In einer Zeit, in der KI-Bilder oft aussehen wie Airbrush-Poster aus der Hölle, liefert Higgsfield Soul den Gegenentwurf: Realismus. Echtheit. Menschlichkeit. Kein 3D-Studio-Glow, kein Barbie-Porträt-Filter. Sondern Bilder, die wirken, als hätte jemand sie wirklich gemacht – mit Herz, Hand und Kamera. Als wäre ein Moment passiert, nicht errechnet worden.
1. Die Anti-KI-KI
Viele Tools wie Midjourney oder DALL·E produzieren visuell beeindruckende Bilder. Doch in ihrer Brillanz liegt das Problem: Alles ist zu perfekt, zu poliert, zu… tot. Higgsfield Soul geht hier radikal dazwischen. Es verzichtet bewusst auf makellose Haut, makelloses Licht, makellose Langeweile. Stattdessen setzt es auf „authentisches Rauschen“ – sprich: auf Fehler, Flecken, Falten. Auf das, was Menschen real macht.
2. Bedienung für die Generation TikTok
Das UI ist so simpel wie effizient: Prompt eingeben, Style wählen, los geht’s. Vier Bilder, Sekunden später. Die Auswahl der Presets wirkt wie ein Moodboard direkt aus dem Trendlabor:
Indie Sleaze: blitzlichtharter 2007-Vibe
Grunge: Korn-Shirt trifft VHS
2000s Cam: Welcome back, MySpace
Realistic: authentisch wie ein iPhone-Zufallstreffer
Diese Styles liefern genau das, was die Sozialsucht verlangt: Wiedererkennung mit Twist.
3. Warum das funktioniert
Der Trick ist: Soul kopiert nicht das perfekte Studiofoto, sondern den Content-Charakter. Es geht nicht um Objekt-Perfektion, sondern um Stimmungs-Glaubwürdigkeit. Darum wirken die Bilder, als stammten sie aus echten Erlebnissen. Nicht generiert, sondern gelebt. Genau das lieben virale Plattformen wie TikTok oder Reels.
4. Was noch fehlt
Charaktere dauerhaft speichern? Fehlanzeige. Produkte sauber einbauen? Schwierig. Inpainting? Ja. Audio? Auch. Aber wer echtes Referencing braucht, ist (noch) bei Midjourney, Runway & Co besser aufgehoben. Soul ist ein junger Wilder. Noch kein Alleskönner, aber ein Stil-Statement.
Fazit
Soul ist keine perfekte KI. Und genau deshalb ist sie perfekt für Creator, die genug vom Plastik haben. Wer Social-Media-Content mit Eiern (und Augen) produzieren will, kommt an Higgsfield Soul nicht vorbei.
BRAINROT ODER BRAINBOOST? Ein Selbstgespräch von BROWNZ in Zeiten digitaler Verwirrung
Digitale Medien und der stille Umbau unseres Denkens
Vor gar nicht allzu langer Zeit saß ich mitten in der U-Bahn – ein bisschen müde, ein bisschen ziellos – und bemerkte, dass jeder um mich herum auf ein Display starrte. Ich meine: jeder. Keine Zeitung. Kein Blick aus dem Fenster. Kein Gespräch. Nur Daumen, die über Glas wischen. Eine kollektive Meditation – oder kollektive Verblödung?
Seitdem beschäftigt mich ein Gedanke, der vielen von uns wie ein Ohrwurm im Hinterkopf summt: Werden wir durch digitale Medien dümmer? Oder ist das nur nostalgischer Kulturpessimismus in Pixelpanik?
Was bedeutet „Brainrot“ eigentlich – und ist es real?
Der Begriff „Brainrot“ – ursprünglich ein halbironischer Ausdruck aus Internetforen – beschreibt das Gefühl, dass einem bei stundenlangem Konsum von TikTok, Instagram & Co. das Gehirn buchstäblich matschig wird. Und ja, ich kenne das auch: Die Timeline ist endlos, die Reize sind maximal, der Kopf fühlt sich leerer an als vorher.
Aber das ist nicht das ganze Bild.
Denn dieselben Tools ermöglichen es mir, tief in Themen einzutauchen, für die ich früher drei Bücher und einen Bibliotheksausweis gebraucht hätte. Ich kann weltweit in Sekunden mit Experten diskutieren, PDFs lesen, Forschungsergebnisse vergleichen. Wenn ich will.
Genau hier liegt der Kern: Wollen wir denken – oder wollen wir uns berieseln lassen?
Digitale Demenz oder digitale Delegation?
Der Psychiater Manfred Spitzer prägte 2012 den Begriff „Digitale Demenz“. Seine These: Wir lagern Denken aus – an Google, an Navis, an Rechen-Apps – und trainieren unser Gehirn nicht mehr. Folge: geistiger Abbau. Klingt hart. Und wurde heftig kritisiert.
Denn das Gehirn ist kein Muskel, es ist ein Organ. Und Organismen passen sich an. Die Neurobiologie zeigt: Neue Technologien verändern unsere Hirnstrukturen. Aber Veränderung ist nicht automatisch Verfall.
Die Frage ist nicht: „Werden wir dümmer?“ Die Frage ist: „Welche Art von Intelligenz fördern wir – und welche verkümmert?“
Multitasking: Das große Missverständnis
Viele glauben, Multitasking sei eine Superkraft. In Wahrheit ist es eine Illusion. Zahlreiche Studien belegen: Wer ständig zwischen Apps, Tabs und Reizen springt, fragmentiert seine Aufmerksamkeit. Konzentration wird zur Ausnahme. Das Gehirn lernt, ständig abzuschweifen – ein Zustand, den Psychologen als „continuous partial attention“ bezeichnen.
Das Ergebnis: weniger Tiefgang, mehr Zerstreuung. Kurzzeitiger Dopamin-Kick statt nachhaltiger Erkenntnis.
Ich kenne diesen Modus gut. Man fühlt sich beschäftigt – aber nicht erfüllt. Informiert – aber nicht klüger. Und am Ende weiß man nicht mal mehr, was man eigentlich gesucht hatte.
Gedächtnis outgesourct: Wenn das Navi denkt
Eine besonders beunruhigende Entwicklung betrifft unser räumliches Gedächtnis. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig Navigationsgeräte nutzen, deutlich schlechter darin sind, sich in realen Umgebungen zurechtzufinden.
Ich selbst habe irgendwann bewusst angefangen, das Navi nur noch bei Zeitdruck zu verwenden. Und siehe da: Mein innerer Kompass kam langsam zurück. Orientierung ist wie Sprache: Wenn man sie nicht nutzt, verkümmert sie. Und wenn man sie trainiert, wird sie schärfer.
