vergleichstest.

OpenAI: Data controls in the OpenAI platform
Offizielle Angaben zur Datenverarbeitung bei der OpenAI-API. Für andere in AI Lab verwendete Modelle gelten die Bedingungen der jeweiligen Anbieter.

Transparenzhinweis

Bei Recherche, Faktenprüfung, Struktur und sprachlicher Ausarbeitung dieses Artikels wurde generative KI unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Position, redaktionelle Bearbeitung und finale Freigabe liegen bei Brownz.


Photoshop 27.9.1, Camera Raw 18.4.1, Lightroom 15.4/9.4 und der ehrliche Beta-Faktencheck

Stand: 13. August 2026

Adobe verteilt laufend neue Funktionen auf Photoshop, Camera Raw, Lightroom und die Beta-Version. Das klingt zuerst einmal spannend. In der Praxis führt es aber schnell zu Versionssalat: Eine Funktion steckt schon in der normalen Version, eine andere nur in der Beta und eine dritte wird im Netz einem Update zugeschrieben, das Adobe auf Deutsch noch gar nicht dokumentiert.

Ich habe deshalb die aktuellen deutschsprachigen Adobe-Seiten noch einmal einzeln geprüft. Das Ergebnis ist nüchterner, aber deutlich verlässlicher: Für Camera Raw ist derzeit Version 18.4.1 dokumentiert, für Lightroom Classic 15.4.1 und für Lightroom Desktop 9.4. Die zuvor genannten Versionsstände 18.5 beziehungsweise 15.5 und 9.5 sind dort aktuell nicht bestätigt. Unbelegte Funktionen habe ich aus diesem Beitrag entfernt.

Was übrig bleibt, ist trotzdem nützlich: generatives Erweitern in Camera Raw, bessere Masken, Fokuspunkt-Anzeige, Vektorskop, Duplikaterkennung in Lightroom Classic und praktische Verbesserungen im regulären Photoshop. Schauen wir uns das ohne Werbegebrüll an – und vor allem so, dass du es nachmachen kannst.

Kurzfassung für ganz Eilige

  1. Photoshop 27.9.1 ist der aktuelle reguläre Stand in den deutschsprachigen Photoshop-Versionshinweisen vom Juli 2026.
  2. Camera Raw 18.4.1 bringt generatives Erweitern, eine Vollbild-Präsentation und die Anzeige von Autofokus-Messfeldern bei unterstützten Kameras.
  3. Camera Raw 18.4 verbessert außerdem Motivmasken, ergänzt ein Vektorskop und erlaubt einen linearen Verlauf in zwei Richtungen.
  4. Lightroom Classic 15.4.1 beziehungsweise 15.4 ergänzt unter anderem Duplikaterkennung, Gesichtsansichten, bessere Motivmasken und neue KI-Metadatenfilter.
  5. Lightroom Desktop 9.4 ergänzt Gesichtsansichten, verbesserte Motivmasken sowie weitere Funktionen für Schärfung und Video.
  6. Die deutschsprachige Photoshop-Beta-Seite dokumentiert als jüngsten Eintrag weiterhin Beta 27.4 vom Januar 2026. Eine neue August-Beta ist dort derzeit nicht belegt.
  7. Mein Rat: das reguläre Photoshop für Aufträge, die Beta für Tests und Camera Raw als sauberen ersten Arbeitsschritt für RAW-Dateien.

Erst einmal die Begriffe – ohne Fachchinesisch

RAW-Datei: Das digitale Negativ deiner Kamera. Es enthält mehr Bildinformationen als ein JPEG und lässt sich deshalb besser entwickeln.

Camera Raw: Der RAW-Entwickler, der beim Öffnen unterstützter RAW-Dateien vor Photoshop erscheint. Einen ähnlichen Entwicklungsbereich findest du in Lightroom.

Maske: Sie legt fest, wo eine Korrektur wirkt. Weiß bedeutet: Hier wirkt sie. Schwarz bedeutet: Hier nicht.

Smartobjekt: Ein Bearbeitungscontainer in Photoshop. Öffnest du eine RAW-Datei als Smartobjekt, kannst du später zu den Camera-Raw-Einstellungen zurückkehren.

Generative Credits: Ein Nutzungskontingent für bestimmte Adobe-KI-Funktionen. Das generative Erweitern mit Firefly kann solche Credits verbrauchen.

Welche Version ist bei mir installiert?

  • Öffne die Creative-Cloud-Desktop-App und gehe zu Apps > Updates.
  • In Photoshop findest du die genaue Programmversion unter Hilfe > Systeminformationen.
  • Die Camera-Raw-Version prüfst du in Photoshop über Hilfe > Über Zusatzmodule > Camera Raw. Auf dem Mac liegt der Menüpunkt unter Photoshop > Über Zusatzmodule > Camera Raw.
  • Vergleiche nicht nur den großen Versionsnamen, sondern auch die Unterversion. 18.4 und 18.4.1 sind nicht dasselbe.
  • Fehlt ein Update, warte lieber kurz und prüfe später erneut. Adobe verteilt Aktualisierungen teilweise gestaffelt.

Praxis-Tipp: Aktualisiere nicht fünf Minuten vor einem Kundentermin. Das ist kein Workflow, das ist eine Mutprobe.

Versionsnummern: der zweite Kontrollgang

  1. Photoshop regulär: 27.9.1. Adobe führt diese Version in den deutschen Neuerungen und Versionshinweisen für Juli 2026.
  2. Photoshop Beta: 27.4 ist der jüngste Stand, den die deutsche Beta-Seite ausdrücklich dokumentiert. Das ist nicht automatisch dieselbe Build-Nummer, die dir Creative Cloud heute anbietet.
  3. Camera Raw: 18.4.1. Die Neuerungen von 18.4 und 18.3.1 gehören ebenfalls zum aktuellen Funktionspaket.
  4. Lightroom Classic: 15.4.1 ist der aktuelle Wartungsstand. Die großen Neuerungen werden auf Adobes Übersichtsseite unter 15.4 erklärt.
  5. Lightroom Desktop: 9.4. Lightroom Mobile kann je nach Betriebssystem und gestaffelter Verteilung abweichen.

Nicht belegt sind derzeit Photoshop 27.9.2, Camera Raw 18.5 sowie Lightroom Classic 15.5 oder Lightroom Desktop 9.5. Solche Nummern klingen nach dem logischen nächsten Schritt, sind aber ohne offiziellen Versionshinweis noch kein Fakt.

Photoshop 27.9.1: kleine Änderungen, die im Alltag helfen

Das reguläre Photoshop-Update vom Juli 2026 ist kein großer Umbau. Es verbessert vor allem Stellen, an denen man täglich ein paar Klicks verlieren kann.

Mehr Kontrolle beim Entfernen-Werkzeug

Die kontextbezogene Taskleiste zeigt zusätzliche Bedienelemente für das Entfernen-Werkzeug. Dazu gehören das Finden störender Elemente, das Hinzufügen oder Abziehen von Bereichen und die Option, nach jedem Pinselstrich sofort zu entfernen. Du musst dadurch seltener in der Optionsleiste suchen.

  1. Dupliziere zuerst die Bildebene mit Strg+J unter Windows oder Cmd+J auf dem Mac.
  2. Wähle das Entfernen-Werkzeug in der Werkzeugleiste.
  3. Male knapp über das störende Objekt. Kleine Pinselstriche sind meist leichter zu kontrollieren als ein riesiger Kringel.
  4. Prüfe das Ergebnis bei 100 Prozent. Achte besonders auf wiederholte Muster, verbogene Kanten und verschmierte Hautstrukturen.
  5. Wenn das Ergebnis schlecht ist, gehe einen Schritt zurück und bearbeite kleinere Teilbereiche.

Ebenen an Firefly Boards senden

Ausgewählte Photoshop-Ebenen lassen sich direkt an Firefly Boards senden. Das ist interessant, wenn du Varianten, Bildideen oder ein Moodboard in Boards weiterentwickeln möchtest.

  • Markiere im Ebenen-Bedienfeld die gewünschten Ebenen.
  • Klicke mit der rechten Maustaste auf die Auswahl.
  • Wähle Ebenen an Firefly Boards senden.
  • Wähle ein vorhandenes Board oder erstelle ein neues.
  • Öffne das Board und kontrolliere, ob wirklich die richtigen Ebenen angekommen sind.

Wichtig: Für eine einzelne lokale PSD nennt Adobe zusätzlich Datei > Exportieren > An Firefly Boards senden. Das Dokument wird dabei in die Cloud übertragen.

Cloud-Suche, Schriften und Hinweise für KI-Eingaben

  • Cloud-Dateien lassen sich mit Stichwörtern und natürlicher Sprache durchsuchen.
  • Favorisierte Schriften können gespeichert und wiederhergestellt werden.
  • Beim Erzeugen von Bildern erscheinen Hinweise, die beim Formulieren der Eingabe helfen.

Das sind keine Funktionen, für die man eine Blaskapelle bestellt. Aber sie machen einen bestehenden Ablauf etwas ruhiger – und genau das ist bei Software oft die sinnvollere Art von Update.

Photoshop Beta: Was ist aktuell wirklich belegt?

Die deutschsprachige Beta-Seite von Adobe führt als jüngsten Eintrag Photoshop Beta 27.4 vom Januar 2026. Dort wird vor allem Dynamischer Text beschrieben: Text lässt sich kreisförmig, bogenförmig oder entlang einer Kurve anordnen.

Eine neue deutschsprachig dokumentierte August-Beta konnte ich nicht bestätigen. Das heißt nicht automatisch, dass kein Test-Build verteilt wird. Es heißt nur: Für einen belastbaren Blogbeitrag reicht ein Screenshot oder ein Forenhinweis nicht als Beleg.

Reguläre Version: für verlässliche Arbeit, Kundenprojekte und enge Termine.

Beta-Version: für Neugier, Tests und frühes Feedback – am besten mit Kopien statt Originaldateien.

Adobe weist außerdem darauf hin, dass viele generative Beta-Funktionen Credits verbrauchen können. Die Beta kann parallel zur normalen Version installiert werden. Trotzdem gilt: Wichtige Dateien zuerst sichern und nicht die einzige Version eines Projekts in einer Test-App öffnen.

Leicht übersehener Credit-Tipp: Laut Adobes deutscher Beta-Übersicht verbrauchen das Entfernen-Werkzeug im generativen Modus und die Schaltfläche Entfernen keine generativen Credits. Für die meisten anderen generativen Beta-Funktionen können dagegen Credits anfallen.

Camera Raw 18.4.1: die wichtigsten Neuerungen

Camera Raw 18.4.1 ist das für Fotografen interessanteste aktuelle Paket. Die drei sichtbarsten Punkte sind generatives Erweitern, die Vollbild-Präsentation und die Anzeige von Autofokus-Messfeldern.

Generatives Erweitern

Damit vergrößerst du die Bildfläche über den ursprünglichen Rand hinaus. Camera Raw erzeugt den fehlenden Bereich entweder mit Firefly oder füllt ihn aus dem vorhandenen Bildinhalt. Das hilft bei einem zu knappen Ausschnitt, einem schiefen Horizont oder wenn du mehr Platz für Text brauchst.

  • Öffne eine unterstützte RAW-Datei direkt in Camera Raw.
  • Wähle Zuschneiden und erweitern.
  • Aktiviere Erweitern.
  • Ziehe möglichst nur eine Kante auf einmal nach außen. Das hält die Aufgabe für die KI überschaubar.
  • Wähle Firefly Fill & Expand für drei generierte Varianten oder Inhaltsbasierte Füllung für eine lokale Variante ohne generative Credits.
  • Klicke auf Generieren, prüfe die Vorschläge in 100-Prozent-Ansicht und bestätige erst danach mit Beibehalten.

Praxis-Tipp: Erweitere das Bild vor aufwendigen Masken oder Objektivunschärfe. Adobe weist darauf hin, dass sich vorhandene Korrekturen wie Tiefen, Lichter, Klarheit oder Dunst entfernen auf die Erscheinung des erzeugten Bereichs auswirken können.

Achtung bei Menschen, Schrift und Architektur: Kontrolliere Hände, Gesichtszüge, Buchstaben, Fenster und gerade Linien besonders kritisch. KI ergänzt plausibel – nicht zwingend wahr.

Wichtig für Serien: Der erzeugte Erweiterungsbereich wird laut Adobe bei Stapelabläufen wie Kopieren, Einfügen oder Synchronisieren nicht automatisch auf das Zielfoto übertragen. Bei Panoramen oder HDR-Bildern solltest du zuerst zusammenfügen und erst das fertige Ergebnis erweitern.

Autofokus-Messfelder anzeigen

Bei unterstützten RAW-Dateien von Canon, Nikon und Sony kann Camera Raw die in der Datei gespeicherten Autofokus-Messfelder einblenden. Das ist eine Diagnosehilfe: Du siehst, worauf die Kamera fokussiert hat. Die Schärfe selbst wird dadurch nicht verändert.

  • Am einfachsten: Klicke mit der rechten Maustaste ins Bild und blende die Autofokus-Messfelder über das Kontextmenü ein.
  • Windows: Strg+Alt+Umschalt+O
  • macOS: Cmd+Wahl+Umschalt+O
  • Falls nichts erscheint, kann die Kamera, das RAW-Format oder die konkrete Datei die nötigen Fokusdaten nicht liefern.

Die Anzeige verändert weder deine Bearbeitung noch die Metadaten der Datei. Du kannst sie also gefahrlos zur Kontrolle ein- und ausblenden.

Vollbild-Präsentation

Mit dem neuen Präsentationsmodus kannst du Bilder bildschirmfüllend durchsehen. Das ist praktisch für eine ruhige Auswahl oder eine schnelle Vorführung. Für die eigentliche Detailkontrolle wechselst du danach wieder in die normale Ansicht und zoomst auf 100 Prozent.

Top-Secret im ganz undramatischen Sinn: Ein Rechtsklick in der Präsentation öffnet Einstellungen für Hintergrundfarbe, Anordnung und eingeblendete Fotoinformationen.

Camera Raw 18.4 und 18.3.1: Verbesserungen unter der Haube

Bessere Motivmasken

Die Motiverkennung wurde verbessert. In Camera Raw 18.3.1 kamen zusätzlich die Regler Kante und Weiche Kante für ausgewählte KI-Maskentypen hinzu. Damit kannst du den Übergang einer Maske genauer steuern.

  • Öffne Maskieren und wähle Motiv.
  • Aktiviere die farbige Maskenüberlagerung. Ohne sichtbare Überlagerung korrigierst du sonst gern die falsche Stelle.
  • Zoome zu Haaren, Brillenkanten, Fell oder feinen Zweigen.
  • Passe Kante vorsichtig an. Zu starke Werte erzeugen helle Säume oder abgeschnittene Details.
  • Verwende Weiche Kante nur so weit, dass der Übergang natürlich wirkt.
  • Kontrolliere die Maske zusätzlich vor einem hellen und einem dunklen Bildbereich.

Vektorskop zur Farbkontrolle

Das Vektorskop zeigt Farbton und Farbsättigung grafisch an. Du öffnest es mit einem Rechtsklick auf das Histogramm und dem Befehl Vektorskop anzeigen. Je weiter die Farbinformation vom Mittelpunkt entfernt liegt, desto stärker ist die Sättigung. Für Einsteiger ist es vor allem eine Kontrolle neben dem eigenen Auge – kein Automat, der eine richtige Farbe ausspuckt.

Praxis-Tipp: Beobachte beim Regeln der Dynamik oder Sättigung, wie weit sich die Farbinformation nach außen bewegt. Wenn einzelne Farben extrem ausschlagen, prüfe diese Bereiche im Bild. Starre Hauttöne nicht auf eine angeblich magische Linie fest; Licht, Kamera und Hauttyp unterscheiden sich.

Linearer Verlauf in zwei Richtungen

Ein linearer Verlauf kann nun in beide Richtungen wirken. Das hilft, wenn du einen hellen Mittelbereich betonen oder zwei Bildränder gleichzeitig abdunkeln möchtest. Beginne mit kleinen Belichtungswerten, etwa minus 0,2 bis minus 0,5. Ein Verlauf soll das Bild führen, nicht wie ein Rollladen aussehen.

Lightroom: Was davon kommt dort an?

Lightroom Classic 15.4.1 beziehungsweise 15.4

  • Duplikate lassen sich erkennen und in Katalogstapeln organisieren.
  • Ein Gesichter-Bedienfeld hilft bei der Auswahl, unter anderem nach Augenfokus oder geöffneten Augen.
  • Die Motiverkennung für Masken wurde verbessert.
  • KI-Metadaten können gefiltert und in Smart-Sammlungen verwendet werden.
  • Stichwörter werden besser im Lightroom-Ökosystem synchronisiert.
  • Der Maskierungspinsel reagiert laut Adobe schneller.

Einsteiger-Tipp: Lasse die Duplikaterkennung zuerst nur anzeigen. Lösche nicht sofort. Prüfe Dateiname, Aufnahmedatum, Bearbeitungsstand und Speicherort – zwei ähnliche Fotos sind nicht automatisch dieselbe Datei.

Leicht zu übersehen: Die Analyse läuft im Hintergrund. In der Erkennungstafel zeigt Lightroom Classic dafür einen Prozessindikator, unter anderem bei Duplikaterkennung, Gesichtserkennung und assistierter Auswahl. Wenn zunächst wenig passiert, gib Lightroom kurz Zeit, bevor du dieselbe Suche mehrfach startest.

Sicherheitsdetail aus 15.4.1: Adobe hat im Duplikate-Kontext den Befehl Abgelehnte Fotos löschen aus dem Menü Foto entfernt. Das passt zur wichtigsten Einsteigerregel an dieser Stelle: erst vergleichen, dann bewusst entscheiden.

Lightroom Desktop 9.4

Die Cloud-Version von Lightroom ergänzt ebenfalls Gesichtsansichten und bessere Motivmasken. Adobe nennt außerdem KI-Schärfen und Video generieren. Diese Punkte sind nicht dasselbe wie Camera Raw 18.4.1 und sollten deshalb nicht in einen einzigen Update-Topf geworfen werden.

Bei Lightroom Mobile können Version und Funktionsumfang je nach Plattform und Verteilung abweichen. Prüfe deshalb die Versionsnummer im App-Store und die Funktionen direkt in deiner App, statt eine Desktop-Anleitung blind aufs Smartphone zu übertragen.

Einsteiger-Workshop: vom RAW zum fertigen Bild

Dieser Ablauf ist bewusst einfach gehalten. Du brauchst keine Spezialtechnik und keine perfekte Datei. Nimm ein RAW-Foto mit einem klaren Motiv und etwas Platz an mindestens einer Bildkante.

1. Sicher starten

  • Sichere die Originaldatei und arbeite nicht auf der einzigen Kopie.
  • Aktualisiere Photoshop und Camera Raw über die Creative-Cloud-App.
  • Starte Photoshop nach dem Update neu und prüfe die Versionsnummer.

2. RAW-Grundentwicklung

  • Öffne die RAW-Datei. Camera Raw startet automatisch.
  • Korrigiere zuerst Weißabgleich und Belichtung.
  • Ziehe Lichter vorsichtig zurück, wenn helle Bereiche ausfressen.
  • Hebe Tiefen nur so weit an, dass dunkle Bereiche wieder Zeichnung bekommen. Zu viel davon macht das Bild flach.
  • Verwende Klarheit, Struktur und Dunst entfernen sparsam. Bei Haut dürfen diese Regler meistens deutlich ruhiger bleiben als bei Landschaften.

3. Motivmaske sauber prüfen

  • Wähle Maskieren > Motiv.
  • Schalte die Maskenüberlagerung ein.
  • Prüfe Haare, Brille, Finger und feine Kanten bei 100 Prozent.
  • Korrigiere die Auswahl mit Hinzufügen oder Subtrahieren.
  • Passe Kante und Weiche Kante nur in kleinen Schritten an.
  • Nimm danach eine sichtbare, aber zurückhaltende Korrektur vor, zum Beispiel plus 0,2 Belichtung auf dem Motiv.

4. Farbe mit dem Vektorskop kontrollieren

  • Klicke mit der rechten Maustaste auf das Histogramm und wähle Vektorskop anzeigen.
  • Erhöhe Dynamik testweise leicht.
  • Beobachte, welche Farbbereiche nach außen wandern.
  • Gehe wieder etwas zurück, wenn einzelne Farben zu stark oder unnatürlich wirken.
  • Entscheide am Ende nach Bild und Messanzeige zusammen. Das Vektorskop ist ein Hinweis, kein Geschmacksrichter.

5. Bildrand erweitern – optional

  • Wähle Zuschneiden und erweitern und aktiviere Erweitern.
  • Ziehe nur eine Kante etwas nach außen.
  • Teste zuerst Inhaltsbasierte Füllung, wenn der Hintergrund einfach ist und du keine generativen Credits verbrauchen möchtest.
  • Nutze Firefly Fill & Expand, wenn Licht, Perspektive oder komplexe Strukturen ergänzt werden müssen.
  • Prüfe Übergänge, Wiederholungen, Hände, Gesichter und gerade Linien bei 100 Prozent.
  • Bestätige nur eine wirklich brauchbare Variante. Wenn keine passt, verkleinere die Erweiterung und versuche es erneut.

6. Als Smartobjekt an Photoshop übergeben

Halte die Umschalttaste gedrückt. Die Schaltfläche Bild öffnen wird zu Objekt öffnen. Damit landet die RAW-Entwicklung als Smartobjekt in Photoshop. Per Doppelklick auf die Smartobjekt-Miniatur kommst du später zurück zu Camera Raw.

7. Kleine Störungen in Photoshop entfernen

  • Dupliziere die Smartobjekt-Ebene oder die aktuelle Bildebene.
  • Wähle das Entfernen-Werkzeug.
  • Bearbeite Staubflecken, kleine Sensorpunkte oder einzelne störende Objekte mit kurzen Strichen.
  • Zoome hinein und hinaus. In der Nähe muss die Retusche sauber sein, in der Gesamtansicht darf sie nicht auffallen.
  • Speichere eine PSD mit Ebenen. Exportiere JPEG oder WebP erst als fertige Ausgabe für die Website.

Top-Secret-Tipps, die wirklich etwas bringen

Keine Sorge, wir brechen jetzt nicht in Adobes Tresor ein. Gemeint sind Funktionen und Arbeitsweisen, die offiziell dokumentiert sind, in kurzen Update-Meldungen aber gern untergehen.

Vor dem Erweitern optimieren: Wende nötige KI-Optimierungen möglichst vor dem generativen Erweitern an. Masken und Objektivunschärfe kommen besser danach. So muss Camera Raw nicht auf einer halbfertigen Bearbeitung raten.

Nur eine Kante auf einmal: Eine kleine Erweiterung links oder oben ist leichter zu beurteilen als ein komplett neuer Rahmen rund um das Bild. Das verbessert die Kontrolle und spart unnötige Generierungen.

Erst ohne Credits testen: Bei einem einfachen Himmel, einer Wand oder einem gleichmäßigen Hintergrund beginne mit Inhaltsbasierte Füllung. Sie liefert eine Variante ohne generative Credits. Firefly Fill & Expand erzeugt drei Varianten und kann Credits verbrauchen.

Vektorskop gezielt einsetzen: Öffne es per Rechtsklick auf das Histogramm. Bei einer Motivmaske kannst du damit auch Hautfarben beurteilen. Die Anzeige ist eine Orientierung – kein Beweis dafür, dass jeder Hautton auf einer einzigen Linie liegen muss.

