
Es gibt keinen Blogartikel heute.
Ich weiß, ich weiß. Ihr habt euch bestimmt schon hingesetzt, Kaffee gemacht, Browser aufgemacht, dachtet euch: Mal schauen, was der Brownz heute wieder verzapft.
Tja.
Nix.
Also, fast nix. Das hier zählt nicht. Das hier ist nur eine Erklärung, warum es nix gibt. Ein Nicht-Artikel. Ein Anti-Blog. Ein strukturiertes Nichts mit Überschrift.
Grund Nummer 1: Ich hab zu tun
Nicht dieses vage „ich hab zu tun“ das man sagt, wenn man eigentlich auf der Couch liegt und zum dritten Mal die gleiche Serie guckt. Ich meine echtes Zu-tun. Das Zeug stapelt sich. Mails, Projekte, Deadlines, Sachen die gestern fertig sein sollten und die ich heute mit einem charmanten „sorry für die Verzögerung“ abliefere.
Ihr kennt das. Oder auch nicht. Ist mir gerade egal, ich hab zu tun.
Grund Nummer 2: HeroQuest
Ja, ihr habt richtig gelesen.
Heute Abend ist HeroQuest-Abend. Das Brettspiel. Das aus den 90ern. Mit den kleinen Plastikfiguren und den Pappwänden und dem einen Kumpel, der immer den Barbaren spielen will, obwohl er jedes Mal als Erster stirbt.
Für alle, die zu jung sind oder die falschen Prioritäten im Leben hatten: HeroQuest ist das beste Brettspiel, das jemals gemacht wurde. Das ist keine Meinung, das ist ein Fakt. Ich akzeptiere keine Gegenargumente.
Du kriechst durch Dungeons. Du haust Goblins um. Du findest Schätze, die meistens eine Falle sind. Und der Spielleiter – also heute Abend ich – sitzt hinter seinem kleinen Schirm und grinst, weil er genau weiß, dass hinter der nächsten Tür vier Skelette warten und der Barbar schon wieder nur noch zwei Lebenspunkte hat.
Das ist wichtiger als ein Blogartikel. Sorry. Ist einfach so.
Was ich stattdessen tue
Zur Übersicht, was heute auf dem Plan steht. In dieser Reihenfolge. Mehr oder weniger.
Erstens: Arbeiten. Das Zeug das Geld bringt. Das langweilige Erwachsenen-Ding.
Zweitens: Das Spielfeld aufbauen. Figuren rausholen. Die eine Figur suchen, die letztes Mal unter das Sofa gerollt ist und wahrscheinlich immer noch da liegt.
Drittens: Snacks kaufen. Ohne Snacks kein Rollenspiel. Das ist eine universelle Regel, die in allen Kulturen gilt.
Viertens: Den Dungeon vorbereiten. Also mir ausdenken, wie ich meine Freunde heute Abend ins virtuelle Verderben schicke. Mit Liebe natürlich. Aber auch mit Fallen.
Fünftens: Spielen. Bis zu spät. Zu laut. Mit zu viel Käse und zu wenig Strategie.
Ihr seht: Da ist einfach kein Platz für einen Blogartikel.
Morgen gibt es wieder was
Versprochen. Wahrscheinlich. Vielleicht. Hängt davon ab, wie der Abend wird und ob ich morgen in der Lage bin, Buchstaben in der richtigen Reihenfolge zu tippen.
Falls der Barbar überlebt, bin ich gut drauf und ihr kriegt was Schönes.
Falls der Barbar stirbt – also falls mein Kumpel zum siebten Mal in Folge mit dem Barbaren gegen eine verschlossene Tür rennt statt den Zwerg den Schlüssel suchen zu lassen – dann bin ich wahrscheinlich heiser vom Lachen und ihr müsst einen Tag länger warten.
Deal?
Deal.
Jetzt entschuldigt mich. Ich muss Goblins platzieren.
Die stellen sich nicht von alleine hinter Türen.
Wie dieser Nicht-Text entstanden ist
Meine Blogartikel entstehen normalerweise aus Sprachmemos. Dieser hier ist direkt aus dem Stress zwischen zwei Meetings und der Suche nach der verschollenen Elf-Figur entstanden. Transkribiert und aufgeräumt mit KI. Die Vorfreude aufs Spielen und die fragwürdigen Prioritäten sind komplett meine eigenen.
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