Tag Archive: starwars




Eigentlich war nach Teil 1 alles gesagt. Ein Fan, ein Haufen KI-Tools, ein Video das keinen Sinn macht und trotzdem funktioniert. Geschichte erzählt, Leute haben gelacht, fertig.

Dachte ich.

Dann saß ich wieder am Rechner. Und dann war es drei Uhr morgens. Schon wieder.


Was passiert ist

Ich hab Teil 2 gemacht. Und ich kann euch nicht mal genau sagen, warum.

Es war dieses Gefühl von: Da geht noch was. Teil 1 war wild und chaotisch und unplanbar. Teil 2 ist auch wild und chaotisch – aber diesmal wusste ich, dass es wild und chaotisch wird. Und das verändert alles.

Stellt euch vor, beim ersten Mal fallt ihr die Treppe runter. Beim zweiten Mal springt ihr freiwillig – mit Anlauf.

Hier ist das Ding:

Und wer Teil 1 noch nicht kennt und verstehen will, wie das alles angefangen hat:

Teil 1 – Star Wars Madness


Was euch erwartet (SPOILER!)

Okay, ich versuch das mal zusammenzufassen. Wobei zusammenfassen nicht ganz das richtige Wort ist, weil das impliziert, dass es eine Logik gibt, die man zusammenfassen könnte.

Wir starten auf Hoth. Soweit noch halbwegs normal. Star Wars halt, Schnee, AT-ATs, alles wie gehabt.

Und dann kippt es.

Darth Vader hat einen Whirlpool. Nicht metaphorisch, wirklich. Es gibt plötzlich fünf Versionen von ihm gleichzeitig auf dem Bildschirm und alle diskutieren miteinander. Han Solo wird in einem riesigen Kühlschrank eingefroren. Nicht in Carbonit – in einem Kühlschrank.

Irgendwann taucht die Enterprise auf. Ja, die Enterprise. Weil warum auch nicht. Grenzen sind was für Leute mit Konzept.

Auf Dagobah wird Matrix-Training gemacht. In Cloud City gibt es Pizza. Die AT-ATs werden mit Schneebällen angegriffen.

Und am Ende weiß kein Mensch mehr, in welchem Universum wir gerade sind.

Ich auch nicht. Und ich hab das Ding gemacht.


Warum das funktioniert, obwohl es nicht funktionieren sollte

Hier ist die Sache, die ich bei Teil 2 begriffen hab und die bei Teil 1 noch Zufall war:

Das Chaos ist nicht der Bug. Das Chaos ist das Feature.

Im Schnittstudio – also an meinem Schreibtisch um zwei Uhr morgens – passieren Dinge, die man normalerweise als Fehler bezeichnen würde. Charaktere sehen plötzlich anders aus als in der Szene davor. Die Beleuchtung springt. Die Location verschiebt sich ohne Erklärung. Gesichter verändern sich mitten im Clip.

Bei einem normalen Projekt würde mich das wahnsinnig machen. Hier hab ich irgendwann angefangen, es zu umarmen. Nicht trotzdem zu schneiden, sondern deswegen.

Wenn ein Charakter mitten in der Szene sein Aussehen wechselt, dann ist das halt jetzt Teil der Handlung. Wenn die Beleuchtung von blau zu orange springt – Universum gewechselt, weiter geht’s.

Das klingt nach Ausrede für schlechte Arbeit. Ist es vielleicht auch. Aber es funktioniert. Und ich glaube, es funktioniert, weil die Leute spüren, dass da jemand Spaß hat. Dass das kein Produkt ist, sondern ein Spielplatz.


Der Unterschied zu Teil 1

Teil 1 war Anarchie. Reines Ausprobieren. Ich wusste nicht, was ich mache, und das Ergebnis war entsprechend unberechenbar.

Teil 2 ist auch Anarchie. Aber eine, die weiß, dass sie Anarchie ist. Die sich im Spiegel anguckt und sagt: Jo, ich bin verrückt, lass weitermachen.

Das macht es in manchen Momenten besser und in anderen schlimmer. Besser, weil das Timing stimmt, weil die Gags bewusster sitzen, weil der Schnitt rhythmischer ist. Schlimmer, weil kalkulierter Wahnsinn nie ganz so frei ist wie der echte.

Aber insgesamt? Ich mag Teil 2 mehr. Was wahrscheinlich daran liegt, dass man das neueste Kind immer am meisten mag. Frag mich in einer Woche nochmal.


Warum Fanprojekte was Besonderes sind

Ich komm immer wieder darauf zurück, weil es mir wichtig ist.

Niemand hat mich gebeten, das zu machen. Niemand bezahlt mich dafür. Es gibt keinen Kunden, keinen Auftraggeber, keine Deadline. Es gibt nur mich und die Frage: Was wäre wenn?

Was wäre wenn Darth Vader Pizza isst?

Was wäre wenn Jar Jar am Ende den Vorhang schließt?