Retusche auf eigener Ebene: Arbeite in Photoshop möglichst auf einer separaten leeren Ebene oder einer Ebenenkopie. Reduziere bei Bedarf die Deckkraft, begrenze die Wirkung mit einer Maske und kontrolliere das Ergebnis einmal bei 100 Prozent und einmal in der Gesamtansicht.

Der Sofort-sichtbar-Test: Wenn Schärfung, Klarheit, Hautglättung oder Vignette sofort als Effekt ins Auge springt, ist die Einstellung für ein natürliches Foto meistens schon zu stark. Nimm den Wert zurück und vergleiche Vorher und Nachher.

Die häufigsten Anfängerfehler

Zu viel auf einmal: Wenn du Belichtung, Masken, Farben, Schärfung und KI gleichzeitig stark veränderst, weißt du am Ende nicht mehr, welcher Schritt das Bild kaputtgemacht hat. Arbeite nacheinander.

KI nicht kontrolliert: Generierte Bildränder sehen in der kleinen Vorschau oft überzeugend aus. Die Fehler sitzen gern in Händen, Schrift, Zäunen, Fenstern oder wiederholten Mustern.

Maske nur im Gesamtbild geprüft: Ein sauber wirkendes Motiv kann an Haaren oder Brillenkanten helle Säume haben. Zoome immer auf 100 Prozent.

Duplikate sofort gelöscht: Lightroom erkennt mögliche Duplikate. Die letzte Entscheidung bleibt bei dir. Erst vergleichen, dann löschen.

Beta mit Originalen gefüttert: Eine Beta ist ein Testfeld. Verwende Kopien und halte die reguläre Version für wichtige Arbeit bereit.

Jedes Update sofort installiert: Vor großen Projekten ist Stabilität wichtiger als Neugier. Sichere Katalog, Voreinstellungen und Projektdateien.

Was lohnt sich wirklich?

Für Landschaft und Architektur: Generatives Erweitern kann bei knappem Beschnitt oder zusätzlichem Textraum helfen. Gerade Linien genau kontrollieren.

Für Porträt: Bessere Motivmasken und feinere Kantenkontrolle sind nützlich. Die Hautretusche bleibt trotzdem Handarbeit mit Augenmaß.

Für große Lightroom-Kataloge: Duplikaterkennung, Gesichtsansichten und Metadatenfilter sparen eher Zeit als spektakuläre Einzelbilder.

Im Design-Alltag: Firefly Boards und die Cloud-Suche können die Übergabe von Ebenen und das Wiederfinden von Dateien vereinfachen.

Für Einsteiger: Der größte Gewinn ist nicht ein einzelner KI-Knopf, sondern ein sauberer Ablauf: RAW entwickeln, Maske prüfen, optional erweitern, als Smartobjekt öffnen und erst danach retuschieren.

Faktencheck: bestätigt, nicht bestätigt, leicht zu verwechseln

Bestätigt: Photoshop 27.9.1, Camera Raw 18.4.1, Lightroom Classic 15.4.1 und Lightroom Desktop 9.4 sind auf den unten verlinkten deutschsprachigen Adobe-Seiten dokumentiert.

Nicht bestätigt: Photoshop 27.9.2, Camera Raw 18.5 sowie Lightroom Classic 15.5 und Lightroom Desktop 9.5 sind in den aktuell erreichbaren deutschsprachigen Adobe-Versionshinweisen nicht als neuester Stand aufgeführt.

Beta-Faktencheck: Die deutsche Photoshop-Beta-Seite nennt als jüngsten Eintrag Beta 27.4 vom Januar 2026. Eine vermeintliche August-Beta behandle ich deshalb nicht als gesicherte Veröffentlichung.

Versionslogik: Bei Lightroom Classic ist 15.4.1 der aktuelle Wartungsstand, während Adobe die neuen Funktionen unter 15.4 zusammenfasst. Das ist kein Widerspruch, sondern die Trennung zwischen Funktions- und Fehlerkorrektur-Update.

Leicht zu verwechseln: Camera Raw, der Camera-Raw-Filter und Lightroom teilen viele Entwicklungsfunktionen, aber nicht jede Funktion erscheint in jedem Programm oder in jedem Aufrufmodus.

Mein Fazit

Das aktuelle Update-Paket ist kein Feuerwerk, aber es verbessert mehrere echte Arbeitsabläufe. Camera Raw 18.4.1 ist für Fotografen am interessantesten: Bildränder erweitern, Fokusdaten prüfen und Bilder im Vollbild sichten. Die Verbesserungen an Masken und Farbanzeigen sind weniger auffällig, dafür im Alltag oft wertvoller.

Photoshop 27.9.1 räumt an Werkzeugen, Cloud-Suche und Firefly-Übergabe auf. Lightroom Classic 15.4.1 hilft vor allem bei großen Bildbeständen. Und die Beta? Die darf neugierig machen, aber sie ersetzt keine belastbare Produktionsversion.

Der wichtigste praktische Rat bleibt herrlich unspektakulär: Original sichern, in kleinen Schritten arbeiten und jedes KI-Ergebnis bei 100 Prozent prüfen. Ein großer Knopf nimmt dir nicht die Verantwortung für das Bild ab. Wäre ja auch ein bisschen langweilig.

Geprüfte deutschsprachige Direktlinks

Alle folgenden Seiten wurden am 13. August 2026 in einem zweiten Kontrollgang erneut geöffnet, auf deutschsprachige Inhalte geprüft und inhaltlich abgeglichen.

Neuerungen in Photoshop auf dem Desktop – Adobe – Überblick über Photoshop 27.9.1 und frühere Versionen

Photoshop-Versionshinweise – Adobe – genaue Neuerungen und Fehlerkorrekturen der regulären Version

Neuerungen in Photoshop Beta – Adobe – aktuell dokumentierter Beta-Stand

Übersicht über Photoshop Beta – Adobe – Installation, Stabilität, Credits und kommerzielle Nutzung

Photoshop-Dokumente an Firefly Boards senden – Adobe – offizielle Schrittfolge für Dokumente und Ebenen

Neuerungen in Camera Raw – Adobe – Überblick über Camera Raw 18.4.1, 18.4 und 18.3.1

Camera-Raw-Versionshinweise – Adobe – Versionen, Fokuspunkt-Anzeige und unterstützte Neuerungen

Generatives Erweitern in Camera Raw – Adobe – Methoden, Credits, Varianten und praktische Hinweise

Neuerungen in Lightroom Classic – Adobe – Funktionen von Lightroom Classic 15.4

Lightroom-Classic-Versionshinweise – Adobe – aktueller Wartungsstand 15.4.1

Neuerungen in Lightroom – Adobe – Funktionen von Lightroom Desktop 9.4

Lightroom-Versionshinweise – Adobe – genaue Versionsdetails zu Lightroom Desktop

Maskieren in Lightroom Classic – Adobe – Grundlagen und Werkzeuge für Masken

Hinweis zur Veröffentlichung

Versionsangaben ändern sich. Dieser Beitrag bildet den Stand der am 13. August 2026 erreichbaren deutschsprachigen Adobe-Dokumentation ab. Falls Adobe später Camera Raw 18.5 oder weitere Lightroom-Versionen offiziell veröffentlicht, sollte dieser Abschnitt vor einer erneuten Veröffentlichung aktualisiert werden.

Transparenzhinweis zum Einsatz künstlicher Intelligenz:

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung generativer KI erstellt und anschließend von mir redaktionell überarbeitet, fachlich geprüft und freigegeben. Sämtliche Versionsnummern, Funktionen und weiterführenden Links wurden anhand offizieller deutschsprachiger Adobe-Quellen kontrolliert. Das verwendete Headerbild wurde mithilfe generativer KI erzeugt und anschließend ausgewählt und bearbeitet.

Dieser Hinweis dient der transparenten Kennzeichnung gemäß Artikel 50 der EU-KI-Verordnung, deren Transparenzpflichten seit dem 2. August 2026 gelten. Offizielle Informationen der EU-Kommission


Photoshop für Faule: Graucomposing & Quick Composing mit Overlay (Ineinanderkopieren) – schnell, kontrollierbar und auf Wunsch komplett ohne generative KI

Ein einsteigerfreundlicher BROWNZart Workshop · Stand: 7. August 2026

Die Idee ist simpel: Schon beim Fotografieren so arbeiten, dass Photoshop später nicht kämpfen muss. Neutraler grauer Hintergrund, plastisches Licht, ein brauchbarer Kontrast – und dann mit Füllmethoden, Masken und Looks in wenigen Minuten aus einem Studiobild eine völlig andere Welt bauen.

Warum „Photoshop für Faule“ immer noch funktioniert

„Für Faule“ heißt hier nicht schlampig. Es heißt: keine Arbeit machen, die man sich schon beim Fotografieren ersparen kann. Die Technik setzt nicht auf magische Ein-Klick-KI, sondern auf ein ziemlich klassisches Photoshop-Prinzip: Grautöne, Füllmethoden, Ebenen, Masken und ein Lichtsetup, das die Figur schon in der Aufnahme sauber modelliert.

Das ist kein neu erfundener Blog-Gag: Im BROWNZ-Archiv ist 2022 bereits „Basic – Lichtsetting + Photoshop für Faule“ dokumentiert. In BROWNZ REMASTERED 2026 taucht die Methode als „Graucomposing – Photoshop für Faule, 2026 Edition“ wieder auf. DOCMA beschreibt bei einem BROWNZ-Workflow den Hintergrundtausch durch „Überlagerungstechniken“ und stellt dazu unter anderem Presets und Aktionen bereit.

Direkt dazu auf YouTube: Das Schnellcomposing – Photoshop für Faule · PHOTOSHOP FÜR FAULE – Malerischer Look mit Details

Was du für den Workshop brauchst

  • Adobe Photoshop mit Ebenen, Ebenenmasken und Füllmethoden.
  • Ein Foto vor möglichst gleichmäßigem neutralgrauem Hintergrund.
  • Einen neuen Hintergrund oder eine Textur, die du ins Bild bauen willst.
  • Optional: Camera-Raw-Presets, LUTs, PSD-Looks oder eigene Einstellungsebenen.
  • Optional: Retouch4me Color Match für schnelles Referenz-Color-Grading – Achtung: Das ist KI-basiert und damit nicht Teil der komplett AI-freien Variante.

Mini-Glossar für Einsteiger

  • Ebene: eine Bildschicht im Photoshop-Stapel.
  • Füllmethode: bestimmt, wie eine Ebene mit der darunterliegenden Ebene verrechnet wird.
  • Deckkraft: bestimmt, wie stark eine Ebene sichtbar ist.
  • Ebenenmaske: blendet Teile einer Ebene aus oder ein, ohne Pixel zu löschen. Schwarz versteckt, Weiß zeigt wieder.
  • Smartobjekt: hält Transformationen und viele Filter später leichter korrigierbar.

1. Das Grundprinzip: Warum Grau so praktisch ist

Photoshop hat eine Gruppe von Füllmethoden, die den Kontrast verändern. Dazu gehören „Ineinanderkopieren“ (englisch: Overlay), „Weiches Licht“ und „Hartes Licht“. Adobe beschreibt diese Kontrastgruppe so: Bereiche dunkler als 50 % Grau werden abgedunkelt, Bereiche heller als 50 % Grau aufgehellt. Ein gleichmäßiges mittleres Grau ist deshalb ein sehr brauchbarer Startpunkt für diese Technik.

Wichtig: Grau verschwindet nicht automatisch perfekt. Je gleichmäßiger und neutraler der Hintergrund fotografiert ist, desto kontrollierter funktioniert die Verrechnung. Falten, Hotspots, harte Schatten und Farbstiche machen die Sache unnötig mühsam.

Merksatz: Das Grau ist nicht das Kunstwerk. Das Grau ist die Rampe, über die du später schneller ins Kunstwerk kommst.

Ineinanderkopieren (Overlay) oder Weiches Licht?

  • Ineinanderkopieren / Overlay: kräftiger und kontrastreicher. Gut für Dark Art, grafische Looks, Texturen und härtere Bildwelten.
  • Weiches Licht / Soft Light: sanfter und leichter zu kontrollieren. Oft angenehmer für Beauty, Haut und ruhigere Composings.
  • Hartes Licht / Hard Light: deutlich aggressiver. Für Einsteiger eher sparsam einsetzen.

Wenn Ineinanderkopieren/Overlay zu stark wird, ist „Weiches Licht“ der schnellste Gegencheck. Adobe zeigt in einem eigenen Compositing-Lernbeispiel ebenfalls: Wenn Overlay zu kräftig wirkt, Soft Light probieren und die Deckkraft reduzieren.

2. Das Shooting: Der Photoshop-Workflow beginnt vor Photoshop

Der schnellste Composing-Trick hilft nichts, wenn das Ausgangsfoto gegen dich arbeitet. Beim Shooting zählt deshalb vor allem: gutes Rohmaterial für die Montage.

Der Hintergrund: Thunder Grey oder ein ähnliches neutrales Grau

Wir haben dafür gerne einen neutralen grauen Papierhintergrund verwendet – zum Beispiel „Thunder Grey/Thunder Gray“. Diese Bezeichnung gibt es tatsächlich bei mehreren Fotohintergrund-Systemen; im deutschsprachigen Raum ist etwa BD Thunder Gray erhältlich. Entscheidend ist aber nicht die Marke. Entscheidend ist: neutral, möglichst reflexionsarm, gleichmäßig und ohne wilde Farbverschiebung.

  • Papier oder sauberer Stoff funktioniert. Papier ist meist unkomplizierter, weil keine Falten herumturnen.
  • Das Model nicht direkt an den Hintergrund kleben. Wenn Platz da ist, lieber etwas Abstand lassen. Das reduziert harte Schlagschatten und verhindert, dass jede Lichtquelle den Hintergrund mitverunstaltet.
  • Den Hintergrund nicht unnötig separat „schönleuchten“. Für diese Technik willst du vor allem ein ruhiges, brauchbares Grau.
  • Achte auf Farbstiche durch Wände, Böden, Kleidung oder Mischlicht. Ein grünliches oder magentafarbenes Grau ist später kein Geschenk.

Das Hauptlicht: Beauty Dish von oben – aber nicht mit dem Vorschlaghammer

Ein Beauty Dish ist für diesen Workflow stark, weil er weich genug für Menschen sein kann, aber trotzdem Kontur und etwas Biss liefert. Profoto beschreibt den klassischen Softlight Reflector/Beauty Dish als weiches, gleichzeitig akzentuiertes Licht für Portrait und Fashion. Genau diese Mischung brauchen wir: nicht flach, nicht tot, sondern plastisch.

  • Beauty Dish leicht oberhalb der Augenlinie beziehungsweise oberhalb/vorne positionieren.
  • Nicht stumpf frontal aufs Model ballern. Das Licht ruhig leicht „feathern“: Der kräftigste Teil des Lichtkegels darf etwas am Model vorbeigehen. Dadurch wird das Licht kontrollierter und der Körper bekommt mehr Form.
  • Achte besonders auf Stirn, Nase, Brustkorb, Schultern und Oberschenkel. Wenn dort alles gleich hell ist, hast du später weniger Material zum Formen.
  • Für Akt, Dessous und Ganzkörper gilt: Die Lichtführung darf ruhig skulptural sein. Wir bauen Volumen, keine Passfoto-Beleuchtung.

Alternative: Striplights von der Seite

Zwei Strip-Softboxen seitlich oder leicht hinter dem Model sind eine sehr brauchbare Alternative. Elinchrom führt dafür mehrere schmale Rotalux-Strip-Formate. In der Praxis lassen sich solche schmalen Lichtformer gut als kontrolliertes Seiten- oder Kantenlicht einsetzen. Für diesen Workflow ist das hilfreich: Schulter, Taille, Arm und Bein bekommen klarere Lichtkanten und lassen sich optisch leichter in einen neuen Hintergrund integrieren.

  • Links und rechts leicht hinter die Körperachse stellen, wenn du mehr Rim-/Kantenlicht willst.
  • Nicht beide Strips exakt gleich stark machen müssen. Eine Seite darf ruhig etwas dominanter sein.
  • Als Startpunkt kann das Kantenlicht etwas schwächer als das Hauptlicht sein. Danach nach Bild entscheiden – nicht nach Tabellenreligion.

Kamera: Kein Voodoo nötig

RAW fotografieren, wenn möglich. Niedrige ISO, saubere Belichtung, sinnvoller Weißabgleich und genug Schärfentiefe für das Motiv. Die exakten Werte hängen von Kamera, Blitzleistung und gewünschtem Look ab. Der Punkt ist nicht ISO 100 um jeden Preis, sondern ein technisch sauberes Ausgangsbild ohne ausgefressene Haut und ohne zugelaufene wichtige Schatten.

3. Der Basis-Workflow in Photoshop

Jetzt kommt der „für Faule“-Teil: zuerst schnell bauen, dann nur dort perfektionieren, wo man es wirklich sieht.

4. Die stabile Einsteiger-Version: „Overlay (Ineinanderkopieren) + Normal“

Wenn du nur eine Sache aus diesem Workshop mitnimmst, dann diese Kombination. Sie ist schnell, logisch und lässt sich jederzeit korrigieren:

  • Unten: neuer Hintergrund.
  • Darüber: Model vor Grau auf „Ineinanderkopieren“ (Overlay) oder „Weiches Licht“.
  • Ganz oben: Kopie des Models auf „Normal“ mit schwarzer Ebenenmaske. Die schwarze Maske versteckt diese Kopie zunächst.
  • Mit einem weißen, weichen Pinsel auf der Maske nur Gesicht, wichtige Hautpartien, Augen, Lippen, Kleidung oder kritische Details zurückholen.
  • Optional darüber: gemeinsamer Farblook für ALLES. Genau der gemeinsame Look klebt die Bildwelt optisch zusammen.

Der Vorteil: Du musst nicht sofort perfekt freistellen. Du verwendest die schnelle Füllmethode für die grobe Fusion und holst nur die Teile sauber zurück, die wirklich nach Originalfarbe aussehen sollen. Das ist kontrolliertes Quick-and-Dirty – nicht Photoshop-Anarchie.

5. Looks: Der schnellste Weg von „okay“ zu „fertig“

Bei solchen Composings ist ein gemeinsamer Look oft wichtiger als die hundertste Maskenkorrektur. Wenn Vorder- und Hintergrund dieselbe Farbwelt bekommen, wirkt das Bild schneller wie aus einem Guss.

Variante A: PSD-Looks

PSD-Looks beziehungsweise „PSD Colorings“ sind nichts anderes als fertige Ebenenstapel mit Einstellungsebenen, LUTs, Gradationskurven, Farbbalance, Verlaufsumsetzungen und ähnlichem Zeug. Auf DeviantArt gibt es davon sehr viele – von brauchbar bis völlig entgleist.

  • PSD öffnen.
  • Look-Gruppe in dein Bild ziehen.
  • Ein-/Ausblenden und Varianten testen.
  • Deckkraft der Gruppe reduzieren.
  • Wenn Haut kippt: einzelne Ebenen maskieren oder problematische Farbkorrektur abschwächen.

Wichtig: Bei DeviantArt immer die Lizenz des jeweiligen Erstellers lesen. „Free Download“ bedeutet nicht automatisch „freie kommerzielle Nutzung“. Viele Creator verlangen Credit oder eine eigene Freigabe für kommerzielle Arbeiten.

Variante B: Camera Raw Presets

Camera-Raw-Presets sind praktisch, wenn du viele Looks schnell testen willst. Adobe beschreibt Presets als gespeicherte Korrektureinstellungen für Belichtung, Kontrast, Farbkorrektur, Schärfung und mehr; sie verändern die ursprünglichen RAW-Bilddaten nicht. Für eine bewusst AI-freie Variante bleibst du bei klassischen beziehungsweise eigenen Presets und normalen Reglern. Adobe führt daneben auch „Adaptive“ Presets mit intelligenten Korrekturen – die brauchen wir hier nicht.

Tipp: Wenn du den Camera-Raw-Filter in Photoshop auf ein Smartobjekt anwendest, bleibt der Look später korrigierbar. Nicht alles flach in eine Ebene braten, nur weil es schnell gehen soll.

Variante C: LUTs / Color Lookup

Photoshop kann LUTs über eine „Color Lookup“-Einstellungsebene anwenden. Das ist schnell und nicht-destruktiv; die Stärke lässt sich über die Deckkraft der Ebene dosieren. Für einen einheitlichen Film-, Fashion- oder Dark-Art-Look reichen oft schon niedrige bis mittlere Werte – nach Auge, nicht nach Rezept.

Variante D: Retouch4me Color Match

Das vermutlich gemeinte Retouch4me-„Color Look Ding“ heißt Retouch4me Color Match. Die Vollversion gleicht die Farbstimmung an ein Referenzbild an, bietet Zugriff auf LUT Cloud und kann eigene LUTs erzeugen. Color Match Free ist dagegen ein kostenloser LUT-Manager zum Anwenden und Durchprobieren von LUTs.

Faktencheck wichtig: Die Vollversion Color Match ist laut Retouch4me ein neuralnetzwerk-basiertes Tool. Color Match Free führt Retouch4me dagegen unter den kostenlosen Tools ohne KI. Der eigentliche „Photoshop für Faule“-Graucomposing-Workflow braucht ohnehin keine KI.

6. Komplett AI-frei – und warum das kreativ ziemlich angenehm ist

Wenn du bei Ebenen, Füllmethoden, Masken, klassischen Camera-Raw-Reglern, nicht-adaptiven Presets, LUTs und manueller Retusche bleibst, kann der Kern dieses Workflows ohne generative KI umgesetzt werden. Das heißt: keine Prompts, keine Generierungswartezeiten und keine Moderation eines Bildgenerators mitten im Composing.

Das ist gerade bei künstlerischem Akt, Dessous, Body Art, Dark Art oder sehr freakigen Fantasie-Composings angenehm. Du bearbeitest dein eigenes oder sauber lizenziertes Material lokal mit klassischen Bildbearbeitungswerkzeugen. Natürlich bleiben die normalen Regeln bestehen: Einwilligung, Volljährigkeit, Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte, Model Release und die Gesetze des Landes verschwinden nicht nur deshalb, weil keine KI beteiligt ist.

Und noch einmal zur Klarheit: Photoshop enthält heute auch generative KI-Funktionen. Du musst sie für diese Methode aber nicht verwenden. „AI-frei“ meint hier den beschriebenen klassischen Workflow – nicht, dass die Software Photoshop insgesamt keine KI-Funktionen hätte.

7. Drei schnelle Rezepte

Rezept 1: Clean Beauty / Fashion

  • Neutralgrau fotografieren, Beauty Dish leicht von oben/vorne.
  • Neuen Hintergrund darunter, Model auf Soft Light testen.
  • Gesicht und Haut über Normal-Kopie zurückholen.
  • Gemeinsame Gradationskurve für etwas mehr Tiefe.
  • Sanfte LUT oder Camera-Raw-Farbkorrektur zum Schluss.

Ziel: nicht spektakulär um jeden Preis, sondern sauber, hochwertig und schnell.

Rezept 2: Dark Art / Akt / Fine Art

  • Striplights seitlich oder leicht von hinten für klare Körperkanten.
  • Dunklen, strukturierten Hintergrund wählen.
  • Ineinanderkopieren/Overlay testen, Deckkraft reduzieren.
  • Texturen zusätzlich mit „Ineinanderkopieren“/„Weiches Licht“ darüberlegen und dosieren.
  • Mit Kurven und lokalem Dodge & Burn Körpervolumen führen.
  • Am Ende Farbe reduzieren oder gezielt auf zwei bis drei dominante Farbbereiche begrenzen.

