
Ein frischer Start für alle, die kreativ leben und arbeiten
Die leere Leinwand des neuen Jahres
Es ist wieder soweit. Ein neues Jahr liegt vor uns – 365 unbeschriebene Tage, wie eine leere Leinwand, ein unbespieltes Instrument, ein weißes Blatt Papier. Für uns Künstler*innen und Kreative ist der Januar mehr als nur ein Kalenderwechsel. Er ist eine Einladung, innezuhalten und uns zu fragen: Wer möchte ich in diesem Jahr kreativ sein?
2025 liegt hinter uns – mit all seinen Höhen und Tiefen, den fertigen Projekten und den liegengebliebenen Ideen, den Momenten der Inspiration und den Phasen des Zweifels. Doch jetzt ist die Zeit, nach vorne zu schauen.
Warum gerade jetzt der richtige Moment ist
Als Kreative kennen wir das Gefühl, ständig produzieren zu müssen. Social Media verlangt nach Content, Auftraggeber nach Ergebnissen, wir selbst nach Perfektion. Doch der Jahresbeginn schenkt uns etwas Kostbares: die Erlaubnis, neu anzufangen.
Das bedeutet nicht, alles Bisherige über Bord zu werfen. Es bedeutet:
- Alte Glaubenssätze zu hinterfragen („Ich bin nicht gut genug“, „Davon kann man nicht leben“)
- Projekte loszulassen, die uns nicht mehr dienen
- Raum zu schaffen für das, was wirklich in uns brennt
Fünf Impulse für deinen kreativen Neubeginn
1. Führe ein ehrliches Gespräch mit dir selbst
Bevor du neue Ziele setzt, schau zurück: Was hat dich 2025 wirklich erfüllt? Welche Arbeiten haben sich lebendig angefühlt – und welche nur nach Pflicht? Deine Antworten sind der Kompass für 2026.
2. Definiere Erfolg neu
Erfolg muss nicht immer Reichweite, Verkäufe oder Anerkennung bedeuten. Vielleicht ist dein Erfolg in diesem Jahr:
- Endlich das Projekt starten, das du seit Jahren aufschiebst
- Einmal pro Woche nur für dich kreativ sein
- Eine neue Technik lernen – ohne Druck, sie zu monetarisieren
3. Schaffe Rituale, keine starren Routinen
Kreativität lässt sich nicht in Excel-Tabellen pressen. Aber sanfte Rituale können helfen: der Morgenkaffee mit dem Skizzenbuch, der Sonntagsspaziergang für neue Ideen, die wöchentliche Stunde im Atelier ohne Handy.
4. Suche dir Verbündete
2026 könnte das Jahr sein, in dem du deine kreative Einsamkeit durchbrichst. Ob Online-Community, lokale Künstlergruppe oder eine Accountability-Partnerin – gemeinsam tragen sich Zweifel leichter und Erfolge werden doppelt süß.
5. Erlaube dir das Experiment
Was würdest du tun, wenn niemand zusieht? Wenn es keine Likes, keine Kritik, kein Urteil gäbe? Dieses Jahr darfst du experimentieren. Scheitern ist kein Versagen – es ist Recherche.
Die Welt braucht deine Kunst
In einer Zeit, die oft von Unsicherheit geprägt ist, sind Künstler*innen und Kreative wichtiger denn je. Wir sind diejenigen, die Emotionen sichtbar machen, die zum Nachdenken anregen, die Schönheit ins Alltägliche bringen.
Deine Arbeit hat Wert – auch wenn der Algorithmus es nicht immer zeigt. Auch wenn der innere Kritiker etwas anderes behauptet. Auch wenn der Kontostand manchmal Zweifel sät.
Dein erster Schritt
Du musst nicht alles auf einmal ändern. Neubeginn heißt nicht Revolution – manchmal ist es ein leises Umdenken, ein kleiner Schritt in eine neue Richtung.
Meine Einladung an dich: Nimm dir heute zehn Minuten. Schreibe auf, was du dir für dein kreatives Leben 2026 wünschst. Nicht, was du solltest. Was du dir wünschst.
Und dann? Dann fang an. Mit dem, was da ist. Dort, wo du bist.
Das neue Jahr gehört dir. Gestalte es.
Was ist dein kreatives Vorhaben für 2026? Teile es in den Kommentaren – manchmal macht das Aussprechen den ersten Unterschied.











