Stand: Mai 2026
Thema: FANTASY BASEL – The Swiss Comic Con 2026, 14. bis 16. Mai, Messe Basel
Perspektive: recherchierter, persönlicher Bericht aus Fan-Sicht — positiv, aber nicht blind


Es gibt Veranstaltungen, da fährt man hin, schaut sich ein paar Stände an, macht ein Foto mit irgendeinem überteuerten Plastikschwert, isst etwas, das theoretisch warm sein sollte, und fährt wieder heim.

Und dann gibt es die Fantasy Basel.

Die Fantasy Basel ist für mich keine normale Comic-Con. Sie ist eher dieses eine lange Wochenende im Jahr, an dem die reale Welt kurz die Schuhe auszieht und sagt: „Gut, macht ihr Nerds mal.“ Drei Tage lang Film, Games, Comics, Cosplay, Kunst, Stimmen, Bücher, Science-Fiction, Space, Street Food, Artist Alley, Bühnen, Autogramme, Fotozonen, Einkaufswahnsinn und diese besondere Form von innerem Frieden, die entsteht, wenn ein Stormtrooper neben einem Elf, einem Jedi, einem Manga-Charakter und einem völlig normalen Familienvater mit Rucksack in derselben Schlange steht.

Dieses Jahr findet die FANTASY BASEL – The Swiss Comic Con vom 14. bis 16. Mai 2026 wieder in der Messe Basel statt. Und wir, die BroBros — mein Bruder und ich — sind wieder alle drei Tage dabei. Diamond Pass. Volles Programm. Keine halbe Sache. Wenn schon Paralleluniversum, dann bitte mit früherem Einlass, Badge und dem guten Gefühl, dass man wenigstens einmal im Jahr offiziell zu den Mega-Fans gehört.

Aber dieser Artikel soll keine reine Liebeserklärung mit Konfettikanone werden. Ja, ich halte die Fantasy Basel für eine der besten, wenn nicht die beste Comic-Con in Europa. Ja, für uns sind diese drei Tage jedes Mal ein Highlight. Aber die spannende Frage ist: Warum eigentlich?

Was macht diese Con anders?

Warum wirkt sie nicht nur wie eine große Verkaufshalle mit Cosplay-Deko?

Und warum lohnt sie sich auch für Menschen, die nicht jeden Schauspieler auswendig kennen, nicht in Vollrüstung kommen und trotzdem Popkultur lieben?


Die Größe allein erklärt es nicht — aber sie hilft

Die offiziellen Zahlen sind beeindruckend: Die Fantasy Basel spricht selbst von über 100.000 Quadratmetern Erlebnisfläche, mehr als 850 Ständen, 8 Bühnen und drei Tagen Programm rund um Film, Gaming, Comic und Cosplay. Dazu nennt die offizielle Seite rund 97.000 Besuchende als Größenordnung. In den Medienmitteilungen wird für 2026 mit rund 100.000 Fans gerechnet.

Das ist nicht einfach „eine Con“. Das ist ein Popkultur-Stadtteil auf Zeit.

Aber Größe allein macht noch keine gute Veranstaltung. Es gibt große Events, die trotzdem seelenlos wirken. Einkaufszentrum mit Lichtschwertern. Messehalle mit Warteschlangen. Popkultur als Durchlaufposten.

Die Fantasy Basel funktioniert, weil die Größe nicht nur Masse ist, sondern Vielfalt. Man geht nicht nur von Stand zu Stand. Man wandert durch sehr unterschiedliche Welten. Und genau das ist ihr Kern.

Du kannst morgens in einer Artist Alley bei Zeichnern hängen bleiben, mittags auf einer Bühne Schauspieler oder Synchronsprecher hören, danach an einem Cosplay-Workshop vorbeistolpern, später auf der Space Stage plötzlich echte Wissenschaft bekommen und am Abend feststellen, dass du noch immer nicht in allen Hallen warst.

Das ist der schöne Fluch dieser Con: Man schafft sie nie ganz.

Und genau deshalb fühlt sie sich nach drei Tagen nicht leer an. Sie ist kein Event, das man „abhakt“. Sie ist ein Ort, durch den man sich treiben lässt — und trotzdem immer wieder etwas findet, das einen neu erwischt.


