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Die KI-Info auf Instagram im Praxistest: Screenshots, alte Photoshop-Versionen und erstaunlich hartnäckige Hinweise.

Stand: 20. August 2026 · Links und Fakten redaktionell geprüft

Kurz gesagt: Metas „AI info“ ist inzwischen ein ernst zu nehmendes technisches Signal. Sie ist aber kein Lügendetektor mit Heiligenschein. Das Label kann zeigen, dass KI im Workflow beteiligt war – nicht automatisch, wie viel, warum und wer am Ende gestaltet hat.

Ich habe heute versucht, Meta auszutricksen. Nicht mit Kapuze in einer Tiefgarage, sondern mit alten Photoshop-Versionen und der Screenshot-Taste am Handy. Das Ergebnis war weniger Hollywood und mehr digitale Buchhaltung: Bei meinen Testbildern blieb die „AI info“ auch dann erhalten, nachdem ich die Dateien neu gespeichert oder einen Screenshot angefertigt und diesen hochgeladen hatte. Meta war davon ungefähr so beeindruckt wie ein Finanzamt von einem Kassenzettel ohne Datum.

Das hat mich ehrlich gesagt nicht gestresst. Ich arbeite mit Fotografie, Photoshop, Composing, Synthografie und eben auch mit KI. Ich kann ohne KI arbeiten, ich arbeite aber auch bewusst mit ihr. Außerdem mache und verkaufe ich Lernvideos zu diesen Themen. Heimlichtuerei wäre da ungefähr so glaubwürdig wie ein Kochkurs, bei dem niemand erfahren darf, dass ein Herd verwendet wurde.

Spannend wurde es an einer anderen Stelle. Bei mehreren Seiten, Magazinen, Fotografen, Models und sogar Agenturen, die sich öffentlich sehr deutlich gegen KI stellen, tauchte bei Beiträgen plötzlich genau dieser Hinweis auf. Teilweise unter „F*CK AI“-Botschaften, teilweise neben „komplett AI-frei“, teilweise bei angeblich völlig unbearbeiteten Bildern. Das ist natürlich eine sehr hübsche Form digitaler Situationskomik. Nur sollte man trotzdem nicht schneller urteilen, als die Technik tatsächlich Auskunft gibt.

Mein Test der KI-Info: robust, aber kein Beweis für alles

Meine Versuche waren praktisch und wiederholbar, aber sie waren keine standardisierte Laborstudie. Ich habe konkrete Bilder mit meinen Geräten, meinen Programmen und meinem Instagram-Zugang getestet. Daraus kann ich seriös ableiten: In diesen Fällen blieb Metas Hinweis trotz Neuabspeichern und Screenshot bestehen. Ich kann daraus nicht ableiten: Meta erkennt jedes KI-Bild, liegt niemals falsch und lässt sich grundsätzlich nicht umgehen.

Genau diese Einschränkung ist wichtig. Meta schreibt selbst, dass nicht alle KI-generierten Inhalte erkannt werden können und dass es Möglichkeiten gibt, unsichtbare Marker zu entfernen. In den offiziellen Quellen, die ich für diesen Artikel geprüft habe, nennt Meta auch keine allgemeine Trefferquote. Wer aus meinem kleinen Härtetest eine hundertprozentige Welterkennungsmaschine macht, baut aus einem guten Hinweis wieder eine Religion. Davon haben wir rund um KI ohnehin schon genügend Filialen.

Mein Ergebnis ist deshalb klar, aber nicht überheblich: Die Kennzeichnung war bei meinen Tests hartnäckig und praktisch brauchbar. Unfehlbar ist sie damit noch lange nicht.

KI-Info: Was Meta offiziell erkennt

Meta beschreibt für Facebook, Instagram und Threads eine Kombination aus Branchenstandards und eigener Technik. Genannt wird unter anderem C2PA. Zusätzlich kann ein Hinweis erscheinen, wenn jemand beim Hochladen selbst angibt, dass ein Inhalt mit KI erzeugt wurde. Meta erklärt 2026 ausdrücklich, dass die „AI info“ bei erkannten, mit KI erzeugten Inhalten angezeigt wird und dass sichtbar gemacht werden soll, ob der Hinweis aus gemeinsam verwendeten Industriesignalen oder aus einer Selbstauskunft stammt.

Seit September 2024 unterscheidet Meta außerdem stärker zwischen erzeugt und bearbeitet. Wenn ein Inhalt nach den erkannten Signalen nur mit KI verändert oder bearbeitet wurde, kann die Information im Beitragsmenü liegen. Bei als KI-generiert erkannten Inhalten bleibt die „AI info“ deutlicher sichtbar. Das ist eine wichtige Unterscheidung, denn ein komplett generiertes Bild und ein Foto mit generativer Retusche sind technisch und gestalterisch nicht dasselbe.

Meta hatte zuvor selbst erlebt, wie schnell die Sache zu grob werden kann: Schon kleinere Bearbeitungen mit KI-Werkzeugen konnten Industriesignale hinterlassen und dadurch das damalige Label „Made with AI“ auslösen. Nach Kritik wurde daraus „AI info“, und Meta änderte die Platzierung für bloß bearbeitete Inhalte. Der Hinweis sagt also nicht automatisch: Dieses gesamte Bild kam fertig aus einem Prompt. Er sagt zunächst: Hier wurden Signale erkannt, die auf Erzeugung oder Bearbeitung mit KI hinweisen, oder der Ersteller hat es selbst angegeben.

Warum ein Screenshot heute nicht automatisch die Tarnkappe ist

Ein klassischer Screenshot erzeugt eine neue Datei. Dabei können normale EXIF-, IPTC- oder XMP-Metadaten des ursprünglichen Bildes verschwinden. Früher war damit oft ein großer Teil der digitalen Begleitinformation weg. Nur bestehen moderne Herkunftssysteme nicht mehr zwingend aus einem einzelnen Zettel im Dateikoffer.

Der C2PA-Standard unterscheidet harte Bindungen, etwa kryptografische Hashes, und weiche Bindungen. Solche weichen Bindungen können als unsichtbares Wasserzeichen oder als Fingerprint funktionieren. Ein Fingerprint kann ein Bild oder eine hinreichend ähnliche Variante wiedererkennen und mit einem gespeicherten Herkunftsnachweis verbinden, selbst wenn eingebettete Metadaten fehlen. Adobe erklärt für cloudgespeicherte Content Credentials ausdrücklich, dass diese auch dann wiedergefunden werden können, wenn Metadaten entfernt wurden oder ein Screenshot angefertigt wurde.

Das erklärt, warum „Screenshot und fertig“ heute keine verlässliche Strategie mehr ist. Es beweist allerdings nicht, welcher konkrete Mechanismus bei meinem Instagram-Test angesprungen ist. Meta veröffentlicht für einzelne Beiträge keinen technischen Prüfbericht mit dem Satz: „Dieses Bild wurde wegen Fingerprint Nummer 4711 erkannt.“ Möglich sind standardisierte Herkunftssignale, Wasserzeichen, andere technische Merkmale, eine bereits bekannte Variante oder eine Selbstauskunft. Sichtbar ist das Ergebnis. Der genaue Maschinenraum bleibt bei Meta.

