
Sexy Sommershooting am See
So entsteht der weiche Editorial-Look – von Licht, Objektiv und Kameraeinstellung bis zur Beauty-Retusche
Einsteigerfreundlicher Fachartikel und kompletter Workshop · Stand: 14. Juli 2026
Solche Sommerporträts sehen auf den ersten Blick aus, als hätte man einfach ein hübsches Model in einen See gesetzt, die Blende geöffnet und fertig. Genau da liegt das Problem: Wenn Licht, Hintergrund, Brennweite, Perspektive und Retusche nicht zusammenspielen, wird aus „hochwertiger Editorial-Look“ sehr schnell „Urlaubsfoto mit unscharfem Hintergrund“.
In diesem Workshop zeige ich dir deshalb den kompletten Ablauf – bewusst ohne das konkrete Beispielbild zu verwenden. Du bekommst keine angeblich exakten EXIF-Daten, die niemand seriös aus einem fertigen Bild herauslesen kann, sondern nachvollziehbare Startwerte, Tests und Entscheidungen, mit denen du diesen Bildstil selbst aufbauen kannst.
Das Wichtigste vorweg: Der Look entsteht vor allem durch weiches Licht, eine lange Brennweite, einen weit entfernten ruhigen Hintergrund, eine tiefe Kameraposition und eine kontrollierte Retusche. Ein 1,4er-Objektiv allein erledigt das nicht.
1. Was diesen Sommer-See-Look eigentlich ausmacht
Bevor wir über Technik sprechen, zerlegen wir den Stil in seine sichtbaren Bestandteile. Das ist der Punkt, den viele überspringen. Sie kaufen ein lichtstarkes Objektiv, fotografieren mittags am voll besetzten Badesee und wundern sich, warum das Ergebnis nicht nach Editorial aussieht.
- Das Model ist klar der hellste und schärfste Bereich im Bild.
- Der Hintergrund ist stark vereinfacht: wenige Farben, keine lesbaren Details, keine störenden Badegäste.
- Die Kamera sitzt relativ tief, ungefähr auf Höhe der Wasseroberfläche oder nur wenig darüber.
- Eine längere Brennweite zeigt einen engen Bildwinkel und macht den Hintergrund optisch ruhig.
- Die Pose bildet eine S-Kurve aus Hüfte, Taille und Schulterlinie; Hände und Kopfhaltung bleiben weich.
- Die Haut wirkt gleichmäßig und leuchtend, behält aber an den richtigen Stellen Textur.
- Augen und Lippen bekommen gezielten lokalen Kontrast. Deshalb wirken sie plastischer als der restliche Bildbereich.
- Wasser und Spiegelung bilden Vordergrund, Rahmen und Atmosphäre zugleich.
Die eigentliche Kunst besteht darin, diese Punkte schon bei der Aufnahme vorzubereiten. Was du vor Ort sauber löst, musst du später nicht mit brutaler Retusche retten.
2. Planung: Der See ist ein Studio ohne Wände
Location-Scouting: Nicht nur nach „schönem Wasser“ suchen
Ich würde die Location nicht erst zum Shootingtermin kennenlernen. Geh vorher hin – idealerweise zur geplanten Uhrzeit – und fotografiere mit dem Handy in alle Richtungen. Entscheidend ist nicht nur der See, sondern vor allem das, was sich hinter dem Model befindet.
- Hintergrundabstand: Suche eine Position, an der hinter dem Model möglichst 10 bis 30 Meter freie Wasserfläche, Ufer oder ruhige Vegetation liegen.
- Sonnenrichtung: Prüfe, wo die Sonne 60 bis 90 Minuten vor Sonnenuntergang steht. Eine Wetter- oder Sonnenstand-App hilft bei der Planung.
- Wassertiefe und Untergrund: Schlamm, scharfkantige Steine, Muscheln, Glas, Äste und plötzliche Stufen sind wichtiger als jede Kameraeinstellung.
- Zugang und Rückzug: Das Model braucht einen diskreten Platz zum Umziehen, einen Bademantel, Handtücher, warme Kleidung und einen kurzen Weg zurück an Land.
- Publikumsverkehr: Ein sinnliches Shooting funktioniert nicht vernünftig zwischen Volleyballfeld, Hundebadezone und Kinderstrand.
- Genehmigung: Bei privaten Grundstücken, Strandbädern, Naturschutzbereichen oder kommerzieller Produktion vorher Eigentümer bzw. Betreiber fragen.
Profi-Tipp: Beurteile den Hintergrund durch dein längstes Objektiv. Eine Stelle, die mit freiem Auge langweilig aussieht, kann bei 135 oder 200 mm wunderbar ruhig werden. Umgekehrt kann ein scheinbar schöner Platz im Tele plötzlich einen hellen Steg oder ein Verkehrsschild direkt hinter dem Kopf zeigen.
Sicherheit im Wasser
Ein Model steht bei solchen Aufnahmen lange still, konzentriert sich auf Körperspannung und friert schneller aus, als man glaubt. Dazu kommen rutschiger Untergrund, Wellen, Boote, Algen und die Kameraausrüstung. Deshalb ist Sicherheit kein Nebensatz.