2026: Das Programm ist wieder breiter als ein Ork-Schulterpanzer

Die Fantasy Basel 2026 setzt sehr klar auf Mischung. Nicht nur Filmstars. Nicht nur Games. Nicht nur Cosplay. Nicht nur Händler. Sondern eine ziemlich wilde, aber funktionierende Kreuzung aus allem.

Auf der offiziellen Gästeliste stehen 2026 unter anderem Sophie Skelton aus „Outlander“, Stanislav Yanevski aus „Harry Potter and the Goblet of Fire“, Evie Templeton aus „Wednesday“ und „Silent Hill 2“, Ivana Baquero aus „Pan’s Labyrinth“, Adelaide Kane aus „Reign“, „Once Upon a Time“ und „Teen Wolf“, dazu Tim Downie und Samantha Béart aus „Baldur’s Gate 3“, Rich Keeble und Maxence Cazorla aus „Clair Obscur: Expedition 33“ sowie bekannte deutsche Stimmen wie Santiago Ziesmer, Daniel Schlauch, Giuliana Jakobeit und Manou Lubowski.

Dieser Abschnitt wurde nachträglich noch einmal einzeln gegen offizielle Fantasy-Basel-Quellen geprüft. Die genannten Namen stehen auf der offiziellen „Stars & Actors“-Seite beziehungsweise im offiziellen Bühnen- und Foto-/Autogrammprogramm. Wichtig: Wie bei solchen Veranstaltungen üblich, gilt immer der Hinweis der Veranstalter, dass Programmzeiten und Auftritte Änderungen unterliegen können. Für den Stand dieses Artikels sind die genannten Gäste aber offiziell bestätigt.

Das ist schon einmal ein Line-up, bei dem verschiedene Fan-Generationen andocken können. Harry Potter, Outlander, Pan’s Labyrinth, Wednesday, One Piece, SpongeBob, Baldur’s Gate 3 — das ist keine einzelne Nische. Das ist ein Buffet für Menschen, deren Popkultur-Gehirn in mehreren Tabs gleichzeitig lebt.

Und dann kommen noch die Creators dazu: Coldmirror, Farbenfuchs, Joon Kim, Hiro von Einfach Japanisch, CreepyPastaPunch und weitere Content-Leute. Auch hier ist der Faktencheck eindeutig: Coldmirror ist 2026 offiziell wieder dabei. Die Fantasy Basel nennt sie auf der offiziellen Gästeliste als YouTuberin; zusätzlich führt das offizielle Creator-PDF für Donnerstag, 14. Mai 2026, Autogramm-/Selfie-Zeiten von 12:00 bis 14:00 Uhr, einen Q&A-Talk auf der Gaming & Community Stage von 15:00 bis 15:40 Uhr und weitere Autogramme/Selfies von 16:00 bis 18:00 Uhr. Das ist also kein Gerücht, sondern offizieller Programmstand.

Auch das ist typisch Fantasy Basel: Sie behandelt Popkultur nicht als Museum, sondern als lebendige Gegenwart. Alte Lieblingswelten treffen auf neue Plattformen, Games, YouTube, Cosplay, Streamer, Manga, Anime, K-Pop und diese ganze digitale Kultur, in der viele von uns heute ohnehin wohnen.


Die Bühnen sind nicht Dekoration — sie sind der eigentliche Pulsschlag

Eine Con kann groß sein und trotzdem nur aus Kaufen, Schauen und Warten bestehen. Die Fantasy Basel hat dagegen ein echtes Bühnenleben. Das offizielle Tagesprogramm nennt Talks, Shows, Workshops, Vorträge und Lesungen auf 8 Bühnen.

Allein die Main Stage zeigt ziemlich gut, wie breit das Spektrum ist: Star-Wars-Fan-Talks mit Parade, Talks mit Tim Downie und Samantha Béart zu „Baldur’s Gate“, Rich Keeble und Maxence Cazorla zu „Clair Obscur: Expedition 33“, Sophie Skelton zu „Outlander“ und „Castlevania: Nocturne“, Cosplay Opening, Swiss Cosplay Contest, International Cosplay Contest, Open Cosplay Catwalk und Swiss K-Pop Dance Summit.

Auf der Movie Stage wird es dann noch einmal anders: Daniel Schlauch zu „One Piece“, Live Bodypainting, Giuliana Jakobeit und Manou Lubowski, Santiago Ziesmer über SpongeBob, Dragonball Z und Shrek, ein Talk mit Wētā-Workshop-Beteiligung zu Movie Worlds, Hubert Zitt mit nerdiger Wissenschaftsbrille auf Star Trek und Superman.

