Peter »Brownz« Braunschmid: Fotodesign, Photoshop-Kunst, Pop Art und KI aus Österreich. Homebase: BrownzArt.com, Workshops, Video-Trainings und Coaching.
Dark Art in Photoshop entsteht nicht dadurch, dass man ein Bild möglichst dunkel macht. Entscheidend sind kontrolliertes Licht, lesbare Schatten, räumliche Tiefe und eine klare Bildidee. Photoshop liefert dafür die Werkzeuge – aber der Look entsteht erst durch die Entscheidungen dahinter.
Was macht ein gutes Dark-Art-Bild aus?
Für mich ist Dark Art dann stark, wenn das Bild auch ohne Totenschädel, Nebelmaschine und drei Kilo Grunge funktioniert. Die Dunkelheit muss geführt sein. Das Auge braucht einen Punkt, an dem es hängen bleibt, und genug Information, um Formen noch lesen zu können. Wenn alles gleich schwarz ist, ist nichts geheimnisvoll – es ist einfach weg.
1. Erst das Licht bauen, dann die Dunkelheit
Ich beginne deshalb nicht mit „mehr Schwarz“, sondern mit der Frage: Woher kommt das Licht? Ein Gesicht, eine Hand, eine Kante im Kostüm oder ein heller Hintergrundbereich kann die komplette Blickführung übernehmen. Mit Gradationskurven und Ebenenmasken lassen sich solche Bereiche lokal steuern, ohne das gesamte Bild platt zu bearbeiten. Dodge & Burn ist danach das Skalpell: kleine Licht- und Schattenkorrekturen formen Volumen, statt nur Kontrast draufzuschütten.
2. Schwarz darf dunkel sein – aber nicht tot
Ein häufiger Fehler bei Dark Art ist ein abgesoffener Schwarzpunkt. Tiefen dürfen massiv sein, aber Textur, Haut, Stoff oder Metall brauchen irgendwo noch Zeichnung. Ich kontrolliere dunkle Bilder deshalb immer wieder in kleiner Ansicht: Kann ich das Motiv noch lesen? Funktioniert die Silhouette? Gibt es eine klare Trennung zwischen Figur und Hintergrund? Wenn nicht, hilft meistens nicht noch mehr Effekt, sondern ein sauber gesetztes Licht.
3. Atmosphäre braucht Vordergrund, Mitte und Hintergrund
Nebel, Rauch, Staub und Texturen sind perfekt für Dark Art – solange sie Raum erzeugen. Ein Teil kann vor dem Motiv liegen, ein anderer dahinter. Unterschiedliche Schärfe und Deckkraft machen aus einem Overlay plötzlich Tiefe. Genau deshalb passen die kostenlosen Fog- und Smoke-Texturen, die ich vor ein paar Tagen vorgestellt habe, gut in diesen Workflow. Aber auch hier gilt: Der Nebel ist nicht das Bild. Er ist die Luft im Bild.
Dark Art muss nicht schwarzweiß sein. Oft reicht eine kleine Farbwelt: kaltes Cyan gegen Haut, schmutziges Grün, stumpfes Rot oder ein warmer Lichtakzent in einer fast monochromen Szene. Verlaufsumsetzungen, selektive Farbkorrektur oder Color Lookup können dafür eine gemeinsame Klammer liefern. Entscheidend ist Dosierung. Wenn jede Ecke eine andere Stimmung erzählt, wird aus „dunkel“ schnell nur „bunt mit schlechtem Gewissen“.
5. Perfektion ist nicht automatisch Atmosphäre
Gerade bei heutigen KI- und Synthografie-Workflows können Ausgangsbilder technisch extrem sauber sein. Für Dark Art ist das nicht immer ein Vorteil. Kleine Brüche – Korn, beschädigte Oberflächen, unregelmäßige Kanten, echte Texturen oder bewusst unperfekte Lichtübergänge – geben einem Bild Widerstand. Ich nutze KI deshalb gern als Material oder Variante, aber die endgültige Bildlogik entsteht bei mir weiterhin in Photoshop. Dort wird entschieden, was sauber bleiben darf und was schmutzig werden muss.
Mein Fazit
Gute Dark Art ist keine Sammlung dunkler Effekte. Sie ist Lichtregie im Schatten. Wer zuerst Komposition, Licht und Tiefe sauber baut, kann danach mit Nebel, Texturen, Farbe und künstlichen Elementen deutlich radikaler werden – ohne dass das Bild auseinanderfällt. Schwarz ist am Ende nur eine Farbe. Die eigentliche Dunkelheit entsteht im Kopf des Betrachters.
Dark Art in Photoshop ist eine Form digitaler Bildgestaltung, bei der Licht, Schatten, Farbe, Texturen und Compositing genutzt werden, um düstere, melancholische, surreale oder verstörende Bildwelten zu erzeugen.
Welche Photoshop-Werkzeuge sind dafür besonders wichtig?
Vor allem Ebenenmasken, Gradationskurven, Einstellungsebenen, Dodge & Burn, Verlaufsumsetzungen sowie saubere Compositing- und Texturarbeit. Nicht ein einzelner Filter, sondern das Zusammenspiel erzeugt den Look.
Wie wirkt Dark Art düster, ohne im Kitsch zu landen?
Durch Reduktion. Eine klare Hauptidee, kontrollierte Lichtführung, wenige dominante Farben und gezielt eingesetzte Texturen wirken meist stärker als viele gleichzeitig sichtbare Horror-Effekte.
Dark Art in Photoshop: Werkzeuge und Grundlagen
Für den Aufbau sind Ebenenmasken, Gradationskurven, Dodge & Burn und Einstellungsebenen besonders wichtig. Außerdem erklärt das offizielle Photoshop-Benutzerhandbuch von Adobe die technischen Grundlagen dieser Werkzeuge.