Was die KI-Info sagt – und was sie nicht sagt

  1. Sie sagt: Meta hat ein passendes technisches Signal erkannt oder der Ersteller hat KI-Nutzung selbst angegeben.
  2. Meta unterscheidet in der Anzeige: Ein Inhalt kann als mit KI erzeugt oder lediglich als mit KI bearbeitet eingeordnet werden.
  3. Sie sagt nicht: Das gesamte Bild wurde ohne menschliche Arbeit in drei Sekunden erzeugt.
  4. Sie sagt nicht: Der Ersteller wollte täuschen, hat gelogen oder besitzt keine fotografischen beziehungsweise gestalterischen Fähigkeiten.
  5. Sie beweist nicht: Meta erkennt jeden KI-Einsatz und produziert niemals eine missverständliche Kennzeichnung.

Ich sehe das Label deshalb wie einen Rauchmelder. Wenn es piepst, sollte man nachsehen. Man sollte aber nicht sofort die Feuerwehr wegen eines brennenden Hochhauses rufen. Manchmal ist es nur der Toaster. Und manchmal steht daneben tatsächlich jemand mit einem Kanister und einem Schild „Bei mir gibt es grundsätzlich kein Feuer“.

Das große F*CK-AI-Bingo

Natürlich ist es komisch, wenn unter einem lautstarken „F*CK AI“-Beitrag die „AI info“ erscheint. Ebenso komisch ist eine Stellenanzeige, in der Menschen gesucht werden, die auf keinen Fall prompten dürfen, während ausgerechnet die Grafik der Anzeige einen KI-Hinweis trägt. Das ist keine moralische Katastrophe. Es ist eher eine unfreiwillige Fußnote mit ausgezeichnetem Timing.

Trotzdem würde ich niemanden allein aufgrund dieses Hinweises öffentlich zum Schwindler erklären. Vielleicht wurde nur generativ retuschiert, hochskaliert, erweitert oder ein einzelnes Element ersetzt. Möglicherweise stammt die Datei aus einem fremden Workflow. Vielleicht wurde die Kennzeichnung missverständlich ausgelöst. Und vielleicht wurde tatsächlich mehr KI verwendet, als die Bildbeschreibung zugibt. Das Label eröffnet eine berechtigte Frage. Es liefert noch nicht die komplette Antwort.

Wer von anderen absolute Reinheit verlangt, sollte den eigenen Prozess allerdings besonders sauber erklären können. Das ist keine Bosheit, sondern dieselbe Transparenz, die man gerade einfordert. Die Technik hält dabei keinen moralischen Zeigefinger hoch. Sie hängt nur ein digitales Gepäckband an den Koffer. Peinlich wird es erst, wenn außen „handgemacht“ steht und innen noch der Lieferschein des Roboters liegt.

Upscaling ist nicht nichts

Ich habe ältere Arbeiten, von denen manchmal nur noch eine sehr kleine Datei vorhanden ist. Wenn ich so ein Bild mit einem KI-Upscaler vergrößere, stelle ich das Werkzeug möglichst so ein, dass es keine neuen Ohrringe, Hautporen, Fenster, Finger oder sonstige Überraschungsgäste erfindet. Das Ziel ist eine saubere Vergrößerung, nicht die Neuerfindung meiner eigenen Vergangenheit.

Trotzdem war KI beteiligt. In meinem Test wurde auch ein solcher Eingriff als AI-Modifikation erkannt. Darum dokumentiere ich inzwischen genauer: Das Ausgangsbild ist von mir, Idee und Gestaltung sind von mir, die Vergrößerung wurde mit KI unterstützt. Das macht die Arbeit nicht plötzlich unecht. Es macht die Beschreibung genauer.

Auch die technischen Standards unterscheiden mehrere Fälle. Das IPTC-Vokabular kennt beispielsweise digital aufgenommene Medien, menschlich bearbeitete Medien, mit generativer KI bearbeitete Medien, algorithmisch verbesserte Medien und vollständig mit generativer KI erzeugte Medien. Diese Begriffe werden von Plattformen nicht immer eins zu eins dargestellt. Sie zeigen aber, wie unsinnig nur zwei Schubladen wären: „reine Handarbeit“ und „komplett aus der Maschine gefallen“. Ein moderner Bildworkflow ist oft eher ein Werkzeugschrank als ein Lichtschalter.

So kennzeichne ich sinnvoll

Ich halte nichts von einem Roman unter jedem Bild, in dem jede Maske und jeder Pinselstrich verhandelt wird. Aber die wesentlichen Schritte lassen sich in einem Satz sauber beschreiben. Zum Beispiel:

  • Eigene fotografische oder digitale Ausgangsarbeit; KI nur fürs Upscaling.
  • Eigene Fotografie; generative KI für einzelne Retuschen; Endfassung durch Brownz.
  • KI-generierte Elemente; Auswahl, Composing, Retusche und Endfassung durch Brownz.
  • Ohne generative KI: Fotografie, 3D, Composing oder klassische Bildbearbeitung.

Damit weiß das Publikum wesentlich mehr als durch ein aggressives Reinheitssiegel. Transparenz bedeutet nicht, sich für ein Werkzeug zu entschuldigen. Sie bedeutet, den Prozess nicht kleiner, größer oder sauberer zu erzählen, als er war. Ich habe mit KI kein Problem. Ich habe nur ein Problem mit Nebelmaschinen, die so tun, als wären sie Dokumentation.

KI-Info und Bildentstehung: mein Mini-Check vor dem Posten

  1. Prüfe die Beitragsinformationen nach dem Upload und nicht nur die lokale Datei.
  2. Unterscheide klar zwischen vollständig generiert, generativ bearbeitet, klassisch bearbeitet und nur hochskaliert.
  3. Bewahre Ausgangsdateien, Ebenen, Exporte und eine kurze Workflow-Notiz auf.
  4. Verlasse dich weder auf das Label als hundertprozentigen Beweis noch auf sein Ausbleiben als Freispruch.
  5. Wenn du Transparenz von anderen verlangst, beginne beim eigenen Bild. Das spart später sehr kreative Erklärungen.

Weniger Glaubenskrieg, mehr Werkstatt

Ich finde Metas ausgebaute Kennzeichnung grundsätzlich gut. Nicht weil ich möchte, dass Plattformen über Kunst urteilen. Das tun sie nämlich nicht. Sondern weil eine zusätzliche Information dabei helfen kann, den tatsächlichen Workflow besser einzuordnen. Wer KI verwendet, verliert dadurch weder automatisch seine Fähigkeiten noch seine Urheberschaft an allen menschlich gestalteten Anteilen. Wer keine KI verwendet, darf das ebenso klar sagen.

Die wirklich interessante Frage lautet nicht: Hat irgendwo eine KI mitgearbeitet? Sie lautet: Wofür wurde sie eingesetzt, was hat der Mensch entschieden, wie wurde das Ergebnis bearbeitet und wer übernimmt die Verantwortung? Genau dort beginnt eine brauchbare Debatte. Alles andere ist meistens nur Lagerfeuer mit Ringlicht.

