Adobe hat Lightroom Classic im Februar 2026 auf Version 15.2 aktualisiert. Kein riesiger Knall, kein Feuerwerk, aber ein paar Sachen, die im Alltag tatsächlich was bringen. Schauen wir mal rein.

Wer sich die offizielle Diskussion und das Community-Feedback anschauen will, findet auf Reddit einen guten Überblick: What’s new in Lightroom February 2026

Assisted Culling – Schneller aussortieren

Die Assisted Culling Funktion, die Adobe letztes Jahr eingeführt hat, wurde nochmal überarbeitet. Für alle, die den Begriff nicht kennen: Assisted Culling ist Adobes KI-gestützte Hilfe beim Aussortieren von Fotos. Du kommst von einem Shooting mit 800 Bildern zurück, und die KI hilft dir, die scharfen von den unscharfen zu trennen, Duplikate zu erkennen und die besten Aufnahmen einer Serie vorzuschlagen.

In der neuen Version soll das schneller und treffsicherer funktionieren. Ich hab das bei einem aktuellen Projekt getestet und muss sagen: Es ist spürbar besser als noch vor ein paar Monaten. Nicht perfekt, die KI wählt manchmal Bilder ab, die ich behalten hätte, und behält welche, die ich wegwerfen würde. Aber als erster Durchgang, um den Haufen von 800 auf 200 runterzubringen, spart es echte Zeit.

Mein Rat: Lass die KI den ersten Durchgang machen, aber verlass dich nicht blind drauf. Die finale Auswahl machst du selbst. Denn die stärksten Bilder sind nicht immer die technisch besten, und das versteht keine KI der Welt.

Besseres Denoise für Ricoh und Pentax

Ein Detail, das die meisten Leute nicht betrifft, aber für Ricoh- und Pentax-Fotografen relevant ist: Das KI-basierte Entrauschen funktioniert jetzt besser mit bestimmten Kameramodellen dieser Hersteller. Adobe hat offenbar die Kameraprofile überarbeitet und die Denoise-Algorithmen spezifisch angepasst.

Wenn du mit einer Ricoh GR oder einer Pentax K-3 arbeitest und bisher das Gefühl hattest, dass das Entrauschen nicht so gut greift wie bei Canon oder Sony, könnte sich das mit diesem Update verbessert haben. Für alle anderen: weiterschalten, hier gibt es nichts zu sehen.

Performance-Verbesserungen bei Masken und lokalen Korrekturen

Das hier betrifft die gesamte Lightroom-Familie und ist für mich persönlich das Interessanteste an diesem Update. Adobe hat an der Performance geschraubt, speziell bei großen Masken und komplexen lokalen Korrekturen.

Wer viel mit den Maskierungswerkzeugen arbeitet – Himmel auswählen, Subjekt erkennen, Farbbereiche maskieren, mehrere Masken übereinander legen – der kennt das Problem: Irgendwann wird Lightroom zäh. Die Vorschau stockt, die Regler reagieren verzögert, und du sitzt da und wartest.

In Version 15.2 soll das flotter laufen. Ich hab den direkten Vergleich nicht wissenschaftlich gemessen, aber subjektiv fühlt es sich tatsächlich smoother an, besonders bei Dateien mit drei oder mehr überlappenden Masken. Das Remove-Tool, also das KI-gestützte Entfernen von Objekten, scheint ebenfalls etwas schneller zu arbeiten.

Keine Revolution, aber eine Verbesserung, die man im täglichen Workflow merkt. Auf Reddit bestätigen das auch andere User – die Masken reagieren spürbar direkter, besonders auf älteren Rechnern.

Firefly-Integration – Lightroom öffnet die Tür zur KI

Und dann ist da noch die Sache mit Firefly. Adobe baut die Verbindung zwischen Lightroom und seiner hauseigenen KI Firefly weiter aus. Du kannst Bilder jetzt direkter zu Firefly schicken, zum Beispiel für prompt-basierte Bearbeitungen oder sogar um aus einem Foto kurze KI-generierte Video-Clips zu erstellen.

Das reduziert das Hin-und-Her zwischen verschiedenen Apps. Statt ein Bild aus Lightroom zu exportieren, dann Firefly zu öffnen, dort das Bild hochzuladen und dann das Ergebnis wieder zu importieren, geht das jetzt in weniger Schritten.

Ob man das braucht, ist eine andere Frage. Ich persönlich bin skeptisch bei der Idee, aus einem Foto einen Video-Clip zu generieren. Das ist nett als Spielerei, aber für ernsthafte Arbeit fehlt da noch einiges. Die prompt-basierten Edits hingegen könnten interessant werden, wenn Adobe das weiter ausbaut. Stell dir vor, du sagst Lightroom: „Mach den Himmel dramatischer“ oder „Reduzier die Ablenkung im Hintergrund“ und die KI setzt das um. Davon sind wir noch ein Stück entfernt, aber die Richtung ist klar.

Mein Fazit zur Firefly-Integration: Ausprobieren, nicht drauf verlassen. Es ist ein Werkzeug im Werden. Noch nicht fertig, aber man sieht, wohin die Reise geht.

Bugfixes

Wie bei jedem Update gibt es diverse Bugfixes. Adobe listet die im Detail auf, aber für die meisten Anwender sind das Dinge, die man nur bemerkt, wenn man direkt betroffen war. Abstürze bei bestimmten Operationen, Darstellungsfehler in bestimmten Situationen, Kompatibilitätsprobleme mit bestimmter Hardware. Das übliche Wartungspaket.

Meine Einschätzung

Dieses Update ist kein Gamechanger. Es ist ein solides Wartungsupdate mit ein paar netten Verbesserungen, die den Alltag etwas angenehmer machen. Die Performance-Verbesserungen bei den Masken sind willkommen, das Assisted Culling wird langsam brauchbar, und die Firefly-Integration zeigt, wohin Adobe mit Lightroom langfristig will.

Was mich interessiert: Wie weit wird Adobe die KI-Integration in Lightroom treiben? Werden wir irgendwann prompt-basiert entwickeln? Werden lokale Korrekturen vollautomatisch? Wird die RAW-Entwicklung selbst KI-gesteuert?

Ich glaube, ja. Früher oder später. Die Frage ist nur, ob das ein Segen wird oder ob wir am Ende alle den gleichen KI-optimierten Look haben und niemand mehr weiß, warum seine Bilder aussehen wie die von allen anderen.

Aber das ist ein Thema für einen anderen Blogpost.

Für heute gilt: Update installieren, Assisted Culling ausprobieren, Masken testen, und dann wieder an die eigentliche Arbeit. Bilder machen, die gut sind. Mit oder ohne KI.

Die Community-Diskussion zum Update findet ihr wie gesagt hier: Reddit – What’s new in Lightroom February 2026


Wie dieser Text entstanden ist: Meine Blogartikel entstehen als Sprachmemos, unterwegs, beim Nachdenken. Die werden transkribiert und mit KI-Unterstützung in Form gebracht. Die Erfahrung und die Meinung sind meine. Die Struktur und der Feinschliff entstehen mit KI. Sag ich offen, weil Ehrlichkeit dazugehört.


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