- Nie allein arbeiten: Mindestens eine weitere Person bleibt an Land, beobachtet Model und Ausrüstung und kann sofort helfen.
- Nur bekannte, freigegebene Badebereiche nutzen und Wassertiefe sowie Untergrund vorab prüfen.
- Badeschuhe oder unauffällige Wasserschuhe schützen vor Steinen, Muscheln und Scherben; sie können in vielen Posen unter Wasser bleiben.
- Kurze Sets planen: fünf bis zehn Minuten im Wasser, dann aufwärmen. Bei Zittern, Taubheit, Schwindel oder Unwohlsein sofort abbrechen.
- Keine netzbetriebenen Geräte, Verlängerungskabel oder ungeschützten Leuchten ans Wasser bringen. Akkublitze und Stative bleiben möglichst an Land und werden gegen Umkippen gesichert.
- Aktuelle Wasserqualität, Algenwarnungen, Wetter, Wind und Gewitterrisiko am Shootingtag nochmals kontrollieren.
Für Österreich gibt es dafür die offizielle AGES-Datenbank zur Badegewässerqualität sowie die Sicherheitshinweise von oesterreich.gv.at. Die Behörde rät unter anderem ausdrücklich davon ab, allein ins Wasser zu gehen.
Model-Release, Styling und klare Grenzen
Bei einem sexy oder sinnlichen Shooting muss vorab konkret vereinbart werden, was fotografiert und wo es veröffentlicht wird. „Wir machen ein paar schöne Bilder“ ist zu wenig. Nasse weiße oder gehäkelte Kleidung kann deutlich transparenter werden als im trockenen Zustand. Das bespricht man vorher, nicht erst am See.
- Bildstil, Posen, Ausschnitte und gewünschte Freizügigkeit gemeinsam festlegen.
- Nutzungszwecke schriftlich definieren: Portfolio, Website, Social Media, Werbung, Ausstellung oder Verkauf.
- Eine blickdichte, hautfarbene Unterwäsche oder einen Body als Option einplanen.
- Das Model darf Posen jederzeit ablehnen. Ein „Nein“ braucht keine Begründung.
- Auch die Retusche besprechen: Hautunreinheiten entfernen ist etwas anderes als Körperform, Gesicht oder Alter zu verändern.
- Eine gemeinsame Bildauswahl oder zumindest eine klare Freigaberegel vereinbaren.
Zum österreichischen Bildnis- und Werberecht bietet die Wirtschaftskammer Österreich einen Überblick. Das ersetzt keine individuelle Rechtsberatung, macht aber sehr deutlich, warum Einwilligung und Verwendungszweck nicht schlampig behandelt werden sollten.
3. Tageszeit und Licht: weich, gerichtet, kontrollierbar
Meine erste Wahl: spätnachmittags bis kurz vor Sonnenuntergang
Plane den Beginn ungefähr 90 Minuten vor dem örtlichen Sonnenuntergang. Dann bleibt Zeit für trockene Testbilder, Lichtkontrolle und die ersten Posen im Wasser. Das beste Licht kann je nach Jahreszeit, Gelände, Bewölkung und Uferseite früher oder später kommen; „goldene Stunde“ ist keine weltweit fixe Uhrzeit.
Ideal ist die Sonne schräg hinter dem Model, ungefähr 120 bis 160 Grad zur Kamerarichtung. Dadurch entstehen helle Haar- und Schulterkanten, während das Gesicht im weicheren Himmelslicht liegt. Von vorne kommt dann nur so viel Aufhellung, wie wirklich nötig ist.
Drei funktionierende Licht-Setups
| Setup | Situation | Aufbau | Worauf achten? |
| 1. Nur Available Light | Bewölkung oder offene Schattenseite | Model zum hellsten Himmelsbereich drehen; heller Himmel ist die große Softbox. | Augenhöhlen kontrollieren, Gesicht nicht zu flach werden lassen. |
| 2. Sonne hinten + Reflektor | Späte Sonne mit schöner Haarkante | Weißer Reflektor seitlich unterhalb des Gesichts, nicht frontal von unten. | Silber nur aus größerer Entfernung; sonst wirkt die Haut hart und künstlich. |
| 3. Sonne hinten + Akkublitz | Hintergrund soll dunkler und dramatischer werden | Große Softbox an Land, 30–45° seitlich und leicht oberhalb des Gesichts. | Blitz sehr dezent dosieren. HSS kostet Reichweite; Stativ sichern. |
Warum ich die Mittagssonne nicht pauschal verbiete
Mittagssonne ist hart, erzeugt tiefe Augenhöhlen und lässt nasse Haut schnell fleckig glänzen. Sie kann aber funktionieren, wenn du bewusst gestaltest: Model in offenen Schatten stellen, Sonne mit einem großen Diffusor abfangen oder die Härte als kontrastreichen Fashion-Look akzeptieren. Für den weichen, cremigen Stil dieses Workshops ist spätes Licht trotzdem die deutlich einfachere Variante.
Um die Ecke gedacht: Eine helle Wasserfläche kann von unten aufhellen. Das ist oft angenehmer als ein Reflektor. Prüfe zuerst das vorhandene Licht im Gesicht, bevor du zusätzliches Equipment aufbaust.
