Tag Archive: tool



Ein tief recherchierter Fachbeitrag für Fotografen, Synthografen und Bildkünstler

Wer heute professionell mit Bildern arbeitet, bewegt sich fast automatisch im Spannungsfeld zwischen Adobe Lightroom, Photoshop, Topaz, spezialisierten AI-Tools und immer mehr cloudbasierten Abo-Modellen. Genau in dieses Feld stößt ON1 Photo RAW 2026 mit bemerkenswerter Wucht vor – und zwar nicht als weiteres Nischen-Tool, sondern als ernstzunehmende Komplettlösung.

Ich habe mir die offizielle Produktseite, aktuelle Fachartikel, unabhängige Reviews und Praxisberichte angesehen. Das Ergebnis vorweg: ON1 ist längst kein Geheimtipp mehr. Es ist ein erstaunlich ausgereiftes System für Fotografen, Künstler und kreative Power-User.


Was ist ON1 Photo RAW eigentlich?

ON1 positioniert sich klar als All-in-One Foto-Workflow-Lösung. Der zentrale Gedanke ist radikal einfach:

Du sollst nicht mehr zwischen mehreren Programmen springen müssen.

RAW-Entwicklung, Ebenen, Masken, AI-Denoising, Upscaling, Effekte, Portrait-Retusche, Verwaltung großer Bibliotheken und sogar Plugin-Funktionalität – alles in einer Oberfläche. Genau das kommuniziert ON1 auch auf der offiziellen Seite sehr offensiv. (on1.com)

Für viele Kreative ist das ein echter Nerventreffer.

Denn seien wir ehrlich: Der klassische Adobe-Workflow fühlt sich oft an wie ein Studio voller Kabelsalat.

  • Lightroom für RAW
  • Photoshop für Ebenen
  • externe Tools für Noise Reduction
  • weitere Tools für Upscaling
  • Plugins für Looks

ON1 versucht, diesen Werkzeugzirkus in ein einziges System zu gießen.


Die große Stärke: echter All-in-One Workflow

Hier wird es interessant.

ON1 ist nicht einfach nur ein RAW-Konverter.

Die Software kombiniert:

  • RAW Processing
  • Layer-basiertes Editing
  • AI Masking
  • Noise Reduction
  • Resize / Super Resolution
  • Portrait AI
  • Sky Replacement
  • Creative Effects
  • LUTs und Textures
  • Bildverwaltung ohne klassischen Import-Zwang

Gerade dieser letzte Punkt ist für viele Fotografen enorm wichtig.

Während Lightroom traditionell katalogbasiert arbeitet, erlaubt ON1 ein deutlich direkteres Arbeiten mit Ordnerstrukturen. Laut offizieller Produktseite ist das Browsing bewusst so ausgelegt, dass keine langsamen Importprozesse nötig sind. (on1.com)

Das fühlt sich deutlich freier an.

Für Künstler wie dich, die zwischen Fotografie, Synthografie und komplexen Hybrid-Workflows arbeiten, ist das fast schon ein kreativer Befreiungsschlag.


AI-Features: Marketing oder wirklich nützlich?

Hier trennt sich normalerweise die Spreu vom Weizen.

Und ON1 liefert tatsächlich überraschend stark.

Zu den wichtigsten AI-Werkzeugen zählen laut Hersteller:

  • NoNoise AI
  • Resize AI
  • Sky Swap AI
  • Portrait AI
  • Generative Erase
  • Super Select AI
  • Depth Masking

Besonders spannend ist das Smarter Masking System.

Die aktuelle 2026-Version setzt stark auf intelligente Selektionsmasken für Himmel, Vordergrund, Personen und Tiefenebenen. (on1.com)

Das ist kein kleines Gimmick.

Gerade bei Compositing, Dark Art, Gigerizing, Pop-Art-Overlays oder syntografischen Layer-Arbeiten spart das enorm Zeit.

Früher saß man ewig an Haarmasken, Nebelkanten oder organischen Übergängen.

Heute klickst du oft nur noch auf Motiv, Hintergrund oder Tiefe.


Resize AI – eine echte Alternative zu Topaz?

Das ist wahrscheinlich eine der spannendsten Fragen.

Die Fachartikel zeigen hier ein relativ klares Bild.