Das ist genau diese Mischung, die die Fantasy Basel so stark macht: Sie gibt der Popkultur nicht nur eine Verkaufsfläche, sondern eine Bühne. Man hört Menschen über ihre Arbeit sprechen. Man bekommt Einblicke. Man sieht Handwerk. Man erlebt, dass hinter Fantasy, Film, Games und Cosplay echte Arbeit steckt.

Und für mich ist das ein wichtiger Punkt: Die Con ist nicht nur Konsum. Sie ist auch Austausch.

Nicht perfekt, nicht immer tief, nicht immer ruhig — aber lebendig.


Cosplay ist hier nicht Beiwerk. Cosplay ist Herzschlag.

Wer einmal durch die Fantasy Basel gegangen ist, weiß: Cosplay ist dort nicht irgendeine nette Randerscheinung. Es ist einer der Gründe, warum die Hallen überhaupt diese Energie bekommen.

Offiziell wird das Cosplay Village als großer Treffpunkt mit Ständen, Café, Panels und Workshops beschrieben. Im Programm 2026 gibt es tägliche Catwalks, Fotoshoots, Cosplay-Talks, Panels zu Pattern Basics, Props, Prosthetics, Cosplay als Beruf, Cosplays nähen für Einsteiger:innen, Wettbewerbe und internationale Gäste.

Das ist wichtig, weil Cosplay oft falsch unterschätzt wird. Von außen sieht man nur Kostüme. Von innen sieht man Handwerk. Nähen, Bauen, Bemalen, Materialwissen, Körperarbeit, Performance, Fotografie, Posing, Organisation, Mut.

Ein gutes Cosplay ist nicht einfach Verkleidung.

Es ist Fanliebe mit Nadel, Schaumstoff, Farbe, Hitze, Kleber, Geduld und vermutlich drei Nervenzusammenbrüchen am Vorabend.

Genau deshalb passt Cosplay so gut zur Fantasy Basel. Diese Con versteht sich nicht nur als Ort für fertige Produkte, sondern auch als Ort für kreative Prozesse. Man sieht nicht nur Figuren. Man sieht Menschen, die ihre Lieblingswelten selbst gebaut haben.

Und das ist, ganz ehrlich, oft viel beeindruckender als jeder offizielle Merch-Stand.


Artist Alley: Der unterschätzte Schatz

Für viele ist die Artist Alley einer der wichtigsten Gründe, überhaupt auf eine Con zu gehen. Nicht, weil man dort nur schöne Prints kaufen kann. Sondern weil dort Kunst nicht anonym bleibt.

Die Fantasy Basel bringt 2026 wieder eine starke Comic- und Art-Zone mit internationalen Zeichnerinnen und Zeichnern. In der offiziellen Gästeliste und im Programm tauchen Namen wie Aleksi Briclot, Andrew Lee Griffith, Bernard Chang, Bruno Redondo, Daniel Sampere, Francine Delgado, Ingo Römling, Jared Muralt, Jorge Jiménez, Marco Santucci, Maria Laura Sanapo, Mark Wilkinson, Maxime Minard, Reinhard Kleist, Ulrich Schröder, Viktor Bogdanovic und Yoann auf.

Das ist nicht nur Fanservice. Das ist kulturrelevant.

Hier trifft Popkultur auf Illustration, Comic-Handwerk, Cover-Art, Storytelling, Live-Zeichnen, Signaturen, Gespräche. Man steht plötzlich vor einem Menschen, dessen Linien man aus Comics, Covern oder Karten kennt. Und manchmal ist genau dieser Moment stärker als jeder Star-Talk: ein Tisch, ein Stift, ein Stapel Prints, ein Gespräch über Papier, Tusche, Deadline, Figuren oder Stil.

Für kreative Menschen ist das Gold.

Nicht weil man alles kaufen muss. Sondern weil man sieht: Fantasie ist Arbeit. Und Arbeit kann verdammt schön aussehen.