Ziel: plastisch, schmutzig, malerisch – aber die Lichtlogik muss stimmen.

Rezept 3: Freaky Shit

  • Ungewöhnlichen Hintergrund nehmen, der eigentlich „zu viel“ ist.
  • Ineinanderkopieren, Hartes Licht und Weiches Licht gegeneinander testen.
  • Mehrere Texturen stapeln, aber jede einzeln dosieren.
  • Mit Verlaufsumsetzung oder Color Lookup eine gemeinsame Farbwelt erzwingen.
  • Gezielt Teile des Originals zurückholen, damit das Bild irgendwo noch einen realen Anker hat.

Ziel: kontrolliertes Chaos. Wenn alles schreit, hört man nichts. Eine Hauptidee muss die lauteste bleiben.

8. Die häufigsten Fehler – und warum es dann billig aussieht

9. Der 10-Minuten-Workflow

  1. RAW öffnen und sauber entwickeln.
  2. Neuen Hintergrund ins Photoshop-Dokument ziehen.
  3. Model-vor-Grau darüberlegen.
  4. Ineinanderkopieren/Overlay testen.
  5. Weiches Licht dagegen testen.
  6. Deckkraft einstellen.
  7. Normal-Kopie mit schwarzer Maske anlegen.
  8. Gesicht, Haut und wichtige Details kontrolliert zurückholen.
  9. Licht mit einer Kurve oder etwas Dodge & Burn angleichen.
  10. Einen gemeinsamen Look auf das ganze Bild legen – fertig. Danach nur noch dort nacharbeiten, wo wirklich etwas stört.

Das ist der Kern von Photoshop für Faule: Erst ein starkes Bild bauen. Danach entscheiden, ob es überhaupt noch mehr Arbeit braucht. Nicht umgekehrt.

10. Was davon 2026 wirklich noch Sinn macht

Sehr viel. Gerade weil heute viele Workflows sofort Richtung Generative Fill oder Bildgenerator gehen, ist ein klassischer Graucomposing-Workflow wieder angenehm direkt: nachvollziehbar, reproduzierbar und lokal kontrollierbar.

Die Technik ersetzt keine perfekte High-End-Freistellung, wenn genau diese verlangt ist. Sie ist ein kreativer Schnellweg für Composings, Fine Art, Dark Art, Fashion, Akt, Portrait und Artwork – überall dort, wo der Gesamteindruck wichtiger ist als klinische Pixelchirurgie.

Und wenn du irgendwann merkst, dass das Bild stark ist: aufhören. Das ist wahrscheinlich der schwierigste Photoshop-Trick von allen.

Geprüfte Links & weiterführende Quellen

Alle Links wurden für diese Finalfassung am 7. August 2026 erneut über offizielle Seiten oder die öffentliche Websuche geprüft. Die beiden direkten BROWNZart-YouTube-Videos sind eindeutig indexiert; es werden keine geratenen Watch-Links verwendet.

YouTube – Das Schnellcomposing: Photoshop für Faule – Link öffnen – Direktes BROWNZart-Video zum schnellen Composing.

YouTube – Photoshop für Faule: Malerischer Look mit Details – Link öffnen – Direktes BROWNZart-Video zum schnellen malerischen Look.

BROWNZart YouTube – Videos – Link öffnen – Öffentlicher BROWNZart-Kanal mit Photoshop- und DigiArt-Videos.

BROWNZ 01/2022 – Link öffnen – Belegt „Basic – Lichtsetting + Photoshop für Faule“.

BROWNZ REMASTERED 2026 – Link öffnen – Enthält „Graucomposing – Photoshop für Faule, 2026 Edition“.

DOCMA – Brownz’ Workflow: Vorgaben und Videotutorials – Link öffnen – Beschreibt Hintergrundtausch mit Überlagerungstechniken sowie Presets und Aktionen im Download-Paket.

Adobe – Füllmethodenbeschreibungen – Link öffnen – Deutsche Adobe-Hilfe zu Ineinanderkopieren, Weichem Licht, Hartem Licht und der 50-%-Grau-Kontrastgruppe.

Adobe Learn – Composite mit Füllmethoden – Link öffnen – Adobe-Lernbeispiel zu Overlay/Soft Light und Deckkraft.

Camera Raw Presets – Adobe – Link öffnen – Aktuelle Adobe-Hilfe zu ACR-Presets, Nicht-Destruktivität und adaptiven Presets.

Color Lookup als Einstellungsebene – Adobe – Link öffnen – Offizielle Photoshop-Hilfe zu Color Lookup.

Retouch4me – Color Match – Link öffnen – Referenzbasiertes Color-Grading, LUT Cloud und eigene LUTs.

Retouch4me – Color Match Free – Link öffnen – Kostenloser LUT-Manager und LUT Cloud.

Kostenlose Tools ohne KI – Retouch4me – Link öffnen – Herstellerseite ordnet Color Match Free den kostenlosen Tools ohne KI zu.

Glossar – Retouch4me – Link öffnen – Hersteller erklärt Color Match als neuralnetzwerk-basiert und Color Match Free als LUT-Manager.

DeviantArt – aktuelles PSD-Coloring-Beispiel – Link öffnen – Konkretes PSD-Coloring-Beispiel; Lizenzbedingungen immer beim jeweiligen Creator lesen.

BD Thunder Gray – Vienna Camera – Link öffnen – Aktuell gelisteter reflexionsarmer Papierhintergrund in Thunder Gray.

Profoto – Softlight Reflector / Beauty Dish – Link öffnen – Offizielle Herstellerseite zum Beauty-Dish-Lichtformer.

Elinchrom – Rotalux Softboxes / Strip-Formate – Link öffnen – Offizielle Übersicht mit mehreren Rotalux-Strip-Formaten.

EU-Kommission – Artikel-50-Transparenzleitlinien – Link öffnen – Bestätigt den Anwendungsbeginn der Transparenzpflichten am 2. August 2026.

EUR-Lex – Verordnung (EU) 2024/1689 – Link öffnen – Offizieller deutscher Verordnungstext des EU AI Act.

Faktencheck – was im Beitrag bewusst getrennt wurde

  • Belegt: „Photoshop für Faule“ ist im BROWNZ-Archiv 2022 dokumentiert; BROWNZ REMASTERED 2026 enthält eine „Graucomposing“-2026-Edition.
  • Extern belegt: DOCMA beschreibt bei Peter Braunschmid einen Hintergrundtausch mit Überlagerungstechniken und nennt Camera-Raw/Lightroom-Presets sowie eine ATN-Datei mit Aktionen im Download-Paket.
  • Adobe-belegt: „Ineinanderkopieren“, „Weiches Licht“ und „Hartes Licht“ gehören zur Kontrastgruppe; Adobe beschreibt dabei 50 % Grau als zentralen Umschlagpunkt zwischen Abdunkeln und Aufhellen.
  • Herstellerbelegt: Retouch4me beschreibt Color Match als neuralnetzwerk-basiertes Referenz-Color-Grading. Color Match Free wird dagegen als LUT-Manager und auf der Free-Products-Seite als Tool ohne KI geführt.
  • Praxisempfehlungen wie Lichtabstände, Leistungsrelationen und die Kombination „Overlay + Normal-Kopie“ sind Workflow-Empfehlungen, keine festen Naturgesetze. Motiv, Licht und gewünschter Look entscheiden.

Transparenzhinweis

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert, strukturiert und sprachlich ausgearbeitet und anschließend redaktionell geprüft. Der beschriebene Graucomposing-/Overlay-Kernworkflow selbst kann mit klassischen Photoshop-Funktionen ohne generative KI umgesetzt werden. Die Transparenzpflichten nach Artikel 50 des EU AI Act gelten seit 2. August 2026; ob im Einzelfall eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht greift, hängt vom konkreten KI-Einsatz ab. Die KI-Unterstützung bei diesem Text wird hier zusätzlich freiwillig transparent gemacht.


LUTs in Photoshop: Color Lookup Tables verstehen und anwenden

Verstehen, anwenden, laden und selbst erstellen – Schritt für Schritt und ohne Techniknebel

LUTs wirken auf den ersten Blick wie eine geheimnisvolle Hollywood-Schublade in Photoshop. Tatsächlich steckt dahinter ein ziemlich klares Prinzip: Eine Tabelle sagt Photoshop, welche Eingabefarbe in welche Ausgabefarbe verwandelt werden soll. Genau das schauen wir uns hier praktisch an – von der ersten Color-Lookup-Einstellungsebene bis zur eigenen .cube-Datei.

Ziel dieses Workshops  Am Ende kannst du LUTs sicher laden, dosieren, mit Masken begrenzen, verschiedene Dateiformate einordnen und einen eigenen Bildlook als LUT exportieren. Außerdem weißt du, wann eine LUT sinnvoll ist – und wann sie schlicht das falsche Werkzeug ist.

Inhalt

  1.     1. Was eine LUT wirklich ist
  2.     2. Woher LUTs kommen und warum Photoshop sie verwendet
  3.     3. 1D-LUT, 3D-LUT, technische LUT und kreative LUT
  4.     4. LUT-Dateiformate in Photoshop
  5.     5. Praxis: Eine LUT auf ein Foto anwenden
  6.     6. Praxis: Einen eigenen Look bauen und exportieren
  7.     7. Ein sinnvoller Ebenen- und Farbworkflow
  8.     8. Häufige Fehler und schnelle Lösungen
  9.     9. Mini-Übungen, Checklisten, Videos und geprüfte Quellen

1. Was ist eine LUT überhaupt?

LUT steht für Look-Up Table, auf Deutsch sinngemäß Nachschlagetabelle. Photoshop bekommt einen Farbwert, schaut in der Tabelle nach und gibt einen anderen Farbwert aus. Eine LUT ist also kein Filter, der das Motiv versteht. Sie erkennt weder Haut noch Himmel noch Haare. Sie führt für jeden Farbwert dieselbe festgelegte Umrechnung aus.

Ein stark vereinfachtes Beispiel: Ein neutrales Dunkelblau kann durch eine LUT etwas cyanfarbener werden, warme Hauttöne können stärker in Richtung Orange rutschen und helle Bereiche können gleichzeitig weicher oder kontrastreicher erscheinen. Bei einer 3D-LUT werden Rot, Grün und Blau gemeinsam betrachtet. Dadurch sind komplexe Farbverschiebungen möglich, die mit drei getrennten Kanal-Kurven allein nur eingeschränkt erreichbar wären.

Merksatz  Eine LUT ist ein fest gespeicherter Farb- und Tonwert-Transform. Sie ist ein Rezept für Farbwerte – kein intelligenter Bildbearbeiter.

Was eine LUT verändern kann

  1.                Farbstimmung und Farbbalance
  2.                Kontrast und Tonwertverteilung innerhalb des abbildbaren Bereichs
  3.                Sättigung und das Verhältnis einzelner Farben zueinander
  4.                die Anmutung eines Bildes, etwa kühl, warm, entsättigt, filmisch oder grafisch

Was eine LUT nicht kann

  1.                Retusche, Freistellen, Schärfen, Entrauschen oder Hautbearbeitung
  2.                eine Maske, einen Verlauf oder eine lokale Korrektur automatisch auf ein neues Motiv übertragen
  3.                unterschiedliche Belichtungen, Weißabgleiche oder Kameraprofile intelligent angleichen
  4.                Details zurückholen, die bereits ausgefressen oder abgesoffen sind
  5.                einen guten Basis-Workflow ersetzen. Eine LUT ist Gewürz – nicht das ganze Essen.

2. Woher kommen LUTs?

Das Prinzip der Nachschlagetabelle ist älter als Photoshop. In der digitalen Bildtechnik werden Tabellen seit Langem verwendet, um Eingangswerte schnell und reproduzierbar auf Ausgangswerte abzubilden. Besonders sichtbar wurde das Thema in Film, Fernsehen und später in digitalen Kinoworkflows: Kameramaterial wird oft in einem flachen Log-Format aufgenommen und muss für einen Monitor oder Projektor in einen passenden Darstellungsfarbraum übersetzt werden.

Genau dort haben LUTs zwei Jobs übernommen. Erstens können sie technisch umrechnen, zum Beispiel von einem Kamera-Logformat in eine betrachtbare Ausgabe wie Rec. 709. Zweitens können sie einen kreativen Look transportieren. ARRI beschreibt LUTs deshalb sowohl als technische Umwandlung als auch als Mittel zur kreativen Bildgestaltung.

Für uns ist entscheidend, was Photoshop daraus macht: Dort lässt sich eine LUT zerstörungsfrei über eine Color-Lookup-Einstellungsebene auf ein Foto legen. Umgekehrt kann Photoshop einen mit globalen Einstellungsebenen aufgebauten Farblook als LUT exportieren. Damit wird die LUT zu einem wiederverwendbaren Farbbaustein innerhalb des Photoshop-Workflows.

Photoshop-Fokus  Der kurze Blick auf Film und Logmaterial erklärt nur, warum manche heruntergeladenen LUTs in Photoshop falsch aussehen. Der praktische Workshop selbst arbeitet mit normalen RGB-Fotos, Color-Lookup-Einstellungsebenen und eigenen Photoshop-Looks.

Color Correction und Color Grading: nicht dasselbe

BegriffWorum geht es?Typisches Beispiel
FarbkorrekturTechnische oder handwerkliche Korrektur des Ausgangsbildes.Weißabgleich, Belichtung, neutraler Hautton, Kameras angleichen
Color GradingBewusste gestalterische Entscheidung für Stimmung und Bildsprache.Kühle Schatten, warme Lichter, entsättigte Farben, filmischer Kontrast
LUTGespeicherte feste Transformation; kann technisch oder kreativ eingesetzt werden.Log-zu-Rec.709-Konvertierung oder ein wiederverwendbarer Look
Wichtig  Korrigiere zuerst das Ausgangsbild, gib ihm danach den Look. Wer eine kreative LUT auf ein falsch belichtetes Foto legt und auf ein Wunder wartet, bekommt meistens nur einen besonders stilvollen Fehler.

3. Die wichtigsten LUT-Arten

1D-LUT und 3D-LUT

TypFunktionsweiseStärken und Grenzen
1D-LUTOrdnet Werte pro Kanal entlang einer Kurve zu. Die Kanäle werden grundsätzlich getrennt behandelt.Gut für Gamma, Tonwertkurven und einfache Kanaltransformationen; eingeschränkt bei komplexen Farbwechselwirkungen.
3D-LUTOrdnet RGB-Kombinationen in einem dreidimensionalen Farbraum neu zu.Kann Farbton, Sättigung und Helligkeit im Zusammenspiel verändern; üblich für kreative Looks und viele technische Konvertierungen.

In Photoshop arbeitest du im Bereich Color Lookup meistens mit 3D-LUT-Dateien. Bildlich kannst du dir eine 3D-LUT wie einen Farbwürfel vorstellen. An bestimmten Gitterpunkten ist festgelegt, wohin eine Farbe verschoben wird. Werte zwischen diesen Punkten werden interpoliert, also berechnet.

Technische LUT und kreative LUT

LUT-TypAufgabeAchtung
Technische LUTDefinierte Umwandlung zwischen Aufnahme-, Arbeits- oder Ausgabedarstellung.Muss zum erwarteten Eingangsmaterial und Ziel passen. Eine Log-LUT auf ein normales sRGB-Foto ist meist falsch.
Kreative LUTErzeugt einen gewollten Stil oder eine Stimmung.Ist geschmacksabhängig und sollte dosiert werden. Das Ausgangsbild muss vorher ordentlich korrigiert sein.
Kombinierte LUTEnthält technische Umwandlung und kreativen Look in einer Datei.Weniger flexibel. Man muss genau wissen, für welches Eingangssignal sie gebaut wurde.

Input-LUT, Look-LUT und Output-LUT

In professionellen Farbworkflows wird außerdem danach unterschieden, an welcher Stelle eine LUT eingesetzt wird: am Eingang zur Normalisierung des Kameramaterials, als kreative Look-Transformation oder am Ausgang für eine bestimmte Anzeige. Für normale Photoshop-Fotos reicht zunächst diese Regel: Verwende keine technische Kamera-LUT, wenn du nicht weißt, welchen Farbraum oder welche Log-Kurve sie erwartet.

4. LUT-Dateiformate in Photoshop

Photoshop kann beim Export mehrere LUT-Formate erzeugen. Für Einsteiger und für den Austausch mit vielen Foto- und Videoanwendungen ist .cube meist die vernünftigste erste Wahl. Das bedeutet nicht, dass .cube automatisch besser aussieht. Entscheidend ist, ob das Zielprogramm das Format korrekt unterstützt und ob Ein- und Ausgabefarbraum stimmen.

FormatKurz erklärtPraxisempfehlung
.CUBESehr verbreitetes 3D-LUT-Austauschformat; wird von vielen Foto- und Videoanwendungen unterstützt.Für die meisten eigenen Photoshop-Looks zuerst wählen.
.3DLÄlteres, weiterhin unterstütztes 3D-LUT-Format.Nur zusätzlich exportieren, wenn eine Zielanwendung es verlangt.
.CSPWeiteres 3D-LUT-Format, das Photoshop exportieren kann.Für spezielle kompatible Pipelines; für Einsteiger selten nötig.
ICC-ProfilPhotoshop kann je nach Dokumentmodus abstrakte oder Device-Link-Profile ausgeben.Relevant für spezialisiertes Farbmanagement; nicht mit einer normalen kreativen .cube-LUT verwechseln.

Rasterpunkte oder Grid Size

Eine 3D-LUT speichert nicht jede denkbare Farbe einzeln, sondern Werte an Gitterpunkten. Photoshop kann beim Export die Zahl der Rasterpunkte beziehungsweise eine Qualitätsstufe festlegen. Mehr Rasterpunkte bedeuten eine größere Datei und eine feinere Abtastung der Transformation. Adobe erlaubt Werte von 0 bis 256 und bietet Qualitätsstufen von niedrig bis maximal an.

Für einen normalen kreativen Bildlook ist Mittel oder Hoch ein sinnvoller Start. Maximal ist nicht automatisch sichtbar besser, macht die Datei aber größer. Wenn dein Look extreme Kurven oder harte Farbübergänge enthält, teste Hoch und Maximal auf mehreren Bildern. Entscheidend ist der Vergleich, nicht die größte Zahl im Dialogfeld.

LUT, Preset, Aktion und ICC-Profil

WerkzeugSpeichert bzw. steuertWann sinnvoll?
LUTEine feste Farbwert-Transformation.Look zwischen Bildern oder kompatiblen Anwendungen übertragen.
PresetEinstellungen eines bestimmten Werkzeugs; oft weiter editierbar.Bearbeitung in Lightroom, Camera Raw oder einem Plugin reproduzieren.
Photoshop-AktionEine Folge aufgezeichneter Befehle.Komplexe Arbeitsschritte automatisieren, auch außerhalb reiner Farbwerte.
ICC-ProfilBeschreibt oder verbindet Farbräume und Geräte im Farbmanagement.Verlässliche Farbdarstellung, Konvertierung und Ausgabe organisieren.

5. Praxis 1: LUTs in Photoshop auf Fotos anwenden

Für den ersten Versuch brauchst du ein normales RGB-Foto und eine .cube-Datei. Lade keine Datei aus einer dubiosen Sammlung mit hundert angeblich magischen Hollywood-Looks. Nimm eine seriöse LUT, deren Zweck beschrieben ist, oder verwende zunächst eine mit Photoshop gelieferte Vorgabe.

Schritt für Schritt

  1. Öffne dein Foto in Photoshop und speichere am besten sofort eine PSD-Arbeitsdatei.
  2. Nimm zuerst grundlegende Korrekturen vor: Weißabgleich, Belichtung, Lichter, Tiefen und grobe Farbstiche.
  3. Klicke im Ebenenbedienfeld unten auf „Neue Füll- oder Einstellungsebene erstellen“ und wähle „Color Lookup“. Alternativ: Ebene > Neue Einstellungsebene > Color Lookup.
  4. Öffne im Eigenschaftenbedienfeld das Menü bei „3DLUT-Datei“. Wähle eine vorhandene Vorgabe oder „3D-LUT laden“ und navigiere zu deiner .cube-, .3dl- oder .csp-Datei.
  5. Reduziere die Deckkraft der Einstellungsebene. Starte ruhig bei 30 bis 60 Prozent. Ein Look muss nicht schreien, um vorhanden zu sein.
  6. Schalte die Ebene mehrmals ein und aus. Prüfe besonders Hauttöne, neutrale Flächen, Schatten und sehr helle Bereiche.
  7. Nutze die Ebenenmaske, wenn der Look nicht überall gleich stark wirken soll. Male in der Maske mit Schwarz, um die LUT lokal auszublenden.
  8. Speichere die PSD mit der Einstellungsebene. So bleibt alles zerstörungsfrei und später korrigierbar.

Die drei Bereiche im Eigenschaftenbedienfeld

3DLUT-Datei: lädt klassische 3D-LUT-Formate wie .cube, .3dl und .csp.

Abstrakt: verwendet abstrakte ICC-Profile für geräteunabhängige Farbeffekte.

Geräteverknüpfung: verwendet Device-Link-Profile für definierte Farbraumverbindungen.

Für diesen Einsteiger-Workshop bleibt der Fokus auf „3DLUT-Datei“. Die beiden ICC-Varianten gehören stärker ins professionelle Farbmanagement und sollten nicht blind als kreative Presets behandelt werden.

So dosierst du einen Look sauber

  •                Deckkraft: Die einfachste und meist beste Kontrolle.
  •                Füllmethode „Farbe“: Kann interessant sein, wenn die LUT die Helligkeit zu stark verändert und du hauptsächlich die Farbwirkung behalten möchtest.
  •                Füllmethode „Luminanz“: Übernimmt vor allem die Helligkeitswirkung; für kreative LUTs seltener, aber zum Analysieren nützlich.
  •                Ebenenmaske: Schützt Haut, Produkte oder neutrale Flächen vor einer zu starken Wirkung.
  •                „Mischen, wenn“ in den Ebenenstilen: Fortgeschrittene Möglichkeit, die LUT nach Tonwertbereichen einzugrenzen. Für den ersten Tag nicht nötig.
Praxisregel  Wenn die LUT bei 100 Prozent gut aussieht, wunderbar. Wenn sie erst bei 25 Prozent gut aussieht, ist das genauso richtig. Deckkraft ist kein Qualitätsurteil, sondern Gestaltung.

Muss ich eine LUT installieren?

Nein. Der zuverlässigste Einsteigerweg ist „3D-LUT laden“ und die Datei direkt auszuwählen. Du kannst deine LUTs in einem eigenen, sauber benannten Ordner sammeln, etwa „BROWNZart_LUTs“, und sie von dort laden. Das ist übersichtlich, benötigt keine Administratorrechte und überlebt Photoshop-Updates besser als wildes Kopieren in Programmordner.

Wer LUTs dauerhaft im Dropdown-Menü sehen will, kann sie in den 3DLUTs-Vorgabenordner der jeweiligen Photoshop-Installation kopieren und Photoshop neu starten. Die genaue Position unterscheidet sich nach Betriebssystem, Version und Installationspfad. Weil Programmupdates solche Ordner verändern können, bleibt ein eigener LUT-Archivordner die robustere Methode.