Außerdem gilt: Stand: Mai 2026 Geprüft und aktualisiert für Lightroom Classic 15.3 und Photoshop 2026 / Version 27.6
Inhaltsübersicht
Warum Schwarzweiß-Fotografie gerade bei Portraits funktioniert
Voraussetzungen und benötigte Software
Das richtige Ausgangsmaterial
Phase 1: RAW-Entwicklung in Lightroom Classic
Phase 2: Feinarbeit in Photoshop
Typische Fehler und wie man sie vermeidet
Drei komplette Beispiel-Workflows
Weiterführende Techniken
Qualitätscheckliste
Quellen und Ressourcen
1. Somit Warum Schwarzweiß-Fotografie gerade bei Portraits funktioniert
Deshalb wichtig: Ein gutes Schwarzweiß-Portrait ist kein Farbfoto ohne Farbe. Außerdem Es ist ein Bild, das über Licht, Tonwerte, Kontrast, Hautstruktur, Blick und Form erzählt. Farbe kann manchmal ablenken – Schwarzweiß reduziert auf das Wesentliche.
Zudem zeigt sich: Der häufigste Anfängerfehler: Sättigung auf -100 ziehen und fertig. Deshalb Technisch ist das monochrom, künstlerisch oft nur graue Suppe. Professionelle Schwarzweiß-Konversion bedeutet: Sie steuern bewusst, welche ursprünglichen Farben hell oder dunkel werden. Außerdem Haut, Lippen, Haare, Kleidung und Hintergrund bekommen dadurch gezielt getrennte Tonwerte.
Allerdings gilt: Schwarzweiß funktioniert besonders gut, wenn das Ausgangsbild klare Lichtführung besitzt: erkennbare Schatten, interessante Texturen, einen durchdachten Tonwertaufbau. Zudem Flaches Licht ist nicht automatisch unbrauchbar, braucht aber in der Entwicklung deutlich mehr Modellierung. Seitenlicht, Rembrandt-Beleuchtung, Loop-Lighting oder gutes Fensterlicht geben Ihnen bereits vor der Bearbeitung die halbe Wirkung.
2. Voraussetzungen und benötigte Software
Software
Außerdem gilt: Dieser Workshop bezieht sich auf die aktuellen Creative-Cloud-Versionen:
Adobe Lightroom Classic 15.3 (Stand April/Mai 2026)
Adobe Photoshop 2026 / Version 27.6
Dabei hilft folgende Einordnung: Ältere Versionen wie Lightroom 6 (letzte Standalone-Kaufversion) weichen erheblich ab und verfügen beispielsweise nicht über KI-basierte Personenmasken oder das moderne Farbgraduations-Panel.
Grundkenntnisse
Deshalb wichtig: Sie sollten bereits grundlegende Erfahrung mitbringen:
Import und Organisation von Fotos in Lightroom Classic
Folglich ist wichtig: Falls diese Grundlagen noch unsicher sind, empfiehlt sich zunächst ein allgemeiner Photoshop-Einsteigerkurs.
Hardware-Empfehlungen
Monitor: Idealerweise kalibriert oder zumindest neutral eingestellt – besonders wichtig für die Beurteilung von Tonwerten in Schwarzweiß
Arbeitsspeicher: Mindestens 16 GB, besser 32 GB für 16-Bit-Dateien mit mehreren Ebenen
Grafiktablett: Optional, erleichtert aber präzise Retusche und Dodge & Burn erheblich
3. Das richtige Ausgangsmaterial
Was macht ein gutes Ausgangsfoto aus?
Zum Beispiel zeigt sich: Nicht jedes Portrait eignet sich gleichermaßen für Schwarzweiß-Konversion. Allerdings Idealerweise besitzt Ihr Ausgangsbild:
Anschließend gilt: Klare Lichtführung: Diffuses, flaches Licht funktioniert in Schwarzweiß oft problematisch. Dabei Bilder mit erkennbarer Lichtrichtung, mit Highlights und Schatten, erzeugen Tiefe und Plastizität.
Dennoch bleibt entscheidend: Strukturen und Texturen: Hautstruktur, Haare, Kleidungstexturen – all das gewinnt in Schwarzweiß an Bedeutung, da die Farbe als Unterscheidungsmerkmal wegfällt.
Darüber hinaus gilt: Tonwertreichtum: Das Ausgangsbild sollte möglichst viele unterschiedliche Helligkeitswerte enthalten, nicht nur Mittelgrau. Folglich Ein gutes Histogramm zeigt Verteilung über den gesamten Tonwertbereich.
Außerdem gilt: Ruhiger oder tonwertlich trennbarer Hintergrund: Bunte, unruhige Hintergründe können in Farbe funktionieren, in Schwarzweiß aber mit Hauttönen verschmelzen oder störend wirken.
Deshalb wichtig: RAW-Format: Arbeiten Sie nach Möglichkeit mit RAW-Dateien. Beispielsweise Sie enthalten deutlich mehr Informationen für tonale Korrekturen als JPEG – gerade in Lichtern und Schatten.
Übungsbild fotografieren
Zudem zeigt sich: Falls Sie noch kein geeignetes Portrait haben:
Fensterlicht von schräg vorne (Rembrandt- oder Loop-Lighting)
Neutraler oder dunkler, ruhiger Hintergrund
Blende f/2.8 bis f/5.6 (angenehme Hintergrundunschärfe)
ISO so niedrig wie möglich (saubere Hauttöne)
Fokus auf dem vorderen Auge
RAW-Format
Zudem zeigt sich: Wichtig: Scharfe Augen sind entscheidend. Anschließend Unscharfe Augen bleiben unscharf – Photoshop kann Unschärfe nicht magisch reparieren.
4. Phase 1: RAW-Entwicklung in Lightroom Classic
Allerdings gilt: Die entscheidende Arbeit für ein überzeugendes Schwarzweiß-Portrait geschieht bereits in Lightroom. Dennoch Hier legen wir die tonale Grundlage, bevor später in Photoshop Feinheiten bearbeitet werden.
Schritt 1: Import und erste Sichtung
Dabei hilft folgende Einordnung: Importieren Sie Ihr Portrait in Lightroom Classic. Darüber hinaus Bewerten Sie es zunächst in Farbe:
Ist die Grundbelichtung akzeptabel?