Basel wird 2026 noch stärker zur Comic-Stadt

Ein besonders schöner Punkt in der Recherche: 2026 gibt es in Basel einen internationalen Comic-Wettbewerb zum Thema Freundschaft. In Zusammenarbeit mit dem Cartoonmuseum Basel, der Fantasy Basel, der Christoph Merian Stiftung und Basel Tourismus werden ausgewählte Arbeiten großformatig präsentiert. Die Mittlere Rheinbrücke wird von 4. bis 18. Mai 2026 zur Open-Air-Galerie, und bei der Fantasy Basel werden die prämierten Comics zusätzlich auf über 130 Quadratmetern gezeigt.

Das klingt vielleicht nach Nebenschauplatz, ist aber wichtig.

Weil es zeigt: Die Fantasy Basel ist nicht nur ein Event in Basel. Sie verzahnt sich mit der Stadt.

Und genau das macht eine starke Convention aus. Sie landet nicht einfach mit Hallenplan, Ticketband und Merch-Tüte in einer Messehalle. Sie verändert für ein paar Tage die Wahrnehmung der Stadt. Basel wird nicht nur Gastgeberin. Basel wird Bühne.

Für Comic-Kunst ist das ein starkes Signal.

Und für Besucher ist es eine schöne Erweiterung: Die Fantasie endet nicht an der Hallentür.


Space Stage: Die Con denkt größer als Merchandise

Einer der Gründe, warum die Fantasy Basel für mich so besonders ist: Sie lässt Science-Fiction nicht nur bei Raumschiffen und Requisiten stehen. Sie holt echte Wissenschaft dazu.

2026 gibt es wieder eine Space Stage mit Vorträgen und Talks aus Raumfahrt, Forschung und Wissenschaft. Im offiziellen Programm stehen unter anderem der ehemalige ESA-Astronaut Claude Nicollier, ESA-Themen zur humanen und robotischen Exploration, Gespräche über Asteroidenmissionen, Wasserwelten im Sonnensystem, Leben jenseits des Sonnensystems, New Space, Weltraumkonflikte und sogar ein Online-Gespräch mit Fred Haise, Apollo-13- und Space-Shuttle-ALT-Astronaut.

Das ist mehr als Nerd-Dekoration.

Das ist genau die Brücke, die Science-Fiction immer stark gemacht hat: Fantasie und Forschung schauen sich an und erkennen sich wieder. Star Wars in der einen Halle, echte Raumfahrt ein paar Schritte weiter. Die eine Seite träumt, die andere rechnet. Beide brauchen Vorstellungskraft.

Für mich ist das ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Viele Cons können Stars, Merch und Cosplay. Aber eine Con, die Popkultur, Raumfahrt, Wissenschaft und Fanwelten so selbstverständlich nebeneinanderstellt, hat mehr Tiefe.

Sie sagt: Nerd-Sein ist nicht nur Sammeln. Nerd-Sein ist Neugier.


Gaming, Community, Creator: Die Gegenwart ist auch eingeladen

Die Fantasy Basel 2026 ist nicht in Nostalgie stecken geblieben. Ja, es gibt Klassiker, Disney-Zeichner, Star Wars, Harry Potter, SpongeBob und Comic-Legenden. Aber daneben stehen aktuelle Games, Creator-Kultur, Streamer, Community-Stages und interaktive Formate.

Auf der Gaming & Community Stage laufen Let’s Plays, Q&As, Storytime, Talks mit Creators, Bodypainting, Game Hours und sogar eine Nintendo – Mario Kart World FANTASY BASEL Championship.

Community-Stimmen auf Reddit beschreiben Fantasy Basel genau so: nicht nur Anime, sondern „anything and everything nerdy“ — Videospiele, Filme, Serien, K-Pop, Comics, Cartoons, Menschen unterschiedlichen Alters. Eine andere Reddit-Stimme lobt Größe und Vielfalt, nennt aber auch einen berechtigten Punkt: Bei so einer großen Veranstaltung entsteht Interaktion nicht automatisch; manchmal läuft vieles eher zwischen Besucher und Aussteller als zwischen Fans untereinander.

Das ist ein fairer Hinweis.

Die Fantasy Basel ist riesig. Und riesig bedeutet: Man bekommt Vielfalt, aber man muss sich seine Community-Momente manchmal selbst suchen. Wer nur durchrennt, bekommt eine gute Messe. Wer stehenbleibt, Gespräche anfängt, Cosplayer respektvoll anspricht, Panels besucht, Artist Tables nicht nur abscannt, sondern wirklich schaut — der bekommt mehr.