Was wäre wenn man Star Wars und Star Trek in einen Mixer wirft und guckt, was rauskommt?

Diese Fragen stellt kein Studio. Kein Produzent. Kein Mensch mit einem Budget und einer Zielgruppenanalyse.

Die stellt nur ein Fan, der nachts am Rechner sitzt und nicht schlafen kann.

Und genau deshalb sind Fanprojekte manchmal ehrlicher als alles, was aus Hollywood kommt. Nicht besser. Nicht professioneller. Aber ehrlicher. Weil sie nur aus einem einzigen Grund existieren: Weil jemand Bock drauf hatte.


Was noch kommt

Das hier ist der erste Teil von Teil 2.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Teil 2 hat Teile. Weil offenbar kann ich nicht nur keine Filme machen, ich kann auch keine Grenzen setzen.

Es wird also noch schlimmer. Oder besser. Je nach Perspektive.

Ich arbeite dran. Zwischen den Sachen, die tatsächlich Geld bringen, schiebe ich Szenen zusammen, probiere neue Clips aus, lasse die KI Dinge generieren, bei denen ich manchmal selbst nicht weiß, ob ich lachen oder den Rechner zuklappen soll.

Meistens beides.


Wie ihr es gucken solltet

Bitte, bitte, bitte: 720p. Stellt die Qualität auf YouTube manuell hoch. Ich weiß, YouTube startet gerne in Kartoffel-Qualität und ihr denkt dann, das Video sieht scheiße aus. Tut es nicht. Also doch, aber auf die richtige Art.

Und Ton an. Unbedingt Ton an. Die Hälfte der Gags liegt im Timing und in den Sounds. Ohne Ton ist das wie Pizza ohne Käse. Technisch immer noch Pizza, aber warum würdest du dir das antun?

Hier nochmal der Link:


Sagt mir, was ihr seht

Feedback ist willkommen. Unter dem YouTube-Video, per Mail an brownz@brownz.art, per Brieftaube, egal.

Sagt mir, an welcher Stelle ihr gelacht habt. An welcher Stelle ihr verwirrt wart. An welcher Stelle ihr dachtet: Okay, jetzt hat er komplett den Verstand verloren.

Wahrscheinlich bei der Whirlpool-Szene. Aber ich will es genau wissen.


Star Wars Madness geht weiter. Teil 2 ist da. Mehr kommt.

Und solange mich nachts niemand vom Rechner zerrt, wird das auch so bleiben.

Möge die Macht mit euch sein.

Oder zumindest das WLAN.


Wie dieser Text entstanden ist

Meine Blogartikel entstehen aus Sprachmemos, meistens eingesprochen irgendwann zwischen Mitternacht und dem Moment, wo ich merke, dass die Vögel wieder anfangen zu singen. Wird transkribiert und mit KI aufgeräumt. Der Schlafmangel und die fragwürdigen kreativen Entscheidungen sind zu hundert Prozent meine eigenen.



Kennst du das? Du sitzt auf der Couch, guckst Star Wars, und irgendwann fängt dein Kopf an zu spinnen. Was wäre wenn. Was wäre wenn das ganz anders gelaufen wäre. Was wäre wenn man das Ganze mal komplett durch den Wolf dreht, ohne dass einem jemand reinredet.

Die meisten Leute denken das kurz und dann ist der Moment vorbei. Bier auf, nächste Szene, weiter geht’s.

Ich hab es gemacht.


Wie das Ganze entstanden ist

Ich wünschte, ich könnte sagen, da steckt ein großer Plan dahinter. Ein Konzept. Ein Storyboard mit Post-its an der Wand, so wie bei den Profis.

Nee.

Es war eher so: Ich hab mit KI-Videotools rumgespielt, dabei einen Clip generiert, der irgendwie nach Star Wars aussah, und dann dachte ich mir – okay, was passiert wenn ich das weiterspinne?

Und dann hab ich einfach nicht mehr aufgehört.

Clip für Clip. Szene für Szene. Alles zusammengeschnitten in Adobe Premiere. Kein Studio, kein Budget, kein Produzent der nervös auf irgendwelche Tabellen guckt. Nur ich, mein Rechner und diese leicht irre Energie, die man bekommt, wenn ein Projekt anfängt, ein Eigenleben zu entwickeln.

Das Ergebnis ist Star Wars Madness. Und der Name ist Programm.

Hier könnt ihr euch den Wahnsinn anschauen:



Was dich erwartet

Ich versuch mal, das zu beschreiben. Obwohl das schwierig ist, weil ich selbst nicht ganz sicher bin, was da passiert ist.

Da sind Raumschlachten drin. Ziemlich viele sogar. Es gibt dramatische Momente, die fast schon episch sind. Und dann gibt es Stellen, die komplett absurd sind. Wo Figuren Dinge tun, die definitiv nicht im offiziellen Kanon stehen. Wo die Logik kurz den Raum verlässt und der Wahnsinn übernimmt.