Gibt es ausgebrannte Lichter im Gesicht?
Sind die Schatten völlig zugelaufen (keine Zeichnung mehr)?
Stimmt der Fokus auf den Augen?
Folglich ist wichtig: Falls grundlegende technische Probleme existieren, sollten diese zuerst analysiert werden. Außerdem Manche Bilder lassen sich retten, andere nicht.
Schritt 2: Grundlegende Korrekturen (noch in Farbe)
Zum Beispiel zeigt sich: Bevor wir in Schwarzweiß konvertieren, korrigieren wir das Bild zunächst in Farbe.
Anschließend gilt: Weißabgleich: Stellen Sie einen neutralen oder bewusst gewählten Weißabgleich ein. Deshalb Auch wenn Sie später in Schwarzweiß arbeiten – der Weißabgleich beeinflusst die Farbinformationen, die später in Tonwerte umgerechnet werden.
Allerdings gilt: Belichtung: Korrigieren Sie die Grundbelichtung so, dass:
Gesichtshöhen (Stirn, Nase, Wangen) gut durchgezeichnet sind
Keine wichtigen Bereiche ausfressen (komplett weiß ohne Zeichnung)
Schatten noch Zeichnung enthalten (nicht absaufen)
Lichter und Tiefen:
Lichter: Oft etwas zurücknehmen (-20 bis -40), um Hautdetails in hellen Bereichen zu bewahren
Tiefen: Vorsichtig aufhellen (+10 bis +30), aber nicht so stark, dass Schatten grau und flach werden
Weiß und Schwarz:
Halten Sie die Alt/Option-Taste gedrückt beim Verschieben des Weiß-Reglers – Sie sehen dann eine Schwellenwertansicht, die anzeigt, wo Bereiche anfangen auszufressen
Dasselbe für Schwarz – hier sehen Sie, wo Details verloren gehen
Setzen Sie bewusst Weiß- und Schwarzpunkt, aber mit Augenmaß
Dennoch bleibt entscheidend: Objektivkorrekturen: Aktivieren Sie Profilkorrekturen und Chromatische Aberration entfernen. Zudem Das ist technische Hausarbeit – nicht glamourös, aber wichtig für saubere Ergebnisse.
Schritt 3: Konversion in Schwarzweiß
Darüber hinaus gilt: Jetzt wird es interessant. Allerdings Der Fehler wäre, einfach nur die Sättigung auf -100 zu ziehen.
Dabei hilft folgende Einordnung: Stattdessen gehen wir so vor:
Folglich ist wichtig: Schwarzweiß-Konversion:
Klicken Sie im Entwickeln-Modul auf „Schwarzweiß“ (oder drücken Sie V)
Lightroom zeigt nun im Panel „Schwarzweiß-Mix“ (im Englischen „B&W Mix“)
Hier sehen Sie Regler für verschiedene Farbbereiche: Rot, Orange, Gelb, Grün, Aquamarin, Blau, Lila, Magenta
Außerdem gilt: Entscheidend zu verstehen: Diese Regler steuern, wie hell oder dunkel die ursprünglichen Farbbereiche in der Schwarzweiß-Darstellung erscheinen. Dabei Das ist der Kern professioneller Schwarzweiß-Konversion.
Zum Beispiel zeigt sich: Für Portraits besonders wichtig:
Rot und Orange: Steuern hauptsächlich Hauttöne. Höhere Werte (+20 bis +40) hellen die Haut auf und mildern optisch Hautunreinheiten
Gelb: Beeinflusst ebenfalls Hauttöne, besonders in helleren, wärmeren Bereichen
Blau: Beeinflusst häufig blaue Augen und manche Kleidungsstücke
Grün/Aquamarin: Wirken oft auf Hintergründe oder kühle Farbtöne
Deshalb wichtig: Praktischer Tipp: Nutzen Sie das Zielauswahl-Werkzeug (kleines Fadenkreuz-Symbol oben links im Schwarzweiß-Mix-Panel). Folglich Klicken Sie damit auf einen Hautbereich und ziehen Sie die Maus nach oben (aufhellen) oder unten (abdunkeln). Lightroom passt automatisch die relevanten Farbregler an.
Anschließend gilt: Typische Starteinstellungen für Portraits:
Rot: +10 bis +30
Orange: +15 bis +40
Gelb: 0 bis +20
Restliche Regler: je nach Bild individuell anpassen
Zudem zeigt sich: Wichtige Warnung: Übertreiben Sie nicht! Extreme Werte wie +80 oder -80 können unnatürliche Ergebnisse erzeugen – sogenannte Tonwertsäume, besonders dort, wo Haut an Kleidung oder Hintergrund grenzt. Beispielsweise Arbeiten Sie moderat und prüfen Sie bei 100% Ansicht die Übergänge.
Schritt 4: Feinabstimmung der Tonwerte
Allerdings gilt: Jetzt haben wir ein Schwarzweiß-Bild, aber es braucht noch tonale Feinabstimmung.
Dabei hilft folgende Einordnung: Kontrast: Der globale Kontrast-Regler sollte bei Portraits behutsam eingesetzt werden. Anschließend Empfehlung: eher niedrige Werte (+5 bis +15). Zu viel Kontrast lässt Haut schnell hart und unnatürlich wirken.
Dennoch bleibt entscheidend: Struktur (entspricht dem englischen „Texture“):
Beeinflusst mittelgroße Details ohne großflächige Tonwerte zu verändern
Sehr nützlich für selektive Hautretusche: Negative Werte (-10 bis -20) glätten Haut, ohne sie matschig zu machen
Kann auch positiv eingesetzt werden (+5 bis +20) für Haare, Stoffe, männliche Portraits
Darüber hinaus gilt: Klarheit (englisch „Clarity“):
Verstärkt Mitteltonkontrast
Positive Werte (+10 bis +25): Betonen Strukturen, gut für männliche Portraits oder bewusst raue Looks
Negative Werte (-10 bis -20): Weichere Haut, klassischer Beauty-Look
Vorsicht: Zu viel Klarheit erzeugt Heiligenscheine um Kanten und kann unnatürlich wirken
Außerdem gilt: Dunst entfernen (englisch „Dehaze“):
Für Portraits meist nicht empfehlenswert, da es sehr aggressiv Kontrast und Mikrokontrast erhöht
Nur in Sonderfällen sinnvoll
Folglich ist wichtig: Wichtig: In Lightroom Classic gibt es nicht zwei separate Regler „Textur“ und „Struktur“. Dennoch Der deutsche Begriff „Struktur“ entspricht dem englischen „Texture“-Regler. Daneben existieren Klarheit und Dunst entfernen als eigenständige Werkzeuge.