Die Con liefert die Bühne.

Mitspielen muss man selbst.


Yummy Scrummy: Popkultur geht inzwischen auch durch den Magen

Neu und ziemlich interessant ist 2026 die Yummy Scrummy Stage. Das klingt zuerst nach Spaßabteilung — ist es auch — aber es zeigt auch, wie sehr Popkultur inzwischen alle Lebensbereiche berührt.

Anime, Gaming, Fantasy, Film und Food sind längst nicht mehr getrennte Welten. Essen ist Erinnerung, Identität, Community, Fandom. Matcha und Mochi, Dumplings, japanische Tee-Kultur, nachhaltige Küche, Globi-Fingerfood, Trap Kitchen, Goblin Sushi, Sterneküche an der Con und sogar eine imperiale Kochshow mit der Swiss Garrison — das klingt absurd, aber genau so muss eine gute Con klingen.

Ein bisschen absurd. Ein bisschen genial. Ein bisschen „wer hat das geplant und warum möchte ich es sehen?“

Die offizielle Medienmitteilung beschreibt diese neue Bühne als Verbindung von Food Trends, Kreativität, Nachhaltigkeit, Popkultur und Showformaten. Besonders auffällig ist Pascal Steffen vom Basler Restaurant roots, der mit zwei Michelin-Sternen, 18 Gault-Millau-Punkten und dem Titel „Green Chef of the Year 2026“ genannt wird.

Das ist nicht nur Pommes mit Laserschwert.

Das ist Popkultur als Erlebnisraum.


Ist die Fantasy Basel perfekt? Natürlich nicht.

Man muss bei aller Liebe ehrlich bleiben: Eine Veranstaltung dieser Größe ist laut, voll, teuer und manchmal anstrengend.

Die offiziellen FAQs weisen selbst darauf hin, dass es auf über 100.000 Quadratmetern sehr viele Sinneseindrücke gibt: mehrere Bühnen, laute Geräusche, Musik, blinkende Lichter, besondere Kostüme, spontane und geplante Shows, dichte Menschenmengen. Das ist kein ruhiger Spaziergang durch ein kleines Nerd-Museum.

Reddit-Stimmen nennen ähnliche Punkte: Die Con wird geliebt für Größe, Vielfalt, Künstler, Cosplay und Merch, aber es gibt auch Kritik an Preisen, vielen Menschen, Essenswarteschlangen oder dem Gefühl, dass manche Community-Flächen noch stärker als echte Treffpunkte funktionieren könnten.

Und das stimmt.

Fantasy Basel ist nicht für jeden der gleiche Himmel. Wer Menschenmengen hasst, sollte Pausen einplanen. Wer alles sehen will, wird scheitern. Wer nur shoppen will, braucht vielleicht keinen Drei-Tages-Pass. Wer Panels, Cosplay, Artists, Space Stage, Food, Fotos, Autogramme und Atmosphäre will, versteht schnell, warum ein einzelner Tag knapp werden kann.

Für uns ist genau das der Punkt: Wir gehen nicht hin, um sie effizient abzuhaken.

Wir gehen hin, um drei Tage darin zu leben.


Warum der Diamond Pass für uns Sinn ergibt

Der Festival Pass Diamond ist 2026 offiziell bereits ausverkauft. Er bietet Zugang von Donnerstag bis Samstag ab 9:30 Uhr, Souvenir-Badge & Lanyard sowie einen Gutschein für ein offizielles limitiertes Fantasy-Basel-2026-T-Shirt.

Braucht man das zwingend?

Nein.

Kann man Fantasy Basel auch mit Tagesticket genießen?

Ja.

Aber für Menschen wie uns, die drei volle Tage wirklich nutzen wollen, ist der Diamond Pass nicht nur Ticket, sondern Ritual. Man fährt nicht „mal schauen“. Man fährt hin wie andere Leute auf Pilgerreise. Nur halt mit Kamera, Rucksack, Badge und der inneren Bereitschaft, sich zwischen Artist Alley, Space Stage, Cosplay und Merch komplett zu verlieren.

Und genau dafür ist dieser Pass gemacht.

Früher rein, drei Tage drin, offizieller Erinnerungsfaktor. Das ist kein Muss. Aber es fühlt sich für Mega-Fans eben richtig an.