6. Praxis 2: Einen eigenen Look bauen

Jetzt bauen wir einen einfachen, warmen, leicht filmischen Look. Nicht weil jeder Look filmisch heißen muss, sondern weil wir damit Schatten, Lichter, Kontrast und Sättigung gut sichtbar steuern können.

Vorbereitung

  •                Verwende ein sauber belichtetes RGB-Foto mit Haut, neutralen Flächen, Schatten und Lichtern.
  •                Sorge dafür, dass unten im Ebenenstapel eine echte Hintergrundebene vorhanden ist. Adobe nennt eine Hintergrundebene als Voraussetzung für den Export.
  •                Lege alle globalen Farbanpassungen als Einstellungsebenen über dieser Hintergrundebene an.
  •                Verwende für den LUT-Look keine Retusche-, Text-, Schärfe-, Weichzeichner- oder lokalen Pixelebenen.

Beispiel-Look aufbauen

  1. Gradationskurven: Setze eine sehr sanfte S-Kurve. Hebe den Schwarzpunkt nur minimal an, wenn du einen matten Look willst.
  2. Farbbalance: Gib den Schatten eine kleine Bewegung Richtung Cyan/Blau und den Lichtern eine leichte Wärme Richtung Gelb/Rot. Kleine Werte reichen.
  3. Selektive Farbkorrektur: Beruhige auf Wunsch zu kräftige Blau- oder Grüntöne. Achte darauf, Haut nicht orange zu drücken.
  4. Farbton/Sättigung oder Dynamik: Reduziere die Gesamtsättigung leicht oder steuere einzelne Farbbereiche.
  5. Kontrolle: Schalte die gesamte Einstellungsgruppe ein und aus. Der Look soll bewusst sein, aber das Motiv nicht auffressen.
Warum nur globale Korrekturen?  Eine LUT ordnet Farben global zu. Sie kann nicht speichern, dass du nur das Gesicht maskiert, den Himmel abgedunkelt oder links oben einen Verlauf gesetzt hast. Solche ortsabhängigen Entscheidungen gehören nicht in eine LUT.

7. Praxis 3: Eigene LUTs in Photoshop exportieren

  1. Prüfe, ob das Dokument eine Hintergrundebene und darüber die gewünschten farbverändernden Einstellungsebenen enthält.
  2. Wähle Datei > Exportieren > Color Lookup-Tabellen.
  3. Vergib eine klare Beschreibung, zum Beispiel „Warm_Cyan_Shadow_v01“. Ergänze optional den Copyright-Vermerk.
  4. Wähle bei Rasterpunkten beziehungsweise Qualität zunächst „Hoch“. Für einen einfachen Look genügt oft „Mittel“, aber „Hoch“ ist ein vernünftiger Teststandard.
  5. Aktiviere mindestens CUBE. 3DL oder CSP brauchst du nur, wenn eine Zielanwendung dieses Format ausdrücklich verlangt. ICC ist ein eigener Farbmanagement-Fall.
  6. Klicke auf OK, wähle einen eindeutigen Dateinamen und speichere die exportierte Datei in deinem LUT-Archiv.
  7. Öffne ein zweites, deutlich anderes Foto. Lege eine Color-Lookup-Einstellungsebene an und lade die neue .cube-Datei.
  8. Vergleiche den LUT-Look mit deiner ursprünglichen Einstellungsgruppe. Kleine Abweichungen können durch Rasterung und Interpolation entstehen; starke Abweichungen deuten auf ungeeignete Ebenen oder einen falschen Workflow hin.

Sinnvolle Dateinamen

Ein Dateiname sollte verraten, was die LUT erwartet und was sie tut. Das spart später erstaunlich viel Lebenszeit.

  •     BROWNZart_Warm_Cyan_v01.cube
  •                BROWNZart_Portrait_SoftContrast_sRGB_v02.cube
  •                BROWNZart_Portrait_CoolShadows_v03.cube
  •                BROWNZart_Lookname_High_v04.cube – falls du die gewählte Photoshop-Qualitätsstufe dokumentieren willst

Eine LUT richtig testen

Teste nicht nur am Bild, auf dem du sie gebaut hast. Nimm mindestens fünf verschiedene Motive: hell, dunkel, Haut, kräftige Farben und neutrale Flächen. Prüfe bei 100 Prozent und bei reduzierter Deckkraft. Achte auf Banding, unnatürliche Haut, Farbstiche in Grau, zugelaufene Schatten und ausgerissene Lichter.

Versionsregel  Überschreibe eine funktionierende LUT nicht. Speichere v01, v02 und v03. Eine LUT-Datei ist klein; verlorene Entscheidungen sind teuer.

8. Der sinnvolle Platz einer LUT im Workflow

Die genaue Reihenfolge hängt vom Bild und vom Farbmanagement ab. Für einen normalen, nicht-logarithmischen Fotoworkflow in Photoshop funktioniert diese Reihenfolge gut:

  1. RAW-Entwicklung: Weißabgleich, Belichtung, Objektivkorrektur und Grundkontrast.
  2. Retusche und Composing: Haut, Objekte, Freisteller, lokale Korrekturen.
  3. Technische Feinabstimmung: neutrale Farben, Kontrastverteilung, problematische Farbbereiche.
  4. Kreative LUT: als Einstellungsebene weit oben im Ebenenstapel.
  5. Lokale Anpassung des Looks: Maske, Deckkraft und ergänzende Korrekturen.
  6. Ausgabe: Größenänderung, Ausgabeschärfung, Softproof und Export.

Bei Kamera-Logmaterial ist die Sache anspruchsvoller: Dann muss klar sein, ob zuerst eine technische Normalisierung erfolgt, ob die kreative LUT bereits eine Log-zu-Ausgabe-Transformation enthält und in welchem Farbraum gearbeitet wird. Eine zufällige Reihenfolge kann Farben und Kontrast doppelt transformieren.

LUT vor oder nach der Retusche?

Für die meisten Fotos: zuerst sauber entwickeln und retuschieren, danach den finalen Look setzen. Du kannst den Look während der Arbeit als Vorschau eingeschaltet lassen, solltest aber immer wieder kontrollieren, wie das Bild ohne LUT aussieht. Sonst retuschierst du womöglich gegen einen Farbstich an, den die LUT selbst verursacht.

9. Häufige Fehler – und was wirklich hilft

ProblemWahrscheinliche UrsacheLösung
Das Bild wird extrem kontrastreich oder bunt.Die LUT erwartet Logmaterial, das Bild ist aber bereits normal entwickelt – oder umgekehrt.Beschreibung der LUT prüfen; passenden Eingabefarbraum verwenden; nicht nur Deckkraft reduzieren.
Haut wird orange, grün oder grau.Kreative LUT ist zu stark oder für andere Motive gebaut.Deckkraft senken, Haut über die Maske schützen, Farbkorrektur vor der LUT verbessern.
Die LUT wirkt auf jedem Foto anders.Die Transformation ist fest, die Ausgangsbilder sind verschieden.Bilder zuerst angleichen; LUT als Look, nicht als Automatik verwenden.
Export ist ausgegraut oder schlägt fehl.Keine Hintergrundebene, ungeeigneter Dokumentaufbau oder nicht abbildbare Ebenen.Hintergrundebene herstellen; nur globale, farbverändernde Einstellungsebenen für den Export-Look verwenden.
Banding oder harte Übergänge.Zu geringe Farbtiefe, aggressive Korrektur oder zu grobes LUT-Raster.In 16 Bit arbeiten, Look entschärfen, höhere Exportqualität testen und Ausgabe kontrollieren.
Farben unterscheiden sich zwischen Programmen.Unterschiedliche Farbräume, LUT-Reihenfolge, Interpretation oder Farbmanagement-Einstellungen.Ein- und Ausgabefarbraum dokumentieren; in beiden Programmen denselben Testchart und Workflow prüfen.
Die LUT taucht nicht im Menü auf.Sie wurde nicht in einen Preset-Ordner kopiert oder Photoshop wurde nicht neu gestartet.Einfach „3D-LUT laden“ verwenden; bei Installation Pfad und Dateiformat prüfen, dann Photoshop neu starten.
„3DLUT-Datei“ ist ausgegraut.Das Dokument arbeitet häufig nicht im RGB-Modus, sondern etwa in CMYK.Dokumentmodus prüfen. Nur an einer Kopie und nur wenn der Ausgabe-Workflow es erlaubt über Bild > Modus > RGB-Farbe konvertieren; eine Druckdatei nicht blind umstellen.

Banding vermeiden

  •     Bearbeite anspruchsvolle Farbverläufe möglichst in 16 Bit pro Kanal.
  •     Vermeide brutale Kurvenknicke und extreme Sättigungsverschiebungen.
  •     Teste die LUT in glatten Himmels- und Studiohintergründen.
  •                Verwechsle Bildschirm-Darstellungsprobleme nicht mit echten Bildfehlern; kontrolliere bei 100 Prozent und in einer finalen Exportdatei.
  •                Eine höhere Grid-Qualität kann helfen, rettet aber keinen grundsätzlich zu aggressiven Look.

10. Mini-Workshop: 20 Minuten bis zur eigenen LUT

ZeitAufgabeKontrollfrage
0-3 Min.RGB-Foto öffnen, PSD speichern, Basiskorrektur prüfen.Ist das Bild ohne Look technisch sauber?
3-8 Min.Sanfte Kurve und Farbbalance als Einstellungsebenen anlegen.Bleiben Haut und neutrale Flächen glaubwürdig?
8-11 Min.Sättigung oder selektive Farben fein abstimmen.Ist der Look klar, aber nicht plakativ?
11-14 Min.Einstellungsgruppe ein/aus vergleichen; ungeeignete lokale Ebenen entfernen.Kann die Wirkung global als LUT beschrieben werden?
14-16 Min.Datei > Exportieren > Color Lookup-Tabellen; CUBE, Qualität Hoch.Sind Beschreibung und Dateiname eindeutig?
16-20 Min.LUT auf zwei andere Fotos laden und Deckkraft testen.Funktioniert sie auch außerhalb des Ursprungsbildes?

Abschluss-Checkliste

  1.                Ich weiß, für welchen Eingangszustand die LUT gedacht ist.
  2.                Das Ausgangsbild habe ich vor dem kreativen Look korrigiert.
  3.                Ich arbeite mit einer Color-Lookup-Einstellungsebene und damit zerstörungsfrei.
  4.                Deckkraft, Maske, Hauttöne, Schatten und Lichter sind kontrolliert.
  5.                Meine eigene LUT basiert auf globalen Farbkorrekturen und einer Hintergrundebene.
  6.                Ich habe mindestens .cube exportiert und die LUT auf mehreren Bildern getestet.
  7.                Dateiname, Version und Zweck sind dokumentiert.
  8.                Die Original-PSD mit den editierbaren Einstellungsebenen bleibt erhalten.

11. Drei kurze Übungen zum Festigen

Übung A: LUT sezieren

Lege eine LUT auf ein Foto und dupliziere die Ebene zweimal. Stelle eine Kopie auf die Füllmethode „Farbe“, eine auf „Luminanz“ und lasse eine auf „Normal“. Schalte einzeln durch. So erkennst du, wie stark die LUT Farbe und Helligkeit verändert.

Übung B: Haut schützen

Wende eine deutliche kreative LUT an. Reduziere die Deckkraft, wähle die Ebenenmaske und male mit einem weichen schwarzen Pinsel bei geringer Pinseldeckkraft über Gesicht und Haut. Ziel ist keine harte Aussparung, sondern eine glaubwürdige Abstufung.

Übung C: Robustheitstest

Baue eine eigene LUT auf einem Porträt und teste sie auf Landschaft, Architektur, einem dunklen Foto und einem sehr hellen Bild. Notiere, wo sie kippt. Danach entschärfst du genau jene Einstellungsebene, die den Fehler verursacht, und exportierst v02.

12. Häufig gestellte Fragen

13. Deutschsprachige Video-Tutorials

Die folgenden deutschsprachigen YouTube-Videos waren beim Faktencheck am 3. August 2026 über die angegebenen Direktlinks auffindbar. YouTube-Inhalte können später umbenannt, verschoben oder entfernt werden.

14. Geprüfte Quellen und weiterführende Links

Die technischen Kernaussagen dieses Workshops wurden mit Hersteller- und Standardsquellen abgeglichen. Abruf und Linkprüfung: 3. August 2026.

Du möchtest deinen Farblook weiterentwickeln? In meinem Photoshop-Coaching in Linz arbeiten wir an deinen eigenen Bildern und deinem Workflow.

Schlussgedanke

LUTs sind weder Zauberei noch wertloses Preset-Spielzeug. Richtig eingesetzt sind sie eine schnelle, reproduzierbare Sprache für Farbe. Die Kunst beginnt dort, wo du weißt, was die Tabelle mit deinem Bild macht und wie stark du sie dosierst. Ein guter Look ist kein Deckel für jedes Foto, sondern eine bewusste Entscheidung passend zum Motiv.

Transparenzhinweis zur KI-Unterstützung

Hinweis  Dieser Workshop wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und als Arbeitsfassung erstellt. Inhalt, Menüwege, Quellen und Praxistauglichkeit wurden redaktionell geprüft und überarbeitet. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei BROWNZart. Der Hinweis dient der transparenten Kennzeichnung im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit KI und der EU-KI-Verordnung (AI Act).


BROWNZ REMASTERED 2 ist da. Und nein: Es ist keine Lern-DVD mehr. Du bekommst das komplette Training entweder als Download oder auf einem USB-Stick. Kein Abo, kein Hub-Zwang und keine zusätzliche Anmeldung. Kaufen, herunterladen oder anstecken und loslegen. Außerdem wieder großteils in FULL HD – braucht zwar mehr Speicher aber ich finde das besser und habe deshalb umgestellt.

Was ist diesmal anders? Eigentlich fast alles. BROWNZ REMASTERED VOLUME 2 ist keine Wiederholung des ersten Trainings, sondern mein aktueller Arbeitsalltag: klassisches Photoshop, Retusche, Composing, Synthografie und AI-Modifizierung – so, wie ich heute tatsächlich arbeite.

Photoshop und KI in BROWNZ REMASTERED 2

Wir starten mit Metallic-Haut, modernen Farbtechniken und schnellen Photoshop-Composings. Dazu kommt ein kompletter Bildbearbeitungsfahrplan mit 33 BROWNZ Basic-Coachings: Camera Raw, Haut, Licht, Schärfe, Freistellen, Body-Manipulation, Bokeh, Schwarzweiß, Retusche, neue KI-Tools und vieles mehr.

Später geht es in FineArt, Beauty, High Fashion und Editorial weiter. Ich zeige meine aktuellen Photoshop-Scripts, neue Looks, echte Praxis-Composings und die Stellen, an denen KI noch immer schlampig arbeitet und wir selbst nachbessern müssen.

Ein großer Teil dreht sich diesmal um die direkte Verbindung von Photoshop und KI: GPT, Adobe Connector, Codex, Photoshop Bridge, Make It Real, Upscaling und komplette AI-Modifizierungs-Workflows. Nicht als Theorie, sondern an konkreten Bildern wie Mysteria, Dark Guard, Dolphin Dream, Neuromancer, The Corridor, Crazy Joker, Freyja oder Wal über New York.

Insgesamt sind es 39 Hauptkapitel. Im Basic-Coaching-Kapitel stecken zusätzlich 33 einzelne Lektionen. Dazu bekommst du Workshop-PDFs, Scripts, Aktionen, Links, Templates und meine Grundwissen-Archive für Mai, Juni und Juli 2026.

Für wen ist BROWNZ REMASTERED 2 gedacht?

Das Training richtet sich an alle, die Photoshop nicht wegwerfen wollen, nur weil es jetzt KI gibt – und für alle, die KI nicht einfach machen lassen, sondern am Ende selbst über Bild, Look und Qualität entscheiden möchten.

Download-Version: 39 Euro
USB-Stick per Post: 49 Euro

Bestellung wie immer nur per formloser E-Mail mit dem Betreff „BROWNZ REMASTERED VOLUME 2“ an brownz@brownz.art, Brownz@wirtschaftsimpulse.net oder Brownz@5inchmedia.tv. Bitte danach auf meine Antwort warten. Ich sehe die Mails normalerweise morgens und abends durch. Bezahlen kannst du per Überweisung oder PayPal; alle weiteren Infos bekommst du in meiner Antwort-Mail.

BROWNZ REMASTERED 2: Inhaltsverzeichnis

Video-Gesamtlaufzeit: 11 Stunden, 58 Minuten und 1 Sekunde
Enthaltene Videodateien: 61 MP4-Dateien
Zusätzlich bekommst du 62 Dokumentdateien: 25 PDF-Dateien und 37 Word-/DOCX-Dateien. Darunter befinden sich auch die 33 ausführlichen BROWNZ Basic-Coaching-Workshop-Dokumente.

Die Videolaufzeit wurde aus allen tatsächlich im Paket enthaltenen MP4-Dateien ermittelt. Darin sind auch enthaltene Original-, Retro- und Bonusvideos berücksichtigt.

Kapitel 1 bis 10: Photoshop-Grundlagen und Looks

001 – Einleitung – 05:31

002 – Der Metallic-Haut-Effekt – 15:36

003 – Metallic-Haut-Effekt – Teil 2 – 13:31

004 – Der Metallic-Haut-Effekt 3 – 14:15

005 – Grundwissen-Archiv Mai 2026 (alle Beiträge & Linksammlungen)

006 – Farbe übernehmen 2026 – NeoAngel Edition – 12:00

007 – Farbe übernehmen wird zum neuen Look – 10:42

008 – Gleiche Farbe – und wofür ich das heute verwende – 07:04

009 – PS Quick Composing – „PS für Faule“ – Teil 1 – 06:11

010 – Grundwissen-Archiv Juni 2026 (alle Beiträge & Linksammlungen)

011 – BROWNZ Basic Coachings: Der komplette Bildbearbeitungsfahrplan (Word-Dokumente)

001 – Schwarzpunkt und Weißpunkt in Camera Raw

002 – Hohen Kontrast in Camera Raw korrigieren

003 – Verlaufsfilter und Radialfilter für Lost Places in Camera Raw

004 – High-ISO-Rauschen in Camera Raw reduzieren

005 – Luminanzprobleme in Camera Raw lösen

006 – Upscaling und Cropping in Lightroom und Photoshop

007 – Teile entfernen und ersetzen in Photoshop

008 – Objektauswahl und Sandwich-Technik in Photoshop

009 – Natürliches Dodge & Burn in Photoshop

010 – Kontraste, Hautstellen und Solarisation in Photoshop korrigieren

011 – Neue Farbtechniken, Taskleiste und Varianz in Photoshop und Camera Raw

012 – Bokeh nachträglich in Photoshop und Camera Raw erzeugen

013 – Body-Manipulation und Verformen in Photoshop

014 – Neue KI-Tools in Photoshop und Camera Raw

015 – Triptychon: drei Bilder mit Rahmen in Photoshop

016 – Harmonisieren in Photoshop

017 – Schärfen und Nachschärfen unscharfer Bilder in Photoshop und Camera Raw

018 – Netzbody-Retusche in Photoshop

019 – Rote Flecken und Sonnenbrand in Photoshop und Camera Raw retuschieren

020 – Glanzstellen, Schweiß und Haut in Photoshop und Camera Raw korrigieren

021 – Fehlende Hauttextur und ausgebrannte Stellen in Photoshop retuschieren

022 – Freistellen und Personen einfügen in Photoshop

023 – Fehlende Teile ergänzen oder ersetzen in Photoshop

024 – Kalenderblatt und Druckbild mit exakten Maßen anlegen

025 – Doppel- und Mehrfachbelichtungen in der Postproduction

026 – Schwarzweiß-Konvertierung nach Greg-Gorman-Anmutung

027 – Deckungsgleiche Ebenen nach dem Greg-Gorman-Prinzip

028 – Besseres Endresultat: Tiefe, Plastizität, Retusche und Details

029 – LucisArt-Look heute: moderner Workflow und Alternativen

030 – Zusatzpacks, Plugins, Alternativen und Geheimtipps für bessere Bildbearbeitung

031 – Outsourcing für Retusche und Freisteller: Top-10-Dienstleister

032 – Basis-Workshop „Synthography“

033 – Perspektivische Körperverformung

Kapitel 12 bis 24: Retusche und Synthografie

012 – Lava High Fashion Marie – 16:33

013 – Lava High Fashion Varianten – 11:21

014 – Kiss Me Tiger & CATS Fashion – 13:37

015 – BROWNZ Meets Jamari – Live Workflow – 34:12

016 – Der .lrtemplate-zu-XMP-Converter – 04:34

017 – FineArt Beauty Retusche mit dem BROWNZ Photoshop Script – 13:34

018 – Editorial Beauty Retusche Look mit Editorial Script – 15:21

019 – Vogue Style Editorial BROWNZ Photoshop Script – 15:24

020 – Teal & Orange Photoshop Script – 04:15

021 – Editorial Synthografie – 21:11

022 – Workshop-PDF für „THE LIGHT COULDN’T HOLD HER“ / NudeArt

023 – BROWNZ ART Editorial Synthografie – Workshop-PDF zu Video 21

024 – Workshop-PDF zu „BROWNZ meets Gesell“ – ChatGPT-Plugin: Adobe Connector

Kapitel 25 bis 39: KI-Composings und Workflows

025 – Mysteria Version 2026 – Composing mit ChatGPT-Plugin Adobe Connector, inklusive PDF

026 – Dark Guard 2026 Composing, inklusive PDF und MP4-HD-Video-Tutorial – 23:38

027 – Dolphin Dream 2026 Composing, inklusive PDF und MP4-HD-Video-Tutorial – 09:11

028 – Dolphin Dream Gegenprobe in Photoshop direkt und mit Codex / GPT / Adobe – 15:08

029 – Die komplette Codex Photoshop Bridge Anleitung, inklusive PDF – 04:39

030 – „Neuromancer“ Adobe Connector ohne Desktop-App im GPT-Fenster, inklusive PDF – 07:33

031 – The Corridor 2026, inklusive PDF, und wo KI noch schlampig ist – 15:45

032 – Crazy Joker – Adobe Connector & alisaitteke/photoshop-mcp, inklusive PDFs – 16:12

033 – Freyja goes Fantasy / Adobe Connector / GPT / Make It Real / Upscale – 27:01

034 – Die unglaubliche weltbeste BROWNZ FineArt HighEnd Upscale Technik – 18:39

035 – Die finale Photoshop-Retusche – Beauty & Look – 15:37

036 – Als ich Codex lernen wollte, wie ich in Photoshop arbeite, inklusive PDF – 08:45

037 – Grundwissen-Archiv Juli 2026 (alle Beiträge & Linksammlungen)

038 – Wal über New York – Photoshop-Retusche durch Codex steuern – Praxis-PDF

039 – Schlusswort – finaler aktueller Workflow und Zukunftsausblick – 21:07

Einen Einblick in meine Arbeitsweise findest du auch im Workshop Photoshop für Faule. Weitere Trainings stehen auf meiner Homebase BrownzArt.com.

Transparenzhinweis: Dieser Blogbeitrag wurde von mir erstellt und mit Hilfe von KI sprachlich ausgearbeitet. Auch das Training selbst behandelt neben klassischem Photoshop aktuelle KI- und AI-Modifizierungs-Workflows.


ALTE BILDER REMASTERN: EIN BILD IST NICHT FERTIG,
NUR WEIL ES ALT IST.