Schritt 5: Lokale Anpassungen mit Masken
Zum Beispiel zeigt sich: Globale Anpassungen reichen für hochwertige Portraits nicht aus. Darüber hinaus Jetzt arbeiten wir mit lokalen Korrekturen.
Deshalb wichtig: Moderne Maskierung in Lightroom Classic 15.x:
Anschließend gilt: Lightroom Classic bietet seit mehreren Versionen KI-basierte Personenmasken. Außerdem Diese sind enorm hilfreich, müssen aber immer kontrolliert und gegebenenfalls nachkorrigiert werden.
Öffnen Sie das Maskierung-Panel (Taste O oder über Menü)
Wählen Sie „Person auswählen“
Lightroom erkennt automatisch Personen im Bild
Sie können nun gezielt auswählen:
Gesichtshaut
Körperhaut
Augenweiß
Iris/Pupille
Lippen
Zähne
Haare
Kleidung
Dennoch bleibt entscheidend: Wichtig: Prüfen Sie die Maske als Overlay (aktivieren Sie die Option „Maskenüberlagerung einblenden“). Deshalb KI-Masken sind sehr gut, aber nicht perfekt. Korrigieren Sie mit „Hinzufügen“ oder „Subtrahieren“, wo nötig.
Zudem zeigt sich: Augen aufhellen und schärfen:
Maske für Iris/Pupille erstellen
Einstellungen:
Belichtung: +0.2 bis +0.4 (dezent!)
Klarheit: +15 bis +25
Schärfe: +20 bis +30
Struktur: +10 bis +20
Separate Maske für Augenweiß (falls nötig):
Belichtung: +0.1 bis +0.3 (sehr vorsichtig – zu weiß wirkt unnatürlich!)
Darüber hinaus gilt: Warnung: Übertrieben helle oder weiße Augen sind ein klassischer Anfängerfehler und wirken wie aus der Puppenklinik.
Allerdings gilt: Gesichtshöhen betonen:
Neue Maske erstellen (Pinsel oder über „Person > Gesichtshaut“)
Mit Pinsel gezielt über Stirn, Nasenrücken, obere Wangen malen (dort, wo Licht natürlich auftrifft)
Einstellungen:
Belichtung: +0.2 bis +0.4
Struktur: -5 bis -10 (für weichere Haut)
Klarheit: -5 bis -10 (optional)
Haare:
Maske für Haare (Person > Haare oder manuell)
Einstellungen:
Struktur: +10 bis +20
Klarheit: +10 bis +20 (betont Haarstruktur)
Schwarzwerte: leicht nach links schieben (dunkelt Haare ab, gibt Tiefe)
Dabei hilft folgende Einordnung: Hintergrund abdunkeln und beruhigen:
Maske für Hintergrund (inversiert zur Personenmaske oder manuell)
Einstellungen:
Belichtung: -0.3 bis -0.7
Klarheit: -10 bis -20 (weicherer Hintergrund lenkt weniger ab)
Optional: Struktur -10 bis -15
Schritt 6: Vignette und Körnung
Vignette:
Folglich ist wichtig: Im Panel Effekte finden Sie die Vignettierung:
Betrag: -10 bis -25 (dunkelt Bildecken ab, lenkt Blick zur Mitte)
Mittelpunkt: +20 bis +40 (größerer Wirkungsbereich)
Weiche Kante: 50-70 (sanfter Übergang)
Rundheit: nach Bedarf anpassen
Außerdem gilt: Eine dezente Vignette hilft, den Blick auf das Gesicht zu lenken, ohne aufdringlich zu wirken.
Körnung:
Zum Beispiel zeigt sich: Analoge Filmkörnung kann Schwarzweiß-Portraits Charakter verleihen:
Stärke: 10-25 (dezent beginnen)
Größe: 20-35 (mittlere Korngröße)
Rauheit: 40-60 (bestimmt Kornstruktur)
Deshalb wichtig: Hinweis: Körnung ist Geschmackssache. Zudem Moderne Portraits funktionieren oft auch völlig ohne. Körnung ist Gewürz, kein Schotterbelag.
Zudem zeigt sich: Die Tonwertkurve ist eines der mächtigsten Werkzeuge in Lightroom, wird aber von Anfängern oft gemieden. Dabei ist sie weniger kompliziert als befürchtet.
Vertikale Achse: Neue Tonwerte (unten = dunkel, oben = hell)
45-Grad-Diagonale: Keine Änderung
Anschließend gilt: Klassische S-Kurve für Portraits:
Öffnen Sie das Tonwertkurven-Panel
Wählen Sie die Punkt-Kurve
Setzen Sie Punkte:
Einen Punkt im unteren Viertel leicht nach unten ziehen (dunkelt Schatten minimal)
Einen Punkt im oberen Viertel leicht nach oben ziehen (hellt Lichter minimal auf)
Das erzeugt eine sanfte S-Form, die Kontrast erhöht, aber weicher und kontrollierbarer als der globale Kontrast-Regler wirkt
Alternativen:
Faded-Look: Schwarzpunkt (linke untere Ecke) leicht nach oben ziehen – erzeugt aufgehellte, nicht komplett schwarze Schatten (Vintage-Look)
Low-Key: Mitteltöne nach unten, nur Gesicht bleibt durch lokale Masken hell
Allerdings gilt: Tipp: Arbeiten Sie subtil. Allerdings Extreme Kurven erzeugen schnell unnatürliche oder posterisierte Ergebnisse.