Die andere Seite der Medaille: Digitale Exzellenz
Natürlich gibt es auch das andere Extrem. Junge Menschen, die mit digitalen Tools Großartiges schaffen. Die sich in Online-Communities Wissen aneignen, programmieren lernen, eigene Medienkanäle aufbauen. Menschen, die kreative Projekte umsetzen, globale Netzwerke bilden, digitale Geschäftsmodelle entwickeln.
Für sie ist das Netz nicht Zerstreuung – sondern Entfaltung. Kein Sumpf – sondern Sprungbrett.
Und es ist kein Zufall, dass diese Menschen oft gezielt, fokussiert, mit Struktur agieren. Sie nutzen Tools, statt sich von ihnen benutzen zu lassen. Genau das ist der Unterschied.
Der „Reverse Flynn-Effekt“ und die digitale Frage
Seit den 1980er-Jahren stiegen die durchschnittlichen IQ-Werte weltweit – ein Effekt, der als Flynn-Effekt bekannt wurde. Doch seit einigen Jahren beobachten Forscher eine Trendumkehr. In Ländern wie Norwegen, Australien oder Dänemark sinken die gemessenen IQ-Werte.
Korrelation ist keine Kausalität, klar. Aber ein Zusammenhang mit der allgegenwärtigen Bildschirmnutzung ist zumindest plausibel. Neue Studien deuten auf einen Anstieg von Impulsivität, Reizbarkeit, kognitiver Erschöpfung hin. Insbesondere bei exekutiven Funktionen wie Planung, Problemlösung, Sprachverarbeitung.
Aber vielleicht misst der IQ-Test auch nur die falschen Dinge.
Denn was ist Intelligenz heute? Die Fähigkeit, Gedichte auswendig zu können – oder das Talent, mit Informationen kreativ, kritisch, kontextsensibel umzugehen?
Was tun? Eine Haltung, kein Verzicht.
Ich bin kein Romantiker. Ich will nicht zurück zur Schreibmaschine. Ich will nicht offline in einer Welt, die online stattfindet. Aber ich will Haltung. Bewusstsein. Entscheidungsfähigkeit.
Deshalb meine Regeln:
Kein Scrollen am Morgen. Der Kopf braucht Leere vor dem Lärm.
Keine Multiscreen-Abende. Ein Bildschirm – ein Fokus.
Wieder mehr lesen. Gedruckt. Langsam.
Gespräche ohne Google. Wissen nicht sofort klären – sondern erdenken.
Tools nutzen, um zu wachsen – nicht, um zu entkommen.
Denn die Technik ist nicht das Problem. Wir sind es. Oder vielmehr: unser Umgang damit.
Fazit: Der Mensch im Spiegel
Digitale Medien entblößen uns. Sie zeigen, wie schnell wir abgelenkt sind, wie wenig wir aushalten, wie süchtig wir nach Reizen sind. Aber sie zeigen auch unser Potenzial. Unsere Neugier. Unsere Kreativität. Unsere Fähigkeit, zu lernen, zu verknüpfen, zu erschaffen.
Ob aus dem Ganzen Brainrot wird oder Brainboost – liegt an uns.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Zeit.
CoRe²: Die 3-Schritte-Revolution für bessere und schnellere KI-Bildgenerierung
Untertitel: Wie Collect, Reflect & Refine die Text-zu-Bild-Welt auf den Kopf stellen
Einleitung: Die ewige Qualitäts-vs.-Geschwindigkeit-Frage
In der Welt der KI-Bildgenerierung gibt es ein scheinbar unauflösbares Dilemma: Entweder bekommst du superdetaillierte Bilder – aber dein Rechner läuft sich dabei die Lüfterflügel wund. Oder es geht richtig schnell, dafür wirken die Bilder wie Kaugummibilder aus der 90er-Jahre-Zeitschrift Bravo Screenfun. Mit CoRe² tritt jetzt ein System auf die Bühne, das beides kann. Und zwar ohne Magie, sondern mit System.
Was ist CoRe²?
CoRe² steht für Collect, Reflect & Refine. Drei Phasen, ein Ziel: KI-generierte Bilder, die sowohl hochwertig als auch schnell erzeugt werden. Das Ganze kommt nicht als neues Modell, sondern als eine Art intelligentes Add-on zu bestehenden Text-zu-Bild-Modellen wie Stable Diffusion 3.5, SDXL, FLUX oder auch LlamaGen.
Der Clou: Statt das Modell selbst zu ändern, verändert CoRe² den Inferenzprozess – also die Art und Weise, wie ein Modell seine Vorhersagen trifft. Und das tut es mit verblüffender Eleganz.
Phase 1: COLLECT
Hier wird gesammelt, was das Zeug hält. Genauer gesagt: Die Ausgabe-Trajektorien eines starken Modells (z. B. Stable Diffusion mit hohem CFG-Scale) werden zwischengespeichert. Es geht darum, den Weg zu dokumentieren, den das Modell beim Bildaufbau nimmt. Diese Daten enthalten das „Denken“ des Modells: grobe Formen, Motivaufbau, Kompositionsstruktur.
Stell dir vor, du beobachtest einen Künstler beim Malen. Du siehst, welche Linien er zuerst zieht, welche Flächen er grob ausfüllt. Genau das ist „Collect“.
Phase 2: REFLECT
Jetzt wird’s spannend: Die gesammelten Trajektorien werden nicht einfach verworfen, sondern genutzt, um ein leichtgewichtiges Zusatzmodell zu trainieren. Dieses Modell – oft ein MoE-LoRA (Mixture of Experts mit Low-Rank-Adaption) – lernt, wie die „einfachen“ Dinge funktionieren: Wie Himmel, Haut, Kleidung oder Perspektiven aufgebaut werden.
Der Effekt: Dieses Mini-Modell kann viele der Rechenaufgaben übernehmen, die sonst das große Modell stemmen müsste. Ergebnis: bis zu 50 % weniger Rechenaufwand, ohne dass du merklich Qualität verlierst.
Phase 3: REFINE
Hier wird das Bild final veredelt. Mithilfe der Weak-to-Strong-Guidance wird das Bild aus dem leichten Modell durch ein starkes CFG-Modell nochmal feinjustiert. Ziel: High-Frequency-Details, Hauttexturen, Lichtspielereien, Haare, Schatten. Alles, was ein Bild „real“ wirken lässt.