4. Objektiv und Perspektive: 85, 135 oder 70–200 mm?
Für diesen Stil arbeite ich am Vollformat am liebsten zwischen 85 und 200 mm. Nicht weil lange Brennweiten ein Model „magisch schöner“ machen, sondern weil der enge Bildwinkel störende Umgebung ausblendet und du aus größerer Entfernung fotografieren kannst.
| Vollformat | APS-C ungefähr | Stärke | Achtung |
| 85 mm | 56 mm | Nähe und Kommunikation; halbe und ganze Figur gut machbar. | Bei f/1,8 und kurzer Distanz kann schon das zweite Auge weich werden. |
| 135 mm | 85 mm | Sehr ruhiger Hintergrund, elegante Proportionen, starkes Bokeh. | Mehr Arbeitsabstand; Anweisungen werden schwieriger. |
| 70–200 mm | 50–140 mm | Flexibel, besonders wenn man im Wasser nicht ständig die Position wechseln kann. | Groß, schwer und bei tiefem Standpunkt spritzwassergefährdet. |
| 200 mm | 135 mm | Maximal vereinfachter Hintergrund und sehr enger Bildwinkel. | Du brauchst viel Abstand und einen Helfer für die Kommunikation. |
Der wichtige Faktencheck zur „Tele-Kompression“
Die Perspektive wird durch die Kameraposition bestimmt, nicht durch die Brennweite allein. Ein längeres Objektiv zwingt dich für denselben Bildausschnitt weiter weg. Dieser größere Aufnahmeabstand lässt räumliche Abstände im Bild flacher wirken. Umgangssprachlich nennt man das Tele-Kompression. Präzise gesagt: Die Brennweite ändert den Bildwinkel; die veränderte Kameradistanz ändert die Perspektive.
Eine saubere Einführung in Brennweite und Bildwinkel findest du bei Nikon: „Brennweite verstehen“. Sony zeigt außerdem in einem deutschsprachigen Porträt-Leitfaden, wie offene Blende und Tele-Einstellung den Hintergrund vereinfachen.Sony-Porträt-Leitfaden öffnen
Kamerahöhe und Abstand zum Wasser
Die Kamera sollte knapp über der Wasseroberfläche liegen – aber nicht so tief, dass die nächste Welle das Gehäuse erwischt. Ein umklappbares Display ist Gold wert. Ich würde nicht kniend mit dem Sucher am Auge herumrutschen, sondern aus sicherer Position über das Display arbeiten, Kamera mit Gurt sichern und eine Gegenlichtblende verwenden.
- Niedrige Position: Wasser wird zum Vordergrund und kleine Wellen verdecken unruhige Übergänge.
- Nicht zu tief: Ein extremer Aufnahmewinkel kann Kinn, Nase oder Oberkörper unvorteilhaft betonen.
- Model und Hintergrund trennen: Je größer der Abstand zwischen Model und Ufer, desto ruhiger wird das Bokeh.
- Helle Flecken verschieben: Ein kleiner Schritt nach links oder rechts kann einen störenden Lichtfleck hinter dem Kopf verschwinden lassen.
5. Kameraeinstellungen: verlässliche Startrezepte
Die folgenden Werte sind Startpunkte, keine Religion. Licht, Kamerasensor, Brennweite, Bewegung und gewünschte Schärfentiefe entscheiden. Ich würde im RAW-Format arbeiten und entweder manuell mit Auto-ISO oder in Zeit-/Blendenautomatik mit einer festgelegten Mindestverschlusszeit fotografieren.
| Situation | Zeit | Blende | ISO | Warum? |
| Ruhige Pose, 85 mm | 1/500 s | f/2,8–3,5 | Auto | Augen scharf, Hintergrund weich, kleine Bewegungen sicher. |
| Ruhige Pose, 135–200 mm | 1/640 s | f/2,8–4 | Auto | Lange Brennweite verstärkt Verwacklungs- und Bewegungsrisiko. |
| Haare bewegen / Wasser spritzt | 1/1000–1/1600 s | f/2,8–4 | Auto | Bewegung bleibt knackig; ISO darf dafür steigen. |
| Zwei Augen in unterschiedlicher Distanz | 1/500 s | f/3,5–4,5 | Auto | Etwas mehr Schärfentiefe ist wichtiger als maximales Bokeh. |
| Mit Blitz ohne HSS | 1/160–1/250 s* | f/4–5,6 | 100–400 | Innerhalb der Synchronzeit bleiben; exakten Kamerawert prüfen. |
* Die Blitzsynchronzeit ist kamerabhängig. Handbuch prüfen; nicht einfach 1/250 s voraussetzen.
Autofokus und Serienaufnahme
- AF-C / kontinuierlichen Autofokus aktivieren, weil Model und Fotograf nie völlig still stehen.
- Augenerkennung für Menschen verwenden; wenn sie unzuverlässig wird, auf ein kleines Fokusfeld am kameranahen Auge wechseln.
- Kurze Serien mit niedriger oder mittlerer Bildrate statt Dauerfeuer. So erwischst du Mikrobewegungen, ohne hunderte fast identische Dateien zu produzieren.
