
Nicht offiziell, aber zumindest moralisch und biologisch. Es gibt Tage, da schaust du aus dem Fenster und merkst: Heute arbeitet nicht der Mensch, heute arbeitet nur die Sonne. Und die schiebt Überstunden wie ein Grillmeister auf Steroiden.
Erinnert ihr euch noch an die Schule? Wenn die Luft im Klassenzimmer stand wie abgestandenes Wasser und selbst der Lehrer irgendwann kapituliert hat? Dieser eine Satz – „Ihr dürft heimgehen“ – war keine bloße Ansage, das war die absolute Erlösung.
Und heute? Heute bist du erwachsen. Da gibt es kein Hitzefrei mehr. Da gibt es nur Termine, Deadlines und Leute, die bei 36 Grad im Schatten fragen: „Können wir dazu kurz telefonieren?“ Nein. Können wir nicht. Mein Hirn läuft gerade auf Umluft und meine Konzentration ist vor zwei Stunden geschmolzen.
Ich finde, Hitzefrei sollte ein Grundrecht sein. Für alle. Für Angestellte, für Selbstständige, für die Kunst und sogar für die Laptops, die sowieso schon klingen, als wollten sie gleich abheben. Ab einer gewissen Temperatur sollte die Welt einfach in den Modus „Existenzminimum“ schalten. Keine 40-seitigen PDFs, keine komplizierten Entscheidungen. Einfach nur Schatten, Wasser und ein Ventilator.
Man kann ja trotzdem was machen. Aber eben langsamer. Menschlicher. Ohne diesen falschen Heroismus, so zu tun, als wäre bei dieser Affenhitze alles normal. Ist es nämlich nicht. Der Asphalt kocht und der Kühlschrank ist der einzige Ort, an dem man gerade sein möchte.
Also: Schaltet einen Gang zurück. Atmen, trinken, Schatten suchen. Und wenn jemand fragt, warum heute nichts weitergeht: Sag einfach, BROWNZ hat Hitzefrei ausgerufen. Ist zwar kein Gesetz, wäre aber ein verdammt guter Anfang.
PS.: Marie du hast auch frei 🙂
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