Warum ich meine alten Photoshop-Composings heute noch einmal öffne – und was neue Werkzeuge aus alter Bild-DNA machen können

Von Peter „BROWNZ“ Braunschmid · Linz

Sonntage sind bei mir gefährlich. Irgendwann öffne ich einen alten Bildordner – und plötzlich ist der freie Tag vorbei. Nicht, weil ich besonders nostalgisch werde. Sondern weil ich sofort sehe, was ich heute anders machen würde.

In meinen Archiven liegen Photoshop-Composings, Fotografien, Bildideen und angefangene Welten aus vielen Jahren. Einige davon sind mehr als zehn Jahre alt. Manche funktionieren noch immer erstaunlich gut. Andere tragen eine starke Idee in sich, wurden aber mit den damaligen technischen Möglichkeiten irgendwann an einem Punkt beendet, an dem heute noch lange nicht Schluss wäre.

Das bedeutet nicht, dass die alten Arbeiten schlecht waren. Sie zeigen ziemlich genau, was damals möglich war – und auch, was ich damals gesehen habe. Genau deshalb lösche ich solche Bilder nicht. Sie sind kein peinlicher Keller voller Jugendsünden. Sie sind mein visuelles Archiv. Und manchmal liegt dort ein Bild, das nicht noch einmal neu erfunden werden muss. Es muss nur noch einmal angesehen werden.

Alte Bilder remastern, ohne ihre Idee zu verlieren

Wenn ich heute ein altes Composing öffne, suche ich nicht zuerst nach technischen Fehlern. Mich interessiert die ursprüngliche Idee. Warum habe ich dieses Licht gewählt? Was sollte die Figur erzählen? Welche Stimmung wollte ich erzeugen? Wo war die Bildwirkung damals bereits richtig – und an welcher Stelle ist sie unterwegs stecken geblieben?

Ein altes Bild ist für mich deshalb kein Rohstofflager, das man blind durch eine neue Maschine schiebt. Es hat bereits eine Identität. Wenn ich alles daran austausche, bis nur noch eine polierte Oberfläche übrig bleibt, habe ich nichts remastert. Dann habe ich das alte Bild bloß entsorgt und ein neues darübergelegt.

Die spannendere Aufgabe ist, die alte DNA zu erhalten. Die Pose, die Atmosphäre, die Idee, manchmal auch kleine Unsauberkeiten, die dem Bild Charakter geben. Gleichzeitig kann ich heute Bereiche neu aufbauen, die früher technisch begrenzt waren: Übergänge, Freistellungen, Lichtführung, Oberflächen, anatomische Details, räumliche Tiefe oder einfach die Auflösung.

Was sich wirklich verändert hat

Natürlich sind die Werkzeuge heute andere. Photoshop ist leistungsfähiger geworden. Auswahltechniken, Masken, Camera Raw, generative Funktionen, moderne Retuscheprogramme, Upscaling und verschiedene KI-Werkzeuge eröffnen Möglichkeiten, für die früher sehr viel mehr Handarbeit nötig war – oder die überhaupt nicht vernünftig machbar waren.

Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Der größere Unterschied sitzt nicht im Computer. Er sitzt vor dem Computer.

Ich habe heute mehr Erfahrung. Dadurch sehe ich schneller, wenn Perspektive, Licht oder Anatomie nicht zusammenpassen. Außerdem merke ich früher, ob ein Effekt das Bild unterstützt oder nur laut herumsteht. Heute weiß ich besser, welche Fehler man korrigieren sollte – und welche man besser in Ruhe lässt, weil sie Teil der Bildsprache geworden sind.

Neue Software kann viele Dinge beschleunigen. Sie kann aber nicht nachträglich zwanzig oder dreißig Jahre Bildpraxis installieren. Dafür gibt es noch immer keinen Downloadbutton. Wahrscheinlich ist das auch ganz gut so.

KI liefert Material. Die Kunst beginnt bei den Entscheidungen.

Ich sage es immer wieder: KI kann keine Kunst. Sie kann Bilder erzeugen, Varianten berechnen, Strukturen ergänzen, Hintergründe umbauen und erstaunlich brauchbares Material liefern. Manchmal liefert sie auch vollkommenen Blödsinn mit drei Armen, schiefen Blickrichtungen und einer Lichtquelle, die offenbar aus einer anderen Dimension kommt.

Genau deshalb ist KI für mich kein Künstler. Sie ist ein Werkzeug. Ein ziemlich mächtiges Werkzeug, aber eben ein Werkzeug.

In meinem aktuellen Workflow arbeite ich nicht nach dem Prinzip: Prompt hinein, Kunstwerk heraus. Ich arbeite im Gespräch, prüfe Zwischenschritte, kombiniere Photoshop mit eigenen Aktionen und Hilfsprogrammen, verwerfe Ergebnisse, korrigiere Details und baue das Bild Stück für Stück weiter. Codex kann dabei Programme und Arbeitsschritte steuern oder mir Varianten zugänglich machen. Die gestalterische Entscheidung bleibt trotzdem bei mir.

Das fühlt sich teilweise tatsächlich eher wie Regie an. Ich muss nicht jeden technischen Handgriff selbst ausführen, aber ich muss sehr genau wissen, was ich sehen will. Wenn ich keine klare Vorstellung habe, hilft mir auch das teuerste Werkzeug nur dabei, schneller irgendwohin zu fahren. Nur eben nicht unbedingt an den richtigen Ort.

Alte Bilder remastern bedeutet nicht: alles glatter machen

Gerade bei älteren Bildern ist die Versuchung groß, jedes Detail zu reinigen, jede Hautfläche zu glätten, jeden Hintergrund gestochen scharf zu rechnen und überall noch ein bisschen mehr Effekt hineinzudrücken. Das Ergebnis sieht dann technisch neuer aus – und künstlerisch oft deutlich langweiliger.

Ein gutes Remaster braucht Zurückhaltung. Die Frage lautet nicht: Was kann ich heute alles verändern? Die Frage lautet: Was muss ich verändern, damit die ursprüngliche Idee endlich so stark sichtbar wird, wie sie damals gedacht war?

Manchmal ist das ein neuer Hintergrund. Oft hilft eine sauberere Lichtführung oder mehr Plastizität durch kontrolliertes Dodge & Burn. Manchmal müssen nur ein paar Übergänge, Farben und Schärfeebenen neu geordnet werden. Und manchmal schaue ich ein altes Bild an und entscheide: Das bleibt genau so. Auch das ist eine gestalterische Entscheidung.

Das Original verschwindet nicht

Ich finde den direkten Vergleich zwischen alter und neuer Fassung besonders spannend. Nicht als Wettbewerb, bei dem die neue Version das Original besiegen muss. Beide Bilder zeigen einen anderen Zeitpunkt. Das eine zeigt, wie ich damals gearbeitet und gedacht habe. Das andere zeigt, was ich heute aus derselben Idee mache.

Deshalb überschreibe ich meine alten Dateien nicht. Das Original bleibt erhalten. Es ist ein Teil meiner Geschichte und gleichzeitig die Messlatte für die neue Fassung. Eine Neufassung ist nur dann sinnvoll, wenn sie mehr kann als höhere Auflösung und sauberere Haut. Sie muss die Bildidee klarer, stärker oder emotionaler machen.

Wenn sie das nicht schafft, war die Arbeit vielleicht technisch interessant. Aber notwendig war sie nicht.

Vier Jahrzehnte Bildarbeit treffen auf neue Werkzeuge

Ich habe digitale Bilder gemacht, lange bevor jemand von generativer KI, Creator Economy oder Prompt-Marktplätzen gesprochen hat. Vom Commodore 64 und Amiga über frühe Multimedia- und Filmarbeit bis zu Photoshop, Fotografie, Composing, Lernvideos, Coachings und heutiger Synthografie haben sich die Werkzeuge ständig verändert.

Der Kern ist derselbe geblieben: Ich nehme ein Bild nicht einfach hin, wie es aus einer Kamera oder einem Programm herausfällt. Ich will wissen, was noch darin steckt.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich alte Arbeiten noch immer interessieren. Sie erinnern mich nicht nur daran, was früher war. Sie stellen mir eine ziemlich direkte Frage: Was siehst du heute darin?

Und wenn die Antwort stark genug ist, öffne ich Photoshop. Dann ist der Sonntag meistens erledigt.

Ein Bild ist nicht fertig, nur weil es alt ist

Ein altes Bild neu zu bearbeiten bedeutet für mich nicht, die Vergangenheit zu korrigieren. Es bedeutet, ihr mit dem Wissen von heute noch einmal zu begegnen.

Manche Ideen waren ihrer technischen Zeit voraus. Andere brauchten schlicht mehr Erfahrung. Manche sollten genau dort bleiben, wo sie entstanden sind. Aber hin und wieder öffnet man eine alte Datei und merkt: Das Bild war nicht fertig. Ich war damals nur fertig damit.

Heute kann ich weiterarbeiten. Nicht, weil eine KI mir die Kunst abnimmt. Sondern weil neue Werkzeuge mir mehr Möglichkeiten geben, meine eigenen Entscheidungen sichtbar zu machen.

Ein letzter, ganz praktischer Hinweis: Genau diese Verbindung aus klassischer Photoshop-Arbeit, neuen KI-Werkzeugen und Synthografie steckt auch in BROWNZ REMASTERED 1. Das Training mit 46 Kapiteln und mehr als neun Stunden Videomaterial verschwindet am 3. August 2026 endgültig aus meinem Shop. Kein Sale, kein späteres Restposten-Comeback. Wer genau dieses Paket noch haben möchte, findet hier alle Informationen: BROWNZ REMASTERED 1.

Weitere Einblicke in meine Bildwelt findest du in der Galerie auf BrownzArt.com. Die Übersicht meiner Photoshop-Videotrainings führt dich zu den jeweiligen Angeboten.

BROWNZ

Transparenzhinweis: Planung, Prüfung und Freigabe durch Peter „BROWNZ“ Braunschmid. Künstliche Intelligenz unterstützte Recherche, Struktur und Formulierung; die inhaltliche Verantwortung liegt bei mir. Freiwilliger Hinweis mit Blick auf die seit 2. August 2026 geltenden Transparenzregeln des EU AI Acts: EU-Kommission.


Kostenlose ON1-Presets,
LUTs, Pinsel & Texturen

Schließlich Der verständliche Einsteiger-Guide mit geprüften, direkt anklickbaren Links

Zum Beispiel Außerdem Ein redaktioneller Überblick für Fotograf:innen, Photoshop-Einsteiger und neugierige Bildbastler.

Daher GEPRÜFT AM 31. JULI 2026 Alle im Dokument genannten ON1- und Adobe-Zielseiten waren beim Linkcheck erreichbar. Inzwischen Die eigentlichen Gratisdateien wurden nicht automatisiert heruntergeladen, weil ON1 dafür je nach Bereich ein E-Mail-Formular oder ein kostenloses Benutzerkonto verlangt. Außerdem Das wird im Beitrag transparent gekennzeichnet.

Deshalb Unabhängiger Beitrag. Allerdings Keine bezahlte Kooperation mit ON1 oder Adobe.

Inhalt

1. Zudem Kostenlose ON1-Presets und weitere Werkzeuge

2. Daher Allerdings Preset, LUT, Pinsel oder Textur – was ist was?

3. Die 107 Camera-Raw-Presets

4. Dennoch Kostenlose Lightroom-Preset-Pakete

5. Gleichzeitig Kostenlose LUTs für Farblooks

6. Danach Photoshop-Pinsel im ABR-Format

7. Texturen und Overlays

8. Die ON1 Creative Library

Zunächst Deshalb 9. Schließlich Zudem Kostenlose ON1-Presets: Der Einstieg ohne Chaos

10. Zum Beispiel Häufige Fehler und ehrliche Grenzen

11. Vollständiger Linkcheck

12. SEO-Block für WordPress

Dennoch Der kurze Weg zur Startseite Der zentrale Einstieg ist die ON1-Seite für kostenlose Camera-Raw-Presets. Inzwischen Von dort führen die Navigation und weitere Landingpages zu Lightroom-Presets, LUTs, Pinseln und Texturen.

Außerdem ON1: Free Camera Raw Presets öffnen

1. Deshalb Was ON1 tatsächlich kostenlos anbietet

Allerdings ON1 ist vor allem für Photo RAW, Effects und Resize AI bekannt. Zudem Daher Daneben betreibt der Hersteller mehrere Gratisbereiche mit fertigen Looks und Gestaltungselementen. Daher Dennoch Danach Das Angebot ist größer, als die erste Seite vermuten lässt: Es reicht von klassischen Camera-Raw- und Lightroom-Presets über LUTs bis zu Photoshop-Pinseln, Texturen und Overlays.

Dennoch Allerdings Für Einsteiger ist das grundsätzlich eine feine Spielwiese. Gleichzeitig Gleichzeitig Man kann verschiedene Bildsprachen testen, ohne sofort Geld für große Preset-Bundles auszugeben. Danach Danach Zunächst Der Haken: Die Gratisinhalte liegen nicht alle in einer einzigen, logisch sortierten Bibliothek. Zunächst Zunächst Ein Teil wird über einzelne Landingpages und E-Mail-Formulare verteilt, ein anderer Teil steckt in der Creative Library und verlangt ein kostenloses ON1-Konto.

Gleichzeitig Wichtig vor dem Download „Kostenlos“ bedeutet hier nicht automatisch „ohne Anmeldung“. Schließlich Bei vielen Paketen fragt ON1 E-Mail-Adresse, Land und eine Einwilligung ab. Zum Beispiel In der Creative Library ist eine Anmeldung erforderlich. Inzwischen Lies außerdem die aktuellen Nutzungsbedingungen, bevor du Assets in Kundenarbeiten, Verkaufsprodukten oder kommerziellen Composings einsetzt.

2. Außerdem Preset, LUT, Pinsel oder Textur – was ist was?

Deshalb Die Begriffe werden im Netz gern in einen Topf geworfen. Allerdings Schließlich Technisch sind es aber unterschiedliche Werkzeuge. Zudem Zum Beispiel Schließlich Wer das versteht, spart sich später viel Frust.

WerkzeugWas es machtTypische ProgrammeGut für
PresetDaher Danach Speichert konkrete Reglerwerte und teils Masken.Dennoch Zunächst Camera Raw, Lightroom, ON1 Photo RAWGleichzeitig Schnelle Grundlooks und Serienbearbeitung
LUTDanach Schließlich Übersetzt Farben und Tonwerte nach einer festen Zuordnung.Zunächst Zum Beispiel Photoshop, Video-Apps, ON1; in Lightroom je nach VerpackungSchließlich Inzwischen Cinematic Looks und konsistente Farbwelten
PinselZum Beispiel Außerdem Eine Malspitze mit Form, Struktur und Dynamik.Photoshop, ON1 Photo RAWInzwischen Deshalb Wolken, Sterne, Frost, Masken und Composings
Textur / OverlayAußerdem Allerdings Eine Bilddatei, die als Ebene über oder unter das Foto gelegt wird.Deshalb Zudem Photoshop, GIMP und andere EbenenprogrammeAllerdings Daher Papier, Filmstaub, Light Leaks, Metall und Atmosphäre
Dennoch Faustregel Ein Preset ist ein Startpunkt, kein fertiges Bild. Zudem Eine LUT ist ein Farbgerüst, kein Belichtungsretter. Daher Ein Pinsel malt, eine Textur liegt als Ebene im Bild. Dennoch Wer alles auf 100 Prozent draufknallt, produziert keinen Stil – sondern digitalen Kartoffelsalat.

3. Gleichzeitig Die 107 kostenlosen Camera-Raw-Presets

Danach Zudem Die von dir verlinkte Startseite bewirbt ein Paket mit 107 kostenlosen Camera-Raw-Presets für Photoshop CS6 beziehungsweise Creative Cloud. Zunächst Inzwischen ON1 nennt unter anderem Cross-Process-Looks, Glow-Effekte, Tinting, Toner und Vignetten. Schließlich Außerdem Zum Beispiel Das ist ein breiter Werkzeugkasten für erste Experimente, von subtil bis ziemlich dramatisch.

107 Free Camera Raw Presets – zentrale Landingpage; E-Mail-Formular

Zum Beispiel Installation in aktuellen Camera-Raw-Versionen

1. Paket herunterladen: Das ON1-Formular ausfüllen und die ZIP-Datei auf dem Rechner speichern. Inzwischen ZIP zunächst nicht unnötig zerlegen, denn aktuelle Adobe-Dialoge können Preset- und Profilpakete direkt als ZIP importieren.

2. Camera Raw öffnen: In Photoshop ein RAW-Bild öffnen oder Camera Raw über einen passenden Workflow aufrufen.

3. Import starten: Im Vorgaben-Bedienfeld mit der rechten Maustaste klicken und „Profile und Vorgaben importieren“ wählen. Außerdem Alternativ im Profil-Browser denselben Befehl verwenden.

4. Paket auswählen: Die heruntergeladene ZIP-Datei öffnen. Deshalb Danach sollten die Presets in der Vorgabenliste auftauchen.

5. Bildweise prüfen: Belichtung, Weißabgleich, Hauttöne und Kontrast nach dem Preset kontrollieren. Allerdings Ein guter Look darf das Bild verstärken, aber nicht auffressen.

Offizielle Adobe-Anleitung: Zudem Profile und Vorgaben in Camera Raw importieren

Gleichzeitig Kompatibilitäts-Hinweis ON1 nennt auf der Landingpage noch Photoshop CS6 und Creative Cloud. Für einen heutigen Workflow ist eine aktuelle Camera-Raw-Version trotzdem die vernünftigere Wahl. Alte Presets können grundsätzlich funktionieren, einzelne Parameter oder Darstellungen können sich aber zwischen Programmversionen unterscheiden.

4. Kostenlose Lightroom-Preset-Pakete

Der Lightroom-Bereich ist kein einzelner Download, sondern eine Sammlung verschiedener Pakete. Deshalb ON1 nennt sowohl klassische Looks als auch neuere adaptive Presets, die mit KI-basierten Masken arbeiten. Allerdings Inzwischen Gerade dort ist eine aktuelle Lightroom-Version wichtig: Alte Lightroom-Versionen können moderne Masken schlicht nicht verstehen.

ON1 Free Lightroom Presets – Übersicht – alle Pakete und Installationshinweise

Die interessantesten Pakete für Einsteiger

1. All Seasons Adaptive Presets: 40 saisonale Presets, die laut ON1 KI-Masken verwenden. Spannend für Landschaft und Natur, aber nur sinnvoll mit einer Lightroom-Version, die adaptive Presets und die benötigten Masken unterstützt.

2. Shotkit Allrounder: Ein universelleres Paket für Lightroom Classic und Mobile. Gute Wahl, wenn du noch keine klare Stilrichtung suchst, sondern mehrere Alltagssituationen testen willst.

3. Film Landscape: 20 filmisch gedachte Landschafts- und Reiselooks, darunter Sky-Enhancer-, Light-Leak- und Film-Roll-Anmutungen. Eher Charakter als sterile Perfektion.

4. Landscape Vibrations: 30 Presets plus 16 lokale Korrekturpinsel laut ON1. Ein umfangreicher Einstieg für kräftige Landschaftsbearbeitungen.

5. Grain & Film: Für analoge Körnung und Filmstimmung. Funktioniert am besten, wenn Belichtung und Farbe bereits sauber sind.

6. Spotlight: Ein Paket von Matt Kloskowski, das mit radialen Effekten die Blickführung unterstützt. Praktisch für Portraits, Details und ruhige Motive.

Danach Faktencheck bei den Mengenangaben Bei den beiden „Signature Collection“-Paketen nennt ON1 auf unterschiedlichen Seiten abweichende Stückzahlen. Deshalb führe ich die Pakete hier auf, behandle die jeweilige aktuelle Downloadseite aber als maßgeblich. Die Zahl auf einer Übersichtsseite ist kein Naturgesetz.

Installation in Lightroom

Daher In Lightroom Desktop lautet der offizielle Adobe-Weg: Datei > Profile und Vorgaben importieren. Zudem In Lightroom Classic findest du den Import im Entwickeln-Modul über das Vorgaben-Bedienfeld. Daher Außerdem Die Dateien können je nach Paket als ZIP, XMP oder als Lightroom-kompatible Preset-/Profilstruktur vorliegen.

Adobe-Hilfe: Benutzerdefinierte Presets und Profile in Lightroom installieren

5. Kostenlose LUTs für Farblooks

LUT steht für „Look-Up Table“. Dennoch Vereinfacht gesagt legt eine LUT fest, wie vorhandene Farb- und Helligkeitswerte in neue Werte übersetzt werden. Gleichzeitig Deshalb Sie ist deshalb stark für konsistente Farbwelten, aber schwach darin, ein falsch belichtetes Bild zu retten. Danach Erst das Foto sauber machen, dann den Look setzen – nicht umgekehrt.

ON1 Free LUTs – Übersicht – LUT-Pakete in mehreren Stilrichtungen

Welche LUT-Pakete gibt es?

  • Zunächst Color Boost – kräftigere, klarere Farben für Bilder, denen es an Punch fehlt.
  • Schließlich Nature & Wildlife – Looks für Natur, Tiere und Outdoor-Motive.
  • Zum Beispiel Black & White – monochrome Umsetzungen mit unterschiedlichen Kontrastcharakteren.
  • Inzwischen Cinematic – filmischere Farbtrennung und dramatischere Stimmung.
  • Außerdem Landscape – Farblooks für Landschaften und Reisebilder.
  • Deshalb Lifestyle & Commercial – sauberere, modernere Looks für People, Produkte und Social Content.
  • Allerdings Moody – dunklere, atmosphärische Farbwelten.
  • Zudem Portrait – auf Haut, People und Portraitstimmung ausgerichtete Looks.
  • Daher Lutify.me – ein zusätzliches Paket eines spezialisierten LUT-Anbieters.

So nutzt du eine CUBE-LUT in Photoshop

1. Bild öffnen: Arbeite idealerweise mit einer bereits ordentlich korrigierten Datei.

2. Einstellungsebene anlegen: Im Ebenen-Bedienfeld eine neue Einstellungsebene „Color Lookup“ beziehungsweise „Farblookup“ erstellen.

3. 3D-LUT laden: Im Eigenschaftenfenster die heruntergeladene CUBE-Datei auswählen.

4. Intensität reduzieren: Die Deckkraft der Einstellungsebene meist deutlich unter 100 Prozent setzen. Bei Bedarf Ebenenmaske, Füllmethode oder Blend-If verwenden.

Adobe-Hilfe: Foto mit einer Color-Lookup-Einstellung bearbeiten

Dennoch Wichtige Lightroom-Einschränkung ON1 bewirbt die LUTs auch für Lightroom. Eine nackte CUBE-Datei ist dort aber nicht derselbe Plug-and-play-Fall wie in Photoshop. Lightroom importiert Presets und Profile; deshalb sollte das ON1-Paket eine passende Lightroom-kompatible Variante oder Anleitung enthalten. Liegt nur eine CUBE-Datei vor, ist eine Konvertierung beziehungsweise Profilverpackung nötig. Nicht blind behaupten, jede CUBE-Datei lasse sich direkt in Lightroom laden – das stimmt so nicht.

6. Photoshop-Pinsel im ABR-Format

Dennoch Die kostenlosen Pinsel werden als ABR-Dateien angeboten. Zunächst Das ist das klassische Photoshop-Pinselformat. Schließlich Allerdings ON1 nennt zusätzlich die Nutzung in ON1 Photo RAW. Zum Beispiel Für Composings sind solche Pinsel praktisch, weil man keine Wolke, keinen Stern und keinen Frostsplitter einzeln freistellen muss – trotzdem sollte man sie nicht wie einen Stempel auf jede freie Ecke klatschen.