- Bei Gegenlicht kontrollieren, ob der Fokus auf Wimpern, Haaren oder glänzender Wasseroberfläche landet.
- Nach wichtigen Posen bei 100 Prozent hineinzoomen. Die Display-Gesamtansicht verzeiht Fehlfokus, der große Monitor nicht.
Belichtung und Weißabgleich
Belichte zuerst für Haut und helle Kleidung. Weiße Häkelstoffe können im Sonnenrand sehr schnell ausfressen. Histogramm, Zebra oder Lichterwarnung sind hilfreicher als die automatische Display-Helligkeit. Eine leichte Unterbelichtung ist reparierbarer als strukturlose, ausgefressene Spitzlichter – aber dunkle Haut nicht vorsorglich mehrere Blenden unterbelichten.
- Weißabgleich: Tageslicht, Bewölkt oder ein fester Kelvinwert um etwa 5.200 bis 6.500 K als reproduzierbarer Startbereich; anschließend anhand der Haut anpassen.
- ISO: Lieber ISO 800 mit scharfen Augen als ISO 100 mit Bewegungsunschärfe. Moderne Entrauschung kann Rauschen reduzieren, verlorene Schärfe aber nicht zurückholen.
- Bildstabilisierung: Hilft gegen deine Bewegung, nicht gegen Bewegung des Models, der Haare oder des Wassers.
- Elektronischer Verschluss: Bei Kunstlicht kann Banding auftreten; in natürlichem Licht ist er oft unproblematisch, die Kamera sollte trotzdem getestet werden.
HSS oder ND-Filter?
Wenn du bei hellem Umgebungslicht offenblendig blitzen willst, gibt es zwei Wege: High-Speed-Synchronisation oder Neutraldichtefilter. HSS erlaubt kurze Verschlusszeiten, reduziert aber die nutzbare Blitzleistung deutlich. Ein ND-Filter hält dich innerhalb der normalen Synchronzeit, macht Sucherbild und Autofokus je nach Stärke aber dunkler. Für ein Model im See ist oft HSS bequemer; bei größerem Abstand oder schwächerem Blitz kann ND zuverlässiger sein.
Nicht übersehen: Ein Polfilter ist kein neutraler „Besser-Foto-Filter“. Er kann Spiegelungen auf dem Wasser reduzieren – und damit genau die schöne Reflexion zerstören, die du eigentlich haben willst. Filter drehen, Wirkung beobachten und bewusst nur teilweise polarisieren.
6. Posing, Styling und Bildaufbau
Sinnlich wirkt nicht automatisch durch möglichst viel Haut
Der hochwertige Eindruck kommt aus Körperspannung, Linien und Blick. Ein übertriebenes Hohlkreuz, festgekrallte Hände und angehobene Schultern wirken schnell angestrengt. Ich lasse deshalb zuerst eine bequeme Grundposition finden und verändere dann immer nur ein Detail.
- Gewicht auf ein Bein bzw. ein Knie verlagern, Hüfte leicht seitlich drehen.
- Schulterlinie gegen die Hüftlinie setzen; dadurch entsteht eine natürliche S-Kurve.
- Kinn minimal vor und leicht nach unten, damit Hals und Kiefer klar bleiben.
- Hände locker schließen, Finger versetzt halten und Handrücken nicht frontal zur Kamera drehen.
- Blick variieren: direkt zur Kamera, knapp vorbei, nach unten, zurück über die Schulter.
- Zwischen Posen atmen lassen. Oft ist der Moment direkt nach der Anweisung natürlicher als die gehaltene Endpose.
Die Wasserlinie als Gestaltungselement
Die Wasserlinie kann den Körper elegant rahmen, aber auch an der unpassendsten Stelle schneiden. Beobachte bei jeder Pose, ob sie genau durch Knie, Hüfte, Handgelenk oder Ellenbogen läuft. Kleine Änderungen der Kamerahöhe oder der Wassertiefe lösen das meistens besser als späteres Retuschieren.
Profi-Tipp: Mach zuerst eine sichere „trockene“ Version am Ufer. Danach gehst du mit gleicher Pose ins Wasser. So hast du nicht nur eine Reserve, sondern erkennst auch, welche Stoffe transparent werden, wo sie kleben und welche Falten durch das Wasser entstehen.
7. Ein konkreter Ablauf für 90 Minuten
| Zeit | Aufgabe |
| 0–10 Minuten | Briefing, Model-Release und Grenzen nochmals bestätigen. Untergrund, Wassertiefe und Fluchtweg prüfen. Kleidung trocken fotografieren. |
| 10–25 Minuten | Testporträts am Ufer. Weißabgleich, Hautbelichtung, Objektiv und Hintergrund auswählen. Erste Nah- und Halbporträts. |
| 25–45 Minuten | Model kniet oder sitzt im sehr flachen Wasser. Ruhige Posen, Blickvarianten, Hände und Wasserlinie optimieren. |
| 45–65 Minuten | Längere Brennweite, tiefere Kameraposition, Ganz- und Dreiviertelfiguren. Reflektor oder Blitz nur bei Bedarf ergänzen. |
| 65–80 Minuten | Bewegung: Haare, Schulterdrehung, kleine Wasserspritzer, Schritte durchs Wasser. Verschlusszeit erhöhen. |
| 80–90 Minuten | Sichere Schlussserie, Detailporträts, Kleidung und Handtuch. Danach sofort trocknen und aufwärmen. |
8. Shotlist: Diese Motive sollten im Kasten sein
- Enges Gesichtsporträt mit sauberem Catchlight in beiden Augen.