Das passiert in zwei Modi:
Fast Mode: Nur das leichte Modell erzeugt das Bild – extrem schnell
Slow Mode: Das starke Modell bringt Details rein, das leichte hilft als Orientierung
Das Beste: Selbst der Slow Mode ist deutlich schneller als klassische Z-Sampling-Methoden.
Die Benchmarks sprechen Klartext
Zeitgewinn: Bei SD3.5 spart CoRe² im Schnitt 5,6 Sekunden pro Bild
Qualität: PickScore +0.3, AES +0.16 besser als Z-Sampling
Stabilität: Funktioniert mit verschiedenen Architekturtypen (DM & ARM)
Benchmarks: Glänzt in HPDv2, Drawbench, GenEval, Pick-of-Pic & T2I-Compbench
Das komplette Paket ist über GitHub verfügbar: von den Collect-Skripten über die Reflect-Trainings bis hin zur Refine-Integration in bestehende Pipelines. Einsteigerfreundlich, klar strukturiert, sofort einsetzbar.
GitHub: https://github.com/xie-lab-ml/CoRe2
Was bringt dir CoRe² in der Praxis?
Für KI-Artists: Du bekommst mehr Bild pro GPU-Minute. Ideal für Style-Iterationen, Variationen, Detailshaping.
Für App-Entwickler: Ideal für KI-Avatare, Spiele, Designs, da schnellere Inferenz auch Skalierbarkeit bedeutet.
Für Forscher: Interessanter Rahmen für Transfer-Learning und Inferenzdesign-Experimente.
Fazit: CoRe² ist kein Modell, sondern ein Mindset
Diese Drei-Phasen-Methode zeigt, dass Intelligenz im „Wie“ steckt, nicht immer im „Was“. CoRe² ersetzt keine Modelle – es lässt sie besser arbeiten.
In einer Zeit, wo viele nach größeren, tieferen Netzen schreien, kommt CoRe² leise daher und sagt: Lass uns erstmal schauen, wie weit wir mit Struktur, Reflexion und kluger Reduktion kommen. Und siehe da: Es funktioniert.
Adobe überwacht jetzt KI‑Credits – Was Kreative (wirklich) wissen müssen
Recherchiert zum Stand Juni 2025 – inkl. Meinungen aus Foren & Reddit
Einleitung – Keine Spielerei mehr
Die goldenen Zeiten, als man uneingeschränkt mit Adobes generativen KI‑Tools experimentieren konnte, sind vorbei. Seit dem 17. Juni 2025 trackt Adobe konsequent den Verbrauch von KI‑Credits – das wirkt wie Kleingedrucktes, aber es ist ein Game Changer für alle Kreativschaffenden.
Wenn das Monatslimit erreicht ist, gibt’s Warnungen und Geschwindigkeitseinbußen – die Tools brechen nicht komplett weg, aber du misst dich mit Paywalls .
💰 Die neuen Abo‑Modelle
Dank der Recherche (u. a. Adobe‑FAQ, The Verge, Licenseware), hier die Änderungen:
Fotografie- & Einzel-App‑User, die neu einsteigen, erhalten nur 25 Credits – Bestandskunden behalten ihren alten Status, solange sie ihren Vertrag halten diyphotography.net+9licenseware.io+9reddit.com+9.
Ein unübersehbares Rauschen: Ärger über verringerte Credits, mangelnde Kommunikation, Frust über Paywalls mitten im kreativen Flow.
Reddit
„25 credits is such a joke. Literally the lowest number they could give us to force an upsell.“ reddit.com „I cancelled Adobe and moved to DaVinci and Affinity […] I don’t regret it at all.“ reddit.com
Kurzum: Viele fühlen sich abgezockt – und wechseln zu Alternativen wie Affinity, DaVinci Resolve oder Luminar.
Branchen‑Blogs & Foren
Fachbeiträge bestätigen: Was in Nordamerika vorangeht, wird global umgesetzt. Die Reform ist strategisch, gezielt – soll KI‑Heavy‑User an teurere Pläne binden .
🧠 Handlungsleitfaden für Kreative
Credits im Blick behalten App‑Einstellungen & Konto checken – Verbrauch live verfolgen.
Pro/Standard‑Plan wägen Viel KI‑Action? ➝ Pro. Nur gelegentliche Nutzung? ➝ Standard reicht.
Adobe schenkt uns keine KI‑Spielwiese mehr. Nach Creative Cloud folgt der Cashflow: KI ist heute eine knappe und bezahlpflichtige Ressource. Transparenz gibt’s – mit Augen auf den Verbrauch und klugem Strategieren bleibt die kreative Freiheit erhalten. Wer standalone arbeiten will, findet Alternativen, die nicht künstlich teuer machen.
✅ Was du jetzt tun kannst
Sofort im Konto Plan & nächste Rechnungsperiode prüfen
Verbrauchs-Limits setzen und Alerts aktivieren
Entscheidung treffen: Upgrade, Downgrade oder Wechsel zu Alternativen
Community‑Meinungen mitverfolgen – Wandel bleibt nicht ohne Kritik
Zwischen Pixelrausch und Echtheitsdrang: Die neue Fotografie im Zeitalter von KI, Gen Z und Megapixel-Mythen
Ein Blogbeitrag von BROWNZ.art
Früher war Fotografie eine Disziplin, ein Handwerk. Man kaufte teure Technik, beherrschte Blende, Verschlusszeit und ISO-Werte wie ein Dirigent seine Partitur. Heute? Heute reicht ein Daumen und ein Algorithmus. Willkommen in einer Welt, in der ein Smartphone aus einem Döner bei Nacht ein Michelin-Gericht zaubert. Und das alles, ohne dass du weißt, was ein Weißabgleich ist. Doch der wahre Druck kommt nicht von der Technik. Er kommt von den Menschen. Genauer gesagt: von der Generation Z. Einer Generation, die in zwei Extremen lebt – zwischen völliger, fast schmerzhafter Authentizität und surrealer Perfektion durch KI.
Stell dir vor: Kein Filter. Kein Lightroom. Keine zweite Chance. Nur du, deine Kamera und das Licht, das gerade da ist. Genau das ist BeReal – eine App, die der perfekt kuratierten Instagram-Welt den Mittelfinger zeigt. Und die Gen Z? Die liebt’s. Unvorteilhaftes Licht, fettige Stirn, Hintergrund-Chaos – alles ist willkommen. Die neue Ästhetik ist die des Unperfekten. Wer sich heute in Szene setzen will, muss es so aussehen lassen, als hätte er es nicht versucht. Ironisch? Absolut. Aber auch extrem mächtig. Denn echte Authentizität hat mehr Reichweite als jeder Glanzfilter.