Resize AI wird in mehreren Reviews für die Detailrekonstruktion und Hochskalierung gelobt. Besonders bei 2x und 4x Upscaling liefert ON1 sehr solide Ergebnisse. (on1.com)

Ist es besser als Topaz?

Ganz ehrlich:

nicht immer.

Topaz bleibt in manchen Spezialfällen – vor allem bei extrem verrauschten Low-Light-Bildern oder sehr kleinen Ausgangsdateien – minimal vorne.

Aber ON1 kommt inzwischen verdammt nah ran.

Der entscheidende Vorteil ist der Workflow:

Du musst eben nicht exportieren, wechseln und zurückimportieren.

Alles passiert in derselben Umgebung.

Und genau das spart im Alltag oft mehr Zeit als ein theoretisch 5 % besseres Upscaling.


NoNoise AI – überraschend stark

Mehrere aktuelle Testberichte heben hervor, dass ON1 bei moderatem bis starkem Bildrauschen sehr gute Resultate liefert. (samsphotogallery.com)

Vor allem Midtones und Hautstrukturen bleiben erstaunlich sauber.

Wichtig ist dabei, dass ON1 nicht zu aggressiv weichzeichnet.

Viele AI-Denoiser töten das Bild.

Sie machen aus Haut Plastik und aus Texturen Wachs.

ON1 wirkt hier oft natürlicher.

Für cineastische Bildlooks, Vintage-35-mm-Looks oder bewusst analoge Körnung ist das Gold wert.

Denn du willst ja nicht jede Seele aus dem Bild bügeln.


Ebenen & Compositing – hier wird es für Künstler spannend

Das ist aus meiner Sicht einer der größten Pluspunkte.

Viele RAW-Editoren sind hervorragend für Fotografie.

Aber sobald du in Richtung Kunst gehst, wird es dünn.

ON1 bietet echte Layer-Workflows inklusive Maskierung. (medium.com)

Das ist für kreative Hybridkunst enorm stark.

Gerade dein Bereich – Synthography, Artbreeding, Dark Editorial Looks, biomechanische Transformationsarbeiten – profitiert massiv davon.

Du kannst:

  • mehrere Texturen stapeln
  • Haut und Hintergrund getrennt bearbeiten
  • Nebel, Licht, Filmgrain selektiv auftragen
  • LUTs maskiert anwenden
  • organische Übergänge erzeugen

Das geht deutlich tiefer als ein klassischer RAW-Workflow.


Performance – Licht und Schatten

Jetzt kommt der ehrliche Teil.

Nicht alle Reviews sind euphorisch.

Einige unabhängige Fachartikel kritisieren die Benutzeroberfläche und stellen fest, dass ON1 in manchen Bereichen langsamer arbeitet als Lightroom oder Capture One. (ahutchinson.substack.com)

Das betrifft vor allem:

  • sehr große Bibliotheken
  • komplexe AI-Berechnungen
  • ältere Hardware
  • GPU-intensive Masking-Prozesse

Hier ist also die Hardwarefrage zentral.

Mit moderner GPU läuft ON1 sehr gut.

Auf älteren Maschinen kann es zäh werden.

Das muss man offen sagen.


Lightroom vs ON1 – lohnt der Wechsel?

Die eigentliche Killerfrage.

Meine Experteneinschätzung:

Wechsel lohnt sich besonders, wenn du

  • keine Adobe-Abos mehr willst
  • hybride Kunst-Workflows brauchst
  • Ebenen und RAW in einem Tool willst
  • viele AI-Features ohne Zusatztools suchst
  • lokal und unabhängig arbeiten möchtest

Adobe bleibt vorne, wenn du

  • tief in Creative Cloud integriert bist
  • Teams / Studios nutzt
  • maximale Standardisierung brauchst
  • häufig mit Agenturen arbeitest

Rein kreativ betrachtet hat ON1 heute eine erstaunlich starke Position. (imagen-ai.com)


Für wen ist ON1 perfekt?

Ich sehe vier ideale Nutzergruppen.

1. Fotografen

Klassischer RAW-Workflow, Hochzeiten, Portraits, Landschaft.

2. Kreative Künstler

Compositing, Dark Art, Synthography, Editorial Looks.

3. Content Creator

Schnelle Looks, Social Media Serien, kreative Presets.