- Halbporträt mit Händen im Bild und ruhigem Wasser im Vordergrund.
- Dreiviertelfigur mit klarer S-Kurve und sichtbarer Wasserlinie.
- Eine Variante mit direktem Blick, eine mit Blick knapp an der Kamera vorbei.
- Haare auf beiden Seiten, dann komplett auf einer Schulter.
- Reflexion im Wasser bewusst mitkomponiert.
- Gegenlichtkante in Haaren und Schultern.
- Bewegtes Bild mit Schritt, Drehung oder kleinem Wasserspritzer.
- Detail von Gesicht, nassem Haar, Stoffstruktur oder Hand am Wasser.
- Ein ruhiges, weniger sexy Bild als sichere Veröffentlichungsalternative.
9. RAW-Entwicklung in Lightroom oder Camera Raw
Die Bearbeitung sollte den Blick führen, nicht beweisen, wie viele Regler du kennst. Ich arbeite zuerst global und dann lokal. Jeder Schritt bekommt einen klaren Zweck.
Schritt 1: Technische Basis
- Kameraprofil wählen und Objektivkorrekturen sowie chromatische Aberration prüfen.
- Weißabgleich an glaubwürdiger Haut einstellen; weißer Stoff ist nicht automatisch neutral, weil er Umgebungslicht reflektiert.
- Belichtung, Lichter und Tiefen so setzen, dass Gesicht und Stoff Zeichnung behalten.
- Horizont und Wasserlinie kontrollieren. Ein minimal schiefer See fällt sofort auf.
- Bei 100 Prozent prüfen: Fokus, Rauschen, Hauttextur, Moiré im Häkelstoff und Farbsäume an Haaren.
Schritt 2: Farbe und Kontrast
Der typische Glamour-Look lebt häufig von warmer Haut vor einem kühleren oder entsättigten Hintergrund. Das heißt nicht, dass die Haut orange und das Wasser cyan werden muss. Kleine Trennungen reichen.
- Globale Dynamik vorsichtig erhöhen, Sättigung eher zurückhaltend behandeln.
- Orange-Helligkeit leicht anheben, wenn Haut zu dunkel wirkt; Orange-Sättigung nur minimal korrigieren.
- Grün- und Aquatöne des Hintergrunds etwas beruhigen, damit sie nicht mit Haut und Haaren konkurrieren.
- Eine sanfte S-Kurve für Kontrast; Schwarzwert nicht so stark anheben, dass alles milchig wird.
- Color Grading nur leicht: warme Mitteltöne oder Lichter, neutralere bis kühlere Schatten.
Schritt 3: Personen- und Hintergrundmasken
Lightroom Classic kann Personen, Hintergrund und einzelne Bereiche automatisch maskieren. Das ist praktisch, aber die Maske muss an Haaren, Wasserreflexen und transparentem Stoff kontrolliert werden. Adobe beschreibt den aktuellen Workflow im offiziellen Maskieren-Handbuch.
| Bereich | Vorsichtiger Startwert | Ziel |
| Gesichtshaut | Struktur −10 bis −25; Klarheit 0 bis −8 | Kleine Unruhe reduzieren, ohne Poren und Konturen zu löschen. |
| Augeniris/Wimpern | Struktur +10 bis +20; Klarheit +5 bis +12; Belichtung +0,10 bis +0,25 | Lokaler Kontrast und Aufmerksamkeit; keine leuchtenden Comic-Augen. |
| Augenweiß | Belichtung +0,05 bis +0,15; Sättigung −5 bis −15 | Rötung mildern, natürliches Grau und Schatten erhalten. |
| Lippen | Sättigung +5 bis +12; Struktur 0 bis +8 | Farbe und Textur erhalten, Glanz nicht flächig aufblasen. |
| Hintergrund | Klarheit −5 bis −15; Sättigung −5 bis −15 | Visuell beruhigen, ohne ausgeschnittenen Papp-Look. |
| Vorderes Wasser | Verlauf: Lichter −10 bis −30, Klarheit −5 bis +5 | Blick zum Gesicht führen und dominante Reflexe kontrollieren. |
Wichtig: Diese Zahlen sind keine Presets, sondern sichere Testbereiche. Bei einem hochauflösenden Close-up sind −25 Struktur deutlich sichtbarer als bei einer kleinen Ganzkörperaufnahme. Immer bei 100 Prozent und anschließend wieder in der Gesamtansicht beurteilen.
Künstliche Objektivunschärfe: Reparatur, nicht Fundament
Lightroom Classic kann mit einer Tiefenkarte Vorder- oder Hintergrund nachträglich weichzeichnen. Das funktioniert heute erstaunlich gut, kann aber an Haaren, transparenten Stoffen, Wasser und feinen Zwischenräumen sichtbar scheitern. Ich verwende es höchstens dezent, wenn die Aufnahme bereits eine glaubwürdige optische Unschärfe hat.