Schritt 8: Farbgraduation (modernes Toning)
Dabei hilft folgende Einordnung: Das alte Split-Toning-Panel wurde in modernen Lightroom-Versionen durch Farbgraduation (englisch „Color Grading“) ersetzt.
Dennoch bleibt entscheidend: Für getonte Schwarzweiß-Portraits:
Öffnen Sie das Farbgraduation-Panel
Sie sehen drei Farbräder: Schatten, Mitteltöne, Lichter
Klassischer Look: Warme Lichter, kühle Schatten
Lichter: Leicht in Richtung Orange/Gold ziehen, Sättigung 3-8
Schatten: Leicht in Richtung Blau ziehen, Sättigung 3-10
Folglich ist wichtig: Wichtig: Bleiben Sie subtil. Dabei Schwarzweiß darf atmen und muss nicht krampfhaft nach Teal-Orange-Instagram-Preset aussehen. Sättigungswerte über 15 sind meist bereits zu viel.
Schritt 9: Export für Photoshop
Darüber hinaus gilt: Wenn Sie mit der Lightroom-Entwicklung zufrieden sind:
Bittiefe: 16 Bit (sehr wichtig für Schwarzweiß, verhindert Tonwertabrisse)
Komprimierung: ZIP (verlustfrei, guter Kompromiss)
Deshalb wichtig: Bild in Photoshop öffnen:
Rechtsklick auf das Bild in Lightroom
„Bearbeiten in“ → „In Adobe Photoshop bearbeiten“
Bei RAW-Dateien: Lightroom öffnet das entwickelte Bild direkt in Photoshop
Bei TIFF/JPEG/PSD: Wählen Sie „Kopie mit Lightroom-Anpassungen bearbeiten“
Zum Beispiel zeigt sich: Lightroom erstellt automatisch eine 16-Bit-TIFF- oder PSD-Datei und öffnet sie in Photoshop. Folglich Nach dem Speichern in Photoshop erscheint die bearbeitete Version automatisch neben dem Original im Lightroom-Katalog.
5. Phase 2: Feinarbeit in Photoshop
Anschließend gilt: In Photoshop verfeinern wir Details, die in Lightroom schwieriger oder unmöglich sind: präzise Hautretusche, gezieltes Dodge & Burn, lokale Kontrastverstärkung und finale selektive Schärfung.
Schritt 1: Arbeitsoberfläche vorbereiten
Speichern Sie das Dokument sofort: Datei → Speichern als → PSD (mit aussagekräftigem Namen)
Duplizieren Sie die Hintergrundebene: Strg/Cmd + J
Benennen Sie Ebenen sinnvoll: z.B. „Basis“, „Retusche“, „Dodge & Burn“
Dennoch bleibt entscheidend: Grundprinzip: Arbeiten Sie nicht-destruktiv. Beispielsweise Nutzen Sie Ebenen, Masken, Einstellungsebenen. Je weniger Sie direkt und unwiderruflich verändern, desto mehr Kontrolle behalten Sie.
Darüber hinaus gilt: Frequenztrennung (Frequency Separation) trennt Farb-/Toninformationen (niedrige Frequenzen) von Texturen (hohe Frequenzen). Anschließend Das erlaubt Retusche ohne Zerstörung der Hautstruktur.
Außerdem gilt: Wichtig: Die in vielen Tutorials gezeigte Methode „Hochpass + Lineares Licht“ ist nicht die saubere, professionelle Frequenztrennung für 16-Bit-Dateien.
Zudem zeigt sich: Korrekte Methode für 16-Bit:
Duplizieren Sie die Basis-Ebene zweimal (Sie haben jetzt drei Ebenen übereinander)
Radius: So wählen, dass Hautstruktur (Poren) verschwindet, aber Formen/Übergänge sichtbar bleiben
Typisch: 3-8 Pixel (abhängig von Auflösung und Hautdetails)
Ziel: Glatte Haut ohne Details, aber mit korrekten Tonwerten
High-Frequency-Ebene bearbeiten:
Blenden Sie die „High Frequency“-Ebene aus (Auge-Symbol)
Wählen Sie die „High Frequency“-Ebene
Bild → Bildberechnungen (Apply Image)
Einstellungen für 16-Bit:
Quelle: Ihr Dokument
Ebene: „Low Frequency“
Kanal: RGB
Invertieren: ✓ (aktiviert!)
Füllmethode: Addieren
Deckkraft: 100%
Skalieren: 2
Versatz: 0
Klicken Sie OK
High-Frequency-Mischmodus:
Blenden Sie die „High Frequency“-Ebene wieder ein
Ändern Sie den Mischmodus auf „Lineares Licht“
Das Bild sollte jetzt wieder exakt wie das Original aussehen
Deshalb wichtig: Hinweis für 8-Bit-Dateien: Bei 8-Bit-Dokumenten lauten die Apply-Image-Einstellungen anders: Füllmethode „Subtrahieren“, Skalieren 2, Versatz 128. Dennoch Da wir aber mit 16-Bit arbeiten, gelten die oben genannten Werte.
Haut retuschieren und Ergebnis kontrollieren
Auf der Low-Frequency-Ebene:
Mit Reparatur-Pinsel (J) oder Kopierstempel (S) großflächige Tonwertunterschiede ausgleichen
Arbeiten Sie bei niedriger Pinsel-Deckkraft (20-40%) in mehreren Durchgängen
Auf der High-Frequency-Ebene:
Mit Kopierstempel bei niedriger Deckkraft (20-30%) einzelne Unreinheiten entfernen
Pickel, Hautporen-Unregelmäßigkeiten, kleine Störungen
Härte: 0%, Größe passend zur Struktur
Zudem zeigt sich: Wichtig: Zerstören Sie nicht die gesamte Hautstruktur. Darüber hinaus Retusche soll korrigieren, nicht in Plastik verwandeln. Hautporen dürfen sichtbar bleiben – entfernen Sie nur störende Elemente.