Es gibt wahrscheinlich zu viele Schnitte. Der Pacing ist stellenweise so aggressiv, dass man kaum Luft holen kann. Und dann wieder Momente, die überraschend ruhig sind.

Es ist chaotisch. Es ist übertrieben. Es ist an manchen Stellen richtig gut und an anderen Stellen denkt man: Was zur Hölle war das gerade?

Aber weißt du was? Genau so fühlt sich Star Wars in meinem Kopf an. Nicht die polierte Disney-Version. Sondern das, was als Kind in mir losging, wenn ich die Filme geguckt hab. Dieses Gefühl, dass alles möglich ist und nichts Sinn machen muss.


Warum Fanprojekte die ehrlichsten Projekte sind

Ich hab damit kein Geld verdient. Ich werd damit kein Geld verdienen. Das war nie der Plan.

Es ging ums Machen. Um dieses Gefühl, wenn du eine Idee hast und sie einfach rauslässt, ohne dass jemand sagt: Das geht nicht, das ist zu teuer, das versteht keiner, dafür gibt es keine Zielgruppe.

Fanprojekte haben diese Freiheit. Du bist niemandem Rechenschaft schuldig. Du musst keine Erwartungen erfüllen. Du musst nur eine Sache: Bock drauf haben.

Und Bock hatte ich. Offensichtlich.

Das Ergebnis ist nicht perfekt. Natürlich nicht. Wie denn auch? Das ist ein Ein-Mann-Projekt, gebaut aus KI-generierten Clips und zusammengeschnitten auf meinem Rechner. Das kann nicht mithalten mit dem, was ILM mit 200 Millionen Dollar macht.

Aber darum geht es auch nicht. Es geht um den Beweis, dass man es kann. Dass die Tools da sind. Dass man als einzelner Mensch, allein in seinem Zimmer, etwas machen kann, das vor zehn Jahren eine ganze Firma gebraucht hätte.

Das finde ich bemerkenswert. Nicht mein Video speziell. Sondern die Tatsache, dass es möglich ist.


Ein Liebesbrief an Star Wars

Star Wars Madness ist kein Ersatz für die echten Filme. Es ist kein Versuch, es besser zu machen. Es ist eher so ein Liebesbrief.

Ein chaotischer, überdrehter, stellenweise komplett durchgeknallter Liebesbrief an das Gefühl, das Star Wars in mir auslöst. An die Freiheit, die eigene Version im Kopf weiterzudenken. An die Erlaubnis, die man sich selbst gibt, einfach mal loszulassen.

Ich weiß nicht, ob das jeder versteht, der es guckt. Vielleicht gucken manche das und denken nur: Was für ein Quatsch. Das ist okay. Ist ja auch Quatsch. Aber es ist Quatsch mit Herz.


Technisch gesehen

Kurzer Nerd-Absatz für die, die es interessiert.

Die Videos sind mit verschiedenen KI-Tools generiert. Den Schnitt hab ich in Adobe Premiere gemacht. Sound, Musik, Effekte – alles zusammengepuzzelt aus verschiedenen Quellen.

Das Ganze war ein Lernprojekt, genauso wie ein Spaßprojekt. Ich wollte sehen, wie weit man mit den aktuellen Video-KI-Tools kommt, wenn man sie wirklich pusht. Die Antwort: Weit. Weiter als ich erwartet hätte. Aber auch mit klaren Grenzen, die man akzeptieren muss.


Wichtig beim Anschauen

Bitte guckt das Ding in mindestens 720p HD. Wirklich. Stellt die Qualität auf YouTube manuell hoch, sonst seht ihr nur Matsch. Der Film lebt von den Bildern und den Details, und wenn YouTube das auf 360p runterkomprimiert, ist der halbe Spaß weg.

Am besten: Großer Bildschirm. Oder zumindest nicht auf dem Handy im Bus. Gebt dem Wahnsinn den Raum, den er verdient.

Nochmal der Link:
https://youtu.be/iTgGyCCMZ4A


Feedback erwünscht

Und dann will ich wissen, was ihr davon haltet.

Ob ihr es liebt, ob ihr es hasst, ob ihr bei einer bestimmten Szene laut gelacht habt oder ob ihr nach zwei Minuten abgeschaltet habt – alles ist willkommen. Schreibt unter das YouTube-Video, schreibt mir hier, schreibt mir eine Mail an brownz@brownz.art – egal wie, Hauptsache ihr sagt was.

Weil allein im stillen Kämmerlein Sachen machen ist schön. Aber zu hören, was andere darin sehen, ist besser.

Also: Einsteigen, anschnallen, mitfliegen.

Und möge die Macht mit euch sein. Oder so ähnlich.


Wie dieser Text entstanden ist

Meine Blogartikel entstehen aus Sprachmemos – meistens wenn ich aufgedreht bin, weil ich gerade was fertig hab und es der Welt zeigen will. Wird transkribiert und mit KI aufgeräumt. Die Fan-Begeisterung und der leichte Wahnsinn sind komplett organisch gewachsen.