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Faktencheck in neun Punkten

  1. Meta beschreibt 2026 eine Kombination aus Branchenstandards und Technik wie C2PA zur Erkennung von KI-generierten oder KI-bearbeiteten Inhalten. Zusätzlich kann eine Selbstauskunft den Hinweis auslösen.
  2. Meta zeigt eine „AI info“ bei als KI-generiert erkannten Inhalten und informiert, ob Industriesignale oder eine Selbstauskunft zugrunde liegen.
  3. Für Inhalte, die nach den Signalen lediglich mit KI bearbeitet wurden, verlagerte Meta den Hinweis 2024 in das Beitragsmenü. Ein Bearbeitungshinweis bedeutet daher nicht automatisch Vollgenerierung.
  4. Meta räumt ausdrücklich ein, dass nicht alle KI-generierten Inhalte erkannt werden können und unsichtbare Marker teilweise entfernt werden können. Eine allgemeine öffentliche Trefferquote nennt Meta in den geprüften Quellen nicht.
  5. C2PA unterstützt neben kryptografischen Dateibindungen auch weiche Bindungen über Fingerprints oder unsichtbare Wasserzeichen. Damit kann Herkunftsinformation unter bestimmten Bedingungen auch nach Veränderungen wiedergefunden werden.
  6. Adobe erklärt für cloudgespeicherte Content Credentials, dass diese selbst nach entfernten Metadaten oder einem Screenshot wieder auffindbar sein können. Das ist ein Beispiel für die Robustheit moderner Herkunftssysteme, aber kein Beweis für Metas konkreten Mechanismus bei einem einzelnen Bild.
  7. Das IPTC-Vokabular unterscheidet unter anderem digitale Aufnahme, menschliche Bearbeitung, generative KI-Bearbeitung, algorithmische Verbesserung und vollständig generative Erstellung.
  8. Mein Ergebnis mit Neuabspeichern und Screenshots ist ein dokumentierter persönlicher Praxistest, keine veröffentlichte Messung der allgemeinen Genauigkeit von Instagram.
  9. Artikel 50 des EU AI Act gilt seit 2. August 2026. Die konkreten Transparenzpflichten hängen von Inhalt, Rolle und Einsatzfall ab; dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Geprüfte Quellen und weiterführende Links

Alle folgenden Links wurden am 20. August 2026 technisch geöffnet und inhaltlich geprüft. Für technische und rechtliche Aussagen wurden nach Möglichkeit Primärquellen verwendet.

Transparenzhinweis nach EU-KI-Verordnung

Ausgangspunkt dieses Artikels sind meine eigenen Praxistests, Beobachtungen und meine persönliche Arbeitsweise. Generative KI wurde unterstützend für Recherche, Gegenprüfung technischer Aussagen, Struktur und sprachliche Ausarbeitung eingesetzt. Inhaltliche Position, Beispiele, Bewertung, redaktionelle Entscheidungen, Quellenprüfung und finale Freigabe liegen bei Brownz. Der Text wurde menschlich geprüft und redaktionell kontrolliert. Dieser freiwillige Hinweis macht die Entstehung nachvollziehbar und ist keine Rechtsberatung. Offizielle Erläuterungen der Europäischen Kommission


BROWNZ  /  AI · KUNST · RECHT

COPY, PASTE,
KÜNSTLER?

Kunst und KI: Wem ein KI-Bild gehört – und warum Verkaufen, Urheberrecht und Kreativleistung drei verschiedene Dinge sind

Ein einsteigerfreundlicher Fachartikel aus europäischer Sicht

Von Peter „Brownz“ Braunschmid  ·  Stand: 17. Juli 2026

Kunst und KI: Die Ausgangslage

Du hattest bisher mit künstlicher Intelligenz nichts am Hut. Dann findest du im Internet eine Seite mit fertigen Prompts. Du kopierst einen davon, öffnest das kostenlose ChatGPT, lädst ein Foto von dir hoch und lässt daraus ein spektakuläres Bild rechnen. Drei Minuten später steht da ein Ergebnis, das nach Kampagne, Filmplakat oder Magazincover aussieht.

Und jetzt kommt die Frage, an der sich derzeit halbe Kommentarspalten gegenseitig die Staffelei über den Schädel ziehen: Ist das dein Werk? Darfst du es verkaufen? Darfst du dich damit AI-Künstler nennen? Und basiert das Ganze nicht ohnehin auf gestohlenen Trainingsdaten?

Ich beschäftige mich seit den frühen Midjourney-Zeiten mit generativen Bildsystemen – damals, als das Ganze noch eher ein Discord-Flüstern als eine Industrie war. Gerade deshalb halte ich wenig von zwei bequemen Extremen. Das eine lautet: „Alles aus der KI ist Diebstahl.“ Das andere: „Ich habe einen Satz eingegeben, also bin ich der neue Michelangelo.“ Beides klingt kräftig. Beides ist als Erklärung zu dünn.

Was wir brauchen, ist eine saubere Trennung zwischen Technik, Vertrag, Urheberrecht und tatsächlicher Kreativleistung. Erst dann sieht man, was man wirklich verkaufen kann – und was man besser nicht behauptet.

DIE KURZANTWORT Ja, ein KI-Bild kann häufig verkauft werden, wenn die Nutzungsbedingungen des verwendeten Dienstes das erlauben und keine Rechte Dritter verletzt werden. Aber: Verkaufbar bedeutet nicht automatisch urheberrechtlich geschützt. Bei einem kopierten Prompt, einem hochgeladenen Foto und einem praktisch ungeprüft übernommenen Ein-Klick-Ergebnis kann dein eigener Schutz sehr schwach oder gar nicht vorhanden sein.

1. Vier Fragen, die fast immer fälschlich vermischt werden

Wenn jemand fragt „Gehört mir das Bild?“, stecken darin mindestens vier verschiedene Fragen:

  1. Erlaubt mir der Anbieter laut Vertrag, das Ergebnis kommerziell zu nutzen?
  2. Ist das Ergebnis überhaupt ein urheberrechtlich geschütztes Werk – und wenn ja, wessen?
  3. Verletzt das Ergebnis Rechte anderer: Urheberrecht, Marken, Persönlichkeitsrechte oder Datenschutz?
  4. Wie darf ich das Produkt bewerben, beschreiben und kennzeichnen, ohne Käufer zu täuschen?

Ein Ja auf Frage eins beantwortet die anderen drei nicht. Genau das ist der erste große Denkfehler.

Vertragliches „Eigentum“ ist kein Urheberrecht aus dem Automaten

OpenAI formuliert in seinen europäischen Nutzungsbedingungen, dass du gegenüber OpenAI deine Rechte am Input behältst und – soweit rechtlich möglich – den Output erhältst. Gleichzeitig musst du selbst alle nötigen Rechte, Lizenzen und Einwilligungen für deinen Input besitzen. Außerdem weist OpenAI darauf hin, dass Ergebnisse nicht einzigartig sein müssen und andere Nutzer ähnliche Resultate erhalten können. [1]

Das ist praktisch wichtig, aber kein Zaubertrick. Ein Anbieter kann dir nur Rechte übertragen, die er selbst hat. Wenn an einem rein maschinell erzeugten Bild nach europäischem Recht gar kein Urheberrecht entsteht, kann auch eine Vertragsklausel kein Urheberrecht aus dem Nichts herstellen. Sie kann dir die Nutzung im Verhältnis zum Anbieter erlauben. Sie kann aber nicht sämtliche Rechte Dritter wegwischen und auch keine europaweit garantierte Exklusivität erzeugen.