Die aktuelle JIM-Studie 2024 zeigt: Jugendliche verbringen weniger Zeit online – aber sie verlangen mehr Substanz. Was heißt das für Profis? Jahrzehntelanges Retuschewissen wird zur digitalen Altlast. Neue Superkraft: Imperfektion inszenieren.
Während BeReal das Ungefilterte feiert, macht TikTok derweil Selfies zu digitalen Kunstwerken. Mit einem Fingertipp. Ohne Photoshop. Ohne Schulung. Snapchat, Instagram, TikTok – das sind die neuen Bildbearbeitungsprogramme. Nicht Lightroom, nicht Photoshop. 38 Prozent der Jugendlichen bearbeiten ihre Bilder in Snapchat, 36 Prozent bei Insta. Adobe? Eher so 5 Prozent. Die Tools sind so gut geworden, dass sie professionelle Workflows leise obsolet machen. Keine Gradationskurven, keine Ebenenmasken. Nur: Klick – Boom – Wow. Was bleibt dem Profi? Die Rolle des Kurators. Des Stil-Regisseurs. Desjenigen, der weiß, wann BeReal das bessere Konzept ist – und wann der Y2K-Filter auf Hochglanz drehen darf.
Während die eine Hälfte der Szene über die Echtheit eines BeReal-Fotos debattiert, leckt sich die andere Hälfte die Finger nach der neuen Fujifilm GFX 100RF. 102 Megapixel. Mittelformat. 5.500 Euro. Edel-Amateure und Nostalgiker schlagen Alarm. Aber wozu? Denn da ist ja noch dein Smartphone – das kleine Biest in deiner Hosentasche, das mit KI, Nachtmodus und HDR schon längst mitmischt. Es fotografiert, denkt, optimiert. Alles in einem Wimpernschlag. „Fotografie“ wird damit zur Frage der Haltung: Willst du Momente festhalten oder Kunstwerke schaffen? Willst du mit Technik spielen oder den Moment genießen?
Zwischen den Fronten erhebt sich ein weiterer Trend: Y2K. Die Ästhetik der frühen 2000er – verpixelt, metallisch, mit Lens Flare und Billig-Charme. Aber bitte bewusst. Denn wer heute Y2K inszeniert, simuliert Artefakte, die früher Makel waren: CCD-Rauschen, JPEG-Artefakte, Linsenschatten. Das ist kein Trash – das ist kulturelles Storytelling. Und genau hier kommt der Profi wieder ins Spiel. Wer die alten Fehler kennt, kann sie neu inszenieren. Mit Ironie. Mit Tiefe. Mit Kontext. Y2K ist die visuelle Punkbewegung im digitalen Zeitalter.
Was bleibt also von der alten Schule der Bildgestaltung? Antwort: mehr als man denkt – aber anders. Der Profi der Zukunft ist kein Pixel-Schrauber mehr. Er ist Kurator, Psychologe, Strategin, Nostalgiker und Visionär in einem. Er entscheidet, wann ein Bild echt aussehen soll – und wann es echt aussehen soll, obwohl es nicht echt ist. Er balanciert zwischen Glaubwürdigkeit und Glamour. Zwischen Vintage und Viral. Zwischen BeReal und BigShot. Technik kann heute jeder. Haltung nicht.
Die wahre Herausforderung ist nicht die Technik. Es ist die Kontextkompetenz. Die Fähigkeit, im visuellen Chaos einen roten Faden zu spinnen. Wer heute fotografiert, spielt ein Spiel mit doppeltem Boden: Er muss wissen, wann ein Bild zu gut aussieht. Wann ein Selfie zu ehrlich wirkt. Und wann es klüger ist, mit einer alten Kamera absichtlich daneben zu zielen, weil die Unschärfe mehr erzählt als 102 Megapixel. Fotografie ist nicht mehr nur eine Frage der Brennweite. Sondern eine Frage der Intention. Ob Smartphone, Fuji-Monster oder TikTok-Filter – am Ende zählt: Wer schaut? Was fühlt sie? Was bleibt?
Wir stehen an einer Zeitenwende. Die Kamera ist nicht mehr das Werkzeug der Elite. Sie ist überall. Der Unterschied ist nicht mehr was du nutzt, sondern wie du denkst. Wer die Grammatik der neuen Bildsprachen beherrscht – ironisch, bewusst, strategisch – wird nicht untergehen. Im Gegenteil: Er wird neue Räume schaffen. Neue Wahrheiten. Neue Lügen. Denn das Bild war noch nie objektiv. Aber jetzt wird’s ehrlich. Oder zumindest überzeugend unehrlich.
Einmal durchatmen. Und dann: Kamera zücken.
BROWNZ.art – Der Blog für Fotografie, KI & Kulturrevolution.
KI, Kunst & Copyright – Warum echte Künstler nicht klauen, sondern erschaffen
Ein Manifest für die kreative Zukunft – von BROWNZ
Kapitel 1: Der Vorwurf – Wer hat hier eigentlich wem was geklaut?
Seit Monaten wabert ein Satz durch die Kommentarspalten, als hätte jemand das Licht ausgemacht:
„Die KI klaut unsere Kunst.“
Er klingt dramatisch, trifft ins Herz vieler Kunstschaffender, wird aber selten wirklich hinterfragt. Denn was hier behauptet wird, ist keine Analyse, sondern ein Gefühl, gespeist aus Unsicherheit, Veränderung und wachsendem Kontrollverlust.
Doch dieser Vorwurf verwechselt Ursache mit Wirkung – und noch viel schlimmer: Er verwechselt das Werkzeug mit dem Täter.
Denn wenn man behauptet, die KI „klaue“, dann müsste man ebenso sagen: Eine Kamera stiehlt einem Maler das Motiv. Ein Pinsel stiehlt einem Konzeptkünstler die Idee. Photoshop nimmt einem Bildhauer das Handwerk.
Solche Aussagen sind offensichtlich unsinnig. Was wir brauchen, ist keine künstlich geschürte Panik, sondern ein klarer Blick auf das, was wirklich geschieht: Eine neue Form des Ausdrucks fordert unser Denken heraus.
Kapitel 2: KI ist kein Dieb. KI ist dein Atelier.
Künstlerinnen und Künstler haben schon immer Werkzeuge verwendet, um ihrer Vision Form zu geben. Von der Höhlenmalerei bis zur Fotografie, vom Linolschnitt bis zur Digitalcollage – jedes Werkzeug war einst fremd und später selbstverständlich.
Auch die KI ist nichts anderes als ein neues Werkzeug im künstlerischen Werkzeugkasten. Sie ist kein Schöpfer, kein Genie, kein kreativer Gegner – sondern eine Rechenhilfe, ein Bildvorschlagsgenerator, eine Art Turbo-Skizzenbuch.