4. Adobe-Aussteiger

Alle, die genug von Monatsabos haben.


Mein Expertenfazit

ON1 Photo RAW 2026 ist keine Spielerei.

Es ist ein ernstzunehmendes Kreativsystem.

Nicht perfekt.
Nicht in jedem Punkt schneller.
Nicht in jedem Spezialbereich Marktführer.

Aber als Gesamtpaket ist es aktuell eines der spannendsten Tools am Markt.

Vor allem für Künstler, die Fotografie und digitale Transformation verschmelzen.

Genau dort liegt seine größte Kraft.

Es denkt nicht nur fotografisch.

Es denkt bereits in Richtung Bildkunst.

Und genau deshalb ist es für Brownz-Art-Workflows hochinteressant.

(on1.com)


Wie dieser Text entstanden ist: Meine Blogartikel entstehen als Sprachmemos. Die werden transkribiert und mit KI-Unterstützung in Form gebracht. Die Erfahrung und die Empfehlungen sind komplett meine. Die Struktur und der Feinschliff entstehen mit KI. Sag ich offen, weil ich’s so halte.



Ich krieg diese Frage ständig. In Mails, in Kommentaren, nach Coachings, auf Events. Immer die gleiche Frage: „Brownz, ich will mit Bildbearbeitung anfangen, aber das Adobe-Abo ist mir zu teuer. Was soll ich nehmen?“ Oder die Variante: „Ich bin Hobbyfotograf, ich brauch nicht alles was Photoshop kann, gibt’s da was Günstigeres?“ Oder die dritte Version: „Ich bin Student, ich hab kein Geld, aber ich will lernen.“

Also gut. Dann reden wir drüber.

Vorweg: Ich selbst arbeite mit Adobe. Seit über zwanzig Jahren. Photoshop ist mein Hauptwerkzeug und wird es wahrscheinlich bleiben, weil mein kompletter Workflow darauf aufgebaut ist, weil meine Plugins dort laufen, weil ich das Programm im Schlaf bediene. Aber ich bin nicht blind. Es gibt heute Alternativen, die verdammt gut sind. Manche davon benutze ich selbst zusätzlich. Und für viele Leute – besonders für Einsteiger, Hobbyisten und Freelancer mit schmalem Budget – sind sie nicht nur ausreichend, sondern die bessere Wahl.

Hier ist mein ehrlicher Überblick. Programm für Programm. Was kann’s, was kann’s nicht, und für wen ist es was.


Statt Photoshop

Affinity Photo 2 – Mein Favorit. Wenn mich jemand fragt, welches Programm ich statt Photoshop empfehlen würde, ist die Antwort seit Jahren dieselbe: Affinity Photo. Das Ding kostet einmalig um die 75 Euro. Nicht pro Monat. Nicht pro Jahr. Einmal. Und dann gehört es dir. Und es ist nicht irgendein billiger Abklatsch. Es ist richtig, richtig gut. Zwischenzeitlich ist es sogar kostenlos: https://store.serif.com/de/update/universal-licence/

Ebenen, Masken, Einstellungsebenen, non-destruktives Arbeiten – alles da. Die Werkzeuge sitzen, wo du sie erwartest, wenn du von Photoshop kommst. Die Performance ist oft sogar besser, weil das Programm schlanker ist. RAW-Entwicklung ist eingebaut. Frequenztrennung für Hautretusche geht. Panorama-Stitching, HDR-Merge, Focus Stacking – alles drin. Und das für 75 Euro. Zwischenzeitlich ist es sogar kostenlos: https://store.serif.com/de/update/universal-licence/

Was fehlt? Die KI-Features, die Adobe gerade überall reinbaut. Generative Füllung, neuraler Filter, das ganze Zeug. Wenn du das brauchst, brauchst du Photoshop. Und die Content-Aware-Funktionen sind nicht ganz auf dem gleichen Level. Auch bei der PSD-Kompatibilität gibt es Grenzen. Einfache und mittlere Dateien öffnet Affinity problemlos. Bei sehr komplexen Sachen mit vielen Smartobjekten und verschachtelten Gruppen kann es hakeln. Und Plugins: Viele Photoshop-Plugins laufen nicht in Affinity.