Allerdings gilt: Nach der Retusche: Optional können Sie die Deckkraft der High-Frequency-Ebene leicht reduzieren (80-90%), um Haut minimal zu glätten, ohne sie komplett weichzuzeichnen.
Dabei hilft folgende Einordnung: Alternative für Einsteiger: Falls Frequenztrennung zu komplex erscheint, arbeiten Sie mit dem Reparatur-Pinsel auf einer duplizierten Ebene bei niedriger Deckkraft. Außerdem Weniger präzise, aber weniger fehleranfällig.
Schritt 3: Dodge & Burn – Licht modellieren
Folglich ist wichtig: Dodge & Burn (Abwedeln & Nachbelichten) ist die klassische Dunkelkammer-Technik zur Lichtmodulation. Deshalb In Schwarzweiß-Portraits besonders wirkungsvoll.
Allerdings gilt: Methode: 50%-Grau-Ebene
Neue Ebene erstellen: Umschalt + Strg/Cmd + N
Name: „Dodge & Burn“
Modus: Weiches Licht oder Ineinanderkopieren (probieren Sie beide)
Mit neutraler Farbe für Modus füllen: Häkchen setzen (füllt automatisch mit 50% Grau)
Klicken Sie OK
Dabei hilft folgende Einordnung: Alternative manuelle Methode:
Neue leere Ebene erstellen
Bearbeiten → Fläche füllen → Inhalt: 50% Grau
Mischmodus: Weiches Licht oder Ineinanderkopieren
Jetzt malen:
Weiße Farbe (Vordergrundfarbe): Hellt auf (Dodge)
Schwarze Farbe: Dunkelt ab (Burn)
Pinsel-Einstellungen:
Weiche Kante: Härte 0%
Deckkraft: 5-10% (sehr wichtig – arbeiten Sie subtil!)
Durchfluss: 100%
Größe: Angemessen zum bearbeiteten Bereich
Folglich ist wichtig: Was aufhellen (Dodge):
Stirnhöhen (dort, wo Licht natürlich auftrifft)
Nasenrücken
Obere Wangenknochen
Kinnspitze (falls von Licht getroffen)
Lichtreflexe in den Augen (Catchlights)
Lichtseite des Gesichts generell verstärken
Zum Beispiel zeigt sich: Was abdunkeln (Burn):
Schatten unter Wangenknochen
Schattenseite der Nase
Tiefere Augenpartie (vorsichtig, für mehr Tiefe)
Kieferkontur und Halsschatten
Haaransatz und Haarkonturen
Bildränder (verstärkt Vignette)
Anschließend gilt: Technik und Philosophie:
Malen Sie in mehreren sanften Durchgängen, nicht mit einem Klick
Vergrößern Sie auf 100% für präzise Arbeit an Details
Verkleinern Sie auf 50% zur Beurteilung der Gesamtwirkung
Denken Sie in Lichtlogik: Dodge & Burn soll vorhandenes Licht verstärken und modellieren, nicht ein völlig neues Lichtszenario erfinden
Reduzieren Sie gelegentlich die Ebenen-Deckkraft auf 0% und wieder hoch, um den Vorher-Nachher-Effekt zu prüfen
Zum Beispiel zeigt sich: Warnung: Dodge & Burn ist enorm wirkungsvoll, aber auch verführerisch. Zudem Subtilität ist der Schlüssel. Wenn jemand Ihr Bild ansieht und sofort „starkes Dodge & Burn“ denkt, war es vermutlich zu viel.
Schritt 4: Finale Kontrast- und Tonwertanpassung mit Kurven
Anschließend gilt: Für abschließende tonale Feinabstimmung nutzen wir Gradationskurven als Einstellungsebenen.
Setzen Sie einen Punkt im unteren Viertel, ziehen Sie ihn leicht nach unten (Schatten dunkler)
Setzen Sie einen Punkt im oberen Viertel, ziehen Sie ihn leicht nach oben (Lichter heller)
Falls zu stark: Reduzieren Sie die Deckkraft der Einstellungsebene (z.B. auf 40-60%)
Darüber hinaus gilt: Erweitert: Selektive Anpassung mit Luminanzmasken
Dennoch bleibt entscheidend: Luminanzmasken wählen Bereiche nach Helligkeit aus – ideal für getrennte Bearbeitung von Lichtern, Mitteltönen und Schatten.
Außerdem gilt: Einfache moderne Methode (Photoshop 2023+):
Erstellen Sie eine Kurven-Einstellungsebene
Wählen Sie die Ebenenmaske
Im Eigenschaften-Panel: Klicken Sie auf „Bereich auswählen“
Wählen Sie „Tonalität“
Ziehen Sie die Regler, um nur bestimmte Tonwertbereiche auszuwählen (z.B. nur Lichter oder nur Schatten)
Darüber hinaus gilt: Problem: Sättigung auf -100 reduzieren statt echte Schwarzweiß-Konversion.
Deshalb wichtig: Warum falsch: Dabei gehen alle Steuerungsmöglichkeiten verloren. Allerdings Haut, Himmel, Kleidung – alles wird gleich behandelt.
Zudem zeigt sich: Lösung: Immer den Schwarzweiß-Mix nutzen, um Farbbereiche gezielt in Tonwerte umzuwandeln.
Fehler 2: Übertriebene Orange/Rot-Werte im Schwarzweiß-Mix
Allerdings gilt: Problem: Orange und Rot auf +70 oder +80 hochziehen, weil „Haut soll hell sein“.
Dabei hilft folgende Einordnung: Warum problematisch: An Übergängen zwischen Haut und Kleidung/Hintergrund können unnatürliche Tonwertsäume oder Halos entstehen, besonders wenn diese Bereiche ähnliche ursprüngliche Farben haben.
Folglich ist wichtig: Lösung: Moderat arbeiten (+10 bis +40), bei 100% Ansicht Übergänge kontrollieren, gegebenenfalls lokale Masken in Lightroom nutzen statt extremer globaler Verschiebung.