Offizielle Anleitung: Adobe – Objektivunschärfe in Lightroom Classic
10. Beauty-Retusche in Photoshop: plastisch, aber nicht tot
Der oft als „plastisch“ beschriebene Glamour-Look kommt nicht einfach von glatter Haut. Er entsteht durch saubere Tonwerte, kontrollierte Glanzstellen, lokale Helligkeitsmodellierung und selektive Schärfe. Wenn du nur weichzeichnest, wird das Gesicht flach – und genau das Gegenteil von plastisch.
Schritt 1: Nicht-destruktive Vorbereitung
- RAW-Entwicklung als Smartobjekt oder 16-Bit-TIFF/PSD nach Photoshop übergeben.
- Eine leere Retusche-Ebene für einzelne Hautunreinheiten, Make-up-Krümel und kleine Haare anlegen; Reparaturwerkzeug auf „Alle Ebenen aufnehmen“ stellen.
- Nur temporäre Unreinheiten entfernen. Muttermale, Narben und charakteristische Merkmale bleiben, sofern das Model nichts anderes wünscht.
- Größere Schatten- und Farbflecken zunächst beobachten, nicht sofort wegstempeln. Sie gehören oft in Dodge & Burn oder die niedrige Frequenz.
Schritt 2: Frequenztrennung gezielt einsetzen
Frequenztrennung teilt feine Struktur – Poren, Haare, Kanten – von tieferen Farb- und Tonwertinformationen. Das erlaubt saubere Korrekturen, ist aber kein Freibrief zum Weichzeichnen. Adobe erklärt das Prinzip in einem deutschsprachigen Fachbeitrag zur Frequenztrennung.
- Niedrige Frequenz: fleckige Hautfarbe und unruhige Helligkeitsübergänge sehr vorsichtig ausgleichen.
- Hohe Frequenz: einzelne störende Poren, Härchen oder kleine Falten bearbeiten, nicht die gesamte Textur ersetzen.
- Der Weichzeichnungsradius ist auflösungs- und motivabhängig. Er ist richtig, wenn feine Poren verschwinden, die Gesichtsform aber klar bleibt.
- Nach jeder Minute die Gruppe aus- und einschalten. Wenn die Person plötzlich aus Wachs besteht, war es zu viel.
Schritt 3: Dodge & Burn – hier entsteht die Plastizität
Ich bevorzuge zwei Gradationskurven: eine zum Aufhellen, eine zum Abdunkeln, beide mit schwarzer Maske. Mit einem sehr weichen weißen Pinsel und etwa 1 bis 5 Prozent Fluss male ich die Korrekturen langsam ein. So bleibt alles reversibel.
- Unter den Augen harte Schattenübergänge mildern, nicht jede natürliche Augenhöhle entfernen.
- Nasenrücken, Wangenknochen, Lippenbogen und Kinnkante dezent aufhellen.
- Gesichtsseiten, untere Wangenkante und Halsübergang minimal abdunkeln, wenn mehr Form nötig ist.
- Glanzflecken auf Stirn, Nase, Schulter und nasser Haut in die Umgebung einpassen, nicht komplett löschen.
- Auf einer Schwarzweiß-Hilfsebene kontrollieren, ob Tonwertflecken übrig bleiben. Die eigentliche Retusche passiert weiterhin auf den Kurvenmasken.
Adobe dokumentiert die Werkzeuge zum selektiven Aufhellen und Abdunkeln im Beitrag „Abwedeln oder Nachbelichten von Bildbereichen“. Für einen kontrollierten Workflow sind Einstellungsebenen mit Masken meist flexibler als direktes Malen auf Pixeln.
Schritt 4: Augen plastisch bearbeiten
Augen wirken lebendig durch Catchlights, eine erkennbare Iris, saubere Wimpernkanten und glaubwürdiges Augenweiß. Sie wirken künstlich, wenn Iris, Pupille und Augenweiß gleich hell sind.
- Rötungen und kleine Äderchen reduzieren, aber nicht komplett entfernen.
- Iris lokal leicht aufhellen; den oberen Bereich unter dem Lid dunkler lassen, weil dort natürlicherweise Schatten liegt.
- Vorhandenen dunklen Irisrand minimal betonen, nicht neu aufmalen.
- Catchlight nur dann ergänzen oder reparieren, wenn es zur tatsächlichen Lichtrichtung passt. Beide Augen müssen dasselbe Licht erzählen.
- Schärfung nur auf Iris, Lidkante und Wimpern maskieren. Haut unter dem Auge nicht mitschärfen.
- Zum Schluss wieder auf Gesamtansicht wechseln. Wenn die Augen als Erstes „leuchten“, Regler zurücknehmen.
Schritt 5: Lippen plastisch bearbeiten
- Trockene Hautschüppchen und unterbrochene Konturen punktuell reparieren.
- Mit Dodge & Burn die natürliche Lichtkante auf der Unterlippe und den Amorbogen leicht herausarbeiten.
- Farbtonunterschiede ausgleichen, aber vertikale Lippenstruktur erhalten.
- Sättigung nur lokal und sparsam erhöhen. Zu rote Lippen ziehen den Blick vom Auge weg.