Warum die Fantasy Basel für mich Europas stärkste Con ist

Natürlich ist „die beste Comic-Con Europas“ eine subjektive Aussage. Europa hat starke Cons. Große Gaming-Messen. Anime-Events. Comic-Festivals. Film- und Fantasy-Conventions.

Aber die Fantasy Basel hat eine besondere Balance.

Sie ist groß, aber nicht steril. Sie ist kommerziell, aber nicht nur Verkauf. Sie ist international, aber trotzdem schweizerisch organisiert. Sie ist laut, aber nicht beliebig. Sie hat Stars, aber lebt nicht nur von Stars. Sie hat Merch, aber auch Kunst. Sie hat Cosplay, aber auch Handwerk. Sie hat Gaming, aber auch Bücher. Sie hat Sci-Fi, aber auch echte Raumfahrt. Sie hat Food, aber inzwischen sogar Food als Bühne. Sie hat Community, aber auch professionelle Struktur.

Das ist selten.

Viele Cons sind stark in einem Bereich. Fantasy Basel ist stark, weil sie viele Bereiche ernst nimmt.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sie sich so besonders anfühlt: Sie behandelt Popkultur nicht als Schublade.

Popkultur ist dort nicht nur Marvel, Anime, Games oder Cosplay.

Popkultur ist ein großer, wilder, manchmal überfordernder, aber unglaublich lebendiger Raum, in dem sehr unterschiedliche Menschen für drei Tage dieselbe Sprache sprechen: Begeisterung.


Fazit: Drei Tage Ausnahmezustand, aber der gute

Die Fantasy Basel 2026 wird wieder groß, voll, bunt, laut, kreativ und wahrscheinlich anstrengend auf die beste Art.

Sie ist kein Geheimtipp mehr. Dafür ist sie zu groß. Sie ist auch kein kleines Wohnzimmer-Event, bei dem jeder jeden kennt. Dafür ist sie zu vielfältig. Aber sie hat sich etwas bewahrt, das viele große Events verlieren: dieses Gefühl, dass dort Menschen nicht nur Konsumenten sind, sondern Fans, Bastler, Künstler, Spieler, Leser, Sammler, Träumer, Fotografen, Nerds, Familien, Cosplayer, Kreative und Neugierige.

Man geht hinein und bekommt nicht nur ein Programm.

Man bekommt eine andere Dichte von Welt.

Für uns BroBros sind diese drei Tage jedes Jahr ein Ausnahmezustand. Nicht, weil alles perfekt ist. Sondern weil alles lebt.

Und wenn eine Con das schafft — wenn sie nach drei Tagen müde macht, aber nicht leer; wenn man nach Hause fährt mit vollen Speicherkarten, platten Füßen, zu vielen Eindrücken, vielleicht zu wenig Schlaf und trotzdem diesem dummen Grinsen im Gesicht — dann hat sie etwas richtig gemacht.

Basel wird vom 14. bis 16. Mai wieder zur Popkultur-Hauptstadt.

Und wir sind dabei.

Natürlich.

Diamond Pass. Drei Tage. BroBros-Modus.

Die Realität kann warten.


Faktencheck & Linkliste

Gästelisten-Faktencheck 2026

Die im Artikel genannten Gäste wurden noch einmal gegen offizielle Fantasy-Basel-Quellen geprüft.

Offiziell bestätigte Stars & Actors / Gäste: Sophie Skelton, Maxence Cazorla, Stanislav Yanevski, Evie Templeton, Ivana Baquero, Adelaide Kane, Tim Downie, Santiago Ziesmer, Samantha Béart, Daniel Schlauch, Rich Keeble, Farbenfuchs, Redheadbegins, Manou Lubowski, Joon Kim, Carina Pusch, ailaughatmyownjokes, Tim Jacken, Alycia Marie, Coldmirror, Hiro von „Einfach Japanisch“, CreepyPastaPunch, Giuliana Jakobeit, Maxime Minard, Bernard Chang, Aleksi Briclot, Laura Willud, Francine Delgado, Reinhard Kleist, Anna Fleck, Andrew Lee Griffith, Ingo Römling, Jorge Jimenez, Mark Wilkinson, YOANN, Brandon Q. Morris, Cliff Allister und Marco Santucci sind auf der offiziellen Fantasy-Basel-Gästeliste aufgeführt.