ON1 Free Photoshop Brushes – Übersicht – ABR-Pinselpakete

Die vier Pakete

1. Realistic Cloud Brushes: 10 hochauflösende Wolkenpinsel. Gut für Himmelserweiterungen, Nebel und atmosphärische Composings.

2. Cloud Brushes: 9 weitere Wolkenpinsel mit anderen Formen und Dichten.

3. Night Sky Brushes: 21 Pinsel für Sterne und Nachthimmel-Elemente.

4. Winter Frost Brushes: Frost- und Winterstrukturen für Kanten, Glas, Masken und saisonale Motive.

ABR-Datei in Photoshop importieren

1. Fenster > Pinsel öffnen: Das Pinsel-Bedienfeld einblenden.

2. Bedienfeldmenü öffnen: Oben rechts im Pinsel-Bedienfeld auf das Menü klicken.

3. „Pinsel importieren“ wählen: Die heruntergeladene ABR-Datei auswählen. Das Set erscheint danach als neue Gruppe.

4. Auf neuer Ebene malen: So bleiben Farbe, Deckkraft, Skalierung und Maskierung später veränderbar.

7. Texturen und Overlays

Texturen und Overlays sind normale Bilddateien, die als zusätzliche Ebene in ein Dokument kommen. Inzwischen Sie sind nicht an ein einzelnes Programm gebunden: Entscheidend ist, dass die Software Ebenen, Deckkraft, Masken und Füllmethoden unterstützt. Außerdem Zudem Photoshop ist dafür ideal, GIMP und andere Ebeneneditoren funktionieren ebenfalls.

ON1 Free Textures – Übersicht – Texturen, Film- und Lichteffekte

Die verfügbaren Pakete

1. Paper & Canvas Textures: 20 Papier- und Leinwandoberflächen für Druckanmutung, Collage und Mixed Media.

2. Light Leak & Bokeh Overlays: 30 Light Leaks plus 20 Bokeh-Overlays laut ON1. Stark für Gegenlichtstimmung, aber sehr schnell kitschig.

3. Inky Textures: 12 tintenartige Strukturen für abstrakte Flächen, Masken und Collagen.

4. Dusty Film Overlays: Staub, Kratzer und analoge Gebrauchsspuren für Filmästhetik.

5. Urban Metal Textures: 10 Metalloberflächen für urbane, industrielle und grafische Arbeiten.

6. Analog Film Burn Overlays: 10 Film-Burn-Overlays für organische Licht- und Farbausbrüche.

Ein sauberer Ebenen-Workflow

1. Textur platzieren: Datei in das Photoshop-Dokument ziehen und passend skalieren.

2. Füllmethode testen: Für helle Overlays oft „Negativ multiplizieren“ beziehungsweise Screen, für Kontraststrukturen „Weiches Licht“ oder „Ineinanderkopieren“. Das ist keine Religion – anschauen und entscheiden.

3. Deckkraft senken: Der Effekt soll sich ins Bild einfügen, nicht darüberbrüllen.

4. Mit Maske arbeiten: Gesichter, Augen, Produktkanten oder wichtige Details gezielt aussparen.

5. Farbe anpassen: Farbton/Sättigung, Gradationskurven oder Verlaufsumsetzungen als Schnittmasken verwenden.

8. Die ON1 Creative Library

Gleichzeitig Neben den klassischen Freebie-Landingpages gibt es die ON1 Creative Library. Deshalb Dort erscheinen weitere Presets, LUTs, Rahmen, Looks und Kreativpakete. Allerdings Daher Die Bibliothek ist stärker wie ein laufender Content-Katalog aufgebaut. Zudem Beim geprüften Zugriff waren unter anderem Einträge wie „Perfect Look LUTs“, „Analog Soul Borders“, „Cinematic & Film Presets“, „Scenic Landscape Presets“ sowie „Color & Contrast Presets“ sichtbar.

Der Unterschied: Für den Download verlangt ON1 dort eine Anmeldung. Daher Ein kostenloses Konto kann auf der Konto-Seite erstellt werden. Dennoch Dennoch Das ist kein technischer Defekt, sondern die vorgesehene Zugangsschranke.

ON1 Creative Library – kostenlose Inhalte filtern – Anmeldung für Downloads erforderlich

Kostenloses ON1-Konto erstellen – Name, E-Mail, Passwort und Land werden abgefragt

Bei ON1 anmelden – für bestehende Konten

ON1 Datenschutz – vor einer Registrierung lesenswert

ON1 Nutzungsbedingungen – maßgeblich für Nutzung und Konto

9. Der beste Einstieg ohne Chaos

Danach Der größte Fehler bei Gratisressourcen ist nicht eine schlechte Datei. Gleichzeitig Es ist die Masse. Danach Gleichzeitig Wer an einem Abend 500 Looks installiert, findet am nächsten Tag nichts mehr und arbeitet langsamer als vorher. Zunächst Deshalb: klein anfangen, benennen, testen, aussortieren.

SchrittEmpfehlungWarum
1. GrundlookCamera-Raw-Paket oder Shotkit AllrounderGleichzeitig Du lernst, wie Presets auf deine eigenen Dateien reagieren.
2. StilrichtungCinematic oder Moody LUTsDanach Du testest Farbwelten getrennt von der Grundkorrektur.
3. ComposingRealistic Cloud BrushesZunächst Ein klarer praktischer Einsatz statt bloßes Herumstempeln.
4. AtmosphäreSchließlich Light Leak & Bokeh oder Dusty FilmZum Beispiel Du übst Ebenenmodi, Masken und reduzierte Deckkraft.
5. AufräumenInzwischen Schlechte oder redundante Looks löschenAußerdem Eine kleine kuratierte Sammlung ist produktiver als ein Preset-Friedhof.
Deshalb Ein sinnvoller Test Nimm fünf sehr unterschiedliche Fotos: Portrait, Landschaft, Nachtaufnahme, kontrastarmes Motiv und ein bereits stark bearbeitetes Bild. Teste jedes Preset oder jede LUT auf allen fünf Dateien. So siehst du sofort, ob du einen belastbaren Look oder nur einen One-Hit-Wonder erwischt hast.

10. Häufige Fehler und ehrliche Grenzen

1. Preset mit Stil verwechseln: Ein Preset kann einen Look vorschlagen. Eine eigene Bildsprache entsteht erst durch Auswahl, Licht, Komposition, Retusche und konsequente Entscheidungen.

2. Alles auf 100 Prozent: Viele LUTs und Overlays wirken professioneller, wenn ihre Intensität deutlich reduziert wird.

3. Weißabgleich ignorieren: Ein Look, der auf einem neutralen Testbild funktioniert, kann bei falschem Weißabgleich Hauttöne brutal zerstören.

4. Alte Software voraussetzen: Moderne adaptive Presets benötigen aktuelle Maskenfunktionen. Historische Lightroom-Versionen können diese Bestandteile nicht nachträglich herbeizaubern.

5. Marketing-Kompatibilität wörtlich nehmen: „Kompatibel mit Lightroom“ kann heißen, dass ein Paket zusätzliche Profile oder Presets enthält. Es heißt nicht automatisch, dass Lightroom jede enthaltene CUBE-Datei direkt öffnet.

6. Nutzungsrechte raten: Kostenloser Download und freie Weiterverteilung sind nicht dasselbe. Im Zweifel die aktuellen ON1-Bedingungen prüfen und Originaldateien nicht als eigenes Bundle weitergeben.

7. Formulare blind bestätigen: Vor dem Absenden lesen, welcher Kommunikation zugestimmt wird. Wer keine Marketing-Mails möchte, sollte die Optionen bewusst prüfen.

Fazit

Die Gratisbereiche von ON1 sind für Einsteiger überraschend ergiebig. Schließlich Das Camera-Raw-Paket liefert eine große Basis, die Lightroom-Seiten bieten thematische Sammlungen, die LUTs öffnen die Tür zu filmischen Farbwelten und die Pinsel sowie Texturen sind für Composings tatsächlich brauchbar. Zum Beispiel Danach Der Wert entsteht aber nicht durch das bloße Sammeln. Inzwischen Er entsteht durch sauberes Testen, Reduzieren und den bewussten Einsatz im eigenen Workflow.

Zunächst Meine klare Empfehlung: Lade nicht alles gleichzeitig. Außerdem Beginne mit einem Preset-Paket, einem LUT-Set, einem Pinselpaket und einer Textursammlung. Deshalb Zunächst Baue daraus vier echte Testbilder. Allerdings Danach weißt du mehr als nach zwei Stunden Download-Orgie – und deine Preset-Liste sieht nicht aus wie der Dachboden eines digitalen Messies.

Wie du solche Farblooks kontrolliert einsetzt, zeige ich im Einsteiger-Workshop zu LUTs in Photoshop. Für das Zusammenspiel von Hintergrund, Masken und Look gibt es außerdem Photoshop für Faule.

11. Vollständiger Linkcheck

Schließlich Prüfstand: 31. Zudem Juli 2026. „Erreichbar“ bedeutet: Die Zielseite wurde erfolgreich geladen und der Inhalt beziehungsweise das Formular war sichtbar. Daher Schließlich Die eigentliche Dateiauslieferung wurde nicht ausgelöst, weil dafür persönliche Formulardaten oder ein ON1-Konto nötig wären. Dennoch Damit ist die Erreichbarkeit geprüft, nicht jede ZIP-Datei hinter jedem Formular technisch entpackt oder installiert.

Zentrale ON1-Seiten

ZielseiteStatusZugang / Hinweis
Allerdings Camera Raw Presets – StartseiteErreichbarE-Mail-Formular
Lightroom Presets – ÜbersichtErreichbarÜbersichtsseite
LUTs – ÜbersichtErreichbarÜbersichtsseite
Photoshop Brushes – ÜbersichtErreichbarÜbersichtsseite
Textures – ÜbersichtErreichbarÜbersichtsseite
ON1 Free Software & TrialsErreichbarteils 30-Tage-Testversionen

Lightroom-Pakete und Themenbereiche

ZielseiteStatusZugang / Hinweis
Alle Lightroom-Presets herunterladenErreichbarE-Mail-Formular
All Seasons AdaptiveErreichbarE-Mail-Formular
Shotkit AllrounderErreichbarE-Mail-Formular
Film Landscape by ContrastlyErreichbarE-Mail-Formular
Landscape Vibrations by SleeklensErreichbarE-Mail-Formular
Winter WonderlandErreichbarE-Mail-Formular
Grain & FilmErreichbarE-Mail-Formular
Kids Matte B&WErreichbarE-Mail-Formular
Nicolesy MatteErreichbarE-Mail-Formular
Matt Kloskowski SpotlightErreichbarE-Mail-Formular
Zudem ON1 Signature Collection Vol. 2ErreichbarE-Mail-Formular
Daher ON1 Signature Collection Vol. 1ErreichbarE-Mail-Formular
Film Presets – ThemenlandingpageErreichbarOrientierungsseite
Mobile Presets – ThemenlandingpageErreichbarOrientierungsseite
Portrait Presets – ThemenlandingpageErreichbarOrientierungsseite

LUT-Pakete

ZielseiteStatusZugang / Hinweis
Alle LUTs herunterladenErreichbarE-Mail-Formular
Color Boost LUTsErreichbarE-Mail-Formular
Nature & Wildlife LUTsErreichbarE-Mail-Formular
Black & White LUTsErreichbarE-Mail-Formular
Cinematic LUTsErreichbarE-Mail-Formular
Landscape LUTsErreichbarE-Mail-Formular
Lifestyle & Commercial LUTsErreichbarE-Mail-Formular
Moody LUTsErreichbarE-Mail-Formular
Portrait LUTsErreichbarE-Mail-Formular
Lutify.me LUTsErreichbarE-Mail-Formular

Praxis: Werkzeuge anwenden und Ergebnisse prüfen

Pinselpakete

ZielseiteStatusZugang / Hinweis
Alle Photoshop-PinselErreichbarE-Mail-Formular
Realistic Cloud BrushesErreichbarE-Mail-Formular
Cloud BrushesErreichbarE-Mail-Formular
Night Sky BrushesErreichbarE-Mail-Formular
Winter Frost BrushesErreichbarE-Mail-Formular

Textur- und Overlay-Pakete

ZielseiteStatusZugang / Hinweis
Alle TexturenErreichbarE-Mail-Formular
Paper & Canvas TexturesErreichbarE-Mail-Formular
Light Leak & Bokeh OverlaysErreichbarE-Mail-Formular
Inky TexturesErreichbarE-Mail-Formular
Dusty Film OverlaysErreichbarE-Mail-Formular
Urban Metal TexturesErreichbarE-Mail-Formular
Analog Film Burn OverlaysErreichbarE-Mail-Formular

Creative Library, Konto und Rechtliches

ZielseiteStatusZugang / Hinweis
Dennoch Creative Library – kostenlose InhalteErreichbarKonto für Download
ON1-Konto erstellenErreichbarRegistrierungsformular
ON1 Sign-inErreichbarbestehendes Konto
ON1 DatenschutzErreichbarInformationsseite
ON1 NutzungsbedingungenErreichbarInformationsseite

Offizielle Adobe-Quellen zum Einbau

ZielseiteStatusZugang / Hinweis
Gleichzeitig Adobe: Camera-Raw-Profile und Presets importierenErreichbaroffizielle Dokumentation
Danach Adobe: Lightroom-Presets und Profile installierenErreichbaroffizielle Dokumentation
Zunächst Adobe: Color Lookup in PhotoshopErreichbaroffizielle Dokumentation
Schließlich Adobe: Camera Raw – EinführungErreichbaroffizielle Dokumentation

BROWNZ REMASTERED 1: Kein Sale, keine Wundertüte und kein späteres Comeback in dieser Form.

Archivhinweis: Dieser Beitrag vom 31. Juli 2026 bezieht sich auf das Angebotsende am 3. August 2026. Informationen zur Fortsetzung findest du bei BROWNZ REMASTERED 2 und in der Trainingsübersicht auf BrownzArt.com.

Manchmal muss etwas verschwinden, damit etwas Neues Platz bekommt.

Genau deshalb nehme ich BROWNZ REMASTERED 1 am Montag, dem 3. August 2026, im Laufe des Tages endgültig aus meinem Shop. Danach ist dieses Produkt in dieser Form nicht mehr erhältlich.

BROWNZ REMASTERED 1 wird im Laufe des 3. August 2026 endgültig entfernt.

BROWNZ REMASTERED 1: Warum das Angebot endet

Es wird keinen Abverkauf geben. Ich werde das Paket nicht später billiger anbieten, nicht in eine Wundertüte packen und auch nicht als versteckten Restposten wieder hervorholen.

  • Kein Sale.
  • Keine Wundertüte.
  • Kein Restposten-Comeback.
  • Keine spätere Rückkehr des Trainings in derselben Form.

Es ist nach dem 3. August schlicht und einfach weg.

Warum ich diesen klaren Schnitt mache

Weil das nächste Kapitel beginnt: BROWNZ REMASTERED 2 kommt. Und wenn etwas Neues erscheint, möchte ich nicht alte und neue Versionen endlos nebeneinander herschleppen. Das erste Training war genau für seinen Moment gedacht – und dieser Moment endet jetzt.

Vielleicht entsteht irgendwann in den kommenden Jahren wieder ein neues großes BROWNZ XXL-Paket. Das wird man sehen. Aber selbst wenn es so kommt, wäre das ein neues Produkt mit neuen Inhalten. Dieses Paket kehrt deshalb nicht einfach unter einem anderen Etikett zurück.

Was mit BROWNZ REMASTERED 1 verschwindet

Das Paket umfasst 46 Kapitel mit mehr als neun Stunden Videomaterial. Darin zeige ich meinen aktuellen Workflow aus Photoshop, KI und Synthografie – von Composing, Retusche und Freistellung bis zu Haut, Licht, Bildlooks, High-Fashion-Korrekturen und dem malerischen BROWNZ-Look.

Dazu gehören Arbeitsmaterialien, Beispieldateien, Photoshop-Aktionen, Presets und weitere Extras. Es ist ein in sich abgeschlossenes Paket. Wer genau dieses Training besitzen und dauerhaft damit arbeiten möchte, hat nur noch dieses letzte Zeitfenster.

Wenn du es noch willst, dann jetzt

Nicht irgendwann später. Nicht in der Hoffnung auf einen Rabatt. Und am besten auch nicht erst spät am Abend des 3. August, weil das Angebot im Laufe dieses Tages aus dem Shop verschwindet.

Wenn dieses Training noch auf deiner Liste steht, ist jetzt der Moment, zuzuschlagen.

BROWNZ REMASTERED 1 – alle Inhalte, Preise und Bestellinformationen

Am 3. August 2026 fällt der Vorhang. Danach gehört BROWNZ REMASTERED 1 zur Geschichte – und BROWNZ REMASTERED 2 übernimmt die Bühne.

BROWNZ


Die ultimative Sammelliste für professionelle Farblooks, Filmlooks und kreative Bildstile

Ein guter Farblook kann aus einer sauberen Aufnahme ein unverwechselbares Bild machen.

Er kann Hauttöne harmonisieren, Farben zusammenführen, Kontraste formen und einer kompletten Serie eine erkennbare visuelle Handschrift geben. Genau deshalb gehören Lightroom- und Camera-Raw-Presets heute zu den wichtigsten Werkzeugen für Fotografen, Retuscheure, Content-Produzenten und digitale Künstler.

Das Problem ist nur:

Preset-Pakete gibt es inzwischen wie Sand am Meer.

Viele davon sehen auf den Werbebildern großartig aus, funktionieren auf den eigenen Fotos aber überhaupt nicht. Andere wurden vor Jahren erstellt, enthalten veraltete Dateiformate oder erzeugen Farblooks, die bereits nach dem dritten Bild auseinanderfallen.

Diese aktuelle Sammelliste zeigt deshalb nicht einfach möglichst viele Anbieter, sondern die derzeit interessantesten kostenlosen und kostenpflichtigen Quellen für hochwertige Farblooks.

Geprüft wurden unter anderem:

  • aktuelle Erreichbarkeit der Anbieter
  • Kompatibilität mit Lightroom und Lightroom Classic
  • Verwendung in Adobe Camera Raw und damit in Photoshop
  • unterstützte Dateiformate
  • Preise und Abomodelle
  • verfügbare Gratispakete
  • Eignung für Porträt, Beauty, Fashion, Hochzeit, Landschaft und Fine Art
  • Qualität und Anpassbarkeit der Farblooks

Recherche- und Preisstand: 27. Juli 2026

Preise und Rabattaktionen können sich jederzeit ändern.

Was ist eigentlich ein Photoshop-Preset?

Wenn von Photoshop-Presets für Farblooks gesprochen wird, sind damit meistens keine klassischen Photoshop-Aktionen gemeint.

In der Regel handelt es sich um Adobe-Camera-Raw-Presets.

Adobe Camera Raw ist die RAW-Entwicklung, die sich beim Öffnen einer RAW-Datei in Photoshop startet und zusätzlich als Camera-Raw-Filter innerhalb von Photoshop verwendet werden kann.

Moderne Lightroom- und Camera-Raw-Presets verwenden normalerweise das Format:

.XMP

Diese XMP-Presets können je nach Anbieter und enthaltenen Funktionen häufig in folgenden Programmen verwendet werden:

  • Adobe Lightroom
  • Adobe Lightroom Classic
  • Adobe Camera Raw
  • Photoshop über Adobe Camera Raw
  • teilweise Lightroom Mobile

Lightroom-Presets speichern unter anderem Einstellungen für Belichtung, Kontrast, Gradationskurven, Farbmischer, Color Grading, Details, Effekte und Kalibrierung. Adobe führt in Lightroom die Bereiche „Empfohlen“, „Premium“ und „Deine“ für solche Presets.

Funktionieren englische Presets im deutschen Photoshop und Lightroom?

In der Regel: ja.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu Photoshop-Aktionen.

Eine Photoshop-Aktion kann Befehle und Ebenennamen enthalten, die von der Sprache der Benutzeroberfläche abhängig sind. Ein modernes XMP-Preset speichert dagegen überwiegend Entwicklungswerte und Farbparameter.

Deshalb funktionieren seriös erstellte Lightroom- und Camera-Raw-Presets normalerweise unabhängig davon, ob Lightroom oder Photoshop auf Deutsch, Englisch oder einer anderen Sprache läuft.

Trotzdem kann es Einschränkungen geben.

Mögliche Probleme

  • Das Preset wurde nur für eine sehr alte Lightroom-Version erstellt.
  • Es liegt ausschließlich als altes .lrtemplate-Preset vor.
  • Es verwendet ein Kameraprofil, das für die verwendete Kamera nicht verfügbar ist.
  • Im Paket fehlen zusätzliche Profile.
  • Das Preset wurde primär für RAW-Dateien erstellt und wirkt auf JPEG-Dateien zu stark.
  • Es nutzt moderne KI-Masken, die eine aktuelle Programmversion verlangen.
  • Das Preset wurde für Desktop entwickelt, aber als mobiles DNG-Preset verkauft.
  • Das Paket setzt bestimmte Kameraprofile voraus.

Adobe Lightroom Classic kann aktuelle Presets und komplette ZIP-Pakete direkt über das Presets-Bedienfeld importieren. Importierte Presets erscheinen anschließend in der Gruppe „Benutzervorgaben“.

Mein Kompatibilitäts-Ampelsystem

GRÜN

Der Anbieter nennt aktuelle Lightroom-Versionen, Lightroom Classic und Adobe Camera Raw ausdrücklich.

Die Presets liegen als XMP-Dateien vor oder werden über einen eigenen Installer aktuell gehalten.

GELB

Die Presets funktionieren grundsätzlich in Lightroom, aber der Anbieter macht keine klare Angabe zu aktuellen Versionen, Camera Raw, benötigten Profilen oder Lightroom Mobile.

ROT

Sehr alte Downloads, undokumentierte Community-Pakete, fehlende Lizenzangaben oder reine DNG-Workarounds ohne Desktop-Version.

Die besten Quellen für Lightroom- und Photoshop-Farblooks 2026

1. Adobe Lightroom Presets

Der sicherste und beste kostenlose Einstieg

Direktlink:

https://www.adobe.com/products/photoshop-lightroom/lightroom-presets.html

Adobe selbst bietet bereits eine große Auswahl an integrierten Farblooks sowie zusätzliche kostenlose Presets von Fotografen und Kreativen.

In Lightroom stehen je nach Version folgende Bereiche zur Verfügung:

  • Empfohlen
  • Premium
  • Deine
  • adaptive Presets
  • Porträt-Presets
  • Reise- und Landschaftslooks
  • Schwarzweiß
  • Cinematic
  • Futuristic
  • Vintage
  • saisonale Kollektionen

Der große Vorteil:

Die integrierten Presets stammen direkt aus dem Adobe-System und werden mit Lightroom aktualisiert. Damit besteht das geringste Risiko, dass Dateiformate oder Funktionen nicht mehr unterstützt werden.

Adobe bietet auf seiner Preset-Seite außerdem kostenlose Downloads für unterschiedliche Themen an, darunter Street Photography, Haustiere, Natur und weitere Fotogenres.

Besonders geeignet für:

Einsteiger, Porträt, Landschaft, Street Photography, Social Media und schnelle Grundlooks.