Aber für die allermeisten Leute, die Bilder bearbeiten wollen – ob Fotos, Composings, Retuschen, Grafiken – reicht Affinity Photo locker aus. Mein ehrlicher Rat: Wenn du gerade anfängst oder wenn du nicht jeden Tag professionell in Photoshop arbeitest, kauf dir Affinity. Spar dir das Abo. Und wenn du irgendwann merkst, dass du tatsächlich Features brauchst, die nur Photoshop hat – wirklich brauchst, nicht nur glaubst zu brauchen – dann kannst du immer noch umsteigen. Für die meisten wird dieser Tag nie kommen.

GIMP – Kostenlos, aber mit Haken. GIMP muss ich erwähnen, weil es kostenlos ist und weil es seit Jahrzehnten existiert. Open Source, verfügbar für Windows, Mac und Linux. Aber ich sag dir ehrlich: Ich empfehle es ungern. Nicht weil es technisch schlecht wäre. Es kann erstaunlich viel. Aber die Benutzeroberfläche ist auch 2026 noch so, dass man Kopfschmerzen bekommt. Die Werkzeuge heißen anders, sie liegen anders, sie verhalten sich anders. Wer von Photoshop kommt, fühlt sich wie in einem Paralleluniversum. Für Leute mit null Budget und viel Geduld: Ja, GIMP ist eine Option. Für alle anderen: Affinity Photo kostet 75 Euro. Das ist eine Pizza pro Monat für ein halbes Jahr. Zwischenzeitlich ist es sogar kostenlos: https://store.serif.com/de/update/universal-licence/

Photopea – Der Geheimtipp. Den kennt fast niemand, und das ist schade. Photopea ist ein Bildbearbeitungsprogramm, das komplett im Browser läuft. Kein Download, keine Installation. Du gehst auf photopea.com und hast ein Programm vor dir, das verdammt nah an Photoshop dran ist. Ebenen, Masken, Filter, PSD-Kompatibilität – im Browser. Kostenlos mit Werbung, oder ohne Werbung für ein paar Euro im Monat. Ersetzt das Photoshop? Nein. Für ernsthafte Arbeit fehlt die Performance und das Farbmanagement. Aber für schnelle Sachen zwischendurch, für die Bearbeitung auf einem fremden Rechner, fürs Reinschnuppern? Photopea ist ein kleines Wunder.


Statt Lightroom

Capture One – Das Profi-Werkzeug. Capture One ist nicht billig, das sag ich gleich vorweg. Es kostet mehr als das Lightroom-Abo, ob als Einmalkauf oder als Abo. Aber es ist besser. Zumindest in dem, worauf es ankommt. Die Farbbearbeitung ist Lightroom haushoch überlegen. Wenn du Hauttöne bearbeitest und willst, dass sie natürlich bleiben, während du den Hintergrund komplett umfärbst – Capture One macht das, ohne dass alles auseinanderfällt. Die lokalen Anpassungen sind mächtiger, die Masken präziser, die ganze Art, wie das Programm mit RAW-Dateien umgeht, fühlt sich kontrollierter an.

Ich benutze Capture One selbst, zusätzlich zu Adobe, für bestimmte Projekte. Besonders bei Porträts und bei Arbeiten, wo Farbe wirklich stimmen muss. Die Lernkurve ist da. Wer von Lightroom kommt, muss sich umgewöhnen. Aber wer sich die Zeit nimmt, wird belohnt. Für Fotografen, die RAW-Entwicklung ernst nehmen und bereit sind, in ein Premium-Werkzeug zu investieren: die beste Wahl.

darktable – Die Open-Source-Variante. darktable ist das kostenlose Lightroom. Open Source, läuft auf allem, wird ständig weiterentwickelt. Die RAW-Entwicklung ist in den letzten Jahren richtig gut geworden. Aber die Oberfläche ist… funktional. Es gibt Module, Sub-Module, verschiedene Workflows, und das Ganze wirkt, als hätten zehn verschiedene Programmierer ihre jeweilige Lieblingslogik eingebaut, ohne sich vorher abzusprechen. Für technikaffine Leute mit Geduld und Experimentierlust: großartige Alternative. Für alle anderen: Capture One oder Affinity sind freundlicher.

