
Photoshop Relight lässt dich ein fertiges Bild neu beleuchten: Lampe verschieben, Lichtfarbe ändern, Schatten neu berechnen. Gerade für Porträts und Composings finde ich das spannend. Ein schönes Vorschaubild allein reicht mir allerdings noch nicht. Entscheidend ist, was nach dem Rendern von Gesicht, Haaren und Material übrig bleibt.
Photoshop Relight: So legst du die Beleuchtungsebene an
Du brauchst die aktuelle Photoshop-Beta mit Relight, eine Internetverbindung und eine entsperrte Pixel- oder Smartobjektebene. Adobes deutscher Beta-Überblick erklärt die separate Testversion. Relight wurde für Beta 27.12 angekündigt.
- Bild öffnen, passende Ebene auswählen und unter Ebene → Neubeleuchtungsebene starten. Auf Englisch heißt der Befehl „New Relight Layer“.
- Die weiße Lichtquelle verschieben. In den Eigenschaften steuerst du Position, Tiefe, Intensität, Farbe und Diffusion. Bis zu drei Lichtquellen sind möglich.
- Erst die Beleuchtung in der verkleinerten Vorschau abstimmen. Mit „Fertig“ wird das Ergebnis in den Bildabmessungen auf einer eigenen Ebene berechnet.
Achtung bei „Fertig“: Adobe nennt aktuell 30 generative Credits pro Berechnung (englisch). Auch nach einer erneuten Bearbeitung kostet der nächste Abschluss wieder Credits. Deshalb erst alle Lampen einstellen.
Fünf Kniffe, die beim Relight helfen
Im ausführlichen Tutorial von Jesús Ramirez (englisch) werden einige leicht übersehene Zusammenhänge deutlich:
- Nah/Fern bedeutet Tiefe. Die Lichtquelle wandert vor oder hinter das Motiv. Für stärkeres Licht ist der Intensitätsregler zuständig.
- „Original Lighting“ gilt für alle Lampen. Dieser Regler steuert das vorhandene Licht global. Zum Verstehen kurz absenken, danach bewusst wieder beimischen.
- Ein Composing braucht eine gemeinsame Eingabe. Relight liest die ausgewählte Ebene. Oben eine Kopie aller sichtbaren Ebenen erstellen: Windows Strg+Alt+Umschalt+E, Mac Cmd+Option+Umschalt+E. Die Einzelteile bleiben erhalten. Diese Kopie ist eine Momentaufnahme.
- Gegenlicht als Auswahlhilfe ausprobieren. Rick Maschke zeigt im deutschen Tutorial, wie Licht hinter Haaren oder Fell die Kontur hervorhebt. Nur auf einer Arbeitskopie testen und die Auswahl am Original prüfen: KI kann Details verändern.
- Volle Pixelzahl ist keine Detailgarantie. Nach dem Rendern bei 100 Prozent vergleichen. Originalebene wieder einblenden und empfindliche Bereiche mit einer Maske aus dem Relight-Ergebnis ausnehmen. Die ursprüngliche Textur soll nicht unbemerkt verschwinden.
Lichtgestaltung bleibt Lichtgestaltung
Mein Startpunkt wäre eine weiche Hauptquelle und ein dezentes Gegenlicht. Drei bunte Lampen machen noch kein gutes Bild. Relight ist generative Neubeleuchtung; die normale „Licht“-Korrekturebene bearbeitet dagegen Tonwerte. Die beiden Funktionen haben unterschiedliche Aufgaben.
Für die Kontrolle passen meine 42 Composing-Fehler und die 42 Dark-Art-Composing-Tricks. Wenn du das an deinen Bildern mit mir durchgehen möchtest: Photoshop- und KI-Coaching in Linz.
Stand: 11. Oktober 2026. Beta-Funktionen und Credit-Verbrauch können sich ändern. Der Header ist ein Symbolbild.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz redaktionell erstellt; Auswahl und Veröffentlichung liegen bei BROWNZ.art.