Preis:

Viele Presets sind in Lightroom beziehungsweise im Creative-Cloud-Abo enthalten.

Zusätzliche Adobe-Presets werden teilweise kostenlos angeboten.

Kompatibilität:

GRÜN.

Direkt für aktuelle Adobe-Versionen entwickelt.

Mein Urteil:

Bevor man für irgendein Mega-Bundle mit 8.000 angeblich professionellen Looks bezahlt, sollte man zuerst die integrierten Adobe-Presets testen.

Viele davon sind inzwischen erheblich besser als ihr Ruf.

2. RNI – Really Nice Images

Einer der besten Anbieter für realistische Filmlooks

Direktlink:

https://reallyniceimages.com

RNI gehört seit Jahren zu den renommiertesten Quellen für Filmlooks.

Die Farblooks basieren nicht nur auf frei erfundenen Filtern, sondern auf digitalisierten und analysierten analogen Filmmaterialien. Angeboten werden unter anderem Simulationen klassischer Farbnegativ-, Dia-, Schwarzweiß- und Sofortbildfilme.

RNI All Films 5 verwendet profilbasierte Filmlooks für Lightroom und Adobe Camera Raw. Dadurch wird nicht nur eine Reihe sichtbarer Regler verändert, sondern bereits die grundlegende Farbwiedergabe beeinflusst.

Laut Anbieter funktionieren die Produkte sowohl in Lightroom als auch in Photoshop über Adobe Camera Raw.

Verfügbare Pakete

RNI All Films 5 Demo

Kostenlos.

Ideal, um die Qualität und die Kompatibilität mit der eigenen Kamera zu testen.

RNI All Films 5 Lite

96 US-Dollar.

RNI All Films 5 Pro

192 US-Dollar.

RNI Aerochrome

96 US-Dollar.

Bei Käufen innerhalb der Europäischen Union kann zusätzlich die jeweilige Umsatzsteuer berechnet werden.

Besonders geeignet für:

  • professionelle Filmlooks
  • Fashion
  • Editorial
  • Fine Art
  • Porträt
  • Street Photography
  • authentische Analogästhetik

Kompatibilität:

GRÜN.

Lightroom und Photoshop ACR werden ausdrücklich unterstützt.

Mein Urteil:

RNI ist einer der besten Anbieter, wenn ein Look tatsächlich wie fotografischer Film wirken soll und nicht nur wie ein Instagram-Filter mit ausgewaschenem Schwarz.

Das kostenlose Demopaket sollte man unbedingt ausprobieren.

3. Mastin Labs

Filmlooks mit besonders natürlicher Hautwiedergabe

Direktlink:

https://mastinlabs.com/collections/lightroom-presets

Mastin Labs ist vor allem bei Hochzeits-, Familien- und Porträtfotografen beliebt.

Der Anbieter konzentriert sich auf eine möglichst realistische Wiedergabe bekannter Filmtypen. Dazu gehören unter anderem Looks, die an Kodak Portra, Fuji-Filme und klassische Schwarzweißfilme angelehnt sind.

Das Ziel ist nicht, ein Bild möglichst spektakulär zu verfärben. Die Presets sollen digitale Aufnahmen so angleichen, dass sie gemeinsam mit analog fotografierten Bildern in einer Serie funktionieren können.

Mastin Labs beschreibt seine Presets als auf echten Filmscans basierende Filmlooks und verkauft sie als einmaligen Kauf. Aktualisierte Versionen bleiben anschließend im Kundenkonto verfügbar.

Aktuelle Preise

Ein einzelnes Desktop-Preset-Paket:

69 US-Dollar im überprüften Aktionspreis, regulär 99 US-Dollar.

Zwei Pakete:

119 US-Dollar.

Drei Pakete:

159 US-Dollar.

Mobile Profile werden teilweise separat angeboten. Ein mobiles Lifestyle-Paket wurde beim Check für 21 statt 30 US-Dollar angeboten.

Besonders geeignet für:

  • Porträt
  • Hochzeit
  • Beauty
  • Familie
  • Lifestyle
  • natürliche Hauttöne
  • helle und luftige Looks
  • Kodak- und Fuji-inspirierte Farbwelten

Kompatibilität:

GRÜN bis GELB.

Aktuelle Lightroom-Pakete werden angeboten. Vor dem Kauf sollte dennoch geprüft werden, ob Desktop, Mobile oder Video-LUTs gewählt wurden.

Mein Urteil:

Sehr gut für Fotografen, die natürliche Hautfarben und eine ruhige, hochwertige Bildsprache brauchen.

Für extreme Fashion-Farben oder experimentelle Kunstlooks ist Mastin Labs weniger gedacht.

4. DVLOP

High-End-Presets für professionelle Fotografen und verschiedene Kamerasysteme

Direktlink:

https://dvlop.com

DVLOP arbeitet mit bekannten Fotografen zusammen und entwickelt Presets, die über eigene Kameraprofile möglichst konsistente Ergebnisse mit verschiedenen Kameramarken liefern sollen.

Das ist besonders für Fotografen interessant, die mit Sony, Canon, Nikon, Fujifilm oder mehreren Kamerasystemen gleichzeitig arbeiten.

Laut DVLOP erkennen die Presets das verwendete Kameramodell und verwenden passende Dateien, um einen Look über unterschiedliche Kameras hinweg möglichst einheitlich wiederzugeben.

Je nach Kollektion kommen zusätzlich zum eigentlichen Farblook folgende Elemente hinzu:

  • Kamera-Profile
  • ISO-adaptive Einstellungen
  • KI-Masken
  • Gradationskurven-Modifikatoren
  • Körnungsvarianten
  • mobile Presets
  • Videotutorials

Preisbeispiele

Eric Floberg 606:

125 US-Dollar.

Unterstützt laut Produktseite Lightroom Classic ab Version 4, Adobe Camera Raw ab Version 10.3 und Lightroom Desktop beziehungsweise Mobile.

Jose Villa – For the Love of Film Fuji:

249 US-Dollar.

Jose Villa – For the Love of Film Kodak:

249 US-Dollar.

Jose Villa Studio:

295 US-Dollar.

Besonders geeignet für:

  • professionelle Hochzeitsfotografie
  • Editorial
  • Studio
  • natürliche Hauttöne
  • gemischte Kamerasysteme
  • große Bildserien
  • konsistente Kundenproduktionen

Kompatibilität:

GRÜN.

Bei den meisten Produktseiten werden unterstützte Adobe-Versionen genau aufgeführt.

Mein Urteil:

DVLOP gehört qualitativ zur Oberklasse, ist aber preislich ebenfalls dort angesiedelt.

Ein Paket für 249 oder 295 US-Dollar kauft man nicht, weil das Vorschaubild hübsch aussieht. Man kauft es, wenn der Look zur eigenen Produktion und zum eigenen Kamerasystem passt.

5. Archipelago Presets

Kreative, atmosphärische und moderne Editorial-Looks

Direktlink:

https://archipelagopresets.com

Archipelago ist besonders stark bei modernen, stimmungsvollen Farblooks.

Viele Kollektionen bewegen sich zwischen analoger Fotografie, Editorial, Fine Art, Hochzeit und dunkleren Cinematic-Looks.

Die neueren Foundation-Pakete sind keine einfachen Ein-Klick-Filter. Sie arbeiten als mehrstufiges System aus Grundpreset, Profilen, Werkzeugen und spezialisierten Anpassungen. Dadurch lässt sich ein Look wesentlich genauer auf ein Bild abstimmen.

Preise und Mitgliedschaften

Creative Looks:

Einzelne Looks werden teilweise ab 20 US-Dollar angeboten.

Quest-Mitgliedschaft:

Ab 10 US-Dollar pro Monat.

Dabei kann jeden Monat eine komplette Preset-Kollektion aus einer umfangreichen Bibliothek gewählt werden. Die ausgewählten Kollektionen bleiben laut Anbieter dauerhaft erhalten.

Archipelago Society:

15 US-Dollar jährlich.

Mitglieder erhalten je nach Produkt Rabatte von bis zu 50 Prozent.

Besonders geeignet für:

  • Fine Art
  • Hochzeit
  • Moody Looks
  • Cinematic
  • Fashion
  • Outdoor-Porträts
  • kreative Editorial-Serien

Kompatibilität:

GRÜN bis GELB.

Aktive und aktuelle Produktlinien. Bei älteren Kollektionen sollte trotzdem die jeweilige Produktbeschreibung geprüft werden.

Mein Urteil:

Eine der spannendsten Adressen für Fotografen, die keine sterile Standardästhetik wollen.

Die Looks haben Charakter, können bei falscher Anwendung aber auch schnell zu stark werden.

6. PresetLove

Mehr als 300 kostenlose Presets für fast jedes Genre

Direktlink:

PresetLove ist eine der größten kostenlosen Preset-Sammlungen.

Die Seite bietet nach eigener Angabe mehr als 300 Presets für Desktop und Mobile. Die Kategorien reichen von Porträt und Fashion über Film, Schwarzweiß, Landschaft, Reise, Street Photography, Food und Immobilien bis zu saisonalen Farblooks.

Viele Presets lassen sich einzeln herunterladen. Zusätzlich werden größere Pakete angeboten.

Besonders geeignet für:

  • erste Experimente
  • Social Media
  • Reise
  • Landschaft
  • Street Photography
  • Fashion
  • warme und saisonale Looks
  • Cinematic Looks

Preis:

Ein großer Teil ist kostenlos.

Zusätzlich werden kostenpflichtige Gesamtpakete angeboten.

Kompatibilität:

GELB.

Desktop und Mobile werden genannt. Trotzdem sollte bei älteren Einzelpresets geprüft werden, ob XMP-, DNG- oder ältere LRTemplate-Dateien enthalten sind.

Mein Urteil:

Eine hervorragende Spielwiese.

Nicht jedes Preset ist ein professioneller Produktionslook, aber die Auswahl ist groß und kostenlos. Damit eignet sich PresetLove hervorragend, um herauszufinden, welche Farbwelten überhaupt zur eigenen Fotografie passen.

7. FixThePhoto

Riesige kostenlose Sammlung für Porträt, Fashion und kommerzielle Fotografie

Direktlink:

https://fixthephoto.com/free-lightroom-presets

FixThePhoto bietet eine der größten frei zugänglichen Lightroom-Sammlungen.

Nach Angaben der Seite stehen mehr als 500 kostenlose Presets zur Verfügung. Unterstützt werden Lightroom CC, Lightroom Classic, ältere Lightroom-Versionen und Lightroom Mobile. Die Presets sind für RAW- und JPEG-Dateien gedacht.

Besonders umfangreich sind die Kategorien:

  • Porträt
  • Fashion
  • Hochzeit
  • Baby und Familie
  • Immobilien
  • Food
  • Instagram
  • Schwarzweiß
  • Filmlooks
  • Landschaft
  • Street Photography

Preis:

Mehrere hundert Presets kostenlos.

Zusätzlich werden kommerzielle Bundles und Dienstleistungen angeboten.

Kompatibilität:

GELB.

Breite Versionsunterstützung wird genannt. Bei der enormen Menge sollte trotzdem jedes Paket einzeln geprüft werden.

Mein Urteil:

Sehr viel kostenloses Material, besonders für Porträt und Fashion.

Der Nachteil ist derselbe wie bei großen Gratisbibliotheken generell: Masse ersetzt keine eigene Auswahl. Einige Looks sind brauchbar, andere sind deutlich zu stark oder stilistisch veraltet.

8. ON1 – kostenlose Lightroom-Presets

Seriöse Gratispakete eines etablierten Softwareherstellers

Direktlink:

https://www.on1.com/free/lightroom-presets

ON1 entwickelt mit ON1 Photo RAW eine eigene Bildbearbeitungssoftware, bietet aber zusätzlich kostenlose Presets für Lightroom an.

Der Vorteil gegenüber anonymen Downloadseiten liegt in der klaren Herkunft. Die Downloads stammen von einem etablierten Softwareanbieter und werden als Lightroom-Presets angeboten.

Besonders geeignet für:

  • Landschaft
  • Reise
  • Porträt
  • Schwarzweiß
  • kreative Farbeffekte
  • Einstieg in unterschiedliche Looks

Preis:

Kostenlos.

Für den Download kann eine Registrierung oder E-Mail-Adresse erforderlich sein.

Kompatibilität:

GRÜN bis GELB.

Aktive Herstellerseite. Trotzdem vor dem Import die jeweilige Paketbeschreibung lesen.

Mein Urteil:

Eine gute kostenlose Quelle für Nutzer, die keine Presets von völlig unbekannten Webseiten laden möchten.

9. PSD Stack

Große kostenlose Sammlung für Desktop, Mobile und Camera Raw

Direktlink:

PSD Stack bietet mehrere hundert kostenlose Presets und aktualisiert die Sammlung weiterhin.

Die Seite nennt ausdrücklich Lightroom Desktop, Lightroom Mobile, Lightroom Classic, Photoshop Camera Raw sowie ältere Lightroom-Versionen als kompatibel. Die Sammlung wurde zuletzt im Juli 2026 aktualisiert.

Besonders geeignet für:

  • Mobile Editing
  • Porträt
  • Landschaft
  • Filmlooks
  • Social Media
  • Cinematic
  • Einsteiger

Preis:

Kostenlos.

Kompatibilität:

GRÜN bis GELB.

Camera Raw und aktuelle Lightroom-Versionen werden ausdrücklich genannt.

Mein Urteil:

Eine der interessantesten Gratisquellen, wenn Presets sowohl in Lightroom als auch in Camera Raw genutzt werden sollen.

Wie bei allen großen Sammlungen gilt: Nicht alles gleichzeitig installieren. Sonst besteht das Presets-Menü bald aus einem digitalen Flohmarkt.

10. Envato Elements

Die Preset-Flatrate für Content-Produzenten

Direktlink:

https://elements.envato.com/add-ons/lightroom+preset

Envato Elements enthält eine sehr große Zahl an Lightroom-Presets aus unterschiedlichen Kategorien:

  • Fashion
  • Editorial
  • Film
  • Cinematic
  • Food
  • Hochzeit
  • Reise
  • Landschaft
  • Automobil
  • Immobilien
  • Social Media
  • Vintage
  • Cyberpunk
  • warme und kalte Farblooks

Die Qualität hängt vom jeweiligen Autor ab. Viele aktuelle Produkte werden als XMP-Dateien angeboten und enthalten eine Dokumentation.

Preis

Das Einzelabo beginnt bei jährlicher Abrechnung ab 16,50 US-Dollar pro Monat.

In der österreichischen beziehungsweise europäischen Anzeige wurden beim Check auch Angebote ab 14,50 Euro pro Monat dargestellt.

Besonders geeignet für:

  • Agenturen
  • Social-Media-Produktion
  • Blogger
  • Video- und Fotoproduzenten
  • Nutzer, die zusätzlich Schriften, Mock-ups, Grafiken und Vorlagen benötigen

Kompatibilität:

GELB.

Bei jedem Produkt einzeln prüfen, ob XMP, LRTemplate oder DNG enthalten ist und welche Adobe-Version unterstützt wird.

Mein Urteil:

Envato lohnt sich nicht für ein einziges Preset.

Es lohnt sich, wenn regelmäßig Presets, Vorlagen, Grafiken, Schriften, Videos und andere Kreativ-Assets benötigt werden.

11. Creative Market

Große Auswahl an unabhängigen Preset-Designern

Direktlink:

https://creativemarket.com

Creative Market ist eine Plattform für digitale Produkte unabhängiger Anbieter.

Das Angebot reicht von einzelnen Farblooks bis zu Paketen mit mehreren hundert Lightroom-Presets.

Ein überprüftes Bundle enthielt beispielsweise 260 Presets aus 37 Kollektionen und wurde für 40 US-Dollar angeboten. Solche Mengenangebote klingen spektakulär, sagen aber zunächst nichts über die tatsächliche Qualität aus.

Besonders geeignet für:

  • Social Media
  • Blogger
  • Hochzeit
  • Boho
  • Fashion
  • Food
  • Reisen
  • Lifestyle
  • trendbasierte Looks

Preis:

Je nach Anbieter und Paket.

Kleine Pakete beginnen oft im niedrigen zweistelligen Bereich. Große Bundles können erheblich teurer sein.

Mitglieder erhalten je nach Abo Rabatte und monatliche Gratisprodukte.

Kompatibilität:

GELB bis ROT.

Vollständig abhängig vom jeweiligen Anbieter.

Mein Urteil:

Creative Market kann sehr gute Presets enthalten. Es gibt aber keine einheitliche Qualitätskontrolle für Farbwiedergabe, Hauttöne oder aktuelle Adobe-Versionen.

Nur Produkte kaufen, die klare Vorher-nachher-Beispiele und genaue Kompatibilitätsangaben enthalten.

Die besten Anbieter nach Einsatzgebiet

Natürliche Porträts und Beauty

  • Mastin Labs
  • DVLOP
  • RNI
  • Adobe Premium Presets
  • FixThePhoto als kostenlose Alternative

Authentische Filmlooks

  • RNI
  • Mastin Labs
  • DVLOP
  • Archipelago
  • kostenlose RNI-Demo

Fashion und Editorial

  • RNI
  • Archipelago
  • DVLOP
  • Envato Elements
  • Creative Market

Dunkle und atmosphärische Looks

  • Archipelago
  • RNI
  • PresetLove
  • Envato Elements

Hochzeit und Familie

  • Mastin Labs
  • DVLOP
  • Archipelago
  • FixThePhoto
  • Adobe Presets

Kostenlose Presets

  • Adobe
  • PresetLove
  • FixThePhoto
  • ON1
  • PSD Stack
  • RNI Demo

Warum ein Preset auf deinem Bild anders aussieht als in der Werbung

Ein Preset ist keine fertige Bildbearbeitung.

Der gleiche Look kann auf zwei verschiedenen Bildern völlig unterschiedlich wirken.

Das liegt unter anderem an:

  • Kamera und Sensor
  • Kameraprofil
  • Objektiv
  • Weißabgleich
  • Belichtung
  • Lichtfarbe
  • Hautfarbe
  • Kleidung
  • Hintergrund
  • RAW oder JPEG
  • Tageszeit
  • verwendeter Lichtquelle
  • Kontrastumfang des Motivs

Ein Preset, das auf einem hell belichteten Hochzeitsfoto mit Pastellfarben entwickelt wurde, wird auf einem unterbelichteten Nachtporträt nicht plötzlich denselben Look erzeugen.

Professionelle Presets sind deshalb meistens Ausgangspunkte, keine fertigen Endergebnisse.

Der wichtigste Trick nach dem Anwenden eines Presets

Nach dem Preset sollten normalerweise zuerst nur zwei Werte angepasst werden:

  1. Belichtung
  2. Weißabgleich

Viele gute Presets sind darauf ausgelegt, dass genau diese beiden Parameter anschließend an das jeweilige Foto angepasst werden.

Erst danach sollte beurteilt werden, ob Kontrast, Sättigung, Hautfarbe oder Gradationskurve korrigiert werden müssen.

Was ein gutes Preset auszeichnet

Natürliche Hauttöne

Haut sollte nicht plötzlich orange, grau, magenta oder grün werden.

Editierbare Einstellungen

Alle Regler müssen nach dem Anwenden weiterhin anpassbar sein.

Kontrollierter Kontrast

Details in Lichtern und Schatten sollten erhalten bleiben.

Gute Kameraprofile

Hochwertige Pakete enthalten passende Profile oder unterstützen verschiedene Kameramodelle.

Konsistenz

Der Look sollte auf einer kompletten Serie funktionieren und nicht nur auf einem einzigen Vorher-nachher-Werbebild.

Moderne XMP-Dateien

Aktuelle XMP-Presets sind für Lightroom und Camera Raw meist die beste Wahl.

Klare Installation

Ein seriöses Paket erklärt genau, welche Dateien importiert werden müssen.

Zurückhaltende Schärfung

Übertriebene Klarheit, Struktur und Schärfung machen ein Bild nicht automatisch hochwertiger.

Wovor man sich hüten sollte

Tausende Presets für wenige Euro

Ein Paket mit 5.000 Presets klingt beeindruckend.

In der Praxis enthält es häufig zahllose beinahe identische Varianten, alte Dateien, extreme Effekte und viele Looks, die niemals verwendet werden.

Unklare Quellen

Keine Dateien aus anonymen Google-Drive-Ordnern, dubiosen Foren oder offensichtlich fremd hochgeladenen Paketen installieren.

Gestohlene Presets

Bekannte Premium-Pakete werden häufig illegal weitergegeben.

Abgesehen von der rechtlichen Frage besteht bei fremden ZIP-Dateien immer ein Sicherheitsrisiko.

Keine Vorher-nachher-Beispiele

Ein Anbieter sollte den Look auf mehreren Bildern und unterschiedlichen Motiven zeigen.

Nur perfekte Werbefotos

Wenn alle Beispiele bei identischem Licht, identischer Hautfarbe und identischer Location fotografiert wurden, sagt das wenig über die Alltagstauglichkeit aus.

Aggressive Hautveränderungen

Ein Farblook sollte keine Beauty-Retusche ersetzen.

So importierst du Presets in Lightroom Classic

  1. Lightroom Classic öffnen.
  2. In das Modul „Entwickeln“ wechseln.
  3. Im Bereich „Vorgaben“ auf das Pluszeichen klicken.
  4. „Vorgaben importieren“ auswählen.
  5. Die XMP-Dateien oder das ZIP-Paket auswählen.
  6. Auf „Importieren“ klicken.

Adobe erlaubt in Lightroom Classic ausdrücklich den Import einzelner Preset-Dateien oder kompletter ZIP-Pakete.

So importierst du Presets in Lightroom Desktop

  1. Lightroom öffnen.
  2. „Datei“ auswählen.
  3. „Profile und Vorgaben importieren“ anklicken.
  4. Die XMP-Dateien oder das Paket auswählen.
  5. Import bestätigen.

Importierte Presets erscheinen anschließend im Bereich „Deine“ beziehungsweise unter den Benutzervorgaben.

So verwendest du Lightroom-Presets in Photoshop

  1. Eine RAW-Datei in Photoshop öffnen.
  2. Adobe Camera Raw startet automatisch.
  3. Im rechten Bedienfeld den Bereich „Vorgaben“ öffnen.
  4. Über das Menü „Profile und Vorgaben importieren“ auswählen.
  5. Die XMP-Datei oder das ZIP-Paket laden.

Alternativ:

  1. Ein Bild in Photoshop öffnen.
  2. Die Ebene zur Sicherheit in ein Smartobjekt umwandeln.
  3. „Filter > Camera Raw-Filter“ auswählen.
  4. Das gewünschte Preset anwenden.
  5. Belichtung, Weißabgleich und Intensität anpassen.

Durch die Verwendung auf einem Smartobjekt bleibt der Camera-Raw-Filter nachträglich veränderbar.

Lightroom Mobile

Aktuelle Lightroom-Mobile-Versionen können je nach Betriebssystem XMP-, DNG- oder ältere LRTemplate-Dateien importieren.

Adobe beschreibt den direkten Import über den Bereich „Presets“ und die Option „Presets importieren“. Selbst erstellte Presets können bei aktivem Adobe-Abo über Geräte hinweg synchronisiert werden.

Für einen stabilen Workflow ist es meist einfacher, Desktop-Presets zunächst in Lightroom Desktop zu importieren und anschließend über das Adobe-Konto mit Lightroom Mobile zu synchronisieren.