MERKSATZ Die Plattform kann sagen: „Von uns aus darfst du den Output nutzen.“ Das Gericht kann trotzdem sagen: „An diesem Output ist kein eigenes Urheberrecht entstanden“ – oder: „Der Output verletzt ein fremdes Werk.“

2. Warum die KI überhaupt weiß, wie dein Bild aussehen soll

Kein Bilderordner – aber auch keine magische Leere

Ein modernes Bildmodell arbeitet normalerweise nicht wie eine Suchmaschine, die ein passendes Foto aus einer Schublade zieht. Beim Training werden sehr große Mengen von Bild-Text-Paaren mathematisch verarbeitet. Das Modell lernt statistische Zusammenhänge: welche Formen, Farben, Lichtstimmungen, Perspektiven und Textbegriffe häufig miteinander auftreten. Bei der Generierung wird aus einem Rauschzustand schrittweise eine Bildstruktur erzeugt, die zu deiner Anweisung und gegebenenfalls zu deinem Referenzfoto passt.

Das bedeutet aber nicht, dass die Trainingsbilder bedeutungslos verschwinden. Die Parameter des Modells hängen funktional von den Trainingsdaten ab. Seltene, oft wiederholte oder besonders markante Inhalte können außerdem memorisiert werden. Dann kann ein System einem Trainingsbeispiel erstaunlich nahekommen oder sogar wiedererkennbare Teile reproduzieren. Die technische Forschung weist zugleich darauf hin, dass Herkunft und Neuheit in solchen hochdimensionalen Modellen nur begrenzt nachweisbar sind. [2]

Die richtige Erklärung lautet also weder „Die KI klebt immer fertige Bilder zusammen“ noch „Die Trainingsbilder sind danach völlig weg“. Ein Modell verdichtet Muster. Dabei können Abhängigkeiten, Stilähnlichkeiten und in manchen Fällen konkrete Erinnerungen entstehen.

Was dein Prompt tatsächlich tut

Der Prompt ist eine Steueranweisung. Er setzt Begriffe, Beziehungen, Gewichtungen und Grenzen. Ein guter Prompt kann sehr viel kreative Vorarbeit enthalten: eine Bildidee, eine Szene, ein Lichtkonzept, eine Kameraperspektive, eine Farbdramaturgie, Materialität und eine klare Aussage. Trotzdem bestimmt er nicht jedes Pixel so wie ein Maler jeden Strich oder ein Fotograf Licht, Zeitpunkt, Pose und Ausschnitt kontrolliert.

Das Modell übersetzt deine Wörter probabilistisch. Derselbe Prompt kann bei mehreren Durchläufen unterschiedliche Bilder erzeugen. Wenn du bloß einen fremden Prompt einfügst und den ersten Output nimmst, fehlen häufig genau jene freien und kreativen Entscheidungen, auf die das europäische Urheberrecht schaut.

3. Sind Trainingsdaten automatisch Bilderklau?

Ich verstehe, warum Künstler das so empfinden. Werke wurden in gigantischem Maßstab eingesammelt, häufig ohne individuelle Anfrage, ohne Honorar und lange Zeit ohne brauchbare Transparenz. Ethisch und wirtschaftlich ist das ein massiver Konflikt. Juristisch ist der Satz „Jede Trainingsdatei ist automatisch eine Copyright-Verletzung“ trotzdem zu pauschal.

Es gibt legale, illegale und ungeklärte Trainingsquellen

Trainingsmaterial kann aus gemeinfreien Werken, eigenen Datenbeständen, lizenzierten Archiven, freiwillig bereitgestellten Daten, synthetischen Daten oder urheberrechtlich geschützten Internetinhalten stammen. Schon deshalb kann nicht jedes Training automatisch rechtswidrig sein.

Für urheberrechtlich geschützte Inhalte kennt die EU-Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt Ausnahmen für Text- und Data-Mining. Artikel 3 betrifft vor allem wissenschaftliche Forschung. Artikel 4 ist breiter und kann grundsätzlich auch kommerzielle Auswertungen erfassen, sofern rechtmäßiger Zugang besteht und Rechteinhaber ihre Nutzung nicht wirksam vorbehalten haben. Bei online verfügbaren Werken soll ein solcher Vorbehalt maschinenlesbar erfolgen. [3]

Österreich hat diese Regeln unter anderem in § 42h UrhG umgesetzt, Deutschland in § 44b und § 60d UrhG. In Österreich erlaubt § 42h Abs. 6 Text- und Data-Mining für den eigenen Gebrauch bei rechtmäßigem Zugang, wenn kein angemessen kenntlich gemachter Nutzungsvorbehalt entgegensteht. Deutschland verlangt bei Onlinewerken ebenfalls einen maschinenlesbaren Vorbehalt. [4] [5]

Die entscheidende Lücke: Wurde die Ausnahme überhaupt für generative Modelle gebaut?

Genau hier wird es spannend. Der Wortlaut von Artikel 4 kann breit gelesen werden. Gleichzeitig argumentiert eine 2025 für den Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments erstellte Studie, dass die TDM-Ausnahmen ursprünglich nicht für die expressive, synthetische Nutzung heutiger generativer Modelle gedacht waren. Die Studie sieht eine rechtliche Fehlpassung und fordert klarere Regeln, Vergütung und bessere Opt-out-Mechanismen. Das ist eine gewichtige fachliche Position – aber noch kein Urteil des Gerichtshofs und auch noch keine neue gesetzliche Lizenzregel. [6]

Im März 2026 hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit Empfehlungen angenommen: mehr Transparenz, faire Vergütung, bessere Möglichkeiten zum Ausschluss geschützter Inhalte und neue Lizenzmodelle. Das ist politisch bedeutend, aber als Initiativentschließung noch nicht dasselbe wie unmittelbar geltendes neues Urheberrecht. [7]

BROWNZ-KLARTEXT Die Kritik am ungefragten Training ist berechtigt. Wer daraus aber macht, jedes Modell und jedes Ergebnis sei bereits rechtskräftig als Diebstahl festgestellt, behauptet mehr, als die europäische Rechtslage derzeit hergibt.

Der EU AI Act legalisiert keine Trainingsdaten

Der AI Act verpflichtet Anbieter allgemeiner KI-Modelle seit 2. August 2025 unter anderem zu einer Strategie zur Einhaltung des EU-Urheberrechts und zu einer öffentlich verfügbaren Zusammenfassung der Trainingsinhalte. Dabei sollen auch Nutzungsvorbehalte nach Artikel 4 Abs. 3 der DSM-Richtlinie berücksichtigt werden. [8]

Das ist mehr Transparenz, aber keine Generalabsolution. Der AI Act erklärt nicht nachträglich jeden Trainingsvorgang für legal. In seinen Erwägungsgründen steht ausdrücklich, dass die Verwertung geschützter Inhalte eine Erlaubnis oder eine einschlägige Ausnahme benötigt. Ob eine konkrete Nutzung unter die TDM-Ausnahme fällt, bleibt eine urheberrechtliche Frage.