Coldmirror-Check: Coldmirror ist 2026 offiziell bestätigt. Sie erscheint auf der offiziellen Gästeliste als YouTuberin und im offiziellen Creator-PDF mit Programm für Donnerstag, 14. Mai 2026: Autogramme & Selfies 12:00–14:00 Uhr, Q&A Talk 15:00–15:40 Uhr auf der Gaming & Community Stage, danach erneut Autogramme & Selfies 16:00–18:00 Uhr. Die Medienmitteilung vom 8. April 2026 schreibt außerdem ausdrücklich, dass die Veranstaltenden die deutsche YouTube-Legende Coldmirror erneut am Festival begrüßen.

Programmhinweis: Alle offiziellen Programmpläne enthalten den üblichen Vorbehalt „Änderungen im Programm vorbehalten“. Der Artikel ist daher als Stand der offiziellen Quellen zum Zeitpunkt der Recherche zu verstehen, nicht als Garantie, dass sich bis zum Veranstaltungstag keine Zeiten oder Auftritte ändern.

Offizielle Fantasy-Basel-Website

Relevanz: Offizielle Grunddaten: 14.–16. Mai 2026, Messe Basel, über 100.000 m² Erlebnisfläche, mehr als 850 Stände, 8 Bühnen, Film/Gaming/Comic/Cosplay, rund 97.000 Besuchende.

Tickets / Diamond Pass

Relevanz: Ticketpreise, ausverkaufte Festivalpässe und Festival Pass Diamond; Diamond Pass mit Zutritt von Donnerstag bis Samstag ab 9:30 Uhr, Souvenir-Badge & Lanyard und Gutschein für offizielles limitiertes T-Shirt.

Stars & Actors 2026

Relevanz: Aktuelle offizielle Gästeliste 2026 mit Schauspieler:innen, Synchronsprechern, Creators und Games-Stimmen.

Tagesprogramm / Gesamtprogramm 2026

Relevanz: Offizielles Programm mit 8 Bühnen, Shows, Talks, Workshops, Lesungen und Tagesplänen.

Direkter PDF-Link zum Gesamtprogramm:
https://fantasybasel.b-cdn.net/download/1299/FantasyBasel2026_Gesamtprogramm.pdf?inline=true

Medienmitteilungen 2026

Relevanz: Aktuelle Pressemitteilungen zu Popkultur-Hauptstadt Basel, Yummy Scrummy Stage, Comic-Wettbewerb, Gästen, Programm und erwarteter Größenordnung.

Basel Tourismus / Fantasy Basel

Relevanz: Externe touristische Einordnung als Wochenendausflug in eine Fantasiewelt mit Stars, Comiczeichner:innen und Game-Profis.

Messe Basel / Eventseite

Relevanz: Veranstaltungsort, Datum, Hallen und Einordnung als größtes Festival für Film-, Game-, Comic- und Cosplayfans.

games.ch Bericht 2026

Relevanz: Externe Berichterstattung zum erweiterten Gäste-Line-up und Bühnenprogramm 2026.

Reddit: Fantasy Basel – Community-Fragen und Erfahrungen

Relevanz: Aktuelle Community-Perspektive: Fantasy Basel als breit aufgestelltes Nerd-Event, nicht nur Anime; englischsprachige Besucher kommen offenbar gut zurecht.

Relevanz: Diskussion, ob ein oder zwei Tage reichen; nützlich für Einschätzung, wie unterschiedlich Besuchsziele sind.

Relevanz: Community-Einschätzung zu Größe, Artist/Cosplay-Corners, Merch, Ticketpreis und Programmvielfalt.

Relevanz: Ältere, aber hilfreiche Diskussion zu Größe, Vielfalt, Community-Aspekt und Cosplay-Flächen.


Hinweis zur Entstehung

Dieser Artikel wurde auf Basis aktueller offizieller Fantasy-Basel-Quellen, Programm-PDF, Ticketinformationen, Medienmitteilungen, externer Eventseiten, Games-Berichterstattung und Community-Stimmen aus Reddit erstellt. Er ist bewusst positiv geschrieben, aber nicht als reine Werbung: Die Stärken der Fantasy Basel werden herausgearbeitet, gleichzeitig werden typische Realitäten großer Conventions — Menschenmengen, Preise, Reizüberflutung und Planungsbedarf — nicht ausgeblendet.


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