Fehler 3: Zu harter Kontrast
Außerdem gilt: Problem: Globaler Kontrast-Regler auf +40 oder mehr, oder extreme S-Kurven.
Zum Beispiel zeigt sich: Warum problematisch: Haut wirkt verhärtet, unnatürlich. Dabei Details in Lichtern und Schatten gehen verloren.
Anschließend gilt: Lösung: Mehrere subtile Kontrastanpassungen kombinieren (sanfte Kurve, moderate Klarheit, gezieltes Dodge & Burn) statt einer brutalen globalen Erhöhung.
Fehler 4: Zerstörte Hautstruktur durch falsche Retusche
Dennoch bleibt entscheidend: Problem: Haut wird komplett weichgezeichnet oder mit zu aggressiver Frequenztrennung bearbeitet.
Darüber hinaus gilt: Lösung: Frequenztrennung korrekt anwenden, Hautstruktur erhalten, nur störende Elemente entfernen. Folglich Beauty-Retusche bedeutet nicht „keine Poren“, sondern „harmonische Haut“.
Fehler 5: Überschärfung
Zudem zeigt sich: Problem: Schärfung über das gesamte Bild oder zu starke Schärfung.
Allerdings gilt: Resultat: Heiligenscheine, betonte Hautunreinheiten, unnatürliche Kanten.
Außerdem gilt: Lösung: Selektiv schärfen (nur Augen, Haare, Details), Maske nutzen, moderate Einstellungen, bei 100% kontrollieren.
Folglich ist wichtig: Problem: Bild wird in der 50%-Ansicht beurteilt, bei der weder Details noch Fehler sichtbar sind.
Lösung:
Bei 100% Details prüfen (Schärfe, Retusche, Halos)
Bei 50% Gesamtwirkung beurteilen
Auf verschiedenen Geräten ansehen (zweiter Monitor, Smartphone, Tablet)
Nach einer Pause mit frischem Blick erneut ansehen
7. Drei komplette Beispiel-Workflows
Workflow A: Helles Beauty-Portrait (High-Key)
Zum Beispiel zeigt sich: Ausgangssituation: Weibliches Portrait, Softbox-Beleuchtung, helle Hauttöne, neutraler Hintergrund, Beauty-Ästhetik gewünscht.
Lightroom Classic:
Grundeinstellungen:
Weißabgleich: Auto oder leicht warm (+5)
Belichtung: +0.3 bis +0.5 (High-Key)
Lichter: -30 (Details bewahren)
Tiefen: +20 (Schatten aufhellen)
Weiß: +15
Schwarz: +10 (aufgehellter Look)
Schwarzweiß-Konversion:
Schwarzweiß aktivieren (V)
B&W-Mix:
Rot: +30
Orange: +40
Gelb: +25
Rest: 0 oder je nach Hintergrund
Tonwerte:
Kontrast: +5 (sehr zurückhaltend)
Struktur: -15 (weiche Haut)
Klarheit: -10 (zusätzliche Weichheit)
Lokale Masken:
Person > Gesichtshaut: Struktur -20, Klarheit -15
Person > Iris: Belichtung +0.3, Klarheit +20, Schärfe +25
Augenweiß über Person > Augenweiß: Belichtung +0.2 (dezent!)
Vignette eventuell in Photoshop zusätzlich verstärken
Gesamtkontrast prüfen
Darüber hinaus gilt: Ergebnis: Dramatischer, strukturierter Look mit starken Kontrasten, betonten Gesichtszügen und Film-Ästhetik.
Workflow C: Weiches Rembrandt-Portrait
Außerdem gilt: Ausgangssituation: Portrait mit klassischer Rembrandt-Beleuchtung (charakteristisches Lichtdreieck auf der Schattenseite der Wange), neutraler Hintergrund, zeitloser klassischer Look.
Mischmodus: Negativ multiplizieren oder Ineinanderkopieren
Deckkraft: 30-50%
Mittlere Ebene:
Belichtung leicht erhöhen (Kurven: +0.3 bis +0.5)
Mischmodus: Normal
Deckkraft: 20-30%
Dabei hilft folgende Einordnung: Funktioniert besonders gut bei femininen Portraits oder emotional-verträumten Aufnahmen. Anschließend In Schwarzweiß sehr subtil einsetzen.
Cross-Processing-Look
Folglich ist wichtig: Simuliert den analogen Look von Farbfilm, der in falschen Chemikalien entwickelt wurde – erzeugt unkonventionelle Tonwertkurven.
Außerdem gilt: In Lightroom (Tonwertkurve):
RGB-Kanal: Normale oder inverse S-Kurve
Optional zusätzliche Kanal-Anpassungen (bei Schwarzweiß weniger relevant)
Deshalb wichtig: Auch in Schwarzweiß interessant für unkonventionelle, kantige Looks.
Lokale Schwarzweiß-Anpassungen in Photoshop
Zum Beispiel zeigt sich: Manchmal möchten Sie verschiedene Bildbereiche unterschiedlich konvertieren – etwa Gesicht weicher, Hintergrund härter.
Zudem zeigt sich: Methode mit mehreren Schwarzweiß-Ebenen:
Ebene → Neue Einstellungsebene → Schwarzweiß
Passen Sie die Farbregler für das Gesicht an (z.B. viel Orange für weiche Haut)
Ebene → Neue Einstellungsebene → Schwarzweiß (zweite Ebene)
Passen Sie die Regler anders an (z.B. für kontrastreichen Hintergrund)
Nutzen Sie Ebenenmasken, um festzulegen, wo welche Anpassung wirkt
Allerdings gilt: So erreichen Sie maximale Kontrolle über verschiedene Bildbereiche.
Selektive Farbakzente in Schwarzweiß
Anschließend gilt: Klassischer Effekt: Bild überwiegend schwarzweiß, ein Element bleibt farbig (z.B. Dennoch rote Lippen).
Einfache Methode:
Schwarzweiß-Einstellungsebene erstellen
Ebenenmaske wählen
Mit schwarzem Pinsel über den Bereich malen, der farbig bleiben soll
Dennoch bleibt entscheidend: Achtung: Dieser Effekt wird oft überstrapaziert und wirkt schnell kitschig. Darüber hinaus Sehr sparsam und bewusst einsetzen.