Luminar Neo – Der KI-Weg. Luminar Neo von Skylum geht einen komplett anderen Weg. Statt dir hundert Regler hinzustellen, macht es vieles automatisch. Himmel austauschen, Hauttöne verbessern, Licht nachträglich ändern – ein Klick, fertig. Die Ergebnisse sind oft verblüffend gut. Das Problem: Wenn du genau weißt, was du willst, und die KI was anderes vorschlägt, hast du wenig Möglichkeiten. Die manuellen Werkzeuge sind begrenzt. Ich benutze Luminar manchmal für schnelle Looks, zum Ausprobieren. Für ernsthafte Arbeit fehlt mir die Feinsteuerung. Für Hobbyfotografen, die schnelle gute Ergebnisse wollen: interessant.


Statt Illustrator

Affinity Designer 2. Gleiche Geschichte wie bei Affinity Photo: einmal kaufen, für immer benutzen. Und richtig gut. Vektorgrafik, Typografie, Icon-Design, Illustrationen – alles da. Die Oberfläche ist aufgeräumt und durchdacht. Der besondere Trick: Du kannst nahtlos zwischen Vektor- und Pixelmodus wechseln. In einem Programm. Das kann Illustrator nicht, und es ist unfassbar praktisch. Zwischenzeitlich ist es sogar kostenlos: https://store.serif.com/de/update/universal-licence/

Wo es an Grenzen stößt: Bei der Kompatibilität mit dem AI-Format. Wenn du Dateien mit Agenturen oder Druckereien austauschen musst, die Illustrator-Dateien erwarten, kann das schwierig werden. Und manche Spezialfunktionen in Illustrator sind nach wie vor mächtiger. Für eigene Projekte, für Freelancer, für alle, die nicht in einem Illustrator-Workflow stecken: Top.

Inkscape – Kostenlos und ehrlich. Open Source, kostenlos, und für Vektorgrafik überraschend brauchbar. Die Oberfläche ist nicht hübsch, ist sie wirklich nicht, aber die Werkzeuge funktionieren. Für Logos, Icons, SVG-Grafiken fürs Web: Inkscape macht seinen Job. Für Leute mit null Budget, die Vektorgrafik brauchen.


Statt InDesign

Affinity Publisher 2. Der dritte im Affinity-Bunde. Magazine, Bücher, Broschüren, Flyer – alles machbar. Musterseiten, Textumfluss, Farbmanagement, PDF-Export in Druckqualität – alles da. Der größte Vorteil: Die drei Affinity-Programme arbeiten nahtlos zusammen. Du bist in Publisher, klickst auf ein Bild, und bist sofort im Photo-Modus. Ohne Export, ohne Dateiwechsel. Das ist elegant gelöst und das kann InDesign so nicht. Zwischenzeitlich ist es sogar kostenlos: https://store.serif.com/de/update/universal-licence/

Der Nachteil: Keine InDesign-Kompatibilität. IDML-Dateien kann Publisher nicht öffnen. Wenn du mit Leuten zusammenarbeitest, die InDesign nutzen, wird der Dateiaustausch schwierig. Für eigene Projekte, Self-Publishing, alles wo du die Kontrolle hast: wunderbar. Für bestehende InDesign-Workflows: problematisch.

Scribus – Open Source DTP. Kostenlos und erstaunlich fähig für professionelles Desktop Publishing. CMYK, PDF/X-Export, alles was die Druckerei braucht. Aber die Bedienung ist von gestern. InDesign und Affinity Publisher sind Welten komfortabler. Für Leute mit null Budget, die ein Buch setzen wollen: geht. Für alle anderen: Affinity Publisher.


Statt Premiere Pro

DaVinci Resolve – Mein absoluter Favorit. Wenn es eine Alternative gibt, die ich ohne jeden Vorbehalt empfehle, dann ist es DaVinci Resolve. Kostenlos. Richtig kostenlos. Kein Trick, keine Einschränkung, die dich zum Upgrade zwingt. Die Studio-Version kostet einmalig um die 300 Euro, aber die kostenlose Version reicht für fast alles.

Schnitt, Farbkorrektur, Audio-Bearbeitung, Visual Effects – alles in einem Programm. Und die Farbkorrektur ist nicht nur gut – sie ist die beste auf dem Markt. Hollywood-Produktionen werden in Resolve gegradet. Die Lernkurve ist steil, Resolve ist ein Profi-Werkzeug und sieht auch so aus. Aber wenn du die ersten Hürden genommen hast, willst du nicht mehr zurück. Ich benutze Resolve selbst für meine Video-Projekte, neben Adobe, weil es in manchen Bereichen einfach besser ist.