Sie ersetzt keine Kreativität, sie ersetzt kein Urteil, sie ersetzt keine Idee. Sie tut genau das, was du ihr sagst – und nicht mehr.
Die KI ist ein Ort, an dem du denken kannst, nicht einer, der für dich denkt.
Du steuerst, du kombinierst, du entscheidest, du überarbeitest. Deshalb gehört dir das Ergebnis – nicht der Software, nicht dem Server, sondern dir als dem gestaltenden Menschen.
Kapitel 3: Prompt ist nicht Kunst – Kunst beginnt, wo du eingreifst
Ein Prompt ist ein Impuls, eine Eingabe, ein Versuch. Aber kein Gedicht wird durch ein einzelnes Wort geschrieben. Kein Bild entsteht, nur weil jemand ein Thema vorgibt.
Ein Prompt ist wie eine Skizze – schnell, unfertig, voller Potenzial, aber nie das fertige Werk.
Kunst beginnt erst, wenn du Verantwortung übernimmst: Wenn du das Bild in die Hand nimmst, zerlegst, neu kombinierst, und mit deinem Wissen über Komposition, Farbe, Form und Ausdruck weiterentwickelst.
Kunst ist nicht das, was herauskommt – Kunst ist das, was du daraus machst.
Die KI zeigt dir Vorschläge – aber du entscheidest, was bleibt, was überarbeitet wird und was wieder verworfen wird.
Kapitel 4: Wer klauen will, braucht keine KI – wer Kunst will, braucht Haltung
Die Angst, dass KI-Kunst gestohlen oder plagiiert sei, ist so alt wie jede technologische Veränderung.
Aber wer wirklich etwas stehlen will, braucht keine KI – ein Screenshot reicht.
Wahre Kunst jedoch lässt sich nicht stehlen. Denn sie ist mehr als die Oberfläche, mehr als der Look, mehr als das Motiv. Sie trägt Spuren, Gedanken, Absichten – und die kann man nicht einfach kopieren.
Wer die KI nur nutzt, um zu imitieren, hat ihren eigentlichen Wert nicht verstanden. Doch wer sie nutzt, um etwas zu schaffen, das vorher nicht möglich war – der handelt im Geiste echter künstlerischer Innovation.
Haltung schlägt Technik. Immer.
Kapitel 5: Die Syntografie – das Bild zwischen Welt und Idee
Syntografie ist das, was entsteht, wenn man KI, Fotografie und Malerei nicht trennt, sondern verbindet. Ein hybrider Prozess, der bei dir beginnt und bei dir bleibt.
Dein eigenes Foto bildet die Basis – keine fremden Werke, keine geklauten Styles, keine generischen Prompts.
Dann kommt die KI ins Spiel. Sie hilft dir, deine Idee zu erweitern, neu zu denken, zu transformieren. Sie ist dein Bildvorschlagstool – nicht dein Schöpfer.
Dann folgt die Retusche. Die digitale Überarbeitung. Der Ausdruck in Monsterauflösung. Das haptische Papier. Der erste Pinselstrich.
Mit Posca-Stiften, Acryl, Lack, Strukturpasten und allem, was du willst, überarbeitest du das Bild in der Realität. Du bringst Schichten hinein, Tiefe, Kontraste, Materialität – die KI kennt davon nichts.
Am Ende steht kein KI-Bild mehr – sondern dein Kunstwerk.
Kapitel 6: Was du wirklich brauchst, um mit KI-Kunst durchzustarten
Du brauchst eine Vision. Keine Bildidee, sondern eine Vorstellung davon, wohin du willst – ein innerer Kompass für deine künstlerische Sprache.
Du brauchst ein Konzept. Etwas, das deine Arbeiten verbindet, eine Haltung, ein Thema, ein wiedererkennbarer Unterton, der sich durchzieht.
Du brauchst ein Portfolio, das zeigt, wer du bist – mit Ecken und Kanten, mit Brüchen, mit einer Geschichte.
Du brauchst einen Drucker, der nicht einfach nur farbig druckt, sondern deine Nuancen präzise überträgt – auf edlem, widerstandsfähigem Papier.
Du brauchst Hahnemühle oder ähnliches – echtes Material, auf dem dein Bild nicht nur erscheint, sondern wirkt.
Du brauchst Geduld – denn wahre Kunst lässt sich nicht in fünf Minuten prompten.
Du brauchst Mut – nicht jeder Versuch wird gut, aber jeder Versuch bringt dich weiter.
Du brauchst Handwerk – die Fähigkeit, mit Farbe, Licht, Schatten und Fläche umzugehen, offline wie online.
Und du brauchst dich – mit allem, was du bist, weißt, fühlst, kannst und riskierst.
Kapitel 7: Die alten Vorurteile dürfen gehen – und du darfst bleiben
KI wird keine Künstler ersetzen – nur die, die aufgehört haben, Künstler zu sein. Wer nicht mehr neugierig ist, wer nur wiederholt, wer auf Sicherheit setzt, kann durch Maschinen ersetzt werden.
Aber du willst keine Sicherheit – du willst Intensität. Du willst das Risiko, du willst den Moment, in dem du etwas schaffst, das vorher noch nicht existiert hat.
Dann bist du auf dem richtigen Weg.
Kapitel 8: Werkzeuge sind neutral – du nicht
Ein Werkzeug hat keinen Geschmack, keine Haltung, keine Moral. Es tut, was du ihm sagst – nicht mehr, nicht weniger.
Die Verantwortung liegt bei dir. Du wählst das Motiv, die Richtung, die Aussage. Du führst das Werkzeug, nicht umgekehrt.
Die KI macht keine Kunst. Aber du kannst mit ihr Kunst machen – wenn du sie zu deinem Werkzeug machst, nicht zu deinem Ersatz.
Kapitel 9: Du bist nicht austauschbar
Dein Stil ist einzigartig. Deine Perspektive ist gewachsen. Deine Entscheidungen sind geprägt von allem, was du je gesehen, gelesen, gedacht und gespürt hast.
Kein Prompt kennt deine Geschichte. Kein Algorithmus weiß, warum du Farben genau so setzt.
Die KI kann kombinieren – aber du kannst fühlen. Du kannst verwerfen, riskieren, abbrechen, neu denken. Du kannst Entscheidungen treffen, die nicht logisch sind, aber wahr.
Das ist Kunst. Und die ist niemals generisch.