9. Qualitätscheckliste
Dabei hilft folgende Einordnung: Nutzen Sie diese Checkliste vor dem finalen Export:
Technische Prüfung
[ ] RAW-Datei korrekt belichtet? Keine komplett ausgebrannten Lichter oder abgesoffenen Schatten?
[ ] Fokus auf den Augen? Vorderes Auge scharf?
[ ] Weißabgleich vor Schwarzweiß-Konversion geprüft?
[ ] 16-Bit-Workflow eingehalten? (Lightroom → Photoshop in 16 Bit, erst für Export auf 8 Bit reduzieren)
[ ] Histogramm ohne Tonwertabrisse? (Keine großen Lücken im Histogramm)
Schwarzweiß-Konversion
[ ] Schwarzweiß-Mix bewusst gesteuert statt nur entsättigt?
[ ] Orange/Rot nicht überzogen? (Keine Halos oder Tonwertsäume an Hautgrenzen)
[ ] Tonwerte über den gesamten Bereich verteilt? (Nicht nur Mittelgrau)
[ ] Bei 100% geprüft: Saubere Übergänge zwischen verschiedenen Tonwertbereichen?
Lokale Anpassungen
[ ] People-Masken geprüft und nachkorrigiert? (KI ist gut, aber nicht perfekt)
[ ] Augen natürlich aufgehellt? (Nicht übertrieben weiß oder grell)
[ ] Hintergrund vom Gesicht getrennt? (Tonwertlich unterscheidbar)
Retusche und Modellierung
[ ] Hautstruktur erhalten? (Keine Plastik-Haut)
[ ] Frequenztrennung korrekt angewendet? (16-Bit-Einstellungen bei Apply Image)
Zudem zeigt sich: The Lightroom Queen: https://www.lightroomqueen.com/ Ausgezeichnete Praxisressource, oft schneller und verständlicher als offizielle Dokumentation
Allerdings gilt: Adobe Community Forums: https://community.adobe.com/ Hilfe bei spezifischen Problemen, realistische Einschätzung von Funktionen
Dabei hilft folgende Einordnung: Julieanne Kost (Adobe Evangelist): https://jkost.com/blog/ Hochwertige Tutorials und Tipps von Adobe-Insider
Weiterführende Literatur (Klassiker)
Folglich ist wichtig: Während die digitalen Techniken modern sind, basieren viele Prinzipien auf klassischer Schwarzweiß-Fotografie:
Ansel Adams: „The Print“ – Klassiker über Tonwertsteuerung in der Dunkelkammer, viele Prinzipien übertragbar auf digitale Entwicklung
Michael Freeman: „The Photographer’s Eye“ – Bildgestaltung und visuelles Denken
Bruce Barnbaum: „The Art of Photography“ – Tiefgreifend über Ästhetik und Technik
Schlusswort
Zum Beispiel zeigt sich: Schwarzweiß-Portrait-Entwicklung ist Handwerk und Kunstform zugleich. Deshalb Die hier vorgestellten Techniken sind bewährte, professionelle Workflows – aber kein starres Regelwerk.
Anschließend gilt: Jedes Gesicht ist anders. Zudem Jedes Licht ist anders. Manche Portraits brauchen harten Kontrast und starke Strukturen, andere leben von Weichheit und zurückhaltenden Tonübergängen. Deshalb Manche funktionieren mit Körnung und Vintage-Anmutung, andere mit klarer, moderner Ästhetik.
Dennoch bleibt entscheidend: Das Wichtigste: Schauen Sie Ihr Bild an, nicht nur Ihre Regler. Allerdings Technische Perfektion ist wertlos, wenn das Bild keine emotionale Wirkung entfaltet. Die beste Schwarzweiß-Konversion ist die, die dem Bild dient – nicht die mit den extremsten Einstellungen.
Darüber hinaus gilt: Mit den Techniken aus diesem Workshop haben Sie solides Handwerkszeug. Dabei Was Sie daraus machen – welchen Stil Sie entwickeln, welche Stimmungen Sie erzeugen, welche Geschichten Sie erzählen – liegt an Ihrem Blick, Ihrer Sensibilität und Ihrer Übung.
Außerdem gilt: Experimentieren Sie. Folglich Machen Sie Fehler. Lernen Sie daraus. Zudem Und vor allem: Behalten Sie den Respekt vor dem Wesentlichen – dem Menschen vor Ihrer Kamera und dem Licht, das ihn formt.
Folglich ist wichtig: Viel Erfolg bei Ihren Schwarzweiß-Portraits.
Deshalb wichtig: Letzte Aktualisierung: 11. Beispielsweise Mai 2026 Geprüft für: Lightroom Classic 15.3, Photoshop 2026 / Version 27.6 Technische Prüfung: Frequenztrennung 16-Bit, Personenmasken, moderne UI-Begriffe
Zudem zeigt sich: Wichtiger Hinweis: Software-Oberflächen und Menübezeichnungen können sich mit Updates ändern. Anschließend Die grundlegenden Konzepte – Tonwertsteuerung, Schwarzweiß-Mix, Masken, Frequenztrennung, Dodge & Burn – bleiben jedoch konstant. Falls Menüpunkte in Ihrer Version leicht anders heißen, suchen Sie nach dem beschriebenen Prinzip – die Funktion existiert weiterhin, möglicherweise unter anderem Namen.
AMAZON LINKS:
Allerdings gilt: Lightroom-Workshopbuch:Amazon-Link – Schritt für Schritt zu perfekten Fotos für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Dabei hilft folgende Einordnung: Photoshop für Fotografen:Amazon-Link – Grundlagen, fortgeschrittene Techniken und effiziente Workflows für Lightroom-Anwender.
Folglich ist wichtig: Wacom Intuos Pro Large:Amazon-Link – Grafiktablett mit Wacom Pro Pen 3 für präzise Retusche und Bildbearbeitung.