4. Der kopierte Prompt: kostenlos sichtbar ist nicht automatisch frei verwendbar

Kann ein Prompt selbst urheberrechtlich geschützt sein?

Ja, theoretisch. Ein Prompt ist Text. Ein längerer, individuell formulierter Master-Prompt kann als Sprachwerk geschützt sein, wenn seine konkrete Formulierung eine eigene geistige Schöpfung darstellt. Ein Satz wie „Mach mir ein Porträt im Sonnenuntergang“ wird diese Schwelle normalerweise nicht erreichen. Eine sorgfältig komponierte, ungewöhnliche Regieanweisung mit eigener sprachlicher Gestaltung kann anders zu beurteilen sein.

Entscheidend ist nicht, wie viele Wörter der Prompt hat oder wie lange jemand daran gesessen ist. Das europäische Urheberrecht schützt nicht bloßen Aufwand. Es schützt konkrete, originelle Ausdrucksentscheidungen. Der Gerichtshof der Europäischen Union beschreibt Originalität als eigene geistige Schöpfung, in der sich freie und kreative Entscheidungen des Urhebers zeigen. [9]

Drei Ebenen, die du prüfen musst

  • Urheberrecht am Prompt: Ist die konkrete Formulierung ausreichend individuell?
  • Lizenz der Website: Darfst du den Prompt nur privat verwenden oder auch kommerziell? „Free download“ ist keine vollständige Lizenz.
  • Datenbank- und Vertragsregeln: Das systematische Kopieren ganzer Prompt-Sammlungen kann zusätzliche Rechte und Nutzungsbedingungen berühren.

Wenn die Website ausdrücklich „commercial use allowed“ oder eine klare Creative-Commons-Lizenz nennt, hast du eine bessere Grundlage. Wenn gar nichts dasteht, ist Schweigen keine komfortable Lizenz. Dann bleibt die konkrete Nutzung ein Risiko – besonders wenn du den Prompt unverändert als Teil eines kommerziellen Produkts oder sogar selbst als Promptpaket weiterverkaufst.

Und kreativ?

Rechtlich kann ein kopierter Prompt zulässig sein. Kreativ bleibt es trotzdem ein geliehener Motor. Wer einen fremden Prompt kopiert, den ersten Output nimmt und anschließend „meine visionäre Kunst“ darüber schreibt, verkauft vor allem eine Legende. Kunst darf anecken, zitieren und Werkzeuge benutzen. Aber Autorenschaft ist mehr als das Drücken auf „Generate“.

5. Das hochgeladene Foto: Dein Gesicht ist nicht automatisch dein Foto

Der Satz klingt zuerst absurd, ist aber wichtig: Du kannst auf einem Foto abgebildet sein, ohne das Urheber- oder Leistungsschutzrecht an diesem Foto zu besitzen.

Wer hat den Auslöser gedrückt?

In Österreich genießt bereits der Hersteller eines Lichtbilds – also grundsätzlich die Person, die es aufnimmt – ein eigenes Leistungsschutzrecht. Bei einem echten fotografischen Werk kann zusätzlich Urheberrecht bestehen. In Deutschland gilt ebenfalls: Der Fotograf beziehungsweise Rechteinhaber hat die Bildrechte. Wenn du selbst ein Selfie aufgenommen hast, ist die Lage meist einfach. Hat ein Fotograf das Bild gemacht, brauchst du für Upload, Bearbeitung und kommerzielle Verwertung die passenden Nutzungsrechte. [10]

Ein Instagram-Post des Fotografen oder die Zusendung einer kleinen Vorschau ist keine automatische Erlaubnis, das Bild in eine KI zu laden, vollständig umzubauen und als Poster zu verkaufen. Gerade bei Modelshootings muss im Vertrag stehen, ob KI-Bearbeitung, synthetische Ableitungen und kommerzielle Produkte umfasst sind.

Recht am eigenen Bild und Einwilligung

Wenn du eine andere Person hochlädst, kommen Persönlichkeitsrechte hinzu. In Österreich verbietet § 78 UrhG die Veröffentlichung eines Bildnisses, wenn berechtigte Interessen der abgebildeten Person verletzt werden. Der Kontext zählt: Eine entwürdigende, täuschende oder rufschädigende KI-Montage kann problematisch sein. In Deutschland dürfen Bildnisse nach § 22 KunstUrhG grundsätzlich nur mit Einwilligung verbreitet oder öffentlich gezeigt werden; Ausnahmen bestehen, sind aber kein Freibrief für Werbung und Produktverkauf. [11] [12]

Eine Einwilligung für ein normales Porträtfoto ist nicht automatisch eine Einwilligung dafür, die Person als Kriminelle, politische Aktivistin, Erotikdarstellerin, Patientin oder Werbefigur zu inszenieren. Je stärker die Aussage verändert wird, desto wichtiger wird eine konkrete Freigabe.

Datenschutz beim Upload

Ein erkennbares Foto ist personenbezogen. Es ist aber nicht automatisch eine besondere Kategorie biometrischer Daten. Dafür muss es mit speziellen technischen Mitteln zur eindeutigen Identifizierung oder Authentifizierung verarbeitet werden. Trotzdem solltest du bei fremden Gesichtern, Kindern, Kundenmaterial und unveröffentlichten Produktionen sehr vorsichtig sein. [13]

Bei den individuellen ChatGPT-Angeboten kann OpenAI Inhalte – abhängig von deinen Einstellungen – zur Modellverbesserung verwenden. In den Datenkontrollen lässt sich „Improve the model for everyone“ deaktivieren; temporäre Chats werden laut OpenAI nicht zum Training verwendet. Für sensible Auftragsbilder ist das eine Mindestmaßnahme, ersetzt aber keine Prüfung des gesamten Workflows und der Verträge. [14]

6. Entsteht am fertigen KI-Bild dein Urheberrecht?

Europa denkt vom Menschen aus

Das EU-Recht enthält derzeit keine eigene, abschließende Vorschrift für den Urheberrechtsschutz rein KI-generierter Bilder. Die bisherige Rechtsprechung des Gerichtshofs ist aber klar menschenzentriert: Ein Werk muss eine eigene geistige Schöpfung eines Urhebers sein, die freie und kreative Entscheidungen erkennen lässt. Österreich nennt Werke „eigentümliche geistige Schöpfungen“ und definiert den Urheber als denjenigen, der das Werk geschaffen hat. Deutschland schützt „persönliche geistige Schöpfungen“ und nennt den Schöpfer des Werkes als Urheber. [15] [16]

Eine 2025 veröffentlichte Analyse des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments fasst den Stand ähnlich zusammen: Die EU hat keine speziellen Regeln für die Schutzfähigkeit von KI-Ausgaben, doch Rechtsprechung und nationale Entwicklungen verlangen eine wesentliche menschliche Kreativität. [17]

Der Ein-Klick-Fall

Du kopierst einen Prompt, lädst dein Foto hoch, nimmst den ersten Output und änderst nichts. In diesem Fall spricht viel dafür, dass deine eigene kreative Kontrolle über die konkrete Bildform gering ist. Du hast zwar eine Handlung ausgelöst und vielleicht das Thema gewählt. Aber Thema, Idee und Knopfdruck sind nicht dasselbe wie die konkrete schöpferische Ausformung.