- Eine winzige, weiche Glanzkante kann Volumen geben; ein harter weißer Strich sieht nach Kunststoff aus.
Schritt 6: Haare, Stoff, Körper und Wasser
- Nur wirklich störende fliegende Haare entfernen. Ein perfekter Helm wirkt weniger glaubwürdig als einige natürliche Strähnen.
- Nasse Haarsträhnen gezielt aufhellen und abdunkeln, damit sie nicht zu einer dunklen Fläche zusammenfallen.
- Moiré im Häkelstoff lokal reduzieren. Struktur und Transparenz nicht versehentlich glattbügeln.
- Verflüssigen höchstens für verrutschten Stoff, Objektivverzerrung oder eine unglückliche Pose – und bei Körperveränderungen nur mit ausdrücklicher Zustimmung.
- Helle Wasserflecken und Äste entfernen, wenn sie vom Gesicht ablenken. Die Wasserstruktur selbst nicht sterilisieren.
- Am Ende feines, einheitliches Korn hinzufügen, wenn Haut, Hintergrund und Retusche zu unterschiedlich „digital sauber“ wirken.
11. Der Faktencheck: Was stimmt – und was nicht?
| Behauptung | Faktencheck |
| „Für starkes Bokeh brauche ich f/1,4.“ | Falsch. Brennweite, Aufnahmeabstand und vor allem der Abstand zwischen Model und Hintergrund sind mindestens ebenso wichtig. Bei 135–200 mm reicht f/2,8 bis f/4 oft völlig. |
| „Ein 200-mm-Objektiv komprimiert die Perspektive.“ | Verkürzt formuliert. Die Perspektive ändert sich durch die weiter entfernte Kameraposition; die längere Brennweite liefert den passenden engen Bildausschnitt. |
| „ISO 100 ist immer professioneller.“ | Falsch. Eine scharfe Aufnahme mit ISO 800 ist besser als verwackelte Augen bei ISO 100. |
| „Haut wird schön, wenn ich Struktur stark nach links ziehe.“ | Nur kurzfristig. Zu viel negative Struktur entfernt lokale Details und erzeugt Wachs. Tonwerte und Farbe müssen getrennt von Textur bearbeitet werden. |
| „Augenweiß muss weiß sein.“ | Falsch. Augenweiß enthält Grau, Schatten, Äderchen und Umgebungsfarbe. Komplettes Weißmachen ist einer der schnellsten Wege zum künstlichen Blick. |
| „Ein Polfilter verbessert Wasserfotos automatisch.“ | Falsch. Er kann Spiegelungen reduzieren, Farbsättigung verändern und Licht kosten. Ob das gut ist, hängt vom Bildziel ab. |
| „Für Web braucht das Bild 72 dpi.“ | Irreführend. Auf Websites sind vor allem Pixelabmessungen, Dateigröße, Kompression und Farbprofil relevant. Der ppi/dpi-Metadatenwert allein ändert die Bildschirmdarstellung nicht. |
| „Künstliche Hintergrundunschärfe ersetzt ein Teleobjektiv.“ | Nicht vollständig. Haare, transparente Stoffe, Wasser und Zwischenräume verraten ungenaue Tiefenmasken. Eine gute Aufnahme bleibt das Fundament. |
12. Häufige Fehler – und die schnelle Lösung
Hintergrund ist trotz offener Blende unruhig: Model weiter vom Ufer weg, Kamera weiter zurück, längere Brennweite und engeren Ausschnitt verwenden.
Nur ein Auge ist scharf: Blende auf f/3,2 bis f/4,5 schließen oder Gesicht paralleler zur Sensorebene drehen.
Gesicht ist grau, Haare sind schön golden: Gegenlicht ist zu dominant. Gesicht mit weißem Reflektor, heller Wasserfläche oder sehr weichem Blitz anheben.
Weiße Kleidung frisst aus: Belichtung reduzieren, Lichterwarnung nutzen, Sonne aus direkter Stoffkante nehmen und RAW fotografieren.
Haut sieht orange aus: Weißabgleich korrigieren, Orange-Sättigung nicht global aufblasen, lokale Hautmaske prüfen.
Augen wirken wie eingesetzt: Belichtung, Klarheit und Sättigung der Iris zurücknehmen; Augenweiß abdunkeln und natürliche Schatten wiederherstellen.
Wasser sieht grau und schmutzig aus: Aufnahmewinkel verändern, ruhigen Himmelsbereich spiegeln lassen, Weißabgleich und lokale Lichter kontrollieren.
Model wirkt verkrampft: Kürzere Posen, Bewegung zwischen den Bildern, warme Pausen und nur eine Anweisung auf einmal.
Retusche wirkt fleckig: Korrekturebenen einzeln prüfen, Masken weich auslaufen lassen, bei 100 Prozent und Gesamtansicht abwechselnd kontrollieren.
13. Packliste für den See
- Kamera mit zwei geladenen Akkus, mehrere Speicherkarten, 85/135 mm oder 70–200 mm, Gegenlichtblende.
- Mikrofasertücher, Regenschutz, wasserdichte Tasche, Kameragurt und bei Bedarf Knieschutz.