Kapitel 10: Mein Weg – und warum ich die KI einfach nur nutze
Ich bin seit den 1980ern Digital Artist. Ich habe mit Rechnern gearbeitet, als Pixel noch Blöcke waren und Rendering Stunden gedauert hat.
Ich benutze Technik – aber ich bewundere sie nicht. Ich führe sie. Ich setze sie ein. Ich mache sie zu meinem Werkzeug.
So halte ich es auch mit KI. Sie ist kein Partner, keine Inspiration, keine Entität. Sie ist ein praktisches Tool. Nicht mehr.
Ich vertraue der KI nicht. Warum auch? Ich vertraue meinem Auge, meinem Kopf, meinem Geschmack. Alles andere ist Beiwerk.
Ich arbeite mit eigenen Fotos, eigenen Skizzen, eigenen Archiven. Ich weiß, woher mein Material kommt.
Und wenn ich mal Spaß-Projekte mache, bei denen ich auf fremde Inhalte zurückgreife, dann ist das ganz bewusst – nicht aus Not, sondern aus Ironie.
Meine Kunst gehört mir, weil ich sie gemacht habe. Und das bleibt auch so.
Fazit: Du bist Künstler – weil du entscheidest
Die KI ersetzt keine Künstler. Sie ersetzt nur Ausreden.
Wenn du mutig bist, wenn du Haltung hast, wenn du bereit bist, Neues zu wagen, dann wird sie dir dienen – wie ein Pinsel, wie eine Kamera, wie jede andere Technik zuvor.
Du bist der Anfang. Du bist der Filter. Du bist der Künstler.
🎭 Kunst, KI und Kontrolle: Wer führt hier eigentlich Regie?
Ein neuer Beitrag aus der Werkstatt von BROWNZ.ART 16. Mai 2025
Zwischen Kreativität und Kontrolle
Willkommen in der Post-Reality-Show. Einer Welt, in der Kreativität nicht mehr nur durch Pinsel oder Kamera fließt, sondern durch Prompts, neuronale Netzwerke und gläserne Maschinengehirne. Wir leben in einer Zeit, in der Kunst nicht mehr fragt: „Was ist schön?“, sondern: „Was ist real?“
Ich sitze oft da, nachts, zwischen Farbtuben und Tastatur, zwischen Graffiti-Dunst und Bildschirmlicht. Dann frage ich mich: Wenn ich der KI sage, was sie tun soll, bin ich dann der Künstler? Oder nur noch ein Editor? Ein Kurator der eigenen Idee?
In meinem neuesten Werk verschwimmen genau diese Linien. Synthografie trifft auf Handschrift. Midjourney liefert den ersten digitalen Herzschlag – kalt, klinisch, präzise. Aber der letzte Pinselstrich, der, der das Bild atmen lässt, kommt von mir. Jeder Pixel ist ein Dialog zwischen Mensch und Maschine, zwischen Zufall und Kalkül. Zwischen Seele und System.
Die Technik hinter dem Wahnsinn
Ich werde oft gefragt: „Wie machst du das?“ Und ich antworte: Mit allem. Mit allem, was ich bin und allem, was ich nutzen kann.
Midjourney V6: für den ersten Schrei, für das chaotische Bild im Kopf.
Photoshop: für das Glätten, das Schleifen, das Hinzufügen von Schichten.
Acryl, Spray, Stift & Wut: für alles, was keine Maschine versteht.
William Turner Papier: für das Fundament. Weil digitales Denken ein analoges Herz braucht.
Es entsteht ein Bild, das aussieht wie ein Datenstrom, der durch ein Graffiti-Herz gepumpt wird. Es rauscht. Es lebt. Es provoziert. Nicht perfekt. Sondern verletzlich. Und gerade deshalb stark.
Kunst als Machtspiel oder spirituelle Selbstbehauptung?
Die Rolle des Künstlers hat sich verändert. Früher war der Künstler Prophet, Priester, Magier. Heute? Interface. Wir führen Dialoge mit Maschinen, flüstern Prompts in schwarze Boxen und hoffen, dass etwas zurückkommt, das uns berührt.
Aber ich sage dir etwas: Die Maschine schreibt keine Geschichte. Der Mensch tut es.
Dieses Werk ist kein Zufall. Es ist ein Test. Ein Spiegel. Ein Manifest. Es fragt dich:
„Wenn die KI die Werkzeuge liefert, aber der Mensch die Vision, wem gehört dann die Kunst?“
Vielleicht ist Kunst heute kein Produkt mehr, sondern ein Prozess. Kein Besitz, sondern ein Zustand. Vielleicht war sie das schon immer.
Ein letzter Gedanke
Ich glaube, wir müssen keine Angst haben. Nicht vor KI. Nicht vor Zukunft. Die wahre Gefahr ist: Gleichgültigkeit. Kunst, die niemandem wehtut. Bilder, die gefällig sind wie Elevator Music.
Ich will das nicht. Ich will rufen. Ich will kratzen. Ich will, dass du hinsiehst und etwas spürst. Etwas Echtes. Auch wenn es aus Pixeln besteht.
Deine Meinung zählt
Was denkst du darüber? Ist KI eine Bedrohung oder ein Befreiungsschlag? Bist du noch Zuschauer oder schon Teil des Spiels?
Schreib mir. Kommentiere. Oder schau dir das Werk an, bevor es woanders hängt. Vielleicht im MoMA. Vielleicht bei dir.
BROWNZ IS ART. Und die Zukunft ist ein verdammt schönes Fragezeichen.
Omni-Reference in Midjourney: Die Macht der Bildvorlage ist entfesselt
Midjourney rückt nach dem Launch von Version 7 nicht nur ein gewaltiges Update nach dem anderen raus, sondern liefert jetzt eine Funktion, auf die viele KI-Künstler:innen lange gewartet haben: Omni-Reference. Ab sofort könnt ihr Personen, Objekte oder sogar Kreaturen aus beliebigen Bildern extrahieren und in euren Prompts verankern. Das bedeutet: Eure KI-Kunst wird nicht nur kreativer, sondern auch deutlich kontrollierbarer.
Was ist Omni-Reference?
Stell dir Omni-Reference als digitales „Setz das hier rein!“ vor.
Du hast ein Bild von einem Charakter, einem Auto oder einem knuffigen Monster? Mit Omni-Reference kannst du genau dieses Element in ein neues Midjourney-Bild einbauen lassen. Dabei ist es egal, ob das Ursprungsbild fotografiert, gemalt oder per KI generiert wurde. Wichtig ist nur: Es funktioniert.
Wie funktioniert Omni-Reference?
Im Discord-Interface nutzt du einfach den Parameter --oref gefolgt von der Bild-URL deiner Referenz.