Das bedeutet nicht, dass das Bild illegal oder wertlos ist. Es bedeutet nur: Der reine Output kann urheberrechtlich ungeschützt sein. Dann darfst du möglicherweise einen Print davon verkaufen, hast aber womöglich kein starkes exklusives Recht, anderen das Kopieren desselben Outputs zu verbieten.

WICHTIG Nicht geschützt heißt nicht verboten. Gemeinfreie Kunst kann ebenfalls verkauft werden. Der Unterschied liegt in der Exklusivität: Wer kein eigenes Urheberrecht hat, kann nicht glaubwürdig ein umfassendes ausschließliches Nutzungsrecht daran lizenzieren.

Mehr Prompting ist nicht automatisch mehr Autorenschaft

Hundert Promptvarianten können kreativer Prozess sein. Sie können aber auch hundertmal Würfeln bedeuten. Entscheidend ist, ob sich deine freien, menschlichen Entscheidungen im sichtbaren Ergebnis niederschlagen und du die konkrete Form tatsächlich kontrollierst. Reine Ausdauer ist noch keine Originalität.

Stärker wird die Position, wenn du bewusst komponierst, mehrere eigene Quellen verbindest, Perspektive und Licht gezielt steuerst, bestimmte Teile auswählst, maskierst, malst, retuschierst, typografisch gestaltest, Collageelemente anordnest und den Output als Material weiterverarbeitest. Dann können jedenfalls deine menschlich geschaffenen Beiträge geschützt sein. Ob das gesamte Ergebnis geschützt ist, bleibt eine Einzelfallfrage.

Eine praktische Skala statt einer erfundenen Prozentzahl

WorkflowMenschliche GestaltungUrheberrechtliche Position
Fremder Prompt + fremdes Foto + erster OutputSehr gering; zugleich fremde Rechte im InputSchwach und riskant
Fremder Prompt + eigenes Selfie + erster OutputThema und Input, aber wenig Kontrolle über die konkrete FormOutput möglicherweise ungeschützt
Eigene Idee + iterative Bildregie + dokumentierte AuswahlMehr konzeptionelle und kuratorische EntscheidungenBesser, aber EU-weit nicht abschließend geklärt
Eigene Fotografie + KI-Transformation + Photoshop-ComposingErkennbare freie Entscheidungen in Fotografie, Auswahl, Montage und RetuscheMenschliche Teile klarer schutzfähig
KI nur als Werkzeug in einem Mixed-Media-UnikatPhysische Überarbeitung, Material, Komposition und HandschriftStarke Position für das konkrete Hybridwerk

Es gibt dabei keine seriöse Regel wie „ab 30 Prozent Photoshop gehört es dir“. Solche Zahlen sind Internetfolklore. Gerichte beurteilen konkrete kreative Entscheidungen, nicht den Prozentbalken eines Programms.

7. Darfst du das Bild als Produkt verkaufen?

Oft ja – aber du verkaufst möglicherweise weniger Rechte, als du glaubst

Wenn die Plattform kommerzielle Nutzung erlaubt, du alle Rechte am Input besitzt und der Output keine Rechte Dritter verletzt, kannst du in vielen Fällen einen Download, einen Print oder ein physisches Produkt anbieten. Das gilt grundsätzlich auch bei einem kostenlosen ChatGPT-Konto; entscheidend sind die jeweils aktuellen Nutzungsbedingungen, nicht der Preis deines Abos.

Gefährlich wird es, wenn du zusätzlich Dinge versprichst, die du nicht sicher liefern kannst:

  • „Exklusives Urheberrecht“ an einem möglicherweise ungeschützten Roh-Output
  • „One of One weltweit“, obwohl der Anbieter ausdrücklich ähnliche Outputs für andere Nutzer nicht ausschließt
  • „vollständig handgemalt“ oder „rein menschlich geschaffen“, obwohl der Kern maschinell generiert wurde
  • „offiziell lizenziert“, obwohl Marken, Figuren oder Prominente ohne Erlaubnis verwendet wurden
  • „alle Rechte inklusive“, obwohl das Ausgangsfoto von einem Fotografen stammt

Im Verkauf an Verbraucher können falsche oder wesentliche verschwiegene Angaben als irreführende Geschäftspraxis relevant werden. Die EU-Regeln erfassen irreführende Handlungen und Auslassungen, wenn sie eine Kaufentscheidung beeinflussen können. Auch die europäischen OpenAI-Bedingungen untersagen es, einen Output als menschengemacht darzustellen, wenn er es nicht ist. [18]

Was bedeutet „One of One“ bei KI sinnvoll?

Du kannst ein konkretes physisches Objekt zum Unikat machen: ein einzelner, nummerierter Fine-Art-Print mit manueller Übermalung, Collage, Lack, Acryl oder anderen nicht reproduzierten Eingriffen. Dann bezieht sich „One of One“ sauber auf dieses physische Werk.

Bei einem unveränderten KI-File ist die Behauptung weltweiter digitaler Einzigartigkeit deutlich heikler. Der gleiche Seed, ein ähnlicher Prompt oder ein anderes Modell kann nahe Ergebnisse erzeugen. Ein NFT ändert daran nichts: Der Token kann eindeutig sein; die Bildrechte werden dadurch nicht automatisch exklusiv.

Stil, Figuren, Logos und berühmte Gesichter

Ein Stil als abstrakte Methode – etwa „dramatisches Gegenlicht, flüssige Formen, blaue Palette“ – ist urheberrechtlich normalerweise nicht als solcher geschützt. Geschützt sind konkrete Werke und originelle Elemente. Ein Output kann daher trotz ungeschützter Stilidee zu nahe an einem bestimmten Bild, einer Figur oder wiedererkennbaren Werkteilen liegen.

Logos und Produktkennzeichen können Markenrechte berühren. Berühmte Figuren können urheber- und markenrechtlich geschützt sein. Bei Prominenten kommen Persönlichkeits- und Vermarktungsrechte dazu. „Die KI hat es gemacht“ ist keine Haftungsimmunität. Wer das Ergebnis auswählt, veröffentlicht und verkauft, trägt ein eigenes Risiko.

8. Darfst du dich damit AI-Künstler nennen?

„AI-Künstler“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Rein rechtlich kann sich fast jeder so nennen. Die spannendere Frage ist, ob die Bezeichnung deine tatsächliche Leistung ehrlich beschreibt.

Kunst entsteht nicht erst nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Mindestzahl an Arbeitsstunden. Auch Auswahl, Konzept, Kontext und Inszenierung können künstlerisch sein. Aber wenn Idee, Prompt und Ausführung von anderen kommen und du nur auf „Generate“ klickst, ist der eigene Anteil eben klein. Das darf man so sagen, ohne gleich die ganze Technologie zu verdammen.