Meine klare Empfehlung

Wer zunächst kostenlose und technisch sichere Presets ausprobieren möchte, sollte in dieser Reihenfolge beginnen:

  1. Adobe Lightroom Presets
  2. RNI Demo
  3. ON1
  4. PresetLove
  5. PSD Stack
  6. FixThePhoto

Für professionelle Filmlooks sind derzeit besonders interessant:

  1. RNI
  2. Mastin Labs
  3. DVLOP
  4. Archipelago

Für Fashion, Fine Art und kreative Editorial-Looks:

  1. Archipelago
  2. RNI
  3. DVLOP
  4. Envato Elements

Das ehrliche Fazit

Gute Presets können einen Workflow erheblich beschleunigen.

Sie können helfen, eine Serie farblich zusammenzuführen und einen wiedererkennbaren Stil aufzubauen.

Sie ersetzen aber weder gutes Licht noch eine saubere Belichtung oder ein Verständnis für Farbe.

Der häufigste Fehler besteht darin, immer neue Preset-Pakete zu kaufen, statt drei oder vier gute Looks wirklich zu beherrschen.

Ein professioneller Fotograf braucht keine 5.000 Presets.

Er braucht wenige verlässliche Farblooks, die zu seiner Kamera, seinen Motiven und seiner künstlerischen Handschrift passen.

Das beste Preset ist nicht das spektakulärste.

Es ist das Preset, das auf einer kompletten Bildserie funktioniert, Hauttöne respektiert, ausreichend Spielraum für Anpassungen lässt und dem Bild einen Stil gibt, ohne das Bild zu zerstören.

Geprüfte Quellen

Adobe Lightroom Presets

Presets in Lightroom – Adobe

Adobe – Presets in Lightroom Classic importieren

Presets zwischen Desktop und Mobile synchronisieren – Adobe

RNI – Really Nice Images

Mastin Labs

DVLOP

Archipelago Presets

PresetLove:

FixThePhoto

ON1 Free Lightroom Presets

PSD Stack:

Envato Elements

Creative Market

Redaktioneller Hinweis

Preset-Preise, Rabatte, Mitgliedschaften und enthaltene Dateien können sich jederzeit ändern.

Vor einem Kauf sollte immer geprüft werden:

  • unterstützte Adobe-Version
  • Desktop- oder Mobile-Version
  • Dateiformat
  • enthaltene Kameraprofile
  • Lizenzbedingungen
  • Rückgabebedingungen
  • kommerzielle Nutzbarkeit

Presets verändern die Entwicklungsparameter eines Bildes. Das Ergebnis hängt immer vom Ausgangsmaterial, von der Kamera, vom Licht und von der anschließenden individuellen Anpassung ab.


Photoshop-Aktionen: Kostenlose und kostenpflichtige Quellen

Photoshop-Aktionen gibt es für nahezu alles: Beauty-Retusche, Hautbearbeitung, Farblooks, Dodge & Burn, Schärfung, Schwarzweiß, Vintage, Composings, Dispersion, Malerei-Effekte, Mock-ups oder komplette Bildwelten.

Das Problem ist nicht, Aktionen zu finden.

Das Problem ist, gute Aktionen zu finden, die heute noch funktionieren – und im deutschen Photoshop nicht beim ersten englischen Ebenennamen zusammenbrechen.

Ich habe deshalb nicht einfach eine endlose Linkwüste zusammengestellt, sondern die wichtigsten Quellen nach Nutzen, Aktualität, Preis, Lizenztransparenz und Sprachsicherheit bewertet.

Der Fokus liegt auf kostenlosen Angeboten. Kostenpflichtige Plattformen sind nur dort enthalten, wo sie entweder eine sehr große Auswahl, klaren Support oder professionell dokumentierte Produkte bieten.

Das Wichtigste zuerst: Laufen englische Photoshop-Aktionen im deutschen Photoshop?

Grundsätzlich ja.

Photoshop lädt Aktionssets im Format .ATN unabhängig davon, in welcher Sprache die Benutzeroberfläche läuft. Die eigentliche Stolperfalle liegt nicht im Dateiformat, sondern darin, wie die Aktion aufgenommen und programmiert wurde.

Eine sauber gebaute Aktion arbeitet mit relativen Befehlen, eindeutig selbst vergebenen Ebenennamen und möglichst zerstörungsfreien Einstellungsebenen.

Eine schlecht gebaute Aktion versucht dagegen beispielsweise eine automatisch erzeugte Ebene namens „Layer 1“, „Background“ oder „Hue/Saturation“ auszuwählen.

Im deutschen Photoshop heißen diese Ebenen anders.

Dann stoppt die Aktion häufig mit einer Meldung wie:

„Der Befehl Auswählen ist momentan nicht verfügbar.“

Mein Kompatibilitäts-Ampelsystem

GRÜN

Der Anbieter nennt ausdrücklich alle Photoshop-Sprachen beziehungsweise Deutsch und eine aktuelle Photoshop-Version.

GELB

Die Aktion wird für Photoshop CC angeboten, aber der Anbieter macht keine belastbare Aussage zur deutschen Benutzeroberfläche.

ROT

Alte, undokumentierte oder von Nutzern hochgeladene Aktion ohne Versions-, Sprach- oder Lizenzangaben. Nur mit einer Testdatei ausprobieren.

Wichtig: Eine komplette technische Einzelprüfung jeder Aktion auf jeder Plattform wäre nur durch Installation und Ausführung in einer deutschen Photoshop-Testumgebung möglich.

Die folgende Liste ist deshalb ein belastbarer Quellencheck mit Herstellerangaben, aktuellen Seiten, Preisen und bekannten Sprachrisiken.

Sie ist keine pauschale Garantie für jede einzelne Datei eines offenen Marktplatzes.

Die besten Quellen für Photoshop-Aktionen

1. PanosFX

Der klare Testsieger für den deutschen Photoshop

Direkt zu den kostenlosen Aktionen von PanosFX.

PanosFX ist die stärkste Quelle dieser Liste, sobald Sprachkompatibilität wichtiger ist als bloße Masse.

Der Anbieter nennt bei aktuellen Gratis-Aktionen ausdrücklich PC und Mac, alle Photoshop-Sprachen und konkrete Versionsbereiche bis Photoshop 2026.

Bei mehreren Paketen stehen zusätzlich deutsche Übersetzungen, Dokumentationen und ein aktuelles Veröffentlichungsdatum dabei.

Besonders geeignet für:

Reflexionen, Collagen, Papier- und 3D-Effekte, Symmetrie, Schnee, Animationen und Präsentationseffekte.

Preis:

Viele Aktionen sind kostenlos. Zusätzlich gibt es Premium-Toolkits und Komplettpakete. Die Preise unterscheiden sich je nach Aktion und Angebot.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GRÜN.

Bei den geprüften Paketen werden alle Photoshop-Sprachen und aktuelle Versionen bis Photoshop 2026 ausdrücklich genannt.

Mein Urteil:

Für eine deutschsprachige Installation ist PanosFX die erste Adresse, weil der Anbieter die Sprachfrage nicht verschweigt, sondern konkret beantwortet.

2. Designer in Action

Der beste deutschsprachige Sammelpunkt

Direktlink:

Designer in Action bündelt mehr als 70 kostenlose Photoshop-Aktionen und Stile und erklärt die Installation auf Deutsch.

Der große Vorteil liegt in der redaktionellen Vorauswahl. Man muss sich nicht durch tausende beliebige Community-Uploads wühlen.

Die Seite weist selbst darauf hin, dass viele der angebotenen Aktionen in der deutschen Photoshop-Version nutzbar sind.

Besonders geeignet für:

Fotoeffekte, Retusche, Farblooks, Texteffekte, Bildstile und kreative Experimente.

Preis:

Kostenlos.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GRÜN bis GELB.

Es handelt sich um eine deutschsprachige Quelle mit ausdrücklichem Hinweis auf deutsche Photoshop-Versionen. Die Detailqualität hängt jedoch vom jeweiligen Fremdanbieter ab.

Mein Urteil:

Ideal als erster Einstieg und für alle, die keine Lust auf englische Downloadseiten haben.

3. FixThePhoto

Die größte praktische Gratis-Sammlung für Fotografen

Direktlink:

FixThePhoto bietet nach eigener Angabe mehr als 300 kostenlose Photoshop-Aktionen.

Die Sammlung ist stark auf reale Fotografie-Workflows ausgerichtet: Porträts, Hochzeiten, Babyfotos, Landschaft, Immobilien, Schwarzweiß, HDR, Farbkorrektur, Haut und saisonale Looks.

Die Seite nennt Photoshop CS4 bis CS6 und Photoshop CC als kompatibel.

Besonders geeignet für:

Beauty, Porträt, Hochzeit, Haut, Farbe, Outdoor, Immobilien, Schwarzweiß und saisonale Looks.

Preis:

Großer kostenloser Bereich. Zusätzlich gibt es kostenpflichtige Pakete und Bundles.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GELB.

Photoshop CC wird genannt, aber eine ausdrückliche Garantie für die deutsche Benutzeroberfläche fehlt.

Mein Urteil:

Die Masse ist beeindruckend. Trotzdem immer zuerst an einer Kopie testen und auf geforderte Ebenennamen, RGB-Modus und Ausgangsbild achten.

4. PhotoshopSupply

Viele kleine Werkzeuge, die tatsächlich Zeit sparen

Direktlink:

PhotoshopSupply ist weniger eine Hochglanz-Retuschebibliothek als eine Werkzeugkiste.

Dort finden sich Aktionen zum Freistellen schwarzer oder weißer Hintergründe, für Line Art, Schwarzweiß, Sepia, Posterize, selektive Farbe, Kanten, Unschärfe und grafische Effekte.

Viele Dateien liegen direkt als .ATN vor. Bei einigen Gratisangeboten ist eine kommerzielle Nutzung mit Namensnennung erlaubt.

Besonders geeignet für:

Line Art, Hintergrund entfernen, Posterize, Schwarzweiß, Sepia, Konturen und grafische Spezialeffekte.

Preis:

Viele Downloads sind kostenlos.

Premium-Aktionen werden häufig für ungefähr 4 bis 6 US-Dollar angeboten.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GELB.

Funktionierende .ATN-Downloads, aber keine durchgängige Aussage zur deutschen Oberfläche.

Mein Urteil:

Besonders nützlich, wenn man eine konkrete kleine Aufgabe lösen will und nicht den hundertsten Instagram-Farbfilter sucht.

5. Brusheezy

Eine riesige Fundgrube – aber nicht blind herunterladen

Direktlink:

Brusheezy ist eine sehr große Community-Plattform für Photoshop-Ressourcen.

Neben Pinseln, Texturen, PSDs und Verläufen gibt es auch Aktionen, darunter beispielsweise Orange-and-Teal-Looks.

Die schiere Menge ist der Vorteil und gleichzeitig das Problem: Qualität, Dokumentation, Aktualität und Lizenz unterscheiden sich von Upload zu Upload.

Besonders geeignet für:

Farblooks, Retro, Texturen, kreative Effekte und ergänzende Photoshop-Ressourcen.

Preis:

Viele kostenlose Ressourcen.

Premium wird zeitweise als Aktionsangebot angeboten. Beim Check wurden beispielsweise drei Monate für 19 US-Dollar beworben. Reguläre Abomodelle können abweichen.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GELB bis ROT.

Keine pauschale Sprachgarantie. Jeden einzelnen Download prüfen.

Mein Urteil:

Nur Dateien laden, deren Produktseite klare Vorschaubilder, Lizenzangaben, Dateiformat und möglichst Kommentare oder Bewertungen zeigt.

6. MCP Actions

Solide Fotografie-Aktionen mit professionellem Hintergrund

Direktlink:

MCP Actions ist seit Jahren auf Fotografen-Workflows spezialisiert.

Der kostenlose Bereich enthält unter anderem Werkzeuge für Licht, Dunkelheit, Schärfung, Texturen, Vignetten und Präsentation.

Die kostenpflichtigen Pakete gehen stärker in komplette Retusche- und Farbworkflows.

Besonders geeignet für:

Porträt, Lichtführung, Retusche, Schärfung, Farbkorrektur und Fotografen-Workflows.

Preis:

Gratisbereich vorhanden.

Einzelne Produkte liegen ungefähr bei 36 bis 72 US-Dollar. Größere Pakete können über 100 US-Dollar kosten.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GELB.

Aktiver Anbieter und Support, aber keine pauschale Aussage, dass jedes Set sprachneutral im deutschen Photoshop läuft.

Mein Urteil:

Vor dem Kauf Produktbeschreibung und Support zur deutschen Version ausdrücklich prüfen – besonders bei Aktionen mit vielen automatisch benannten Ebenen.

7. Greater Than Gatsby

High-End-Retusche und Painterly Looks – professionell, aber teuer

Direktlink:

Greater Than Gatsby richtet sich klar an Porträt-, Familien-, Newborn- und Fine-Art-Fotografen.

Besonders interessant sind Painterly Portrait, Portrait Retouch, Clean Essentials sowie Licht- und Hautkollektionen.

Es gibt kostenlose Einstiegsaktionen, der Schwerpunkt liegt jedoch auf umfangreichen Premium-Paketen.

Besonders geeignet für:

Beauty, Painterly Portrait, Newborn, Haut, Licht, Fine Art und hochwertige Porträtlooks.

Preis:

Gratisaktionen vorhanden.

Einzelkollektionen liegen häufig zwischen 89 und 119 US-Dollar. Große Komplettpakete können mehrere hundert US-Dollar kosten.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GELB.

Professionell dokumentiert, aber die deutsche Sprache wird auf der geprüften Übersichtsseite nicht verbindlich zugesagt.

Mein Urteil:

Für echte Produktionsarbeit interessant.

Vor einem Kauf von mehreren hundert Dollar unbedingt eine Gratisaktion im eigenen deutschen Photoshop testen.

8. Creative Market

Große Auswahl und schöne Präsentation – Qualität ist Anbieterfrage

Direktlink:

Creative Market ist ein Marktplatz, kein einheitlicher Hersteller.

Das Angebot reicht von einfachen Farblooks bis zu aufwendigen Malerei-, Dispersion- und Composing-Aktionen.

Gute Produktseiten zeigen Vorher-nachher-Beispiele, unterstützte Photoshop-Versionen, Anleitungen und die enthaltenen Dateien.

Besonders geeignet für:

Aktuelle Trendlooks, Malerei, Composing, Social-Media-Effekte, Poster und Spezialeffekte.

Preis:

Einzelkauf je nach Produkt.

Mitgliedschaften beginnen bei ungefähr 9,95 US-Dollar pro Monat. Höhere Stufen können Einkaufsguthaben und zusätzliche Gratis-Assets enthalten.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GELB bis ROT.

Ausschließlich vom jeweiligen Anbieter abhängig.

Mein Urteil:

Nur Produkte kaufen, die ausdrücklich Photoshop CC, die aktuelle Version, nicht-destruktive Ebenen und idealerweise „all languages“ nennen.

9. Envato Elements

Die Flatrate für Vielnutzer

Direktlink:

Envato Elements ist sinnvoll, wenn man regelmäßig Aktionen, Vorlagen, Schriften, Mock-ups, Videos und andere Assets benötigt.

Die Bibliothek ist sehr groß und Downloads von Stock-Assets sind im Rahmen der Nutzungsbedingungen nicht stückweise begrenzt.

Der Nachteil: Auch hier stammen die Aktionen von vielen verschiedenen Autoren.

Besonders geeignet für:

Große Bandbreite von Fotoeffekten über Retusche bis zu aufwendigen Kunst- und Werbeeffekten.

Preis:

Die Individualpläne starten bei ungefähr 16,50 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Abrechnung.

Monatliche Abrechnung und höhere KI-Kontingente sind teurer.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

GELB.

Die Plattform selbst garantiert nicht, dass jede Aktion sprachneutral aufgenommen wurde.

Mein Urteil:

Lohnt sich vor allem für Agenturen, Content-Produzenten und Künstler, die mehrere Asset-Arten laufend benötigen.

10. DeviantArt

Kreative Schatzkiste mit Wildwest-Faktor

Direktlink:

DeviantArt enthält unzählige kostenlose Aktionen, darunter Matte-Looks, Vintage, mystisches Licht, Schwarzweiß und experimentelle Effekte.

Viele legendäre Gratisaktionen wurden dort veröffentlicht.

Allerdings sind manche Uploads alt, Links verschwunden oder Lizenzangaben unklar.

Besonders geeignet für:

Experimentelle Looks, Vintage, Fantasy, Farblooks und ungewöhnliche Community-Experimente.

Preis:

Viele Angebote sind kostenlos. Einzelne Ressourcen gibt es nur für Mitglieder oder über externe Shops.

Kompatibilität mit deutschem Photoshop:

ROT.

Keine allgemeine Versions- oder Sprachkontrolle.

Mein Urteil:

Nur bei klarer Urheberschaft, nachvollziehbarer Lizenz und funktionierendem Originaldownload verwenden.

Keine dubiosen Reuploads aus fremden ZIP-Archiven.

Welche Aktionen sind wirklich nützlich?

Die spektakulärsten Vorschaubilder verkaufen sich am besten, sind aber nicht automatisch die sinnvollsten Aktionen.

Für einen echten Arbeitsalltag sind folgende Kategorien meist wertvoller als der nächste extreme Explosionseffekt:

Basis-Korrekturen

Kontrast, Tonwert, Weißabgleich, Farbstiche, Dynamik und kontrollierte Schärfung.

Retusche-Helfer

Frequenztrennung als Vorbereitung, Dodge-&-Burn-Gruppen, Hautfarbkorrektur, Augen und Zähne – immer dosierbar.

Licht und Tiefe

Lokales Aufhellen und Abdunkeln, Lichtkanten, Hintergrundkontrolle und atmosphärische Separation.

Farblooks

Vollständig editierbare Einstellungsebenen statt plattgerechneter Filter.

Ausgabe-Aktionen

Web-Schärfung, Größenvarianten, sRGB-Konvertierung, Instagram-Formate und Dateiexport.

Composing-Helfer

Masken, Kantenkontrolle, Farbangleichung, Schattenaufbau und saubere Ebenenstrukturen.

Bei Beauty-Retusche gilt besonders:

Eine Aktion ist kein automatischer Hautchirurg.

Gute Retusche-Aktionen bauen kontrollierbare Ebenen und Masken auf.

Schlechte Aktionen bügeln Hautstruktur, Poren und Gesichtsdimension weg.

Das Ergebnis sieht dann nicht teuer aus, sondern nach Plastik – und zwar nach dem falschen Plastik.

Der 60-Sekunden-Check vor jedem Download

1. Dateiformat

Für klassische Photoshop-Aktionen sollte mindestens eine .ATN-Datei enthalten sein.

2. Version

Steht dort nur CS3 oder CS5 und wurde das Produkt jahrelang nicht aktualisiert, ist Vorsicht angesagt.

3. Sprache

Am besten sind Aussagen wie:

  • all Photoshop languages
  • multi-language
  • German version
  • Deutsch

4. Ausgangsbedingungen

Prüfen, ob RGB, 8 Bit, ein Hintergrund, eine Auswahl, ein bestimmter Ebenenname oder eine Mindestauflösung verlangt wird.

5. Zusatzdateien

Viele Kunstaktionen brauchen Pinsel, Muster oder Texturen.

Fehlt eine Datei, bricht die Aktion ab.

6. Zerstörungsfreiheit

Gute Aktionen lassen Ebenen, Gruppen, Masken und Einstellungsebenen editierbar.

7. Lizenz

Kostenlos bedeutet nicht automatisch frei für kommerzielle Kundenarbeiten.

Namensnennung oder Einschränkungen beachten.

8. Quelle

Nur von der Originalseite oder einem etablierten Marktplatz laden.

Keine anonymen Reupload-Seiten.

So installierst du eine Photoshop-Aktion im aktuellen deutschen Photoshop

  1. ZIP-Datei vollständig entpacken.
  2. Photoshop öffnen.
  3. Fenster > Aktionen aufrufen.
  4. Im Menü des Aktionen-Bedienfelds „Aktionen laden“ wählen.
  5. Die .ATN-Datei auswählen.
  6. Ein Testbild als Kopie öffnen und die Aktion zunächst dort starten.

Alternativ lässt sich eine .ATN-Datei häufig per Doppelklick oder durch Ziehen in Photoshop laden.

Nach einem Photoshop-Update sollten eigene und gekaufte Aktionen zusätzlich als .ATN gesichert werden.

Adobe weist darauf hin, dass Aktionen nach Updates oder auf einem neuen Rechner fehlen können und deshalb aus einem gespeicherten Aktionsset neu geladen werden sollten.

Wenn eine Aktion im deutschen Photoshop stoppt

  • Im Aktionen-Bedienfeld prüfen, bei welchem einzelnen Schritt der Ablauf stehen bleibt.
  • Kontrollieren, ob das Dokument im RGB-Modus und in der geforderten Bittiefe vorliegt.
  • Prüfen, ob eine Ebene namens „Hintergrund“ verlangt wird oder ob die Ausgangsebene gesperrt sein muss.
  • Bei englischen Ebenennamen den fehlerhaften Auswahlschritt löschen oder neu aufnehmen, sofern die Lizenz Änderungen erlaubt.
  • Zusatzpinsel, Muster, Verläufe und Texturen installieren, wenn sie zum Paket gehören.
  • Die Aktion nicht auf dem Originalbild testen, sondern auf einer Kopie.
  • Bei einem Kauf den Support fragen, ob eine sprachneutrale oder deutsche Version verfügbar ist.

Meine klare Empfehlung

Für den deutschen Photoshop würde ich in dieser Reihenfolge starten:

  1. PanosFX
  2. Designer in Action
  3. FixThePhoto
  4. PhotoshopSupply

Dort bekommt man bereits sehr viel kostenloses und brauchbares Material.

Brusheezy und DeviantArt sind gute Fundgruben, aber keine Qualitätsgarantie.

MCP Actions und Greater Than Gatsby sind interessant, sobald professionelle Porträt- und Beauty-Workflows gefragt sind.

Creative Market und Envato lohnen sich vor allem, wenn man regelmäßig neue Looks und weitere Design-Assets benötigt.

Die beste Aktion ist nicht die, die mit einem Klick das wildeste Bild erzeugt.

Die beste Aktion ist die, die dir wiederkehrende Arbeit abnimmt, sauber dokumentiert ist, editierbare Ebenen hinterlässt und auch nach dem nächsten Photoshop-Update noch nachvollziehbar bleibt.

Quellen und weiterführende Links

Adobe – Aktionen abspielen, verwalten und laden:

Adobe – Aktionen nach einem Photoshop-Update sichern:

Adobe – Übersicht zu Photoshop-Aktionen:

PanosFX:

Designer in Action:

FixThePhoto:

PhotoshopSupply:

Brusheezy:

MCP Actions:

Greater Than Gatsby:

Creative Market:

Envato Elements:

DeviantArt:

Redaktioneller Hinweis

Photoshop-Aktionen sind Automatisierungen, keine Qualitätsgarantie.

Ergebnisse hängen vom Ausgangsbild, Farbmodus, Ebenenaufbau, der Photoshop-Version und der Qualität der Aktionsaufnahme ab.

Downloads sollten nur aus nachvollziehbaren Quellen stammen.

Vor dem Einsatz in Kundenprojekten sind Lizenzbedingungen, kommerzielle Nutzungsrechte und gegebenenfalls erforderliche Namensnennungen zu prüfen.

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