Beispiel:
a fantasy warrior in a forest --oref https://link-zu-deinem-bild.jpg
Im Webinterface ist es noch komfortabler: Unter dem Prompt-Feld findest du jetzt eine neue Bildreferenz-Leiste. Hier kannst du deine Vorlage als:
Image-Prompt,
Style Reference oder
neu: Omni-Reference einbinden. Entweder wählst du ein bereits verwendetes Bild oder lädst ein neues hoch.
Der –ow Parameter: Wie viel Vorlage darf’s denn sein?
Mit dem neuen --ow Parameter steuerst du, wie stark Midjourney sich an deiner Vorlage orientiert. Die Skala reicht von 0 bis 1000.
Kleiner Wert (z. B. 25): Wenn du nur Stil oder Haltung übernehmen willst
Mittlerer Wert (ca. 400): Wenn Gesicht oder Kleidung übernommen werden sollen
Hoher Wert (700+): Wenn die Vorlage nahezu exakt übertragen werden soll
Wichtig: --stylize und der neue --exp Parameter konkurrieren mit --ow. Wer den Stil stark ändert, sollte auch --ow anpassen, sonst dominiert der Stil das Bild.
Anwendungstipps: So rockt ihr Omni-Reference
Kombinationen sind möglich: Du kannst mehrere Referenzbilder verwenden (z. B. einen Charakter und ein Fahrzeug)
Präzise Beschreibungen helfen: Wenn das Omni-Gewicht niedrig ist, sollten wichtige Details im Prompt genannt werden
Stilisierung geht klar: Auch wenn du z. B. aus einem Foto einen Anime-Stil machen willst, kannst du das steuern
Moodboards und Stilreferenzen kombinieren: Omni-Reference lässt sich gut mit klassischen Style-Prompts und Moodboards kombinieren
Noch nicht für Draft-Modus: Die Funktion steht derzeit nur im Standard-Modus zur Verfügung
Fazit:
Omni-Reference ist ein echtes Power-Feature. Wer die Kontrolle über seine KI-Bilder liebt, bekommt hier ein mächtiges Werkzeug an die Hand. Mit etwas Feintuning über --ow, --stylize und --exp lässt sich nun erstmals genau festlegen, was von einer Vorlage ins Bild kommt und wie stark.
Midjourney wird damit nicht nur kreativer, sondern auch präziser. Willkommen in der nächsten Dimension der KI-Kunst.
Wer mit Midjourney Bilder generiert, stolpert früher oder später über eine Art kreatives Dreieck: Stylization, Weirdness und Chaos. Drei Parameter, die aus einem netten Bild einen totalen Wahnsinn oder ein visuelles Meisterwerk zaubern können. Doch was machen diese Regler eigentlich genau? Und wie unterscheiden sie sich?
Hier kommt die Analyse für alle, die nicht mehr raten, sondern gezielt gestalten wollen.
1. Stylization – Der kreative Zügel
Der Parameter --stylize legt fest, wie sehr Midjourney die künstlerischen Freiheiten ausreizen darf. Auf niedrigem Wert (z. B. --stylize 0) bekommen Sie eine eher gehorsame Umsetzung Ihres Prompts. Das ist hilfreich, wenn Sie eine klare Vorstellung haben und wenig Raum für Interpretation lassen wollen.
Mit höheren Werten (bis zu --stylize 1000) wird es experimenteller, freier, kunstvoller. Midjourney interpretiert dann mehr als dass es umsetzt. Die Bilder wirken auf viele Betrachter hochwertiger oder poetischer – aber sie entfernen sich möglicherweise auch deutlich vom eigentlichen Prompt.
Beispiel: Prompt: „A cute golden monkey, in ink painting style“
Mit --stylize 0: sehr genaue, fast technische Umsetzung.
Mit --stylize 1000: ein expressives, fast schon abstraktes Kunstwerk.
2. Weirdness – Der Surrealismus-Regler
Der Parameter --weird ist der heimliche Liebling aller Glückssucher. Er beeinflusst, wie stark Midjourney von seinen eigenen gelernten Ästhetik-Konventionen abweicht.
Bei --weird 0 bekommen Sie typischen Midjourney-Look: sicher, geschliffen, vorhersehbar.
Je höher der Wert (bis zu --weird 3000), desto mehr bricht das Bild mit Erwartungen. Das kann zu bizarren, kreativen und teils absurden Ergebnissen führen. Mal ist das ein echter Glückstreffer, mal ein was-zur-Hölle-hat-die-KI-geraucht-Moment.
Beispiel: Prompt: „a raven wearing a top hat“
Mit --weird 0: Ein eleganter Rabe mit Hut, ready für den Steampunk-Ball.
Mit --weird 3000: Vielleicht ein fliegender Zylinder mit Vogelfüßen. Oder ein Rabe mit sieben Hälsen. Kunst ist, was passiert.
3. Chaos – Der Würfel im Maschinenraum
Der dritte im Bunde heißt --chaos. Dieser Parameter wirkt auf die Vielfalt der Bildvorschläge. Höhere Werte bedeuten: mehr Zufall, mehr Variation, mehr Unberechenbarkeit. Niedrige Werte: engere Streuung, präzisere Ergebnisse.
Ideal, wenn man schnell viele unterschiedliche Richtungen explorieren will oder einfach Lust auf visuelle Überraschung hat.
Fazit: Diese drei Parameter sind wie Gewürze in der digitalen Küche. Ein bisschen stylize, ein Hauch weird, ein Spritzer chaos – und schon schmeckt das Bild ganz anders. Wer sie bewusst einsetzt, hat nicht nur mehr Kontrolle, sondern auch mehr Spaß am kreativen Prozess.
Bild-KI ist kein Automat – sie ist ein Instrument. Und diese drei Regler sind Ihre Saiten.
ntfessle die Bild-KI: Drei geheime Zutaten für kreative Meisterwerke
Midjourney ist mehr als ein Bildgenerator – es ist dein persönliches Kreativlabor. Und wie bei jedem guten Rezept kommt es auf die richtige Dosierung an. Auf brownz.art zeigen wir dir heute die drei entscheidenden Zutaten, mit denen du deine KI-Kunst gezielt verfeinern kannst: Stylization, Weirdness und Chaos.
Willst du wissen, wie du aus einem langweiligen Prompt ein visuelles Meisterwerk erschaffst? Lies weiter – und werde zum Midjourney-Magier.