- Weißer Reflektor; optional Akkublitz mit großer Softbox, sicherem Stativ und Sandsack – alles an Land.
- Bademantel, zwei große Handtücher, warme Kleidung, Getränk, Sonnenschutz und Insektenschutz.
- Badeschuhe, Erste-Hilfe-Set, Müllbeutel für nasse Kleidung, Klammern und Ersatz-Outfit.
- Model-Release, Kontakt- und Notfallinformationen, Shotlist sowie vorher gespeicherter Wetter- und Sonnenstand.
- Ein Helfer oder eine Helferin. Das ist bei Wasser, Equipment und Kommunikation wichtiger als das dritte Objektiv.
14. Export für WordPress, Website und Social Media
Das hochauflösende Master bleibt als PSD/TIFF oder vollständige Lightroom-Bearbeitung erhalten. Für die Website exportiere ich eine separate Datei im sRGB-Farbraum. Adobe empfiehlt sRGB ausdrücklich für online geteilte Bilder.
- Farbprofil: sRGB einbetten.
- Dateiformat: JPEG mit sinnvoller Qualität oder WebP/AVIF über den WordPress-Workflow, wenn Theme und Plugins es sauber unterstützen.
- Pixelmaß: nach tatsächlicher Darstellungsbreite und Retina-Bedarf wählen; nicht blind riesige Originale hochladen.
- Ausgabeschärfung: „Bildschirm“ als Start, anschließend die echte Webversion im Browser prüfen.
- Dateiname und Alt-Text beschreibend formulieren, ohne Keyword-Spam.
- Keine sensiblen Metadaten oder GPS-Daten veröffentlichen, wenn der exakte Aufnahmeort privat bleiben soll.
Weiterführend: Adobe – Farbmanagement in Lightroom Classic und Adobe – Exportieren auf Festplatte.
15. Mein kompaktes Startrezept
Wenn du nur eine Einstellung mitnehmen willst: 135 mm am Vollformat, f/3,2, 1/640 s, Auto-ISO, RAW, AF-C mit Augen-AF. Model 10 bis 20 Meter vor einem ruhigen Hintergrund, Sonne schräg von hinten, weißer Reflektor sehr dezent von vorne, Kamera knapp über Wasserhöhe. Danach Belichtung und Blende anhand der Testbilder anpassen.
Und noch etwas: Der professionelle Unterschied liegt selten darin, dass jemand einen geheimen Regler kennt. Er liegt darin, dass vor dem Auslösen Hintergrund, Lichtkante, Wasserlinie, Handhaltung, Augenfokus und Stoff kontrolliert werden. Das ist unspektakulär – und genau deshalb funktioniert es.
16. Weiterführende Links und Lernvideos
Alle Links wurden für diesen Fachartikel am 14. Juli 2026 geprüft. Die Hersteller- und Behördenquellen bilden die technische bzw. rechtliche Grundlage; die Videos dienen als ergänzende visuelle Vertiefung.
Fotografie und Objektivwirkung
Sony: Beeindruckende Porträts mit Fokus auf dem Menschen – Deutschsprachige Einführung zu offener Blende, Tele-Einstellung und Hintergrundunschärfe.
Nikon: Brennweite verstehen – Offizielle Erklärung von Brennweite, Bildwinkel und Vergrößerung.
Nikon: Langzeitbelichtung beim Fotografieren mit Wasser – Nicht für die Model-Einstellungen gedacht, aber hilfreich für Perspektive, Wasserwirkung und bewusstes Arbeiten am Gewässer.
Lightroom und Photoshop
Adobe: Maskieren-Werkzeug in Lightroom Classic – Personen-, Hintergrund-, Pinsel-, Verlaufs-, Farb- und Luminanzmasken.
Adobe: Objektivunschärfe in Lightroom Classic – Offizielle Erklärung der KI-gestützten Tiefenkarte und Bokeh-Simulation.
Adobe: Frequenztrennung in Photoshop – Grundprinzip von Hoch- und Niederfrequenz für die Hautretusche.
Adobe: Abwedeln und Nachbelichten – Selektives Aufhellen und Abdunkeln von Bildbereichen.
Adobe: Farbmanagement in Lightroom Classic – Farbprofile und sRGB für die Online-Ausgabe.
Deutschsprachige Video-Vertiefung
Adobe Live: Hautretusche mit Sophia Emmerich und Melanie Daveid – Längere deutschsprachige Session aus dem Adobe-Umfeld.
Frequenztrennung in Photoshop – Tutorial auf Deutsch – Visuelle Ergänzung zum Ebenenaufbau und zur praktischen Anwendung.
Komplexe Masken in Lightroom einfach erstellen – Praxisvideo zur Kombination von Masken in Lightroom.
Sicherheit und Recht in Österreich
AGES: Badegewässer-Monitoring – Aktuelle Messwerte und Informationen zu Wasserqualität, Algen und Badedermatitis.
oesterreich.gv.at: Sicher schwimmen – Offizielle Grundregeln für sicheres Verhalten im Wasser.
WKO: Fotografie und Werbung – Österreichischer Überblick zu Bildnis, Aufnahme, Veröffentlichung und Werbung.
Redaktioneller Hinweis
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