Ich finde Begriffe wie „AI-assisted“, „generatives Bild“, „Synthografie“ oder „Hybrid Art“ häufig genauer – vorausgesetzt, sie stimmen mit dem Prozess überein. Bei meiner eigenen Arbeit ist die KI nicht der Künstler, sondern ein Werkzeug in einer Kette aus Fotografie, Bildidee, Regie, Auswahl, Photoshop, Retusche und oft analoger Weiterbearbeitung. Genau diese Kette macht aus Output ein Werk mit Handschrift.

DIE EHRLICHE TRENNLINIE Ein KI-Nutzer bestellt ein Ergebnis. Ein KI-Künstler oder Synthograf entwickelt eine Bildsprache, trifft nachvollziehbare Entscheidungen, verwirft, kombiniert, bearbeitet und übernimmt Verantwortung für das Endprodukt.

9. Der neue Praxisstandard: Beweise deinen Prozess

Weil die Rechtslage beim Umfang menschlicher Mitwirkung noch nicht überall ausjudiziert ist, wird Dokumentation plötzlich zum kreativen Sicherheitsgurt. Nicht sexy, aber sehr nützlich.

  • Bewahre das Originalfoto samt Metadaten und Rechtekette auf.
  • Speichere die Lizenz oder Nutzungsbedingungen des Prompt-Anbieters als PDF oder Screenshot mit Datum.
  • Dokumentiere eigene Promptversionen, Bildauswahl, Seeds und wichtige Einstellungen.
  • Behalte Zwischenstände, Ebenendateien, Masken und Retuschen.
  • Notiere, welche Teile von dir fotografiert, gezeichnet, komponiert oder gemalt wurden.
  • Hole bei Modellen und Kunden eine konkrete Zustimmung zu KI-Bearbeitung und kommerzieller Nutzung ein.
  • Führe vor Veröffentlichung eine Ähnlichkeits- und Rechteprüfung durch: Logos, Figuren, fremde Bilder, Künstlerwerke, Personen.

Diese Dokumentation beweist nicht automatisch Urheberrecht. Sie macht aber sichtbar, wo deine Entscheidungen liegen, welche Rechte du geklärt hast und dass du nicht bloß ein Ergebnis aus der Maschine gezogen und anschließend eine Krone draufgeklebt hast.

10. Der EU AI Act: Was ab 2. August 2026 für Bilder wichtig wird

Der AI Act ist seit 1. August 2024 in Kraft, gilt aber stufenweise. Die Verbote bestimmter KI-Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz gelten seit 2. Februar 2025. Pflichten für Anbieter allgemeiner KI-Modelle gelten seit 2. August 2025. Die Transparenzregeln des Artikels 50 werden ab 2. August 2026 anwendbar – also kurz nach dem Stand dieses Artikels. [19]

Anbieter und Anwender haben unterschiedliche Pflichten

Wer?PflichtFür den Kunstverkauf praktisch
Anbieter des BildsystemsSynthetische Bild-, Audio-, Video- oder Textausgaben maschinenlesbar markieren und als künstlich erzeugt oder manipuliert erkennbar machen.Technische Herkunftsmarkierung kann in der Datei stecken; der Nutzer soll sie nicht gedankenlos entfernen.
Professioneller Anwender / DeployerDeepfakes als künstlich erzeugt oder manipuliert offenlegen.Wer KI-Bilder verkauft oder beruflich veröffentlicht, kann als professioneller Anwender erfasst sein.
Künstlerischer KontextBei offenkundig künstlerischen, kreativen, satirischen oder fiktionalen Werken darf die Offenlegung so erfolgen, dass der Genuss des Werks nicht gestört wird.Ein sauberer Hinweis in Werkbeschreibung, Caption, Zertifikat oder Impressum ist möglich.
Rein private NutzungNatürliche Personen bei rein persönlicher, nicht beruflicher Tätigkeit sind von Deployer-Pflichten ausgenommen.Sobald verkauft oder professionell eingesetzt wird, sollte man sich nicht auf die Privatausnahme verlassen.

Ein „Deepfake“ ist im AI Act nicht jedes abstrakte KI-Bild. Gemeint sind künstlich erzeugte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte, die bestehenden Personen, Objekten, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähneln und fälschlich authentisch oder wahr erscheinen können. Bei eindeutig fantastischer Kunst ohne solchen Authentizitätsanspruch kann die konkrete Pflicht anders ausfallen. Eine freiwillige, sachliche Kennzeichnung bleibt trotzdem der vernünftigste Standard. [20]

Der AI Act entscheidet nicht über dein Urheberrecht

Das ist der nächste wichtige Punkt: Eine Kennzeichnung macht ein Bild nicht urheberrechtlich geschützt. Umgekehrt verliert ein menschlich geprägtes Hybridwerk nicht automatisch seinen Schutz, nur weil KI beteiligt war. Der AI Act regelt vor allem Transparenz, Risikosteuerung und Pflichten von Anbietern und Anwendern. Die Frage, wer Urheber ist und ob fremde Rechte verletzt wurden, bleibt im Urheber- und Persönlichkeitsrecht.

Eine brauchbare Kennzeichnung

TRANSPARENZHINWEIS FÜR EIN KI-UNTERSTÜTZTES BILD Dieses Werk entstand in einem hybriden Prozess aus eigener Bildidee, Fotografie, generativer KI und manueller Bildbearbeitung. Konzeption, Auswahl, Composing, Retusche und redaktionelle Verantwortung liegen beim Künstler.

Bei einem praktisch unbearbeiteten Output muss der Text entsprechend ehrlicher sein: „KI-generiertes Bild auf Basis eines eigenen Fotos; erstellt mit [Dienst], menschlich ausgewählt und farblich angepasst.“ Keine Oper, wenn es ein Einzeiler war.

11. Die Risikoampel für Einsteiger

SituationAmpelWarum
Eigener Prompt, eigenes Selfie, klar als KI-Bild bezeichnet, keine Logos oder FigurenGRÜNLICHVertrag und Input meist überschaubar; Schutz des Roh-Outputs bleibt dennoch unsicher.
Fremder kostenloser Prompt ohne LizenzangabeGELBPrompt kann geschützt sein; Websitebedingungen und kommerzielle Erlaubnis unklar.
Foto eines Fotografen ohne KI- und ProduktrechteROTUpload, Bearbeitung und Verkauf können fremde Bildrechte verletzen.
Berühmte Person als täuschend echte WerbefigurROTPersönlichkeitsrecht, Werbung, Täuschung und ab August 2026 Deepfake-Transparenz.
Deutliches Composing aus eigener Fotografie, KI, Retusche und analoger ÜberarbeitungGRÜNLICHMenschliche Beiträge und Rechtekette sind besser dokumentierbar.
Verkauf als „handgemaltes Unikat“, tatsächlich nur KI-Datei auf LeinwandROTIrreführende Produktbeschreibung und zweifelhafte Exklusivitätsbehauptung.

12. Mein Fazit: Die KI darf Werkzeug sein. Die Verantwortung bleibt menschlich.

Du kannst ein KI-Bild verkaufen. Aber du solltest wissen, was du da eigentlich verkaufst: eine Datei, einen Print, ein physisches Unikat, eine Lizenz – oder bloß eine hübsche Behauptung.