1. Willkommen im Zeitalter der optimierten Selbstinszenierung 📸
Willkommen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz — einer Ära, in der nicht du dein Datingprofil auswählst, sondern dein Handy dir sagt: „Digga, das Foto von dir mit dem Döner auf der Parkbank? Läuft nicht.“
Tinder hat nämlich jetzt offiziell eine KI eingebaut, die für dich auswählt, welches deiner Selfies am wenigsten peinlich ist. Man nennt das „Photo Selector“. Eigentlich hätte man es auch „Mama-ersetzt“ nennen können, weil genau das passierte früher: „Kind, nimm das Bild, da schaust du wenigstens nett.“ Nur dass Mama nicht heimlich deine gesamten Fotos scannt und dein Gesicht biometrisch analysiert, aber gut.
2. KI erobert die Herzen — und die Hauttexturen ❤️✨
Natürlich bleibt es nicht bei Tinder. Auch OnlyFans macht mit — bald werden Künstliche Influencer-Freundinnen nicht nur den besten Filter wählen, sondern deine ganze Existenz aufhübschen. Von „gönn dir“ bis „wer bist du eigentlich wirklich“ in unter 0,5 Sekunden.
Was bedeutet das für die Menschheit? Nun, während wir uns früher stundenlang Gedanken gemacht haben, ob das Bild mit der Sonnenbrille zu cool oder zu „Ich bin gerade aus Versehen auf mein Handy gefallen“ wirkt, übernimmt jetzt eine Maschine das komplette Selbstmarketing.
Du bist nicht mehr Herr über dein eigenes Dating-Image — du bist das Produkt und die KI ist dein Marketingleiter. Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung zum passiven Model deines eigenen Lebens.
3. Authentizität: Eine bedrohte Art 🦖
Während wir früher wenigstens noch so tun konnten, als hätten wir Charakter, wird jetzt einfach direkt das attraktivste Oberflächenprodukt präsentiert. Der Algorithmus sagt: „Sei du selbst, aber bitte mit optimierter Kinnlinie, perfekt symmetrischer Beleuchtung und exakt 15% verschmitztem Lächeln.“
Und wenn du denkst, schlimmer geht’s nicht? Denk nochmal. Künftig wird dir eine KI nicht nur sagen, welches Bild du verwenden sollst, sondern auch gleich dein Gesprächsskript liefern:
„Hey (Vorname), ich sehe, du magst Reisen und gutes Essen. Wollen wir gemeinsam authentische Erlebnisse teilen?“ 😄🍝
Natürlich inklusive Smiley, angepasst an deine errechnete Flirtwahrscheinlichkeit.
4. Zehn lustige (und leicht beängstigende) Dinge, die passieren, wenn KI dein Datingleben übernimmt 🧠💬
📷 Dein Profilbild ist so perfekt, dass deine Mutter denkt, du bist adoptiert.
🐕 Die KI entfernt unbemerkt deine Ex vom Urlaubsfoto — und ersetzt sie durch einen Labradoodle.
🖼️ „Natürliches Licht“ wird so wichtig, dass Menschen anfangen, ihre Dates in Photoshops zu verlegen.
🍷 Dein Selfie wird bewertet wie ein Wein: „Ein vollmundiger Jahrgang 1995 mit Noten von Verzweiflung und Blitzlicht.“
📉 Du wirst von der KI „freundlich-abstoßend“ eingestuft — Glückwunsch, Matchwahrscheinlichkeit 0,8%.
🤖 OnlyFans-Profile werden bald von KI-Avataren betrieben, die dich besser verstehen als dein echter Partner.
🤖🤖 Die meisten Gespräche auf Tinder bestehen dann aus zwei Chatbots, die sich gegenseitig „Heyy :D“ schreiben.
🌅 „Photo Selector“ sucht dein bestes Bild aus — es ist ein Sonnenuntergang ohne dich drauf.
📸 Künftige Skandale: „Influencer gesteht — kein einziges Selfie war echt, alles KI.“
🎭 Die nächste Generation nennt echte Dates „Vintage-Roleplay“.
5. Der langsame Tod des Zufalls 🔍
Was wir hier erleben, ist die vollständige Optimierung der zwischenmenschlichen Begegnung. Zufällige Begegnungen auf der Straße? Antik. Liebe auf den ersten Blick? Museumsreif.
In einer Welt, in der Algorithmen deinen gesamten „authentischen“ Eindruck berechnen, bleibt kein Platz für Unvollkommenheit, für das charmante Stolpern im Gespräch, für das verlegene Lächeln beim ersten Treffen.
Vielleicht wird Dating irgendwann eine Art Rollenspiel: „Heute Abend spiele ich die Rolle des locker-charmanten Surfertyps aus L.A., optimiert auf 87% Anziehungskraft.“ KI schreibt die Dialoge, KI arrangiert das Licht, KI entscheidet, wann du lachst.
6. Die Zukunft: KI-Liebe auf Bestellung 🛒❤️
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis „Tinder Premium Plus Ultra“ dir vorschlägt, gleich eine KI-gesteuerte Beziehung zu starten. Keine Streitigkeiten, keine kalten Füße im Bett, keine Schwiegereltern. Dafür jeden Morgen ein algorithmisch generiertes „Ich liebe dich“ in genau der Tonlage, die dich am meisten triggert — positiv natürlich.
Dein persönlicher KI-Partner wird immer gute Laune haben, immer aufmerksam sein, nie „vergessen“ zurückzuschreiben. Dafür wirst du irgendwann vergessen, wie echte Menschen überhaupt noch klingen.
7. Zwischen Witz und Wahnsinn 🤪🤯
Wir erleben die schöne neue Welt, in der echte Menschen gegen Pixelwesen verlieren. Wo überhaupt noch gematcht wird, ist es weniger aus gegenseitiger Sympathie als aus strategischer Algorithmuserfüllung. Dein Erfolg beim Online-Dating hängt bald nicht mehr von deinem Lächeln ab, sondern davon, wie gut deine KI deinen inneren Brad Pitt herausschälen kann.
Und ganz ehrlich: Wer hätte nicht gerne eine Funktion, die auf Knopfdruck aus „Mittagspausen-Müdigkeit“ ein „Strahlendes Lebensfreude-Model“ macht? Nur schade, dass dein echtes Ich dann beim ersten Treffen immer noch verzweifelt versucht, die KI-Erwartungen zu erfüllen.
Aber hey, wenigstens hast du dann ein verdammt gutes Licht für dein erstes gemeinsames Selfie. 📸💡
In diesem Sinne: Viel Glück beim Daten! Oder wie die KI sagen würde: „Emotion erkannt: Verzweiflung. Vorschlag: Selfie bei Sonnenuntergang.“ 🌅📲