CapCut – Für Social Media. Wenn du hauptsächlich Reels, TikToks und YouTube-Shorts schneidest, ist CapCut dein Programm. Kostenlos, einfach, mit KI-Features die überraschend gut funktionieren. Kein Premiere-Ersatz, nicht mal annähernd. Aber für Social-Media-Content brauchst du kein Premiere.


Statt After Effects

Hier wird’s dünn. Das muss ich ehrlich sagen. After Effects hat in seinem Bereich nach wie vor wenig ernsthafte Konkurrenz. Blackmagic Fusion, in DaVinci Resolve integriert, kann Compositing und VFX auf hohem Niveau, ist aber node-basiert statt ebenenbasiert, was eine komplett andere Denkweise erfordert. HitFilm ist für Einsteiger interessant, kostenlos in der Basis, mit kostenpflichtigen Erweiterungen. Kein After-Effects-Ersatz, aber ein guter Einstieg. Wenn du wirklich professionelle Motion Graphics brauchst, kommst du an After Effects aktuell schwer vorbei. Das ist die eine Stelle, wo Adobe noch relativ konkurrenzlos ist.


Die Affinity-Suite als Gesamtpaket

Wenn ich einen Schritt zurücktrete und mir das Gesamtbild anschaue, dann ist die Affinity-Suite die stärkste Alternative zum Adobe-Ökosystem. Photo + Designer + Publisher. Drei Programme, einmal kaufen. Die arbeiten nahtlos zusammen. Du kannst innerhalb von Publisher in den Photo- oder Designer-Modus wechseln, ohne das Programm zu verlassen. Das Gesamtpaket kostet weniger als ein einziges Jahr Adobe-Abo. Und es gehört dir. Für Fotografen, Designer, Illustratoren, Layouter, Freelancer – die Affinity-Suite ist der beste Einstieg in professionelle Kreativarbeit, den es gibt. Zwischenzeitlich ist es sogar kostenlos: https://store.serif.com/de/update/universal-licence/


Mein Setup – Falls es jemanden interessiert

Photoshop bleibt mein Hauptwerkzeug, daran ändert sich nichts. Capture One für RAW-Entwicklung, weil es Farben besser kann als Lightroom. DaVinci Resolve für Video, weil es kostenlos ist und die Farbkorrektur unerreicht. Affinity Photo als Ergänzung für bestimmte Aufgaben. Blender für 3D, kostenlos und unfassbar mächtig. Ich bin nicht weg von Adobe. Aber ich bin breiter aufgestellt. Und das fühlt sich richtig an.


Am Ende

Die Frage ist nicht: Adobe oder nichts? Die Frage ist: Was brauchst du wirklich? Wenn du anfängst, wenn du lernst, wenn du mit kleinem Budget arbeitest – du brauchst kein Adobe-Abo. Du brauchst gute Werkzeuge, die du dir leisten kannst. Und die gibt es. Heute mehr denn je. Probier sie aus. Entscheide selbst. Und lass dir von niemandem einreden, dass gute Kreativarbeit nur mit bestimmter Software möglich ist. Das Werkzeug macht nicht den Künstler. Der Künstler macht das Werkzeug.


Wie dieser Text entstanden ist: Meine Blogartikel entstehen als Sprachmemos, unterwegs, beim Nachdenken. Die werden transkribiert und mit KI-Unterstützung in Form gebracht. Die Erfahrung und die Empfehlungen sind komplett meine. Die Struktur und der Feinschliff entstehen mit KI. Sag ich offen, weil ich’s so halte.


http://connywallstrom.com/facebook-powertools/

Unbenannt-1

Cooles Tool !


Also ich finde das Tool richtig cool.

Gestern endlich angekommen.

Und gleich mal getestet.

Mach richtig SPASS!

Anschauen lohnt sich:

http://www.light-blaster.com/

 

1397946_641969325847237_1682184962_o

Mächtige Lensflares !!!


Das ist dazu mein LieblingsFuntool:

(Bild Klick = direktlink)

Natürlich nicht so umfangreich wie ein Profi Knolls Light Factory aber lustiger. 🙂

lens