Wer einen fremden Prompt kopiert, ein Foto hochlädt und den ersten Output übernimmt, hat eine KI benutzt. Das ist noch kein überzeugender Beweis für eine eigene künstlerische Leistung und erst recht keine Garantie für exklusives Urheberrecht. Vielleicht ist das Ergebnis trotzdem schön. Schönheit allein beantwortet aber weder Autorenschaft noch Rechtekette.

Die spannende Kunst beginnt dort, wo der Mensch wieder sichtbar wird: in der Idee, im Blick, in der Auswahl, in der Veränderung, in der Kombination, im Material, im Kontext und in der Verantwortung. Genau deshalb sage ich weiterhin: Die KI braucht den Menschen. Nicht als dekorativen Namen unter dem Bild, sondern als tatsächlichen Urheber von Entscheidungen.

Copy, Paste, Generate kann ein Anfang sein. Ein Werk wird daraus erst, wenn mehr von dir darin steckt als dein Profilfoto.

Kunst und KI: Checkliste vor dem Verkauf

  • □  Habe ich die aktuellen Nutzungsbedingungen des KI-Dienstes geprüft und gespeichert?
  • □  Darf der kopierte Prompt kommerziell verwendet werden?
  • □  Besitze ich die Rechte am hochgeladenen Foto – nicht nur das Gesicht darauf?
  • □  Liegt bei anderen Personen eine passende Einwilligung für KI-Bearbeitung und Verkauf vor?
  • □  Enthält der Output fremde Logos, Figuren, Werke oder täuschend echte Prominente?
  • □  Kann ich meinen eigenen kreativen Anteil anhand von Zwischenständen belegen?
  • □  Beschreibe ich Technik, Unikatstatus und Rechteumfang wahrheitsgemäß?
  • □  Ist der AI-Hinweis für den konkreten Kontext klar und angemessen?
  • □  Verkaufe ich ein physisches Objekt oder verspreche ich exklusive digitale Rechte?
  • □  Würde ich einem Käufer denselben Entstehungsprozess auch offen ins Gesicht erklären?

Rechtlicher Hinweis und Transparenz

Dieser Artikel bietet eine allgemeine, einsteigerfreundliche Einordnung mit Stand 17. Juli 2026. Er ersetzt keine Rechtsberatung im konkreten Einzelfall. Plattformbedingungen, nationale Gesetze und die Rechtsprechung können sich ändern. Vor größeren Auflagen, exklusiven Lizenzverträgen, Werbekampagnen oder der Nutzung fremder Personen und Werke sollte eine spezialisierte Rechtsberatung erfolgen.

Transparenz nach dem Grundgedanken des EU AI Act: Dieser Fachartikel wurde mit Unterstützung generativer KI recherchiert, strukturiert und sprachlich ausgearbeitet. Themenwahl, Haltung, Auswahl der Argumente und redaktionelle Verantwortung liegen beim Autor. Rechtsquellen und externe Links wurden zum angegebenen Stand geprüft; KI-Ausgaben wurden nicht ungeprüft übernommen.

Geprüfte Quellen und weiterführende Links

[1] OpenAI – Europe Terms of Use — Inputrechte, Outputzuordnung, Nicht-Einzigartigkeit, Verantwortung des Nutzers; abgerufen 17.07.2026.

[2] Europäisches Parlament – Technological Aspects of Generative AI in the Context of Copyright — Technische Abhängigkeiten, Attribution und Neuheitsprüfung, Juli 2025.

[3] Richtlinie (EU) 2019/790 – Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt — Artikel 3 und 4 zu Text- und Data-Mining und Rechtevorbehalt.

[4] Österreichisches UrhG § 42h – Text- und Data-Mining — Österreichische Umsetzung, tagesaktuelle Fassung.

[5] Deutsches UrhG – englische Gesamtausgabe, § 44b — Text- und Data-Mining, rechtmäßiger Zugang und maschinenlesbarer Nutzungsvorbehalt.

[6] Europäisches Parlament – Generative AI and Copyright: Training, Creation, Regulation — Umfangreiche Studie zu Trainingsdaten, TDM-Ausnahmen, Output und Reformoptionen, Juli 2025.

[7] Europäisches Parlament – Schutz kreativer Werke im Zeitalter der KI — Am 10.03.2026 angenommene Empfehlungen zu Transparenz, Vergütung, Opt-out und Lizenzierung.

[8] Verordnung (EU) 2024/1689 – Artificial Intelligence Act — Artikel 50, 53 und 113; verbindlicher Gesetzestext.

[9] EuGH, C-145/10 – Painer — Freie und kreative Entscheidungen bei Fotografien; Urteil vom 01.12.2011.

[10] Österreichisches UrhG § 74 – Schutzrecht an Lichtbildern — Rechte des Lichtbildherstellers.

[11] Österreichisches UrhG § 78 – Bildnisschutz — Berechtigte Interessen abgebildeter Personen.

[12] Deutschland – § 22 KunstUrhG — Einwilligung zur Verbreitung und öffentlichen Zurschaustellung von Bildnissen.

[13] Datenschutz-Grundverordnung (EU) 2016/679 — Personenbezogene und biometrische Daten, insbesondere Artikel 4 und 9 sowie Erwägungsgrund 51.

[14] OpenAI – Data Controls FAQ — Deaktivieren der Modellverbesserung und Datenkontrollen.

[15] Österreichisches UrhG § 1 und § 10 — Eigentümliche geistige Schöpfung und Urheberbegriff.

[16] Deutschland – UrhG § 2 und § 7 — Persönliche geistige Schöpfung und Urheber als Schöpfer des Werkes.

[17] European Parliamentary Research Service – Copyright of AI-generated works — Menschenzentrierter Ansatz und Rechtsvergleich, Dezember 2025.

[18] Richtlinie 2005/29/EG – Unlautere Geschäftspraktiken — Irreführende Handlungen und wesentliche Auslassungen im Verbrauchergeschäft.

[19] Europäische Kommission – Zeitplan zum AI Act — Stufenweise Anwendbarkeit des AI Act; abgerufen 17.07.2026.

[20] EU AI Act, Artikel 3 und 50 — Definition Deepfake und Transparenzpflichten ab 02.08.2026.

[21] EUIPO – Generative AI and Copyright — Studie zu Input, Output, Opt-out, Lizenzierung und Erkennung, Mai 2025.

[22] WIPO – Creating and inventing with AI — Praxisorientierte Einordnung von menschlicher Autorenschaft und Dokumentation, Juli 2026.

Hinweis zur Quellenlage: Die EU-Rechtslage zu rein KI-generierten Werken und zur Reichweite der TDM-Ausnahmen bei generativem Training ist noch nicht in allen Punkten höchstgerichtlich geklärt. Politische Entschließungen und beauftragte Studien sind als solche gekennzeichnet und wurden nicht als bindendes Gesetz ausgegeben.

Meine persönliche Haltung beschreibe ich im Beitrag Ich arbeite auch mit KI. Künstler bin ich trotzdem. Weitere Gedanken zur Urheberschaft findest du unter Der Bilderklau ist älter als KI.