ArtCraft als möglicher Adobe-Killer: Kreativ-App-Symbole und eine zerbrochene Abo-Kette auf dunklem Hintergrund

ArtCraft als kostenloser Adobe-Killer? Die Überschrift macht natürlich Spaß. Tatsächlich entsteht dort gerade eine ganze Reihe freier Kreativprogramme, die sich an vertrauten Adobe-Workflows orientieren. Für mich ist das eine interessante Geschichte. Photoshop kündige ich deshalb trotzdem noch nicht.

Der Entwickler beschreibt die Entstehung mit KI-Unterstützung. Der Code ist öffentlich, die Programme sind in Rust geschrieben. Nach eigener Beschreibung handelt es sich um eigenständige Nachbauten. Eine belegte Geschichte über verärgerte Ex-Adobe-Mitarbeiter habe ich dagegen nicht gefunden.

Welche zwölf Apps gehören zu ArtCraft?

Die offizielle Übersicht der Crafting Apps zeigt diese Bereiche. Inzwischen listet der Anbieter zwölf Programme. Die Adobe-Namen bei den Kreativ-Apps dienen hier zur Orientierung, nicht als Versprechen gleicher Leistung:

ArtCraft-AppBereich / vertrautes Gegenstück
PhotoCraftBildbearbeitung / Photoshop
VectorCraftVektorgrafik / Illustrator
FilmCraftVideoschnitt / Premiere Pro
LightCraftFotoverwaltung und RAW / Lightroom
PdfCraftPDF-Bearbeitung / Acrobat
EffectCraftAnimation und Effekte / After Effects
DesignCraftLayout / InDesign
WordCraftTextverarbeitung
SoundCraftAudioaufnahme und -bearbeitung
DeckCraftPräsentationen
CADCraftCAD und technisches Zeichnen
GridCraftTabellenkalkulation

Kostenlos, offen, aber noch sehr früh

PhotoCraft und PdfCraft stehen auf „Early alpha“, die anderen auf „In development“. Die Website verlinkt bereits Downloads. Die Desktopprogramme sollen lokal mit deinen Dateien arbeiten; für mehrere Apps gibt es außerdem Web-Versionen. Die Crafting Apps sind laut Anbieter kostenlos und Open Source.

Wichtig: ArtCraft betreibt zusätzlich ein KI-Bild- und Videostudio. Dessen optionale Abos und Generierungs-Credits sind eine eigene Sache. Kostenlose Kreativsoftware bedeutet also nicht automatisch unbegrenzt kostenlose KI-Bilder.

ArtCraft kostenlos herunterladen

Für die frühen Desktop-Versionen gehst du zur offiziellen ArtCraft-App-Übersicht mit Downloads. Dort wählst du das gewünschte Programm und dein Betriebssystem. Alternativ bietet der Anbieter einen Launcher zum Installieren und Aktualisieren seiner Apps. Prüfe vor dem Ausprobieren den Entwicklungsstand; für mich bleibt das ein Experiment mit Arbeitskopien.

Adobe-Killer? Erst einmal ein Experiment

Für mich ist besonders PhotoCraft spannend: Ebenen, Masken, Einstellungsebenen und PSD-Dateien sind genau meine Baustelle. Aber eine vertraute Oberfläche beweist noch keine zuverlässige Bildbearbeitung.

Die PhotoCraft-Roadmap benennt selbst fehlende Funktionen, Unterschiede beim PSD-Rendering und Lücken bei professionellen Abläufen. Vorhandene Menüeinträge sind eben noch kein fertiger Photoshop-Ersatz. Kundenjobs würde ich einer solchen frühen Version noch nicht anvertrauen. Zum Ausprobieren: Arbeitskopien nehmen und Originale behalten.

Was mich daran reizt: Konkurrenz ohne Abo-Zwang, mit offenem Code und der Möglichkeit, selbst mitzubauen. Ob daraus ein ernsthafter Ersatz wird, müssen echte Arbeitsabläufe zeigen. Ich bin jedenfalls neugierig.

Die Grundlagen bleiben ohnehin wichtig. Dazu passen meine 42 Dark-Art-Composing-Tricks und die Photoshop-, Synthografie- und KI-Coachings in Linz.

Aktualisiert am 12. Oktober 2026. Dieser Überblick basiert auf den verlinkten Entwicklerquellen, nicht auf einem eigenen Praxistest.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz redaktionell erstellt; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.art.